POLYGLOTT on tour Reiseführer Kanada - Der Osten - Ole Helmhausen - E-Book

POLYGLOTT on tour Reiseführer Kanada - Der Osten E-Book

Ole Helmhausen

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8,99 €

Beschreibung


Sightseeing und vielfältige Kulturangebote in Millionenmetropolen, Whale Watching, Niagarafälle, Indian Summer – ob Städtereise oder Natur pur: Kanadas Osten ist so vielfältig wie groß.

Mit dem POLYGLOTT on tour Kanada – Der Osten lässt sich der wilde Herzschlag der kanadischen Region erspüren. Der Autor Ole Helmhausen führt in zwölf ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit des nördlichen Landes und lässt Sie Typisches, Besonderes und Eigenheiten entdecken. Lernen Sie Kanadas Osten hautnah kennen! Begeben Sie sich in die Wildnis Zentral-Ontarios oder auf dem Confederation Trail, erkunden Sie Downtown Toronto mit dem Rad oder kajaken Sie durch Cape Breton Islands Süden. Beobachten Sie Elche in freier Natur oder suchen Sie sich einen Adrenalinkick in luftiger Höhe auf dem „Edgewalk“. Sicher können Sie sich dem nordischen Flair der Region bald nicht mehr entziehen. Dank individueller Tipps können Sie ausprobieren und eintauchen, mitten hinein ins kanadische Leben.

Auf einen Blick:

TYPISCH-Kapitel mit „Eine Reise wert“, „50 Dinge“ und „Was steckt dahinter“
Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort
E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen
POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 203

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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Redaktionsleitung: Grit Müller

Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter

Autor: Ole Helmhausen

Redaktion: Christian Steinmaßl

Bildredaktion: Katja Oweger

Layoutkonzept/Titeldesign: fpm factor product münchen

Kartografie: Theiss Heidolph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska

ISBN 978-3-8464-0658-8

1. Auflage 2019

GuU 0658 05_2019_02

Bildnachweis

Coverabbildung: plainpicture/image Source/Van Son, Jennifer

Fotos: Adobe Stock/Lüthi, Cedric: >; Alamy Stock Foto/Gaertner: >; Alamy Stock Foto/Islemount Images: >; Alamy Stock Foto/Maunder, Hilke: >; Alamy Stock Foto/Mays, Buddy: >; Alamy Stock Foto/Universal Images Group North America LLC/DeAgostini: >; Alamy Stock Photo/Hopkins, Cindy: >; Alamy/Dao, Sam: >; Fogo Island Inn and Shorefast: >; Fotolia/anjokan: >; Fotolia/Dupuis, Daniel: >; Fotolia/Dusbaba, Otto: >; Fotolia/Elenarts: >; Fotolia/Lasenby, Brian: >; gemeinfrei: >; Getty Images/All Canada Photos: >, >; Getty Images/EyeEm/Vradenburg, Adam: >; Getty Images/Hero Images: >; Getty Images/LightRocket /Machado Noa, Roberto: >; Getty Images/Patrizi, Leonardo: >; Getty Images/Pottier, Aurélien: >; Getty Images/Regan, Joe: >; Getty Images/Runkel, Michael: >; Glow Images/Heeb, Christian: >; Glow images/Hicker, Rolf: >; Helmhausen, Ole: >, >; Huber Images/Canali, Pietro: >; Huber Images/Schmid, Reinhard: >; iStockphoto/Tremblay, Tony: >; Jahreszeitenverlag/Selbach, Arthur F.: >; Jahreszeitenverlag/Spörl, Lukas: >, >, >, >; laif/Gerber, Tobias: >; laif/Hahn, Paul: >; Lookphotos/DesignPics: >; mauritius images/Alamy/Chadwick, Steven: >; mauritius images/Alamy/HelloWorld Images: >; Pixelio/Bildpixel: >; Pixelio/Schneider, Olaf: >; Shutterstock/De Mattei, Maurizio: >; Shutterstock/dennizn: >; Shutterstock/Elisseeva, Elena: >; Shutterstock/Guy RD: >; Shutterstock/IVY Photos: >; Shutterstock/JHVEPhoto: >; Shutterstock/meunierd: >, >; Shutterstock/Reynbakh, Alina: >; Shutterstock/RuthChoi: >; Shutterstock/Starkov, Evgeny: >; Shutterstock/TylersJourney: >; Shutterstock/Vincelli, Robert: >; Unsplash/Vasconez, Jorge: >.

