So dunkel ist die Ferne (Eine Liedersammlung) - Hermann Löns - E-Book
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So dunkel ist die Ferne (Eine Liedersammlung) E-Book

Hermann Löns

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Beschreibung

Hermann Löns' Werk 'So dunkel ist die Ferne' präsentiert eine faszinierende Liedersammlung, die tief in die Natur eintaucht und poetische Melodien hervorbringt. Mit einem eleganten und lyrischen Schreibstil nimmt uns Löns mit auf eine Reise durch die Schönheit und Stille der Landschaft. Die Lieder spiegeln die tiefe Verbundenheit des Autors zur Natur wider und vermitteln ein starkes Gefühl der Sehnsucht und Melancholie. Dieses Buch steht in der Tradition der Romantik und zeugt von Löns' sensibler Beziehung zur Natur und seiner Fähigkeit, die Emotionen des Lesers mit einfachen, aber kraftvollen Worten zu berühren. Durch die Verbindung von Poesie und Naturbetrachtung schafft Löns eine einzigartige und inspirierende Lektüre, die den Leser in ihren Bann zieht. In dieser bereicherten Ausgabe haben wir mit großer Sorgfalt zusätzlichen Mehrwert für Ihr Leseerlebnis geschaffen: - Eine umfassende Einführung skizziert die verbindenden Merkmale, Themen oder stilistischen Entwicklungen dieser ausgewählten Werke. - Ein Abschnitt zum historischen Kontext verortet die Werke in ihrer Epoche – soziale Strömungen, kulturelle Trends und Schlüsselerlebnisse, die ihrer Entstehung zugrunde liegen. - Eine knappe Synopsis (Auswahl) gibt einen zugänglichen Überblick über die enthaltenen Texte und hilft dabei, Handlungsverläufe und Hauptideen zu erfassen, ohne wichtige Wendepunkte zu verraten. - Eine vereinheitlichende Analyse untersucht wiederkehrende Motive und charakteristische Stilmittel in der Sammlung, verbindet die Erzählungen miteinander und beleuchtet zugleich die individuellen Stärken der einzelnen Werke. - Reflexionsfragen regen zu einer tieferen Auseinandersetzung mit der übergreifenden Botschaft des Autors an und laden dazu ein, Bezüge zwischen den verschiedenen Texten herzustellen sowie sie in einen modernen Kontext zu setzen. - Abschließend fassen unsere handverlesenen unvergesslichen Zitate zentrale Aussagen und Wendepunkte zusammen und verdeutlichen so die Kernthemen der gesamten Sammlung.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Hermann Löns

So dunkel ist die Ferne

(Eine Liedersammlung)

Bereicherte Ausgabe. Über 400 Gedichte des berühmten Heidedichters: Mein goldenes Buch, Der kleine Rosengarten, Junglaub, Mein blaues Buch, Ulenspeigels und Fritz...
Einführung, Studien und Kommentare von Pia Albrecht

Books

- Innovative digitale Lösungen & Optimale Formatierung -
Bearbeitet und veröffentlicht von Musaicum Press, 2017
ISBN 978-80-272-2452-4

Inhaltsverzeichnis

Einführung
Historischer Kontext
Synopsis (Auswahl)
So dunkel ist die Ferne (Eine Liedersammlung)
Analyse
Reflexion
Unvergessliche Zitate

Einführung

Inhaltsverzeichnis

Diese Werksammlung mit dem Titel So dunkel ist die Ferne (Eine Liedersammlung) bringt fünf Bücher zusammen: Mein goldenes Buch, Ulenspeigels und Fritz von der Leines ausgewählte Lieder, Mein blaues Buch, Der kleine Rosengarten und Junglaub. Ihr Ziel besteht darin, die liedhafte Seite des dichterischen Werks von Hermann Löns in einem Zusammenhang sichtbar zu machen. Statt eine vollständige Gesamtausgabe anzustreben, konzentriert sich der Band auf jene Texte, die in Strophenform, Tonfall und Bildlichkeit für das Singen und Mitsprechen geschaffen scheinen. Er eröffnet damit einen gegliederten Zugang zu einem thematisch weiten, zugleich unmittelbar zugänglichen Teil des Œuvres.

Im Zentrum stehen Lieder und Gedichte, deren Strophik, Reim und Rhythmus das Singen nahelegen. Neben schlichten, volksliedhaften Formen finden sich erzählnahe Balladen und nachdenkliche Miniaturen, die den Moment festhalten. Die Sammlung zeigt damit eine Spannweite lyrischer Textsorten: von kurzen Spruchstrophen über Natur- und Liebeslieder bis zu Stücken mit epischem Zug. Das Lesbare und das Hörbare greifen ineinander; viele Texte tragen ihren Vortrag gleichsam in der Form mit. Diese Profilierung als Liedersammlung macht die Texte als gesprochene Poesie erfahrbar, ohne ihnen die Eigenständigkeit als Gedicht zu nehmen. So entfaltet sich ein Spektrum zwischen leiser Innerlichkeit und öffentlicher Vortragskunst.

