ARES! TÖTE IHN! - Cliff A. Paine - E-Book

ARES! TÖTE IHN! E-Book

Cliff A. Paine

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Beschreibung

Er ist auf die Erde gekommen, hat die Zivilisation der Menschheit vernichtet und sie in die Steinzeit zurückgeworfen. Nur noch wenige Menschen leben in Klans verstreut auf der verwüsteten Welt, um ihm und seinen furchtbaren Dämonen als jagdbares Wild zu dienen. - Ares, ein hochgezüchteter und brutal ausgebildeter Kämpfer, stärker als alle Anderen, muss in die schwarze Stadt, um ihn zu töten. Als Waffe hat er Anfangs nur seinen Körper, und den eisernen Willen seinen Auftrag auszuführen. Mit Todesverachtung stürzt er sich auf seine Gegner. Zerfetzt die Körper der Klon-Soldaten und wird selber schwer verwundet. Er findet Waffen, ein merkwürdiges Zackenschwert. Reißt Kreaturen auseinander und dringt immer tiefer in die Katakomben der Schwarzen Stadt ein. Bis zu ihm. Dabei erinnert er sich an das Leben im Klan, an die Weißheit der Alten, an die Frauen, seinen Sohn ... - Paines heroischer Stil lässt die Geschichte wie ein Heldenepos wirken und erinnert an Filme wie "300" oder "Spartacus: Blood and Sand". Ares bezeichnet in der griechischen Mythologie den Gott des schrecklichen Krieges, des Blutbades und des Massakers. "Eine gelungene Hommage an den ersten 3D Ego-Shooter DOOM!" eBook.de

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Seitenzahl: 70

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Cliff A. Paine

ARES! TÖTE IHN!

a story of blood and violence - action fantasy

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Anfang

Prolog

Start

Der Autor

Impressum neobooks

Anfang

ARES!

TÖTE IHN!

Eine Fantasy-Kurzgeschichte von Cliff A. Paine

Aus dem Amerikanischen von Hardy Krüger

Prolog

Du bist zum Töten geboren. Du kannst nichts anderes. Du hast nur eine Waffe: Deinen Körper. Aber wirst du stark genug sein gegen die blutrünstigen, übermächtigen Feinde?

Dein Vater war ein großer Krieger, der der Sohn des stärksten Mannes war. Deine Mutter eine große Kriegerin, die die Tochter der stärksten Frau war. Wir konnten deine Gene nicht manipulieren. Die Züchtung muss reichen.

Du hattest die beste Ausbildung in den Lagern der Partisanen.

Du hast die beste Nahrung bekommen die wir hatten.

Du hast alle Wettkämpfe gewonnen. Du bist der Auserwählte...

Du bist unsere letzte Hoffnung.

Geh in die Hölle.

Bis in die tiefsten Tiefen.

Bis zu IHM!

Ares!

Töte IHN!

a story of blood and violence

writtenby

Cliff Arthur Paine

Start

***

Wie ein Schatten schlich Ares bis an die äußere Mauer der Schwarzen Stadt heran. Mit den Fingerspitzen zog er seinen massigen, vernarbten Körper daran hoch. Nackt war der vernarbte Körper, nur ein breiter, lederner Ledenschurz bedeckte sein Geschlecht. Jeden noch so kleinen Vorsprung, jeden Spalt der roh behauenen Steine nutzte er. In seinen Fingern steckte die Kraft, seinen schweren, muskelbepackten Leib mit Leichtigkeit die Mauer hochzuziehen. In der untergehenden roten Sonne glänzte seine eingeölte Haut wie Bronze.

Wie ein riesiges Insekt, schnell und geräuschlos, hatte er bald die Krone erreicht. Er schaute aufmerksam nach rechts und links und sog prüfend die Luft ein. Aber seine Sinne meldeten nichts Gefährliches an die aufmerksam vibrierende Masse seines Gehirns. Dann schaute er ein letztes Mal in den roten Himmel. Sah ein letztes Mal die strahlende Sonne. Blickte ein letztes Mal zurück. Auf die Ebene. Auf die Berge. Dorthin wo sein Klan lebte.