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SYMBOLE ALLGEMEIN

L

Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren

C

Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel

1

Top-Highlights und

0

Highlights der Destination

TOUR-SYMBOLE

1

Die POLYGLOTT-Touren

6

Stationen einer Tour

1

Hinweis auf 50 Dinge

PREIS-SYMBOLE

Hotel DZ

Restaurant

unter 120 can$

unter 25 can$

€€

120 bis 180 can$

25 bis 40 can$

€€€

über 180 can$

über 40 can$

Zeichenerklärung der Karten

Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze Nationalparkgrenze

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

1 TORONTOS MUSIKSZENE – HORSESHOE TAVERN >

Feinste Livemusik ertönt in Torontos Klubs, seit 1947 in der Horseshoe Tavern.

2 NIAGARAFÄLLE >

Die mächtigen Fälle, die sich Kanada und die USA teilen, beeindrucken nachhaltig.

3 MUSÉE CANADIEN DE L’HISTOIRE, OTTAWA >

In dem spektakulären Museumsbau werden Kanadas Natur und Kultur lebendig.

4 SAINTE-MARIE AMONG THE HURONS >

»Jesuiten« und »Huronen« treffen sich in einem famosem Museumsdorf.

5 KILLARNEY PROVINCIAL PARK >

Das Wildnisgebiet am Lake Huron gilt als Juwel unter Ontarios Parks.

6 VIEUX-MONTRÉAL, MONTRÉAL >

Im historischen Zentrum erlebt man kanadische Geschichte komprimiert.

7 VIEUX-QUÉBEC, VILLE DE QUÉBEC >

Die mit einem Mauerring bewehrte Altstadt ist das Herz Franko-Kanadas.

8 PARC NATIONAL DE FORILLON >

Für Outdoorfreunde gehört der Park zum Schönsten, was Kanada zu bieten hat.

9 PRINCE EDWARD ISLAND NATIONAL PARK >

Kanadas »Riviera« kann mit 40 Kilometern Sandstrand aufwarten.

! CABOT TRAIL >

Auf Nova Scotias Traumstraße umrundet man den Norden von Cape Breton Island.

@ GROS MORNE NATIONAL PARK >

Panoramastraßen und -trails führen durch herrliche Berg- und Fjordlandschaften.

# L’ANSE-AUX-MEADOWS, VIKING TRAIL >

In Neufundlands Norden erlebt man Frühgeschichte in einer Wikingersiedlung.

ALLE TOUREN AUF EINEN BLICK

mehr entdecken, schöner reisen

Perfekte Planung > Parallel > aufschlagen

TOUREN

REGION

DAUER

TOUR1

Sightseeing in Downtown T. O.

Toronto

1–2 Tage

TOUR2

Zentral-Ontario: Wildnis und etwas Kultur

Ontario

10 Tage

TOUR3

Ost-Ontario: Wälder, Seen und die Hauptstadt

Ontario

10 Tage

TOUR4

Kanada à la carte

Québec

10 Tage

TOUR5

Von den Ufern zu den Küsten

Québec

14 bis 18 Tage

TOUR6

Drei Provinzen in zwei Wochen

Die Maritimes

14 Tage

TOUR7

Per Rad und Kajak durch Cape Breton Islands Süden

Die Maritimes

7 Tage

TOUR8

Auf dem Confederation Trail durch PEI

Die Maritimes

7 Tage

TOUR9

Kanadas ferner Osten

Newfoundland

14 Tage

TOUR0

Der Nabel der Nation: Ontario

Extra-Tour

3 Wochen

TOUR!

Kanadas Gründervölker: Ontario und Québec

Extra-Tour

2 bis 3 Wochen

[email protected]

Vom Strom zum See: Québec und die Maritimes

Extra-Tour

3 Wochen

© Jahreszeitenverlag/Spörl, Lukas

Per Schiff kommt man einer Top-Attraktion Ostkanadas ganz nah – den tosenden Niagarafällen

TYPISCH

DER OSTEN KANADAS IST EINE REISE WERT!

