Tunesisch gehäkelt in Runden & Reihen - Gudrun Rossa - E-Book

Tunesisch gehäkelt in Runden & Reihen E-Book

Gudrun Rossa

0,0

Beschreibung

Alte Technik – aktuelle Designs! Tunesisches Häkeln eignet sich nur für Topflappen und ist auch nicht besonders elegant? Falsch! In dieser alten Handarbeitstechnik gibt es viele interessante Sticharten. Kombiniert man diese mit aktuellen Garnen, entstehen frische, moderne Accessoires – perfekt für Sie und Ihr Zuhause! Neben fünf verschiedenen Sticharten bringt die Autorin Gudrun Rossa das tunesische Rundhäkeln erstmals in Buchform. Jeder Schritt wird ausführlich und mit vielen technischen Zeichnungen erklärt, sodass auch für Einsteiger die Technik schnell verständlich wird. Tunesisch häkeln macht Spaß – und sieht gut aus!

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 52

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Inhalt

Wissenswertes

Die Stiche im Überblick

Akzente setzen

Stirnbänder

Verführerisch vielseitig

Kapuzenschal

Frühlingsfrisch & sommerleicht

Sommer-Möbiusschal

Lässig & schmeichelweich

Ballonmütze

Schlicht, schön & praktisch

Tasche

Leicht & luftig

Dreiecktuch

Bezaubernd einfach

Winter-Möbiusschal

Natürlich in warmen Tönen

Beanie

Kuschelig & warm

Decke

Dekorativer Blickfang

Kissen

Alles griffbereit

Körbe

Legerer Klassiker

Schal

Ein Hauch von Luxus

Armstulpen

Für Lieblingssachen

Beutel mit Zugkordel

Trendiger Begleiter

Smartphone-Täschchen

Tunesisch häkeln in Reihen

Abschluss

Tunesisch häkeln in Runden

Ab- und Zunehmen

Umschlagseiten (am Ende des Buches):

Grundkurs Häkeln

Die Stiche arbeiten

Schwierigkeitsgrade:

Liebe Handarbeitsfreundin, lieber Handarbeitsfreund,

ich möchte Sie gern auf eine Reise mitnehmen, die für mich vor über 40 Jahren begann: Ich wollte sehr gerne handarbeiten, meine eigenen Ideen umsetzen und mich mit selbst kreierten Modellen zeigen. Doch mit dem Stricken wollte es einfach nicht funktionieren und Stäbchen und Co. fand ich einfach nur „unschick“. Aber ich hatte großes Glück, im Handarbeitsgeschäft meiner Heimatstadt Brake gab es eine nette Dame, die mir den tunesischen Grundstich beibrachte. Dies war für lange Zeit das Muster, das ich arbeitete. Ich dachte sogar, dass das tunesische Häkeln nur aus diesem Muster besteht. Durch Flüchtigkeitsfehler beim Einstechen merkte ich dann irgendwann, dass sich dieses Muster ganz toll verändern ließ. Einige Zeit später fielen mir Bücher in die Hände, die mein Musterrepertoire erweiterten. Auf einer Handarbeitsmesse lernte ich dann das in Deutschland noch immer recht unbekannte tunesische Rundhäkeln kennen – und nun sind meiner Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt.

Ich wünsche mir sehr, dass dieses Buch mit seinen vielfältigen Modellen Sie für die tunesische Häkelei begeistern kann.

Viel Freude beim Häkeln,

herzlichst Ihre

Wenn Sie mehr über mich erfahren oder an einem meiner Workshops teilnehmen möchten, besuchen Sie mich auf: www.gudrunrossa.de

Wissenswertes

Das tunesische Häkeln ist eine Handarbeitstechnik mit vielen schönen, ausgefallenen, häufig wie gestrickt oder gewebt wirkenden Mustern. Wo die Ursprünge dieser Technik liegen, sowohl geografisch als auch zeitlich, ist umstritten. Die ältesten, heute bekannten Anleitungen entstanden um 1850 in Europa.

Vielen ist heute ausschließlich der tunesische Grundstich bekannt und es ist eine verbreitete Meinung, er eigne sich nur für Topflappen, Taschen, Gürtel und Tischsets, weil er recht fest ist. Dies lässt sich jedoch leicht mit 1–2 zusätzlichen Luftmaschen (siehe z. B. Decke, S. 24, Dreiecktuch, S. 18) oder Umschlägen (siehe Sommer-Möbiusschal, S. 10) verändern. In diesem Buch zeige ich Ihnen, wie luftig-leicht tunesisch gehäkelte Modelle sein können. Lace-, Loch- und Gittermuster sind also auch beim tunesischen Häkeln möglich und ergeben wundervoll leichte und auch sommerliche Modelle. Sie finden außerdem einen Stich und Stichvarianten, die eine ebenso ansehnliche Rück- wie Vorderseite ergeben.

