Schlitzer-Jim und was danach geschah - Ben Kill - E-Book

Schlitzer-Jim und was danach geschah E-Book

Ben Kill

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Beschreibung

Tom ist dreizehn Jahre alt und Vollwaise. Von einer Minute zur anderen landet er mittellos auf der Straße, ein kurzes Leben als Bettler vor sich. Da gibt ihm der bekannte Detektiv Fidelis Firn einen lohnenden Auftrag: Tom soll dem Polizeichef schriftliche Beweise über die Schuld des Bandenanführers Schlitzer-Jim überbringen. Nur stand Schlitzer-Jim in der Nähe und hat alles gehört! Gelangt Tom heil ans andere Ende der Stadt?

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Seitenzahl: 48

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Das Buch

Ben Kill

Titel: Schlitzer Jim und was danach geschah

Untertitel: Krimal-Kurzgeschichte mit Humor

Coverbild: DenuStudios/Shutterstock.com

Inhalt:

Tom ist dreizehn Jahre alt und Vollwaise. Von einer Minute zur anderen landet er mittellos auf der Straße, ein kurzes Leben als Bettler vor sich.

Da gibt ihm der bekannte Detektiv Fidelis Firn einen lohnenden Auftrag: Tom soll dem Polizeichef schriftliche Beweise über die Schuld des Bandenanführers Schlitzer-Jim überbringen.

Nur stand Schlitzer-Jim in der Nähe und hat alles gehört!

Gelangt Tom heil ans andere Ende der Stadt?

Zum Autor

Jürgen Müller wurde am 21.08.1960 geboren. Er lebt in Pockau-Lengefeld, einer kleinen Stadt im Erzgebirge. Nebenberuflich arbeitet er Korrekturleser sowie als An- und Verkäufer von Gebrauchtbüchern im Internet.

Er schreibt seit seinem 14. Lebensjahr:

Science Fiction und Fantasy unter seinem eigenen Namen

humoristische Liebesromane unter dem Pseudonym Abby-Ann Fuchs

Kriminalerzählungen und -Romane als Ben Kill

diverses Andere als Frauke Küßmich

und Lachgeschichten als Horst Horsterlich

Bisherige Veröffentlichungen als E-Books:

- Schlitzer Jim und was danach geschah (Erzählung)

- SOKO Todessprung. Waarfurt-Serie Band 1

- Im Höllenschlund: Teuflische Verwandlung (Erzählung)

- Hochzeit mal drei (Roman)

- Liebesgestöhn im Doppelhaus (Roman)

- Papa und der Hauptgewinn (Roman)

- Der 39 Millionen Euro Gewinn (Roman)

- So ein Horst (Lachgeschichten)

- Ich werde keine Hure (Kurzroman)

- Sternenkill (Roman)

- In den Tiefen des Raums (Roman)

- Gedanken sind frei (Storys)

- Raumschiffkommandant Goldock (Erzählung)

- Galaxistor (Storys)

- Das BBK-P (Storys)

- Das erste Mal (Storys)

- Notgeil (Roman)

- Der Fluch des Gnomen (Roman)

- Sämtliche Romane (Sammlung)

- Alle Storys (Sammlung)

- Sämtliche Creative Writing Ratgeber (Sammlung)

- Das große Aphorismen und Zitate eBook

- So schreiben Sie mühelos ein tolles dickes Buch (Schreibratgeber)

- So schreiben Sie mühelos ein tolles dickes Buch / So schreiben Sie einen sagenhaften Stil (Schreibratgeber)

- 1171 Synonyme für sagte (Schreibratgeber)

- 500 Zitate, wie ein Schriftsteller tickt (Zitate-Sammlung)

- Romane schreiben leicht gemacht (kleiner Schreibratgeber)

- 375 mal das große Rätsel Gott (Zitate-Sammlung)

- 500 Geheimnisse der Liebe (Zitate-Sammlung)

- Vom Mann, der fast 3000 Bücher schrieb (Erzählung)

- Die Zwölfjährige, die die irdischen Meere leerte und den Mond besiedelte (Erzählung)

IMPRESSUM

© Jürgen Müller

Straße des Friedens 11

09509 Pockau-Lengefeld

Coverbild: DenuStudios/Shutterstock.com

Neobooks.com, März 2026

Das Buch

Zum Autor

IMPRESSUM

Kismet

Mein erster Fall mit Fidelis Firn

Kismet

Ich hatte gerade die Tür geöffnet und wollte den Abfall rausschaffen, da zerrte mich die kleine Crissy am Hemd.

