Weil du ein starker und wundervoller Junge bist - Bea Kors - E-Book

Weil du ein starker und wundervoller Junge bist E-Book

Bea Kors

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Beschreibung

Weil du ein starker und wundervoller Junge bist – Geschichten, die Mut machen und Selbstvertrauen stärken. Manchmal fühlen sich Jungen unsicher, wütend oder überfordert. Manchmal glauben sie, sie müssten stärker, schneller oder besser sein. Doch dieses Buch zeigt: Jeder Junge ist einzigartig – und stärker, als er denkt. In kindgerechten Geschichten erleben Jungen von 6 bis 12 Jahren, wie andere Jungen mit Mut, Freundschaft, Streit, Träumen, Wut und Überforderung umgehen. Sie entdecken: Mut heißt, es trotz Angst zu versuchen. Niemand muss alles allein schaffen. Pausen gehören genauso dazu wie Aufgaben. Freundschaft und Hilfsbereitschaft machen stark. Jede Geschichte endet mit: einer Affirmation – eine stärkende Botschaft für den Alltag einer Mitmachidee – zum Ausprobieren, Reflektieren und Starkwerden Ein Vorlesebuch und Selbstlesebuch, das Jungen begleitet, stärkt und ihnen zeigt: „Ich bin stark und wundervoll – genau so, wie ich bin.“ Ideal zum Vorlesen, Selberlesen und Verschenken – für Zuhause, die Schule oder als Geschenk für Jungs, die Mut, Vertrauen und Selbstbewusstsein brauchen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Bea Kors

Weil du ein starker und wundervoller Junge bist

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Finns erster Vortrag

Emil und der Rucksack voller Steine

Paul und der Vulkan in seinem Bauch

Der Klettergarten

Theo und die Note

Ben und der leere Platz

Anton öffnet sich

Henrys innere Welt

Max und das leise Gewitter

Zum Schluss – nur für dich

Meine Seite – nur für mich

Einleitung

Hallo du wundervoller Junge,dieses Buch ist für dich.

Für dich, der manchmal zweifelt.Für dich, der oft denkt, er müsste stärker, schneller oder perfekter sein.Für dich, der vielleicht nicht immer weiß, wie mutig er wirklich ist.

Du findest hier Geschichten von Jungen, die, Freundschaften schließen, mutig werden, Fehler machen, wütend sind, wachsen – genau wie du.Sie alle entdecken auf ihre ganz eigene Weise: Ich kann mehr, als ich glaube. Ich bin gut, so wie ich bin.

Vielleicht erkennst du dich in einer der Geschichten wieder.Vielleicht findest du neue Gedanken, die dich begleiten.Vielleicht fühlst du dich beim Lesen einfach nur verstanden.

Egal, wie du dieses Buch liest – in deinem Tempo, mit deinem Herzen:Es gehört dir.

Denn du bist ein Junge, der mehr kann, als er glaubt.Und ich glaube ganz fest an dich.

Finns erster Vortrag

Finn mochte es, wenn Geschichten vorgelesen wurden. Doch selbst vor anderen zu sprechen – das war etwas ganz anderes. Jedes Mal, wenn seine Lehrerin Frau Sommer sagte: „Wer möchte etwas vortragen?“, rutschte Finn tiefer auf seinem Stuhl. Seine Stimme war wie eingefroren, sobald mehr als zwei Augenpaare auf ihn schauten.

Eines Tages kündigte Frau Sommer an: „Nächste Woche gestaltet jede und jeder von euch einen kleinen Vortrag. Das kann ein Gedicht sein, oder eine kurze Geschichte – ganz egal. Es muss auch nicht lange sein, 5 Minuten reichen.“

Finns Herz machte einen Sprung. Es war kein freudiger. Eher so, als hätte jemand ein schweres Buch auf sein Herz fallen lassen. Einen Vortrag? Vor der ganzen Klasse? Ich habe noch nie einen Vortrag gehalten. Das schaffe ich nie – unmöglich! dachte Finn verzweifelt.

