Wundersam - Brigitte Anna Lina Wacker - E-Book

Wundersam E-Book

Brigitte Anna Lina Wacker

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Beschreibung

Glauben Sie an Wunder? Glauben Sie an die Kraft der Gebete? Glauben Sie an Zeichen des Himmels? Ich habe nicht an Zeichen, Wunder bzw. die Existenz von Engeln geglaubt, bis sie sich mir zeigten. Alles geschah in einer Form, die mich neugierig machte.

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Seitenzahl: 53

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„Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“ Psalm 91:11, Luther Bibel (1912)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Vespa

Das Opfer

Donnerhall

Angst

Herbstgold

Wundersam

Vorwort

Glauben Sie an Wunder?

Glauben Sie an die Kraft der Gebete?

Glauben Sie an Zeichen des Himmels?

Ich habe nicht an die Existenz von Wundern, Zeichen oder Engeln geglaubt, bis sie sich mir zeigten. Sie taten das in einer Form, die mich neugierig machte.

In Stunden, in denen mein Vertrauen in das Leben schwand, zeigten sich vollendete Regenbögen. An manchen Tagen waren es mehrere, einmal sogar sieben. Seltsam daran war, dass sie außer mir niemand gesehen hatte. Immer noch staune ich und wundere mich, wenn Begebenheiten in meinem Leben auftauchen, die sich nicht so einfach erklären lassen.

Nach einem schweren Autounfall, den ich vor über 25 Jahren als Beifahrerin erlitten hatte, war ich nur noch imstande, kleine Touren im vertrauten Umkreis von 10-15 Kilometern zu machen. Aber dieses Dilemma wurde eines Tages schicksalhaft beendet. Mein Sohn hatte mich zu seinem Geburtstag eingeladen. Eine Katastrophe für mich, denn zwischen uns lag eine Entfernung von über 150 km. Als ich meinem Sohn vorsichtig an meine Angst erinnerte, verwies er mich an meinen Schutzengel und meinte, ich solle unbesorgt fahren.

Wenn die Not am größten ist, ist meist auch die Hilfe nah…! Einer meiner Freunde übte mit mir mehrfach das Fahren auf der Autobahn. Meine Knie und Hände zitterten schon beim Gedanken an die hohen Geschwindigkeiten.

„Mach dir doch darüber keine Sorgen!“, hatte er beschwichtigend auf mich eingeredet. „Du fährst so schnell, wie du es möchtest und verantworten kannst. Die anderen können doch überholen, falls du wirklich zu langsam fahren solltest.“

Schneller als gehofft kam dann für mich der große Tag. Aufgeregt war ich mit genauer Wegbeschreibung meines Sohnes und Stadtkarte zur Geburttagsfeier gestartet. Nach einigen Kilometern konzentriertem Fahren war von meiner Angst nichts mehr zu spüren. Ohne Probleme befuhr ich die Autobahn und freute mich darüber, dass die Fahrt reibungslos verlief. Ich hatte bereits über 100 Kilometer zurückgelegt und befand mich gerade im Überholvorgang auf der linken Fahrspur, als mein altes Auto plötzlich eigenständig bremste. Ich wusste, dass ich mich in allerhöchster Gefahr befand. Schließlich war die Autobahn dreispurig, es herrschte starker Wochenendverkehr und ich musste mit dem immer langsamer werdenden Fahrzeug auf die rechte Fahrspur wechseln.

In meiner Not fiel mir ein, dass ich als Kind mit meinem Bruder das Morsen mit der Taschenlampe geübt hatte und so hupte ich tapfer SOS und stellte mein Warnblinklicht an. Es war kaum zu glauben: Alle Autos bremsten sofort und ich konnte mein Auto sicher zum rechten Fahrbahnrand lenken. Nach einigen Metern kam der Wagen zum Stehen und wieder mochte ich es kaum glauben, direkt vor einer Notrufsäule.