Die Kultur(en) und die tollen Museen, die Wale, die Eisberge, die Luxushotels und die urigen Blockhütten, die Wasserflugzeuge und die tollen Trails, zwei Amtssprachen und abends der Drink auf dem Steg am See: Diese 160 Seiten zeigen, was Ostkanada einzigartig macht.

© Helmhausen, Ole

OLE HELMHAUSEN

Der Autor lebt in Montréal und ist als freier Reise- und Videojournalist seit 25 Jahren für deutsche Medien in Kanada und den USA unterwegs. Über seine Erlebnisse on the road berichtet er auch auf seinem Blog »Out of Canada« (out-of-canada.olehelmhausen.de).

Gleich beim ersten Mal in Montréal geriet ich prompt in die berüchtigte heure de pointe, die Hauptverkehrszeit. Ich war eingemauert von Blech, nichts ging mehr auf der Rue Sainte Cathérine. Zurückblickend gebe ich gern zu, dass es eine ziemlich dumme Idee war, Montréals Innenstadt per Auto entdecken zu wollen. Welche Millionenstadt lässt Autofahrer schon gern in ihr Stadtzentrum, und dann auch noch zur Rushhour? Erst nach einer ganzen Weile löste sich das Gewühl auf. Zeitverschwendung, auch dies erkannte ich erst später, war dieser Stau indes nicht. Ich hätte nämlich, klärte mich meine einheimische Freundin am Abend auf, ein Stück echtes Montréal erlebt. Denn erstens sei dies die Stadt mit den meisten angemeldeten Honda Civics in Nordamerika, und zweitens hätte ich mit dem Satz »Bouge ton maudite char, calice« – jemand schleuderte ihn mir entgegen, als ich am Ende nicht schnell genug aufs Gas trat – den Schlüssel zur Québecer Volksseele erhalten. Schlüssel? Volksseele!? Meine Freundin lächelte weise und erklärte. Char sei dem englischen car entlehnt und ein Ausdruck aus dem Joual – jenem Lingo aus altem französischem Sprachgut und irisch-indianischen Versatzstücken, das angeblich der frankofonen Arbeiterklasse entstammt, später hoffähig wurde und bis heute von vielen Québécois gesprochen wird. Und calice (übers. Abendmahlkelch) sei zwar ein übles Schimpfwort, stamme aber aus dem Bereich der Kanzel, wie interessanterweise die meisten Schimpfworte in la belle province, und drücke die kritische Haltung der Québécois zur lange omnipotenten katholischen Kirche aus.

© Shutterstock/De Mattei, Maurizio

Fotogene Sandsteinformationen an der Bay of Fundy, modelliert von den enormen Gezeiten

Unterwegs in dem mit fast fünf Millionen Quadratkilometern wahrlich endlos wirkenden Osten dieses Riesenlandes habe ich bis heute immer wieder solch sprachliche Schlüsselerlebnisse: Das irisch gefärbte Englisch meiner Gastgeber in Newfoundland, das englisch versetzte akadische Französisch an der Bay of Fundy, das altertümliche Pensilfaanisch der Amischen und Altmennoniten in Ontario: Jede Reise, egal ob im ländlichen Süden Ontarios, an der Bay of Fundy oder rund um Newfoundlands Avalon-Halbinsel, ist ein Fest für Augen und für Ohren. Denn dies ist nicht der junge Westen, sondern der »alte« Osten. Hier hatte das moderne Kanada 400 Jahre Zeit, um nicht nur Fuß zu fassen, sondern auch um neue Gesellschaften zu gründen, mit anderen, in der neuen Heimat wurzelnden Traditionen, Legenden und Geschichten, die mit Europa bestenfalls – und selbst dies oft nur noch im weitesten Sinne – die Sprache gemein haben.

