Port Tarascon - Alphonse Daudet - E-Book

Port Tarascon E-Book

Alphonse Daudet

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Beschreibung

In der Satire "Port Tarascon", der letzten Folge der Tartarin-Trilogie, beschreibt Daudet weitere Abenteuer seines Titelhelden, einer Mixtur aus Sancho Pansa und Don Quijote.

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Port Tarascon

Alphonse Daudet

Inhalt:

Alphonse Daudet – Biografie und Bibliografie

Port Tarascon

Vorwort zur Uebersetzung.

Vorrede

Erstes Buch.

Erstes Kapitel.

Zweites Kapitel.

Drittes Kapitel.

Viertes Kapitel.

Fünftes Kapitel

Sechstes Kapitel.

Siebentes Kapitel.

Zweites Buch.

Achtes Kapitel.

Neuntes Kapitel

Zehntes Kapitel

Elftes Kapitel.

Zwölftes Kapitel.

Drittes Buch.

Dreizehntes Kapitel.

Vierzehntes Kapitel

Fünfzehntes Kapitel

Sechzehntes Kapitel

Siebzehntes Kapitel

Achtzehntes Kapitel

Port Tarascon, A. Daudet

Jazzybee Verlag Jürgen Beck

Loschberg 9

86450 Altenmünster

ISBN: 9783849652920

www.jazzybee-verlag.de

[email protected]

Alphonse Daudet – Biografie und Bibliografie

Franz. Schriftsteller, geb. 13. Mai 1840 in Nimes, gest. 16. Dez. 1897 in Paris, machte während der ersten Jahre seines Pariser Aufenthalts eine herbe Lehrzeit durch, bis der Herzog von Morny ihm als Privatsekretär ein sicheres Brot und die Mittel zu Studienreisen gab. Nach poetischen und dramatischen Versuchen erzielte der junge Schriftsteller seinen ersten durchschlagenden Erfolg mit dem selbstbiographischen Roman »Le petit Chose, histoire d'un enfant« (1868; deutsch u. d. T.: »Der kleine Dingsda«, Berl. 1877). Dann machten die »Lettres de mon moulin« (1869) und namentlich der meisterhafte komisch-satirische Roman »Les aventures prodigieuses de Tartarin de Tarascon« (1872) den Namen A. Daudets immer bekannter, bis er mit dem Roman »Fromont jeune et Risler aîné« (1874; deutsch, Berl. 1876), der über 60 Auflagen erlebte, in die Reihe der gelesensten Schriftsteller Europas vorrückte. Bald lösten nun die Erfolge einander ab mit ».Jack« (1876), »Le Nabab« (1877), »Les rois en exil« (1879), »Numa Roumestan« (1882), »L'Évangéliste« (1883), »Sapho« (1884), »Tartarin sur les Alpes« (1886), »L'Immortel«, eine Satire auf die französische Akademie (1888), »Port Tarascon, dernières aventures de l'illustre Tartarin« (1890), »Rose et Ninette« (1892), »La petite paroisse« (1895) und »Soutien de famille« (1898). Die meisten dieser Werke sind fast gleichzeitig mit dem Original in deutschen Übersetzungen erschienen. D. huldigt der realistischen Richtung, weiß aber dabei seinem Gegenstand immer eine intime, gemütvolle Seite abzugewinnen. Er wird daher oft der Nachahmung Dickens' geziehen; allein er hat vor diesem die künstlerische Gestaltung wie eine bestrickende Virtuosität der Sprache voraus.Seine Erinnerungen hat er niedergelegt in »Trente aus de Paris (A travers ma vie et mes livres)«, »Souvenirs d'un hommes de lettres« (1888) und »Notes sur la vie« (1899).Von den Theaterstücken Daudets sind zu nennen: »L'Arlésienne« (1872, mit musikalischen Einlagen von Bizet), dann die Bearbeitungen seiner Romane: »Fromont«, »Jack«, »Les rois en exil«, »Sapho«, »Numa Roumestan«, sowie die selbständigen Arbeiten: »La lutte pour la vie« (1889), »L'Obstacle« (1890), »La Menteuse« (1892, nach einer Erzählung der »Femmes d'artistes«). Eine auf 18 Bände berechnete illustrierte Ausgabe seiner »Œuvres complètes« begann 1899 in Paris zu erscheinen. Vgl. Gerstmann, A. D., sein Leben und seine Werke (Berl. 1883, 2 Bde.); Léon A. Daudet, Alphonse D. (Par. 1898); B. Diederich, Alphonse D., sein Leben und seine Werke (Berl. 1900). – Seine Gattin Julia, geborne Allard, geb. 1847 in Paris, früher Mitarbeiterin verschiedener Zeitschriften, veröffentlichte »Impressions de nature et d'art« (gesammelte Aufsätze, 1879), »L'enfance d'une Parisienne« (1883), »Fragments d'un livre inédit« (1885), »Enfants et mères« (1889) und »Journées de Femme« (1898), von seiner Beobachtung zeugende Skizzen, deren Stil etwas geziert ist.

