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Der kleine Regalito weiß, dass er anders ist. Seine Eltern haben ihn frühzeitig darüber aufgeklärt, dass er adoptiert ist und sie nicht seine leiblichen Eltern sind. Richtig bewusst wird ihm seine Andersartigkeit aber erst durch die anderen Tiere in seiner Umgebung. Als sich auch noch sein Freund gegen ihn stellt, beschließt Regalito sich auf die Suche nach seiner Heimat und seinen leiblichen Eltern zu machen. Er erhofft sich dort Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu finden. Als er sein Ziel nach einer langen abenteuerlichen Reise endlich erreicht hat, stellt er fest, dass trotz der Gemeinsamkeiten mit seinen Verwandten keine Beziehungen bestehen. Regalito versteht jetzt, dass diejenigen die richtigen Eltern sind, die sich um ein Kind kümmern.
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Seitenzahl: 20
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Julia Heiduk
Regalitos Suche
Ein bezauberndes Kinderbuch zum Thema Adoption
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Wirrwarr der Gefühle
Außenseiter
Als Fremder zu Hause?
Aufbruch in die Heimat
Halb Maus, halb Hase
Land unter Wasser
Gefahr aus der Luft
Bärenhunger
Begegnung bei Vollmond
Wahre Freundschaft
Aus allen Wolken gefallen
Glück und Unglück
Durststrecke
Als blinder Passagier an Bord
Fremde Sitten
Affentheater
Fast schon am Ziel!
Zweifel
Erster Kontakt
Des Rätsels Lösung
Eine schicksalshafte Wendung
Heimweh
Impressum neobooks
Regalitos Schultag war heute besonders spannend gewesen, doch seine Freude wurde getrübt, als er die Schnepfen hörte, die schnatterten: ››Das ist doch das Kind, das sie aus dem
Ausland importiert haben!‹‹
Solche Bemerkungen hatte er schon oft von den anderen Tieren im Wald gehört, und es war ja auch kaum zu übersehen, daß er irgendwie anders aussah als seine Haseneltern.
Obwohl sie ihm von Anfang an erklärt hatten, daß sie nicht seine leiblichen Eltern seien, fing er erst jetzt an zu begreifen, was sie damit gemeint hatten.
››Regalito, ich bin deine richtige Mutter, aber deine leibliche Mutter hat dich damals zur Welt gebracht und konnte sich nicht um dich kümmern‹‹, hatte ihm seine Mama erklärt.
Regalito konnte aber einfach nicht verstehen, wie eine Mutter ihr eigenes Kind verlassen konnte und dachte oft darüber nach, ob er etwas falsch gemacht hatte. Doch auf all diese Fragen hatte er bis jetzt keine Antwort gefunden.
Zu Hause angekommen dachte er traurig über das dumme Gerede von seinen Klassenkameraden nach:
››Mit Kindern wie dir dürfen wir nicht spielen!‹‹ und ››Regalito, was für ein komischer Name!‹‹
Lieber hätte er auch Schnucki geheißen, wie jeder zweite hier, dann wäre er weniger aufgefallen. Eine Mutter hatte über ihn gesagt: ››Wer weiß, was der für Krankheiten miteingeschleppt hat!‹‹
Am ersten Schultag wollte sich niemand neben ihn setzen, nur Lilly war aufgestanden und hatte sich neben ihn gesetzt.
Franjo hatte ihn einmal mit ganzem Körpereinsatz verteidigt, als ihm zwei seiner Klassenkameraden gerade das Fell über die Ohren ziehen wollten.
Doch ganz sicher war sich Regalito nicht, ob Franjo sein richtiger Freund war, denn er hatte schon oft Bemerkungen über sein Aussehen gemacht.
Plötzlich wurde Regalito aus seinen Gedanken gerissen:
