Wundervoll - Sebastian Schick - E-Book

Wundervoll E-Book

Sebastian Schick

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4,99 €

Beschreibung

Der König ist weg, das Königreich ist verloren. Ein fremder Herrscher hat das Land in seinen Bann gezogen. Je mehr die Menschen sich ihm öffnen, desto finsterer wird es in ihrem Leben. Die Lage scheint aussichtslos. Doch erfüllt von einer geheimnisvollen Macht, die die Kraft hat, alles zu verändern, kämpfen die treuen Ritter des verschollenen Königs im Verborgenen um die Herzen der Menschen und um die Zukunft der freien Welt. Hier leben Daniel, ein junger Mann, der es noch wagt zu träumen, und Talina, eine junge Frau, die kurz davorsteht, das wiederzuentdecken, was verloren gegangen ist: Ein Königreich erfüllt von Liebe. Wundervoll ist eine Geschichte über schmerzvollen Verlust und heilende Liebe. Sie spricht von dem Glauben, der eine unsichtbare Wirklichkeit in eine greifbare Realität verwandelt. Aber vor allem ist sie eins - eine Geschichte wahrer Schönheit.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 64

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In Liebe für meine

Tochter Talina.

Inhalt

Ein großes Dankeschön

Vorwort

Wie lese ich dieses Buch?

Kapitel 1: Das erste Wunder

Kapitel 2: Johann und das Buch

Kapitel 3: Zeit der Liebe

Kapitel 4: Kraft aus der Sonne

Kapitel 5: Ein Teil des Großen

Kapitel 6: Ein trauriges Bild

Kapitel 7: Mut und Tapferkeit

Was ist passiert?

Schlusswort

Über den Autor

Ein großes Dankeschön

Zuallererst möchte ich mich bei all denen bedanken, die mir geholfen haben, aus diesem Buch eine Geschichte wahrer Schönheit zu machen:

Meine wundervolle Frau Tze Lin, die durch ihre Liebe maßgeblich zur Entstehung beigetragen hat. Meine Tochter Talina, für die ich diese Geschichte geschrieben habe. Meine Familie und engsten Freunde, die diese Geschichte haben entstehen sehen. Und zu guter Letzt Franziska Unger, Levent Kotil und Lea Schweiger, ohne die dieses Buch nicht das geworden wäre, was es heute ist:

Wundervoll.

Vorwort

Kleine Geschichten sind das, was uns Menschen berührt. Sie können uns auf einfachem Weg abstrakte Worte wie Liebe, Mut und Gerechtigkeit erklären. Auch Max Lucado bekräftigte: „Wenn du etwas Wichtiges zu sagen hast, erzähle eine Geschichte.“ Alles begann im Jahr 2011 mit der Aufforderung einer Bekannten: „Mir ist langweilig, erzähl‘ mir eine Geschichte!“. Daraufhin begann ich zu schreiben. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass dies in einem Buch enden würde, und noch viel weniger war ich mir einer Veröffentlichung sicher.

Doch letztendlich ist das auch nicht das Wichtigste. Es geht vielmehr darum, dass du von deinem Traum, deiner Vision, so überzeugt bist, dass eine Berührung mit dir ein weiteres Herz in Brand steckt. Edison, der Erfinder der Glühbirne, war überzeugt von seiner Arbeit. Nicht erst als es hell wurde, sondern auch während er durch die Dunkelheit mit unzähligen Versuchen seinem Ziel näherkam.

Ich glaube, dass die Wahrheiten, die unser Leben völlig verändern können, nicht kompliziert sind. Sie sind einfach. So einfach, dass jeder dazu in der Lage ist, sie zu verstehen. Es geht nicht darum, etwas Neues zu lernen, sondern darum, sich zu erinnern und wiederzuentdecken, was in Vergessenheit geraten ist, obgleich wir jeden Tag darüber reden.

Ich hoffe, die Geschichte von Daniel wird dir das weitergeben, was ich in sie hineingelegt habe. Vielleicht musst du dieses Buch auch mehrmals lesen, um wie ein Goldgräber immer tiefer zu schürfen, bis du auf den wahren Schatz, die wahre Botschaft gestoßen bist. Das Besondere an dieser Geschichte ist: Sie hat das Potenzial, deine eigene zu werden!

Wie lese ich dieses Buch?

Es gibt keine bestimmte Art und Weise, wie du dieses Buch lesen solltest. Ich glaube jedoch, dass du an der einen oder anderen Stelle zum Nachdenken angeregt sein wirst. Eventuell entdeckst du auch Parallelen zu deinem eigenen Leben und fühlst dich als Teil dieser Geschichte. Wenn das passiert, ermutige ich dich, nicht darüber hinwegzulesen, sondern dir einen Stift zu schnappen und deine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben.

Genau dazu habe ich nach jedem Kapitel eine Seite eingefügt, auf der deine Gedanken, Gefühle und Erinnerungen ein Teil des Abenteuers werden können.