Tunesisch gehäkelte Stücke sind oft nur wenig elastisch und relativ fest. Häufig ist es ratsam, die auf der Garnbanderole angegebene Nadelstärke um 0,5–2,0 mm größer zu wählen (je nach Modell und eigener „Häkel-Handschrift“). Um die richtige Garn- und Nadelstärke für das gewünschte Modell zu wählen, sollte stets eine Maschenprobe angefertigt werden: Mindestens ein 12 x 12 cm großes Stück im angegebenen Stich/Muster häkeln, dann zählen: Wie viele Maschen in der Breite, wie viele Reihen in der Höhe ergeben 10 x 10 cm.

Tunesische Häkelnadeln

Tunesische Häkelnadeln gibt es in verschiedenen Ausführungen: mit einem oder mit zwei Haken (an jedem Ende einen).

Wer nur in Reihen häkeln möchte, kommt mit einer Nadel mit einem Haken aus, braucht jedoch eine Nadellänge, die mindestens ein Drittel des zu arbeitenden Stückes beträgt. Für schwere oder sehr große, lange Arbeitsstücke kann eine flexible Nadel mit Seil oder Schlauch erforderlich sein.

Wenn in Runden gearbeitet wird, ist eine Nadel mit zwei gleich starken Haken an jedem Ende nötig. Hier kann auch eine kurze Nadel zum Einsatz kommen, da das Arbeitsstück gewendet wird (je kürzer die Nadel, desto häufiger wird gewendet, aber umso weniger Gewicht ist auf der Nadel). Wer beide Möglichkeiten mit möglichst wenigen Nadeln nutzen möchte, ist mit langen Doppelnadeln oder einem Seilsystem gut bedient.

Die Technik

Eine vollständige Reihe oder Runde entsteht immer in zwei Arbeitsschritten. Der 1. Schritt ist das Aufnehmen (immer von rechts nach links): Es werden Schlingen aus den Maschen der Luftmaschenkette bzw. der Vorreihe/-runde aufgenommen und auf der Nadel „gesammelt“. Beim 2. Schritt, dem Abmaschen (immer von links nach rechts), werden die Schlingen abgemascht, die Nadel „geleert“, bis nur noch 1 Schlinge auf der Nadel ist (beim Rundhäkeln besser 3–4 Schlingen). Auf diese Weise entstehen Maschen, in denen das Garn sowohl senkrecht (durch den 1. Arbeitsschritt) als auch waagerecht (durch den 2. Arbeitsschritt) verarbeitet ist. Ergebnis ist ein recht dickes, festes, aber flexibles Maschenwerk. Dabei gilt stets, besonders beim Abmaschen, weder zu fest noch zu locker zu arbeiten.

Die Arbeit in Reihen wird auf Seite 42/43, die Arbeit in Runden auf den Seiten 43–45 beschrieben.

Garnauswahl und Pflege

Nicht jedes Garn sieht mit jedem Stich gut aus (für die Stiche siehe S. 4/5). Wählen Sie ein Garn, das genau den von Ihnen bevorzugten Stich gut herausbringt, oder suchen Sie sich den Stich, der das von Ihnen favorisierte Garn gut „unterstützt“. Häufig hilft es hier, verschiedene Nadelstärken auszuprobieren. Rollt sich das Arbeitsstück gleich von Anfang an ein, ist das meist ein Zeichen für eine zu kleine Nadel für das verwendete Garn. Natürlich kann leichtes Einrollen auch „gewollt“ aussehen – es ist Geschmackssache. Das mehr oder weniger starke Einrollen, besonders der Ränder, ist meist nach leichtem Dämpfen (von links mit max. Stufe 2) oder Waschen in höchstens lauwarmem Wasser mit etwas Wollwaschmittel behoben (kommt dann aber auch nicht wieder). Lassen Sie Modelle, in denen mehrere verschiedene Farben oder Hell-Dunkel-Kontraste verarbeitet sind, nicht lange im Wasser liegen: Beim ersten Waschen können überschüssige Farbpigmente austreten.

Die Stiche im Überblick

Die diversen Stiche bzw. Muster entstehen dadurch, dass die Nadel immer unterschiedlich in die Vorreihe/-runde zum Schlingenaufnehmen eingestochen wird. Als Variante können bei den verschiedenen Stichen nach dem Holen einer Schlinge noch eine oder sogar zwei Luftmaschen gearbeitet werden. Das Aufnehmen (Einstechen und Schlingenholen) ist für das Arbeiten in Reihen und Runden gleich.

Bis auf den breiten Rippenstich wird das Abmaschen bei den restlichen vier in diesem Buch vorgestellten Stichen immer auf die gleiche Art und Weise ausgeführt, siehe Seite 42