Wild und heiß | Erotische Geschichten - Finja Lawall - E-Book

Wild und heiß | Erotische Geschichten E-Book

Finja Lawall

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Beschreibung

Dieses E-Book entspricht 224 Taschenbuchseiten ... Eine erotische Verführung der Sinne! In sieben erotischen Geschichten werden die wildesten Spielarten der Liebe zum Leben erweckt. Ohne Tabus gerät hier jede(r) an die Grenzen und darüber hinaus. Wenn Schmerz und Unterwerfung zur Lust werden und der Deckmantel der Anständigkeit heruntergerissen wird, steht wahrer Erfüllung endlich nichts mehr im Weg ... Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.

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Seitenzahl: 284

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Impressum:

Wild und heiß | Erotische Geschichten

von Finja Lawall

 

Finja Lawall ist das Erotik-Pseudonym der Autorin Petra Fischer, die 1978 in Berlin geboren wurde und heute mit ihrem Mann und den gemeinsamen Kindern in Rheinland-Pfalz wohnt. Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Wenn man sie fragt, wie sie zum Schreiben gekommen ist, lächelt sie und berichtet stolz, dass dies ihrer besten Freundin zuzuschreiben ist, die 2011 unbedingt mit einer Autorin befreundet sein wollte. Aus einem außergewöhnlichen Gefallen wurde pure Leidenschaft und nun entdeckt Petra Fischer als Finja Lawall eine neue Welt.

 

Lektorat: Jasmin Ferber

 

 

Originalausgabe

© 2021 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © mnowicki @ shutterstock.com

Umschlaggestaltung: MT Design

 

ISBN 9783966418416

www.blue-panther-books.de

DoktorSpielchen

Weiße Wände und das monotone Piepsen des Überwachungsgerätes, aus dem urplötzlich ein lang gezogenes Pfeifen wird … Dann überschlagen sich alle Stimmen …

***

Schweißnass erwachte Amanda aus ihrem Traum. Jede verdammte Nacht hatte sie denselben Albtraum und das nun schon seit Wochen. Mürrisch schaute sie auf ihren Wecker. Noch knappe vier Stunden, dann sollte sie in der Klinik sein. Aber wie sollte sie entspannt dorthin gehen, wenn ihre Träume ihr etwas anderes sagten?

Gefrustet drehte sich Amanda auf die Seite und erblickte die Silhouette ihres Freundes. Selbst sein Umriss war dem eines Gottes gleich. Augenblicklich verspürte sie das angenehme Ziehen in ihrer Körpermitte und auch, wie sie immer feuchter wurde.

Langsam begann sie damit, die nackte Haut von Julius zu streicheln, welcher sich augenblicklich rekelte. Mutig erkundeten ihre Finger seinen Körper, und auch wenn er sich schlafend stellte, wusste Amanda genau, dass dieser bereits erwacht war. Stück für Stück rückte sie an ihn heran, schmiegte ihr nacktes Geschlecht an seinen Po und wackelte dabei aufreizend mit ihren Hüften.

»Was machst du da?« Seine Stimme klang zwar verschlafen, dennoch erregt.

»Ich will dich!« Amandas Stimme war nur ein Raunen und doch wusste sie, dass sie ihre Wirkung nicht verfehlte.

Mit einem Ruck drehte sich Julius zu ihr um und lag in Windeseile über ihr.

»Du willst also ficken?«

Laut bummerte Amandas Herz, als Julius grob ihre Beine auseinanderdrückte und sich dann zwischen ihre Schenkel zwängte, ohne eine Antwort von ihr abzuwarten. Seine Stöße waren fest und hart, genauso wie sie es liebte. Amandas Stöhnen wurde von Stoß zu Stoß lauter, ihr Kopf war leer. Das Einzige, was sie in diesem Moment wusste, war, sie brauchte diesen Fick. Und genau aus diesem Grund schrie sie auch laut auf, als der Orgasmus sie übermannte. Alle Nachbarn waren ihr egal.

***

»Ich liebe dich! Und dass du das für mich machst, finde ich megagenial!«

Als Amanda in das stolze Gesicht ihres Freundes blickte, fielen alle negativen Gedanken von ihr ab. Vergessen waren ihre Zweifel und auch die Albträume der vergangenen Wochen. Liebevoll, mit einem leidenschaftlichen Kuss verabschiedete sich Amanda von Julius und schritt dann erhobenen Hauptes durch die Krankenhaustüren in Richtung Anmeldung. In diesem Moment wünschte sie sich nichts sehnlicher, als dass Julius sie begleiten würde. Klar wusste sie, dass ihr Freund Krankenhäuser hasste, doch schließlich ließ sie sich nur ihm zuliebe auf diese Operation ein. Ihre Knie begannen zu zittern und jeder weitere Schritt war für Amanda die reinste Qual. Wo war ihre Zuversicht nur plötzlich hin?

Tapfer meldete sich Amanda an und fand sich kurze Zeit später in der chirurgischen Abteilung ein. Die Schwester, die sie dort begrüßte, war wirklich nett, trotzdem kämpfte Amanda mit ihrer Angst und ihren Tränen. Alles um sie fing an, sich zu drehen. Das Letzte, was sie sah, war das hinter dem Mundschutz halb verdeckte Gesicht des Anästhesisten. Dann wurde alles dunkel um sie herum …

***

Oh, du bist so naiv! Dachtest du wirklich, er liebt dich, nur weil du dir die Titten für ihn machen lässt …?

Als Amanda die Augen wieder aufschlug, hallte das diabolische Lachen aus ihrem Traum in ihr nach. Hektisch blickte sie sich um. Alles um sie herum war weiß. Regelrechte Panik ergriff sie, als sie just in diesem Moment das monotone Piepsen des Überwachungsmonitors wahrnahm. Fast wartete sie auf den Pfeifton der Nulllinie aus ihren Träumen, doch dieser blieb aus.

