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Während der Freund ihrer Mutter Nikki nachstellt, fällt ihre Mutter von einer Klippe und stirbt. Dies schleudert Nikki aus den unglücklichen Gewissheiten des Lebens in einem Heim in die brutalen Unsicherheiten von etwas weit Schlimmeren. Sie hängt eine Weile mit dem Freund ihrer Mutter ab, bevor sie sein Auto und eine Tasche voller Pillen klaut. Nikki fährt die Hügel der Appalachen hinauf zu ihrem Vater, der kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde. Dieser ist nur noch der Schatten früherer Tage. Nikki ist verzweifelt und unternimmt alles, um seine Liebe zu erlangen. Nikki ist die zielstrebigste junge Frau in den Hügeln von North Carolina. Fest dazu entschlossen, dass keine Versager und Ausgeflippte ihre Zukunft bestimmen. Und zielgerichtet alles dazu zu verwenden, was sie in ihre Hände bekommt, um die Welt nach ihren Vorstellungen zu gestalten und resolut darin, die Dominanz ihrer Familie im lokalen Drogenhandel zu bewahren. Nikki ist dreizehn Jahre alt. Sie mag jung sein, aber sie lernt schnell. Und bald lernt sie genau, wie sie ihre Stärken über die Menschen um sie herum ausüben kann.
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Seitenzahl: 115
Veröffentlichungsjahr: 2020
Katherine Faw
Aus dem Amerikanischen von Alf MayerHerausgegeben von Jürgen Ruckh
Young God: A Novel by Katherine Faw
Copyright by 2014 Katherine Faw Morris
Published by arrangement with Farrar, Straus and Giroux, New York
Deutsche Erstausgabe, 1. Auflage 2020
Aus dem Amerikanischen von Alf Mayer
© 2020 Polar Verlag, Stuttgart
www.polar-verlag.de
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) oder unter Verwendung elektronischer Systeme ohne schriftliche Genehmigung des Verlags verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Christine Laudahn, Claudia Denker
Umschlaggestaltung: Britta Kuhlmann
Coverfoto © Monkey Business/Adobe Stock
Autorenfoto: © Don Morris
Satz/Layout: Martina Stolzmann
Gesetzt aus Adobe Garamond PostScript, InDesign
Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck, Deutschland
Mit einem Nachwort von Kirsten Reimers
ISBN 978-3-945133-95-8
eISBN 978-3-945133-96-5
Für Don
EINS
ZWEI
DREI
VIER
FÜNF
DANKSAGUNG
NIKKI IST AM AUSFLIPPEN. Vor ihr springt ein Junge vom Felsen. Sie äugt über den Rand, sieht ihm nach.
»Nikki.«
Sie krümmt ihre Zehen. Der Fluss ist träge und gelb, windet sich meilenlang neben dem Feldweg, bevor er sich plötzlich in Stromschnellen verwandelt und sich weiß und blasig über diesen Felsvorsprung ergießt.
»Nikki.«
Achtzehn oder zwanzig Meter unter ihr ist das Schwimmloch.
»Nikki.«
»Wie tief geht’s da runter?«
»Dreißig Meter.«
Wesley hockt zu ihren Füßen. Er will seinen Schwanz in sie stecken. Nikki zieht alle ihre Falten im Bikini glatt, er hat ein kräftiges Pink. Hat Mama gehört. Aber jetzt ist Mama zu alt, um ihn zu tragen. Nikki ist seit ewigen Zeiten dreizehn.
»Springst du?«, sagt Wesley.
»Nikki«, sagt Mama.
Nikki stemmt ihre Hände in die knochigen Hüften.
»Was?«
»Du«, sagt Mama.
Mama zeigt auf Nikki.
»Musst dort runter.«
Mama deutet auf die Schultasche.
»Damit er und ich.«
Mama zeigt mit dem Finger auf sich und Wesley.
»Springen können.«
Sie lässt ihren Finger vom Felsen stürzen.