Port Tarascon

Vorwort zur Uebersetzung.

Mit dem gegenwärtigen Buch, das der Herausgeber den Lesern der »Romanbibliothek« seines hohen Interesses wegen nicht vorenthalten wollte, schließt Alphonse Daudet, der Rabelais des modernen Frankreichs, einen Cyklus grotesk-humoristischer Erzählungen ab, die in einer Reihe farbenreicher Bilder uns das Leben und Treiben eines wunderlichen Völkchens schildern.

In »Tatarin de Tarascon« und in »Tartarin sur les Alpes« führt uns der Dichter Typen des südfranzösischen Volkscharakters vor, die alle Fehler und Schwächen des leicht beweglichen provençalischen Stammes in sich vereint zur Schau tragen. Diese Typen sind keine unbestimmten, verschwommenen Figuren, sondern sie erhalten durch die Gestaltungskraft des Dichters Leben und Individualität, ganz besonders der Held dieser Erzählungen, der Tarasconer Tartarin, eine aus dem Vollen geschöpfte Gestalt, die uns mit all ihren drastischen Schwächen derart zu packen weiß, daß wir an seinem endlichen Untergang den innigsten Anteil nehmen. Ob er auf der Löwenjagd (Tatarin de Tarascon) seinen zahmen Löwen schießt, ob er leichtgläubig alle Gefahren des Bergsteigens für Humbug halt und lächelnd über Gletscherspalten schwebt, ob er die Jungfrau ersteigt und auf ihrem Gipfel das Banner von Tarascon aufpflanzt (Tartarin sur les Alpes), oder ob er mit seinen bethörten Genossen fern auf einer öden polynesischen Insel die Kolonie Port Tarascon gründet – er ist überall derselbe köstliche, großartige Tartarin, der uns gerade durch seine Fehler und liebenswürdigen Schwächen menschlich näher tritt.

Daudet will, wie er in diesem Buch selbst zugesteht, nicht nur dem provencalischen Stamm, sondern dem gesamten französischen Volke in diesen tarasconischen Gestalten Spiegelbilder vor Augen führen. »Alles in allem genommen,« läßt er einen Engländer sagen, »ist der tarasconische Typus nichts als der französische Charakter, nur in übertriebenem, vergrößertem Maßstäbe, als ob man ihn in einer jener großen Glaskugeln, die man ab und zu in unsern Gärten findet, abgespiegelt sähe.«

Daudet kennt sein Volk und weiß, daß dessen Fehler zugleich seine Vorzüge sind. Deshalb kämpft er nicht wie Rabelais mit der scharfen Waffe der Satire, sondern schöpft aus der Fülle seines Humors jene typischen Gestalten, durch die er seinem Volke zeigen will, wohin solche Schwächen führen müssen.

Und was sind diese Fehler des französischen Volkscharakters, die uns der Dichter in einer bis an die Grenzen der Karikatur gehenden Drastik vor die Augen führt?

Kein Volk der Welt kennt weniger soziale Vorurteile als der Franzose, aber auch keines trägt mehr den Drang zur Schau, sich äußerlich von seinen Mitmenschen zu unterscheiden. Die Titel- und Ordenssucht, die Eitelkeit, die Schwäche für Schein und Schimmer ist es daher vor allem, die Daudet in seinen tarasconischen Würdenträgern mit ihren Großkordons und Grandenmänteln zu geißeln sucht. Hier schlägt er der Thorheit geradezu mit ihrer eignen Narrenmütze ins Gesicht!

Sodann ist es die Unkenntnis fremder Verhältnisse, die Leichtgläubigkeit und das rasche, unüberlegte Ueberspringen vom Gedanken zur That, das in der Geschichte des französischen Volkes eine so große Rolle spielt und es so häufig dazu getrieben hat, für andre die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Diese spezifische und positivste Eigenschaft der Franzosen findet ihren drastischen Ausdruck in der tollen Kolonialunternehmung der Tarasconer, von der uns dieses Buch erzählt, und die ihr tragikomisches Ende darin findet, daß die allzeit beutegierigen Engländer ohne weiteres von der Insel Besitz ergreifen.

