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Der Kurzroman "Fleisch und Knochen" (Originaltitel: "Zombie-Sex") ist die Geschichte eines jungen Mannes, der als Zombie unter Zombies lebt, und "Briller" genannt wird. Zum Glück konnte er sich einen Rest Verstand bewahren, und seine Geschichte aufschreiben. Nachdem er sich nur schwer in der brutalen Welt der Untoten "eingelebt" hat, gerät er an Graf, ein merkwürdig stilvoller Zombie, der sich seiner annimmt. Aber warum tut er das? Und wozu benötigt er das "Menschenmaterial", das andere Zombies, Slum und Aas, ihm bringen sollen? Obwohl sie nicht leicht zu lesen ist, gibt die Story uns einen kleinen Einblick in die bizarre Welt einer verwesenden Spezies, die nicht nur vom körperlichen Zerfall gekennzeichnet ist, sondern in der so ganz andere Sitten und Gebräuche herrschen, als in unserer lebendigen. - Nach der in Deutschland erfolgreichen action-fantasy Story "Ares! Töte ihn!", legt Paine jetzt mit "Zombies" eine avantgardistische Kurzgeschichte vor, die als Storyboard zu einer Splatter-Comicserie entstand.
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Seitenzahl: 39
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Cliff A. Paine
ZOMBIES! Fleisch und Knochen
a story of a living dead - action fantasy
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Prolog
Untot
crueger ebooks
Impressum neobooks
Fleisch und Knochen
ist die Geschichte eines jungen Mannes, der als Zombie unter Zombies lebte, und "Briller" genannt wurde. Zum Glück konnte er sich einen Rest Verstand bewahren, und seine Geschichte aufschreiben. Obwohl sie nicht leicht zu lesen ist, gibt sie uns einen kleinen Einblick in die bizarre Welt einer verwesenden Spezies, die nicht nur vom körperlichen Zerfall gekennzeichnet ist, sondern in der so ganz andere Sitten und Gebräuche herrschen, als in unserer lebenden und modernen zivilisierten Welt.
Die obskure Art und Weise,
unter welchen Umständen der Autor Cliff Paine an diese Aufzeichnungen gelangte, verschweigt er ebenso, wie er es schaffte, den Text von Briller in eine für uns einigermaßen verständliche Form zu bringen. "So muss sich einst Rawlinson gefühlt haben. Der hat die Keilschrift entschlüsselt", sagte Paine in einem Radiointerview (Boston Public Radio 2012). Ich durfte mir eine Seite des streng unter Verschluss gehaltenen Manuskripts ansehen - er hat recht. Es ist grausam. Die handschriftlichen Anmerkungen an den Rändern schienen mit Blut geschrieben zu sein. Es gab furchtbare Zeichnungen mit Flüssigkeiten, deren Herkunft man nicht wirklich wissen möchte.
Für die Übersetzung
aus dem Amerikanischen habe ich fast ein Jahr gebraucht. Immer wieder musste ich mit Cliff telefonieren, um den Sinn der Sätze und Redewendungen klar zu stellen, denn Zombies haben ein ganz eigene, merkwürdige Art und Weise sich auszudrücken. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, diese Art und Weise zu erhalten und dennoch verständlich zu bleiben.
LAUT! KRACH!
Mega: BOOM! BOOM! - KROOM!
Ätzende Klänge!
BOOM! BOOM! - KROOM!
Hammer-Amboß-Knochen pauken, wie der Donner nach Blitz - nur 11mal so LAUT! Flitterflattern torturmäßig in die knöchernen Schnecken linksrechts im Schädel! Zerkloppen fast die Labyrinthe im Ohr drinne, so das Oben und Unten bald überall ist! Macht dir Blitze im Kopf, mit zuen Augen, und tut gut weh, wie Sex!
Schneideluft, halb verbrannt und dick von fauligem Wasserdunst, für den vergammelten Kolben in der Visage mit Sicherheit kein Spaß. Aber irgendwo auch Sex drin. Hoch mit dem Zinken! Den Kürbis hin und her gedreht und gerüsselt! Zittrige Freude in toten eitrigen Schädelaugen: Bald, bald, bald geht es hoch, zum Menschen fressen!
Zahnlose, faulige Schnauze aufgerissen, und geheult, und gejault, alle zusammen:
ARR! ARR! ORR!
ARR! ARR! ORR!
ARR! ARR! ORR!
Das eine Glupschie aufgerissen, halbverweste Typen und Tussen angegafft um dich herum. Schattenglieder abgehackt, folgen ekstatisch dem stroboskopischen Mündungsfeuer. Kämpfen die Schlacht ohne Blut, alle gegen alle, im gleichen Pauken, wie Begattung mit Genuss. Sex. Sex. Sex.
- Ey, Lui!, quäkten verzerrt Worte durch Pauken und mein Hammer-Amboss.
- `N bisschen Genuss?, und schon die vergammelte Flosse an meinen Knochen gerieben.
Die Tusse groß wie ich, aber doppelbreit. Das Zifferblatt rund, kraterig wie der schöne kalte Mond oben im Himmel, nur nicht so trocken. Vier und neun könnten eitrige Furunkel sein, sechs ein offener Knoten. Ein Glupschie schleimig wie eine zertretene Schnecke, aber Nummer 2 blinzelte Genussig. Mein Knochen wurde Knochen. Antwort genug.
Am Patschehändchenschlepptau durch quirlende Grunz-Typen und Tussen, in eine steinige, aber trockene Ecke voll Mörtel-Dreck, und ein-zwei Pflanzen vor der zerrissenen Mauer. Sie warf sich um, und mich, aber sie war weich. Schon zergelte sie meinen Knochen raus und öffnete ihre Beinkleider.
>> Ey, nicht wundern, dass das so spontimäßig über die Bühne ging. Ich war noch nicht lange hier unten. Sah noch halbwegs aus, bis auf das jetzt fehlende Glotzie, und war begehrt - nicht nur bei Tussen ...
Sie drückte ihr geschwulstiges Gesicht gegen meine Schulter, bebaggerte mit ihrem halbzahnlosen Mund meinen Hals, stieß ihr stinkendes Becken gegen meins, wie wenn sie einen Zitteraal drin hätte.
>> Ich habe Glück. Bastler hat mir die Maschine hier fitt gemacht, guter Bastler. Lange, lange Zeit nichts geschrieben. Es strengt an. Viele Worte sind weg, weg, weg ...
Jedenfalls stöhnte sie sich einen ab, kriegte aber meinen Knochen nicht in sich rein. Da musste wohl der gute alte Briller selber was tun. Ich langte in ihr siffendes Fleisch, es war nass und krustig, ich wollte nicht wissen wovon, langte meinen Knochen und lenkte ihn.
>> Von hier oben, vom Haus, sieht unsere Welt gut aus. Graf hockt im Fenster und beleckt den Silberlöffel. Slum hat sich verzogen. Aas ist Angeln auf dem Dach ...