»Jetzt.«
Mama ist unten am Rand des Schwimmlochs. Nikki ist es schummrig, als sie zu Wesley zurücksieht. Zu ihrer Linken kriechen die Berge wie ein langsames blaues Tier. Es sind nur die Ausläufer. Uneben und grün.
Letzten Sommer ist hier ein kleines Mädchen gestorben. Sie ist von der falschen Stelle gesprungen. Als sie den Fluss absuchten, fand man sie eingeklemmt in einer Höhle. Mama hat das Nikki auf dem Weg hierher erzählt. Hat sich dabei umgedreht und Nikki auf dem Rücksitz wie ein seltsames Wesen angesehen. Wie sie es immer tut, wenn sie ihre Tochter ansieht. Der Kopf des kleinen Mädchens war zerschmettert wie ein von einem Hund zerbissener Basketball, hat Mama gesagt.
»Du musst da drüben runter«, sagt Wesley.
»Ich weiß«, sagt Nikki.
»Dann tu es.«
Wesley schlägt seine Bierdose gegen einen Strauch, der aus einer Felsspalte wächst. Das hier ist die Absprungstelle. Es klappt nur von hier, von nirgendwo anders. Nikki geht in die Knie und setzt einen Fuß nach dem andern. Noch ein großer Schritt und sie greift nach dem Strauch. Jetzt schleudert der Fluss seinen weißen Schaum nach ihr.
»Ich springe zuerst.«
»Nein«, sagt Nikki.
»Nimm einfach den Weg runter«, sagt Wesley.
»Nein.«
»Nikki«, sagt Mama.
»Gott«, sagt Nikki.
Da sie sterben wird, hätte sie es gern, dass man sich an sie erinnert und von ihr auf der Rückbank im Auto spricht und dabei erschaudert. Das stellt sich Nikki vor. Sie lässt den Strauch los und steht auf.
»Nikki.«
Sie rutscht einen Schritt nach vorne und springt.
»SCHEISSE, SCHEISSE, SCHEISSE«, sagt sie.
SIE KRACHT IN DAS SCHWIMMLOCH. Sinkt, als ob sie Gewichte an den Beinen hätte, bis sie sich erinnert, dass sie ja strampeln kann. Nach Luft schnappend kommt sie hoch, und tastet ihren ganzen Kopf ab. Der Fluss lässt jeder Hexe die Titten gefrieren. Fröstelnd schaut sie zum Wasserfall hoch und lacht in sich hinein. Es sind mindestens sechzig Meter, denkt sie.
Wesley ist ein Strichmännchen, das den ganzen langen Fall hinunterstrampelt. Seine Shorts blähen sich. Sein Schreien wird laut. Sein Aufklatschen wirft einen Schwall kaltes Wasser über Nikkis Kopf. Sie kreischt.
Sie schwimmt von ihm weg. Wesley drückt ihr mit einer Hand den Kopf unter Wasser, hält ihn dort. Sein Bauch hat das haarige Gelb jedes anderen Umrisses, den sie vage sehen kann. Sie tritt gegen ihn. Versucht ihm die Shorts zu den haarig gelben Knien hinunterzuziehen.
Nachdem er sie hochlässt, spritzt er ihr eine Ladung Wasser ins Gesicht. Dann treibt er grinsend auf dem Rücken weg. Sie schwimmt ihm nach. Schiebt sich aus dem Wasser und packt ihn am Kopf. Er drückt ihr die Taille und sie quiekt.
»Hör auf«, sagt Nikki.
»Nikki«, sagt Mama.
Nikki schlingt ihre Beine um Wesley. Dann windet sie sich von ihm los. Sobald er frei ist, taucht er ab. Schwimmt zum Ufer. Nikkis Rücken bekommt von einem Springer einen Schwall ab.
»Pass auf«, blafft sie.
Langsam schwimmt sie Wesley hinterher.