So lacht Daudet die Tollheiten seines Volkes hinweg, wie der frische Morgenwind die Nebel verscheucht. Keine seiner Gestalten hat je etwas Rohes oder Gemeines an sich; auch vergißt er bei ihrer Individualisierung nie jene kleinen liebenswürdigen Züge, die Beweglichkeit des Geistes, das Geschick, der inneren Empfindung den besten Ausdruck zu verleihen, die Begeisterungsfähigkeit, die Hingebung an das Allgemeine und die Unterordnung unter dasselbe – kurz alle jene Eigenschaften, die den Franzosen zu dem gemacht haben, was er heute ist. Daudets Humor ist durchtränkt und geadelt von der Liebe zu seinem Volk!

Auch seiner Sprache verleiht er durch Verschmelzung der Dialekte und Anwendung von Provinzialismen eine ganz eigenartige Kraft und Fülle, die eine Übersetzung leider ebensowenig wiederzugeben vermag, wie die Vollendung und Schönheit des Daudetschen Stiles. Trotzdem dürfte von dem Geiste des Originals genug übrig bleiben, um auch dem deutschen Leser Befriedigung und Genuß zu gewähren.

Natalie Rümelin.

Vorrede

Es war ein Septembertag vor fünf oder sechs Jahren, ein Septembertag der Provence, und die Winzer kehrten von der Weinlese heim.

Von dem großen, mit zwei Camarguern bespannten Break aus, in dem wir, der Dichter Mistral, der älteste meiner Söhne und ich, in raschem Trabe auf den Expreßzug nach Tarascon fuhren, erschien uns dieser Abend göttlich schön, der in seiner blassen Glut mit seinem matten, fahlen, fieberhaften, leidenschaftlichen Licht an ein schönes Frauenangesicht aus der Provence erinnerte.

Kein Lüftchen rührt sich trotz unsrer raschen Fahrt. Der Straße entlang steht starr und steif das spanische Rohr mit seinen flachen, bandförmigen Blättern, und auf all diesen Feldwegen in ihrem schneeigen, fast gespenstischen Weiß, deren unbeweglicher Staub unter den Rädern knirscht, ziehen mit schwarzen – lauter schwarzen – Trauben beladene, zweiräderige Karren daher; – stumm und ernst schreiten die Burschen und Mädchen hinterdrein; alle groß, kräftig und schlank, mit langen Beinen und schwarzen Augen.

Schwarze Augen und schwarze Weinbeeren überall; man sah nichts andres in den Kufen und Bütten, unter den umgekrempelten Filzhüten der Winzer und unter den Kopftüchern, deren Zipfel die Mädchen mit den Zähnen festhielten.

Hier und dort erhebt sich am Wegrand ein Kreuz gegen den hellen Himmel, das an jedem seiner Arme eine schwere, schwarze, als Weihegeschenk aufgehängte Traube trägt.

»Sieh!« warf Mistral hin und wies gerührt, mit beinahe mütterlich stolzem Lächeln auf diese naiv heidnischen Kundgebungen seines provençalischen Volkes; dann nahm er seine Erzählung wieder auf, eines jener duftigen, goldschimmernden Märchen vom Ufer der Rhone, wie sie der Goethe der Provence ausstreut mit immer offenen Händen, deren eine voll Poesie, und deren andre voll Wirklichkeit ist.

O, der Zauber der Rede, o, die magische Uebereinstimmung der Stunde, der Umgebung und der stolzen, ländlichen Sage, die der Dichter vor uns entfaltete während der langen Fahrt auf dem schmalen, zwischen Olivenfeldern und Weinbergen dahinführenden Weg! Wie wohl war es mir zu Mute, wie hell und leicht schien mir das Leben!

Plötzlich umschleierten sich meine Augen, ein Angstgefühl schnürte mir das Herz zusammen. »Vater, wie blaß du bist!« sagte mein Sohn zu mir, und ich fand kaum noch die Kraft, auf das Schloß König Renés zu deuten, dessen vier Türme mir aus dem Hintergrund der Ebene entgegensahen, und zu flüstern: »Das ist Tarascon!«

Denn wir hatten eine furchtbare Rechnung miteinander auszugleichen, die Tarasconer und ich. Ich wußte, daß sie sehr zornig waren und einen bitteren Groll gegen mich nährten wegen meiner Spässe über ihre Stadt und deren großen Mann, den berühmten, den köstlichen Tartarin. Anonyme Briefe und Drohungen hatten mich oft gewarnt.

»Wenn du jemals nach Tarascon kommst, so hüte dich!« Andre bedrohten mein Haupt mit der Rache des Helden.

»Zittere! Noch hat der alte Löwe Schnabel und Krallen!«

Ein Löwe mit Schnabel – den Teufel auch!

Und noch Schlimmeres: Von einem Gendarmerieobersten des Bezirkes hatte ich erfahren, daß ein Pariser Geschäftsreisender, der sich, sei es aus einfacher Prahlhanserei, oder weil er verhängnisvollerweise ein Namensvetter von mir war, als »Alphonse Daudet« ins Fremdenbuch eingeschrieben hatte, unter der Thür eines Kaffeehauses aufs rohste überfallen und mit einem Bad in der Rhone bedroht worden war, ganz im Sinn der lokalen Ueberlieferung:

Dé brin 'o dé bran Cabussaran Dou fenestroun De Tarascoun Dedin lou Rose.

