Stefan Loose Reiseführer Schottland - Matthias Eickhoff - E-Book

Stefan Loose Reiseführer Schottland E-Book

Matthias Eickhoff

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Beschreibung

Stefan Loose E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck! - Einfaches Navigieren im Text durch Links - Offline-Karten (ohne Roaming) - NEU: Karten und Grafiken mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder für später speichern - Weblinks führen direkt zu den Websites mit weiteren Informationen Unser Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche! E-Book basiert auf: 3. Auflage 2016 Traditionsbewusst, freundlich, natürlich, mythisch und landschaftlich großartig - diese Erwartungen an Schottland werden nicht enttäuscht, dennoch kann man sich auf Überraschungen einstellen. Edinburgh und Glasgow könnten unterschiedlicher nicht sein, in den Highlands erstaunt der rasche Wechsel zu beeindruckenden Bergketten, verschwiegenen Tälern, wehrhaften Schlössern, pittoresken Hafenorten und malerischen Seen, angenehm ruhig ist der Lebensrhythmus auf den Inseln. Dieses Buch zeigt die ganze Vielfalt und listet alle Möglichkeiten, das einladende Volk der Schotten kennen zu lernen.

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Seitenzahl: 1438

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Inhalt

Titel

Symbole & Hinweise

Übersichtskarte Highlights

Schottland – Highlights und Themen

Highlights

Themen

Reiseziele und Routen

Klima und Reisezeit

Reisekosten

Travelinfos von A bis Z

Anreise

Botschaften und Konsulate

Einkaufen

Essen und Trinken

Fair reisen

Feste und Feiertage

Geld

Gepäck und Ausrüstung

Gesundheit

Informationen

Internet und E-Mail

Kinder

Maße und Elektrizität

Medien

Öffnungszeiten

Post

Reisende mit Behinderungen

Schwule und Lesben

Sicherheit

Sport und Aktivitäten

Telefon

Transport

Übernachtung

Zeit

Zoll

Land und Leute

Geografie und Geologie

Flora und Fauna

Umwelt

Bevölkerung und Religion

Geschichte

Regierung und Politik

Wirtschaft

Kunst und Kultur

Edinburgh und die Lothians

Edinburgh

Old Town und Royal Mile

Edinburgh Castle

Royal Mile

Rund um Holyrood

Arthur’s Seat: Edinburghs Hausberg

Rund um den Grassmarket

Universität und Southside

Bruntsfield, Morningside und Theaterviertel

New Town und Umgebung

Calton Hill

Princes Street

Rund um die George Street

Nördliche New Town

Urban Villages und Edinburgh Zoo

Leith und die Forth-Küste

Leith

Newhaven

Cramond

South Queensferry

Die Lothians

West Lothian

Linlithgow

Midlothian

Pentland Hills

Rosslyn Chapel

Craigmillar Castle

Dalkeith

National Mining Museum Scotland

East Lothian

Haddington

Von Aberlady Bay bis North Berwick

Dunbar

Südschottland

Die Borders

Die Küstenregion um Eyemouth

Kelso und Umgebung

Melrose

Die Umgebung von Melrose

Auf dem St Cuthbert’s Way zu Walter Scott

Jedburgh und Umgebung

Hawick und Umgebung

Von Selkirk zum St Mary’s Loch

Innerleithen und Peebles

Der Südwesten

East Dumfriesshire

Dumfries

Die Umgebung von Dumfries

Nithsdale

Zwischen New Abbey und Kirkcudbright

Kirkcudbright

Gatehouse of Fleet und Umgebung

Newton Stewart und Galloway Forest Park

Die Höhen Galloways – am Loch Trool

Die Machars

Rhins of Galloway

Girvan und Ailsa Craig

Culzean Castle

Ayr und Umgebung

Zwischen Kilmarnock und Wemyss Bay

Isle of Bute

Glasgow und Umgebung

Glasgow

Kathedralenbezirk

George Square und Merchant City

Stadtzentrum und westliche Innenstadt

West End

Clydeside

South Side

Die Umgebung von Glasgow

Oberes Clyde-Tal

Paisley

Dumbarton und Helensburgh

Zentralschottland

Vom Loch Lomond nach Stirling

Loch Lomond

Auf den Ben Lomond und am Loch Lomond

Aberfoyle und die Trossachs

Callander und Umgebung

Stirling

Die Umgebung von Stirling

Fife

Culross

Dunfermline

Vom Loch Leven nach Falkland

East Neuk

Der goldene Saum – von Elie nach Crail

St Andrews

Die Umgebung von St Andrews

Perthshire

Perth

Dunkeld und Umgebung

Pitlochry und Umgebung

Blair Atholl

Von Blair Castle ins Glen Tilt

Aberfeldy

Loch Tay und Umgebung

Hoch über Loch Tay auf den Ben Lawers

Vom Loch Earn bis Crieff

Nordostschottland

Zwischen Dundee und Aberdeen

Dundee und Umgebung

Von Dundee ins Glen Clova

Arbroath

Rund um das Montrose Basin

Von Brechin ins Glen Esk

Stonehaven

Aberdeen

Innenstadt

Aberdeen Beach

Old Aberdeen

Deeside

Von Aberdeen bis Ballater

Rund um Balmoral

Braemar und Umgebung

Abstecher ins Strathdon

Nördliches Aberdeenshire

Rund um Inverurie

Mystischer Berg: der Bennachie

Am River Ythan

Von Aberdeen nach Peterhead

Von Fraserburgh nach Gardenstown

Rund um Banff

Moray

Von Cullen bis Spey Bay

Dufftown und Umgebung

Am River Spey

Abstecher nach Tomintoul

Elgin und Umgebung

Von Forres nach Nairn

Zentrale und nördliche Highlands

Zentrale Highlands und Great Glen

Grantown-on-Spey und Umgebung

Die Cairngorms

Glenmore: Auf den Berg des Hirten

Badenoch

Inverness

Östlich von Inverness

Loch Ness und Great Glen

Abstecher ins Glen Affric

Highlands pur: Im Glen Affric

Strathpeffer

Black Isle

Nördliche Highlands

Dornoch Firth und Lairg

Von Golspie bis Helmsdale

Die Caithness-Küste bis Wick

Via John O’Groats nach Thurso

Von Melvich nach Tongue

Durness und Cape Wrath

Die Nordwestküste

Von Sandwood Bay bis Kylesku

Assynt und Achiltibuie

Stac Pollaidh – ein Berg zum Genießen

Ullapool

Von Ullapool nach Gairloch

Loch Maree und Loch Torridon

Rund um Loch Maree

Applecross

Von Lochcarron nach Kyle of Lochalsh

Von Kyle of Lochalsh nach Glenelg

Südwestliche Highlands und Innere Hebriden

Skye

Der Süden von Skye

Isle of Raasay

Cuillin-Berge und Minginish

Portree

Halbinsel Trotternish

Im Felsengarten des Quiraing

Der Nordwesten von Skye

Lochaber und Small Isles

Mallaig und Arisaig

Die Small Isles

Abstecher nach Ardnamurchan

Von Glenfinnan nach Banavie

Fort William und Glen Nevis

Schottlands höchster Berg: Ben Nevis

Ausflüge rund um Fort William

Rund ums Glen Coe

Argyll und Kintyre

Von Appin bis Loch Etive

Oban und Umgebung

Von Loch Etive bis Loch Awe

Inveraray und Loch Fyne

Crinan Canal und Kilmartin

Tarbert und Umgebung

Isle of Gigha

Rundfahrt zum Mull of Kintyre

Isle of Arran

Lochranza und der Inselnorden

Brodick Bay

Ost- und Südküste

Die Westküste

Islay und Jura

Port Ellen und Islays Süden

Bowmore

Rhinns of Islay

Finlaggan und Port Askaig

Isle of Jura

Colonsay

Isle of Mull und Iona

Craignure und Duart Castle

Tobermory und Umgebung

Der Westen von Mull

Zum Ross of Mull

Iona und Staffa

Äußere Hebriden, Orkney und Shetland

Die Äußeren Hebriden

Stornoway (Steòrnabhagh)

Zum Butt of Lewis

Von Barvas nach Callanish

Abstecher nach Uig

North Harris

West und South Harris

Berneray (Bearnaraidh)

North Uist (Uibhist a’Tuath)

South Uist (Uibhist a’Deas)

Barra (Barraigh)

Orkney

Stromness und Umgebung

Das neolithische Zentrum von Mainland

North Mainland und Rousay

Kirkwall und Umgebung

East Mainland und South Ronaldsay

Hoy

Zur Felsnadel des Old Man of Hoy

North Isles

Shetland

Lerwick

Die Umgebung von Lerwick

South Mainland

North Mainland

Unst

Anhang

Sprachführer

Glossar

Bücher

Danksagung

Impressum

Kartenverzeichnis

Reiseatlas

Legende

Shetland Islands, Orkney Islands

Äußere Hebriden, nordwestliche Highlands

Inverness, Elgin, Peterhead

Fort William, Oban, Loch Lomond

Edinburgh, Dundee, Aberdeen

Islay, Kintyre, Glasgow, Ayr

Glasgow, Dumfries, Melrose, Cheviot Hills

Autor

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Sprachführer (siehe >>)

Tipps zum Wandern (siehe >>)

Vorwahlen (siehe >>)

AUTOREN-TIPP

Hier hat es uns am besten gefallen

FAIR UND GRÜN

Tipps für nachhaltiges Reisen

BUDGET-TIPP

Viel Schottland für wenig Geld

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Übersichtskarte Highlights

Legende

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Schottland – Highlights und Themen

Von der quirligen und malerischen Hauptstadt Edinburgh bis hinauf nach Shetland mitten im Nordatlantik bietet Schottland eine faszinierende Vielfalt an architektonischen und landschaftlichen Highlights. Sie weisen den Weg zu den schönsten Ecken des Landes!