Ich habe dankende Stoßgebete zum Himmel geschickt. Der ADAC kam bereits nach kurzer Zeit und schnell war der Defekt gefunden: Die Zündspule hatte versagt. - Es gab weitere seltsame Erlebnisse in meinem Leben, die ich in kleinen Episoden zusammengefasst habe.

Es sind wahre Geschichten, die das Leben schrieb. Lediglich Ortsbezeichnungen und die Namen der beteiligten Personen habe ich geändert. Die Privatsphäre von Angehörigen und Freunden, die mir lieb und wert sind, möchte ich gerne gewahrt sehen.

Möge das Leben auch für Sie Wunder und Wundersames bereithalten. Mit allen guten Wünschen und Gottes Segen

Ihre Brigitte Anna Lina Wacker

Die Vespa

Frühlingswarm schien die Sonne durch die geöffneten Fenster des roten Backsteinhauses und trug den Duft der Wiesen und des nahen Waldes in die Zimmer. Es war ein Tag wie im Märchenland. Morgentau lag auf den zarten Gräsern und Blüten des Gartens. Gäbe es Elfen, sie würden tanzen.

In der Küche stand eine junge Frau am Tisch und rührte für ihren Geburtstag am kommenden Tag einen Kuchen an. Sie war aufgeregt. Gerade hatte sie den lang ersehnten Anruf vom Fahrradhaus Klement erhalten. Seit Wochen wartete Beate ungeduldig auf ihre neue rote Vespa. Heute endlich war es so weit. Gegen Mittag könne sie den Motorroller abholen, hatte man ihr mitgeteilt.

Aufgeregt griff Beate erneut zum Telefon, um Ihren geliebten Ehemann zu informieren. Sie wusste, er würde für sie sofort die Arbeit unterbrechen und zu ihr eilen, um mit ihr in die zwanzig Kilometer entfernte Stadt zu fahren. Lars würde am Abend die Fehlstunden nacharbeiten.

Das Nummernschild war vorbestellt und konnte sofort vom Versicherungsbüro abgeholt werden. Beate hatte keinen besonderen Wunsch gehabt, was die Zahlenfolge betraf und wollte sich überraschen lassen. Ungläubig schaute sie auf die Zahlen 257. Wie konnte das sein? Es handelte sich um die alte Telefonnummer ihres verstorbenen Vaters. Beate eilte etwas verwirrt nach Hause.

Kaum zwanzig Minuten waren vergangen, als Lars strahlend zur Tür hereinkam und Beate stürmisch in die Arme nahm. Er liebte seine Frau wie am ersten Tag. Wortlos zeigte sie ihm das Nummernschild und Tränen glitzerten in ihren Augen. Lars verstand auch ohne Worte. Er wusste, wie sehr Beate immer noch um ihren Vater trauerte, der vor einigen Monaten nach schwerer Krankheit mit nur 61 Jahren verstorben war. Mit dem Geld, dass sie von ihm geerbt hatte, wollte sie sich einen langersehnten Traum erfüllen und sich endlich einen Roller kaufen.

Wegen der Kinder hatte Beate auf eine berufliche Karriere verzichtet. Sie hatten beschlossen, gerade in den wichtigen ersten Lebensjahren für die Kinder da zu sein. Das Geld war zwar knapp und zwang sie zur äußersten Sparsamkeit. Eigene Bedürfnisse wurden zurückgestellt. Wichtig war, dass es den Kindern an nichts mangelte. Lars arbeitete in einer Kfz-Werkstatt als Mechaniker. Wenn er von seinen Kunden Trinkgelder erhielt, so legte er diese Summen auf ein Sparbuch. Das Geld wurde auch in Notzeiten nicht angerührt. Es waren Rücklagen für die Ausbildung beider Söhne.

Lars war sehr geschickt in Haus und Garten. Viele der kleinen und großen Reparaturen konnte er selber ausführen. Manchmal half er Bekannten auf deren Baustellen und verdiente sich ein paar Euros nebenher. Dann lud er seine geliebte Frau zum Essen ein oder fuhr mit der Familie zum Einkaufen in die nächstgelegene Stadt.