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Es herrschen Minusgerade und die Menschen verbringen lieber ihre Zeit zu Hause im warmen. Nicht so Herbert Rösner, der geht wie gewohnt seinem Job als Friedhofswärter nach. Doch an diesem Abend verändert sich alles. Unheimliche Dinge passieren, die Rösner das Leben kosten. Was passiert auf dem Friedhof? Leichen, den man das Blut aus gesaugt hat, tauchen plötzlich auf. Waren es Tiere? Oder etwa ganz andere Wesen? Eine schier unlösbare Aufgabe, für die beiden Kommissare Max und Robert. Die es sich zum Ziel gemacht haben, diesen Dingen auf den Grund zu gehen. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf Geheimnissen die besser unentdeckt geblieben wären. Wer steckt hinter allem und warum?
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Seitenzahl: 173
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Wer ewig lebt, lebt längerSeit einigen Tagen zeigte, das Thermometer immer wieder Minusgrade. Eine Besserung war laut Wetterbericht nicht in Sicht. Es war also klar, der große Wintereinbruch stand kurz bevor. Die zurzeit herrschende Kälte begann bereits, die Pflanzen mit einer leichten Reif Schicht zu überziehen. Auch die Dunkelheit, begann nun immer früher einzog zu halten. So war es bereits am frühen Nachmittag schon Stock dunkel. Das bekam der Friedhof am meisten zu spüren, blieben doch schon zu frühen Tageszeit eine Vielzahl der Besucher, lieber zu Hause als schnell noch ihre bereits verstorbenen Angehörigen, die letzte Ehre zu erweisen. Aber das war für diese Jahreszeit nichts Ungewöhnliches. Kurzerhand beschloss man daher, den Friedhof früher als gewöhnlich zu schließen. Was, dem Friedhofs personal nur recht war, da diese nun früher als sonst, ihre letzte Runde beginnen konnten. Wie an jedem anderen Tag verließ Herbert Rössner, das Pförtnerhaus um seine letzte Runde auf dem Friedhof zu beginnen. Nur das es heute eben etwas früher war als gewöhnlich. Herbert nahm seinem Schal vom Hacken und wickelte sich diesen um den Hals und streifte sich seine dicke Winterjacke über. Gedanken verloren nahm er seine Taschenlampe und warf ein letztes Mal einen sehnsuchtsvollen Blick, zu seinem angenehmen warmen Platz, an der Heizung. Aber Pflicht war nun mal Pflicht und dafür kam er schließlich etwas früher als für gewöhnlich nach Hause. Mit einem leichten Seufzer drückte er die Türklinge herunter und trat in die eisige Dunkelheit. Eigentlich liebte Herbert, der seit drei Jahren als Friedhofswärter seine Runden drehte, seinen Job keine schreienden Kinder, kein Straßenlärm, einfach nur die himmlische Ruhe, die von den Toten ausging. Doch heute, ja heute, kam ihm alles irgendwie fremd vor. Herberts Schritte knirschten auf dem bereits halb gefroren Friedhofsweg. Der Rasen links und rechts neben dem Weg war bereits mit einer leichten Eisschicht überzogen und bildete im Schein seiner Taschenlampe ein bizarres Bild. Es schien fast so, als ob die Kälte ihre eisige Hand über diesen, ach so Stillen Ort gelegt hatte. Ein plötzlich auftretender, bitterkalter Wind, ließ das herum liegende Laub gespenstisch durch die Luft wirbeln. Selbst das Gezwitscher der Vögel, welches sonst so eine beruhigende Wirkung auf ihn hatte, ließ ihn nun zusammen zucken. Herbert fröstelte. Obwohl er sich bestens auf dem Friedhof auskannte und er seine Runde nicht zum ersten Mal drehte, war es ihm nun unheimlich