»Ist alles in Ordnung bei Ihnen, Frau Zeiser? Haben Sie Schmerzen?«

Langsam schüttelte Amanda den Kopf. Kein Herzstillstand, kein hektisches Stimmgewirr. Die Operation war also überstanden. Friedlich schloss Amanda wieder ihre Augen und genoss das rhythmische Geräusch, das ihren Herzschlag anzeigte.

Als sie wieder erwachte, blickte sie in das Gesicht eines Arztes. Wow, noch nie hatte sie so schöne tiefbraune Augen gesehen.

»Na, ausgeschlafen? Wie geht es Ihnen, Frau Zeiser?«

Die raue, tiefmännliche Stimme des Mannes klang in Amandas Kopf nach wie ein Echo. Vielleicht war sie ja doch gestorben und neben ihr stand kein Arzt, sondern Gott …

»Frau Zeiser?«

Ungläubig starrte Amanda den Arzt an und brachte dann ein Nicken zustande.

»Gut! Ich gebe Ihnen trotzdem ein Schmerzmittel zur Vorsicht.«

Fast wie in Trance schaute Amanda dabei zu, wie der Arzt eine andere Infusion einstöpselte und dabei den Zugang an ihrem rechten Handrücken überprüfte.

Tropf, tropf, tropf … Wieder verspürte Amanda diese grenzenlose Müdigkeit in sich aufsteigen. Mit letzter Kraft versuchte sie, das Namensschild des Arztes zu entziffern. Irgendetwas mit GA. Doch Amanda war es einfach schier unmöglich alle Buchstaben aneinanderzureihen. Erneut fielen ihr die Augen zu.

***

»Das Ergebnis ist wirklich hervorragend geworden, Frau Zeiser. Eine wunderschöne Herzform hat ihr Dekolleté nun. Schauen Sie selbst!«

Stolz hielt der Chefarzt Professor Doktor Jürgen Althoff persönlich Amanda einen Spiegel hin. Augenblicklich füllten sich ihre Augen mit Tränen. So wunderschöne, wohlgeformte Brüste hatte sie in ihrem ganzen Leben noch nie gesehen und das Beste daran war: Es waren IHRE wunderschönen, wohlgeformten Brüste! Glücklich lächelte Amanda den Chefarzt an und entdeckte im selben Augenblick den Assistenzarzt Gabor Dietrich. Seine Augen würde sie unter Tausenden immer wiedererkennen. Hatte er ihr da eben zugezwinkert? Verwundert schaute Amanda den jungen Arzt an, doch auf seinem Gesicht war keinerlei Regung zu sehen.

»Gabor, du kannst die Entlassungspapiere ausstellen. Frau Zeiser darf guten Gewissens heute schon nach Hause.«

Mit einem breiten Lächeln richtete sich der Chefarzt wieder an Amanda und schüttelte ihr kraftvoll die Hand. »Alles Gute für Sie und lassen Sie sich bitte noch einen Termin zum Ziehen der Fäden von den Schwestern geben.«

Dann verließ er das Zimmer.

***

Kritisch betrachtete sich Amanda im Spiegel. Ihr hautenges rotes Top betonte hervorragend ihre vollen Brüste. Sie drehte sich nach links und rechts. Was sie sah, gefiel ihr ausgesprochen gut, denn ihre neue Bluejeans ließ ihren Hintern noch knackiger aussehen. Um ihr Erscheinungsbild perfekt zu machen, trug Amanda rote Stilettos.

Noch einmal überprüfte sie ihr dezentes Make-up und warf sich dann ihre blonden Locken schwungvoll über den Kopf nach vorne. Als sie den Kopf wieder hob, glich ihre Haarpracht der Mähne eines Löwen.

»Na, möchtest du mich nicht doch begleiten?« Lasziv lächelnd lehnte sich Amanda an den Türrahmen und gab dabei ihrem Freund die Möglichkeit, all ihre Schönheit und Vorzüge zu begaffen.

»Du willst, dass ich so mit dir in die Öffentlichkeit gehe? Ich hätte eine Dauerlatte!«

»Ich könnte mich umziehen. Wäre dir ein Jutesack lieber?«

Schallend begann Julius zu lachen und trat dabei auf Amanda zu. Stürmisch nahm er ihren Kopf zwischen seine Hände und küsste leidenschaftlich ihren Mund. Ihre Zungen tanzten miteinander und wie fremdgesteuert nestelte Amanda an Julius’ Gürtel, bis dieser sich endlich öffnete. Geschickt ließ sie ihre Finger in seine Hose gleiten und befreite somit seinen bereits harten Schwanz von der Enge seiner Hose.

»Was hast du vor? Wolltest du nicht gehen?« Provozierend schaute Julius Amanda an und grinste dabei aufgegeilt. Seine graublauen Augen leuchteten vor Begierde.

Ohne auf seine Fragen einzugehen, ging Amanda vor Julius in die Hocke und nahm seine harte, pulsierende Männlichkeit tief in ihrem Mund auf. Augenblicklich mischten sich das unverkennbare Geräusch eines guten Blowjobs und das Stöhnen eines erregten Mannes. Lustvoll ließ Amanda den harten Schwanz schmatzend in ihren Mund gleiten und wieder hinaus. Sie saugte mal fest, mal leicht. Fuhr spielerisch mit ihrer Zungenspitze dabei die Äderung seines Schaftes nach.