Oft ist unser Leben viel zu schnell und mit Aufgaben vollgestopft. Meistens nehmen wir uns nicht die Zeit, unsere Erfahrungen zu verarbeiten und daraus zu lernen.

Deshalb lade ich dich ein, wann auch immer ein Gedanke, ein Gefühl oder eine Erinnerung in dein Bewusstsein kommt, eine Pause einzulegen und dir selbst Raum zu geben. Möglicherweise gibt es hier etwas zu entdecken.

Also, nimm dir genau so viel Zeit wie du brauchst. Nicht nur um das Buch zu lesen, sondern um dein eigenes Abenteuer darin zu entdecken. Sei mutig und nutze die extra Seiten. Mach es zu deinem Buch und schreibe deine eigene Geschichte wahrer Schönheit.

WUNDERVOLL

Die Geschichte wahrer Schönheit

Kapitel 1: Das erste Wunder

Vor langer, langer Zeit, inmitten einer malerischen Landschaft aus Wäldchen, Bergen und Hügeln, befand sich nahe der Küste eine kleine Stadt. Manchmal, bei stürmischer See, wurde die Gischt vom Wind bis auf die krummen Dächer und in die verwinkelten Gassen der Küstenstadt getragen. Das Rauschen des Meeres aber war immer zu hören. Es war nicht zu laut oder störend, nein: Es gab den Bewohnern die Gewissheit, zu Hause zu sein. Der Ort war sehr belebt: Immerzu waren Menschen auf den Straßen unterwegs und an den Ecken boten die Händler lauthals ihre Waren an. Ab und an kam es vor, dass all der Trubel im Hufgeklapper der Pferde unterging, die die Postkutsche zogen. Gelegentlich sah man auch das, was einst eine Patrouille des seit vielen Jahren abwesenden Königs war. Heute waren sie nur noch Söldner, die dem dienten, der ihnen den höchsten Lohn bot.

Die meisten Menschen hier hatten den König noch nie gesehen. Aber Geschichten wurden erzählt – von heldenhaften Taten und großen Schlachten. Die bekannteste von ihnen besagte Folgendes:

Vor vielen Jahren wurde das Land von einem mächtigen, dunklen Herrscher angegriffen.

Viele Menschen veränderten ihr Denken und begannen, dem Fremden zu glauben. Ihre Herzen verfinsterten sich, während sie sich von ihrem König immer mehr abwandten. Der König hatte keine andere Wahl und zog aus, um dem fremden Herrscher entgegenzutreten. Man erzählte sich, dass treue Freunde des Königs und seine tapferen Ritter unter den Menschen lebten und im Geheimen um deren Herzen kämpften, doch den König hatte seitdem niemand je wiedergesehen. Immer wieder behaupteten Menschen, er sei ihnen begegnet, doch die Posaunen, welche seine Rückkehr kundtun sollten, wurden nie gehört. Ein Königreich in den Herzen ein paar weniger, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben hatten - das war alles, was übrig geblieben war.

Hier lebte Daniel. Er war etwas anders als die anderen Männer. Mit der Rasur nahm er es nicht so genau, er trug die meiste Zeit einen Bart. Seine Hemden hatten einst seinem Vater gehört. Dieser war zu seinen Lebzeiten etwas größer als sein Sohn gewesen, weshalb die Kleidung ziemlich lose an Daniels Körper hing. Aber nicht nur sein Äußeres war besonders. Im Gegensatz zu vielen anderen, deren Herzen und Gedanken unter dem Einfluss des fremden Herrschers standen, hatte sich Daniel ein Auge für die Natur und ein offenes Herz für ihre Schönheit bewahrt. Für ihn war ein Sonnenaufgang im wahrsten Sinne des Wortes eine himmlische Sache und der Vollmond ein bezaubernder Anblick, der ihm nicht selten den Atem raubte. Daniel hatte den Beruf des Tischlers erlernt, doch er liebte es zu schreiben, sodass er sich immer als Schriftsteller vorstellte, wenn er jemanden kennenlernte. Große Werke hatte er noch nicht verfasst, aber er wusste, dass er eines Tages etwas von großem Wert in Worte fassen würde. Sein Wunsch war immer gewesen, seinen Sinn für das Schöne und all die faszinierenden Kleinigkeiten mit den Menschen zu teilen.

Schon als Kind hatte er es geliebt, anderen von den tollen Dingen zu erzählen, die er auf seinen vielen Entdeckungsreisen gefunden hatte. Noch heute genoss er es, die Natur zu bestaunen und hatte Gefallen daran, auf der Jagd nach großartigen Augenblicken zu sein. Nein, Daniel war kein Tagträumer. Aber er träumte, das stimmte schon. Er konnte sich nicht erklären, woher es kam, aber in ihm schlummerte die Sehnsucht nach Werten wie Ehre, Treue und Tapferkeit, die für andere unwichtig zu sein schienen.

So gehörte er nie wirklich dazu, obwohl er sein ganzes Leben in der kleinen Stadt verbracht hatte. Er ging oft allein in die Wildnis, um seinen Gedanken nachzuhängen oder um