zumute. Die bissige Kälte kroch langsam wie eine Horde Armeinsen an seinen Beinen hoch und breitet sich über seinen ganzen Körper aus. Frierend, zog er sich den Kragen seiner Jacke höher und schloss den Reißverschluss bis zum Anschlag. Dennoch fror er. War es nur die Kälte oder das Gefühl irgendwer würde ihn verfolgen? Aber wer, außer ihm selbst, sollte sich hier schon aufhalten? Trotz der Taschenlampe, die er fest umklammert hielt, fühlte er sich auf seiner Runde immer unwohl er, irgendwas stimmte hier nicht. Selbst die Grabsteine wirkten, im Schein seiner Taschenlampe bedrohlich, fast schon angst einlösend. Das ständige Rauschen der Blätter ließ Herbert immer wieder zusammen zucken. Normalerweise liebte er dieses Geräusch, doch heute hatte er das Gefühl ein Angriff eines Schwarm wilder Vögel stand kurz bevor. Sorgenvoll blieb er stehen und schaute zum Himmel. Doch der Angriff der Vögel blieb aus. Erleichtert lehnte er sich gegen einen Baum und atmete ein paar Mal tief durch und sprach sich selbst Mut zu. „Jetzt komm schon es sind doch nur Blätter im Wind. Jetzt reiß dich zusammen.“ Um sich sicherer zu fühlen, begann er seine Taschenlampe abwechselnd nach rechts und links zu schwenken. Doch Herbert konnte nichts Außergewöhnliches feststellen. Er war allein. Erleichtertet, führte er seinen Rundgang fort. Doch die Dunkelheit, die immer mehr zu nahm, griff mit eiserner Hand nach ihm und zog ihn immer tiefer mit sich. Herbert wurde es immer unwohl er, jedes ach so leise rascheln ließ ihn aufschrecken. Mit eiligen Schritten bog er vom Hauptweg, in einem kleineren Nebenweg, ab. Eine kleine Abkürzung, die er hin und wieder gerne benutzte. Nur diesmal kam ihm diese Idee, nicht so gut vor. Wurde er doch das Gefühl nicht los, dass er verfolgt wurde. Immer drängender wurden seine Schritte, Richtung Ausgang. Nur noch ein paar Meter, dann war es geschafft. Doch in dieser Dunkelheit kamen ihm selbst die paar Meter endlos vor. „Hatte er sich vielleicht verlaufen, war er eventuell im Kreis gelaufen? Irgendwo musste e doch der Ausgang sein.“ Verzweifelt bog Herbert nach links ab. Die Familiengräber, die sich dort befanden, kamen Herbert im Schein seiner Taschenlampe wie steinerne Riesen vor. Er beschleunigte seinen Schritt, doch plötzlich wie aus heiterem Himmel, spürte er etwas an seinem Knöchel. Irgendwas griff nach ihm. Augenblicklich rutschte ihm die Taschenlampe aus der Hand und viel zu Boden. Voller Panik versuchte er sich mit seinem Fuß abzustoßen, um sich loszureißen. Doch der Griff um seinen Knöchel wurde immer fester. Verzweifelt umklammerte er mit beiden Händen sein Bein. Er zog und zerrte wie wild um seinen Knöchel wieder frei zu bekommen. Doch es nützte nichts. Langsam wurde er zu Boden gezogen. Vergebens ruderte Herbert mit seinen Armen, um sein Gleichgewicht zu halten. Vergebens, er konnte sich nicht mehr halten. Schmerzhaft landete er auf den frostigen Friedhofsweg. Endlich ließ der eisige Griff von seinem Knöchel ab. Hastig krabbelte Herbert, auf der Suche nach seiner Taschenlampe, auf allen vieren den frostigen Weg entlang. Seine Hände und Knien schmerzten und froren auf dem kalten Boden. Erschöpft ließ er sich auf den Hosenboden fallen. „Wo war bloß seine Taschenlampe?