Was ist hinter dem Gartenzaun? - Henrike Fehrs - E-Book

Was ist hinter dem Gartenzaun? E-Book

Henrike Fehrs

0,0

Beschreibung

Die kleine Blume möchte gerne wissen, was auf der anderen Seite des Gartenzaunes ist, aber keine der anderen Blumen kann ihr helfen. So begibt sich die kleine Blume eines Nachts auf eine abenteuerliche Reise - hinter den Zaun.Eine Geschichte von Fernweh, Heimweh und neuen Freunden.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 17

Veröffentlichungsjahr: 2019

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Es war einmal eine kleine Blume. Die lebte in einem blühenden,

dicht bewachsenen Garten, der von einem sehr hohen Zaun umgeben war.

So kam er jedenfalls der kleinen Blume vor.

Die kleine Blume stand schon ihr ganzes Leben in diesem Garten.

Und es gab für sie nie einen Grund unglücklich zu sein. Aber ab und zu überkam sie ein

merkwürdiges Gefühl. Immer dann, wenn früh morgens die Sonne aufging und die Vögel,

die hoch über ihr in den Baumwipfeln nisteten, ausflogen. Oder wenn am Abend die Bienen, die den Tag über ihren Nektar genascht hatten, nach Hause summten.

Die kleine Blume wusste lange nichts mit diesem komischen Gefühl anzufangen. Doch eines Tages, als sie eine kleine Schnecke dabei beobachtete, wie sie langsam über den Gartenzaun kroch, da wurde der Blume klar, dass sie gar nicht wusste, wohin all die Tiere gingen, wenn sie den Garten verließen.

„Was ist hinter dem Gartenzaun?“, fragte die kleine Blume drei Stiefmütterchen, die neben ihr standen und gerade dabei waren, über die purpurnen Rosen zu tratschen. Die Stiefmütterchen unterbrachen irritiert ihr Gespräch und schauten die kleine Blume ratlos an.

„Das wissen wir nicht“, sagte eines der Stiefmütterchen schließlich, „wir sind doch schon unser ganzes Leben hier.“

„Warum willst du das überhaupt wissen?“, mischte sich das zweite Stiefmütterchen ein. „Es ist doch so schön hier im Garten.“

Die kleine Blume senkte verlegen den Kopf. „Ich weiß nicht“, sagte sie, „es ist nur so ein

komisches Gefühl.“

„Na, dann frag doch die Sonnenblume“, sagte das älteste der Stiefmütterchen nach einigem Überlegen. „Sie trägt ihre Nase so hoch, sie kann bestimmt über den Zaun gucken.“

Die beiden anderen Stiefmütterchen kicherten und nickten eifrig und wendeten sich dann

wieder dem Getratsche über die Rosen zu.

Die kleine Blume bedankte sich für die gute Idee und wandte sich an die Sonnenblume.

Die Sonnenblume stand am Rande des Gartens. Sie war riesig im Vergleich zu der kleinen

Blume und trug ihr strahlendes, gelbes