Julius stand mit geschlossenen Augen in der Mitte des Türrahmens und hielt sich mühevoll an der Zarge fest, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Als Amanda von unten zu ihrem Freund hinaufblickte, erkannte sie, wie scharf ihn ihr geiles Treiben machte. Lange würde er es wohl sicher nicht mehr bis zum Abspritzen aushalten.

Just in diesem Moment spürte sie auch schon seinen zähen, salzigen Saft in ihre Mundhöhle spritzen. Brav schluckte Amanda die gesamte Ladung herunter und leckte dabei den noch immer harten Schwengel ihres Freundes sauber.

»Du bist echt eine geile Sau, Ami!« Mit einem Ruck zog Julius Amanda wieder auf die Beine. Ihre Knie fühlten sich taub an und sie hatte wirklich Mühe, so plötzlich aufrecht zu stehen. »Viel Spaß heute Abend und trink nicht so viel!«

Mit einem Kuss auf die Wange verabschiedete sich Julius von Amanda, die sichtlich enttäuscht war. Natürlich wusste sie, dass er sie nie küsste, nachdem sie seinen Schwanz gelutscht hatte, aber sie jetzt so unbefriedigt und aufgegeilt fortzuschicken, machte Amanda regelrecht wütend. »Und was ist mit mir?«

»Alles zu seiner Zeit, Liebes! Und nun geh! Ich bin gleich mit den Jungs auf ein Game verabredet. Wir sehen uns dann morgen.«

Bewusst atmete Amanda aus und wieder ein. Dabei hob sie den Kopf und straffte ihre Schultern. Nein, niemals würde sie um ihre Befriedigung betteln! Doch wieso wollte Julius, dass sie heute nicht wieder zu ihm kam?

»Morgen? Willst du nicht, dass ich später noch einmal vorbeikomme?« Entsetzt starrte Amanda ihren Freund an.

»Damit diese Lustmolche die ganze Zeit das begaffen, was mir gehört? Nein, nein, lass mal. Wir sehen uns morgen. Und nun geh!«

Innerlich schmollend ergriff Amanda den Schlüssel von der Kommode und versuchte dabei, sich ihre Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Zuckersüß lächelte sie Julius noch einmal zu, bevor sie in der Dunkelheit des Hausflurs verschwand.

***

Mit federleichtem Gang schlenderte Amanda auf das Festgelände zu und versuchte, so normal wie immer zu wirken, obwohl die eiskalte Abfuhr ihres Freundes ihr doch noch deutlich nachhing.

Schon von Weitem empfingen sie dröhnender Lärm und zuckersüße Gerüche. Fröhlich winkte sie ihren Freunden zu.

»Na, Ami, du bist aber spät. Wollte dich Julius nicht gehen lassen?«

Ohne auf die Frage von Sonja einzugehen, begrüßte Amanda alle mit Wangenküsschen und lächelte unschuldig in die Runde.

»Na, dann auf ins Getümmel!«

Freudig hakte sich Jané bei Amanda ein und zog sie lachend mit sich. Die anderen folgten ihnen. Amanda genoss die Zeit mit ihren Freunden sehr. Diese Ungezwungenheit ließ sie schnell ihren Ärger mit Julius vergessen. Obwohl es sie auch etwas traurig stimmte, dass Julius nie etwas mit ihr und ihren Freunden unternehmen wollte. Doch diese negativen Gedanken wischte Amanda schnell beiseite. Heute wollte sie keine Trübsal blasen.

»Auf diesen Abend! Möge er lang und feuchtfröhlich sein!«

Vergnügt prostete Amanda ihren Freundinnen Jané, Sonja und Anna zu.

»Schaut euch nur mal unsere Spielekinder an.« Herzhaft begann Anna zu lachen, während sie auf den Schießstand zeigte.

Pepe und Karsten kamen gerade mit vier riesigen Plüscheinhörnern auf die Frauen zu.

»Na, da staunt ihr nicht schlecht, gell?« Stolz überreichten die beiden jungen Männer die Kuscheltiere an die vier Freundinnen.

»Falls wir angegriffen werden, können wir wenigstens mit Plüsch werfen. Sehr praktisch.« Keck streckte Jané den Jungs die Zunge heraus und drückte dabei das pinke Einhorn fest an ihre Brust. Jedem war klar, dass sie nur scherzte.

»Hey, schaut mal, da hinten ist eine Geisterbahn. Los, auf!« Aufgeregt zappelte Pepe hin und her. Er war von ihnen allen der am meisten Kind gebliebene, obwohl er schon achtundzwanzig Jahre alt war und somit der Älteste der Clique.

Während die beiden Männer an der Kasse anstanden, um die Karten zu kaufen, setzten sich die Freundinnen auf einen großen Steinblock und unterhielten sich angeregt.

»Ladys, ihr seht hinreißend aus!«

Schwungvoll packte ein muskelbepackter Typ Anna von hinten an der Taille und zog sie an sich, um ihr liebevoll am Ohr zu knabbern.

Diese quietsche vor Schreck laut auf und drehte sich in seinen Armen um die eigene Achse. »Da bist du ja endlich! Wo warst du nur so lange?« Die Antwort ihres Freundes erstickte Anna mit einem leidenschaftlichen Kuss.

»Oh, da hätten wir ja eine Karte mehr kaufen müssen.« Freudig begrüßte Karsten Ole per Handschlag.

»Und ich hatte schon Hoffnung, dass die vier Schnecken heute uns ganz allein gehören.« Frech grinste Pepe in die Runde und kassierte für seinen Spruch einen freundschaftlichen Stoß in die Rippen von Ole.

»No way, mein Lieber!« Herzhaft begann Ole zu lachen und begrüßte dann mit einem Küsschen rechts und Küsschen links Sonja, Jané und Amanda.