“ Herbert kniff die Augen zusammen und versuchte sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Suchend blickte er sich um. Er entdeckte seine Taschenlampe eine Armlänge vor sich. Unter Mühen streckte er seinen Arm aus. Mit steif gefrorene Fingern bekam er diese zu fassen. Erleichtert stellte er fest, dass diese noch funktioniert. Ein eiskalter Schauer durch fuhr ihn, als der Schein seiner Taschenlampe, auf ein gerade frisch ausgehobenes Grab viel. Nur schemenhaft nahm Herbert wahr, wie sich etwas aus diesem Grab, wie in Zeitlupe, erhob. Herbert hatte keine Ahnung um was es sich hierbei handeln konnte. Es war wie ein Schatten, eines ihm unbekannten Wesens. Star vor Scheck blieb er regungslos auf dem Weg sitzen. Er beobachtet, wie der Schatten drohte immer Größer zu werden. Voller Panik versuchte er sich aufzurichten, doch seine Beine versagten ihm den Dienst. Er taumelte und kam erneut unliebsam auf dem kalten Boden auf. Doch diesmal ließ er seine Taschenlampe nicht los, sondern heilt diese fest umklammert in seiner rechten Hand. Auf allen vieren kroch Herbert einfach drauf los, ohne eine Ahnung zu haben, wohin nur weg von dem unheimlichen Schatten. Doch plötzlich stieß er gegen einen ihm im Weg stehenden Gegenstand. Irgendein Hindernis versperrte ihm den Rückzug. Schweiß gebadet ließ er sich auf seine Knie sinken und hielt seine Taschenlampe auf den Gegenstand gerichtet. Herbert kniff die Augen zusammen. Er konnte den schwachen Umriss einer Schubkarre erkennen. Diese hatte man wohl einfach vergessen. Unter Mühen schaffte es Herbert sich endlich wieder auf die Beine zu stellen. Ängstlich drehte er sich um und warf einen Blick in Richtung des Unbekannten. Doch seine Hand, mit der er die Taschenlampe fest hielt, zitterte so heftig, dass er einfach nichts erkennen konnte. Suchend ließ er den Schein seiner Taschenlampe hin und her wandern. Zunächst konnte er nichts Ungewöhnliches ausmachen. Als er ein Rascheln war, nahm. Schnell richtete er den Schein seiner Taschenlampe in dessen Richtung. Erschrocken taumelte er nach hinten, die scharfe Kante der Schubkarre, schnitt so heftig in sein Bein, das er vor Schmerzen zusammen zuckte. Fluchend drückt er eine Hand auf die schmerzende Stelle an seinem Bein. Er bemerkte, dass er sich die Hose an der scharfen Kante der Schubkarre zerrissen haben musste. Herbert versuchte sein Bein so zu drehen, das er im Schein seiner Taschenlampe etwas sehen konnte. Doch er bekam nur einen stechenden Schmerz, den die Wunde verursachte zu spüren. Langsam Blickte er auf. Erschrocken stellte er fest das, das Wesen immer größer wurde. Es begann schier zu wachsen. Voller Angst überlegt Herbert, in welche Richtung er fliehen konnte. Er richte seine Taschenlampe abwechseln nach rechts und links, aber er konnte sich einfach nicht entscheiden. Hauptsache er lief nicht wieder gegen die Schubkarre. Endlich entschied er nach rechts auszuweichen, doch seine Beine verweigerten seinen Dienst. Sie zittern und waren wie fest gefroren. Er war unfähig sich auch nur einen Millimeter von der Stelle zu bewegen. Herbert versuchte sich zusammen zu reisen, um endlich loszulaufen, aber er konnte nur wie erstarrt da stehen. Der Schatten, hatte sich bereits vollständig aus dem Grab erhoben und schien schwere los, wie eine Feder über den Rasen zu schweben. Herbert hob, wie von einer unsichtbaren Schnur gezogen seine Hand in der er die Taschenlampe fest hielt. Mit offenem Mund schaute er fasziniert zu, wie das Wesen gespenstisch über den Rasen zu tanzen begann. Herberts Mund formte sich zu einem