Verbindendes Thema ist die Erfahrung von Nähe und Ferne, von Heimat, Weg und Wiederkehr. Löns’ Blick auf Landschaft, Wetter und Jahreszeiten entfaltet nicht nur Naturbilder, sondern auch innere Bewegungen: Sehnsucht, Trost, Abschied, Erinnerung. Die Lieder kreisen um Wege durch Feld und Heide, um Häuser, Dörfer, Flüsse und Horizonte, die als Schauplätze menschlicher Stimmungen erscheinen. Dabei bleibt die Sprache gegenständlich und anschaulich; das Gefühl ist gebunden an Dinge, Orte und Klänge. Der Titel der Sammlung hebt diese Spannung hervor: Die Ferne ist Anziehung und Verdunkelung zugleich, Maßstab für Nähe und Prüfstein der Zugehörigkeit.

Stilistisch zeichnet sich das lyrische Werk durch klare, oft liedhaft geschlossene Strophen aus, deren regelmäßige Rhythmen den Wiedererkennungswert erhöhen. Bildlichkeit und Diktion bleiben bewusst schlicht, ohne an Ausdruckskraft zu verlieren; die Prägnanz der Form trägt die Emotion. Wiederkehrende Motive, lautliche Korrespondenzen und gelegentliche Refrainbildungen schaffen Bindung und Klang. Zugleich erlauben Nuancen im Ton – heiter, herb, besinnlich – eine differenzierte Ausleuchtung der Themen. Aus dieser Kombination von Einfachheit, Musikalität und Beobachtungslust erwächst eine Poesie, die zugänglich ist und dennoch Tiefe entfaltet, weil sie Gefühl, Naturwahrnehmung und Rhythmus sorgfältig in Balance hält.

Die fünf hier vereinten Bücher zeigen unterschiedliche Profilierungen der liedhaften Dichtung. Die farblich benannten Bände Mein goldenes Buch und Mein blaues Buch bündeln thematische und tonale Akzente, die sich im Wechsel von Natur-, Liebes- und Wanderliedern spiegeln. Der kleine Rosengarten präsentiert eine aufgefächerte Blüte lyrischer Kurzformen. Junglaub versammelt Stimmen, die Jugend, Aufbruch und Anfänge hörbar machen. Ulenspeigels und Fritz von der Leines ausgewählte Lieder führt eine Note der Geselligkeit und des leichten Spottes hinzu. Zusammen entsteht ein Panorama, in dem Variationen des Gegenständlichen, des Epischen und des Liedhaften miteinander in Resonanz treten.

Innerhalb des Gesamtwerks von Hermann Löns markieren diese Lieder einen Kern, in dem sich poetisches Programm und lebensweltliche Beobachtung verdichten. Als Autor, der mit Naturbildern und Heimatmotiven identifiziert wird, entwickelt Löns in der Lyrik eine Form der Anschaulichkeit, die seine Prosa und publizistischen Arbeiten flankiert und prägt. Die vorliegende Zusammenstellung lenkt die Aufmerksamkeit gezielt auf diese klingende Seite: Sie macht sichtbar, wie sich Wahrnehmung, Erinnerung und Landschaft in gesungener Sprache ordnen. So wird ein Zugang eröffnet, der das Bekannte neu konturiert und das Spezifische dieses lyrischen Werkanteils herausstellt und seine Vielfalt erfahrbar hält.

Die anhaltende Bedeutung dieser Lieder liegt in der Verbindung von Erinnerbarkeit und Wahrhaftigkeit: Die Texte lassen sich behalten, weil sie klingen, und sie wirken, weil sie anschaulich sind. Viele von ihnen haben in Vertonungen und im deutschsprachigen Liedgut Widerhall gefunden; als Gedichte bestehen sie zugleich eigenständig fort. Die Sammlung lädt dazu ein, diese doppelte Existenz neu zu erproben – beim Lesen, Sprechen und Singen. Sie zeigt, dass Löns’ lyrische Arbeit über ihre Zeit hinausweist, indem sie das Verhältnis von Mensch, Sprache und Landschaft zu einem schlichten, belastbaren Grundton bündelt, der auch heutige Ohren erreicht.

Historischer Kontext

Inhaltsverzeichnis

Zwischen den 1890er Jahren und dem Sommer 1914 schrieb Hermann Löns (1866–1914) als Journalist und Heimatdichter im Kaiserreich eine Reihe von Liedern und Gedichten, die in der Sammlung »So dunkel ist die Ferne« aus Bänden wie »Mein goldenes Buch«, »Ulenspeigels und Fritz von der Leines ausgewählte Lieder«, »Mein blaues Buch«, »Der kleine Rosengarten« und »Junglaub« zusammenklingen. Geprägt von der Lüneburger Heide und den Städten Hannover und Celle, reflektieren diese Texte die Spannungen einer rasch industrialisierten Gesellschaft. Natursehnsucht, Heimweh und Fernweh erscheinen als Gegenbilder zu Großstadt, Kasernenhof und Fabrik. Die Sammlung bündelt Stimmen einer Epoche, die Bewahrung und Bewegung zugleich verlangte.

In Hannover wuchs Löns im Milieu einer expandierenden Pressewelt heran, deren Feuilletons Meinungsräume und Sangeskultur verbanden. Unter sprechenden Masken wie »Ulenspeigel« und »Fritz von der Leine« lotete er ein Spektrum von Spott bis Volksnähe aus, das den Ton vieler Lieder bestimmte. Die Auswahl in den farblich codierten Büchern »Mein goldenes Buch« und »Mein blaues Buch« folgt dem wilhelminischen Bedürfnis nach geordneten, leicht rezipierbaren Zyklen. Diese publizistische Umgebung förderte Einfachheit, Wiederholbarkeit und Melodiefähigkeit. So wurden Gedichte zu singbaren Strophen, die in Vereinen, Wirtshäusern und auf Landpartien kursierten und eine gemeinsame Klangkulisse des Alltags erzeugten.

