Von Kaffee, Büchern und mehr - Heidi Stadler - E-Book

Von Kaffee, Büchern und mehr E-Book

Heidi Stadler

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Beschreibung

Manchmal kommt man zu Punkten im Leben, an denen Veränderungen notwendig sind. Aber nicht nur Veränderungen, sondern auch ein Innehalten und ein Zurückschauen auf die Vergangenheit und die eigene Lebensgeschichte. Denn nur so kann man gestärkt die eigene Zukunft angehen.

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Inhaltsverzeichnis

Das Café

Von dicken und dünnen Fäden

Von Kaffee, Büchern und mehr

Das Café

Katharina Baumgärtner betrat mit einem lauten und fröhlichen „Grüß Gott“ den örtlichen Edeka-Laden, um wie jeden Montag ihren Einkauf zu erledigen. Momentan war ihr Café zwar noch nicht so gut besucht, dennoch wollte sie ihren Gästen immer frische und besondere Kuchen sowie Torten bieten können.

Ihr Café – wie sich das anhörte! Noch bis vor kurzem war es für sie ein Wunschtraum gewesen, ein eigenes Café zu führen und die Gäste mit ihren hausgemachten Leckereien verwöhnen zu können. Denn bis vor gar nicht so langer Zeit war Katharina als Konditorin in einem Café in der nächstgrößeren Stadt angestellt gewesen. Und dann hatte sie ziemlich überraschend von einem entfernt verwandten Onkel ein Grundstück geerbt. Eigentlich war es ja der Onkel ihres Vaters gewesen, der sie da testamentarisch bedachte. Das war insofern erstaunlich gewesen, da ihre Familie zu diesem Onkel wenig Kontakt vor seinem Tod zu ihm gehabt hatte. Und der wenige Kontakt war sehr schlecht gewesen. Der Onkel ihres Vaters war ein alleinstehender, älterer Herr gewesen, der auf Katharina sehr unzufrieden gewirkt hatte. Innerhalb der Verwandtschaft hieß es über ihn, er hätte am liebsten ganz allein seine Eltern beerbt. Nur war da noch sein Bruder, also Katharinas Großvater, sodass sein Wunsch nicht in Erfüllung ging. Trafen sich die Brüder nach dem Tod der Eltern einmal, musste sich Katharinas Großvater immer wieder beißende Bemerkungen anhören. Großvater stellte damals immer wieder auf Durchzug, denn er wollte sich nicht von seinem Bruder zu einem Streit provozieren lassen. Nach dem Tod ihres Großvaters war der Kontakt noch schlechter und seltener geworden. Hin und wieder telefonierte ihr Vater mit ihm, aber dabei war es geblieben.

Umso verwunderlicher war es gewesen, als Katharina einen Brief des Nachlassgerichts bekommen hatte und bei der Testamentseröffnung erfuhr, dass ihr Onkel sie in ihrem letzten Willen mit einem Grundstück bedacht hatte. Im ersten Moment wusste Katharina nicht so recht, was sie mit dem Grundstück anfangen sollte, sodass sie ernsthaft überlegte, es zu verkaufen. Doch als sie in einem Telefonat mit ihrer besten Freundin Betty dieser von der Erbschaft erzählte, kam ihr alter Traum von einem eigenen Café wieder zum Vorschein. Anfangs war Katharina noch von Zweifeln geplagt, doch Betty machte ihr Mut. „Wenn das jemand schafft, dann du!“, redete sie Katharina gut zu. Immerhin hatten sie beide zusammen bereits erfolgreich das Kuchenbuffet für eine Hochzeitsgesellschaft im nahen Bekanntenkreis organisiert. Und dabei bewies insbesondere Katharina Organisationstalent und große Kreativität, was ihr Betty neidlos bestätigte. Dafür war sie von ihnen beiden die hübschere, wie Betty augenzwinkernd betonte.