Highlights

 1 EDINBURGH Eindrucksvolles Castle, malerische Royal Mile und fantastische Festivals (siehe >>)Bild | Karte

 2 MELROSE Traumhafte Klosterruine der Zisterzienser (siehe >>)Bild | Karte

 3 CULZEAN CASTLE Eine Perle der Baukunst, hoch über den Klippen des Firth of Clyde (siehe >>)Bild | Karte

 4 GLASGOW Wandelbare Metropole mit jugendlichem Charme und reichen Kulturschätzen (siehe >>)Bild | Karte

 5 LOCH LOMOND Zwischen Lowlands und Highlands liegt Schottlands größter Süßwassersee (siehe >>)Bild | Karte

 6 EAST NEUK Romantische Fischerdörfer an der Küste von Fife (siehe >>)Bild | Karte

 7 BLAIR CASTLE Hochlandfeeling auf dem Stammsitz der Herzöge von Atholl (siehe >>)Bild | Karte

 8 DEESIDE Wo sich nicht nur die Royals wohlfühlen (siehe >>)Bild | Karte

 9 PENNAN, CROVIE UND GARDENSTOWN Bunte Cottages am Meer vor einer Kulisse aus rotbraunen Klippen (siehe >>)Bild | Karte

 10 CAIRNGORMS Schottlands größter Nationalpark – ein Paradies für Wanderer (siehe >>)Bild | Karte

 11 ASSYNT Mitkleinen Seen und mächtigen Bergkegeln gespickte Moorlandschaft (siehe >>)Bild | Karte

 12 INVEREWE GARDEN Exotische Blütenpracht mitten in den kargen Highlands (siehe >>)Bild | Karte

 13 SKYE Steilklippen, Bergketten und tiefe Täler – die Highlands en miniature (siehe >>)Bild | Karte

 14 ISLAY UND JURA Eldorado für Whisky-Kenner und alle, die es weyden wollen (siehe >>)Bild | Karte

 15 IONA UND STAFFA Tiefe Spiritualität hier, große Naturwunder dort (siehe >>)Bild | Karte

 16 CALLANISH Magischer Steinkreis auf der Hebriden-Insel Lewis (siehe >>)Bild | Karte

 17 MAINLAND, ORKNY Einzigartige Grabkammern, Steinkreise und Siedlungen aus der Steinzeit (siehe >>)Bild | Karte

 18 SHETLAND Riesige Seevogelkolonien auf atemberaubenden Steilklippen (siehe >>)Bild | Karte

1 EDINBURGH Die schottische Hauptstadt verführt Besucher mit ihrer wunderbaren Altstadt, die schon von Weitem eine grandiose Kulisse abgibt. Während der Festivalzeit treten auf der Royal Mile in der Altstadt immer wieder Straßenkünstler auf, während samstags ein Bauernmarkt unterhalb des Castle das Publikum anlockt. (siehe >>)

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2 MELROSE Schon Theodor Fontane begeisterte sich für die großartige Klosterruine in den Borders. Einst waren die Abteien im Süden Schottlands Garanten für den Einfluss der Krone gegenüber dem mächtigen englischen Nachbarn. (siehe >>)

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3 CULZEAN CASTLE Dramatisch thront das Meisterwerk von Robert Adam auf den Klippen am Firth of Clyde. Auch im Inneren der Anlage zaubert der Stararchitekt aus dem 18. Jh. Der weitläufige Landschaftspark lädt zum Spazieren ein. (siehe >>)

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4 GLASGOW Erstklassige Museen, lebendige Univiertel, wunderbare Jugendstilgebäude von Charles Rennie Mackintosh sowie angesagte Restaurants und Pubs laden in die größte Metropole Schottlands ein. Glasgow ist erheblich vielseitiger als vielfach angenommen und beeindruckt durch die Fähigkeit, sich trotz vieler Rückschläge ständig neu zu erfinden. (siehe >>)

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5 LOCH LOMOND Von den lieblichen Lowlands erstreckt sich der malerische See bis in die rauen Highlands. Conic Hill liegt genau auf der geologischen Highland-Grenze. (siehe >>)

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6 EAST NEUK Urige Fischerdörfer schmücken die Küste am Firth of Forth. Über den Fife Coastal Path kann man wunderbar von Dorf zu Dorf wandern. (siehe >>)

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7 BLAIR CASTLE Die weiße Trutzburg am Rande der Grampian Mountains beeindruckt nicht nur von außen. Von hier aus führt eine schöne Wanderung ins benachbarte Glen Tilt. (siehe >>)

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8 DEESIDE Stilvolle Schlösser, wildromantische Landschaften und schmucke Hochlandorte locken auch die Royals ins Tal des Dee. (siehe >>)

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9 PENNAN, CROVIE UND GARDENSTOWN Die malerischen Dörfer an der Nordostküste scheinen einem Bilderbuch entsprungen. Kein Wunder, dass hier schon Filmklassiker wie Local Hero gedreht wurden. (siehe >>)

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10 CAIRNGORMS NATIONAL PARK Die subarktische Gebirgskette ist mit ihren Kaledonischen Kiefernwäldern und idyllischen Seen ein Eldorado für Wanderer. (siehe >>)

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11 ASSYNT Die einsame Moorlandschaft ist durchsetzt von kleinen Seen und mächtigen Bergkegeln. (siehe >>)

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12 INVEREWE GARDEN Die unerwartete Blütenpracht in den kargen Highlands lässt jeden Hobbygärtner vor Neid erblassen. (siehe >>)

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13 SKYE Die größte Insel der Inneren Hebriden wartet mit einer vielfältigen Landschaft auf – von den vulkanisch geprägten Cuillins bis zum wild zerklüfteten Felsengarten Quiraing. (siehe >>)

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14 ISLAY Auf der kleinen Whisky-Insel brennen gleich acht Destillen das „Wasser des Lebens“. (siehe >>)

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15 IONA UND STAFFA Seit 1500 Jahren ist Iona ein spirituelles Zentrum, während Staffa ein atemberaubendes Naturspektakel bietet. (siehe >>)

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16 CALLANISH Der wundersame Steinkreis auf der Insel Lewis ist in seiner Vollständigkeit und Unberührtheit einzigartig. (siehe >>)

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17 NEOLITHISCHES ZENTRUM, ORKNEY Das Unesco-Welterbe bewahrt 5000 Jahre alte sensationelle Funde – vom eisenzeitlichen Broch of Gurness bis zum 5000 Jahre alten Kammergrab Maeshowe. (siehe >>)

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18 SHETLAND Shetland ist die Heimat von Zehntausenden von Papageientauchern. Besonders viele tummeln sich am Sumburgh Head und auf der Naturschutzinsel Noss. Auch unzählige andere Seevögel bevölkern die spektakuläre Steilküste der nördlichsten schottischen Inselgruppe (wie unten bei Eshaness). Hier kann man Natur pur erleben und skandinavisches Flair genießen! (siehe >>)

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Themen

Weniger fliegen – länger bleiben! Reisen und Klimawandel (siehe >>)

Nationalgericht Haggis (siehe >>)

Whisky – Wasser des Lebens (siehe >>)

Hogmanay – Silvester auf Schottisch (siehe >>)

Highland Games (siehe >>)

Die Highlands als Nationalpark? (siehe >>)

Die Spur der Steine – Hochkulturen der Steinzeit (siehe >>)

Schottland und die Unabhängigkeitsfrage (siehe >>)

Crofting – Kleinpächter in den Highlands (siehe >>)

Kilt, Tartan und Dudelsack (siehe >>)

Folkmusik und politische Identität (siehe >>)

Schottlands Reformator: John Knox alias „Mister Killjoy“ (siehe >>)

Edinburgh: Weltstadt der Literatur – von Walter Scott bis J. K. Rowling (siehe >>)

Unesco-Welterbe Forth Rail Bridge (siehe >>)

Alnwick Castle, Holy Island und der Hadrian’s Wall (siehe >>)

Walter Scott – Schottlands großer Romantiker (siehe >>)

Common Ridings (siehe >>)

Die Doppelherzöge von Buccleuch und Queensberry: Schottlands Hochadel (siehe >>)

Tam o’ Shanters Abenteuer (siehe >>)

Robert Burns – Schottlands Nationaldichter (siehe >>)

Glasgows Stadtwappen (siehe >>)

Jugendstil à la Mackintosh (siehe >>)

Schiffsbau und Red Clydeside (siehe >>)

Rangers und Celtic: Fußballrivalitäten in Glasgow (siehe >>)

On the bonnie, bonnie banks of Loch Lomond (siehe >>)

Mit William Wallace und Robert the Bruce ins Schlachtengetümmel (siehe >>)

Die Heimat des Golfs (siehe >>)

Stone of Destiny – Stein des Schicksals (siehe >>)

Dougie MacLean: Folkmusiker aus Leidenschaft (siehe >>)

Die Brücke am Tay (siehe >>)

Das rätselhafte Erbe der Pikten (siehe >>)

Die Unabhängigkeitserklärung von Arbroath (siehe >>)

Wie die Royals die Highlands lieben lernten (siehe >>)

Ecovillage Findhorn Community (siehe >>)

Teatime mit Nessie (siehe >>)

Goldrausch in Kildonan (siehe >>)