»Ich gehe und hole mal noch eine Karte.« Karsten setzte gerade zum Gehen an, als Amanda ihn zurückhielt. »Lass mal, ich warte hier auf euch.«

»Ernsthaft? Alleine?«

»Mich klaut schon keiner. Außerdem werden mich die Einhörner beschützen. Oder wollt ihr die mit reinnehmen?«

»Nee, das wäre die perfekte Idee!« Eilig drückte Anna Amanda ihr Einhorn in die Hand.

Unsicher nickte Karsten. Jedoch schien er wenig davon überzeugt zu sein, Amanda hier alleine zurückzulassen.

Als alle weg waren, platzierte Amanda die Kuscheltiere ihrer Freundinnen auf dem Steinblock. Nur ihres behielt sie auf dem Schoß und zupfte gedankenverloren an seiner regenbogenfarbenen Mähne.

»Frau Zeiser?«

Verdutzt schaute Amanda auf und blickte unvermittelt in ein Paar wunderschöne braune Augen. Natürlich erkannte sie sofort ihr Gegenüber wieder. »Doktor Dietrich! Na, das ist ja eine Überraschung!«

»Ja, eine sehr Nette sogar! Wie geht es Ihnen, Frau Zeiser?«

»Danke, gut.« Unsicher lächelte Amanda den jungen Arzt an. Seine Erscheinung schüchterte sie irgendwie ein.

»Sind Sie etwa alleine hier? Haben Sie da keine Angst?« Verdutzt schaute sich der junge Arzt um.

»Alleine? Aber nein! Mich beschützt doch eine ganze Einhorn-Armee!« Stolz auf sich selbst, so eine tolle Antwort gegeben zu haben, grinste Amanda ihr Gegenüber an.

»Das ist natürlich etwas anderes!«

Sexy lächelte Gabor Dietrich zurück, sodass Amanda augenblicklich errötete. So unauffällig wie möglich scannte Amanda mit ihren Augen den Körper des Arztes. Die Ausbeulung in seinem Schritt ließ etwas Großes dahinter vermuten. Auf der Stelle spürte Amanda ihre Pussy gierig pochen und sie verfluchte Julius innerlich, denn hätte dieser sie nicht unbefriedigt weggeschickt, hätte sie jetzt auch nicht so unkeusche Gedanken.

»Hey, wen haben wir dann da? Belästigt dich der Typ, Ami?«

Vor Schreck zuckte Amanda zusammen, als sie Oles Stimme vernahm und schüttelte dann den Kopf.

»Nein, das ist Doktor Dietrich. Ihm habe ich diese zwei Schönheiten zu verdanken.« Bedeutsam zeigte Amanda auf ihre Brüste.

»Oh, Sie sind also der Meister! Ich bewundere jeden Tag neidvoll Amandas Titten. Doch leider habe ich nicht so einen großzügigen Freund, der mir ein paar schöne Brüste bezahlt.« Provozierend blickte Anna Ole an.

Doch dieser zuckte nur mit den Schultern. »Wieso sollte ich für etwas bezahlen, damit es verändert wird, wenn ich deine Titten perfekt finde?«

»Dieses Argument finde ich durchaus berechtigt. Ein größeres Kompliment kann Ihnen Ihr Partner in diesem Bereich gar nicht machen.« Aufmunternd lächelte Gabor Dietrich Anna an.

»Mag sein, aber aus ihm spricht der Geiz, nicht die Überzeugung!« Scheinbar schmollend kehrte Anna ihrem Freund den Rücken zu, der die Gelegenheit nutzte, um von hinten nach ihren Brüste zu greifen.

»Sehen Sie, Doc? Zwei herrliche Hände voll. Was will ein Mann mehr?«

»Das bestreite ich auch gar nicht! Und auf den ersten Blick, wenn ich das sagen darf, haben sie wirklich eine hübsche Füllung in der Bluse. Wie Ihre Brüste nackt aussehen, ob sie hängen oder stehen, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen. Aber im Grunde ist es ja auch nicht wichtig, was ich darüber denke.«

»Außerdem bist du sowieso mit einem C-Körbchen gesegnet. Ich hatte früher nur ein A-Körbchen.« Aufmunternd lächelte Amanda Anna zu. Sie wusste genau, wie es sich anfühlte, wenn man mit seinem eigenen Körper nicht zufrieden war. Obwohl sie es bei Anna nicht verstand, denn diese sah nicht nur bekleidet wunderschön aus, sondern war auch nackt ein echter Hingucker, mit ihrem schlanken Körper, ihren festen Brüsten und dem rabenschwarzen langen Haaren. Ihre zahlreichen Tattoos und Piercings vervollständigten dabei das Bild zur Perfektion.

»Ja, schon gut. Lasst mich doch auch mal jammern.« Mit einem Schmollmund blickte Anna in die Runde, wobei das Aufblitzen ihrer Augen sie sogleich verriet, dass sie in keiner Weise beleidigt war, sondern viel mehr die Aufmerksamkeit um ihre Person genoss.

»Das ist aber Klagen auf allerhöchstem Niveau.« Freundlich zwinkerte Gabor Dietrich Anna zu.

»Wissen Sie was, Doktor? Sie gefallen mir! Schließen Sie sich uns an?« Kameradschaftlich legte Ole seinen Arm auf die Schulter des Arztes, der neben Oles Erscheinungsbild eher zierlich wirkte, dabei war Gabor Dietrich alles andere als schmächtig.

»Das würde ich wirklich gerne, aber ich bin mit meinem Bruder und seiner Familie gleich verabredet. Außerdem wäre ich doch ohnehin nur das dritte Rad am Wagen, wo jeder hier doch einen Partner hat.« Entschuldigend zuckte der Arzt mit seinen Schultern und entfernte dabei wie zufällig Oles Arm.

