Skulduggery Pleasant (Band 3) - Die Diablerie bittet zum Sterben - Derek Landy - E-Book

Skulduggery Pleasant (Band 3) - Die Diablerie bittet zum Sterben E-Book

Derek Landy

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Beschreibung

Ein Teleporter nach dem anderen wird umgebracht. Wer steckt dahinter? Und was bezwecken der oder die Mörder? Gut, dass Stephanie ihr Spiegelbild hat, das für sie in die Schule geht und die Hausaufgaben macht. Denn wer kann sich schon vormittags auf Geometrie konzentrieren, wenn er nachmittags noch eine Mordserie aufklären muss? In ihrem neuesten Fall müssen Skulduggery und Stephanie einen jungen Teleporter namens Fletcher Renn beschützen. Dumm nur, dass der sich als größte Nervensäge auf Erden entpuppt – und dass ihnen nicht nur die Diablerie im Nacken sitzt, sondern auch Remus Crux, der tollpatschigste Detektiv, den die Welt je gesehen hat. Der glaubt doch allen Ernstes, Skulduggery selbst sei der Teleporter-Mörder! Mehr Infos rund ums Buch unter: www.skulduggery-pleasant.de Spiegel- Bestseller-Autor Derek Landy mit einem weiteren actiongeladenen Fantasy-Abenteuer über den coolen Skelett-Detektiv Skulduggery Pleasant. Spaß und Spannung garantiert.

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Seitenzahl: 367

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Dieses Buch ist meiner Agentin

Michelle Kass gewidmet.

Ich werde jetzt nicht rührselig, o.k.?

Ich werde nicht darüber sprechen, wie viel du für mich getan hast (und es war wirklich viel!).

Ich werde nicht über den Einfluss reden, den du auf mein Leben hattest (er war immens), oder über deine Ratschläge, die Ermutigung und den Beistand, den du mir gegeben hast.

Und ich erwähne auch nicht die Gespräche über Traktoren und iPods beim Abendessen oder die vielen jiddischen Wörter, die du mir beigebracht hast und die ich sofort wieder vergessen habe.

DER TATORT

Der Tote lag mit dem Gesicht nach unten im Wohnzimmer neben dem Couchtisch. Cameron Light – so hatte er geheißen, als sein Herz noch geschlagen und seine Lunge noch gearbeitet hatte. Sein Blut war in den Teppich gesickert und eingetrocknet; an der Stelle, an der er lag, war ein großer Fleck. Er war erstochen worden, ein einziger Stich in den unteren Rücken. Der Tote war vollständig bekleidet, seine Hände waren leer und es gab keine Anzeichen eines Kampfes in dem Zimmer.

Walküre bewegte sich in dem Raum, wie sie es gelernt hatte. Suchend ließ sie den Blick über Boden, Wände und Möbel gleiten, wobei sie es vermied, die Leiche anzusehen. Sie spürte keinerlei Verlangen, sich das Opfer genauer als unbedingt nötig anzuschauen. Ihre dunklen Augen wanderten zum Fenster. Der Spielplatz auf der anderen Straßenseite war leer; die Rutschen glänzten nass vom Regen und die Schaukeln knarrten in der frischen morgendlichen Brise.

Als sie Schritte im Raum hörte, drehte sie sich um und sah, wie Skulduggery Pleasant ein kleines Tütchen Pulver aus seiner Jackentasche zog. Er trug einen Nadelstreifenanzug, der erfolgreich seinen Skelettkörper verbarg, und der Hut war bis knapp über die Augenhöhlen in die Stirn gezogen. Skulduggery steckte einen behandschuhten Finger in das Tütchen und begann zu rühren, damit die Klümpchen sich auflösten.

„Schon irgendwelche Vermutungen?“, fragte er.

„Er wurde überrascht“, antwortete sie. „Das Fehlen jeglicher Verteidigungsspuren bedeutet, dass er keine Zeit hatte, sich zu wehren. Genau wie die anderen.“

„Dann hat sich der Mörder entweder vollkommen lautlos genähert …“

„… oder seine Opfer haben ihm vertraut.“ Irgendetwas kam ihr merkwürdig vor an dem Zimmer, irgendetwas passte nicht ins Bild. Sie blickte sich noch einmal um. „Bist du sicher, dass er hier gewohnt hat? Ich sehe keine Bücher über Zauberei, keine Talismane an den Wänden, keine Zauberutensilien, nichts in dieser Richtung.“

Skulduggery zuckte mit den Schultern. „Es gibt Magier, die gern auf beiden Seiten leben. Normalerweise lebt die Gemeinschaft der Zauberer in einer Geheimwelt, aber es gibt Ausnahmen – Magier, die in der sogenannten ‚sterblichen Welt‘ arbeiten und verkehren. MrLight hatte offenbar ein paar Freunde, die nicht wussten, dass er ein Zauberer war.“

Auf einem Regal standen gerahmte Fotografien von Light und anderen Personen. Freunden. Menschen, die ihm nahestanden. Wenn man allein von den Fotos ausging, hatte er ein schönes Leben gehabt, ein geselliges Leben. Damit war jetzt natürlich Schluss. Es gab keinen Cameron Light mehr, da auf dem Teppich lag nur noch seine leere Hülle.

