Reif für die Insel - Gisa Pauly - E-Book + Hörbuch

Reif für die Insel Hörbuch

Gisa Pauly

4,5

Beschreibung

Eine Liebe auf Sylt. Paul fährt nach Sylt, um sich zu erholen. Sein Ehe ist kaputt, der Rosenkrieg hat begonnen. Auf der Insel hat er vor vielen Jahren seine große Liebe getroffen – und verloren. Auch Sophia ist zurück auf die Insel gekommen. Ihr Mann hat sie wegen einer Jüngeren verlassen. Zum Glück ist ihr das schöne Haus am Watt geblieben. Hierhin zieht sie sich voller Selbstzweifel zurück. Am Strand entdeckt Paul die verloren geglaubte Sophia wieder...

Das Hörbuch können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS

Zeit:4 Std. 11 min

Sprecher:Christoph Jablonka

Bewertungen
4,5 (20 Bewertungen)
13
3
4
0
0



Gisa Pauly

Reif für die Insel

oder Was ich dir sagen will ...

Eine Sylt-Geschichte

Impressum

ISBN E-Pub 978-3-8412-0346-5

ISBN PDF 978-3-8412-2346-3

ISBN Printausgabe 978-3-7466-2778-6

Aufbau Digital,

veröffentlicht im Aufbau Verlag, Berlin, Februar 2012

© Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin

Die Originalausgabe erschien 2008 bei Rütten & Loening,

einer Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.

Umschlaggestaltung Mediabureau Di Stefano, Berlin

unter Verwendung eines Motivs von William Peter Watson /

Bridgeman Art Library, eines Motivs von John Williams Waterhouse /

Bridgeman Art Library und einer Sylt Karte / www.historic-maps.de

Konvertierung Koch, Neff & Volckmar GmbH,

KN - die digitale Verlagsauslieferung, Stuttgart

www.aufbau-verlag.de

Menü

Buch lesen

Innentitel

Inhaltsübersicht

Informationen zum Buch

Informationen zur Autorin

Impressum

Inhaltsübersicht

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

|5|1.

Warum ausgerechnet Sylt? Warum Westerland? Kann es nicht Hamburg, München oder Düsseldorf sein? Er muss verrückt geworden sein! In einer Großstadt wäre sein Plan viel leichter in die Tat umzusetzen! Aber nein, er musste sich ausgerechnet für Sylt entscheiden! Für eine Insel, von der man nicht einfach fliehen kann — hinters Steuer, auf die Autobahn, Fuß aufs Gas und weg. Und das Schlimme ist, er weiß genau, warum er es getan hat. Er kann sich nichts vormachen, alles hängt irgendwie mit Sylt zusammen. Das, was in den vergangenen vierzig Jahren geschehen ist, und erst recht das, was nun geschehen wird. Also ist es doch richtig, dass er sich für Sylt entschieden hat?

Ja, es muss wohl so sein. Alles ist richtig. Auch die Fahrt über den Hindenburgdamm ist genau richtig für jemanden, der sich so schwer vom Festland löst wie Paul, der sich so ängstlich auf diese Insel zu bewegt wie er. Der Hindenburgdamm ist besser als eine Flugroute, sogar besser als ein Wasserweg. Die Fahrt mit dem Auto, wenn es auch auf einem Waggon steht, hinter dem Steuer, wenn auch das Lenkradschloss eingerastet ist, erscheint wohltuend normal. Und dass das Navigationssystem durchdreht und sinnlose Anweisungen gibt, amüsiert ihn. Warum sitzt er eigentlich so |6|aufrecht und steif da, als wäre er selbst und nicht der Lokführer für die sichere Fahrt nach Sylt verantwortlich? Eine lange Autofahrt hat er hinter sich. Zeit, während der halben Stunde auf dem Autozug ein Nickerchen zu halten.

Paul tastet an der linken Seite des Fahrersitzes entlang, wo es mehrere Tasten und Hebel gibt. Fast ein Jahr besitzt er dieses Auto nun, und noch immer weiß er nicht, wie sich die Rückenlehne verstellen lässt. Erster Versuch — der Sitz schießt nach hinten, zweiter Versuch — die Sitzfläche neigt sich, dritter Versuch — die Rückenlehne schlägt ihm in den Nacken. Sie mit der gleichen Taste wieder nach hinten zu neigen, gelingt ihm erst, nachdem er versehentlich den Fensterheber betätigt hat. Der scharfe Wind greift mit langen, spitzen Fingern ins Wageninnere, nimmt sich, was er zu fassen bekommt, reißt an sich, was nicht niet- und nagelfest ist. Zum Beispiel die kleinen Notizzettel, die Paul in die Ritzen der Klimaanlage gesteckt hat. Zu blöde aber auch, dass er als Erstes in sein schütteres Haar greift, das keine Unordnung verträgt, wenn der Schein, der durch aufwändiges Föhnen erreicht worden ist, erhalten bleiben soll. Um seine Haarpracht hätte er sich später kümmern können, für einen der Notizzettel kommt diese Erkenntnis zu spät. Er wird aus dem Fenster gerissen, steht für ein paar Augenblicke auf der Spitze eines Wirbels, flattert dann aufgeregt von einem Auto zum anderen, kollidiert mit einer Antenne und erhält, nachdem er sie einmal umrundet hat, den Schwung, der ihn den Möwen nachschickt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!