Es ist dies ein altes Couplet aus dem Jahr 93, das in dieser Gegend noch immer gesungen wird und seine bedeutsame Erklärung in manchem düsteren Drama findet, dessen Zeugen König Renés Türme damals waren.

Da ich nun durchaus nicht danach verlangte, von den Turmzinnen Tarascons herab kopfüber ins Wasser zu stürzen, hatte ich es bisher auf meinen Reisen in den Süden immer vermieden, diese gute Stadt zu berühren. Und nun hatte mich diesmal ein böses Geschick, der Wunsch, meinen lieben Mistral zu umarmen, und die Unmöglichkeit, den Eilzug anderswo zu erreichen, in den Rachen des Löwen »mit dem Schnabel« gefühlt.

Wenn ich es schließlich nur mit Tartarin allein zu thun gehabt hätte! Ein Zweikampf Mann gegen Mann, ein Duell auf vergiftete Pfeile unter den Bäumen der »Promenade« hätten mir weiter keine Angst eingeflößt. Aber der Zorn eines ganzen Volkes und die Rhone, diese unermeßliche Rhone! ...

Ach, das Dasein eines Romandichters ist nicht immer rosig. ...

Seltsam. Je mehr wir uns der Stadt näherten, desto leerer wurden die Wege, desto seltner die Winzerkarren. Bald lag nur noch die leere, weiße Landstraße vor uns und über der weiten Landschaft ringsum die Totenstille der Wüste.

»Das ist sonderbar,« sagte Mistral ganz leise und etwas bedrückt, »man könnte glauben, es sei Sonntag.«

»Wenn es Sonntag wäre, würden wir die Glocken läuten hören,« entgegnete mein Sohn ebenso leise; denn die Stille, die über der Stadt und deren Umkreis lag, hatte etwas Beängstigendes. Nichts, nicht der Ton einer Glocke, nicht ein Schrei, nicht einmal das Geräusch einer Stellmacherei, das in der vibrierenden Luft des Südens so hell erklingt, war zu vernehmen.

Und doch standen hier am Ende der Landstraße die ersten Häuser der Vorstadt: eine Oelmühle und das frisch verputzte Octroihäuschen.

Unser Staunen war groß, als wir bei der Einfahrt in diese lange, steinige Straße diese ganz verlassen fanden: Thüren und Fenster verschlossen, weder Hund noch Katze, keine Kinder und keine Hühner, niemand, gar niemand! Die rauchgeschwärzte Thüre des Hufschmiedes war der beiden Räder beraubt, die sonst zu ihren Seiten aufgepflanzt waren; die großen Drellvorhänge, mit denen für gewöhnlich die tarasconischen Hauseingange vor den Fliegen geschützt wurden, eingezogen, verschwunden wie diese Fliegen selbst und wie der köstliche Qualm von Knoblauchsuppe, der zu dieser Stunde allen Küchen hätte entströmen sollen.

Tarascon, das nicht nach Knoblauch roch – kann man sich so was vorstellen! Mistral und ich sahen einander erschrocken an und hatten wahrhaftig Grund genug dazu. Auf das Gebrüll einer wahnwitzigen Volksmenge gefaßt sein, und dann plötzlich von der Totenstille eines Pompeji empfangen werden!

In der Stadt, in der unsren Augen seit unsrer frühesten Jugend jedes Haus, jeder Laden vertraut war, mußte diese Verlassenheit noch viel packender wirken. Geschlossen die Bezuquetsche Apotheke auf der Placette, geschlossen auch der Costecaldesche Waffenladen und der um seiner Karamelen willen berühmte Rébuffatsche Zuckerbäckerladen. Verschwunden die Tafel am Hause des Notars Cambalalette und das auf Leinwand gemalte Schild des Marie Joseph Spiridion Excourbaniès, der Arleser Würste fabrizierte; denn die Arleser Würste werden in Tarascon verfertigt, auf welche große historische Ungerechtigkeit ich im Vorübergehen aufmerksam machen möchte.

Aber was nur aus den Tarasconern geworden war? Unser Break rollte den Korso entlang in dem linden Schatten der Platanen, deren glatte, weiße Stämme in regelmäßigen Abständen gen Himmel strebten; hier sang keine Cikade mehr, auch die Cikaden waren fortgeflogen! Und vor dem Hause Tartarins, das mit verschlossenen Fensterläden so blind und stumm dalag wie seine Nachbarn, da stand an der niedern Mauer des berühmten Gärtchens keine Wichseschachtel und kein kleiner Schuhputzer mehr, der rief: »Wichsen gefällig, Herr?«

Einer von uns sagte: »Vielleicht ist die Cholera hier.«

Wenn nämlich in Tarascon eine Epidemie ausbricht, so ziehen die Einwohner aus und kampieren in beträchtlicher Entfernung von der Stadt unter Zelten, bis die Gefahr der Ansteckung vorüber ist.