»Was zum Teufel war das?«
»Was?«, sagt Nikki.
Nikki zieht sich ans Ufer hoch. Ein Haufen Felsbrocken.
»Du hast mich rufen hören«, sagt Mama.
Nikki schüttelt sich den Fluss aus ihrem Haar und schaut sie nicht an. Wesley ist schon eine ganze Weile am Ufer, genauso lang, wie Nikki gebraucht hat, um hierher zu schwimmen, teils in Rückenlage, teils unter Wasser. Wesley lümmelt neben Mama.
»Setz dich auf diese Tasche.«
Nikki setzt sich genau dort hin, wo sie gerade steht. Ihr Hintern küsst den Fels.
»Du kannst von Glück sagen, dass ich noch nicht das Jugendamt gerufen habe«, sagt Mama.
»Mir egal«, sagt Nikki.
Aber Mama ist schon am Gehen. Nikki sieht ihr nach, wie sie in Richtung der Bäume läuft, hinter denen der Fußweg liegt. Zuhause hatte Mama das sauerste Gesicht der Welt gemacht, als Nikki mit dem pinken Bikini aus dem Bad kam.
»Was stimmt mit ihr nicht?«, sagt Nikki.
Sie lehnt sich auf ihre Hände gestützt zurück. Wesley schnippt seine Zigarette über den Uferrand.
»Pass auf die Tasche auf«, sagt er.
Wesley lässt sich Zeit, Mama hinterherzugehen. Er nimmt die Arme hoch und faltet die Hände über dem Kopf. Aus ihm könnte etwas werden, denkt Nikki. Aber er ist noch zu jung. Sie rutscht zu der Schultasche hinüber. Sie überlegt sich, wie es wäre, sie ins Wasser zu werfen und wie die beiden ausflippen würden.
Sie spürt, dass ein Mann sie beobachtet. Ihr Puls beschleunigt sich. Aber als sie schaut, ist es nur ein kleiner Junge.
»Was?«, sagt sie.
Oben auf dem Felsen tauchen Mama und Wesley aus den Bäumen auf.
»Hau ab«, sagt Nikki.
Sie winkt. Mama ist nicht nah genug am Strauch, obwohl sie an der Kante steht und hinuntersieht, sich dabei das Bein kratzt.
»Mama«, sagt Nikki.
Mama tut, als ob sie nicht hören kann und wendet ihr den Rücken zu, um mit Wesley zu reden. Nikki verdreht die Augen.
Von hier unten sieht der Wasserfall nicht besonders hoch aus. Nicht mehr als zwanzig Meter, denkt Nikki. Jemand springt ab und rudert mit den Armen, und sie zuckt nur die Schultern. Mama lacht über etwas von Wesley. Ihre Ferse rutscht zuerst weg.
Sie versucht sich zu fangen, aber da ist kein Busch zum Festhalten. Mama fällt die Felswand herunter, nicht den Wasserfall. Bevor sie mit einem riesigen Klatsch ins Wasser fällt schlägt ihr Kopf gegen zwei Felszacken.
Rings um Nikki wird die Luft weggesaugt.
MÄNNER WATEN in das Schwimmloch. Nikki sieht ihnen zu. Sie sieht den Wasserfall hinter ihnen.
Wesley greift die Schultasche und zieht sie am Arm hoch. Er sagt etwas.
»Los! Los! Los!«
Er zieht sie den Feldweg lang.
Nikki will Mama nicht sehen, egal ob ihr Kopf wie ein Basketball aussieht, den ein Hund zerbissen hat oder nicht.
SIE STARRT SICH IM SPIEGEL des Badezimmerschranks an. Sie hat sich ein Tuch um Mund und Nase gebunden, sodass nur ihre Augen heraussehen.
»OH. MEIN GOTT.«
Zwei Mädchen stöhnen im Fernseher. Wesley guckt immer nur Girlie-Pornos. Er sieht aus, als ob er schläft, aber als sie ihm ihre Hand aufs Knie legt, öffnet er die Augen. Sie liegen Seite an Seite auf der Couch.