»Also, ich bin Single und Pepe auch. Und Amanda ist auch alleine hier, weil Julius sich zu fein für unsere Treffen ist.«

»Das stimmt doch gar nicht!« Protestierend knuffte Amanda Sonja in die Rippen. Dabei wurde es ihr ganz schwer ums Herz, denn Sonja hatte etwas laut ausgesprochen, was auch sie selbst fühlte, aber nie zugeben würde.

»Dann ist er ein Narr!« Eindringlich blickte Gabor Dietrich direkt in Amandas Augen, die den Blick sofort abwenden musste, so intensiv war seine Präsenz.

»Na ja, wie gesagt, mein Bruder erwartet mich schon am Riesenrad. Ein anderes Mal vielleicht.« Zwinkernd verabschiedete sich Gabor Dietrich von Sonja und lächelte dann in die Runde. »Wir sehen uns dann spätestens in sechs Monaten, Frau Zeiser!«

»Ach, tun wir das?«

»Ja, zur Jahreskontrolle.«

Mit diesen Worten verabschiedete sich der Arzt nochmals und verschwand dann im Getümmel.

Ausgelassen feierte Amanda an diesem Abend mit ihren Freunden. Sie tranken, lachten und redeten viel. Und obwohl Amanda so glücklich wie schon lange nicht mehr war, suchte sie trotzdem immer wieder das Festgelände mit ihren Augen nach dem jungen Arzt ab.

»So, Kinders, ich muss jetzt wirklich so langsam in mein Bettchen.« Schwankend stützte sich Jané auf Karsten. Man sah ihr deutlich an, dass sie zu viel getrunken hatte.

»Für uns wird es auch Zeit!« Lasziv zwinkerte Anna Ole zu, der augenblicklich breit grinste und dann seine Freundin in seine Arme zog, um sie wild und leidenschaftlich zu küssen.

»Also, wisst ihr, Leute, nehmt euch ein Zimmer! Oder seid wenigstens etwas respektvoller uns Singles gegenüber. Kann ja keiner aushalten so viel Sexenergie.« Verächtlich schnaubte Sonja und wandte sich dann an Amanda. »Was ist mit dir? Teilen wir uns ein Taxi oder gehst du zu Julius? Ach, und bevor wir es vergessen, du hast noch mein Handy in der Handtasche stecken.«

»Ähm, ja, Moment …« Umständlich kramte Amanda in ihrer Tasche und holte dann das Telefon und einen Schlüssel hervor. »Ich befürchte, ich muss noch mal zu Julius. Irgendwie habe ich die Schlüssel vertauscht. Ich denke, ich werde dann gleich bei ihm bleiben.«

Schulterzuckend reichte Amanda Sonja ihr Handy und die Freunde verabschiedeten sich. Dann ging jeder seiner Wege.

***

Die Wohnung von Julius war ungewöhnlich ruhig. Vielleicht schlief er ja schon? Jedenfalls war sich Amanda sicher, dass keine Freunde mehr anwesend waren zum Zocken.

Vorsichtig tastete sich Amanda leise durch den dunklen Flur. Auch das Wohnzimmer war in Dunkelheit getaucht. Alles wirkte leer und verlassen. War Julius noch einmal weggegangen? Möglich war das natürlich. Kurz überlegte Amanda, ob sie einfach ihren Schlüssel nehmen und zu sich nach Hause gehen sollte. Doch diesen Gedanken verwarf sie grinsend. Nein, sie wollte hier auf Julius warten, nackt im Schlafzimmer, um sich das holen, was er ihr vorhin versprochen hatte.

Voller Vorfreude über ihren tollen Plan stieß Amanda die Schlafzimmertür auf und blieb augenblicklich mit weit aufgerissenen Augen im Türrahmen stehen. Die Szene, die sich ihr bot, war absolut irreal und erschreckend befremdlich: Eine dicke Frau, die in einen schwarzen Lederanzug gezwängt war, kniete hinter dem nackten Julius und penetrierte ihn anal mit einem Strap-on-Dildo. Dabei ließ sie zischend einen Lederriemen auf Julius’ Rücken preschen.

Amanda wusste nicht, wie ihr geschah. Wie konnte ihr Julius nur so etwas antun? Seit wann stand er auf so perverse Sachen? Und vor allem: Wie lange hinterging er sie schon? Allein der Gedanke, dass Julius sie schon länger betrog, ließ Übelkeit in ihr aufsteigen. Amanda war den Tränen nahe, aber so eine Schwäche würde sie jetzt auf gar keinen Fall zugeben. Weinen konnte sie später noch genug, wenn sie allein war.

Hörbar atmete Amanda ein und wieder aus und straffte dabei ihre Schultern. Augenblicklich verschwand ihr Selbstmitleid und pure Wut kam zutage.

»O mein Gott, was bist du nur für ein armseliger Wurm!«

Amandas Stimme war selbstbewusst, aber so fühlte sie sich überhaupt nicht. Ihre Knie zitterten und wieder hätte sie am liebsten laut losgeweint. Warum war sie nicht einfach unbemerkt verschwunden? Doch da half jetzt alles Hätte, Wenn und Aber nichts, denn sie hatte sich bemerkbar gemacht.

»Scheiße, Ami! Was machst du hier?«

»Die Frage ist doch eher: Was machst du hier mit dieser hässlichen Planschkuh!«

»Hässliche Planschkuh? Sag mal, geht’s noch?« Entrüstet zog sich die dicke Frau aus Julius zurück und blickte Amanda finster an.