Bei dem Wort Cholera, bei dem alle Provençalen von einer unbändigen Angst erfüllt werden, trieb der Kutscher die Pferde kräftig an, und wenige Minuten später hielten wir an der Treppe zum Bahnhof, der oben in gleicher Höhe mit dem großen, die Stadt beherrschenden Viadukte steht.

Hier trafen wir wieder Leben, menschliche Stimmen und Gesichter. Auf den sich kreuzenden Schienengeleisen fuhren fortwährend Züge nach beiden Richtungen, hielten an, während Thüren klappten und die üblichen Rufe ertönten: »Tarascon, fünf Minuten Aufenthalt ... Wagenwechsel nach Nimes, Montpellier, Cette. ...«

Sofort eilte Mistral auf den Aufsichtsbeamten zu, einen alten Staatsdiener, der seinen Bahnhof seit fünfunddreißig Jahren nicht verlassen hat.

»Nun, Freund Picard ... was ist denn das mit den Tarasconern? Wo sind sie? Was habt ihr denn mit ihnen angefangen?«

Der andre, ganz überrascht von unsrem Staunen, entgegnete: »Wie! ... Sie wissen es nicht? ... Aber wo kommen Sie denn her? ... Lesen Sie denn gar nichts? ... Sie haben sie doch genügend angepriesen, ihre Insel Port Tarascon. Nun ja, mein Bester ... fort sind sie, die Tarasconer ... fort, um eine Kolonie zu gründen, – den berühmten Tartarin an der Spitze. ... Und alles haben sie mitgenommen, haben sie fortgeschafft, selbst die »Tarasque«.

Er unterbrach sich um einige Befehle zu geben, und eilte dem Geleise entlang, während wir zu unsren Füßen die großen und kleinen Schloß- und Kirchtürme der verlassenen Stadt, von der untergehenden Sonne beleuchtet, emporragen sahen und die alten Wälle betrachteten, denen die Sonne eine prächtige Butterteigfarbe lieh, so daß man nicht umhin konnte, an eine knusperige Schnepfenpastete zu denken, von der nur noch die Kruste übrig geblieben ist.

»Nun sagen Sie aber einmal, Herr Picard, wann ist denn diese Auswanderung erfolgt?« fragte Mistral den Beamten, der mit seinem freundlichen Lächeln auf uns zukam und sich über die fortgezogenen Tarasconer weiter keine Sorge zu machen schien.

»Vor einem halben Jahr.«

»Und hat man keine Nachricht von ihnen?«

»Gar keine.«

O weh! Bald nachher erhielten wir so viele genaue, ausführliche Nachrichten, daß ich mir gestatten darf, den Auszug dieses tapfren kleinen Volkes unter der Führung seines Helden und die Mißgeschicke, von denen es heimgesucht wurde, zu erzählen.

Pascal hat gesagt: »Man braucht das Angenehme und die Wirklichkeit, aber auch das Angenehme muß wahr sein.« Ich habe mich bemüht, in der Geschichte von Port Tarascon seiner Vorschrift nachzukommen.

Meine Erzählung beruht auf Wahrheit und ist aus den Briefen der Auswanderer, den »Erinnerungen« des jugendlichen Sekretärs Tartarins und den der Gazette des Tribunaux entnommenen Zeugenaussagen zusammengestellt.

Sollte man auch hier oder dort einer etwas allzutollen Tarasconnade begegnen, so soll mich gleich das Mäusle beißen, wenn ich sie erfunden habe!

Erstes Buch.

Erstes Kapitel.

Klagen der Tarasconer über den Stand der Dinge, – Die Ochsen, die Weißen Brüder. – Ein Tarasconer im Paradies. – Belagerung und Uebergabe der Abtei Pampérigouste

»Franquebalme, mein Lieber ... ich bin mit Frankreich nicht zufrieden! ... Unsere Regierung bringt uns vollends um alles!«

Diese denkwürdigen Worte, von Tartarin eines Abends am Kamin des Kasinos mit dem Ton und der Gebärde ausgesprochen, die man sich denken kann, faßten alles zusammen, was man in Tarascon-sur-Rhone zwei oder drei Monate vor der Auswanderung dachte und sagte. Der Tarasconer kümmert sich im allgemeinen nicht um Politik: von Natur träge, ist er gleichgültig gegen alles, was kein lokales Interesse für ihn hat, und hält, wie er zu sagen pflegt, am Stand der Dinge fest. Nichtsdestoweniger warf man dem Stand der Dinge seit einiger Zeit eine ganze Menge Dinge vor.

