Schlechte Zeiten für Gespenster - Walter Wippersberg - E-Book

Schlechte Zeiten für Gespenster E-Book

Walter Wippersberg

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Beschreibung

Die gruselige alte Burg soll abgerissen werden, und die Kinder lassen sich auch nicht mehr so leicht erschrecken wie früher. Kein Wunder, dass Opa immer vergesslicher wird und den Kopf liegen lässt, während Onkel Dragul und Tante Lilofee, zwei waschechte Vampire, sich sorgen, weil ihrem Sohn Alfred die Eckzähne nicht so recht wachsen wollen. Und gerade in diesen schlechten Zeiten für Gespenster muss der junge Klopfgeist Max beweisen, wie gut er Menschen zu erschrecken vermag. Und dass ihm das trotz mehrerer Versuche und trotz der Unterstützung seines Vaters, seiner Großmutter und seines oft kopflosen Opas nicht gelingt, das ist wirklich kein Wunder. Aber dass er sich auf diesen Ausflügen mit einem Menschenjungen anfreundet, das ist verabscheuenswürdig! Die Illustratorin hat in die Ausstattung außerordentlich kreative Ideen eingebracht: Es gibt Schnittmuster für ein Gespenster- und ein Vampirhemd und die Seiten sind als Daumenkino, das den Flug einer Fledermaus zeigt, zu verwenden.

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Seitenzahl: 101

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Walter Wippersberg

Käthi Bhend-Zaugg

WalterWippersberg

Illustrationen & AusstattungKäthi Bhend-Zaugg

Neue Rechtschreibung

©2009 Neuausgabe (10. Auflage)

©1984 by Obelisk-Verlag, Innsbruck-Wien

Covergestaltung: Käthi Bhend-Zaugg

Lektorat: Inge Auböck

Alle Rechte vorbehalten

Print ISBN: 978-385197-595-6 E-Book ISBN: 978-3-85197-775-2

www.obelisk-verlag.at

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Ich hatte mich in den hintersten finstersten Winkel zurückgezogen und die Hoffnung auf einen richtigen Krach noch nicht ganz aufgegeben.

Die Chancen dafür standen nicht schlecht: Papa war auf der Suche nach Opas Kopf. Freilich suchte er nicht selber, sondern stand nur da und verlangte von den anderen, sie sollten den Kopf endlich suchen. Weil sich aber niemand um Papa kümmerte, war er schon sehr wütend. Bald würde er zu toben anfangen…

Mama saß vor dem Spiegel und zupfte an ihren Augenbrauen. Später würde sie sich ausführlich schminken und noch ausführlicher mit ihren Zähnen und ihrem Haar beschäftigen. Auch daran konnte sich vielleicht ein Streit entzünden, falls sich der Papa über «diese blöde Anmalerei», wie er es immer nannte, lustig machte…

Oma trieb sich irgendwo draußen in der Nacht herum. Bestimmt, so dachte ich, wird sie nicht rechtzeitig hereinkommen und sich auch nicht umziehen wollen. Das wird die Mama sicher in Wut bringen…

Lilli schließlich beschäftigte sich mit ihren Giftspinnen. Und wenn ich selber einen Streit vom Zaun brechen wollte, brauchte ich nur ein Wort gegen die Spinnen zu sagen, schon würde Lilli sich kreischend auf mich stürzen. Die Mama würde mir dann zu Hilfe kommen, der Papa aber Lillis Partei ergreifen, und daraus hatte sich bisher noch immer ein schöner Familienkrach entwickelt.

Vorläufig jedoch musste ich noch nicht eingreifen, die Stimmung war ohnehin sehr gereizt.

«Sofort helft ihr mir, Opas Kopf zu suchen!», verlangte der Vater mindestens schon zum zwanzigsten Mal. «Der Kopf kann doch nicht einfach verschwunden sein!»

«Was geht das mich an», murmelte die Mama. Sie kramte jetzt in einer Schublade. «Ich möchte viel lieber wissen, wo meine Zahnfeile ist.»

