Pychologie: Schlafen kann man lernen (GEO eBook Single) -  - E-Book

Pychologie: Schlafen kann man lernen (GEO eBook Single) E-Book

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  • Herausgeber: GEO
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2017
Beschreibung

Zur Ruhe kommen! Die Welt vergessen! Davon träumen Millionen, die nachts wach liegen. Und die, wie die Bilder zeigen, eigenwillige Einschlafrituale entwickeln. GEO-Redakteurin Hania Luczak gehörte zu den Geplagten. Bis sie sich aufmachte, Hilfe zu finden. Die großen Themen der Zeit sind manchmal kompliziert. Aber oft genügt schon eine ausführliche und gut recherchierte GEO-Reportage, um sich wieder auf die Höhe der Diskussion zu bringen. Für die Reihe der GEO-eBook-Singles hat die Redaktion solche Einzeltexte als pure Lesestücke ausgewählt. Sie waren vormals Titelgeschichten oder große Reportagen in GEO.

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Seitenzahl: 20

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Herausgeber:

GEO

Die Welt mit anderen Augen sehen

Gruner + Jahr GmbH & Co KG,

Am Baumwall 11, 20459 Hamburg

www.geo.de/ebooks

eISBN 9783652007139

Inhalt

Schlafen lernen

Von Hania Luczak

Zusatzinfos

Zur Ruhe finden

Unruhe mindern

Organische Schlafstörungen

Lektüretipps

Schlafen lernen

Zur Ruhe kommen! Die Welt vergessen! Davon träumen Millionen, die nachts wach liegen. Und die, wie die Bilder zeigen, eigenwillige Einschlafrituale entwickeln. GEO-Redakteurin Hania Luczak gehörte zu den Geplagten. Bis sie sich aufmachte, Hilfe zu finden

Von Hania Luczak

Niemand schläft so wenig wie ich. So kommt es mir jedenfalls vor, wenn mir andere Menschen von ihren sieben, acht, neun Stunden Nachtruhe erzählen. Ich schlafe meist nur vier. Ich kann bis zum Morgen durchfeiern, arbeiten und selbst Überseeflüge mit Zeitverschiebungen unbehelligt hinter mich bringen. Das bisschen Müdigkeit verliert sich regelmäßig über den Tag, abends bin ich wieder fit. Wenn da nicht diese Schwachstelle wäre: Ich, mittleren Alters, sportlich und gesund, kann nur selten wirklich „runterkommen“, wenn es gilt, mich auszuruhen. Eine leichte Anspannung ist meine ständige Begleiterin geworden. Ich schlafe schlecht ein und wache oft mitten in der Nacht auf.

Bisher hat mich das nicht bekümmert. Die Biologie, so dachte ich, hat ja dafür gesorgt, dass wir mit Schlafmangel gut zurechtkommen. Lange war schließlich gar nicht klar, warum wir überhaupt ein Drittel unseres Lebens in diesem merkwürdigen Zustand der Taten- und Bewusstlosigkeit verbringen.

Inzwischen jedoch ist bekannt, dass chronischer Schlafmangel nicht nur das Risiko für eine Reihe von Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht, Immunschwäche und Depression erhöht, sondern auch die Gedächtnisleistungen schmälern kann – so erinnerten sich Probanden in Studien nach Schlafentzug schlechter an Erlerntes.

Trotzdem wiegte ich mich lange in Sicherheit. Ich vertraute wissenschaftlichen Erkenntnissen, die besagten, dass vier Stunden Schlaf zwar das absolute Minimum für ein gesundes Leben seien, aber eben auch dies: ausreichend.

Doch dann las ich eine beunruhigende Meldung: „Schlaf entgiftet das Gehirn.“ Im Rahmen einer Studie hatte eine US-amerikanische Forschergruppe an der Universität von Rochester eine aufsehenerregende Entdeckung gemacht: Während des nächtlichen Schlummerns räumen molekulare Reinigungstrupps den tagsüber angehäuften Müll weg, etwa Proteinklumpen oder Erbsubstanz-Blindgänger. Eine Art Gehirnwäsche.

Solche nächtlichen Reinigungsphänomene könnten der Grund sein, warum alle Lebewesen grundsätzlich Schlaf brauchen, ob Mücke, Elefant, Katze oder Mensch. Selbst Pflanzen stellen nachts ihren Stoffwechsel um. Müdigkeit könnte dabei der entscheidende Gradmesser für die Anhäufungen von toxischen Stoffwechselprodukten sein. Sie signalisiert: höchste Zeit für die professionelle Entsorgung, ab ins Bett!