My heart is in the Highlands – Vertreibung und Auswanderung (siehe >>)

Buy it yourself: der Kampf gegen den feudalen Großgrundbesitz (siehe >>)

Die Five Sisters of Kintail (siehe >>)

Renaissance des Gälischen? (siehe >>)

Calum’s Road – eine ungewöhnliche Straße (siehe >>)

Over the sea to Skye – Flora und der Prinz (siehe >>)

Nessies unbekannter Nachbar: Morag (siehe >>)

Das Massaker von Glencoe (siehe >>)

Whisky von den Inseln (siehe >>)

Weben im Cottage: Harris Tweed (siehe >>)

Mytheninsel am Horizont: St Kilda (siehe >>)

George Mackay Brown: ein orcadischer Schriftsteller (siehe >>)

The Ba’: eine archaische Ball-Schlacht (siehe >>)

Wildes Feuerspektakel: Up Helly Aa (siehe >>)

Shetlands Top-Fiddler (siehe >>)

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Reiseziele und Routen

Reiseziele

    Schottlands schönste Städte

    Nationalparks und Naturschutzgebiete

    Schottland aktiv

    Inselparadiese

Reiserouten

    Schottland für Einsteiger

    Budget-Route

    Königsschlösser und Kathedralen

    Die Küstenroute

    Inselfeeling

Es dürfte kaum jemanden geben, der nicht ein Bild von Schottland im Kopf hat: Kilt tragende Dudelsackspieler, trutzige Wehrburgen im Hochland, hochprozentiger Whisky und ein flüchtiges Ungeheuer im Loch Ness kommen schnell in den Sinn, aber auch die tragische Story der Maria Stuart, die rivalisierenden Clans, die landschaftlich sehr reizvollen Highlands und die bunten Highland Games.

Keine Frage, Schottland gehört zu den Reisezielen, die über ein klares Image verfügen: Traditionsbewusst, freundlich, natürlich, mythisch und landschaftlich großartig. Wer mit dieser Erwartung nach Schottland fährt, wird nicht enttäuscht und kann sich doch auf große Überraschungen einstellen.

Um es gleich vorwegzunehmen: Kein Schotte trägt im Alltag Kilt und nicht jeder hört gerne Dudelsackmusik. Denn ungeachtet aller Mythen sind die Schotten zwar traditionsbewusst, aber ansonsten durch und durch modern.

Und dennoch: Schottland ist anders. Wer die Grenze von England aus überquert, merkt es sofort an den blau-weißen schottischen Fahnen. Stolz sind die Schotten auf ihr reiches geschichtliches und kulturelles Erbe. Doch nicht nur der Erhalt der gälischen Sprache und des Lowland Scots, die Pflege traditioneller Folkmusik sowie die Restaurierung geschichtsträchtiger Burgen und Kathedralen(-ruinen), sondern auch die internationalen Erfolge zeitgenössischer Schriftsteller und Pop-/Rockmusiker gehören zum Bild von Schottland.

Obwohl eine Mehrheit der Schotten beim historischen Referendum am 18. September 2014 für den Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt hat, legen sie allgemein doch großen Wert auf ihre Identität und Eigenständigkeit. Selbst im Pub kann es passieren, dass man als Tourist beim Bierchen oder Whisky einen Schnelldurchlauf in schottischer Geschichte bekommt, einschließlich der wichtigsten Siege und Niederlagen gegen die südlichen Nachbarn.

Begeisternd ist die kontrastreiche Vielfalt des Landes. Schon die beiden Metropolen Edinburgh und Glasgow könnten unterschiedlicher nicht sein. Die stolze Hauptstadt ist mit ihrer historischen Royal Mile das unbestrittene Zentrum des Landes. Hier haben einst die schottischen Könige residiert. Die Rivalin Glasgow verdankt ihren Aufstieg hingegen der industriellen Revolution. Lange Zeit stand die Stadt im Schatten der prächtigen Fassaden von Edinburgh. Doch mittlerweile präsentiert man die Glanzstücke der Gründerzeit und des Jugendstils selbstbewusst mit hoch erhobenem Haupt.

Verlässt man die beiden Großstädte und steuert die Highlands an, erstaunt der rasche Wechsel: Eben noch überbordendes städtisches Leben und plötzlich beeindruckende Bergketten, verschwiegene Täler, wehrhafte Schlösser, pittoreske Hafenorte und malerische Seen.

Und auch das ist überraschend: Schottland ist viel größer, als es auf den ersten Blick scheint. Die Landfläche entspricht in etwa der von Bayern, doch die tief eingeschnittenen Fjorde der Westküste reißen die Küstenlinie auf; die zahlreichen Inseln sind aufgrund ihrer Abgeschiedenheit fast eine Welt für sich; und Shetland oben im Norden liegt näher an Norwegen als an Edinburgh.

Wer Schottland erkunden möchte, sollte also etwas Zeit mitbringen und daran denken, dass der Lebensrhythmus vor allem in den Highlands und auf den Inseln angenehm ruhig ist. Hier ist nichts von der Hektik der Großstädte zu spüren. In der ganzen Region leben nur halb so viele Menschen wie in Edinburgh. Gerade die Highlands versprechen deshalb ein ungetrübtes Naturerlebnis.

Die dünne Besiedlung kommt auch der Tierwelt zugute: An den Küsten und auf den Inseln nisten Adler, Papageientaucher und Basstölpel, während in den Gewässern Delfine, Wale und Haie zu Hause sind. Selbst von Edinburgh aus erreicht man in weniger als einer Stunde international bedeutende Vogelschutzgebiete – in Schottland sind die freie Natur und das Meer nie weit.

Doch nicht nur die Natur ist großartig, auch die Schotten selbst sind ein freundliches und einladendes Volk. Die Glaswegians sind für ihren Humor berühmt, aber auch andernorts kommt man schnell ins Gespräch, und das nicht nur im Pub. Wer einen Schuss Lebensfreude braucht, sollte auf einen schottischen Tanzabend, ein Ceilidh, gehen. Dort zeigen die tagsüber so nüchtern wirkenden Schotten, welch keltische Ausgelassenheit in ihnen steckt. Ihre Lebensfreude lassen sich die Menschen übrigens auch nicht vom Wetter trüben, das manchmal etwas feucht ist, aber das ist ein anderes Thema …

Reiseziele

Als Land der Vielfalt hat Schottland für jeden Geschmack etwas zu bieten – vom klassischen Städtetrip nach Edinburgh und Glasgow über Rundfahrten zu den malerischsten und exzentrischsten Schlössern, zu den traditionellen Whiskydestillen oder zu einsamen Sandstränden, pittoresken Küstenorten und vom Geschrei der Seevögel widerhallenden Steilklippen. Zwei Nationalparks, idyllische Seen, stimmungsvolle Inseln und ein wildes Bergpanorama runden das Bild ab. Gut ausgebaute Fernwanderwege sorgen für ausgeprägte Naturerlebnisse. Und wer Kultur wünscht, sollte in den exquisiten Festivalkalender schauen, der übers ganze Jahr verteilt quer durchs Land für beste Unterhaltung sorgt.

Schottlands schönste Städte

Als Startpunkt für eine Schottlanderkundung bietet sich die Hauptstadt Edinburgh (siehe >>) geradezu an: Ein Spaziergang über die Royal Mile führt über die schönste Flaniermeile des Landes. Hoch oben auf dem steil aufragenden Burgberg thront das Castle als Wahrzeichen der Stadt. Am anderen Ende der Royal Mile symbolisiert das moderne Parlament neben dem königlichen Palace of Holyrood House die Eigenständigkeit des Landes.

Reizvoll sind die Kontraste in Edinburgh. Die dunklen Seitengassen der Royal Mile, die closes und wynds, haben schon die Fantasie berühmter schottischer Autoren wie Sir Arthur Conan Doyle, Robert Louis Stevenson und Ian Rankin angeregt. Edinburgh ist eine ausgewiesene Stadt der Literatur. Auch die elegante New Town aus dem 18. Jh. half Edinburgh, auf die Liste des Unesco-Weltkulturerbes zu kommen. Verbunden werden die beiden Stadthälften durch die international renommierte Scottish National Gallery.

Im Gegensatz dazu hat Glasgow (siehe >>) an der Westküste auf den ersten Blick wenig zu bieten. Triste Neubauten scheinen die Stadt im Griff zu haben. Der Eindruck täuscht aber gewaltig. Denn im Industriezeitalter war die Stadt die Second City of the Empire und die reichen Industriellen steckten ihr Geld in repräsentative Prachtbauten und hochkarätige Kunst. Ein Highlight in Glasgow ist der Mackintosh Trail, der zu den Jugendstilperlen des kreativsten Architekten seiner Zeit führt. Die Glasgow School of Art und die eleganten Willow Tearooms gelten als die Meisterwerke von Charles Rennie Mackintosh.

Wesentlich beschaulicher geht es in der alten Königsstadt Stirling (siehe >>) zu, wo der Renaissancepalast der Stuart-Monarchen auf dem Burgberg mit großem Aufwand renoviert wurde. Im Umkreis von Stirling wurden die großen Schlachten der schottischen Unabhängigkeitskriege geschlagen, woran das Schlachtfeld von Bannockburn und das weithin sichtbare Wallace Monument erinnern.

Dagegen wirkt die Golf-Metropole und Unistadt St Andrews (siehe >>) sehr jugendlich, obwohl auch sie auf eine lange, ereignisreiche Geschichte zurückblickt.