Tatorte waren ganz schön deprimierend, stellte Walküre fest.

Sie schaute zu Skulduggery hinüber und sah, wie das Pulver zu Boden schwebte und verblasste, bevor es aufkam. Es wurde Regenbogenstaub genannt, da auch kleinste Spuren von Magie seine Farbe veränderten. In diesem Fall jedoch behielt das Pulver seine Farbe.

„Nicht die geringste Spur“, murmelte er.

Die Couch verdeckte zwar den Blick auf die Leiche, aber ein Fuß guckte noch hervor. Cameron hatte schwarze Schuhe und graue Socken getragen, deren Bündchen völlig ausgeleiert waren. Die Haut an seinem Knöchel war blass. Walküre machte einen Schritt zur Seite, damit sie den Fuß nicht mehr sehen musste.

Ein Mann mit Glatze, breiten Schultern und stechend blauen Augen trat zu ihnen. „Inspektor Crux ist hier“, sagte MrBliss. „Wenn man euch an einem Tatort erwischt …“

Er beendete den Satz nicht. Es war auch nicht nötig.

„Wir sind schon weg“, beruhigte ihn Skulduggery. Er zog seinen Mantel an und wickelte den Schal um seine untere Gesichtshälfte. „Übrigens: danke, dass du uns Bescheid gesagt hast.“

„Inspektor Crux ist für die Untersuchung eines solchen Falles nicht der richtige Mann“, erwiderte Bliss. „Deshalb braucht das Sanktuarium dich und Miss Unruh. Ihr müsst wieder für uns arbeiten.“

In Skulduggerys Stimme schwang leichte Belustigung mit. „Ich fürchte, Thurid Guild könnte in diesem Punkt nicht deiner Meinung sein.“

„Ich habe den Großmagier trotzdem gebeten, sich heute Nachmittag mit euch zu treffen, und er hat zugesagt.“

Walküre hob eine Augenbraue, sagte aber nichts. Bliss war einer der mächtigsten Männer, aber zufällig auch einer der Furcht einflößendsten. In seiner Gegenwart überkam sie immer noch das kalte Grausen.

„Guild will mit uns sprechen?“, hakte Skulduggery nach. „In einer solchen Sache seine Meinung zu ändern, sieht ihm gar nicht ähnlich.“

„Wenn die Umstände es erfordern …“, war alles, was Bliss darauf antwortete.

Skulduggery nickte und ging; Walküre verließ nach ihm das Wohnzimmer. Obwohl der Himmel bedeckt war, setzte der Skelett-Detektiv eine Sonnenbrille auf, die seine Augenhöhlen vor Passanten verbarg. Doch vor welchen Passanten eigentlich? Bei diesem Wetter, so schien es, blieb jeder, der seine fünf Sinne beisammenhatte, zu Hause.

„Vier Opfer“, bemerkte Skulduggery, „und alles Teleporter. Warum?“

Walküre knöpfte ihren Mantel zu, was sie einige Mühe kostete. Ihre schwarzen Kleider hatten ihr so oft das Leben gerettet, dass sie schon gar nicht mehr mitzählte. Doch bei jeder Bewegung wurde sie daran erinnert, dass sie gewachsen und keine zwölf mehr war. Die Stiefel hatte sie wegschmeißen müssen, weil sie ihr wirklich nicht mehr passten, und sich dafür ein normales Paar Schuhe in einem gewöhnlichen Laden kaufen müssen. Grässlich Schneider musste sich endlich wieder von einer Statue in einen Menschen zurückverwandeln und ihr unbedingt ein neues Outfit nähen. Sie erlaubte sich kurz ein schlechtes Gewissen wegen so viel Egoismus, dann kam sie wieder zur Sache.