Also hatte sich Katharina nach ihrer eigentlichen Hauptarbeit immer wieder abends auf den Hosenboden gesetzt und ein Konzept für ein Café ausgearbeitet, so wie sie sich es vorstellte und haben wollte. Und auch wenn immer wieder Zweifel und Ängste dahingehend hochkamen, ob sie es schaffen würde das Café erfolgreich zu führen, so stieg mit der Zeit immer mehr die Vorfreude, in den eigenen vier Wänden schalten und walten zu können sowie ihr eigener Herr zu sein.

Nachdem sie ihr Konzept erfolgreich ausgearbeitet hatte, standen die Behördengänge mitsamt den bürokratischen Antragsverfahren an. Während der Eröffnung ihres Cafés keine Gründe entgegen standen, so waren die Vertreter der zuständigen Baubehörde ob ihres Bauantrages sehr skeptisch. So etwas hatte es ja noch nie bei ihnen gegeben! Ob dadurch nicht das Ortsbild leiden würde? So oder so ähnlich lauteten die Einwände gegen ihren Bauantrag. Dennoch ließen sich die Baubehörden, wenn auch nicht ganz begeistert, auf eine Genehmigung ein. Der Grund für diese ihre Bedenken war die ungewöhnliche Hausform, die Katharina für ihr Café sowie ihr gleich daneben stehendes Wohnhaus gewählt hatte: ein Tiny House, also eine Art Minihaus. Auch wenn das Haus für ihr Café nicht so groß war wie ein normales, fanden dennoch einige Gäste darin Platz und auch im Garten konnten sie sich, vor allem jetzt in der schönen Jahreszeit, Kaffee und Kuchen schmecken lassen.

Und eines Tages konnte Katharina endlich ihr Café eröffnen. Neben ihrer Familie waren natürlich auch ihre beste Freundin Betty sowie der Bürgermeister des Ortes, der Pfarrer und einige neugierige Bürger da. Katharina startete euphorisch in ihr Dasein als Cafébetreiberin und da der Pressevertreter der Tageszeitung ausführlich mittels größerem Artikel und Fotos über die Eröffnung ihres Cafés berichtete, hoffte sie auf einen guten Beginn mit vielen Gästen. Doch leider verliefen sich bisher nur wenige Gäste in ihr Café. Dennoch wollte Katharina nicht gleich die Flinte ins Korn schmeißen und bot neben den Klassikern, wie Schwarzwälder Kirsch und Donauwelle, auch neue Spezialitäten an. So war sie immer wieder auf der Suche nach neuen Rezepten für Kuchen und Torten. Und auch ihr Kaffee- und Teesortiment verbesserte sie ständig.

An diesem Tag hingegen wollte sich Katharina mit einigen Zutaten für die zu backenden Kuchen und Torten im Edeka eindecken. Und so standen unter anderem Mehl, Zucker und Backpulver auf dem Einkaufszettel. Eier und Milch wollte sie im Anschluss direkt beim Bauern nebenan einkaufen. Katharina ging durch den Edeka und suchte sich in den entsprechenden Regalen die Zutaten für ihre Leckereien heraus.

Obwohl sie gerade mit dem Vergleich zweier Mehlsorten beschäftigt war, hörte sie dennoch vom anderen Ende des Ganges eine Männerstimme ziemlich laut und deutlich sagen: „Schauts hin! Des ist doch die verrückte Kuh mit ihren kloana Hundehüttn! Wer sich eba in so a Café setzt? Da kriagst ja Platzangst!“.

Das saß. Katharina musste schlucken. Der offen geäußerte Gegenwind löste Wut in ihr aus, sie spürte diese in ihrem Bauch. Offensichtlich stieß die ungewöhnliche Hausform ihres Cafés bei vielen auf Unverständnis, es war scheinbar einigen Mitmenschen zu ungewöhnlich. Eigentlich wollte Katharina, ähnlich wie ihr Großvater, auf Durchzug stellen und dem Sprecher keine weitere Aufmerksamkeit schenken. Interessanterweise hörte sie da aber plötzlich eine andere Männerstimme dem ersten Sprecher entgegnen: „Grüß Gott, die Herrschaften! Wie heißt es doch so schön: Platz ist in der kleinsten Hütte! Zudem sind solche kleinen Gebäude energieschonender als manches normal große Haus, welches letztlich zur Hälfte leer steht. Ich werde Frau Baumgärtner demnächst einen Besuch abstatten und würde mich freuen, Sie alle auch dort zu sehen. Und nun: Auf Wiedersehen, die Herrschaften!“