Ein schmuckes Univiertel bietet auch Aberdeen (siehe >>), die europäische Öl-Hauptstadt. Eine Besonderheit ist, dass praktisch die gesamte Innenstadt aus Granit erbaut wurde, was das Zentrum silbergrau schimmern lässt. Das Marischal College ist sogar das zweitgrößte Granitgebäude der Welt.

Fragen und Antworten

Seit seiner ersten Radtour durch Schottland 1986 hat der Norden der britischen Inseln Matthias Eickhoff nicht mehr losgelassen. Längere Zeit hat er dort auch gelebt und gearbeitet, unter anderem als Fremdsprachenassistent und später als Reiseleiter. Besonders mag er die Kontraste: Während Edinburgh und Glasgow quirlige Metropolen sind, kann man in den Weiten der Highlands Natur pur auf Wandertouren oder an herrlichen Sandstränden genießen, und abends sind die Pubs gesellschaftlicher Treffpunkt – Schottland begeistert immer wieder.

Schottland – mehr Natur als Stadt?

Schottland bietet beides: Gerade Edinburgh und Glasgow sind durch hochkarätige Museen, eine vielfältige Gastroszene und quirliges Nachtleben perfekte Stadtziele. Aber Schottland ist in der Tat auch ein wunderbares Naturreiseziel mit einsamen Bergregionen, kleinen Inselparadiesen und traumhaften Stränden. Reisende können sich also genau die Balance aussuchen, die sie wünschen.

Bus, Bahn oder doch lieber links fahren?

Eins vorweg: An den Linksverkehr gewöhnt man sich zumeist schnell. Wer aber ohne Auto kommt, kann auf den wichtigsten Strecken auch auf öffentliche Verkehrsmittel problemlos zurückgreifen. Nur in den dünn besiedelten ländlichen Regionen ist auch der öffentliche Nahverkehr sehr dünn – ein wenig Recherche zu aktuellen Fahrplänen ist dann notwendig.

Ist Schottland teuer?

Das Preisniveau ist insgesamt recht hoch, doch Sparfüchse finden auch eine Reihe günstiger Optionen. Staatliche Museen sind kostenlos und auch Zelten ist in der freien Natur kostenlos möglich (mehr dazu unter Reisekosten siehe >>).

Buchen oder spontan auf Zimmersuche gehen?

Gerade in der Hochsaison lohnt sich für Edinburgh und Glasgow sowie z. B. auf Skye eine Reservierung, im August ist sie für Edinburgh sogar dringend ratsam. Aber unterwegs findet man auch im Sommer eigentlich immer etwas – nur kann der Zeitaufwand für die Suche natürlich steigen. Eine Alternative ist es, sich vor Ort über die Touristeninformationen oder telefonisch ein, zwei Tage im Voraus um eine Unterkunft zu kümmern.

Was macht das Wetter?

Das Wetter lässt sich nicht vorhersagen – denn es ändert sich oft rasch. Man sollte also warme, wind- und regenfeste Kleidung mitnehmen, aber auch T-Shirts nicht vergessen.

Ein Ziel auch für Feinschmecker, Vegetarier und Veganer?

Die schottische Küche hat sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt. Vor Ort gibt es hervorragende Lokale mit sehr guter regionaler Küche – frisch aus dem Meer und von den Weiden. Auch Vegetarier und Veganer finden immer mehr Angebote, natürlich vor allem in Unistädten, aber zumindest als Option zunehmend auch in „normalen“ Restaurants und Pubs. Bei Selbstversorgung lassen sich mögliche Engpässe gut umgehen.

Noch Fragen? www.stefan-loose.de/globetrotter-forum

Nationalparks und Naturschutzgebiete

Über einen Mangel an freier Natur kann sich Schottland nicht beklagen. Die dünn besiedelten Highlands, die vielen Inseln und die abwechslungsreiche Küste machen das Land zu einem Eldorado für Naturliebhaber.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, wurden in Schottland in den letzten Jahren zwei Nationalparks eingerichtet: Der Cairngorms National Park (siehe >>) umfasst die besonders schöne und beliebte Bergwelt der zentralen und östlichen Highlands; der Loch Lomond & The Trossachs National Park (siehe >>) erstreckt sich nordwestlich von Glasgow und lebt von seinem Wechsel zwischen idyllischen Seen und rauer Bergwelt.

Vor allem die Küsten und Inseln von Schottland bieten unzähligen Vogelarten sichere Rückzugsräume und Brutplätze. Anderswo seltene Vögel wie Papageientaucher, Basstölpel, Trottellummen, Gryllteisten und Tordalken fühlen sich hier sehr wohl. Bedeutende Vogelschutzgebiete sind u. a. St Abbs Head (siehe >>) im Südosten, das Mull of Galloway (siehe >>) im Südwesten, die Inseln Bass Rock (siehe >>) und Isle of May (siehe >>) an der Ostküste, die Insel Handa (siehe >>) an der Westküste sowie die Reservate Sumburgh Head (siehe >>), Noss (siehe >>) und Hermaness (siehe >>) auf Shetland.

Erfolgreich waren zudem Versuche, Stein- und Fischadler in Schottland wieder heimisch zu machen. Erstere schweben u. a. auf Mull (siehe >>) und Skye (siehe >>) erhaben durch die Lüfte. Fischadler und die sehr seltenen Auerhähne erlebt man am Loch Garten (siehe >>) bei Aviemore.

Schottland aktiv

Die Highlands und die Küsten sind für Wanderer wie geschaffen, da die vielseitige Landschaft intensive Naturerlebnisse verspricht. Die beiden Nationalparks sind exzellente Gebiete zum Wandern. Im Cairngorms National Park sind insbesondere das Dee-Tal im östlichen Parkbereich sowie die Gegend rund um Aviemore und Loch Morlich im Westen sehr attraktiv. Im Loch Lomond & The Trossachs National Park ist das östliche Ufer des Loch Lomond mit dem West Highland Way und dem majestätischen Gipfel des Ben Lomond ein guter Einstiegspunkt.

Für Wanderfreunde bieten auch die Gegenden um Loch Tay und Blair Atholl, Glen Affric und Glen Nevis, Loch Torridon und Loch Maree, Skye sowie der Nordwesten zwischen Ullapool und Durness exzellente Ausflugsregionen. Zu den Fernwanderwegen (siehe >>).

Auch mit dem Fahrrad kommt man in Schottland gut voran. In vielen Orten gibt es Radverleihe, und in den letzten Jahren wurde das Radwegenetz zunehmend ausgebaut. Attraktive Ziele sind die West-Ost-Durchquerung Schottlands von Mallaig an der Westküste via Fort William, Pitlochry und Braemar nach Aberdeen, die sehr sportliche Umrundung der Nordwestküste von Inverness via Tongue und Durness nach Ullapool sowie die Durchquerung der Äußeren Hebriden von Stornoway nach Barra. Auch der flache Archipel von Orkney ist ein Radlerparadies.

Zu weiteren sportlichen Aktivitäten (siehe >>).

Auf dem Castle Trail

Die einen ragen düster auf einem Felsen empor, andere wirken verwinkelt und geheimnisvoll und wieder andere zeugen von Glanz und Gloria ihrer Besitzer – Schottlands Schlösser atmen Geschichte und Atmosphäre. Gerne werden sie, wie Eilean Donan Castle (siehe >>) an der Westküste, als Filmkulisse genutzt. James Bond und der Highlander waren schon dort, während die dramatisch auf einer Klippe gelegene Ruine von Dunnottar Castle (siehe >>) bei Stonehaven im Nordosten Hamlet eine malerische Bühne bot.

Im Nordosten von Schottland gibt es besonders viele „steinalte“ Burgen und Tower Houses, die zu einem Castle Trail zusammengefasst wurden. Crathes Castle (siehe >>) und Craigievar Castle (siehe >>) sind bestens erhaltene Beispiele des wehrhaften schottischen Baronialstils aus dem 16. Jh. Hier, im Royal Deeside, hat übrigens auch die Queen im vergleichsweise modernen Balmoral Castle (siehe >>) ihre Sommerresidenz.

Im Süden des Landes sind Hopetoun House (siehe >>) bei Edinburgh, Floors Castle (siehe >>) bei Kelso, Drumlanrig Castle (siehe >>) nördlich von Dumfries sowie Culzean Castle (siehe >>) bei Ayr prächtige Landsitze, die bis auf Culzean noch in Privatbesitz sind.

Auf dem Weg in die Highlands sollten Glamis Castle (siehe >>) nördlich von Dundee, Blair Castle (siehe >>) in Blair Atholl, Cawdor Castle (siehe >>) bei Inverness und Dunrobin Castle (siehe >>) bei Golspie unbedingt auf dem Besuchsprogramm stehen. Stolz sind auch der Stammsitz der MacLeods, Dunvegan Castle (siehe >>) auf Skye, sowie die Residenz der Herzöge von Argyll, Inveraray Castle (siehe >>).

Inselparadiese

Die Westküste ist die Welt der Inseln. Die Inneren Hebriden sind mit ihrem Geflecht von kleinen und großen Eilanden der Küste vorgelagert und sorgen für einen ganz eigenen Reiz – die Erkundung der vielfältigen Inselwelt kann den Entdeckergeist ein wenig wecken.

Besonders attraktiv sind die großen Inseln Arran (siehe >>), das Whisky-Eiland Islay (siehe >>) sowie Mull (siehe >>) im Westen. Mull hat zudem eigene Satelliten-Eilande, berühmt sind das spirituell angehauchte Iona (siehe >>) und die außergewöhnliche Basalt-Insel Staffa (siehe >>). Noch recht unentdeckt sind die Small IslesEigg (siehe >>) und Rum (siehe >>) südlich von Skye. Während sich Eigg als Öko-Insel einen Namen macht, imponiert Rum durch seine gebirgige Natur. Auch auf Arran und Mull gibt es bis zu 1000 m hohe Berge.