Nikki klettert ihm auf den Schoß. Wesley starrt sie an. Weil seine Pupillen klein wie Stecknadelköpfe sind, haben seine Augen das grünste Grün. Er berührt ihr Haar.
»Das Pink gefällt mir.«
Mit Kool-Aid Brausepulver gefärbt. Nikki küsst ihn. Sie streckt die Zunge heraus. Die Mädchen in ihrer Wohngruppe sagen, es sei schlecht, ohne Zunge zu küssen. Er schiebt sie an den Hüften vor und zurück. Nach einer Weile macht er ihr die Shorts auf und lässt sie aufstehen und sie abstreifen.
Ihr Slip ist in Wirklichkeit das Unterteil des Bikinis, aber das scheint er nicht zu merken. Sie streift ihn die Beine hinunter und kickt ihn unter den Tisch, wo ein Sack mit Mamas Kleidern liegt. Es ist ein Einbautisch. Sie sind in einem Camper.
Mit einer Hand hält er seinen Schwanz. Er ist groß und rosa.
»Oh«, sagt Nikki.
»Komm her«, sagt Wesley.
Seine Stimme ist rau. Sie ist trocken wie ein Blatt. Wieder spreizt sie sich auf seinem Schoß. Ihre Hände legt sie flach gegen die Wand hinter ihnen. Sie drückt sich mit ihrem ganzen Gewicht auf ihn.
»Verdammt. Ich kann fühlen, wie du zitterst«, sagt Wesley.
Sein Schwanz sticht nur gegen sie. Sie fragt sich, was falsch mit ihr ist.
»Ich bin härter als ein verdammter Ziegelstein.«
Nikki beißt auf die Zähne.
Als sie ihn endlich in sich schlüpfen fühlt, ist es überhaupt nicht so, wie sie gedacht hat. Es ist mehr wie ein Presslufthammer. Sie sieht die Wand hinter ihnen hüpfen.
»Huh«, sagt Wesley.
»Oh. Mein Gott«, sagt der Fernsehschirm.
Plötzlich hört er auf. Er zieht seinen Schwanz heraus und lässt ihn auf ihren Bauch plumpsen, wo er zuckt und aus dem Kopf weißen Glibber spuckt.
»Ha«, sagt Wesley.
Samen, denkt Nikki. Es ist auch nicht schlecht, Samen zu schlucken. Nikki wischt mit der Hand über ihren Bauch und leckt sie ab. Es schmeckt ein wenig salzig und hauptsächlich nach nichts.
»Du kannst hierbleiben, wenn du willst«, sagt Wesley.
AUS IHREN AUGENWINKELN sieht sie das Proletengirl böse an. Das Farmerflittchen hat wuschelige Locken. Und viereckige Fingerspitzen. Mit ihnen fasst sie alles an. Sie gluckst wie ein Truthahn. Ist so alt wie Mama, neunundzwanzig oder dreißig. Sie ist seit Tagen hier. Sie ist es, die mit ihm im Bett schläft.
Wesley sitzt auf der Couch zwischen ihnen. Das Mädchen klopft mit den Fingerspitzen. Sie klopft an eine Bierdose. Nikki steht auf. Sie legt ihre Hände an die Hüften. Sie muss sich das nicht bieten lassen.
»Wohin gehst du?«, sagt Wesley.
»Ich hab einen Daddy«, sagt Nikki.
IN IHREM MUND fühlt sich sein Name glänzend und bitter an wie eine Münze, die man lutscht.
»Coy Hawkins.«
Es hat einen Klang.
»DU VERDAMMTE FOTZE«, schreit Wesley.
Im Garten stolpert er. Das Farmerflittchen gafft von der Campertür. Nikki sieht sie im Rückspiegel. Bis sie hinter einer Wegbiegung verschwinden.