© Shutterstock/meunierd

Der gut 200 Meter hohe Wolkenkratzer 1250 René-Lévesque in Downtown Montréal

Wer nun besorgt nach der als typisch kanadisch geltenden Wildnis und Weite fragt, den kann ich beruhigen: Wird mir Montréal einmal zu bunt, lade ich mein Kanu aufs Autodach, fahre anderthalb Stunden und lasse es an einem der zig Seen nördlich der Stadt zu Wasser. Dort habe ich meine Ruhe. Wenn ich mehr Zeit habe und die Jahreszeit stimmt, gehe ich Elche und Bären beobachten und Eisberge zählen. Oder fahre ein paar Tausend Kilometer bis zum Ende einer Straße irgendwo im Nirgendwo. Roadtrips im Osten von Kanada sind eine Wonne: Gute Straßen, kaum Verkehr, endlose Weiten. Allein für den Trans Canada Highway vom Kilometer 0 in St. John’s in Newfoundland bis zur knapp 5000 km entfernten Grenze mit Manitoba würde man vier Tage brauchen. Allerdings nur, führe man nonstop, ohne eine Mütze Schlaf …

© Glow Images/Heeb, Christian

Auf Augenhöhe mit einem »König der Wälder«

WAS STECKT DAHINTER?

Die kleinen Geheimnisse sind oftmals die spannendsten. Hier werden die Geschichten hinter den Kulissen erzählt.

WO IST DER SCHATZ VON OAK ISLAND?

Seitdem Daniel McGinnis 1795 in der tellerförmigen Senke auf Oak Island bei Mahone Bay (Nova Scotia) zu graben begann, wurde nicht mehr zutage gefördert als Kokosfasern, eine Goldmünze und etwas Pergamentpapier. Für Generationen von Glücksrittern war das genug, um bis heute bei der Stange zu bleiben – und vom Piratenschatz des legendären Käpt’n Kidd zu träumen, der einst wohl auch in diesen Gewässern sein Unwesen trieb. Heute wird die Schatzsuche auf der Insel von einer Gesellschaft betrieben. Es gibt auch ein kleines, die 200-jährige Schatzsuche dokumentierendes Museum, regelmäßig veranstaltete Touren zu den Grabungsstätten (Infos unter www.friendsofoakisland.com) sowie die auch auf Deutsch gesendete Realityshow »The Curse of Oak Island«.

WARUM DENN EIN AHORNBLATT?

Kaum eine Nationalflagge genießt mehr Ansehen in der Welt, kaum eine kommt weniger pompös daher. Kanadas maple leaf flag bzw. l’unifolié zeigt ein mittig angebrachtes, elfzackiges rotes Ahornblatt auf weißem Grund, der den Schnee der Arktis symbolisiert. Flankiert wird es von roten Balken, die für Atlantik und Pazifik stehen. Die Farbe Rot rührt von Kanadas britischer Tradition her. Die Ahornblatt-Flagge wurde am 15. Februar 1965 in Ottawa zum ersten Mal gehisst – nach einer über einjährigen hitzigen Diskussion, bei der es um die Suche nach einem alle Provinzen und Territorien vereinenden Symbol ging. Am Ende einigte man sich auf das – politisch denkbar harmlose – Blatt des in so gut wie allen Landesteilen vertretenen Ahornbaumes.

BRAUCHEN BRÜCKEN DÄCHER?

Niedlich sehen sie aus, und in der Regel passen sie wie angegossen in das ländliche Idyll: Kanadas überdachte Brücken, die covered bridges. Überwiegend aus dem 19. Jh. stammend, erhielten diese Holzbrücken ein Dach zum Schutz gegen die mitunter extreme Witterung, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Die meisten überdachten Brücken befinden sich in Ontario und im Südosten von Québec und stehen unter Denkmalschutz. Hartland in New Brunswick darf sich mit der 391 Meter langen Hartland Bridge der längsten covered bridge rühmen. Übrigens: Ihren Beinamen kissing bridges verdanken die überdachten Brücken dem Umstand, dass ihr dunkles Inneres der Dorfjugend einst willkommenen Platz zu romantischen Stelldicheins bot.

50 DINGE, DIE SIE …

Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!

… ERLEBEN SOLLTEN

1Immer am Rand entlang Spaziergang in schwindelerregenden 356 m Höhe ohne Geländer: Beim Edgewalk > über dem Dach des Drehrestaurants spaziert man – angeseilt – auf einem schmalen Gitterrost einmal um den CN Tower.

2Feucht-fröhlicher Spaß Beim Rafting durch die Stromschnellen des Ottawa River bei Beachburg > bleiben weder Auge noch andere Körperteile trocken.