Die Inselgruppen der Äußeren Hebriden (siehe >>) sowie Orkney (siehe >>) und Shetland (siehe >>) sind sehr eigenständig. Auf den Äußeren Hebriden wird noch Gälisch gesprochen, Orkney und Shetland haben sich ein wenig von ihrem skandinavischen Erbe erhalten. Hier draußen am Rande des Atlantiks warten echte Highlights: Traumstrände, dramatische Klippen, mythische Steinkreise, steinzeitliche Dörfer und riesige Vogelkolonien sind nur einige der verlockenden Attraktionen. Und wenn dann abends im Pub Fiddle und Akkordeon zu einer kleinen Session ausgepackt werden, geht der Tag munter zu Ende.

Die malerischsten Küstenorte

Manchmal schmiegen sie sich eng an die Steilklippen, ein andermal leuchten die Häuser in den buntesten Farben, oder aber das geschäftige Leben eines aktiven Fischerei- und Fährhafens sorgt für Abwechslung – Schottland bietet die gesamte Palette. In Südschottland ist der Künstlerort Kirkcudbright (siehe >>) eine Perle an der Küste, auch Portpatrick (siehe >>) im Südwesten hat viel Charme.

An der Ostküste sind vor allem die ehemaligen Fischerorte von Fife sehr idyllisch: Pittenweem (siehe >>), Anstruther (siehe >>) und Crail (siehe >>) sind die schönsten Beispiele. Weiter nördlich ist der Hafen von Stonehaven (siehe >>) postkartenverdächtig, während die gut versteckten Bilderbuchdörfer Pennan, Crovie und Gardenstown (siehe >>) viel von ihrem alten Charme bewahren konnten.

An der Westküste Schottlands verströmen Ullapool (siehe >>), Plockton (siehe >>), Portree (siehe >>) auf Skye und vor allem Tobermory (siehe >>) auf Mull viel Flair. Tobermory fällt durch seine bunte Hafenzeile, umrahmt von einer geschützten Bucht, sofort ins Auge. Unter den größeren Fährstädten ist Oban (siehe >>) am ansehnlichsten. Hier sorgen die Fähren nach Mull und zu den Äußeren Hebriden für regen Verkehr, und die Sonnenuntergänge sind von der Promenade aus grandios.

Noch weiter im Süden sind Tarbert (siehe >>) und Inveraray (siehe >>) einen Besuch wert. Inveraray kommt wie Ullapool ganz in Weiß daher und ist Sitz der Herzöge von Argyll.

Reiserouten

Schottland bietet viel Raum für eine individuelle Routengestaltung. Wanderer können fast nach Belieben das Land durchqueren, Radler suchen sich verkehrsarme Nebenstrecken aus, und auch mit dem Auto ergeben sich unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Die wichtigsten Routen werden von öffentlichen Verkehrsmitteln abgedeckt. In den dünn besiedelten Gegenden der Highlands und Islands sind die Fahrpläne allerdings entsprechend eingeschränkt.

Wichtigster Faktor für die Routenplanung ist die zur Verfügung stehende Zeit. Für einen allerersten Eindruck reichen sieben bis zehn Tage, doch erst ab zwei bis drei Wochen Zeit kann man auch abgelegenere Winkel jenseits der Haupttouristenströme für sich entdecken.

Da Schottland ein weit verzweigtes Land mit vielen Tälern, Fjorden und Bergketten ist, vergehen selbst drei bis vier Wochen wie im Fluge. Wer zudem raus auf die Inseln möchte, sollte ein ausreichendes Zeitpolster mitbringen und genau schauen, was wirklich machbar ist.

Sehr leicht lassen sich Thementouren zusammenstellen: Die Burgen (siehe >>) und Whiskydestillen (siehe >>) im Nordosten zum Beispiel können zusammen in sieben bis zehn Tagen bequem erkundet werden.

Schottland für Einsteiger

1 Woche

Kurztrips werden immer populärer und Edinburgh (siehe >>) steht wegen der guten Verkehrsverbindungen hoch im Kurs. Selbst für ein langes Wochenende ist Schottlands Hauptstadt immer ein Hochgenuss. Gepaart mit dem Besuch des sommerlichen Festivalreigens oder der großen Open-Air-Neujahrssause lassen sich so bereits erste Eindrücke gewinnen. Die hochkarätigen Museen, die lebendigen Pubs und die Musik- und Theaterszene sorgen für einen kurzweiligen Aufenthalt.

Und wer eine ganze Woche Zeit hat, kann den Städtetrip auf Glasgow (siehe >>), Stirling (siehe >>) oder St Andrews (siehe >>) ausdehnen.

Einen wesentlich intensiveren Einstieg bietet die Budget-Route.

Die Küstenorte von Fife – hier Pittenweem – sind über den Fife Coastal Path miteinander verbunden.

Budget-Route

10–14 Tage

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Ein Urlaub in Schottland muss nicht viel kosten, wenn man die Hauptsehenswürdigkeiten kennenlernen möchte und über kein Auto verfügt. Auch in diesem Fall muss man nicht auf die Highlights verzichten und kann trotzdem eine attraktive Mischung aus viel Natur, Hochland-Flair und städtischem Leben genießen.

Am flexibelsten ist man per Bus unterwegs. Scottish Citylink bietet günstige Explorer Passes in mehreren Varianten. Die kürzeste gibt es schon für 41 £; sie ermöglicht freie Fahrt an drei von fünf aufeinanderfolgenden Tagen. Dies lässt allerdings kaum Zeit für eigene Erkundungen vor Ort, sodass die mittlere Variante für 62 £, die an fünf von zehn Tagen gilt, sinnvoller ist. So lassen sich auch zusätzliche Zwischenstopps einplanen. Wer lieber auf Gruppenreise setzt, sollte sich einer Rundfahrt der alternativen Busunternehmen anschließen (siehe >>). Sie haben oft auch Hostel-Übernachtungen im Angebot, denn in allen wichtigen Orten an der Strecke stehen günstige Herbergen bereit.

Ausgangspunkt für eine Rundfahrt sollte in jedem Fall die faszinierende Hauptstadt Edinburgh (siehe >>) sein, das pulsierende Herz des Landes. Über die imposanten Forth-Brücken geht es über Pitlochry (siehe >>), wo man eine Whisky-Destille besichtigen kann, und Blair Atholl mit seiner klassischen Hochlandburg Blair Castle (siehe >>) tief in die Highlands nach Aviemore (siehe >>) und Inverness (siehe >>). Von dort gelangt man am berühmten Loch Ness (siehe >>) zur Ruine von Urquhart Castle (siehe >>). Von hier kann man in Ruhe nach Nessie Ausschau halten. Schon an der Westküste wartet das fotogene Eilean Donan Castle (siehe >>) und wenige Kilometer weiter ist die sehr abwechslungsreiche Isle of Skye (siehe >>) erreicht. Wichtigste Anlaufstelle ist der malerische Inselhauptort Portree (siehe >>). Die Rückfahrt nimmt auf dem Festland den Touristenort Fort William (siehe >>) im Schatten des Ben Nevis (siehe >>) und die majestätische Bergwelt von Glen Coe (siehe >>) mit, bevor es am Loch Lomond (siehe >>) vorbei in die quirlige Metropole Glasgow (siehe >>) und wieder zurück nach Edinburgh geht.

Zwei Tipps für tolle Abstecher: In Aviemore aussteigen, am Loch Morlich (siehe >>) mit Blick in die Cairngorms entweder zelten oder in die Jugendherberge gehen und dann die Wanderstiefel schnüren. Auf der Isle of Skye sollte man keinesfalls eine Rundfahrt von Portree über die Halbinsel Trotternish zum Kilt Rock (siehe >>) und zum Gebirgsmassiv des Quiraing (siehe >>) versäumen.

Königsschlösser und Kathedralen

2 Wochen

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Krone und Kirche haben in Schottland viele Spuren hinterlassen. Der Freiheitskämpfer Robert the Bruce, die unglückliche Maria Stuart, die hochlandbesessene Queen Victoria und natürlich die jetzigen Royals sind vielerorts genauso präsent wie die Kathedralenruinen aus dem Mittelalter, deren Reste imposant in die Höhe ragen.

Für diese Route braucht man abseits der Hauptstrecken besser ein Auto. Ausgangspunkt ist der Stuart-Palast von Holyrood (siehe >>) in Edinburgh. Wo einst der Privatsekretär von Maria Stuart vor ihren Augen ermordet wurde, feiert die heutige Queen ihre berühmte Gartenparty und schlägt auch schon mal Stars wie Sean Connery zum Ritter. Oben auf der Burg wurde Maria Stuarts Sohn James VI. geboren, der es später bis zum König von England brachte.

Von Edinburgh führt ein Abstecher per Bahn/Bus oder Auto in die Borders zu den Abteiruinen von Melrose (siehe >>), Dryburgh (siehe >>) und Jedburgh (siehe >>). Sie sind imposante Zeugnisse der mittelalterlichen Klosterkultur, aber auch der ewigen Grenzkriege mit England, die zur Zerstörung der Abteien führten. Von Melrose nach Dryburgh führt ein sehr guter Wanderweg, und im benachbarten Abbotsford (siehe >>) steht das Haus von Schottlands größtem Romantiker, Sir Walter Scott, zur Besichtigung offen.