Doch diese blieb völlig unbeeindruckt und ignorierte ihre Nebenbuhlerin vollständig. »Also?«

»Man, Ami, du solltest doch heute nicht mehr herkommen. Was …«

»Weil ich nicht sehen sollte, wie du dir von einer fetten Hure in den Arsch ficken lässt?«

»Mäßige deinen Ton!«

Zornig war Julius nun aufgestanden und baute sich bedrohlich vor Amanda auf.

»Und wenn nicht? Was dann? Aber weißt du was: Ich will es gar nicht wissen! Du bist Geschichte.« Mit diesen Worten drehte sich Amanda im Türrahmen um. Ihr war das hier plötzlich alles zu viel. Sie wollte jetzt nur noch weg.

Doch Julius hielt sie am Arm zurück. »Komm schon, Liebling. Lass uns reden! Das war nur ein einmaliger Ausrutscher. Saskia bedeutet mir nichts. Das war nur zum Testen. Ein dummer Fehler, mehr nicht. Ich meine, schau sie dir doch an! Sie kann dir doch niemals das Wasser reichen! Schatz, bitte!«

Traurig schüttelte Amanda den Kopf. Ihr fehlte die Kraft zum Streiten. Nicht eine Lüge wollte sie mehr hören, denn sie glaubte Julius nicht ein Wort. Und selbst wenn: Betrogen ist betrogen.

Wie in Trance sammelte Amanda ihre wenigen Habseligkeiten ein. Nur am Rande bekam sie mit, wie die andere Frau wütend herumschrie. Doch das alles war Amanda egal. Sie wollte jetzt nur noch nach Hause und dann in Ruhe weinen.

***

Gedankenverloren blätterte Amanda in dem Reisekatalog. Wie sollte sie sich für ein Ziel entscheiden, wo ihr doch gar nicht nach Urlaub war? Die Trennung von Julius hing ihr immer noch nach, obwohl das Ganze nun schon über sechs Monate her war. Julius fehlte ihr so schrecklich, dabei war sie wirklich stolz auf sich, dass sie seinem Flehen nicht nachgegeben hatte. Seine Briefe hatte sie alle ungelesen entsorgt, seine Nummer gelöscht und sie mied alle Orte, wo ihr Julius begegnen konnte. Er hatte sie nicht verdient!

Das Klingeln ihres Handys riss Amanda aus ihren Gedanken. Hatte sie denn nie ihre Ruhe? Schlapp meldete sie sich mit einem leisen »Hallo!«

»Frau Zeiser?«

»Ja?«

»Hi, Gabor Dietrich hier. Ich wollte mich mal erkundigen, ob alles okay bei Ihnen ist.«

»Ähm, ja. Wieso?«

»Na ja, Sie haben unseren Termin nicht wahrgenommen.«

»Oh, war der heute?«

»Ja! Wenn Sie wollen, können Sie heute nach der Sprechstunde vorbeikommen.«

»Okay!«

»Prima, dann sehen wir uns um siebzehn Uhr.«

Nachdem Amanda sich verabschiedet hatte, legte sie auf. Der Gedanke an den jungen Arzt zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht. Sie fühlte sich glücklich wie schon lange nicht mehr. Doch wieso? Es war ja nicht so, dass er sie auf ein Date eingeladen hatte.

Schulterzuckend zog sich Amanda aus und lief nackt ins Badezimmer. Minutenlang stand sie einfach nur unter dem heißen Wasserstrahl und genoss die Wärme, die sie durchströmte. Dann begann sie, sich mit ihrem Badeschwamm einzuseifen. Als sie zwischen ihren Schenkeln entlangfuhr, durchzuckte es sie wie ein Blitz. Immer schneller rubbelte Amanda mit ihrem Schwamm über ihre Lustperle. Wie lange hatte sie diese Erregung nicht mehr verspürt? Ihr Atem wurde immer hektischer.

Doch so war es ihr einfach nicht genug. Japsend ließ sie den Schwamm fallen und stellte das Wasser ab. Dann lief sie in ihr Schlafzimmer, ohne darauf zu achten, dass sie alles nass machte. Amanda wollte jetzt Befriedigung, aber nicht 08/15, nein, sie wollte es sich selbst gut besorgen. Ohne jede Eile zog sie ihre Sextoy-Kiste unter ihrem Bett hervor. Genau studierte sie den Inhalt und wurde allein von dem Gedanken an die vielen Möglichkeiten feucht.

Ihre Wahl war schnell getroffen. Heute wollte sie das volle Programm.

Nachdem sie die Nippelklemmen hatte zuschnappen lassen, verteilte sie etwas Öl auf ihrer zarten Rosette und ließ dann ohne Mühe die schwarze Analkette mit den sechs Kugeln in ihrem Anus verschwinden. Das Gefühl war äußerst angenehm, denn Amanda spürte nur leichten Druck, da die Dehnung nicht sonderlich groß war.

Mittlerweile pochte ihre Pussy verlangend. Deshalb nahm Amanda ihren dicksten Standdildo aus Silikon zur Hand und legte sich mit ihm aufs Bett. Langsam öffnete Amanda ihre Schenkel und fuhr sich mit der Spitze des Kunstschwanzes über ihren Kitzler. Sie rieb mit ihm über ihre Lustperle und ließ ihn dann in ihr williges Loch gleiten. Schmatzend zog sie ihn heraus, um ihn gleich wieder fest in sich zu stoßen. Immer schneller penetrierte sich Amanda mit dem Dildo und richtete sich dann auf. Dabei zog sie den Dildo seufzend aus ihrer Pussy, um ihn auf dem Rand ihres Futonbettes zu platzieren. Dank seines Saugnapfes am Silikonhoden ragte er in Sekundenschnelle fest empor. Schnell zog sie noch einen Penisring über den Schaft. Dann setzte sich Amanda auf ihn und ließ ihn nun lustvoll noch viel tiefer in sich gleiten. Hektisch ritt sie den Silikonschwanz und spürte dabei deutlich die Analkette in ihrem Po. Auch die Erhebung des Penisringes fühlte Amanda an ihrem Kitzler reiben. Geschwind griff sich Amanda zwischen ihre Schenkel und schaltete den kleinen Vibrator am Penisring an, der nun ihre Lustperle maximal verwöhnte.