„Vielleicht haben Cameron Light und die anderen Teleporter dem Mörder etwas angetan und das ist seine – oder ihre – Rache.“

„Das wäre Theorie Nummer eins. Hast du weitere?“

„Vielleicht brauchte der Mörder etwas von ihnen?“

„Zum Beispiel?“

„Keine Ahnung. Was Teleporter eben so haben.“

„Warum bringt er sie dann um?“

„Vielleicht handelt es sich um etwas, das man nur benutzen kann, nachdem man den Vorbesitzer umgebracht hat, so wie das beim Zepter der Urväter der Fall ist.“

„Dann wäre das Theorie Nummer zwei.“

„Oder der Mörder suchte etwas, was einer von ihnen hatte, und hat sich einfach durch die Teleporter durchgemordet, bis er den richtigen gefunden hatte.“

„Das wäre auch eine Möglichkeit – also Theorie Nummer zwei, Variante B.“

„Was bin ich froh, dass du die Sache nicht unnötig verkomplizierst“, brummte sie.

Ein schwarzer Van hielt neben ihnen. Der Fahrer stieg aus, vergewisserte sich, dass ihn niemand beobachtete, und öffnete dann die Schiebetür an der Seite. Zwei Sensenträger kletterten heraus und stellten sich schweigend auf. Sie waren ganz in Grau gekleidet und hatten ihre Gesichter hinter dem Visier ihrer Helme verborgen. Beide trugen eine ein Meter achtzig lange Sense bei sich. Der letzte Fahrzeuginsasse, der dunkle Hosen und einen passenden Blazer trug, stieg aus und stellte sich zwischen die Sensenträger. Remus Crux hatte eine hohe Stirn und ein Ziegenbärtchen, das ein Kinn vortäuschen sollte. Er schaute Skulduggery und Walküre geringschätzig an.

„Oh“, sagte er, „ihr seid es.“

Er hatte eine seltsame Stimme und hörte sich an wie eine verwöhnte Katze, die nach ihrem Fressen verlangt.

Skulduggery wies mit dem Kinn auf die Sensenträger rechts und links von ihm. „Wie ich sehe, bist du heute inkognito unterwegs.“

Crux wehrte sich sofort entrüstet: „Ich bin Chefinspektor des Sanktuariums, MrPleasant. Ich habe Feinde und brauche deshalb Bodyguards.“

„Aber müssen sie wirklich mitten auf der Straße stehen?“, fragte Walküre. „Sie sehen ziemlich verdächtig aus.“

Crux grinste verächtlich. „Große Worte für eine Dreizehnjährige.“

Walküre widerstand der Versuchung, ihm eine reinzudonnern. „Eigentlich nicht“, erwiderte sie. „Das sagt mir mein gesunder Menschenverstand. Außerdem bin ich vierzehn. Und übrigens: Ihr Bart ist lächerlich.“

„Ist das nicht eine wahre Freude“, meinte Skulduggery strahlend, „dass wir drei so prächtig miteinander auskommen?“

Crux warf Walküre einen finsteren Blick zu, dann wandte er sich an Skulduggery. „Was macht ihr überhaupt hier?“

„Wir kamen zufällig vorbei und hörten, dass es wieder einen Mordfall gegeben hat. Da dachten wir uns, wir könnten vielleicht einen Blick auf den Tatort werfen. Wir sind eben erst gekommen. Siehst du vielleicht eine Möglichkeit …?“

„Tut mir leid, MrPleasant“, entgegnete Crux steif. „Da diese Verbrechen auf internationaler Ebene angesiedelt sind und das Interesse daran sehr groß ist, erwartet der Großmagier äußerste Professionalität in meiner Vorgehensweise und ich habe strikte Anweisungen, was dich und Miss Unruh betrifft. Er will auf gar keinen Fall einen von euch auch nur im Entferntesten in Sanktuariumsangelegenheiten verwickelt sehen.“

„Aber das hier sind keine Sanktuariumsangelegenheiten“, widersprach ihm Walküre. „Es ist lediglich ein Mord. Cameron Light hat überhaupt nicht für das Sanktuarium gearbeitet.“

„Es handelt sich um offizielle Sanktuariumsermittlungen, was die Sache zu einer offiziellen Sanktuariumsangelegenheit macht.“

Skulduggerys Ton war ausgesprochen freundlich. „Und wie kommst du mit den Ermittlungen voran? Du stehst wahrscheinlich ziemlich unter Stress, weil du Ergebnisse vorweisen musst, stimmt’s?“

„Ich habe alles im Griff.“

„Oh, daran zweifle ich nicht. Und ich bin sicher, die internationale Gemeinschaft bietet ihre Hilfe an und stellt finanzielle Mittel zur Verfügung – wir haben es schließlich nicht nur mit einem irischen Problem zu tun. Solltest du jedoch inoffizielle Hilfe benötigen, wären wir gerne bereit –“