leichten lächeln. Plötzlich schien das Wesen ihn nicht mehr zu erschrecken, vielmehr fühlte er sich zu ihm hingezogen. Was es auch immer war, strahlte etwas Ungewöhnliches beruhigendes, auf Herbert aus. Es musste etwas Überirdisches sein. Etwas was nicht von dieser Welt kommen konnte, mächtiger als alles was Herbert bisher gesehen oder erlebt hatte. Ein unerklärlicher Drang, das Wesen zu berühren keimte in ihm auf. Wie von einer unsichtbaren Hand gezogen, schritt Herbert, mit aus gestreckten Armen, auf den nun ruhig vor sich hin schwebenden Schatten, zu. Langsam glitt ihm die Taschenlampe aus der Hand. Eine unheimliche Dunkelheit umhüllte ihn. Wie von ganz alleine glitten ihm immer wieder die Wörter „Mein Schöpfer“ über die Lippen. Ein eisiger Windstoß ließ Herbert wieder aus seiner Trance erwachen. Wie versteinert blieb er stehen. Unwirsch schüttelte Herbert seinen Kopf, „verdammt, was machst du denn da. Los komm wieder zu dir“, seine Gedanken überschlugen sich. Langsam ließ er seine Arme wieder sinken. „Das kann doch alles nicht echt sein“. Vor sich hin murmelnd versuchte er seine Gedanken, wieder zu ordnen. Schemenhaft nahm er wahr das, das Wesen bedrohlich nahe vor ihm wahr. Erschrocken drehte er sich um und begann loszulaufen. Ohne Taschenlampe viel es ihm allerdings schwer sich in der Dunkelheit zu Recht zu finden. So stolperte Herbert mehr als das er lief. Nach wenigen Metern stieß er erneut mit der Schubkarre zusammen. Herbert verlor das Gleichgewicht und stürzte bäuchlings hinein. Augenblicklich schnitt die scharfe Kante der Schubkarre erneut durch seine Hosenbeine und hinterließ an beiden Beinen eine blutige Schnittwunde. Nach Luft ringend, versuchte Herbert sich mit den Händen abzustützen um sich wieder auf die Füße zuziehen. Doch seine Hände sackten immer wieder ein. Erst jetzt bemerkte er, dass sich in der Schubkarre Erde befinden musste. Nach einigen mühevollen Versuchen kam er endlich wieder auf die Füße. Der Luftzug, der von dem Schatten ausging, wurde immer stärker, verzweifelt humpelte Herbert immer weiter. Doch nach einem kurzen Stück schmerzte rechtes ein so stark, das er stehen bleiben musste. Keuchend drehte er sich um, da war es groß, breit und mächtig. Wie gebannt sah, Herbert zu wie dieses Wesen seine Flügel ausbreitete und geradewegs auf ihn zu schwebte. Herberts Verstand geriet ins Wanken, er streckte erneut seine Hände nach dem Geschöpf aus. „Mein Schöpfer, hier bin ich“, wie von Sinnen wankte er den Schatten entgegen. Doch ein anderer Teil in ihm wollte nur eins, fliehen. Ein innerer Kampf brodelte in ihm. Verzweifelt versuchte er sich zusammen zu reißen. Herbert kniff die Augen zusammen. „Verdammt konzentriere dich.“ Doch es war zu spät, der Schatten war bereits zu groß und schwebte nun dicht über ihn. Herbert torkelte ein paar Schritte zu zurück. Doch es gab kein entkommen mehr. Nahezu lautlos stürzte sich das Unbekannte nun auf ihn und zog ihm den Boden unter den Füßen weg. Herbert spürte den heftigen Schmerz des Aufpralls. Das Wesen hatte Herbert Rücklings zu Boden geworfen. Vor Schmerzen stöhnend, lag Herbert mit dem Rücken auf dem eisigen Friedhofsweg unfähig sich von der Stelle zu bewegen. Herbert musste an die zahlreichen Gruselfilme denken, die er sich in seinem Leben angesehen hatte. „War das hier auch so ein Film? Wenn ja, ein wirklich schlechter. Außerdem wäre jetzt der richtige Zeitpunkt um endlich aufzuwachen.