Der Pfarrer, um niemand anders handelte es sich bei dem Sprecher, wandte sich von dieser Personengruppe ab, um weiter einzukaufen. Während Katharina ihm verblüfft hinter hersah, steckten die übrigen Einkäufer und Einkäuferinnen ihre Köpfe zusammen und tuschelten weiter.

Katharina brauchte einen Moment, um sich wieder ihrem Einkauf zu wenden zu können. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet, dass ausgerechnet Pfarrer Maier (so sein Name) für sie Partei ergriff und den Leuten entgegentrat, die wenig begeistert von ihrem Café und ihren beiden Häusern waren. Eigentlich hatte sie ihn, einen Herrn so um die 60 Jahre alt, auch für recht konservativ gehalten. Um so mehr zog Katharina nun die Stirne kraus, während sie weiter nachdachte. Denn ihr Grundstück lag genau neben dem Grundstück, auf dem das Pfarrheim stand. Und vor gar nicht allzu langer Zeit hatte Pfarrer Maier ihr als Nachbar schon freundlich zugewunken und sie gegrüßt. Irgendwie hatte sie damals den Eindruck gehabt, als wollte er sich mit ihr länger unterhalten. Da sie aber nicht sehr gläubig war, hatte sie ihn nur ziemlich kurz und bündig zurück gegrüßt und war in ihr Haus zurückgegangen. Das tat ihr angesichts der gerade beobachteten Situation leid. Vielleicht ergab sich dennoch einmal die Möglichkeit, dies wieder gerade zu rücken. Katharina kaufte weiter ein, bezahlte an der Kasse und ging weiter zum Bauern nebenan, um dort noch ihre Eier- und Milchbestellung abzuholen.

In den nächsten Tagen und Wochen stellten sich langsam etwas mehr Gäste bei Katharina ein. Aber dennoch blieb aus ihrer Sicht noch Luft nach oben. Und so überlegte sie immer wieder, wie sie das ändern könnte. Ihre Flyer lagen schon an verschiedenen Stellen aus. Anzeigen in der örtlichen Tages- und Wochenzeitung waren eine weitere Möglichkeit. Positive Mundpropaganda hingegen war ihr sympathischer, denn begeisterte Gäste warben eindeutig besser neue Kunden als Papier.

Auch an diesem Tag überlegte Katharina wieder, welche weiteren Werbungsmaßnahmen sie noch nutzen könnte. Während sie so vor sich hin überlegte, ging die Tür des Cafés auf und herein kam Pfarrer Maier.

„Grüß Gott, Frau Baumgärtner!“

„Grüß Gott, Herr Pfarrer Maier!“

Katharina kam hinter der Theke hervor. Etwas betreten, denn ihr fiel in diesem Moment wieder die Situation im Edeka ein und leider hatte sich seitdem noch keine Gelegenheit für sie ergeben, mit Pfarrer Maier zu sprechen.

„Schön gemütlich haben Sie es hier!“, meinte er, als er näher kam. „Wo darf ich mich setzen?“

„Wie wäre es mit diesem Platz?“, schlug ihm Katharina vor und lotste ihn an einen Tisch direkt am Fenster. „Von hier aus haben Sie einen schönen Blick auf den Garten.“

„Das stimmt!“, meinte Pfarrer Maier begeistert und setze sich an den von Katharina vorgeschlagenen Tisch. „Die Blumen gedeihen sehr prächtig und geben ein schönes Bild ab.“

„Nicht wahr?“, sagte Katharina stolz und fragte dann: „Was darf ich Ihnen bringen?“

„Ein Kännchen Kaffee. Und da mir Ihre Donauwelle schon angepriesen wurde, hätte ich gerne ein Stück davon.“

„Gerne.“, antwortete Katharina und verschwand hinter der Theke, um das Gewünschte vorzubereiten.