Am Nachmittag besuchte Finn seine Oma und erzählte ihr von dem Vortrag. „Ich kann das nicht“, sagte er und starrte auf seinen Teller mit den Keksen.

Oma lächelte. „Weißt du, was ich mache, wenn ich etwas Schwieriges vor mir habe?“

„Was denn?“ fragte Finn neugierig.

„Ich nehme meinen Glücksstein in die Hand. Er erinnert mich daran, dass ich schon viele Dinge geschafft habe.“

Oma griff in ihre Tasche, kramte ein bisschen und holte einen roten, glitzernden Stein heraus. Sie legte ihn Finn in die Hand.

Finn staunte.

„Und der hat dir wirklich geholfen, Oma?“

„Ja“, nickte Oma. „Das ist mein Mutstein. Ich habe ihn von meiner Mutter bekommen und trage ihn immer bei mir.“

Dann stand sie auf, ging zum Regal und holte eine kleine Schachtel hervor.

„Mach sie mal auf“, sagte sie.

Finn klappte den Deckel hoch und riss die Augen auf. Darin lagen viele schöne Steine. Große und kleine, bunte und glitzernde. Er suchte sich einen glatten, runden Stein aus, der blau wie der Sommerhimmel war und funkelte, als ob kleine Sterne darin steckten.

„Der ist schön, Oma. Der gefällt mir!“

Oma lächelte. „Das ist dein Mutstein, Finn. Immer wenn dich der Mut verlässt, halte ihn fest in deiner Hand. Er soll dich daran erinnern, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben. Mut heißt, es trotzdem zu versuchen. „Und ich bin mir sicher, du schaffst das mit dem Vortrag – jetzt, wo du diesen wunderschönen Stein hast.“„Danke, Oma, du bist die Beste“, sagte Finn und umarmte sie. Dann steckte er den Stein in seine Hosentasche. Er fühlte sich warm an – obwohl er eigentlich kühl war. Nachdem er seine Kekse aufgegessen hatte, verabschiedete er sich von seiner Oma.

Noch am selben Tag, als Finn von seiner Oma nach Hause kam, übte er das Gedicht, das er vortragen wollte. Er hatte sich ein Gedicht mit kurzen Reimen ausgesucht. Immer wenn er stockte, nahm er den Mutstein in die Hand.

„Ich schaffe das“, flüsterte er. „Auch wenn meine Knie wackeln.“

Seine kleine Schwester Mia kicherte. „Du klingst wie ein Roboter.“

„Na toll“, murmelte Finn. Doch dann fiel ihm auf, dass er immerhin frei gesprochen hatte – vor Mia. Auch wenn es nur ein kurzer Vortrag war. Es hatte ihn gar nicht gestört, dass sie ihm zugehört hatte.

Am Abend ging Finn zu seiner Schwester ins Zimmer. „Wir schauen uns heute kein Bilderbuch gemeinsam an. Heute trage ich dir ein Gedicht vor – so wie ich es in der Klasse vortragen möchte.“

„Das von vorhin?“, fragte Mia neugierig.Finn nickte. „Ja. Und nun sei still, es geht los.“

Mia machte es sich in ihrem Bett gemütlich und schaute erwartungsvoll auf Finn. Seine Stimme wackelte am Anfang. Doch dann wurde sie klarer und sicherer, bis er das ganze Gedicht fertig gesprochen hatte.

Mia klatschte begeistert. In Finns Bauch hüpfte ein kleiner Funken Mut, und in seinem Herzen breitete sich Stolz aus. Wenn er es vor seiner Schwester geschafft hatte, das Gedicht vorzutragen, dann würde er es auch vor der Klasse schaffen. Da war er sich nun ganz sicher.

Dann war es so weit. Die Klasse saß in einem Halbkreis, und Frau Sommer stand vorne vor dem Lehrerpult. Jeder sollte nacheinander nach vorne treten und seinen Vortrag halten. Finns Hände schwitzten, sein Herz schlug ganz schnell. Er griff in seine Hosentasche und fühlte den Stein.

---ENDE DER LESEPROBE---