Lautlos ließ er sich auf der anderen Seite der schwarzen Mauer hinab gleiten. Staub wirbelte auf als er den heißen Boden berührte. Sofort duckte er sich hinter einen Vorsprung. Er kannte sich nicht aus. Aber der Weg war einfach. Er musste in das Innere der Stadt. Bis zu IHM.

Wieder streckte er das kantige Kinn nach oben und sog die Luft ein. Aber er konnte keine Gerüche feststellen. Dann hörte er das Knirschen im Sand.

Er duckte sich hinter den Vorsprung, bereit wie eine Stahlfeder auseinanderzuschnellen. Das Knirschen kam zu schnell näher. Ares hatte keine Zeit zu überlegen. Seine Reaktion war ein Instinkt.

Als der Schatten des Klon-Soldaten ihn berührte, stießen die mächtigen Beine seinen gestählten, geschmeidigen Körper geräuschlos vom Boden ab. Mit seiner ganzen Masse prallte er gegen den überraschten Soldat. Beide landeten im heißen Staub. Zu einer Kralle erstarrte seine Hand. Als sie den Boden berührten stieß der Krieger zu. Mitten in das Gesicht stieß er. In die Augen des Soldaten bohrte er seine Finger. Er spürte wie die Augäpfel zerplatzen und eine schleimige Masse über seine Hand tropfte. In den Augenhöhlen steckend krampfte er die Finger zusammen. Packte zu. Schüttelte den Kopf des Soldaten in dem stahlharten Griff hin und her.

Der Klon-Soldat öffnete keuchend den Mund. Bevor er einen Laut ausstoßen konnte, spannte Ares die Muskeln seiner Hand fast zum zerreißen. Ballte sie zu einer Faust. Es knackte nur leise, als seine Handwurzel dem Soldaten das Nasenbein zerbrach. Blut quoll aus den plattgedrückten Nasenlöchern. Blut verteilte sich langsam über das verzerrte Gesicht. Ein schwerer Schlagring umschlang Ares’ Rechte. Er drückte den Kopf des Soldaten nach hinten. Holte weit aus. Ließ den Schlagring auf den Unterkiefer krachen. Der Knochen brach mit einem trockenen Geräusch. Das Kinn wurde herausgerissen. Blut spritze umher. Der schiefe Mund war nicht mehr imstande einen Laut auszustoßen. Ares zerrte den Mann hoch. Nahm den Kopf zwischen die blutigen Hände und rammte das, was von dem Gesicht noch übrig war, ein paar Mal mit aller Kraft gegen den Sporn seines angewinkelten Knies.

Der Soldat des Teufels tat seinen letzten Atemzug. Ares nahm ihm die Pistole ab und richtete sich auf. Mit seinen Fäusten trommelte er sich auf die mächtige Brust. Dumpf dröhnte es durch die leeren Straßen der Schwarzen Stadt. Gern hätte er gebrüllt, aber das durfte er nicht. Mit vorgestreckter Waffe schlich Ares in das Gebäude hinein, aus dem der Soldat gekommen war. Hinter dem Vorsprung glänzte irgendetwas metallisch, und gelb, aber Ares ignorierte es vorerst.

Eine Pistole. Die Alten hatten ihm von solchen Waffen erzählt. Sie hatten sie ihm aufgemalt, und so gut es ging deren Funktion erklärt. Er wusste, dass es ein Ding war, das früher Pistole genannt wurde. Bevor ER auf die Erde gekommen war hatten viele Leute solch ein Ding zum Töten besessen. Einige hatten sich selbst damit umgebracht. Die meisten anderen aber hatten ihre Nachbarn erschossen. Jetzt gab es fast keine Nachbarn mehr.