Zeitgleich erstarkte die Heimatbewegung: 1904 gründete sich der Deutsche Bund Heimatschutz, der landschaftliche Eigenart, Mundart und Brauchtum gegen Vereinheitlichung verteidigen wollte. Löns, als Jäger und Naturbeobachter profilierter Chronist der Lüneburger Heide, reagierte darauf mit feinsinnigen Naturszenen und schlichtem Vokabular. In »Der kleine Rosengarten« und »Junglaub« verschmelzen jahreszeitliche Bilder mit einer sittlich verstandenen Nähe zur Scholle. Diese geistige Lage begünstigte eine ideelle Überhöhung des Ländlichen, ohne den Reiz des Modernen ganz zu verdrängen. Die Lieder erschienen dadurch zugleich zeitgemäß und zeitlos, getragen von einer politischen Kultur, die das Lokale als Gegengewicht zur Reichseinheit feierte.

Die Jugendbewegung verstärkte den Zug zur Natur. Der Wandervogel formierte sich 1901 in Steglitz, 1909 entstand in Altena die erste Jugendherberge, und 1913 proklamierte das Hohen-Meißner-Treffen Selbstverantwortung und Einfachheit. In dieser Atmosphäre gewann das gemeinschaftliche Singen an Wegen, Lagerfeuern und in Herbergen eine neue Selbstverständlichkeit. Löns’ eingängige Strophen wanderten in Liederhefte und Chorbücher und wurden von Laienchören und Schulklassen aufgegriffen. Die Rezeption der Sammlung profitierte von dieser Bewegung: Texte aus »Mein goldenes Buch«, »Mein blaues Buch« oder den heiteren Ulenspeigel-Liedern fanden als transportable, auswendig lernbare Formeln den Weg in eine informelle Volkskultur.

Parallel dazu prägten wilhelminische Machtgesten, Flottenpolitik und das Gedenken an 1813 den öffentlichen Ton. Die Hundertjahrfeiern der Völkerschlacht 1913, orchestriert unter Kaiser Wilhelm II., verstärkten nationale Pathosformen, die auch die Liedkultur erreichten. Löns’ Texte oszillieren zwischen Ironie und Zugehörigkeit: In den Ulenspeigel- und Fritz-von-der-Leine-Stücken blitzt städtischer Spott, daneben treten soldatische Tugendworte und bäuerliche Standhaftigkeit. Diese Mischung erlaubte es Lesern verschiedener Milieus, Identifikationsangebote zu finden. So konnten dieselben Lieder als harmlos volkstümlich, als doppelbödig satirisch oder als herzhaft patriotisch gehört werden—ein Ambivalenzspektrum, das die zeitgenössische Popularität erheblich steigerte.

Die Verbreitung stützte sich auf neue Medienwege. Billige Broschüren, Notendrucke aus Leipzig und Berlin, Vereinszeitschriften sowie die wachsende Infrastruktur der Männergesangvereine brachten Löns’ Lieder in Umlauf. Phonograph und Grammophon etablierten vor 1914 einen Markt für Schlager und Kunstlieder, an den populäre Vertonungen seiner Gedichte anschlussfähig waren. Hausmusik und Schulsingen wirkten als Multiplikatoren, während Reiseführer und Heimatschriften die poetischen Ortsbilder flankierten. Dieses Netzwerk aus Druck, Stimme und Raum erzeugte eine Resonanz, die die Sammlung als klingendes Archiv ihrer Zeit erscheinen lässt—verankert zwischen Privatstube, Wirtshaussaal und Heideweg.

Mit dem August 1914 veränderte der Erste Weltkrieg Hörgewohnheiten und Erwartungen abrupt. Löns meldete sich trotz seines Alters freiwillig und fiel wenige Wochen später bei Gefechten in der Champagne nahe Reims. Die Nachricht von seinem frühen Tod färbte die Rezeption nachträglich ein: Trauer, Trennung und das Motiv der Ferne wurden verstärkt wahrgenommen. Der Titel »So dunkel ist die Ferne« resonierte mit Feldpostbriefen, Abschiedsszenen und dem Verlust einer als heilsam imaginierten Landschaft. Viele Lieder erhielten eine elegische Färbung, ohne ihre volksliedhafte Einfachheit zu verlieren, und begleiteten seither Erinnerungskultur wie private Rituale des Gedenkens.

Nach 1918 setzte eine doppelte Bewegung ein: Einerseits institutionalisierte sich der Naturschutz—1921 wurde in der Lüneburger Heide ein großes Schutzgebiet ausgewiesen—, wodurch Löns’ Landschaftsbilder eine reale politische Rahmung erhielten. Andererseits gerieten Autor und Lieder in den 1920er und 1930er Jahren in den Sog völkischer Vereinnahmung; Reprints, Schulgebrauch und öffentliche Feiern akzentuierten das Gemeinschaftspathos. Spätere Lesarten haben diese Überlagerungen freigelegt und die Spannbreite zwischen empfindsamer Naturlyrik und ideologischer Aufladung herausgearbeitet. In diesem Licht erscheint die Sammlung als historisches Dokument einer Kultur, die im Singen soziale Bindung, regionale Identität und nationale Selbstvergewisserung suchte.