Wieder zurück in Edinburgh, geht die Fahrt nach Westen, vorbei an der Ruine der königlichen Residenz Linlithgow (siehe >>). Schließlich wird Stirling (siehe >>) erreicht, zeitweise das wichtigste Machtzentrum der Stuarts. Der Spaziergang zur Burg hinauf ist eine spannende Reise ins Mittelalter, denn der Residenzpalast in der Burg wurde frisch restauriert. Nach Osten zu war Dunfermline (siehe >>) eine weitere mittelalterliche Residenz der schottischen Könige mit einer bedeutenden Kirche. Von der mächtigen Kathedrale und Abtei in St Andrews (siehe >>) sind dagegen nur noch Ruinen erhalten, die kaum erahnen lassen, dass die Stadt einst das geistliche Zentrum Schottlands war.

Während Prince William in St Andrews zur Uni ging, wuchs seine Urgroßmutter, die 2002 verstorbene Queen Mum, auf Glamis Castle (siehe >>) nördlich von Dundee auf, einer sehenswerten Mischung aus mittelalterlicher Wehrburg und herrschaftlichem Landsitz. Die jetzige Queen residiert jedes Jahr im August auf Balmoral Castle (siehe >>) im Dee-Tal. Aber auch hier ist die überwältigende Landschaft die eigentliche Attraktion. Für Queen Victoria und ihren Mann Albert war dies der schönste Flecken des Landes.

Im Nordosten kann man bequem eine Runde auf dem „Castle Trail“ (siehe >>) und dem „Whisky Trail“ (siehe >>) anschließen. Gleich neben Balmoral lädt schon die Royal Lochnagar Distillery zu einer hochprozentigen Besichtigung ein.

Diese Route führt jedoch zurück über die Berge von Glenshee und dann nach Westen zur malerischen Kathedralenruine von Dunkeld (siehe >>) am Ufer des Tay – einer der friedlichsten Orte der Highlands. Am Ortsrand von Perth ist schließlich bei Scone (siehe >>) der Krönungsort der mittelalterlichen Monarchen erreicht. Auf dem Erdhügel neben dem heutigen Herrensitz wurden die Könige feierlich inthronisiert. Von Perth geht es schließlich wieder nach Edinburgh.

Die Küstenroute

3–4 Wochen

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Ein kurzer Blick auf die Landkarte genügt und die Route steht schon fest: mit dem Auto immer an der Küste entlang! Startpunkt ist nach der Fährüberfahrt vom Kontinent nach England (siehe >>) der Fischerort Eyemouth (siehe >>) und die nahe gelegene Klippenküste bei St Abb’s Head (siehe >>) im Südosten von Schottland. Anschließend lockt in North Berwick (siehe >>) ein Abstecher mit dem Schiff zur Basstölpelkolonie auf Bass Rock (siehe >>).

Jenseits von Edinburgh (siehe >>) überspannen die imposanten Forth Bridges den Firth of Forth und man gelangt über die Fischerdörfer des East Neuk (siehe >>) in das Golfer-Mekka St Andrews (siehe >>). Am Nordufer des Tay befindet sich das aufstrebende Dundee (siehe >>), während in der Abtei von Arbroath (siehe >>) 1320 die schottische Unabhängigkeitserklärung verfasst wurde.

Vorbei an der filmreif auf einer Klippe thronenden Ruine von Dunnottar Castle (siehe >>) ist die europäische Ölhauptstadt Aberdeen (siehe >>) schnell erreicht. Nach einem Besuch des Fischmarkts in Peterhead (siehe >>) warten in Pennan (siehe >>) und Crovie (siehe >>) zwei malerische Küstendörfer unterhalb der Klippen. Von hier zieht sich der Moray Firth weit nach Westen, bevor in Inverness (siehe >>) die Hauptstadt der Highlands erreicht ist. Hier gehört natürlich ein kleiner Abstecher zum Loch Ness (siehe >>) ins Programm.

Wer nicht viel Zeit hat, kann direkt weiter nach Ullapool (siehe >>) an die Westküste fahren, doch die Umrundung der nördlichen Regionen Sutherland und Caithness lohnt sich unbedingt. Dunrobin Castle (siehe >>), Duncansby Head (siehe >>), die Sandstrände bei Durness (siehe >>) undSandwood (siehe >>) sowie die einmalige Berg- und Moorlandschaft von Assynt (siehe >>) sind echte Hingucker, bevor der ganz in Weiß gehaltene Hafenort Ullapool erreicht ist. Im Sommer gibt es fast jeden Abend in einem der Pubs Livemusik (und hier starten auch die Fähren zu den Äußeren Hebriden).

Südwestlich von Ullapool setzt der Inverewe Garden (siehe >>) exotische Farbtupfer, während die Berge rund um Loch Maree (siehe >>) und Loch Torridon (siehe >>) zu den schönsten der Westküste gehören. Vom malerischen Eilean DonanCastle (siehe >>) führt der schnellste Weg nach Süden über die Brücke nach Skye (siehe >>) und von dort dann mit der Fähre ab Armadale nach Mallaig (siehe >>), doch lohnt es sich auch, zuvor noch den Norden von Skye zu erkunden.

Über Fort William (siehe >>) geht es dann in die quirlige Hafenstadt Oban (siehe >>). Nach einer Wandertour über die vorgelagerte Insel Kerrera (siehe >>) bietet sich ein längerer Abstecher nach Mull (siehe >>) an, inkl. eines Besuchs des malerischen Hauptortes Tobermory (siehe >>) sowie der berühmten Inseln Iona und Staffa (siehe >>).

Weiter südlich geht es von der Halbinsel Kintyre (siehe >>) per Schiff hinüber zur Whisky-Insel Islay (siehe >>). Wieder zurück in Kintyre wartet die Fähre hinüber nach Arran (siehe >>), von wo eine weitere Fährfahrt zum Festland bevorsteht.

Vorbei am grandiosen Culzean Castle (siehe >>), das herrschaftlich auf einer Klippe thront, geht es zum Mull of Galloway (siehe >>), dem südlichsten Festlandpunkt Schottlands. Auf dem Weg nach Osten kommt man durch das malerische Küstenörtchen Kirkcudbright (siehe >>) und die Burns-Stadt Dumfries (siehe >>) zum Heiratsparadies Gretna Green (siehe >>). Hier ist die englische Grenze wieder erreicht.

Die schönsten Fernwanderwege

Für Aktivurlauber sind auch die spannenden Fernwanderwege verlockende Reiserouten. Aushängeschild ist der 154 km lange West Highland Way (siehe >>), www.west-highland-way.co.uk, von Glasgow am Loch Lomond vorbei und durch das einsame Rannoch Moor bis nach Fort William im Schatten von Schottlands höchstem Berg, dem Ben Nevis (je nach Kondition insgesamt 7–10 Tage). Die Wegqualität ist im Allgemeinen sehr gut und größere Steigungen sind nur selten zu bewältigen.

Eine Ergänzung zum West Highland Way ist der 127 km lange Great Glen Way (siehe >>), www.greatglenway.com, von Fort William am Loch Ness vorbei nach Inverness (6–8 Tage).

Im Zentrum Schottlands verbindet der (je nach Routenvariante) 124 bzw. 151 km lange Rob Roy Way, www.robroyway.com, den West Highland Way vom Loch Lomond (siehe >>) via Callander und Aberfeldy mit Pitlochry (siehe >>) in Perthshire.

Ziemlich whiskygeschwängert ist der Speyside Way (siehe >>), www.speysideway.org. Auf den 114 km zwischen Buckie und Kincraig passiert man einige berühmte schottische Destillen.

Wesentlich länger (340 km) ist der Southern Upland Way (siehe >>), www.southernuplandway.gov.uk, der von Portpatrick im Südwesten quer durch Südschottland nach Cockburnspath im Südosten verläuft. Besonders reizvoll sind der westliche Abschnitt bis zum Galloway Forest Park sowie der östliche zwischen Traquair und der Ostküste.

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Inselfeeling

3–4 Wochen

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Ein wenig Seefestigkeit benötigt man schon auf dieser Tour an den Rand des Atlantiks, doch die Sehenswürdigkeiten und die maritime Atmosphäre lohnen den weiten Weg. VonAberdeen (siehe >>) geht es mit der Fähre hinauf nach Lerwick (siehe >>). Der größte Ort von Shetland ist eine gute Ausgangsbasis für die Erkundung der Papageientaucherkolonien auf Noss (siehe >>) und am Sumburgh Head (siehe >>). Auch der eisenzeitliche Broch von Mousa (siehe >>) liegt in bequemer Reichweite. Ein Ausflug nach Norden führt zu den Klippen von Eshaness (siehe >>) und Hermaness (siehe >>), Großbritanniens nördlichstem Punkt. Shetland ist übrigens auch für seine erstklassigen Fiddler bekannt.

Das gilt auch für Orkney, das per Fähre von Lerwick aus angesteuert wird. In den Pubs von Kirkwall (siehe >>) und Stromness (siehe >>) auf Mainland steigen oftmals beschwingte Sessions. Das Hauptaugenmerk liegt hier jedoch auf den mythischen Zeugnissen der Steinzeit. Das geheimnisvolle Kammergrab von Maeshowe (siehe >>), der faszinierende Steinkreis Ring of Brodgar (siehe >>) und das erstaunlich gut erhaltene 5000 Jahre alte Steinzeitdorf Skara Brae (siehe >>) künden von einer frühen Hochkultur im Norden. Landschaftlich bietet Orkney auf der Insel Hoy (siehe >>) die höchste Felsnadel Europas und die höchsten Klippen Großbritanniens – noch spektakulärer kann es kaum werden.