Während sie den Kaffee in das Kännchen füllte, merkte Katharina, wie ihre Anspannung nachließ und sie ruhiger wurde. Dann legte sie noch ein Stück der Donauwelle auf einen Teller, brachte diese zusammen mit dem Kaffee an den Tisch und stellte beides vor Pfarrer Maier ab.

„Bitte schön. Lassen Sie es sich schmecken.“, meinte sie freundlich.

Pfarrer Maier hatte in der Zwischenzeit vom Fenster aus den Garten betrachtet und wandte sich nun wieder ihr zu.

„Danke schön. Das sieht sehr lecker aus.“, antwortete er. „Haben Sie etwas Zeit und leisten mir Gesellschaft?“

„Ja, gerne. Momentan ist es eh ruhig.“, sagte Katharina und setzte sich zu ihm. „Übrigens hatte ich bisher noch keine Gelegenheit, mich bei Ihnen zu bedanken für Ihre positiven Worte im Edeka für mich. Das finde ich insbesondere schade, da ich mich im Vorfeld einmal sehr kurz angebunden Ihnen gegenüber verhalten habe.“

Pfarrer Maier winkte ab: „Machen Sie sich keinen Kopf! Auch das gehört im weitesten Sinne zu meinen Aufgaben.“

Dann probierte er Kaffee und Kuchen und sagte lobend: „Mmmh! Wirklich sehr lecker!“

„Danke schön!“

Nach einem weiteren Bissen, begann Pfarrer Maier wieder zu sprechen: „Weswegen ich eigentlich gekommen bin, ist folgendes. In unserer Pfarrgemeinde gibt es auch einen Seniorentreff, bei dem sich einmal in der Woche rüstige Senioren aus dem Ort treffen, um zum Beispiel zu singen oder zu basteln, um Vorträge zu hören oder ähnliches. Bisher traf sich die Gruppe immer in unserem Pfarrheim. Doch leider haben sich dort in letzter Zeit Schimmelflecken gebildet, sodass sich unsere Senioren dort nicht mehr treffen können. Nun überlege ich, wo sich die Gruppe sonst treffen könnte und da fielen Sie mir ein. Was halten Sie davon?“

Katharina schmunzelte kurz. Noch bevor Pfarrer Maier eben zu ihr kam, hatte sie fieberhaft nachgedacht, wie mehr Gäste in ihr Café kommen könnten. Und nun präsentierte er ihr eine gute Möglichkeit.

Kurz überlegte sie und meinte dann: „Ja. Wieso nicht?“

„Das freut mich!“, antwortete Pfarrer Maier begeistert. „Wirklich, ich freue mich sehr darüber. Denn es wäre schade, wenn unser Seniorentreff für die Zeit der Renovierung ausfallen müsste.“

Er machte eine kurze Pause und nahm einen Schluck Kaffee. Währenddessen fragte Katharina: „Wie läuft denn der Seniorentreff ab? Wie viele Personen kommen dazu? Gibt es auch einen Leiter, der den Treff organisiert und moderiert?“

Pfarrer Maier setze seine Tasse ab und begann zu erzählen: „Unsere Senioren treffen sich jeweils am Mittwoch um 14:30 Uhr und die Gruppenleiterin ist Frau Heinz. Sie bereitet immer wieder ein interessantes Angebot vor, mit verschiedensten Themen und Anregungen. Meist kommen zu den wöchentlichen Treffen etwa fünf bis zehn Personen. Die Treffen dauern etwa zwei Stunden, manchmal überziehen die Damen aber auch.“

„Ach, kommen wohl nur Damen?“, fragte Katharina.

„Nicht nur. Manches Mal kommen auch Herren, aber diese sind meist in der Minderheit.“, erklärte Pfarrer Maier. „Häufig bin ich auch dabei, aber leider passt es bei mir nicht immer.“

„Okay. Dann kann ich mir darunter etwas vorstellen.“, antwortete Katharina.