3Historische Paddeltour Bei einem Kanutrip auf dem French River > zwischen Lake Nipissing und Georgian Bay paddelt man im Kielwasser der frühen indigenen Völker, Pelzhändler und Pioniere.

© Shutterstock/Reynbakh, Alina

Lokalmatador Jocelyn Couture mit Band beim Montréal International Jazz Festival

4Heiße Nächte Das International Jazz Festival verwandelt Montréals Innenstadt in eine einzige Event-Zone – und Tausende Besucher in friedlich chillende Mitmenschen, ganz besonders rund um die Place des Arts >

5Québec für Voyeure Raue See, Steilküsten und Fischernester: Die Rundfahrt um die Gaspé-Halbinsel auf der Panoramastraße Route 132 > zwischen Cap-Chat und Percé bietet besonders dramatische Ausblicke und Fotomotive.

6Gipfel-Meer Unvergesslich ist, das subalpine Gipfelplateau des Mont Albert > zu besteigen und den Blick über die zahllosen Gipfel der wilden Chic-Chocs zum St.-Lorenz-Strom schweifen lassen.

7Seakayaking in Cape Broyle Auf einer Kajaktour mit Stan Cook > an Neufundlands Ostküste kann alles passieren: ein vor dem Seekajak auftauchender Buckelwal, ein den Kurs kreuzender Eisberg, schimpfende Papageientaucher, …

8Mit den »locals« anstoßen Eine Institution: Im Pub The Split Crow > in Halifax haben schon mehrere Touristengenerationen mit Einheimischen auf einen gelungenen Kanada-Urlaub angestoßen.

9Inselhüpfen im Nordatlantik Geht auch in Ostkanada, und zwar im Auto auf den wildromantischen Îles de la Madeleine >.

0Mehr Meer geht nicht Bei einer Radtour rund um die Cape Breton Island vorgelagerte Isle Madame > ist der Altlantik immer und überall zu sehen.

!Dem Himmel näher Nördlich von Chéticamp bietet eine Wanderung auf dem Skyline Trail (7 km) hoch über dem Cabot Trail > wahrhaft himmlische Ausblicke auf Meer, Straße – und Elche.

© Glow images/Hicker, Rolf

Auf Bootsexkursion in Neufundlands spektakulärstem Fjord, dem Western Brook Pond

@Archaische Kulissen Unvergesslich ist eine Bootstour zwischen den von Gletschern geformten Felswänden des Fjords Western Brook Pond > – inklusive Kanadas zweithöchstem Wasserfall.

… PROBIEREN SOLLTEN

#Pu… was?Poutine ist Québecs Beitrag zur Fastfoodkultur: Pommes Frites mit geschmolzenem Käse und Bratensoße, serviert in 30 Varianten im La Banquise Online-Karte in Montréal (994 Rue Rachel Est, Tel. 514-525-2415, www.labanquise.com).

$Montréal Smoked Meat Bei Schwartz’s Hebrew Delicatessen > am besten: mit zartem, fast auseinanderfallendem Rauchfleisch belegte Sandwiches.

%Mit Zange, Gabel und Serviette(n) Hummer ist Pflicht, vor allem in PEI, wo das Schalentier im Fisherman’s Wharf Lobster Supper > in North Rustico, fangfrisch auf den langen Tischen landet.

^Lang lebe der Kabeljau! Der cod ist zwar nicht länger »King«, doch in Lokalen wie dem Seaside Restaurant > in Trout River, Newfoundland, wird er noch immer als hervorragendes traditionelles Fish ’n’ Chips gereicht.

&Cheers, Santé!Craft beer, also lokal gebrautes Bier, schmeckt besser als das der Mega-Brauer und läuft in jedem guten Pub aus dem Zapfhahn >.

*Muschelsuppe – unbedingt!Clam chowder heißt das Zauberwort. Es bezeichnet die in Atlantik-Kanada allgegenwärtige sämige Suppe aus großen Venusmuscheln, Kartoffeln, Zwiebeln und Speck, gut zubereitet etwa bei The Old Fish Factory > in Lunenburg, Nova Scotia.

(Deftige KalorienbombeTourtière hat nichts mit Torte zu tun, sondern ist eine Art überbackene, mit Blau- oder Johannisbeeren gereichte Fleischpastete, eine Spezialität von Maison du Roti Online-Karte in Montréal (1969 ave. du Mont-Royal E., www.maisonduroti.com).