Um zu den Äußeren Hebriden zu gelangen, folgt man vom Orkney-Fähranleger Scrabster bei Thurso der Nordwestküste nach Ullapool (siehe >>) und setzt dann nach Stornoway (siehe >>) auf Lewis über. Von dort ist es nun nicht mehr weit bis zu den Standing Stones of Callanish (siehe >>), dem beeindruckendsten Steinzeitdenkmal Schottlands.

Im Süden ist die Insel Harris (siehe >>) für ihre blendend weißen Traumstrände bekannt, die an sonnigen Tagen zu herrlichen Spaziergängen am türkisblauen Meer einladen.

Fährt man die Perlenkette der Äußeren Hebriden bis South Uist (siehe >>) oder Barra (siehe >>) hinunter, läuft die Fähre den Hafen von Oban (siehe >>) auf dem Festland an. Das ist sehr bequem, um vielleicht noch einen Blick hinüber nach Mull (siehe >>) und Iona (siehe >>) oder aber auf das Whisky-Eiland Islay (siehe >>) zu werfen, falls man immer noch reif für die Insel ist …

Erfreuen sich großer Beliebtheit: die Fairy Pools vor dem alpinen Black-Cuillin-Massiv auf der Isle of Skye

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Klima und Reisezeit

Ein schottisches Sprichwort sagt, dass man nur ein paar Minuten warten muss, wenn man nicht mit dem Wetter zufrieden ist – und schon reißt die Wolkendecke auf. Die Skeptiker unter den Wetterfröschen machen jedoch eine andere Rechnung auf: Eigentlich gebe es nur zwei Wetterphasen in Schottland – entweder der Regen sei im Anmarsch oder es regne ohnehin schon. Praktische Tipps gibt ein drittes Bonmot aus dem Land der Wetterweisheiten: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“

Klima

Es ist kein Geheimnis: Schottland ist nicht das Land ewigen Sonnenscheins. Am Rande des Nordatlantiks bestimmen oftmals Tiefausläufer und feuchtes Wetter das Bild, selbst im Sommer wird es im Schnitt nicht wärmer als 19 °C. Schottlandreisende sollten deshalb immer warme Kleidung und Regenzeug griffbereit haben. Aber keine Sorge: Wenn die Sonne rauskommt, wird es angenehm warm. Und das Land ist groß genug für spürbare Klimaschwankungen. Während an der Westküste bis zu 3000 mm Niederschlag pro Jahr fallen, sind es an der Ostküste nur rund 800 mm, weil sich der Niederschlag an den Bergen längst ausgeregnet hat. Städte wie Inverness, Aberdeen oder Edinburgh profitieren wettermäßig enorm von dieser Regenverteilung und sind viel trockener, als man erwartet. Auf der anderen Seite kann es an der Westküste vor allem im Winter längere Schlecht-Wetter-Phasen geben. Klimatisch gesehen gilt in den Highlands die Region um Inverness und Aviemore als die stabilste.

Deutlich ist auch der Temperaturunterschied zwischen Süd und Nord, denn auf Orkney oder Shetland ist es im Schnitt immer einige Grade kühler als in Edinburgh oder Glasgow. Man darf nicht vergessen, dass Shetland auf der Höhe von Helsinki und der Südspitze Grönlands liegt.

Andererseits sorgt der Golfstrom an der Westküste für relativ milde Winter mit vergleichsweise wenig Frost und Schnee. Darum gibt es dort einige wunderbare, erstaunlich artenreiche Botanische Gärten. In den Highlands herrschen dagegen auf dem Bergplateau der Cairngorms während der Wintermonate subarktische Bedingungen.

Doch wo Schatten ist, ist auch Licht: Ab dem Frühjahr sind die Tage deutlich länger als in Deutschland. Im Sommer genießt der Norden Schottlands fast schon skandinavisch lange Abende, selbst um Mitternacht leuchtet noch ein heller Schimmer am Horizont. Schottland ist für sein klares Licht und seine intensiven Farben bekannt. Oftmals wirkt die Landschaft wie eine große Bühne, auf die je nach Laune der „Technik“ ein großer Scheinwerfer gerichtet wird, um faszinierende Farbspiele herbeizuzaubern. Satt blauer Himmel, blendend weiße Wolken und ein weiter offener Horizont machen einen sonnigen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und nichts ist schöner als ein grandioser Sonnenuntergang über einer Insel an der Westküste oder magische Nordlichter, die über den nächtlichen Horizont tanzen.

Reisezeit

Im Prinzip kann man jederzeit nach Schottland fahren, denn jede Jahreszeit hat ihre Reize. Edinburgh bietet z. B. die größte Open-Air-Neujahrsparty Europas, und in Glasgow ist das renommierte Celtic Connections Festival schon im Januar ein Leckerbissen. Wenn Schnee auf den Bergen liegt, scheinen diese über Nacht größer und majestätischer geworden zu sein. Das ergibt oft starke Bilder.

Die Touristensaison reicht jedoch primär von Ostern bis Oktober, viele Attraktionen haben im Winter geschlossen und auch wettermäßig sorgen die längeren Tage im Frühjahr für gehobene Stimmung. Deshalb sind Mai bis September die Kernmonate der Touristensaison, zu dieser Zeit finden auch die meisten Festivals und Highland Games statt.

Besonders voll wird es zur Hochsaison im Juli und August, wenn alles auf den Beinen ist. Dann erreicht auch die Veranstaltungsdichte ihren Höhepunkt, manche Sehenswürdigkeiten haben länger geöffnet, Fähren und Ausflugsschiffe fahren häufiger, in den Pubs wird öfter als sonst Folkmusik live angeboten, kurzum: Es ist einfach am meisten los.

Statistisch gesehen sind aber die Monate Mai, Juni und September die trockensten Monate und deshalb reisetechnisch eigentlich zu bevorzugen. Das gilt insbesondere, wenn man wandern oder Rad fahren möchte. Für Vogelbeobachtungen ist die beste Saison zumeist das Frühjahr, viele Brutvögel machen sich im Sommer bereits auf den Weg nach Süden. Andererseits landen im Herbst die Gänse aus Skandinavien in Schottland und die Bäume verfärben sich vor allem im Big Tree Country von Perthshire und auch in Speyside spektakulär.

Außerhalb der Hochsaison findet man in den meisten Unterkünften freie Zimmer. Wer jedoch auf den Juli und August angewiesen ist, sollte an touristischen Hotspots frühzeitig buchen. Das gilt insbesondere für den Festivalmonat August in Edinburgh. Dann herrscht in der Hauptstadt Ausnahmezustand, alles ist ausgebucht und selbst die Hostels verlangen zum Teil spürbare Aufpreise.

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Reisekosten

    Tagesbudget

    Spartipps

Schottland ist zwar kein Billigreiseland, aber mit etwas Geschick muss ein Urlaub nicht allzu teuer werden. Gerade in den Großstädten sind beispielsweise viele hochkarätige Museen gratis, zu Festivalzeiten bieten viele Künstler auf der Straße kostenlose Performances, in den Pubs wird für die Gäste live aufgespielt, und wer mit dem Zelt unterwegs ist, kann grundsätzlich überall frei campen, solange man die Privatsphäre der Anwohner sowie den Naturschutz respektiert.

Dennoch muss man beachten, dass das Preisniveau in Großbritannien in vielfacher Hinsicht über dem heimischen liegt. Das gilt für Benzin, Übernachtungen und auch für die Preise in Restaurants und Pubs. Ein Grund hierfür sind z. T. andere Steuergesetze, aber auch das recht starke britische Pfund, sodass bei der Planung des Reisebudgets der aktuelle Wechselkurs eine gewisse Rolle spielt. Bei Redaktionsschluss kostete 1 £ rund 1,30 €.

Tagesbudget

Die Höhe der Tagesausgaben hängt sehr stark von der Art der Unterkünfte ab. Campingplätze (ab ca. 7 £) und Hostels (ca. 14–24 £) sind vergleichsweise günstig und bestens für Selbstversorger ausgerüstet. In der Mitte liegen die familiären B&Bs sowie die pensionsartigen Guest Houses, wo man pro Person für ein Zimmer mit Dusche/WC ca. 30–50 £ inkl. Frühstück einkalkulieren sollte. Im Hotelbereich muss man je nach Exklusivität mit ca. 70–250 £ pro Person inkl. Frühstück rechnen. Viele Vermieter bieten Preisnachlässe, wenn man länger bleibt. In manchen Großstädten sind die Wochenenden für die Hotels Nebensaison, sodass auch hier Rabatte möglich sind.

Restaurants berechnen im Schnitt 8–20 £ pro Hauptgericht.

Beachten sollte man auch, dass Lebensmittel und Benzin an der Westküste und auf den Inseln im Schnitt teurer sind als anderswo. Die Abgeschiedenheit hat auch für die Einheimischen ihren Preis.

Beim Kulturprogramm gibt es keinen generellen Richtwert. Die großen staatlichen und kommunalen Museen in Edinburgh, Glasgow und Aberdeen sind kostenfrei, einige Schlösser sind schon für 6–7 £ zu besichtigen, andere kosten dagegen bis zu 16,50 £.

Hinweis: Generell ist im Tourismusbereich mit einem jährlichen Preisanstieg von 5–10 % zu rechnen.