»Unsere Regierenden bringen uns vollends um alles,« sagte Tartarin.

Unter diesem »Alles« war in erster Linie das Verbot der Stiergefechte zu verstehen.

Gewiß ist die Geschichte jenes Tarasconers allgemein bekannt, der als schlechter Christ und Taugenichts ersten Ranges nach seinem Tod durch Ueberrumpelung ins Paradies gelangt war, während ihm der heilige Petrus einen Augenblick den Rücken gekehrt hatte, und trotz aller Bitten des himmlischen Pförtners nicht mehr hinausgehen wollte. Was that dann der große heilige Petrus?

Er schickte einen ganzen Flug Engel vor den Himmel hinaus und hieß sie aus Leibeskräften rufen: »Da! da! ... die Ochsen! ... da! da! ... die Ochsen! ...« wie man es bei den tarasconischen Stiergefechten schrie. Die Züge des Spitzbuben hellten sich auf, als er dies hörte: »Ihr habt hier also auch Stiergefechte, heiliger Petrus?«

»Stiergefechte? ... Das will ich meinen! ... Und zwar prächtige, mein guter Freund.«

»Wo denn? ... Wo finden sie denn statt?«

»Vor dem Paradies ... da gibt's Platz genug, wie du dir denken kannst.«

Der Tarasconer stürzt alsbald hinaus, um zuzusehen, und die Pforten des Himmels schließen sich für immer hinter ihm.

Wenn ich hier an diese Legende erinnere, die so alt ist wie die Bänke auf der »Promenade«, so geschieht es nur, um die Leidenschaft der Bewohner Tarascons für die Stiergefechte und den Zorn anzudeuten, mit dem sie deren Verbot aufgenommen hatten.

Darauf folgte der Befehl, die Weißen Brüder auszuweisen und ihr hübsches Kloster Pampérigouste zu schließen, das auf einem von Thymian und Lavendel grauschimmernden Hügelchen thront. Schon seit Jahrhunderten steht es dort vor den Thoren der Stadt, von der aus man zwischen den Fichten hindurch die ausgezackten Zinnen der Türmchen erblickt, deren Glockenklänge sich in der hellen Morgenluft mit dem Gesang der Lerche, und in der Abenddämmerung mit dem traurigen Ruf der Brachschnepfen vermischen.

Die Tarasconer liebten sie sehr, ihre guten, sanften, harmlosen Weißen Brüder, die es so vortrefflich verstanden, aus den würzigen Kräutern, mit denen der kleine Berg übersät ist, ein treffliches Elixir zu bereiten. Außerdem liebten sie die frommen Väter auch wegen ihrer Schwalbenpasteten und ihrer köstlichen Quittenkrapfen, pains-poires oder pan-péri genannt, die aus einer in goldgelber feiner Kruste eingebackenen Quittenbirne bestanden, und denen das Kloster seinen Namen Pampérigouste oder Panpérigousto verdankt.

Als den Brüdern der offizielle Ausweisungsbefehl übersandt wurde, und diese sich weigerten, ihre Kloster zu verlassen, schlossen sich fünfzehnhundert bis zweitausend Tarasconer, Leute aus dem Volk, Packträger, Schuhputzer, Spanier, kurz, was wir »Raupentum« nennen, mit den guten Mönchen in Pampérigouste ein.

Die tarasconische Bürgerschaft, die Herren vom Kasino, Tartarin voran, beabsichtigten ebenfalls die heilige Sache zu unterstützen. Sie schwankten keinen Augenblick. Aber man stürzt sich doch nicht ohne alle und jede Vorbereitung in ein solches Unternehmen. Den »Raupen« stand es besser an, so kopflos vorzugehen.

Vor allem brauchte man Kostüme. Sie wurden bestellt: prächtige Kostüme, wie sie einst die Kreuzfahrer trugen, lange, schwarze Gewänder mit einem großen, weißen Kreuz auf der Brust und überall, vorne und hinten, gekreuzte Totenbeine in Soutachestickerei. Die Stickerei namentlich kostete viel Zeit.

Bis alles fertig wurde, war das Kloster schon eingeschlossen. Die Truppen, im Feld und auf den steinigen Abhängen des kleinen Hügels gelagert, umschlossen es in dreifachem Kreis.

Inmitten des Thymians und des Lavendels machten die roten Hosen der Soldaten von weitem ganz den Eindruck von plötzlich aufgegangenen roten Mohnblüten.