*

Der Klan des Kriegers zählte 63 Seelen. Die der beiden Nachbarklans 54 und 71. In dem großen Land gab es von Küste zu Küste 222 Klans. Seit Jahrhunderten hatte niemand mehr seinen Nachbarn umgebracht. Die Milliarden anderen Menschen hatte ER von seinen Soldaten und den Kreaturen der Unterwelt, so schrecklich, das man nicht wagt ihre Namen auszusprechen, abschlachten lassen. Alle.

*

Ares musste ausprobieren wie die Waffe funktionierte und gab einen Schuss ab. Er zuckte zusammen, als der widerlich laute Knall an den Wänden des dunklen Flures widerhallte. Der Rückstoß schleuderte seine Hand nach oben. Das war der lauteste Knall, den er je gehört hatte. Seine Ohren dröhnten und der Blitz des Mündungsfeuers blendete seine Augen. Trotzdem seine Sinne geschwächt waren, sah er zwei Klon-Soldaten auf sich zukommen. Mit grimmigen, erstarrten Gesichtern und eckigen schwarzen Augen kamen sie.

Er warf sich nach links und presste schützend sein Herz an die kalten Steine des Ganges. Mit der ausgestreckten Hand hielt er die Pistole vor sich und visierte einen der Soldaten an. Dann zog er mit dem Zeigefinger den Bügel an der Unterseite der Waffe durch. Jetzt war er auf den Höllenlärm und den Rückschlag vorbereitet. Blitz und Donner konnten ihn nicht mehr schrecken. Zwei Kugeln trafen den einen Klon-Soldat. Tödlich getroffen brach er brüllend zusammen. Der andere schoss auf Ares.

Ein Projektil riss eine daumengroße Wunde in Ares’ Oberschenkel. Er zuckte zusammen, weil der Schmerz ihn überraschend traf und seine Kugel verfehlte den Soldat.

Die Alten hatten ihm gesagt, er würde in der Stadt viele Dinge finden. Dinge, die IHM einst die Macht gegeben hatten, Herrscher über die Erde zu werden. Dinge und Waffen, die ein Krieger benutzen konnte, die Ares jetzt helfen würden, IHN zu besiegen.

Ares dachte daran, als er erneut auf den Soldaten des Finsteren schoss. Aber noch bevor auch der Mann mit einem Schrei auf den Lippen tot zu Boden sank, zischte seine letzte Kugel so nahe an Ares’ Kopf vorbei, das sie einen Fetzten seiner Kopfhaut heraus riss. Warmes Blut lief langsam an seinem Hals herunter. Blut.

Auch das war Bestandteil der Ausbildung gewesen: Er konnte den Schmerz ignorieren. Weiterkämpfen. Man müssten ihm schon die Gliedmaßen vom Körper trennen. Arme und Beine abhacken, den Kopf abreißen.

Langsam ging er auf die beiden toten Soldaten zu. Als er bei ihnen stand, nahm er ihnen die Munition für die Pistole ab und lud sie neu. Er würde viele nützliche Dinge finden hatten sie gesagt. Waffen. Er huschte noch einmal den Gang zurück, auf die leere Straße hinaus. Hatte er hinter dem Vorsprung nicht etwas Glitzern sehen?

Er trat wieder ins Freie und schlich zu dem Vorsprung zurück. Beugte sich darüber und sah eine wundersame Apparatur. So etwas hatten ihm die Alten nicht aufgemalt. Andere Waffen, ähnlich wie die Pistole, ja, aber solch ein Ding, das jetzt vor ihm lag? Nein. Er konnte sich nicht erinnern.

Der klobige Apparat hatte an einer Seite ein dickes Schwert. Aber statt einer scharfen Klinge, war es eine breite, grobschlächtige Metallplatte. Ares kratzte sich am Kinn. Überlegte, wie er wohl dieses stumpfe, plumpe Schwert am geschicktesten in einen Körper rammen konnte. Probiere die Dinge aus, hatten die Alten gesagt. Seine Hand streckte sich nach der Maschine. Es war nicht nur seine Intuition, die sie auf den vorgesehenen Griff über den Motor legen ließ. Man konnte den Apparat nicht anders als so hochheben.