„Wenn du die Vorschriften missachtest“, unterbrach Crux ihn, „ist das deine Sache. Ich tue es jedenfalls nicht. Du hast hier keinerlei Befugnisse mehr. Die hast du verspielt, als du den Großmagier des Verrats bezichtigt hast. Erinnerst du dich noch?“

„Vage …“

„Willst du meinen Rat, Pleasant?“

„Nicht unbedingt.“

„Such dir ein hübsches Loch in der Erde und leg dich rein. Deine Zeit als Detektiv ist vorbei. Du bist erledigt.“

Sie schauten Crux nach, wie er mit den beiden Sensenträgern ins Haus ging.

„Ich mag ihn nicht“, entschied Walküre.

EIN KILLER LÄUFT FREI HERUM

Sie parkten den Bentley hinter dem Wachsfigurenkabinett, das bereits seit längerer Zeit geschlossen hatte, und Walküre ging hinter Skulduggery hinein. Auf den wenigen Wachsfiguren, die noch in der Dunkelheit herumstanden, lag eine dicke Staubschicht. Walküre wartete, während Skulduggery an der Wand nach dem Schalter tastete, der die verborgene Tür öffnete.

Sie betrachtete derweil die Wachsfigur von Phil Lynott, dem Leadsänger von Thin Lizzy. Mit der Gitarre in den Händen sah die Figur dem Original wirklich sehr ähnlich. Ihr Dad war in den 70er-Jahren ein großer Thin-Lizzy-Fan gewesen, und wenn im Radio ‚Whiskey in the Jar‘ lief, sang er immer noch mit, wenn auch falsch.

„Der Schalter ist nicht mehr da“, verkündete Skulduggery. „Sie müssen, kaum dass wir weg waren, die Schlösser ausgetauscht haben. Ich weiß nicht, ob ich mich geschmeichelt fühlen soll oder beleidigt.“

„So, wie ich dich kenne, eher geschmeichelt, oder?“

Er zuckte die Schultern. „Es ist ein schöneres Gefühl.“

„Und wie kommen wir jetzt rein?“

Jemand tippte Walküre auf die Schulter. Sie schrie auf und machte einen Sprung zur Seite.

„Tut mir leid“, sagte die Phil-Lynott-Wachsfigur, „ich wollte dich nicht erschrecken.“

Sie starrte die Figur an.

„Ich bin das Schloss“, fuhr diese fort. „Ich öffne die Tür auf dieser Seite der Wand. Habt ihr einen Termin?“

„Wir sind mit dem Großmagier verabredet“, erklärte Skulduggery. „Ich bin Skulduggery Pleasant und das ist meine Partnerin, Walküre Unruh.“

Phil Lynotts Wachskopf nickte. „Ihr werdet erwartet, aber ihr braucht einen offiziellen Sanktuariumsmitarbeiter, der euch durch die Tür begleitet. Ich habe der Administratorin Bescheid gesagt. Sie sollte jeden Augenblick hier sein.“

„Danke.“

„Bitte.“

Walküre schaute ihn noch ein paar Sekunden lang an. „Kannst du singen?“, fragte sie dann.

„Ich öffne die Tür“, antwortete er, „dazu bin ich da.“

„Aber kannst du auch singen?“

Er überlegte. „Ich weiß nicht“, sagte er schließlich. „Ich hab’s noch nie probiert.“

Hinter ihnen rumpelte es in der Wand und eine Tür glitt auf. Eine Frau in dunklem Rock und weißer Bluse tauchte auf und lächelte höflich.

„MrPleasant, Miss Unruh, herzlich willkommen“, begrüßte sie die Administratorin. „Der Großmagier erwartet Sie. Bitte folgen Sie mir.“

Die Phil-Lynott-Wachsfigur verabschiedete sich nicht, als die Administratorin sie eine Wendeltreppe hinunterführte. Die Treppe wurde von brennenden Fackeln an der Wand erhellt und endete im Foyer. Es war ein seltsames Gefühl, einen Raum zu betreten, der ihr einst so vertraut gewesen war und nun so fremd erschien. Der irrationale Teil von Walküres Gehirn war sicher, dass die wachhabenden Sensenträger sie hinter ihren Visieren finster anblickten, auch wenn sie wusste, dass sie für ein so kleinkariertes Verhalten viel zu diszipliniert und professionell waren.