Pfarrer Maier nickte. Einen Moment blickte er nach draußen, um dann wieder zu Katharina zu blicken: „Ich persönlich bin auch noch nicht so lange hier in der Pfarrei. Und unsere Dorfbewohner sind sehr traditionsbewusst. Will heißen: nicht immer offen für neue Dinge. Das musste ich auch schon mehrmals feststellen. Und so kann ich mir vorstellen, dass die Situation für Sie auch nicht so einfach ist.“

Katharina seufzte: „Ja, das stimmt, da haben Sie Recht. Es ist wirklich nicht so leicht. Zum einen der Wechsel von meinem bisherigen Angestellten-Dasein nun zur Selbstständigkeit. Und zum anderen auch hier als Neuling mit neuen Ideen an- sowie reinzukommen, ist auch nicht ganz so leicht, wie ich es mir dachte.“

Ihr Gegenüber nickte: „Das kann ich mir gut vorstellen. Inwieweit haben Sie denn schon persönlichen Anschluss gefunden oder Kontakte knüpfen können?“

„Schwierig.“, sagte Katharina. „Denn ein Großteil meiner Zeit geht für das Café und zur Erholung drauf. Und meine Interessen sind mit Extremsportarten eben auch nicht die typischen, sodass ich da wenig Anknüpfungspunkte an Gleichaltrige habe.“

Pfarrer Maier schmunzelte, denn er wusste selbst auch sehr gut, dass ihr Dorf eine Art des Kulturlebens bot, welches nicht sehr vielfältig war. „Geben Sie sich und uns Zeit. Manches geht nicht von heute auf morgen. So wie auch ihr Onkel Zeit brauchte, um sich indirekt mit Ihrer Familie auszusöhnen.“, sagte Pfarrer Maier.

Katharina horchte auf und sah ihn interessiert an: „Hat er mit Ihnen wohl darüber gesprochen?“

Pfarrer Maier wiegte seinen Kopf: „Nicht direkt. Als wir uns das letzte Mal vor seinem Tod begegnet sind, machte er nur ein paar recht allgemein gehaltene Bemerkungen, so als wäre ihm erst in letzter Zeit bewusst geworden, wie wichtig soziale Beziehungen sind und dass diese nicht von materiellen Dingen aufgewogen werden können. Als ich nachhakte, wollte er nicht mehr dazu sagen. Aber jetzt, im Nachhinein, vermute ich, dass es mit seiner und Ihrer Familie zu tun haben müsste.“

Erstaunt sah Katharina ihn an. Sollte ihr Großonkel tatsächlich seine Meinung geändert haben und ihm, so kurz vor Ende seiner Lebenszeit, andere Dinge wichtiger geworden sein? Wer weiß …

„Wie auch immer. Wir verbleiben jedenfalls, wie wir es besprochen haben, Frau Baumgärtner. Und wenn noch etwas zu klären ist, dann werden wir das sicherlich auch hinbekommen.“, sagte Pfarrer Maier und stand auf.

Auch Katharina stand auf und begleitete ihn zur Tür. Dort verabschiedeten sich die beiden mit Handschlag voneinander. Katharina sah dem Pfarrer noch kurz nach, als er durch den Garten ging. Dann machte sie einen Luftsprung – es sah so aus, als würde sie in nächster Zeit mehr Gäste bekommen. Und mit etwas Mundpropaganda würden es sicherlich noch mehr werden.

Katharina sah immer wieder nervös zur Tür und durch die Fenster in den Garten hinaus. Es war wieder einmal Mittwoch und alle Teilnehmenden des Seniorentreffs hatten sich bei ihr eingefunden. Nur wer bisher noch nicht da war, war Frau Heinz. Eigentlich sollte sie auch dieses Mal den Seniorentreff leiten.

Plötzlich ging die Tür des Cafés auf und Pfarrer Maier kam gehetzt herein: „Grüß Gott, die Herrschaften!“