Shorty, der kleine Roboter - Karl Lang - E-Book

Shorty, der kleine Roboter E-Book

Karl Lang

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Beschreibung

Shorty, der kleine Roboter, ist ein Buch zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren und handelt von einem kleinen Hilfsroboter, der in der Stadt Robotingen hinter den Magnetbergen allerlei Abenteuer erlebt. Shorty ist anfangs einganz normaler Einwohner der Stadt, der in einem verarbeitenden Industriebetrieb mit einem kleinen Finger-Laser Kartoffeln schält. Doch mit Grips, Mut und Glück übersteht er allerlei Aufgaben und Abenteuer. Von den großen Verteidigungsrobotern der Stadt, HORNO, FLAMM-KUCH und EIS-TEE, hat vor allem Horno ein Auge auf Shorty geworfen und stattet ihn nach und nach mit allerlei wertvollen Ausrüstungsgegenständen aus, die ihm bei seinen weiteren Abenteuern helfen. In einfachen Sätzen, die viel Raum für Phantasie lassen, baut das Buch eine informative, spannende und abwechslungsreiche Welt für die kleinen Zuhörer auf, die sie immer mehr gefangen nimmt.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Karl Lang

Shorty, der kleine Roboter

Band 1

Ich widme dieses Buch meinem 5-jährigen Sohn Niklas, der begeistert Shorties Geschichten hört und immer wieder aufs Neue Input für weitere Episoden liefert. Danke auch an all die kleinen Freunde, die mir als Kritiker gute Dienste leisteten.BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Eine kurze Einleitung

Shorty ist ein kleiner Hilfsroboter, der in Robotingen lebt, einer Stadt hinter den Magnetbergen, weit weg von allen uns bekannten Gegenden. Eigentlich ist Robotingen eine Stadt wie jede andere auch, mit Häusern, Straßen, Parks und Plätzen, aber die Einwohner von Robotingen sind allesamt Roboter, die ihren Geschäften nachgehen, so wie wir Menschen auch.

Shorty lebt zu Hause bei seinen Eltern. Er arbeitet in einem verarbeitenden Industrieunternehmen und schält dort mit einem kleinen Finger-Laser Kartoffeln. Diese Kartoffeln werden natürlich nicht gegessen. Roboter essen ja keine Kartoffeln. Nein, die Kartoffeln dienen der Energiegewinnung. Und dazu müssen sie geschält werden, weil man draufgekommen ist, dass man ohne Schale viel mehr Energie aus den Kartoffeln rausholen kann. In einer großen, kompliziert aufgebauten Anlage werden dann aus den Kartoffeln Strom und Wärme für die Stadt erzeugt.

Robotingen hat zur Verteidigung ganz besondere Abwehrroboter. Die wichtigsten sind die drei Großen Verteidigungsroboter Horno, Flamm-Kuch und Eis-Tee. Diese drei wachen über viele andere Abwehr-, Feuerwehr-, Service- und Rettungsroboter, die je nach ihrer Aufgabe ganz unterschiedlich ausgestattet sind.

Für die Ausstattungen der Roboter ist die Ausrüstungszentrale verantwortlich. Das ist eine große Einrichtung, in der ständig geforscht und entwickelt wird. Hier werden die raffiniertesten Abwehrwaffen und Sicherheitssysteme gebaut und getestet.

Und natürlich gibt es in Robotingen auch die Polizei. Die kümmert sich um all die Gesetzesübertretungen, die zwar nicht oft, aber doch vorkommen. Wenn die Polizei von schlimmen Bedrohungen erfährt, schaltet sie die Ausrüstungszentrale ein, in der auch die großen Verteidigungsroboter ihre Büros haben.

Shorty ist ein ganz normaler Einwohner der Stadt mit einem unbedeutenden Job, aber er ist unheimlich schlau. Und diese Schlauheit zusammen mit seinem Mut lassen ihn Abenteuer erleben, von denen kaum ein anderer Roboter seines Standes auch nur zu träumen gewagt hätte. Schließlich werden sogar die großen Verteidigungsroboter auf ihn aufmerksam, und Horno schließt Shorty in sein Herz. Nach und nach erhält Shorty tolle Ausrüstungsgegenstände, mit denen er immer weitere Abenteuer erlebt und erfolgreich übersteht.

Shorty und der Autodieb

Jeden Samstag fuhr Shorty mit seinen Eltern zum Großeinkauf. Shorty hielt die Einkaufsliste in der Hand, auf der alle Dinge aufgeschrieben waren, die sie kaufen wollten. Das Einkaufen fand Shorty langweilig, aber auf dem großen Parkplatz des Einkaufszentrums gab es einen Spielplatz. Und dort durfte Shorty sich die Zeit mit anderen kleinen Robotern vertreiben, während seine Eltern mit dem Einkaufswagen durch die langen Gänge des Einkaufszentrums fuhren. Das ging natürlich nur, weil der Spielplatz beaufsichtigt war. Zwei Sorgfalts-Roboter sahen hier nach dem Rechten. Für Shorty wäre das nicht notwendig gewesen, aber es spielten da ja auch ganz kleine Roboter, auf die man eben aufpassen musste.