Sie hatte erst vor Kurzem festgestellt, dass das Sanktuarium die Form eines massiven Dreiecks hatte, das flach unter der Innenstadt von Dublin auf der Seite lag. Das Foyer befand sich genau in der Mitte des Dreiecks; von hier aus liefen zwei lange Flure nach rechts und links und einer direkt zur Spitze. Die seitlichen Korridore machten eine Biegung von 45Grad und trafen in der Spitze auf den mittleren. Von ihm gingen in unregelmäßigen Abständen kleinere Flure ab.

Die Räume entlang dem mittleren Korridor wurden hauptsächlich für die Abwicklung der Tagesgeschäfte des Sanktuariums und des Ältestenrats genutzt. Doch an den schmaleren Fluren lagen Räumlichkeiten, die sehr viel interessanter waren – das Gefängnis, die Arrestzellen, das Repositorium, das Waffenarsenal und Dutzende weiterer Räume, die Walküre noch gar nicht gesehen hatte.

Die Administratorin plauderte angeregt mit Skulduggery. Sie war nett. Man hatte sie als Ersatz für den Administrator eingestellt, der vor zwei Jahren bei dem Überfall von Nefarian Serpine auf das Sanktuarium ums Leben gekommen war. Walküre blendete die Erinnerung an das Blutbad aus. Sie hatte es einmal mitgemacht und sah keinen Grund, es noch einmal durchleben zu müssen.

Die Administratorin führte sie in einen großen unmöblierten Raum. „Der Großmagier kommt gleich.“

„Danke“, sagte Skulduggery mit einem höflichen Nicken und die Administratorin ging hinaus.

„Glaubst du, wir müssen lange warten?“, fragte Walküre leise.

„Als wir das letzte Mal hier waren, haben wir den Großmagier des Verrats beschuldigt“, erwiderte Skulduggery. „Ja, ich glaube schon, dass wir lange warten müssen.“

Fast zwei Stunden später ging die Tür wieder auf und ein grauhaariger Mann kam herein. Sein Gesicht war zerfurcht und ernst und sein Blick kalt. Er blieb stehen, als er Walküre sah, die noch auf dem Boden saß, wo sie den größten Teil der Wartezeit verbracht hatte.

„Steh gefälligst auf, wenn ich das Zimmer betrete“, sagte er in scharfem Ton.

Sie hatte sich schon halb erhoben, bevor er angefangen hatte zu sprechen, hielt aber trotzdem den Mund. Die Sache war zu wichtig, als dass sie sie wegen einer dummen Bemerkung vergeigen wollte.

„Danke, dass du bereit warst, uns zu empfangen“, sagte Skulduggery. „Wir haben gehört, wie beschäftigt du bist.“

„Wenn es nach mir ginge, würde ich nicht zulassen, dass ihr auch nur einen Augenblick meiner Zeit verschwendet“, bellte Guild. „Aber MrBliss verbürgt sich immer noch für euch. Ihr habt es allein meinem Mitältesten zu verdanken, dass ihr hier seid.“

„Und nach dieser freundlichen Begrüßung …“, begann Skulduggery, doch Guild schüttelte den Kopf.

„Keine Scherze, MrPleasant. Sag, weshalb du hergekommen bist, und behalte deine sarkastischen Bemerkungen für dich.“

Skulduggerys Kopf neigte sich leicht zur Seite. „Wie du meinst. Vor sechs Monaten hast du uns, während wir uns auf den endgültigen Schlag gegen Baron Vengeous vorbereiteten, wegen einer Meinungsverschiedenheit gefeuert. Noch am selben Tag besiegten wir sowohl Vengeous als auch das Groteskerium und konnten die Katastrophe noch einmal abwenden. Doch die Rolle, die wir bei dieser Operation gespielt haben, wurde nicht anerkannt.“

„Erwartest du eine Belohnung? Ich muss sagen, wenn ich nicht ohnehin schon eine schlechte Meinung von dir hätte, wäre ich jetzt enttäuscht. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand wie du an Geld interessiert ist. Oder hättest du lieber einen Orden?“

„Es geht nicht um eine Belohnung.“

„Worum geht es dann?“

„In den vergangenen vier Wochen wurden vier Teleporter umgebracht und du hast noch immer keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist. Du weißt ganz genau, dass wir an dem Fall mitarbeiten sollten.“

„Tut mir leid, aber ich kann mit Zivilisten nicht über laufende Ermittlungen sprechen. Ich versichere dir aber, dass Inspektor Crux die Sache im Griff hat.“

„Remus Crux ist ein zweitrangiger Detektiv.“

„Ganz im Gegenteil. Ich habe keinerlei Zweifel, dass MrCrux genau der richtige Mann für diesen Fall ist. Ich kenne ihn und er hat mein vollstes Vertrauen.“

„Und wie viele Leute müssen noch sterben, bevor du deinen Irrtum einsiehst?“

Guild kniff die Augen zusammen. „Du kannst nicht über deinen Schatten springen, wie? Du kommst hierher und willst deinen alten Job wiederhaben, und selbst als Bittsteller kannst du nicht anders, als unverschämt sein. Das Einzige, was du gelernt hast, seit du das letzte Mal hier warst, ist offensichtlich, wie du das Mädchen zum Schweigen bringst.“

„Du kannst mich mal!“, fauchte Walküre.