«Ohne Kopf kann Opa nicht fortgehen, wie sieht denn das aus!», knurrte Papa hartnäckig. «Wenn wir den Kopf nicht finden, dann bleiben wir eben alle zu Hause!»

Das war es genau, was ich mir so sehr wünschte: zu Hause bleiben. Aber dieses Ziel war erst erreicht, wenn alle durcheinander geschrien hatten, wenn Mama vor Wut zu heulen angefangen und dann nach einem Blick in den Spiegel festgestellt hatte, dass sie so ganz «UNMÖÖÖGLICH» aus dem Haus gehen konnte.

«Meine Zahnfeile! Wo ist meine Zahnfeile? Irgendwo muss sie doch sein!», murmelte die Mama, während sie in ihrer Lade kramte. Dann schrie sie auf einmal los: «Wer hat schon wieder meine Zahnfeile genommen?»

«Der Max natürlich», meinte Lili. «Ich habe gesehen, wie er sich die Fingernägel gefeilt hat.»

Das stimmte zwar, dennoch kam ich aus meinem Winkel heraus und trat nach Lillis Schienbein. Weil ich gut getroffen hatte, fing sie auch gleich zu kreischen an.

Ich hatte gehofft, die Mama damit ein bisschen wütend zu machen, aber sie drehte sich nur kurz nach uns um und seufzte: «UNMÖÖÖGLICH! Ihr seid einfach UNMÖÖÖGLICH! Immer das gleiche Theater!»

Papa, der sonst sehr stolz darauf war, wie durchdringend Lilli kreischen konnte, hielt sich die Ohren zu und schrie so laut er konnte: «Ihr werdet mir jetzt sofort helfen, Opas Kopf zu suchen, oder ich…»

«Oder was?», fragte die Mama. «Opa ist alt genug, auf seinen Kopf selber aufzupassen. Wenigstens das sollte er mit seinen achthundert Jahren schon gelernt haben.»

Sie schien heute nicht so recht zum Streiten aufgelegt und nur daran interessiert, sich schön zu machen. Sie zog die Oberlippe hoch, betrachtete sich im Spiegel und jammerte: «Mit so stumpfen Zähnen kann ich UNMÖÖÖGLICH unter die Leute gehen. Tante Lilofee wird überall herumerzählen, dass ich stumpfe Zähne hab…»

«Und Onkel Dragul lacht sich krank, wenn Opa ohne Kopf ankommt!», entgegnete Papa.

«Wahrscheinlich hat er ihn gestern wieder im Wirtshaus vergessen», vermutete Lilli.

Dann forderte sie uns alle auf, ihr beim Fliegenfangen zu helfen: «Ich brauch noch ein paar Fliegen. Meine armen Spinnen verhungern ja, wenn ich die ganze Nacht nicht zu Hause bin.»

«Die sollen sich ihre Fliegen selber fangen, diese fetten Viecher», knurrte der Vater, und das war ein gutes Zeichen, denn wenn der Papa Lillis Spinnen beleidigte, dann musste er schon sehr ärgerlich sein.

Ich wartete auf Lillis Kreischen, aber es kam nicht. Lilli saß ganz still da – und horchte. Ich horchte auch. Und wirklich, da war ein leises Summen zu hören: Eine Fliege kreiste über Mamas Kopf und ließ sich dann auf ihren Spiegel nieder.

Lilli duckte sich. Dann ein Sprung – und sie hatte die Fliege auch wirklich gefangen, dabei allerdings einen von Mamas Töpfen mit der weißen Schminke umgeworfen. Nun kreischte die Mama.

Und – schöner konnte ich es mir gar nicht wünschen! – Papa fing zu brüllen an: Er habe es satt. SATTSATTSATT. Endgültig satt. In diesem Haus werde er noch verrückt. NIE NIE NIE mehr werde er dieses Theater mitmachen…

Opa stand die ganze Zeit da, von den anderen unbeachtet, und konnte, kopflos wie er war, nur mit den Armen rudernd um Hilfe bitten. Manchmal deutete er dorthin, wo andere Leute ihre Ohren haben, als wollte er sagen, dass man gefälligst horchen solle.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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