Keuchend lehnte sich Amanda zurück und stützte sich auf dem Bett mit ihren Armen ab. Dabei ritt sie den Silikondildo immer schneller. Schmatzend versenkte sie ihn immer wieder in ihrer nassen Lustgrotte, bis sie schließlich laut schreiend zum Höhepunkt kam.

Der Orgasmus hallte in ihrem Körper nach. Amandas Atem ging hektisch. Sechs Monate Abstinenz hatten ihren Tribut gefordert.

***

Fast schon zu zärtlich knetete Gabor Dietrich Amandas Brüste, während er sie genau betrachtete.

»Das Ergebnis der Operation ist wirklich sehr schön geworden. Aber diese Löcher hier kann ich mir einfach nicht erklären.«

Erschrocken blickte Amanda den Arzt an und errötete augenblicklich. »Ähm, das waren Nippelklemmen. Ich, ähm, ich wollte sehen, ob ich mit Piercings dort klarkommen würde.«

Eine bessere Ausrede fiel Amanda auf die Schnelle nicht ein. Trotzdem schämte sie sich.

»Und?«

»Was und?«

»Werden Sie sich piercen lassen?«

»Vielleicht. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.«

»Was meint denn Ihr Freund dazu?«

»Nichts! Er hat es vorgezogen, sich mit einer anderen Frau zu amüsieren.« Gleichgültig zuckte Amanda mit den Schultern, dennoch durchfuhr ein fieser Stich ihr Herz.

»Was für ein Idiot!«

Tief schaute der Doktor ihr in die Augen, sodass Amanda nicht seinem Blick standhalten konnte und zu Boden schaute.

»Wollen Sie meine Meinung dazu hören?«

Unsicher nickte Amanda.

»Ich halte von solch einer Art Körperschmuck gar nichts. Genau wie Tattoos. Sie zerstören die Perfektion eines Körpers. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung und im Endeffekt muss es jeder so machen, wie es ihm beliebt.« Schulterzuckend schaute Gabor Dietrich Amanda an und lächelte dabei zum Dahinschmelzen. »Hätten Sie Lust, mich heute Abend zum Essen zu begleiten?«

Seine Frage hätte er nicht belangloser stellen können, trotzdem begann Amandas Herz, wie wild zu pochen. Ohne nachzudenken, nickte sie.

»Prima! Ich kenne da ein erstklassiges Restaurant. Das wird Ihnen sicher gefallen.« Mit diesen Worten erhob sich Gabor Dietrich und deutete Amanda an, dasselbe zu tun.

Verwirrt blickte Amanda ihn an. »Jetzt sofort?«

»Haben Sie noch etwas vor?«

»Nein, aber ich muss mich doch noch umziehen.«

»Quatsch! Sie sehen fantastisch aus! Kommen Sie!«

Seine Stimme duldete keinerlei Widerspruch, also erhob sich Amanda zaghaft und folgte dem Arzt zum Ausgang.

»Sind Sie mit dem Auto hier?«

»Nein, zu Fuß. Ich wohne nicht weit von hier entfernt.«

»Praktisch!« Verschwörerisch zwinkerte Gabor Dietrich ihr zu.

Was war daran praktisch?

»Gut, kommen Sie. Mein Wagen steht da vorn.«

Zielsicher lief der Arzt über den Parkplatz. Artig folgte Amanda ihm bis zu seinem schwarzen Volvo und nahm auf dem Beifahrersitz Platz.

»Sehr schön! Obwohl es auch ziemlich leichtsinnig von Ihnen ist, zu einem Fremden ins Auto zu steigen.«

Mit Raubtierblick musterte Gabor Dietrich Amanda eindringlich. Dabei umspielte ein verschmitztes Lächeln seine Mundwinkel, sodass Amanda seinen Joke erkannte.

»Nun, ich habe mal irgendwo gelesen, dass die wenigsten Ärzte bestialische Mörder sind. Wegen des hippokratischen Eides und so. Ärzte tendieren eher zu Experimenten.«

Tapfer hielt Amanda dem Blick ihres Gegenübers stand und war dabei stolz auf sich selbst, solch eine Antwort gegeben zu haben. Trotzdem bummerte ihr Herz wie wild in ihrer Brust.

»Ja, wenn das so in dem Artikel stand, werden die Verfasser wohl recht haben. Und Experimente finde ich ohnehin auch vielversprechender.«

Diesmal grinste Gabor Dietrich lüstern und Amandas Körpermitte begann augenblicklich verlangend zu pulsieren.

»Also, wohin sollen wir fahren?«

»Ich dachte, Sie kennen so ein erstklassiges Restaurant?« Irritiert blickte Amanda den Arzt an.

»Nun, ich wollte mich nur versichern, dass du wirklich Appetit auf Nahrung hast.« Kokett zwinkerte Gabor Dietrich Amanda zu.

Allein die Zweideutigkeit und die Verheißung seiner Worte ließen Amanda noch feuchter werden. Und es turnte sie auch ungemein an, dass er sie plötzlich so vertraulich duzte.