Synopsis (Auswahl)

Inhaltsverzeichnis

Die farbigen Bücher: Mein goldenes Buch und Mein blaues Buch

Die beiden farblich benannten Bände bündeln Lieder über Landschaft, Jahreszeiten und das Wechselspiel von Nähe und Ferne.

Zwischen heiterer Beschwingtheit und leiser Melancholie entfalten sie volksliedhafte Strophen, in denen Wege, Wetter und weiter Horizont als wiederkehrende Bilder Stimmung und Bewegung tragen.

Der kleine Rosengarten

Eine Folge zarter Liebeslieder verdichtet Alltagsgesten und Naturzeichen zu knappen Miniaturen.

Der Ton ist innig und schlicht, mit klaren Refrainbewegungen und einem Pendeln zwischen Hoffnung und Abschied, das sich als Motiv durch die Sammlung zieht.

Ulenspeigels und Fritz von der Leines ausgewählte Lieder

Schelmische und satirische Lieder geben volkstümlichen Figuren eine Stimme und spiegeln ihre Welt in lakonischer Ironie.

Erzählende Strophen, pointierte Reime und ein derbes Augenzwinkern setzen einen lebhaften Kontrapunkt zu den stilleren Natur- und Liebesstücken.

Junglaub

Lieder des Aufbruchs und der Jugend erkunden erste Erfahrungen mit Natur, Wegsein und Zuneigung.

Experimentierfreudige Formen und eine helle Bildsprache lassen Keime jener Motive erkennen, die in den anderen Büchern vertieft werden.

So dunkel ist die Ferne (Eine Liedersammlung)

Hauptinhaltsverzeichnis
Mein goldenes Buch
Ulenspeigels und Fritz von der Leines ausgewählte Lieder
Mein blaues Buch
Der kleine Rosengarten
Junglaub

Mein goldenes Buch

Inhaltsverzeichnis
So dunkel ist die Ferne ...
Die Sonne ist untergegangen ...
Der Vollmond scheint ...
Die Wiesen silbern liegen ...
Das ist am See ...
Weihnachtsabend
Nordostwind
Murmelwind
Bergwaldwildnis
Aus weißen Nebeln ...
Das kleine Licht
Ein weißer Vogel
Der späte Mai
So schreit meine Seele ...
Mittagsstille
Märzschnee
Frühling
Frühlingsabend
In knospenden Zweigen ...
Die Nacht ist still ...
Scharf pfeift der Wind ...
Voll Seufzen und Sehnsucht
Gold
Dein Lachen
Sonntag Palmarum
Osterfeuer
Goldene Lichter
Morgenrot
Sehnsucht
Schmetterling
Mit schmetterndem Schlage ...
Alle Birken grünen ...
Goldene Sonnen
Im Stangenholz ...
Lustgeschmetter
Rosenschein
Aus deinen blauen Augen ...
Alle Birkenzweige ...
Es singt der Star ...
Über die Heide ...
In schwarzen Büschen ...
Zärtlichkeit
Die Tannendickungen düstern ...
Morgensonne
Wunderblüten
Träume
Wiesengras
Du ruhst in meinem Schoße ...
Ein welkes Blatt
Königin
Der Kuckuck
Die Rosenbüsche ...
Märchen
Schwefelgelbe Blitze ...
Sei still ...
Schneeweiße Wetterköpfe ...
Unsere Liebe
Schatten
Mittagsluft
Hell ist die Sonne ...
Golden
Rote Gluten
Mohnblumen

So dunkel ist die Ferne ...

Inhaltsverzeichnis
So dunkel ist die Ferne, Die Heide ist so leer, Die schwarzen Krähen kommen Hastig über sie her.   Auf weiter dunkler Heide Ich ganz alleine bin, Die schwarzen Krähen fliegen

Die Sonne ist untergegangen ...

Inhaltsverzeichnis
Die Sonne ist untergegangen, Die Nacht bricht langsam hervor, Mit sausendem Flügelschlage Streicht der Birkhahn ins Moor.   In dem düsteren Moore, Da ist es schon lange Nacht, In meiner verflossenen Seele Kein frischer Flügelschlag wacht.   In das Moor ohne Wege und Stege Zieht es mich mächtig hinein, In dem pfadlosen Moore

Der Vollmond scheint ...

Inhaltsverzeichnis
Der Vollmond scheint in mein Fenster, Der Himmel sternenklar blinkt, Im blühenden Nachbargarten Laut eine Nachtigall singt.   Der weiße Holunder duftet Schwer in mein Zimmer hinein, Auf meines Bettes Kissen Fällt der Mondenschein.   Die Nachtigall singt im Garten, Hell ist der Mondenschein, Schwer duftet der Holunder

Die Wiesen silbern liegen ...

Inhaltsverzeichnis
Die Wiesen silbern liegen In dämmrigen Mondenschein, Wie arme, verlassene Seelen Jammernd die Kiebitze schrein.   Finster ist meine Stirne, Die Nacht ist stumm und weit, Es jammert in meiner Seele

Das ist am See ...