“ Der Schatten hatte sich leicht von Herbert erhoben und schien nun dicht über ihn zu schweben. Herbert konnte dessen leichten Atem spüren. Langsam sträubten sich seine Nackenhaare zu Berge. Seine Sinne spielten immer mehr verrückt, noch immer wusste er nicht, was er fühlen sollte. „War es Angst oder war es ehe eine Art der Geborgenheit? Was zum Teufel war es?“ Eins war jedoch sicher, das Verlangen dieses Wesen anzufassen, wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Er wollte ihm einfach nur nahe sein. Wie benebelt versuchte er immer wieder seine Hände nach ihm auszustrecken. Doch unter seinen enormen Schmerzen verweigerten diese ihren Befehl. „Mein Schöpfer.“ Behutsam, fast schon väterlich, breitete der Schatten seine Flügel über den am Boden liegenden Herbert aus. Diese väterliche Wärme gab Herbert die Geborgenheit, die er schon so lange vermisst hatte. Ein breites zufriedenes Lächeln erschien auf seinen Lippen. Dieses Gefühl der Geborgenheit und die unerklärlich Macht, die immer stärker auf Herbert wirkten ihn immer tiefer in den Bann des Wesens. Herbert war nun zu allem bereit. „Ich gehöre ganz dir“, hauchte Herbert. Das Wesen kniete sich neben ihm und begann liebevoll über seinen Hals zu streichen. Herberts Herz begann zu rasen. Sein, Grinsen wurde immer breiter, eine gewisse Erregung machte sich breit. Immer tiefer beugte sich das Wesen über ihn, langsam kam es seinem Hals immer näher. Äußerst langsam öffnete es seinen Mund leckte sich mit der Zunge an Herberts Hals entlang. Ein leises Lustvolles stöhnen entfuhr Herbert. „Warte.“ Das Wesen hielt verwundert inne. Unter Mühen schaffte es Herbert seine Hand nach ihm auszustrecken. Als das Wesen Herberts Fingernägel zu spüren bekam, wisch es erschrocken ein Stück zurück. Kraftlos lies Herbert seine Hand sinken. Eine plötzliche Sorge über viel Herbert. „Hatte er etwa seinen seinem Schöpfer verärgert?“ Herbert liefen ein paar Tränen ins Gesicht. „Verzeih mir.“ Beschämt drehte Herbert seinen Kopf zur Seite. Das Wesen zögerte. „Ich gehöre nur dir, mein Schöpfer. Nimm mich zu dir.“ Zufrieden spürte Herbert die zärtliche Berührung an seinem Hals. Die feuchte Zunge des Wesens strich wieder und wieder über Herberts Hals. Das Kribbeln in seinem Körper wurde immer heftiger. Langsam presste das Wesen seine Lippen auf Herberts Halsschlagader. Herberts Körper bebte. „Mein Schöpfer.“ Herbert konnte die Worte gerade noch über die Lippen bringen. Dann stieß das Wesen zu. Herberts Augen weiteten sich, zufrieden lächelnd sah er den Dingen, die da kommen sollten, entgegen. Ein leichtes angenehmes Schwindelgefühl setzte ein, seine Welt begann vor seinen Augen zu verschwimmen. Immer tiefer drang das Wesen mit seinen Spitzen zähen in Herberts Hals ein. Genüsslich saugte es jeden einzelnen Blutstropfen aus Herberts Halsschlagader. Um Herbert wurde es dunkel, seine Welt wie er sie kannte brach nun endgültig zusammen. Langsam wich auch der letzte Hauch seines Daseins aus ihm. Das Wesen erhob sich und blickte in das bleiche, glücklich lächelnde Gesicht seines Opfers. Zufrieden leckte es sich die letzten Blutstropfen von den Lippen. Es breitete seine Flügel aus und erhob sich in die Luft. Ein leichter Windzug fegte über Herbert hinweg und der Schatten verschwand, ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen. Nur die leere Hülle von Herberts Körper blieb zurück.