„Und selbst da versagst du“, seufzte Guild.

Walküre kochte vor Wut und sie merkte, wie sie rot wurde. Als Guild das sah, lächelte er selbstgefällig in sich hinein.

„Wir verschwenden hier unsere Zeit“, sagte Skulduggery. „Du hast nicht im Traum daran gedacht, uns wieder einzustellen. Stimmt’s?“

„Natürlich nicht. Du hast gesagt, du wärst wegen einer Meinungsverschiedenheit gefeuert worden. Wie einfach das klingt. Wie unschuldig. Wie harmlos. Was für eine ausgesprochen höfliche Umschreibung der Tatsache, dass du mir unterstellt hast, ich sei ein Verräter.“

„Vengeous hatte einen Spion im Sanktuarium, Thurid, und wir wissen, dass du dieser Spion warst.“

„Damit verbringst du also deinen Ruhestand, ja? Erfindest irrwitzige Geschichten, um die Leere in dem, was du Leben nennst, zu füllen? Sag, Skulduggery – wenn wir uns schon beim Vornamen nennen –, hast du inzwischen herausgefunden, was der Sinn deines Lebens ist? Den Mann, der deine Familie auf dem Gewissen hat, hast du schon umgebracht. Rache kann es also nicht sein. Das ist abgehakt. Was also glaubst du, ist der Sinn? Wiedergutmachung der ganzen schrecklichen Dinge, die du getan hast? Vielleicht bist du ja hier, um all die Wunden zu heilen, die du anderen zugefügt hast, oder um all die Leute wieder lebendig zu machen, die du umgebracht hast. Was ist der Sinn deines Lebens, Skulduggery?“

Bevor Skulduggery antworten konnte, deutete Guild auf Walküre. „Liegt er darin, dieses Mädchen auszubilden? Ihr beizubringen, genau so zu sein wie du? Ist es das, was dich morgens aufstehen lässt? Ich habe eine Frage, die du dir vielleicht noch nicht gestellt hast: Willst du wirklich, dass sie so wird wie du? Willst du, dass sie lebt wie du – ohne Wärme, Gesellschaft und Liebe? Wenn du annimmst, dass ich dieser Verräter bin, musst du mich für ein Monster halten. Ein hartherziges Monster. Aber ich habe eine Frau, die ich liebe, und Kinder, um die ich mir Sorgen mache, und Verantwortung in meiner Arbeit, die mir jeden Tag und jede Stunde schwer auf den Schultern lastet. Wenn ein hartherziges Monster wie ich das alles haben kann und du nichts von alledem hast – was macht das dann aus dir?“

Sie verließen das Sanktuarium, gingen wortlos an der Wachsfigur von Phil Lynott vorbei und hinaus zum Wagen. Walküre mochte es nicht, wenn Skulduggery schwieg. Es bedeutete gewöhnlich nichts Gutes.

Sie erreichten den Wagen. Hinter dem Bentley stand ein Mann. Er hatte dichtes braunes Haar und einen mehrere Tage alten Bart. Walküre runzelte die Stirn. Hatte er vor einer Sekunde auch schon dagestanden?

„Skulduggery“, sagte der Mann, „ich dachte mir, dass ich dich hier finde.“

Skulduggery nickte ihm zu. „Emmett Peregrine. Lange nicht gesehen. Darf ich vorstellen? Walküre Unruh. Walküre, das ist Peregrine, ein Teleporter.“

Peregrine war ein Mann, der sich offensichtlich nicht mit Smalltalk abgab. „Wer steckt dahinter? Wer bringt die Teleporter um?“

„Wir wissen es nicht.“

„Und warum nicht?“, blaffte er. „Du bist doch die Nummer eins unter den Detektiven, oder? Das behaupten sie zumindest immer.“

„Ich arbeite nicht mehr für das Sanktuarium“, erwiderte Skulduggery. „Ich habe keine offizielle Befugnis.“

„Wer hat sie dann? Eins sag ich dir gleich: Zu diesem Idioten Crux gehe ich nicht. Ich lege mein Leben nicht in die Hände von so einem. Hör zu, wir mögen uns vielleicht nicht und ich weiß, dass wir nie miteinander warm geworden sind, aber ich brauche deine Hilfe oder ich bin der Nächste.“

Skulduggery zeigte auf die Mauer und die drei gingen hinüber. Hier konnten sie reden, ohne gesehen zu werden.