Weil Shorty bei einem Klettergerüst warten musste, sah er dem Treiben auf dem Parkplatz zu. Autos kamen und fuhren weg. Die Leute schoben ihre vollgeladenen Einkaufswägen zu ihren Autos, luden alles ein und übergaben die leeren Einkaufswagen den Hilfsrobotern. Überall auf dem Parkplatz waren Hilfsroboter unterwegs und brachten die leeren Einkaufswagen zurück an ihre Stellplätze. Und von dort holten die Leute, die zum Einkaufen gingen, sie wieder ab und immer so weiter.

Shorty fiel ein dunkelgrauer Roboter auf, der ein großes Stück Karton auf die hintere Scheibe eines geparkten Autos  steckte. „Wozu soll das denn gut sein?“ dachte Shorty und machte schnell ein Foto. Shorty hatte an seinem letzten Geburtstag einen Fotoapparat bekommen, der hinter seinen Augen eingebaut worden war. So konnte er jederzeit fotografieren, was er sah. Neben ihm schrie ein kleiner Roboter, der vom Gerüst gefallen war. Es war aber nichts passiert. Doch als Shorty wieder zu dem Auto mit dem Karton auf der Heckscheibe sah, war der graue Roboter verschwunden. „Seltsam“ murmelte Shorty. Er wollte wissen, was geschehen würde, wenn der Besitzer des Autos zurückkam.

Nach einigen Minuten kam eine ältere Roboterfrau zu dem Auto. Sie hatte nur ein Kännchen Öl gekauft. Sie stieg ein und startete das Auto. An dem weißen Rückfahrlicht sah Shorty, dass sie den Rückwärtsgang eingelegt hatte. Dann leuchtete das Bremslicht auf und die Frau stieg wieder aus. Den Motor ließ sie laufen. Sie hatte wohl im Rückspiegel den Karton auf der Heckscheibe gesehen, der ihr die Sicht versperrte und sah deshalb ein wenig ärgerlich drein.

Während sie den Karton vom Fenster nahm und Shorty noch überlegte, was da wohl für eine Botschaft draufgeschrieben war, sprang plötzlich der dunkelgraue Roboter wie aus dem Nichts in das Auto. Geistesgegenwärtig hatte Shorty gleich wieder ein paar Fotos gemacht. Dann fuhr das Auto aus der Parklücke, bog nach rechts ab und raste zur Ausfahrt. Nach nicht mal einer halben Minute war es weg. Die Frau rief noch: „Halt! Das ist mein Auto! Halt! Ein Dieb! Der hat mir mein Auto gestohlen!“ Aber es ging alles viel zu schnell. Keiner konnte helfen.

Shorties Eltern kamen soeben aus dem Supermarkt. „Mama, Papa!“ rief Shorty „Da hat ein Dieb ein Auto geklaut!“ Alle Leute liefen und redeten durcheinander und irgendwann kam dann die Polizei. Aber niemand konnte den Dieb beschreiben. Ein Hilfsroboter sagte den Polizisten, dass er sich das Nummernschild des gestohlenen Autos gemerkt hatte. Aber der Polizist lachte und sagte: „Das ist sehr nett, aber das Auto gehört der alten Dame, und die hat uns das Kennzeichen schon mitgeteilt. Wir suchen bereits nach dem Auto.“

Shorty ging zu dem Polizisten und sagte: „Ich habe den Dieb fotografiert!“ Der Polizist sah ihn sprachlos an. „Wirklich? Na das wäre eine große Hilfe. Kannst Du uns Deinen Fotoapparat mitgeben?“

Shorty schüttelte den Kopf. „Leider nein, ich habe ein eingebautes Modell.“

„Oh!“ sagte der Polizist „Das ist ja noch besser. Die eingebauten Modelle haben eine viel höhere Auflösung als die normalen Kameras.“ Shorties Papa nickte dem Polizisten zu. „Shorty wird Sie begleiten. Sie können die Fotos dann in Ihrer Zentrale von seiner Festplatte herunterladen. Bringen Sie Shorty nur nachher wieder nach Hause, bitte.“

Der Polizist sah Shorty an. „Los geht’s, Shorty.“ Dann stiegen sie in ein Polizeiauto ein und fuhren los. Shorty war sehr stolz, dass er vorne sitzen durfte und sah sich all die Apparate und Instrumente an, die im Polizeiauto eingebaut waren.

„Wir fahren in die Ausrüstungszentrale.“ Sagte der Polizist. Die haben dort alle notwendigen Geräte.

„Dort war ich schon mal.“ sagte Shorty „Es gab da einen Tag der offenen Türe und alle Hilfsroboter aus unserem Betrieb durften hingehen. Sogar die drei großen Verteidigungsroboter waren damals da und Horno hat mit mir gesprochen.“

Horno war einer der drei großen Verteidigungsroboter von Robotingen. Gemeinsam mit Eis-Tee und Flamm-Kuch sorgte er für den Schutz der Stadt.

Schon nach kurzer Zeit waren der Polizist und Shorty bei der Ausrüstungszentrale angekommen. Durch ein riesiges Tor gingen sie in die große Eingangshalle. In einem kleinen Büro saß hinter dickem Panzerglas der Empfangsroboter. Der Polizist sagte ihm, was sie wollten. Der Empfangsroboter blätterte kurz in einem Ordner und telefonierte dann mit jemandem. Dann sagte er: „Sie werden in Zimmer 222 erwartet. Das ist im zweiten Stock, rechts.“