© Alamy/Dao, Sam

Summer sausages, eine Spezialität der Mennoniten, auf dem St. Jacobs Farmers’ Market

)Wegzehrung Die summer sausages genannten würzigen Dauerwürste der Altmennoniten auf dem St. Jacobs Farmers’ Market > lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

qElch, geschmort Mit Elchfleisch lässt sich vieles anrichten – am liebsten Schmorbraten, wie bei Chucky’s in Happy Adventure Online-Karte(8 Harbour View Rd., Eastport, Nfld., Tel. 1-888-805-8881).

wPoutine with stuffing So heißt Newfoundlands populärer Fastfoodbeitrag. Dabei wird die in Québec kreierte Spezialität aus Pommes, Bratensoße und Käse noch um eine undefinierbare, aber schmackhafte Bratenfüllung bereichert. Zu genießen in Family-Restaurants wie in Addy’s, dem Seafood Café von Twillingate Adventure Tours >.

… BESTAUNEN SOLLTEN

eFototermin nach Sonnenuntergang Von Ward’s Island, einer der Toronto Islands >, präsentiert sich die nächtliche, golden strahlende Skyline Torontos am schönsten (Fähren: www.torontoisland.com).

rHighway mit Elch-Garantie Fototermin im Algonquin Provincial Park > Im Juni stehen viele der Könige des Waldes am Highway 60 und genießen das Salz vom letzten Winter in den Straßengräben.

tDie Magie der Kante Auf der Aussichtsterrasse unmittelbar über der Kante spürt man die ungeheure (Zug-)Kraft der Niagarafälle > besonders.

© gemeinfrei

Diese Jack Pine inspirierte den Group-of-Seven-Paten Tom Thomson zu seinem Bild

yKanadas berühmteste Kiefer Das Bild »The Jack Pine« von Tom Thomson in der National Gallery of Canada > gibt einen zutiefst beeindruckenden Vorgeschmack auf die herbe Schönheit des Landes.

uHalle der Totempfähle In der Grand Hall des Canadian Museum of History > in Gatineau stehen mächtige, bis unter die Decke ragende Totempfähle Spalier.

iPow-Wow-Fashion Die traditionellen Trachten der Tänzer und Tänzerinnen auf dem Anfang August auf Manitoulin Island stattfindenden Pow Wow > sind farbenprächtige Augenweiden.

© Jahreszeitenverlag/Spörl, Lukas

Die Basilika Notre-Dame in Montréal zählt zu den schönsten Gotteshäusern Nordamerikas

oSternenhimmel Dank seines Kirchengewölbes mit sternenblau-goldenem Nachthimmel ist das Innere der Basilique Notre-Dame > in Montréal ein Raum vollkommener Harmonie.

pBlickpunkt Das zu den meistfotografierten Gebäuden gerechnete Chateau Frontenac > lässt sich am besten von Québecs Schwesterstadt Lévi am anderen Ufer bestaunen – und fotografieren.

Q(Fast) Allein in Peggy’s Cove> Wenn am späten Nachmittag Ruhe einkehrt, braucht man den schönsten und populärsten Fischerort in Atlantik-Kanada nicht mehr mit den zahlreichen Tagesgästen zu teilen.

… MIT NACH HAUSE NEHMEN SOLLTEN

WSo Kanada, so umsonst Ein Ahornblatt, Kanadas nationales Symbol, selbst aufgelesen und sorgfältig getrocknet, ist ein schönes Erinnerungsstück – insbesondere, wenn es vom letzten Indian Summer stammt!

EIns Netz gegangen Kunstvoll angefertigte Traumfänger, sogenannte dream catcher, halfen einst in den Wigwams der First Nations, böse Träume zu fangen und sind heute wunderbare Mitbringsel, wie jene aus dem Whetung Ojibwa Centre (ab 10 $) >.

© Shutterstock/Starkov, Evgeny

Maple leaf – ein ebenso einfaches wie schönes Souvenir aus Ostkanada

RSüße Sünde Man kommt nicht darum herum: Ahornsirup (maple sirup bzw. sirop d’érable) aus dem Supermarkt oder von einem der Wochenmärkte wie dem traditionsreichen Marché Jean-Talon > in Montréal.