Inhaltsverzeichnis
Das ist am See der Weidenbaum, Der wiegt und biegt sich hin und her, In seinem Stamm hat die Eule Raum, Seine Zweige sind so leer.   Einst war er jung, einst war er grün, Und trug viel goldner Schäfchen Pracht, Die Bienen summten in sein Blühn Und holten süße Tracht.   Mein armer, alter Weidenbaum, Ich weiß, ich weiß, woran du krankst, In mir auch hat die Eule Raum,

Weihnachtsabend

Inhaltsverzeichnis
Schwarz stehen die nackten Bäume, Ich gehe am Holze her, Der Weihnachtsabend ist dunkel, Mein Herz ist müde und schwer.   Dünn klingt vom Försterhause Der Kinder heller Gesang, Die Christbaumlichter flimmern, Vom Dorfe kommt Glockenklang.   Ich habe ihn lange vergessen, Den alten Kindertraum, Mir klingen nicht die Glocken,

Nordostwind

Inhaltsverzeichnis
Nordostwind pfeift im Moore, Scharf treibt der feine Schnee, Hungrig zieht den Moordamm Entlang ein kümmerndes Reh.   Der Treibschnee zischelt und ruschelt, Verloren die Wege sind, Ich friere in meiner Seele

Murmelwind

Inhaltsverzeichnis
Die Fuhrenkusseln streichelt Ein leiser Murmelwind, Gleichmäßiges, ruhiges Hellgrau Das weite Moor überspinnt.   So schläfrig zirpen die Grillen, So stille ist's weit und breit, In meine zitternde Seele

Bergwaldwildnis

Inhaltsverzeichnis
Was frag ich nach den Menschen Und nach der lauten Stadt, Wenn mich die Bergwaldwildnis, Die weiße Stille hat.   Die Buchenstämme stehen So schwarz im weißen Schnee, Seinen Schlafbaum sucht der Bussard, Zu Felde zieht das Reh.   Der Fuchs bellt unten im Grunde, Die Eule gibt keine Ruh, Der Abendwind rührt an den Zweigen, Der Schnee fällt immerzu.   Im Tale funkeln die Lichter, Was kümmert mich ihr Schein, Ich stehe oben am Hange

Aus weißen Nebeln ...

Inhaltsverzeichnis
Aus weißen Nebeln tauchen schwarze Bäume, An kahlen Büschen perlt der Silbertau, Aus blauen Wäldern fließen rote Gluten, Die Sonne kommt, die Luft weht scharf und rauh.   Das wird ein schöner Tag, schön wie die Liebe, Die Liebe einer strengen, stolzen Frau. So reich an Helligkeit und Glut und Wonne, Und gab sie sich auch erst so kalt und rauh.   Der Nebel fällt als feiner Regen nieder, Die Luft wird wieder dick und grau und schwer, Die Sonne kommt nun heute nicht mehr wieder,

Das kleine Licht

Inhaltsverzeichnis
Den weißen, mondbeschienenen Weg Zwei schwarze Mauern säumen, Ein schwarzes, schweigendes Geheg Von schwarzen, schweigenden Bäumen.   So weit ist der todeseinsame Pfad, So eng die Nähe dunkelt, Dort hinten, wo schwarz sich die Wolke naht, Ein glimmendes Lichtchen funkelt.   Die Nacht immer schwerer herniederbricht, Müdigkeit meine Stirne befeuchtet, So ferne zittert das kleine Licht

Ein weißer Vogel

Inhaltsverzeichnis
Über das schwarze Torfmoor, Über das gelbe Ried Einsam und verloren Eine weiße Weihe zieht.   Ein lichtes Liebesgedenken In meiner Seele lebt, Über die schwarze Wüste

Der späte Mai

Inhaltsverzeichnis
Die roten Blätter rauschen, Der Sommer ist lange vorbei, Es leuchten unsere Augen, Es blüht in uns der Mai.   Wir können die Liebe nicht bergen, Wir sind uns viel zu gut, Es brennen unsere Lippen, In den Schläfen klopft unser Blut.   Wir reden schüchterne Worte, Wir sehn aneinander vorbei, Scheu wie die erste Liebe Macht uns der späte Mai.   Was zögerst du, was zagst du, Wer weiß, bald fällt der Schnee, Die ungeküßten Küsse,

So schreit meine Seele ...

Inhaltsverzeichnis
Das Abendrot zerlodert im Moore, Die Dämmerung spinnt die Heide ein, Aus dunkelblauem Abendhimmel Hör ich die wandernden Kraniche schrei'n.   Sie schrei'n so wild, so heiß, so hungrig Nach ihrer Heimat weit von hier, So schreit meine Seele hungrig und bange,

Mittagsstille

Inhaltsverzeichnis
Silbereis liegt auf den Gräben, Auf dem Weg Goldsonnenschein, Auf dem Weg, mein süßes Leben, Den wir gehen ganz allein.   Keine Blume sprengt die Hülle, Und kein Spierchen schiebt das Ried, In die große Mittagsstille Singt ein Vogel nur sein Lied.   Was er singt, wir wissen's beide, Denn in unsern Herzen klingt, Was die Ammer in der Weide

Märzschnee

Inhaltsverzeichnis
Märzschnee rieselt durch die Zweige Und umspinnt den weiten Wald, Alle Vogellieder schweigen Und es wird so stumm und kalt.   Eine kleine graue Meise Trillert einmal noch ihr Lied, Einmal noch ein Sonnenstreifen Dünn den stillen Wald durchzieht.   Auf den kalten, nassen Wegen Gehe ich mit leichtem Fuß, Wie ein Lied war mir dein Lächeln