»Von mir aus können wir auch gleich mit den Experimenten beginnen.«

Amandas Stimme war nur ein Flüstern. Dennoch hörte sie deutlich ihre eigene Erregung mitschwingen, was Gabor Dietrich selbstverständlich auch nicht entging. Mit einem Ruck zog er Amanda in seine Arme und küsste sie leidenschaftlich. Als sich ihre Lippen wieder voneinander trennten, war Amanda deutlich außer Atem und japste nach Luft.

»Okay, wie du möchtest. Zu mir oder zu dir? Alternativ vernasche ich dich sonst hier direkt im Auto.« Erwartungsvoll und voller Begierde blickte Gabor sie an.

Kurz ging Amanda im Kopf die Optionen durch. Hier im Auto Sex zu haben, war zwar ein verlockendes Angebot, aber viel zu risikoreich erwischt zu werden. Daher schüttelte sie schnell den Kopf und ging dabei gedanklich durch, wie sie ihre Wohnung verlassen hatte. Alle Sextoys hatte sie gereinigt und weggeräumt und auch so sollte alles ordentlich sein.

»Zu mir, ich wohne näher.«

»Woher willst du das wissen?«

»Weil ich nicht mit dem Auto herkommen musste.« Siegessicher grinste Amanda Gabor an.

Dieser nickte verstehend und startete dann lächelnd den Motor.

»Palmallee drei, bitte!«

Zufrieden lehnte sich Amanda zurück und schnallte sich dabei an.

Wenig später parkte Gabor den Wagen vor Amandas Wohnhaus und blickte sie verlangend an.

»Na, dann komm!«

Dies ließ sich der junge Arzt nicht zweimal sagen. Hurtig sprang Gabor aus dem Wagen und stand in Windeseile neben Amanda auf dem Gehweg, um sie stürmisch an sich zu ziehen und sie dann leidenschaftlich zu küssen. Ihm schien es überhaupt nichts auszumachen, dass man ihn hier mit ihr sehen konnte.

***

Ohne jede Eile entkleidete Gabor Amanda, als sie in ihrem Schlafzimmer angekommen waren. Dabei küsste er sanft jede entblößte Körperpartie hingebungsvoll und widmete sich besonders intensiv Amandas großen Brüsten.

»Bewunderst du dein Werk?«

»Sie haben mir vorher auch schon gut gefallen. Genau wie du! Von der ersten Sekunde an, als ich dich das erste Mal sah, wollte ich dich!«

Mit aufrichtigem Blick schaute Gabor sie von unten her an. Dabei glitzerten seine Augen voller Verlangen.

Wow! Er wollte sie, seit er sie das erste Mal gesehen hatte? Gabors Bekenntnis ließ Amanda augenblicklich erröten. Langsam küsste sich Gabor seinen Weg entlang bis zu Amandas Jeans und ließ sich dabei auf die Knie sinken. Geschickt öffnete er ihre Hose und zog sie mit einem Ruck zusammen mit ihrem Slip herunter.

Nackt stand nun Amanda vor dem knienden Gabor, der damit begonnen hatte, ihre Schenkel sanft auseinanderzudrücken, um mit seinen geschickten Fingern Amandas Pussy zu erkunden. Zärtlich rieb Gabor mit seinem Daumen über Amandas Kitzler und tauchte zeitgleich Zeige- und Mittelfinger in ihr feuchtes Loch.

Kehlig stöhnte Amanda auf und spürte dabei deutlich, dass sie leicht wund war von ihrem Liebesspiel mit sich selbst am Nachmittag. Ob sie jetzt überhaupt eine Chance hatte, nochmals zum Orgasmus zu kommen? Noch nie war sie zweimal an einem Tag zum Höhepunkt gekommen, denn jedes Mal, wenn sie es sich selbst besorgt hatte und dann Julius später mit ihr Sex haben wollte, schaffte sie es nicht, bei ihm zu kommen, weil alles viel zu überreizt war. Mist! Aber wer hätte denn auch ahnen können, dass sie mit dem jungen Arzt in ihrem Schlafzimmer landen würde?

»Ist alles okay?« Unsicher musterte Gabor sie.

»Ja, wieso?« Deutlich spürte Amanda, wie die Röte ihr ins Gesicht stieg.

»Du wirkst etwas verkrampft.«

Mit diesen Worten richtete sich Gabor auf und küsste Amanda voller Leidenschaft. Am liebsten hätte sich Amanda selbst geohrfeigt für ihre Zweifel. Schnell verdrängte sie alle negativen Gedanken und begann dann, mutig auch Gabor zu entkleiden. Eilig zog sie ihm das Shirt über den Kopf und befreite ihn auch ohne Umschweife direkt von seiner Hose und den Boxershorts.

Nackt stand nun Gabor vor Amanda, die bei seinem Anblick schwer schlucken musste. Gabors Körper war wirklich der Hammer. Er hatte ein durchtrainiertes Sixpack und ein wohlgeformtes V, das mit einem echt schönen Penis endete.

Bis zu diesem Tag hatte Amanda immer gedacht, dass jeder Schwanz irgendwie gleich aussah, aber diesen Gedanken musste sie eindeutig revidieren. Gabor hatte einen wohlgeformten Penis mit einer sichtbaren Aderung. Er war dick, aber nicht zu dick. Lang, aber nicht zu lang. Auch die Schambehaarung war perfekt gestutzt.

»Willst du nur schauen? Du darfst ihn gern auch berühren.« Lachend zwinkerte Gabor Amanda zu.

»Hast du da nachhelfen lassen?«

»Nein, genauso schuf mich der liebe Gott. Oder meine Eltern. Wie man es halt nimmt. Den Rest erledigen etwas Sport und eine gesunde Ernährung.«

Verarschte er sie? Unsicher blickte Amanda Gabor an und erkannte die Begierde in seinem Blick.