»Hunger«, jammerte sie.

»Den hat jeder von uns. Damit musst du leben«, wollte ich dem vierjährigen Neuzugang von gestern Abend sagen. Doch als ich ihren flehenden Blick sah, klaubte ich die halbe steinharte Brotscheibe, die ich mir aufgespart hatte, hervor, und brach ein Stückchen davon ab. Es krachte. Krumen rieselten zu Boden.

»Hier«, sagte ich. »Steck es in den Mund. Weich es mit Spucke ein, dann schmeckt es schon.«

»Hänfling!«

Schrill wie ein Todesstoß ließ der Ausruf alle erstarren.

Hänfling – das war ich. Klein, schwach, unterernährt – ein Name, der passte. Richtig hieß ich Tom. Tommy hatten mich meine Eltern immer genannt. Damals vor acht Jahren, als sie noch lebten. Damals, als ich fünf Jahre alt war. Als meine Welt noch in Ordnung war. Als ich noch meinen Familiennamen kannte. Mit einem W fing er an. An den Rest kann ich mich nicht erinnern, auch wenn ich noch so sehr grüble.

»HÄNFLING!«

Die Dielenbretter bebten, als stampfe ein Mammut heran.

Mist! Die Behaarte Kröte hatte alles beobachtet. Hatte gesehen, wie ich Regel Nummer eins brach: Kümmere dich nie um die anderen. Gib keinem etwas ab. Hilf keinem. Kümmere dich nur um meine Befehle. Damit hast du genug zu tun.

Ich drehte mich nicht nach ihr um, wartete stoisch meine Strafe ab. Zwei Tage lang kein Essen. Vier Tage Einzelhaft im Kerker. Die ausgiebige Bekanntschaft mit der Rute. Etwas in der Art würde es wieder sein.

Die Dielen hörten auf zu beben. Die Behaarte Kröte stand jetzt direkt hinter mir, schnaufte jedoch weiter. Sammelte Atem für eine ihrer Schimpf-Tiraden. Eigentlich waren es eher Schrei-Attacken. Ein Wunder, dass noch keins von uns Kindern taub war.

»Hänfling, du hirnver...« – ein hastiger Atemzug – »...brannter dämlicher Wicht!«

Zeitgleich traf ein Fausthieb meinen Hinterkopf. Ich drehte mich immer noch nicht nach der Behaarten Kröte um, sagte nichts, klagte nicht, weinte nicht, um sie nicht noch mehr zu reizen. Machte nur einen Ausfallschritt nach vorn und stützte mich am Türrahmen ab, um nicht hinzufallen. Selbst das vorsichtige Betasten meines Kopfes, um zu sehen, ob ich blutete, versagte ich mir.

Mist. Mist. Mist. Ich hatte nicht viel erwartet an diesem Morgen meines dreizehnten Geburtstages: die Kruste meiner Brotscheibe nicht so hart wie sonst. Ein paar Fitzelchen Fleisch in der Suppe. Vielleicht sogar mal ein gutes Wort. Das konnte ich jetzt alles vergessen. Vielleicht musste ich sogar meine angebrochene halbe Brotscheibe abgeben. Schnell steckte ich sie weg.

Was ich stattdessen erhielt, erwartete ich nicht.

»Verpiss dich!«

Mit diesen Worten versetzte mir die Behaarte Kröte einen Arschtritt brutalster Art. Kopf und Arme voran, flog ich durch die offene Tür. Kinn, Knöchel und Knie zuerst, knallte ich auf den Kies des Vorhofs. Ich wälzte mich auf den Rücken und starrte in gleißendes Sonnenlicht. Hoch oben strebten ein paar letzte Wölkchen nach Westen, als wollten sie so rasch wie möglich fort vom Anblick der Behaarten Kröte. Verstört rappelte ich mich auf. Empfand die Strafe als viel zu hart für mein Vergehen. Wollte wieder hinein.

Die 160 Kilo der Behaarten Kröte versiegelten die Tür. Ich war ausgesperrt.