TInselidyll zum Mitnehmen Gemälde in Öl und Wasserfarben, Töpferwaren, Glaskunst: Die Künstler im Dunes Studio Gallery & Café > in PEI fangen die Farben ihrer Insel gekonnt ein, egal auf welchem Material.

YTassen von Tim To-Go-Tassen, Thermoskannen oder Recyclingbecher: Kaffeegefäße von Tim Hortons, der populären kanadischen Schnellrestaurantkette, sind praktisch und bei Roadtrippern beliebt (www.timhortons.com).

UKanada auf den Leib Coole Outdoor-Klamotten, -Schuhe und -Accessoires vom Ausstatter der kanadischen Olympioniken: Bei Roots Online-Karte in Toronto, Montréal und Halifax werden Kanada-Fans jeden Alters fündig (www.roots.com).

IMehr als Patchwork Die von den Altmennoniten und Amischen in St. Jacobs > angefertigten Quilts sind Kulturgut – und wunderbare Tagesdecken.

OMoratorium Art> Fischkutter, Seeleute, Leuchttürme, Eisberge: Die originellen, aus den Latten alter Hummerreusen gefertigten 3-D-Bilder passen in jeden Koffer.

© Alamy Stock Foto/Mays, Buddy

Auf der Niagara-Halbinsel keltert Inniskillin auch einen hervorragenden Eiswein

PWein aus gefrorenen Trauben Natursüß und unwiderstehlich ist Eiswein bzw. ice wine. Die edlen Tropfen sind eine Spezialität der Winzer auf der Niagara-Halbinsel, wie jene des Weinguts Inniskillin Niagara >.

aSo klingt Ostkanada CDs von der Indie-Band Karkwa aus Montréal (www.karkwa.com), der Gaelic-Punk-Fiddler Ashley MacIsaac aus Nova Scotia (www.ashleymacisaac.com) oder den Folkrockern von Great Big Sea (www.greatbigsea.com) aus Newfoundland sind in jedem Musikgeschäft erhältlich und konservieren Ostkanada-Feeling.

… BLEIBEN LASSEN SOLLTEN

sKanadier mit Amerikanern verwechseln Auch wenn Englisch-Kanada oft so klingt und aussieht wie die USA: Setzen Sie im Gespräch Kanadier bloß nicht mit US-Amerikanern gleich!

dIhr Herz ausschütten Auch wenn Ihr Gegenüber Sie mit einem strahlenden »How are you?« begrüßt: Tatsächlich an Ihrer Verfassung interessiert ist er nicht. Es ist eine höfliche Floskel, die Sie am besten mit »Fine, thank you!« beantworten.

fSofort überall Ihre Meinung kundtun Vermeiden Sie beim unverbindlichen Smalltalk, falls nicht ausdrücklich danach befragt, Themen wie Religion und Politik. Dagegen sind Sport, das Wetter und –in Québec – der Straßenzustand immer gute Einstiegsthemen. Abschätzige Bemerkungen von Außenstehenden zum Thema Separatismus werden in Québec selbst von Befürwortern Kanadas nicht gern gehört. Die Québecer sind stolz auf ihre Sprache und Kultur. Und selbst wer die separatistische Parti Québécois wählt, ist nicht automatisch ein Separatist, sondern wünscht sich oft nur eine laute Stimme in der Bundesregierung.

gUreinwohner beim (falschen) Namen nennen Falls sie sich nicht selbst so nennen, bezeichnen Sie die Ureinwohner aus Respekt nicht als Indians und Eskimos, sondern politisch korrekt als First Nations und Inuit>.

hBeim »tip« knausern Trinkgeld ist in Kanada üblich. Sind Sie mit dem Service zufrieden, legen Sie 10 bis 15 Prozent (vor Steuern) als tip auf den Rechnungsbetrag drauf >.