Spartipps

Transportkosten

Bei Bahn-, Bus- und Fährfahrten gibt es eine Reihe von Sparmöglichkeiten durch Sammelpässe, die jedoch z. T. schon vor der Reise zu Hause gekauft werden müssen.

Bahnbetreiber ScotRail, www.scotrail.co.uk, verkauft z. B. den Highland Rover für freie Fahrt in den Highlands nordwestlich von Glasgow, Aviemore und Aberdeen (inkl. Fähre Oban–Mull und Bus Inverness–Fort William–Oban) an vier Tagen (in einem Zeitraum von acht Tagen) für 81,50 £ (erm. 40,75 £). Ein Freedom of Scotland Travelpass kostet 134/179 £ (erm. 67/89, 50 £) für 4/8 Tage in einem Zeitraum von 8/15 Tagen in ganz Schottland. Erfreulicherweise sind alle Fährverbindungen von CalMac (siehe >>) sowie eine Reihe von Busverbindungen inklusive. Viele Züge (außer in den westlichen und nördlichen Highlands) dürfen jedoch Mo–Fr erst ab 9.15 Uhr benutzt werden.

Auch das Busunternehmen Scottish Citylink, www.citylink.co.uk, bietet für die eigenen Fernbusse Sammelpässe an, die für einen bestimmten Zeitraum unbeschränkte Fahrten ermöglichen. Bei Citylink gibt es 3/5/8-tägige Explorer-Pässe (für einen Zeitraum von 5/10/16 Tagen) zum Preis von 41/62/93 £.

Bahn- und Buspässe lohnen sich aber nur, wenn man wirklich viel fährt und zugleich keine verbilligten Einzeltickets erhält. Günstiger kommt man oftmals weg, wenn man frühzeitig online oder vor Ort im (Bus-)Bahnhof bucht und von den Sonderangeboten Gebrauch machen kann. Im besten Fall erhält man Preisnachlässe von 80 %. Ein Ticket von Edinburgh nach Aberdeen kann so schon ab 5 £ erworben werden.

Für die Fähren an der Westküste bietet die Fährgesellschaft Caledonian MacBrayne (CalMac), www.calmac.co.uk, mehr als zwei Dutzend unterschiedliche Kombitickets (Island HopScotch), die billiger als Einzeltickets sind. Zudem sind in den letzten Jahren viele Fährrouten deutlich günstiger geworden, weil sich die schottische Regierung für eine bessere Erreichbarkeit der Inseln einsetzt.

Eintrittsgelder

Edinburgh, Glasgow und Aberdeen sind für ihre kostenlosen Museen bekannt. Das gilt für städtische Galerien wie Nationalmuseen. Wer Schlösser und Gärten besuchen möchte, kann sich bei der staatlichen Denkmalschutzbehörde Historic (Environment) Scotland, www.historic-scotland.gov.uk/explorer, einen Explorer Pass zulegen. Für 3/7 Tage Zutritt zu allen Attraktionen (innerhalb von 5/14 Tagen) zahlt man als Erwachsener 30/40 £. Da allein Edinburgh und Stirling Castle schon 16,50 bzw. 14,50 £ kosten, kann sich der Pass schnell lohnen. Studenten (mit internationalem Studentenausweis) und Rentner (ab 60 Jahren) zahlen für den Explorer Pass 24/32 £, Kinder 18/24 £, ein Familienticket kostet 60/80 £. In diesem Buch sind alle betreffenden Sehenswürdigkeiten mit „HS“ markiert.

Leider bietet die private Denkmalschutzorganisation National Trust for Scotland, www.nts.org.uk, in Schottland nur vergleichsweise teure Jahresmitgliedschaften an (50 £ pro Erwachsenem). Das lohnt sich für die meisten Besucher nicht. Im Ausland ist jedoch ein Scotland Discovery Ticket erhältlich, das an 3/7/14 Tagen freien Zutritt zu allen Attraktionen (in einem Zeitraum von 7/14/30 Tagen) ermöglicht. Erwachsene zahlen dafür online im VisitBritain Shop (siehe >>) 34,50–48,50 €, Familien 69–97 €. Das E-Ticket kann dann bei den National-Trust-Attraktionen (in diesem Buch mit „NTS“ markiert) in Schottland eingelöst werden.

Ermäßigungen

Studenten mit Internationalem Studentenausweis erhalten in Schottland zahlreiche Ermäßigungen bei Touristenattraktionen und diversen anderen Anbietern. Gelegentlich gilt eine Altersgrenze von 25 oder 26 Jahren.

Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gelten als Senioren(senior citizens) und erhalten zumeist dieselbe Ermäßigung wie Studierende. Gelegentlich ist auch die Abkürzung o.a.p. (old-age pensioner) gebräuchlich.

Während Studenten und Senioren in der Regel 10–30 % Ermäßigung erhalten, wird Kindern und Jugendlichen meist 50 % gewährt. Im Buch geben wir bei Ermäßigungen zunächst den Eintrittspreis für Studierende und Senioren an, danach den für Kinder und Jugendliche.

Was kostet wie viel?

Bett im Hostel14–24 £B&B (p. P. / ÜF)30–50 £Eintrittspreise0–16,50 £Frühstück4–8 £Mittagessen5–20 £Abendessen7–25 £Fish ’n’ Chips6–7 £1 Tasse Kaffee1,30–2,50 £1 Tasse Tee1–2 £1 großes Bier3–5 £1 Glas Whisky3–5 £Mietwagen (Woche)150–250 £1 l Benzin1,15–1,30 £

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Travelinfos von A bis Z

Auf den folgenden Seiten gibt es ausführliche Reiseinfos für Individualreisende in Schottland. Wie komme ich ins Land? Wie bewege ich mich am besten fort? Was muss ich vorab zu Übernachtungen, Restaurants, Verkehr, Gesundheit, Umwelt und sportlichen Aktivitäten wissen? Schottland ist ein so vielfältiges Land, dass sich für jeden Geschmack das Richtige finden lässt.

Schleusentreppe Fort Augustus (Caledonian Canal)

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Zoll

Kurz und knapp

Flugdauer Frankfurt–Edinburgh/Glasgow: ca. 2 Std.

Einreise EU-Bürger und Schweizer benötigen einen noch mind. sechs Monate gültigen Personalausweis/Reisepass.

Geld Währung ist das britische Pfund. Hotels und Restaurants akzeptieren in der Regel Kreditkarten, aber nicht alle B&Bs, Cafés und kleineren Läden.

Zeitverschiebung Grundsätzlich minus 1 Std. gegenüber D/A/CH.

Anreise

Schottland lässt sich auf vielen Wegen bequem erreichen: per Fähre oder Flugzeug und durch den Kanaltunnel auch per Bahn.

Mit der Fähre

Wer mit dem eigenen Auto, Motorrad, Wohnmobil oder Fahrrad unterwegs sein möchte, startet zumeist mit der klassischen Art der Anreise: einer Fährüberfahrt vom Kontinent über die Nordsee nach Großbritannien.

Der „Klassiker“ ist die Fährverbindung mit DFDS Seaways, Tel. 040-3890371, www.dfdsseaways.de, von Ijmuiden bei Amsterdam nach Newcastle. Die modernen und komfortablen Fähren bewältigen die nächtlichen Überfahrten in knapp 16 Stunden und erreichen den Anleger an der Tyne-Mündung im Osten von Newcastle gegen 9 Uhr morgens. Von dort sind es gerade mal 110 km bis zur schottischen Grenze bei Berwick und 200 km nach Edinburgh.

An Bord der „Hotel-Fähren“ gibt es mehrere Kategorien von Kabinen, wobei ein Kabinenplatz bei der Buchung automatisch inklusive ist. Abends bieten mehrere Restaurants und eine Bar Verpflegung, und sogar ein Kino ist an Bord. Morgens stärkt das große Frühstücksbuffet vor der Weiterfahrt. Das Essen muss allerdings zusätzlich gebucht werden.

Auch wer ohne Auto die Fähre nutzen möchte, wird gut bedient: Aus dem Zentrum von Amsterdam (schräg gegenüber vom Hauptbahnhof) verkehrt ein Shuttlebus zum Fähranleger (6,50 € p. P. bei Vorausbuchung), und auch in Newcastle gibt es einen Shuttlebus zum Hauptbahnhof (5 € p. P. bei Vorausbuchung). Von dort gelangt man dann per Zug direkt nach Edinburgh (ca. 1 1/2 Std.).

Eine Überfahrt für zwei Personen mit Auto gibt es ab ca. 500 € (Zweier-Innenkabine inkl. Frühstück). Die Preise richten sich nach Auslastung, frühzeitig buchen kann sich deshalb lohnen und ist im Sommer für Autos unerlässlich. Ohne Auto ist man ab ca. 300 € dabei. Fahrräder kosten pro Fahrt 5 €.

Eine zweite Fährmöglichkeit, die aber wesentlich längere Auto-Fahrzeiten in Großbritannien mit sich bringt, ist die zehn- bis zwölfstündige Verbindung mit P&O Ferries, Tel. 06213-7909035, www.poferries.de, von Rotterdam nach Hull. Die Preise ähneln denen von DFDS Seaways.

Eine dritte Möglichkeit ist natürlich die kurze Fährüberfahrt von Calais nach Dover, was aber enorm lange Autofahrzeiten auf dem Kontinent und in Großbritannien bedeutet.

Mit dem Flugzeug

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus starten v. a. Linienflüge. Die Preise können je nach Tag und Flug enorm variieren, sodass man mit etwas Flexibilität ggf. deutlich sparen kann. Hier die wichtigsten Direktverbindungen:

Edinburgh, edinburghairport.com