Theodor Fontane und die Wenden - Julia-Maria Warkentin - E-Book

Theodor Fontane und die Wenden E-Book

Julia-Maria Warkentin

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Universität Potsdam (Universität Potsdam/ Institut für Germanistik/ Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Grundkurs B: Theodor Fontane - Wanderungen durch die Mark Brandenburg (WiSe 2003/2004), Sprache: Deutsch, Abstract: Theodor Fontane – ein bekannter Reiseschriftsteller, der unaufhörlich die Mark Brandenburg bereiste und diese Region für ein großes Lesepublikum historisch und literarisch erschloss. Bis in die jüngste Zeit hinein galten Fontanes Wanderungen eher als interessante Stoffsammlung für seine Romane und nicht als ein eigenständiges Werk. Erst die wachsende Beachtung und Aufwertung der Reiseliteratur als einer literarischen Gattung schärften die Aufmerksamkeit für Fontanes Wanderungen wieder und am Ende des 20. Jahrhunderts haben die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ durch den freien Zugang zur Mark Brandenburg den Reiz eines fast neu entdeckenden Hauptwerkes des aus Neuruppin stammenden Schriftstellers gewonnen. In meiner Arbeit werde ich mich mit den ersten vier Kapiteln „Die Wenden in der Mark“ des vierten Bandes „Das Havelland“ beschäftigen. Fontane war ein „Kind“ seiner Zeit und hob sich dennoch durch seine besonderen Ansichten, die sich von denen seiner Zeitgenossen meistens sehr unterschieden, hervor. So wird heutzutage von mehreren modernen Kritikern auch seine humanistische Position, die besonders stark in den „Wenden“- Kapiteln zum Ausdruck kommt, stark betont. In meiner Arbeit, die den Titel „Fontane und die Wenden“ trägt, werde ich mich mit diesem Thema näher beschäftigen. Im ersten Teil meiner Arbeit erläutere ich kurz die Biographie des Autors, weil das Werk eines Künstlers meist stark von seiner persönlichen Entwicklung geprägt ist. Im zweiten Teil meiner Arbeit komme ich dann auf die Wanderungen zu sprechen. Es ist interessant, mit welchen Mitteln und Techniken Fontane arbeitet und welche Wirkung diese auf die Leser haben. Auch ist es von Bedeutung, wie Fontanes Werk selbst bei den Lesern aufgenommen wurde bzw. wird. Seine Zeitgenossen schätzten an ihm den Geschichtsschreiber und den „Heimatfreund“, während die heutigen Leser mehr Wert auf seine literarischen Techniken und seine humanistischen Ansichten legen. In meiner Arbeit möchte ich untersuchen, inwieweit Fontanes Ansichten humanistisch waren und was er überhaupt darunter verstand. In beiden letzten Kapiteln des zweiten Teils der Arbeit werde ich mich näher damit auseinandersetzen, bevor ich zu den Schlussfolgerungen komme.

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Veröffentlichungsjahr: 2008

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Ähnliche


Inhaltsverzeichnis
3. 1. Zum Inhalt
3. 2. „Fontane und die Wenden“

Page 1

Page 3

Einleitung

Theodor Fontane - ein bekannter Reiseschriftsteller, der unaufhörlich die Mark Brandenburg bereiste und diese Region für ein großes Lesepublikum historisch und literarisch erschloss. Bis in die jüngste Zeit hinein galten Fontanes Wanderungen eher als interessante Stoffsammlung für seine Romane und nicht als ein eigenständiges Werk. Erst die wachsende Beachtung und Aufwertung der Reiseliteratur als einer literarischen Gattung schärften die Aufmerksamkeit für Fontanes Wanderungen wieder und am Ende des 20. Jahrhunderts haben die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ durch den freien Zugang zur Mark Brandenburg den Reiz eines fast neu entdeckenden Hauptwerkes des aus Neuruppin stammenden Schriftstellers gewonnen.

In meiner Arbeit werde ich mich mit den ersten vier Kapiteln „Die Wenden in der Mark“ des vierten Bandes „Das Havelland“ beschäftigen.

Fontane war ein „Kind“ seiner Zeit und hob sich dennoch durch seine besonderen Ansichten, die sich von denen seiner Zeitgenossen meistens sehr unterschieden, hervor. So wird heutzutage von mehreren modernen Kritikern auch seine humanistische Position, die besonders stark in den „Wenden“- Kapiteln zum Ausdruck kommt, stark betont. In meiner Arbeit, die den Titel „Fontane und die Wenden“ trägt, werde ich mich mit diesem Thema näher beschäftigen. Im ersten Teil meiner Arbeit erläutere ich kurz die Biographie des Autors, weil das Werk eines Künstlers meist stark von seiner persönlichen Entwicklung geprägt ist. Im zweiten Teil meiner Arbeit komme ich dann auf dieWanderungenzu sprechen. Es ist interessant, mit welchen Mitteln und Techniken Fontane arbeitet und welche Wirkung diese auf die Leser haben. Auch ist es von Bedeutung, wie Fontanes Werk selbst bei den Lesern aufgenommen wurde bzw. wird. Seine Zeitgenossen schätzten an ihm den Geschichtsschreiber und den „Heimatfreund“, während die heutigen Leser mehr Wert auf seine literarischen Techniken und seine humanistischen Ansichten legen. In meiner Arbeit möchte ich untersuchen, inwieweit Fontanes Ansichten humanistisch waren und was er überhaupt darunter verstand. In beiden letzten Kapiteln des zweiten Teils der Arbeit werde ich mich näher damit auseinandersetzen, bevor ich zu den Schlussfolgerungen komme.

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1. Zur Biographie des Autors Theodor Fontane

Henri Theodore (Theodor) Fontane wurde am 30. Dezember 1819 als erstes Kind des Apothekers Louis Henri Fontane und seiner Frau Emilie, geb. Labry, in Neuruppin geboren. Die Eltern entstammen französischen hugenottischen Familien, die sich nach dem Potsdamer Edikt (1685) des Großen Kurfürsten in Brandenburg niedergelassen hatten.1Die Eltern stammen aus relativ wohlhabenden Familien und auch Theodor wuchs in materiell gesicherten Verhältnissen auf. Über seine Eltern schrieb Fontane in „Meine Kinderjahre“: „(…) mein Vater war ein großer stattlicher Gascogner voll Bonhommie, dabei Phantast und Humorist, Plauderer und Geschichtenerzähler, und als solcher, wenn ihm am wohlsten war, kleinen Gasconnaden nicht abhold; meine Mutter andererseits war ein Kind der südlichen Cevennen, eine schlanke, zierliche Frau von schwarzem Haar, mit Augen wie Kohlen, energisch, selbstsuchtslos und ganz Charakter (…)“2Theodor hatte vier jüngere Geschwister: zwei Brüder Carl Johann Rudolf und Gustav Friedrich Maximilian und zwei Schwestern Jenny Eveline und Elise.3