Reiterpatrouillen, den Karabiner am Schenkel, das Revolverfutteral im Gürtel, die Säbelscheide an die Flanken des Pferdes schlagend, konnte man allerorten begegnen.

Allein diese Machtentfaltung vermochte den kühnen Tartarin nicht aufzuhalten, der, wie auch der größte Teil der Kasinoherren, entschlossen war, durchzubrechen.

Im Gänsemarsch, auf Händen und Füßen kriechend, alle Vorsichtsmaßregeln und sämtliche klassische Listen der Wilden Fenimore Coopers gebrauchend, gelang es ihnen, durch die Linien der Blockade, an den Reihen der schlafumfangenen Zelte entlang zu kriechen und die Schildwachen und Patrouillen zu umgehen, wobei sie sich durch unvollkommene Nachahmung eines Vogelschreis gegenseitig auf besonders gefährliche Stellen aufmerksam machten.

Es gehörte wirklich nicht wenig Mut dazu, in diesen taghellen Nächten ein solches Abenteuer zu wagen! Allerdings muß aber auch gesagt werden, daß es im Interesse der Belagerer lag, möglichst viele Leute hinein gelangen zu lassen.

Man wollte nämlich die Abtei lieber aushungern, als mit Gewalt nehmen. Deshalb drehten die Soldaten gerne den Kopf nach der andern Seite, wenn sie im Monden- und Sternenscheine diese Schatten dahinhuschen sahen. Mehr als ein Offizier, der im Kasino seinen Absinth in Gesellschaft des berühmten Löwentöters getrunken hatte, erkannte diesen trotz seiner Verkleidung von weitem und begrüßte ihn durch den vertraulichen Zuruf: »Gute Nacht, Herr Tartarin!«

Einmal an Ort und Stelle, organisierte Tartarin die Verteidigung.

Dieser Tausendsasa hatte alles gelesen, was je über Belagerungen und Blockaden geschrieben worden ist. Er formierte die Tarasconer in Landwehrbrigaden unter dem Oberbefehl des tapferen Obersten Bravida, und ließ sie, von den Erinnerungen an Sebastopol und Plewna erfüllt, Erde aufwerfen, sehr viel Erde, und umgab die Abtei mit Wällen, Gräben und Befestigungen aller Art, deren Kreise sich immer enger zogen, so daß die Belagerten hinter ihren Verteidigungswerken zur Freude der Belagerer wie eingemauert waren.

In dem zur Festung umgewandelten Kloster wurde, wie es sich gebührt, wenn der Belagerungszustand erklärt ist, militärische Disziplin eingeführt. Alles wurde nach Trommelwirbeln und Trompetensignalen ausgeführt.

Beim Tagesanbruch, zur Reveille, wirbelte die Trommel durch die Höfe, die Gänge und die Hallen des Klosters. Man trompetete von morgens bis abends; gebieterische, kurze, tiefe Trompetenstöße riefen mit Tara-ta zu den Gebeten; mit Tara-ta-ta galten sie dem Bruder Säckelmeister und mit Tara-ta-ta-ta dem Bruder Küchenmeister. Man blies zum Angelus, zur Frühmette und zur Complete. Es war beschämend für die Armee der Belagerer, die im freien Feld bedeutend weniger Spektakel machte, während sich da oben auf dem Gipfel des kleinen Hügels, hinter den feinen kunstvollen Zinnen der Klosterfestung Trompetengeschmetter und Trommelwirbel mit Glockenklängen zu stolzem Getöne vereinten und einen lustigen, halb kriegerischen, halb kirchlichen Sang als Siegesverheißung in alle vier Winde schickten.

Zum Kuckuck! Die Belagerer konnten sich aber auch in ihrer Aufstellung mühelos verproviantieren und lebten alle Tage herrlich und in Freuden. Die Provence ist ein Land der Genüsse und bringt alle möglichen guten Sachen hervor: helle, goldne Weine, Bratwürste und Arleserwürstchen, köstliche Melonen, saftige Kürbisse, Nußmandelbrot von Montélimar; und all dies kam den Truppen der Regierung zu gute, während kein Krümchen und kein Tröpfchen in die blockierte Abtei gelangte.

So kam es, daß einerseits die Soldaten, die nie so schwelgerisch gelebt hatten, so dick wurden, daß ihre Uniformen beinahe platzten, und daß die Pferde glänzende, wohlgenährte Rücken zeigten, während andererseits, o weh! die armen Tarasconer und besonders die »Raupen«, die, überangestrengt, spät zu Bett und früh auf den Beinen, ständig in Bewegung gehalten wurden und von morgens bis abends bei Sonnenglut und Fackelschein Erde graben und schaufeln mußten, immer mehr abmagerten und so zusammenschrumpften, daß es ein Jammer war.

Dazu kam noch, daß die Vorräte der guten Väter sich erschöpften; Schwalbenpasteten und Quittenkrapfen gingen zu Ende.