Frühling

Inhaltsverzeichnis
Hoch oben von dem Eichenast Eine bunte Meise läutet Ein frohes Lied, ein helles Lied, Ich weiß auch, was es bedeutet.   Es schmilzt der Schnee, es kommt das Gras, Die Blumen werden blühen, Es wird die ganze weite Welt In Frühlingsfarben glühen.   Die Meise läutet den Frühling ein, Ich hab es schon lange vernommen, Er ist zu mir bei Eis und Schnee

Frühlingsabend

Inhaltsverzeichnis
Der Abendstern blinkt durch die Zweige, Es schwimmt der Wald in blauem Duft, Die allerletzte Drossel flötet, So weich und milde ist die Luft.   Die gelben Haselkätzchen zittern Im Abendwinde hin und her, Ich träume in den Frühlingsabend Und meine Brust seufzt tief und schwer.   Es ist ein Seufzer voller Sehnsucht, Halb ist es Leid, halb ist es Lust, Auch du denkst meiner diese Stunde,

In knospenden Zweigen ...

Inhaltsverzeichnis
In knospenden Zweigen schmettern die Finken, Es trommelt der Specht sein Liebeslied, Der Tauber ruckst im Eichenwipfel, Ein Zittern und Beben den Wald durchzieht.   Im Fallaub leuchten einzelne Blüten, Der Wald wird morgen voll Blumen sein, Es hat erweckt sein Singen und Blühen

Die Nacht ist still ...

Inhaltsverzeichnis
Die Nacht ist still, ich stehe am Fenster, Am Monde vorüber die Wolken fliehn, Mit leisem Singen oben, hoch oben, Den Augen nicht sichtbar, die Singschwäne ziehn.   Das klingt und singt durch die nächtliche Stille Das singt und klingt und klingt und singt So sehnsuchtsvoll nach jenem Lande, Dem Lande, das ihnen als Heimat winkt.   Meine Gedanken, die wandern wie Schwäne Hell und schimmernd dahin durch die Nacht Und singen Lieder in deine Träume,

Scharf pfeift der Wind ...

Inhaltsverzeichnis
Scharf pfeift der Wind am Holzrand her, Wir gehen fest umschlungen, Leer ist der Wald, der letzte Ton Der Abendglocke verklungen.   Zu schwarzen Massen ballen sich Der Eichen kahle Zweige, Der Waldkauz ruft so dumpf und hohl, Der Tag geht auf die Neige.   Wir lachen in die Finsternis Und gehen auf schwarzen Wegen Mit frohen Augen leichten Schritts

Voll Seufzen und Sehnsucht

Inhaltsverzeichnis
Die silbernen Espenkätzchen Zittern im Abendwind, Ein bläuliches Gedämmer Die Blöße überspinnt.   Des Mondes goldene Sichel Hinter den Eichen steht, Ein heimliches Geflüster Durch die Büsche geht.   Über die Tannenkronen Lautlos die Eule zieht, Hinten, ganz hinten im Walde Ruft sie ein Liebeslied.   Durch das Schweigen des Waldes Zog es dich zu mir, Ein Lied voll Seufzen und Sehnsucht

Gold

Inhaltsverzeichnis
Gold hängt an dem Weidenbusch, Gold den Weg umzieht, Meine Geliebte gestern da ging, Auf lächelnden Lippen ein Lied.   Lächelnde Lippen haben mir Gestern entgegengeblüht, Goldene Lieder mein Herz ersinnt,

Dein Lachen

Inhaltsverzeichnis
Es leuchtet aus der Dämmerung Der Abendsonnenschein, Rotkehlchen singt sein Silberlied, Mir fällt dein Lachen ein.   Dein Lachen, das so silbern perlt, So hell und klar und rein, Rotkehlchen singt sein Silberlied

Sonntag Palmarum

Inhaltsverzeichnis
Heute ist Sonntag Palmarum, Der Wald ist voll Sonnenschein, Ich bat dich, du möchtest kommen, Du sagtest, es könne nicht sein.   Mit goldenen Palmen prangen Die Büsche am Waldesrand, Mit ängstlichem Herzen ich wartend, Unter der Saalweide stand.   Mir blühte nicht die Weide, Kein Vogel ein Lied mir sang, Ich sah mit traurigen Augen Den sonnigen Weg entlang.   Nun bist du doch gekommen, Liebste, ich wußte es ja, Goldgelb blühen die Weiden,

Osterfeuer

Inhaltsverzeichnis
Die goldenen Osterfeuer glühen, Der Frühling kam in die Welt hinein, Ich sehe deine Wangen glühen In unserer Feuer rotem Schein.   Zwei Feuer nebeneinander flammen, Wir haben lächelnd die Glut entfacht, Die roten Flammen schlagen zusammen Und lodern vereinigt in die Nacht.   Es lodern und leuchten und zittern und sprühen Zwei Flammen heiß in die Nacht hinein, Und unsere Wangen flammen und glühen