© mauritius images/Alamy/Chadwick, Steven

Das staatliche Liquor Control Board hat das Monopol für Alkoholverkauf in Ontario

jAlkohol auf der Straße trinken Konsumieren Sie die in den staatlichen Liquor Shops gekauften Alkoholika nicht in der Öffentlichkeit, denn dies ist per Gesetz verboten. Zuwiderhandlungen werden mit empfindlichen Geldbußen geahndet >.

kWährend der Stoßzeit Auto fahren In Montréal und Toronto zur Rushour (zwischen 6 und 8.30 Uhr sowie 15.30 und 17.30 Uhr) zu Besichtigungstouren im Auto aufzubrechen, ist keine gute Idee.

lDen Wetterbericht ignorieren Verfolgen Sie den Wetterbericht und nehmen Sie die Vorhersagen ernst. So sind Sie unterwegs am besten auf etwaige Wetterumschwünge vorbereitet (Wettervorhersagen und -warnungen: www.weather.gc.ca).

ABei Straßenkarten den Maßstab nicht beachten Die riesigen Entfernungen werden von Europäern oft unterschätzt. Versuchen Sie deshalb, nicht alles in der kurzen Zeit sehen zu wollen und konzentrieren Sie sich auf das für Sie Wesentliche.

© Getty Images/All Canada Photos

Kayaking im Killarney Provincial Park in Ontario

REISEPLANUNG & ADRESSEN

DIE REISEREGION IM ÜBERBLICK

Das Kanada-Klischee der endlosen Weiten und unberührten Natur wird oft mit dem Westen in Verbindung gebracht. Doch auch in den östlichen Provinzen werden die Entfernungen in Tagen und Zeitzonen gemessen, imponiert die landschaftliche Vielfalt.

© Shutterstock/RuthChoi

Herbstliches Farbenspiel im Kilarney Provincial Park

Platz ist also genug für Superlative mit einigen der schönsten Nationalparks, den kulturell vielfältigsten Regionen des Landes sowie zwei sympathischen, echt kanadischen Weltstädten.

Toronto (kurz »T. O.«) ist Kanadas größte Metropole und zugleich die viertgrößte Nordamerikas. Aus touristischer Sicht fungiert die Stadt am Lake Ontario als die wichtigste Verkehrsdrehscheibe im Osten. Hier landen die meisten Flüge aus Europa, von hier aus brechen die meisten Besucher zu ihren Reisen auf. Aber immer mehr bleiben auch ein paar Tage da, denn gerade in kultureller Hinsicht hat Toronto eine Menge zu bieten.

T. O. ist die Hauptstadt von Ontario. Die bevölkerungsreichste Provinz des Landes bietet einen attraktiven Mix aus Natur und Kultur, Wildnis und Weite. Berühmtestes Highlight sind die Niagarafälle, es gibt herrliche Paddel- und Wanderreviere wie den Algonquin oder den Killarney Provincial Park, und die Bundeshauptstadt Ottawa sticht mit ihren berühmten Nationalmuseen heraus.

Ontarios Nachbar im Osten und die flächenmäßig größte Provinz Kanadas ist das französischsprachige Québec. Seine Bevölkerung konzentriert sich im Tiefland des St.-Lorenz-Stroms, der durch den Süden Québecs dem Nordatlantik zufließt. An diesem wichtigsten Wasserweg Kanadas liegen die Millionenmetropole Montréal, die charmante Hauptstadt Québec sowie reizvolle Landschaften und Wildnisgebiete: darunter das für seine Künstlerkolonien und Restaurants berühmte Charlevoix, der spektakuläre Saguenay-Fjord mit seinen Belugawalen und die raue, bei Hikern und Roadtrippern beliebte Gaspé-Halbinsel, die weit in den Nordatlantik hineinragt.

Von Québec aus führt ein schmaler Korridor nach New Brunswick, das zu den sogenannten Maritimes gehört. Das herausragende Naturschauspiel der einzigen offiziell zweisprachigen Provinz Kanadas bietet die für ihre Gezeitenunterschiede berühmte Bay of Fundy, ein Dorado für Walbeobachter und Paddler. An ihrem Nordende gelangt man über eine Landbrücke nach Nova Scotia. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher zum pastoralen Prince Edward Island – kurz »PEI« –, der kleinsten Provinz Kanadas. Halifax, Nova Scotias Hauptstadt und kultureller Mittelpunkt der Region, liegt im Zentrum schöner Touren, etwa nach Cape Breton Island. Der die wildromantische Insel fast umrundende spektakuläre Cabot Trail zählt zu den Traumstraßen der Welt.

»The Rock«, »Canada’s Far East«: Vom Nordatlantik umspült und rau, liegt Newfoundland