Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Dieses Buch ist kein Rezept gegen Krieg, aber es ist ein Schlüssel zum besseren Verstehen seiner Ursachen. Es liefert keine einfachen Antworten, aber es formuliert die richtigen Fragen. Und vielleicht ist das - im Sinne beider Autoren - bereits der wichtigste Schritt hin zu einer friedlicheren Welt: zu lernen, die Komplexität des Menschseins zu akzeptieren, den destruktiven Impulsen nicht nachzugeben, und den Glauben an das dialogische Potenzial der Menschheit nicht aufzugeben. Wir laden Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein, diesen Dialog zwischen zwei der größten Denker des 20. Jahrhunderts nicht nur nachzuvollziehen, sondern mit eigenen Gedanken weiterzuführen. Denn solange wir fragen »Weshalb führen wir Krieg?«, haben wir den Frieden noch nicht aufgegeben. Und solange wir bereit sind, einander zuzuhören, haben wir eine Chance, ihn doch noch zu verwirklichen. Mit einer Kurzeinschätzung von Franz-Stefan-Gady - Militäranalyst und Autor
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2026
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Ein inspirierender Briefwechsel zwischen Albert Einstein und Sigmund Freud aus dem Jahre 1932
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.
Projektleitung: Andre Sierk
Umschlaggestaltung: einzigartige Medien GmbH
Copyright © 2026 by Avocado Verlag, ein Imprint der Avocado Publisher GmbH, Berlin, Deutschland, [email protected]
Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung:
Druck: Libri Plureos GmbH, Friedensallee 273, 22763 Hamburg
ISBN-Paperback: 978-3-98813-025-9
ISBN-eBook: 978-3-98813-026-6
ISBN-Hörbuch: 978-3-911289-29-0
Über die Autoren
Vorwort
Brief von Albert Einstein an Sigmund Freud
Brief von Sigmund Freud an Albert Einstein
Die zehn wichtigsten Kernaussagen des Briefwechsels
Expertenstimme zum Briefwechsel
Quellen
Albert Einstein
Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren und ist der Begründer der Relativitätstheorie, die neue Grundlagen für die moderne Physik bildete. Im Jahr 1921 wurde ihm hierfür der Nobelpreis für Physik verliehen. Bekannt ist er zudem als Verfasser zahlreicher Briefe - besonders berühmt wurde sein Schreiben an den damaligen US-Präsidenten Roosevelt, in dem er, trotz seiner pazifistischen Grundhaltung, aus Sorge vor einem deutschen Angriff die Entwicklung der Atombombe befürwortete. Seine akademische Laufbahn führte ihn von Zürich über Prag und Berlin schließlich an die Universität Princeton, wo er 1955 verstarb.
Sigmund Freud
Sigmund Freud wurde 1856 im mährischen Freiberg geboren. Er arbeitete zunächst als Nervenarzt und lehrte ab 1885 in Wien. Mit der Einführung des Begriffs des Unbewussten legte er den Grundstein für die Psychoanalyse und erweiterte damit die herkömmliche Psychologie. In seinen Werken befasste er sich nicht nur mit psychologischen Fragen, sondern auch mit Themen aus der Völkerkunde, der Religion, der Mythologie und der Literatur. Nachdem die Nationalsozialisten 1938 Wien besetzt hatten, floh Freud nach London, wo er im Jahre 1939 verstarb.
In einer Welt, die immer wieder von den Schatten des Krieges heimgesucht wird, stellt sich die Menschheit seit jeher dieselbe fundamentale Frage: Warum Krieg? Die gleichnamige Korrespondenz zwischen Albert Einstein und Sigmund Freud aus dem Jahre 1932 ist nicht nur ein historisches Dokument, sondern ein intellektuelles Mahnmal gegen die dunklen Triebe der Zerstörung und ein Plädoyer für die Macht des Dialogs, der Vernunft und der kulturellen Sublimierung. Dieses Buch bringt diesen bedeutenden Briefwechsel in einer sorgfältig edierten Fassung neu zur Geltung und trägt die Botschaften zweier der größten Denker des 20. Jahrhunderts für nachfolgende Generationen weiter.
Die Vorgeschichte des Briefwechsels ist ebenso interessant wie der Inhalt selbst. Im Auftrag des damaligen Völkerbundes, einer internationalen Organisation zur Friedenssicherung nach dem Ersten Weltkrieg, wurde Albert Einstein gebeten, mit einer Persönlichkeit seiner Wahl einen öffentlichen intellektuellen Austausch über ein drängendes Menschheitsthema seiner Wahl zu führen. Einstein, damals bereits ein weltbekannter Physiker und pazifistischer Denker, entschied sich für Sigmund Freud, den Begründer der Psychoanalyse - und stellte ihm die zentrale Frage: „Gibt es eine Möglichkeit, die Menschen vom Krieg zu befreien?“ Es ist diese Frage, auf der das gesamte Gewicht dieses Büchleins ruht.
Freuds Antwort, die sich über viele Seiten erstreckt, ist ein komplexes, tiefenpsychologisches Nachdenken über die destruktiven Triebe im Menschen, über das Spannungsverhältnis zwischen Eros und Thanatos - dem Lebenstrieb und dem Todestrieb - und über die Notwendigkeit, die rohe Gewalt durch Kultur, Recht und Institutionen zu zähmen. Freud glaubt nicht an eine rasche oder einfache Lösung, aber er glaubt an die zivilisatorische Kraft des Rechts und an die Möglichkeit, den Krieg durch kulturellen Fortschritt und die Förderung des Rationalen allmählich zu überwinden.
Einstein hingegen nähert sich dem Thema aus einer naturwissenschaftlich-humanistischen Perspektive. Seine Sprache ist geprägt von der Hoffnung, dass die Vernunft und die Einsicht der Menschheit sich gegen die zerstörerischen Kräfte durchsetzen können. Er fordert nicht nur politische Institutionen zur Abrüstung, sondern setzt sich auch für Erziehung, Aufklärung und internationale Zusammenarbeit ein. Beide Männer - so unterschiedlich sie in ihrer Methodik und Sprache auch sind - treffen sich in einem gemeinsamen humanistischen Ideal: der Vision einer friedlicheren Welt durch Bewusstsein, Bildung und gegenseitige Verständigung.