„Hast du irgendeinen Verdacht, wer hinter den Morden stecken könnte?“, fragte er.

Jetzt, wo sie näher beieinanderstanden, war Peregrine sichtlich bemüht, ruhiger zu werden. „Gar keinen. Ich habe versucht, mir vorzustellen, was irgendjemand davon haben könnte, wenn er uns alle umbringt, aber keine Antwort darauf gefunden. Noch nicht einmal irgendeine verrückte Verschwörungstheorie ist mir eingefallen.“

„Hast du festgestellt, dass dich jemand beobachtet, dir folgt …?“

„Nein, und ich hab mich umgeschaut. Skulduggery, ich bin fix und fertig. Alle paar Stunden teleportiere ich irgendwo anders hin. Ich habe seit Tagen nicht mehr geschlafen.“

„Wir können dich beschützen.“

Sein Lachen klang schrill. „Nichts für ungut, aber das könnt ihr nicht. Wenn ihr mich bewachen könnt, kann der Killer mich auch finden. Allein habe ich bessere Chancen durchzukommen, aber ich kann nicht ewig davonlaufen.“ Er hielt kurz inne. „Ich habe das mit Cameron gehört.“

„Ja.“

„Er war ein guter Mann. Der Beste von uns.“

„Es gibt eine Möglichkeit, den Mörder aus der Reserve zu locken.“

„Lass mich raten – ich soll als Köder fungieren? Ich soll still dasitzen und warten, bis der Killer kommt, und dann stürzt du dich auf ihn und rettest mich? Sorry, aber es ist nicht meine Art zu warten, bis ich umgebracht werde.“

„So können wir ihn am ehesten zur Strecke bringen.“

„Nicht mit mir.“

„Dann musst du uns auf andere Art helfen. Cameron Light und die anderen haben nicht genügend aufgepasst, obwohl sie wussten, dass sie in Lebensgefahr schweben. Sie kannten den Killer, Emmett, und du kennst ihn wahrscheinlich auch.“

„Was soll das heißen? Willst du damit sagen, dass ich meinen Freunden nicht mehr trauen kann?“

„Ich will damit sagen, dass du niemandem trauen kannst außer Walküre und mir.“

„Und warum sollte ich euch trauen?“

Skulduggery seufzte. „Weil du ganz einfach keine andere Wahl hast.“

„Gibt es jemanden, den alle Teleporter kennen?“, fragte Walküre. „Jemanden, von dem ihr alle annehmen würdet, dass ihr von ihm nichts zu befürchten habt?“

Peregrine dachte einen Augenblick nach. „Sanktuariumsmitarbeiter“, sagte er dann, „eine Handvoll Zauberer wahrscheinlich, aber niemand Spezielles. Teleporter sind in der Regel nicht sehr beliebt, vielleicht hast du das schon gehört. Die Kreise, in denen wir verkehren, sind nicht sehr groß.“

„Hast du in letzter Zeit neue Freundschaften geschlossen?“, wollte Skulduggery wissen. „Neue Leute kennengelernt?“

„Nein, keine. Na ja, mit Ausnahme des Kleinen.“

Skulduggerys Kopf neigte sich zur Seite. „Welcher Kleine?“

„Dieser andere Teleporter.“

„Ich dachte, du wärst der letzte.“

„Nein, es gibt noch einen Jungen aus England, der vor einer Weile dazugekommen ist. Renn heißt er. Fletcher Renn. Keine Ausbildung, keine Disziplin, keine Ahnung, worum’s eigentlich geht – eine echte Nervensäge. Moment mal, meinst du etwa, er ist der Mörder?“

„Ich weiß es nicht“, murmelte Skulduggery. „Er ist entweder der Mörder oder das nächste Opfer des Mörders. Wo ist er?“

„Er kann überall sein. Vor ein paar Monaten war ich mit Cameron bei ihm. Wir haben ihm angeboten, ihn auszubilden, aber der kleine Klugscheißer hat uns ausgelacht. Er ist einer dieser Ausnahmezauberer, ein echtes Naturtalent, dem die magischen Kräfte einfach so zufliegen. Und er hat beachtliche Kräfte! Aber, wie gesagt, keine Ausbildung. Ich bezweifle, dass er über mehrere Meilen auf einmal teleportieren könnte.“