Goldene Lichter

Inhaltsverzeichnis
Das junge Rohr im Teiche Starrt wie ein Lanzenwall, In den Weiden jubelt Klagend die Nachtigall.   Hinter den Ellern erblasset Rosig die Abendglut, Goldene Lichter zittern Über die dunkle Flut.   Goldene Lichter zittern Über mein Leben hin, Seit ich deiner Augen

Morgenrot

Inhaltsverzeichnis
Die Morgendämmerung ist zerflossen, Die Sonne über die Wälder loht, Ich grüße mit großen, frohen Augen Das flammende, leuchtende Morgenrot.   O Morgenrot, so lange Jahre Bin ich gegangen in schwarzer Nacht, Mir blühet keine helle Blume, Mir hat kein Sonnenschein gelacht.   Es fiel kein Lichtschein in mein Dunkel, Kein Stern an meinem Himmel stand, Mit kalter Seele, totem Herzen, So ging ich durch das schwarze Land.   Die Blumen blühn, die Vögel singen, So wonnig warm die Sonne lacht, Du hast mit deiner hohen Liebe

Sehnsucht

Inhaltsverzeichnis
Die Lungenblumen blühen Aus dunkelgrünem Moos, Mein Herz das bebt und zittert Meine Sehnsucht ist so groß.   Die beiden blauen Blüten Erinnern mich so sehr An deine lieben Augen, Mein Herz das schlägt so schwer.   Es geht ein Zittern und Beben Durch meiner Seele Grund, Rot ist die eine Blüte,

Schmetterling

Inhaltsverzeichnis
In blauen Streifen fällt das Licht In unsern stillen Wald, Des Schwarzspechts heller Glockenton Zu uns herüberschallt.   Ich gehe den Weg mit leichtem Schritt, Einst ging ich ihn müde und schwer, Ein großer schwarzer Schmetterling Flog lockend vor mir her.   Mit seligen Augen streif ich dein Haar, Das sich im Nacken rollt, Der Schmetterling, der vor uns schwebt,

Mit schmetterndem Schlage ...

Inhaltsverzeichnis
Mit schmetterndem Schlage steigt ein Vogel Über die Birken jauchzend empor, Mit seligem Sange sinkt er nieder Zu seinem Liebchen in dem Moor.   Mein Lied erhebt mich in den Himmel Und führt mich sanft zu dir zurück, Zur Höhe führt mich deine Liebe

Alle Birken grünen ...

Inhaltsverzeichnis
Alle Birken grünen in Moor und Heid, Jeder Brahmbusch leuchtet wie Gold, Alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit, Jeder Birkhahn kullert und tollt.   Meine Augen, die gehen wohl hin und her Auf dem schwarzen, weißflockigen Moor, Auf dem braunen, grünschäumenden Heidemeer Und schweben zum Himmel empor.   Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölkchen zieht Wie ein Wollgrasflöckchen so leicht, Und mein Herz, es singt sein leises Lied, Das auf zum Himmel steigt.   Ein leises Lied, ein stilles Lied Ein Lied, so fein und lind, Wie ein Wölckchen, das über die Bläue zieht,

Goldene Sonnen

Inhaltsverzeichnis
Lauter kleine goldene Sonnen Leuchten aus dem Rasengrün, Lauter große goldene Träume Stolz in meiner Seele blühn.   Jeder Baum ist voller Blüten, Jeder Vogel jubelt laut, Jeder Halm und jede Rispe Ist mit Tropfen schwer betaut.   Und ich gehe, dein gedenkend, Durch das taubeperlte Ried, In den Augen feuchtes Glänzen,

Im Stangenholz ...

Inhaltsverzeichnis
Im Stangenholz ruschelt es leise, Die Uhlenflucht beginnt, Zu schüchtern flüsternder Weise Erstirbt der Tagewind.   Nun, Liebste, laß uns gehen Tief in den Wald hinein, Wo die Buchen wie Säulen stehen, Versilbert vom Mondenschein.   Wo schwarze Schatten liegen Auf der Wege hellem Grund, Da will ich mich an dich schmiegen Mit Herz und Hand und Mund.   Kein Wörtchen will ich sagen, Will sein ganz stumm und still, Meines Herzens lautes Schlagen

Lustgeschmetter

Inhaltsverzeichnis
Goldene Knospenhülle schütten All die jungen Buchenblätter, Und den ganzen Wald durchjubelt Liebessang und Lustgeschmetter.   Um die weißen Sterngrasblumen Tanzen goldne Schmetterlinge, Und um jede kleine Blüte Geht ein summendes Geklinge.   Lachend faß ich deine Hüfte, Hab so lange dursten müssen, Lange lange lange Jahre,

Rosenschein

Inhaltsverzeichnis
Die grünen Wälder versinken In violettem Duft, Ein schwarzer Reiher rudert Durch die tiefblaue Luft.   Das letzte Sonnenglühen Am Himmelsrande loht, Die schwarzen Heidewasser Färben sich rosenrot.   Ich gehe mit sicheren Augen In die Nacht hinein, Vor mir ist meiner Liebe

Aus deinen blauen Augen ...

Inhaltsverzeichnis
Die jungen Blätter der Buchen Die sind so frisch und grün, Der Waldmeister duftet betäubend, Die goldenen Waldnesseln blühn.   Die weißen und goldenen Blumen Die bindest du mir zum Strauß, Aus deinen blauen Augen

Alle Birkenzweige ...

