Wie analysiert man ein Gedicht? - Niklas Discher - E-Book

Wie analysiert man ein Gedicht? E-Book

Niklas Discher

0,0
8,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Wie analysiert man ein Gedicht? Zahlreiche OberstufenschülerInnen stellen diese Frage im Laufe ihrer Schulzeit. Dieser Band gibt einen kompakten Überblick zur Gedichtanalyse. Dabei werden zunächst die Basisbegriffe der Lyrik erläutert, an Beispielen vorgeführt und anschließend selbstständig geübt und vertieft. Anschließend wird ein Analyseschema vorgestellt, welches durch zahlreiche Anmerkungen und Fragen an den Text aufbereitet wurde. Neben zahlreichen praktischen Tipps zur Gedichtanalyse enthält der Band auch Formulierungshilfen, die vor allem für Klausuren und Abiturprüfungen nützlich sein dürften. Abgerundet wird der Band durch eine Übungsklausur mit Erwartungshorizont, sowie zahlreichen weiteren Übungen, die alle mit Lösungen versehen wurden. Aus dem Inhalt des Praxishandbuches mit vielen praktischen Übungen, Erläuterungen und Lösungen (inkl. einer ausführlichen Einführung in die Metrik): I. Basisbegriffe: Ausführliche Einführung in alle Basisbegriffe der Lyrik, dazu Übungen zu jedem einzelnen Fachwort Reim Metrum Auftakt und Kadenz Stilmittel Gedichtformen etc. II. Analyse: Schritt für Schritt zur Analyse mit einem umfangreichen Raster und zahlreichen Formulierungshilfen III. Übungsklausur mit Erwartungshorizont IV. Lösungen

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 28

Veröffentlichungsjahr: 2018

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Ein Praxishandbuch mit vielen praktischen Übungen, Erläuterungen und Lösungen (inkl. einer ausführlichen Einführung in die Metrik)

Inhalt:

Basisbegriffe (Ausführliche Einführung in alle Basisbegriffe der Lyrik, dazu Übungen zu jedem einzelnen Fachwort)

Reim

Metrum

Auftakt/Kadenz

Stilmittel

Gedichtformen

Analyse (Schritt für Schritt zur Analyse mit einem umfangreichen Raster und zahlreichen Formulierungshilfen)

Übungsklausur mit Erwartungshorizont

Lösungen

Methodische Skizze:

Erklärung aller Basisbegriffe mit Beispielen undÜbungsaufgabenSchema zur Analyse eines Gedichtes mit ErklärungenFormulierungshilfen für die AnalyseMusterklausur mit LösungenVertiefende Übungen

I. Teil: Basisbegriffe

Lyrische Texte nennt man Gedichte. Sie bestehen aus Versen und verfügen zumeist über (mehrere) Strophen.

Der Sprecher im Gedicht wird lyrisches Ich genannt. Er darf nicht mit dem Autor gleichgesetzt werden. Das lyrische Ich kann im Gedicht wiederrum weitere Personen ansprechen (gemeinhin: lyrisches Du).

Viele Gedichte haben einen Endreim.

Gemeinhin unterscheidet man:

Paarreim (aa, bb,…)

Haus

A

Maus

A

Kind

B

Rind

B

Kreuzreim (ab,ab,….)

Haus

A

Rind

B

Maus

A

Kind

B

Umarmender Reim (abba, cddc…)

Haus

A

Rind

B

Kind

B

Maus

A

Haufenreim (aaa…..) [variiert je nach Darstellung zwischen mind. drei bzw. mind. vier Komponenten]

Haus

A

Maus

A

Laus

A

raus

A

Schweifreim (aabccb) [das b schweift aus]

Haus

a

Maus

a

Rind

b

Bild

c

Schild

c

Kind

b

Verschränkter Reim (abc, abc, …)

Haus

A

Rind

B

Bild

C

Maus

A

Kind

B

Schild

c

Ferner unterscheidet man zwischen reinen und unreinen Reimen, sowie zwischen Anfangs- und Binnenreimen.

Üben!

Bestimmen Sie das Reimschema (Gedichtauszüge)!

A) Wie er wolle geküsset sein, Paul Flemming

Nirgend hin auf den Mund,

da sinkt’s in des herzen Grund.

Nicht zu frei, nicht zu gezwungen,

nicht mit gar zu fauler Zungen.

B) Der Knabe im Moor, Anette von Droste-Hülshoff

O schaurig ists übers Moor zu gehen,

Wenn es wimmelt im Heiderauche

Sich wie Phantome die Dünste drehen

Und die Ranke räkelt am Strauche.

C) Die Rosen im Süden, Friedrich Hebbel

Aus den Knospen, die euch deckten,

Süße Rosen mein Entzücken,

Lockte euch der heiße Süd;

Doch die Gluten, die euch weckten,

Drohen jetzt zu ersticken,

Ach, ihr seid schon halb verglüht!

D) Abendlied, Mathias Claudius

Der Mond ist aufgegangen,

die goldnen Sternlein prangen,

am Himmel hell und klar;

der Wald steht schwarz und schweiget,

und aus den Wiesen steiget

der weiße Nebel wunderbar

E) Der Spinnerin Nachtlied, Clemens Brentano

Es sang vor langen Jahren

Wohl auch die Nachtigall,

Das war wohl süßer Schall

Da wir zusammen waren

F) Ankündigung, Mathias Claudius

Ich bin ein Boote und nicht mehr

Was man mir gibt das bring‘ ich her

Gelehrte und ploit’sche Mär

Von Ali bei und seinem Heer.

Gedichte verfügen über einen Sprechrhythmus, diesen nennt man Metrum. Um das Metrum zu bestimmen, geht man bestenfalls so vor:

Man bestimmt die Anzahl der Silben. Eine Silbe wird als X dargestellt.

Man bestimmt die Anzahl der betonten Silben. Damit liegen die Hebungen fest.

Anschließend betrachtet man die übrigen Silben. Sie sollten dann unbetont sein (prüfen, ob nur einfache Senkungen, oder Doppelsenkungen vorliegen).

Die eingezeichneten Hebungen und Senkungen einem Metrum zuordnen.

Beispiel: Ich wandle in der Stille.