„Das klingt mir nicht nach einem Mörder. Aber er schwirrt irgendwo allein herum und hat keine Ahnung, was Sache ist.“

„Ich gehe davon aus, dass er immer noch in Irland ist“, sagte Peregrine. „Er hat irgendwas gegrummelt, dass er eine Weile hierbleiben will und wir ihn in Ruhe lassen sollen. Er braucht offenbar niemanden. Typisch Teenager.“ Peregrine warf Walküre einen Blick zu. „Nichts gegen dich.“

„Walküre ist in keiner Hinsicht typisch“, erwiderte Skulduggery, bevor sie etwas sagen konnte. „Wir machen uns auf die Suche nach ihm, aber wenn du ihn vor uns findest, schick ihn zu uns.“

„Ich glaube nicht, dass er auf mich hören wird, aber ich werd’s versuchen.“

„Wie können wir mit dir Kontakt aufnehmen, wenn wir dich brauchen?“

„Der Fall wird nicht eintreten, aber ich werd alle paar Tage checken, ob ein Update vorliegt. Das alles wäre sehr viel schneller vom Tisch, wenn du die Ermittlungen leiten würdest. Ich traue Crux nicht und ich traue Thurid Guild nicht. Du hast doch gute Kontakte zu Bliss, oder? Vielleicht kannst du ihm etwas ausrichten. Sag ihm einfach, dass es hier draußen eine Menge Leute gibt, die ihn als Großmagier unterstützen würden, falls er Interesse hätte. Er braucht nur das Stichwort zu geben.“

„Du sprichst nicht von einem Umsturz, oder?“

„Wenn es eine Revolution braucht, um das Sanktuarium wieder auf den rechten Weg zu bringen, Skulduggery, werden wir dafür sorgen, dass es eine gibt.“

„Klingt ziemlich drastisch, wenn du mich fragst. Aber ich werd’s ausrichten.“

„Danke.“

„Sonst gibt es nichts? Dir fällt nichts mehr ein, das uns weiterhelfen könnte? Egal wie klein und unbedeutend es dir vorkommt?“

„Nein, gar nichts, Skulduggery. Ich weiß nicht, warum die anderen Teleporter umgebracht wurden, und ich weiß auch nicht, wie. Wir sind ausgesprochen schwer umzubringen. In dem Augenblick, wo wir das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, sind wir auch schon weg. Bis letzten Monat war mir nur ein Fall bekannt, in dem ein Teleporter umgebracht wurde, und der liegt fünfzig Jahre zurück.“

„Ach ja?“ Skulduggery spitzte die Ohren. „Und wer war das?“

„Trope Kessel. Ich kannte den Mann kaum.“

„Wer hat ihn umgebracht?“, fragte Walküre.

„Das weiß kein Mensch. Er hat einem Kollegen gesagt, dass er nach Glendalough gehen wolle, und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Sie haben Blutspuren von ihm am Ufer des Großen Sees gefunden, aber seine Leiche wurde nie entdeckt.“

„Könnte Kessels Mörder etwas mit der aktuellen Sache zu tun haben?“

Peregrine runzelte die Stirn. „Ich sehe keinen Zusammenhang. Wenn jemand die Teleporter auslöschen wollte, warum wartet er dann fünfzig Jahre, bis er den nächsten umbringt?“

„Es könnte trotzdem ein Ansatzpunkt sein“, meinte Skulduggery.

„Du bist der Detektiv“, erwiderte Peregrine mit einem Schulterzucken, „nicht ich.“

„Du kennst Tanith, nicht wahr?“

„Tanith Low? Ja. Warum?“

„Falls du nach London gehst und Hilfe brauchst, kannst du dich an sie wenden. Sie könnte deine einzige Chance sein, ein wenig Schlaf zu bekommen.“

„Ich werd’s mir überlegen. Hast du sonst noch einen guten Rat für mich?“

„Bleib am Leben“, sagte Skulduggery und Peregrine verschwand.

DER ERSTE KUSS

Als sie Haggard erreichten, war es schon fast zehn Uhr und die Laternen tauchten die Straßen der kleinen Stadt in ein verwaschenes orangerotes Licht. Bei dem Regen war niemand unterwegs und so brauchte Walküre auf ihrem Sitz nicht nach unten zu rutschen. Das war das einzig Problematische an dem Bentley – wo immer er auftauchte, erregte er Aufsehen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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