Wesley lebt ziemlich weit oben auf dem Hügel, aber nicht ganz oben. Seine Straße ist ein gewundener Feldweg. Auf den meisten Anwesen bellen Hunde und zerren an ihren Ketten. Ein alter Mann starrt aus seinem Lehnstuhl. Gaspedal rechts, Bremse links. Ist nicht so schwer.
Am Fuß von Wesleys Hügel fährt Nikki über den gelben Fluss. Er kriecht vorbei wie immer. Sie biegt in den Hauptweg ein, weg von den Stromschnellen.
Der Hauptweg geht von Feldweg zu Kiesel zu Teer über. Von den Stromschnellen zum Highway, aber so weit fährt sie nicht. Sobald der Weg zu Kiesel wechselt, geht sie vom Gas. Und schleicht vorwärts.
Ein Auto fährt dicht auf, hupt und überholt schließlich. Sie sucht nach dem Hühnerstall mit den eingeworfenen Scheiben. Als sie ihn sieht, kehrt sie beinahe um. Direkt nach ihm biegt sie scharf links in einen unmarkierten Weg ein.
Es gibt hier keine bellenden Hunde, weil auf diesem Hügel niemand lebt, bis man bei ihm ist. Und bei Crystal und den anderen. Auf dem Weg hinauf gibt es kein einziges Haus. An jedem zehnten Baumstumpf hängen Schilder mit PRIVATBESITZ – DURCHFAHRT VERBOTEN. Es ist kurvig und steil. Holprig wie auf einem Rippenbogen. Ein kalter Lufthauch fährt Nikki durch die Zähne.
Sie ist Jahre nicht hier oben gewesen. Wenn sie weggelaufen ist, war es zu Mama. Aber hier auf diesem Hügel, über dem großen Haus, liegt ihr Geld versteckt.
In der Mitte der Straße ist ein kleiner Junge auf einem Fahrrad. Wie ein Rehbock.
NIKKI TRITT AUF DIE BREMSE. Der kleine Junge hält sich mit beiden Händen am Außenspiegel fest.
»Ich hab dich beinahe überfahren«, sagt sie.
»Wer du?«, sagt er.
Er lehnt sich auf den Spiegel, um hineinschauen zu können. Er ist neun oder zehn. Nikki starrt ihn an, seine schiefen Ohren.
»Hab dich vorher noch nie gesehen«, sagt er.
»Levi?«, sagt sie.
Er lehnt sich zurück, um sie zu mustern.
»Ich bin Nikki«, sagt sie.
»Wer?«
Sie hat keine Zeit für so etwas. Sie gibt Gas und seine Hand fliegt weg.
Im Rückspiegel sieht sie ihn hinter sich herkommen. Um den Berg hochzukommen, muss er in die Pedale steigen. Als sie ihn das letzte Mal gesehen hat, konnte er kaum laufen. Sie wirft ihm wütende Blicke hinterher. Er muss all die Jahre hier gewesen sein.
Sie nimmt die letzte Kurve. Der Weg wird gerade, die Bäume teilen sich. Beinahe bringt sie die Bremse erneut zum Quietschen.
Oben auf dem Hügel gibt es zwei Häuser und einen Hof. Das Haus von Crystal ist vernagelt, weil sie im Gefängnis sitzt. Aber auch das große Haus ist dichtgemacht. Sperrholz vor Türen und Fenstern. Auf dem verwilderten Hof stehen jetzt zwei Wohntrailer. Zwei große.
Sie lässt den Wagen ausrollen, bis er neben einem einfachen schwarzen Pickup zum Stehen kommt. Bleibt sitzen und starrt ihn an.
Sie sollte sich davonmachen. Das ist der erste Fleck, den das Jugendamt checken wird. Eine Tür geht auf. Coy Hawkins kommt aus dem Trailer, der vor dem großen Haus geparkt ist. Er steht auf der Türschwelle. Nikki steigt aus.