Konnte man noch lange aushalten?

Dies war die Frage, die auf den Wällen und auf den infolge der Trockenheit berstenden Erdverschanzungen tagtäglich erörtert wurde.

»Diese Feiglinge, die nicht angreifen!« sagten die von Tarascon und schüttelten die Fäuste nach den Rothosen, die im Schatten der Fichten der Länge nach im Grase lagen. Allein der Gedanke, daß sie zuerst angreifen könnten, kam ihnen nicht, so sehr war dies kleine Volk vom Selbsterhaltungstrieb beseelt.

Ein einziges Mal sprach Excourbaniès, ein Hitzkopf, davon, die Mönche voran, einen Massenausfall zu unternehmen und diese Söldlinge zu vernichten.

Tartarin zuckte seine breiten Schultern und antwortete nur das eine Wort: »Kindskopf!«

Dann faßte er den aufbrausenden Excourbaniès unter dem Arm, zog ihn auf den Außenwall hinauf und wies mit einer großartigen Bewegung auf die Soldaten, die den Hügel terrassenförmig besetzt hielten, und auf die an allen Wegen aufgepflanzten Schildwachen.

»Ja oder nein, sind wir die Belagerten, oder sind wir's nicht? ... Haben wir den Sturm zu wagen?«

Beifälliges Gemurmel ertönte ringsum: »Offenbar... er hat recht. ... An ihnen ist es, den Anfang zu machen, da sie uns belagern. ...«

Und wieder einmal sah man, daß niemand in der Kriegsführung so erfahren war als Tartarin.

Immerhin mußte aber ein Entschluß gefaßt werden.

Eines Tages versammelte sich der Konvent in dem großen, von hohen Fenstern erhellten Kapitelsaal mit seinen geschnitzten Vertäfelungen, und der Bruder Küchenmeister erstattete Bericht über die Hilfsmittel der Festung. Aufrecht und schweigend saßen sämtliche Weißen Brüder auf ihren »Stützen«, Halbsitze von heuchlerischer Form, auf denen man sitzen konnte, während es aussah, als ob man stehe, und hörten ihm zu. Kläglicher Bericht des Bruders Küchenmeister!

Was hatten sie seit Beginn der Belagerung nicht alles verzehrt, diese Tarasconer! Schwalbenpasteten so und so viel Hundert, Quittenkrapfen so und so viel Tausend, und so viel von diesem und so viel von jenem! Von all den Dingen, die er aufzählte, mit denen man anfangs so gut versehen gewesen, war nur noch ganz wenig übrig, so wenig, daß man ebensogut sagen konnte – gar nichts mehr.

Mit langen Gesichtern sahen die Hochwürdigen einander an und waren ganz einig darüber, daß sie mit all diesen Vorräten einem Feind gegenüber, der die Sache nicht aufs äußerste zu treiben entschlossen war, jahrelang hätten aushalten können, ohne an irgend etwas Mangel zu leiden, wenn man ihnen nur nicht zu Hilfe gekommen wäre. Der Bruder Küchenmeister las mit eintöniger, schmerzerfüllter Stimme weiter, bis er durch Geschrei von außen unterbrochen wurde.

Die Thür des Saales öffnet sich mit Getöse und Tartarin erscheint, ein ergriffener, tragischer Tartarin, mit rotem Gesicht und über das weiße Kreuz seines Kostümes herniederwallendem Bart. Seines Schwertes Spitze neigt sich grüßend vor dem Prior, der sich kerzengerade auf seiner »Stütze« hält, und vor jedem einzelnen der Brüder, dann beginnt er ernst:

»Herr Prior, ich kann meine Mannschaft nicht mehr halten ... Sie stirbt vor Hunger. ... Alle Cisternen sind leer. Der Augenblick ist gekommen, wo wir die Festung übergeben oder uns unter ihren Trümmern begraben müssen.«

Was er zwar nicht sagte, was aber auch seine Bedeutung hatte, das war, daß er seit vierzehn Tagen seiner Frühstücksschokolade beraubt war, die ihm nun in jedem Traum erschien, fett, dampfend, ölig, in Begleitung eines Glases frischen, krystallhellen Wassers an Stelle des halbsalzigen Cisternenwassers, mit dem er sich nun begnügen mußte.

Sofort stand die ganze Versammlung auf ihren Füßen und drückte in einem wirren Durcheinander von Stimmen, denn alle sprachen zumal, einstimmig die Meinung aus: »Uebergeben ... man muß die Festung übergeben!« Nur der Bruder Bataillet, ein ganz übertriebener Mann, schlug vor, das Kloster mit dem vorhandenen Pulver in die Luft zu sprengen und selbst in Brand zu stecken.