Inhaltsverzeichnis
Alle Birkenzweige schwenken Fröhlich jetzt ihr Maiengrün, Und in vollen gelben Dolden Alle Schlüsselblumen blühn.   Singt das Lied von goldenen Blumen, Singt das Lied vom jungen Grün. Singt das Lied von unserer Liebe Und von unserer Herzen Blühn.   Unser Lied, das ich gefunden, Unser Lied, das in mir klang, Als die Sonne deiner Liebe

Es singt der Star ...

Inhaltsverzeichnis
Es singt der Star, die Sonne lacht, Im Blütenschmuck die Bäume stehn, Ein Tag ist hin und eine Nacht, Seitdem ich dich nicht hab' gesehn.   Der Himmel ist so hoch und blau, Die Erde trägt ihr Hochzeitskleid, Ich sehe alles grau in grau, Mich friert in meiner Einsamkeit.   Mich friert in meiner schwarzen Nacht, Ich habe keinen Sonnenschein, Wann geht die Sonne auf voll Pracht,

Über die Heide ...

Inhaltsverzeichnis
Über die Heide sind wir gegangen, Und die Heide war blütenleer, Goldene Käfer flogen schimmernd Auf dem Sande vor uns her.   Alle Fuhrenzweige blühten, Und die Heidelerche sang Aus der wolkenlosen Höhe Süß zu unserm Heidegang.   Einen Busch von goldenem Ginster Hieltest du in deiner Hand, Den ich an dem Hünengrabe Zur Erinnerung dir band.   Zur Erinnerung an die Stunde, Die in uns noch lange glüht, Wenn an deinem Ginsterstrauße

In schwarzen Büschen ...

Inhaltsverzeichnis
In schwarzen Büschen flüstert der Nachtwind, Ein Eulenruf schallt aus dem Moor, Grau ist die Nacht, zwei Sterne blinken Aus grauen Wolken schimmernd hervor.   Die Sterne blitzen, die Sterne blinken, Süßes Gedenken mein Herz umspinnt, Aus deinen Augen schimmern mir Sterne,

Zärtlichkeit

Inhaltsverzeichnis
Der blaue und der weiße Flieder Umduftet unsere Laubenbucht, Goldregen pendelt auf uns nieder Der blütenschweren Zweige Wucht.   Viele weiße Schmetterlinge fliegen, Der Spötter singt im Rosendorn, Ganz langsam sich die Zweige wiegen. Ein warmer Wind geht über das Korn.   Die Sonne spielt auf deinen Händen, Die lässig ruhn auf deinem Kleid, Mein Blick will sich davon nicht wenden,

Die Tannendickungen düstern ...

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Die Tannendickungen düstern Im Mondschein schwarz und schwer, Im Gaukelflug kommt darüber Schwebend die Nachtschwalbe her.   Auf und nieder tanzend Sie ihr Weibchen umzieht, Girrend ertönt ihr goldenes Jauchzendes Liebeslied.   Liebe, irdische Liebe, Auch den Vogel der Nacht, Den düsteren Vogel des Schattens,

Morgensonne

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Die Morgensonne umbrandet Den Wald mit brausender Flut, Gold ist vor meinen Augen Und rosenrote Glut.   Gold ist vor meinen Augen Und rosenrote Glut, Die warme Morgensonne

Wunderblüten

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Zwischen hohen Ginsterbüschen Ruhst du jetzt vom weiten Weg, Gelbe Wunderblüten bauen Um dich her ein Goldgeheg.   Gelbe Wunderblüten senken Huldigend sich auf dein Haar, Und das schimmert in der Sonne Märchenhaft und wunderbar.   Und ich lieg zu deinen Füßen, Seh bewundernd auf dich hin, Auf mein Lieb im goldnen Ginster,

Träume

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Die Nacht kriecht aus dem Garten, Die Katze schleicht in das Haus, Zwischen den blühenden Bäumen Flattert die Fledermaus.   Die rosigen Apfelblüten Unstet sie umschwirrt, Wie ein grauer Gedanke, Der mir durch die Träume irrt.   Rosig sind meine Träume, Sie blühen im Sonnenschein, Die Fledermaus, die graue,

Wiesengras

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Das Wiesengras ist lang und weich, Die Sonne flammt und glüht, Um rote Disteln zittert die Luft, Die ganze Wiese blüht.   Wie Wachen, stark und scharf bewehrt, Die Disteln uns umblühn, Weich ist und lang das Wiesengras Und deine Lippen glühn.   Deine glühenden Lippen zittern leicht, Wie Blumenblätter im Wind, Deine Lippen, die viel roter noch Wie die roten Blumen sind.   Ich sehe die roten Blumen nicht, Ich sehe dich nur an Und küsse deinen roten Mund,

Du ruhst in meinem Schoße ...

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Die grünen Buchenblätter Schatten so schwer und dicht, Auf rotem Vorjahrslaube Spielt blau das Sonnenlicht.   Du ruhst in meinem Schoße, Dein Atem geht so leis, Es fiel aus deinen Händen Der Strauß von Ehrenpreis.   Der Duft aus deinem Blondhaar Berauschend mich umweht, Um meine seligen Lippen

Ein welkes Blatt

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Warm sind die leisen Lüfte, Die Zweige sind blütenschwer, Unstet treibt auf dem Rasen Ein welkes Blatt einher.   Aus den blühenden Veilchen Stößt es der Wind in den Sand, So war einst meine Seele