Zufällig tödlich - Eine Leiche zum Entree - Kitty Heilander - E-Book

Zufällig tödlich - Eine Leiche zum Entree E-Book

Kitty Heilander

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Beschreibung

Diese zwei haben sich nicht gesucht, aber gefunden: Yuna Blossom Pütz, frühpensionierte Friseurin aus Köln, schreibt in ihrer Freizeit erfolglose Krimis. Romi Brinkbäumer wurde als Drehbuchautorin gerade gefeuert und kämpft mit Geldproblemen. Und weil das Schicksal durchaus Humor hat, führt es die beiden ausgerechnet bei einem Krimi-Dinner zusammen - in einem Schloss irgendwo in der Pampa. Doch aus dem amüsanten Wochenende wird bald blutiger Ernst. Anstatt gespielter Morde gibt es echte Tote. „Nichts wie weg!“, lautet der erste Impuls des ungleichen Duos. Leider sind wegen eines Unwetters alle Straßen gesperrt und das Schloss von der Außenwelt abgeschnitten. Also müssen Yuna und Romi ran: Den beiden Frauen bleibt nichts anderes übrig, als ihre Gehirnzellen zusammen zu schmeißen, um herauszufinden, wer ihrer Mitstreiter hier wen um die Ecke bringen will …

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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IMPRESSUM

KAPITEL 1

Romi

Yuna

Romi

Yuna

Romi

Yuna

KAPITEL 2

Romi

Yuna

Romi

Yuna

Romi

Yuna

KAPITEL 3

Romi

Yuna

Romi

Yuna

Romi

Yuna

KAPITEL 4

Romi

Yuna

Romi

Yuna

Romi

Yuna

KAPITEL 5

Romi

Yuna

IMPRESSUM

© Thalia Bücher GmbH

Batheyer Str. 115-117, 58099 Hagen, 2025

Alle Rechte vorbehalten.

KAPITEL 1

Romi

Woran merkst du, dass du ein erfolgreiches Leben führst? Ist es die Birkin Bag auf dem Sideboard, die verführerisch im Licht der Designerlampe glänzt? Sind es die Menschen am Empfang, die dir devot zunicken, wenn du das 20-stöckige Bürogebäude betrittst und mit dem Fahrstuhl hoch in deine Kanzlei für Insolvenzrecht fährst? Oder fängt es schon damit an, dass der Geldautomat deine verdammte Karte nicht einzieht, nur weil du den Dispo ein klein wenig zu sehr ausgereizt hast?

Es macht Schnapp, und das Ding ist weg. Ich schließe die Augen und versuche, die aufkommende Wutwelle in meinem Brustkorb nicht nach außen schwappen zu lassen. Zähne zusammenbeißen, damit niemand dich fluchen hört, Romi.

»Nicht schon wieder, verfickte Scheiße noch mal!«

Zu spät, die Worte sind mir schon rausgeflutscht. Ich blicke schnell über meine Schulter, ob mich jemand gehört hat. Aber hinter mir steht niemand. Nur eine Straßenkehrmaschine surrt im Hintergrund leise vorbei und wässert den Asphalt mit einer Sprühnebelfontäne.

Ich knurre den Automaten noch einmal demonstrativ an und wende mich dann von ihm ab. Er kann ja auch nichts dafür. Und Bargeld wird definitiv überbewertet. Ich habe ja noch Toast und ein paar Scheiben Käse zu Hause, damit werde ich heute durch den Tag kommen. Und morgen beginnt dann ein neuer.

Ich soll ohnehin für die nächsten ein bis zwei Stunden nichts essen, hat mein Zahnarzt gesagt, bis die Betäubung nachgelassen hat. Er hat mir eine neue Füllung verpasst, am Backenzahn hinten unten links. Dabei kam allerdings heraus, dass dieser Zahn gar nicht das eigentliche Problem ist, sondern die zwei direkt daneben. In den Zwischenräumen hat die Karies ne fette Party gefeiert. Ich bin halt schon lange nicht mehr zur Kontrolle erschienen.

»Wir werden ums Überkronen nicht herumkommen, Frau Brinkbäumer«, hat der Doc durch seine Maske genuschelt, während ich noch darüber nachdachte, warum diese Gummihandschuhe, mit denen er mir im Mund herumfummelte, immer so furchtbar riechen mussten.

»Wir drucken Ihnen direkt einen Kostenvoranschlag aus.«

Mit mitleidigem Blick hatte mir die Prophylaxe-Helferin den Wisch schließlich in die Hand gedrückt.

Ich hätte die Prognose für meine Zahnsanierung erst einmal weglegen können, ohne reinzugucken. Aber dafür bin ich zu ungeduldig. Wenn eine Katastrophe naht, dann weiß ich gern möglichst früh davon. Und in diesem Fall war die Bezeichnung »Katastrophe« stark untertrieben.

Die Sache ist so, dass ich mich zwischen Pest und Cholera entscheiden kann: 1.600 Euro Kronenspaß oder zwei riesige Zahnlücken, die man bei jedem Lachen sehen würde. Für jemanden, der mit Geld umgehen kann, wäre das sicher kein Problem. Nur dass ich mich leider nicht zu dieser Gruppe dazuzählen kann.

Ehrlich gesagt ist es nicht die einzige teure Baustelle, die sich in meinem Körper auftut. Fersensporn, Frozen Shoulder, Lendenwirbelsyndrom, um nur ein paar Begriffe zu nennen. Das geht schon seit ein paar Jahren so – genauer gesagt, seit ich 40 wurde. Diese Zahl hatte ich bisher allerdings erfolgreich verdrängt, weil mein inneres Alter gefühlt bei 29 stehen geblieben ist, und ich mir lange vormachen konnte, dass mein Äußeres sich schon danach richten würde. Tut es aber nicht mehr. Zum Club der Coolen zu gehören, immer up to date zu sein und unsterblich zu wirken, ist schon längst unfassbar anstrengend geworden.

Nur: Darüber zu reden, wie müde und kraftlos ich mich oft fühle, und dass mir die Tränen in die Augen schießen, wenn ich alte Fotos von mir sehe, kommt gar nicht in Frage. Ich will auf keinen Fall wie eine dieser tantigen Jammer-Uschis wirken, die früher immer bei meiner Mutter am Kaffeetisch saßen und Tipps gegen Blasenschwäche ausgetauscht haben.

Fakt ist aber auch: Nie im Leben könnte ich noch wie damals mit 19 stundenlang anstehen, um eines der heiß begehrten Tickets für ein Blur-Konzert zu bekommen. Meine Füße und mein Rücken würden mich umbringen. Neulich habe ich noch einmal Damon Albarn singen hören, und obwohl er inzwischen auch nicht mehr der Jüngste ist, wirkte es bei ihm völlig mühelos. Als er ins Publikum gegrinst hat, waren seine Zähne gerade und ohne Makel. Und bestimmt wird seine Karte auch nie eingezogen und selbst wenn, hat er noch zehn weitere dabei.

Ich fische den Schlüssel aus der Tasche meines Parkas, schließe die Haustür auf und steuere auf den Briefkasten zu, aus dem die weiße Ecke eines Umschlags herausguckt. Als ich das Türchen öffne, fällt er mir entgegen. Am Logo erkenne ich, dass er von der Hausverwaltung stammt. Ich seufze. Heute scheint der Tag der schlimmen Briefe zu sein. Ich reiße ihn direkt auf und lese. 

»Wie in unseren Schreiben vom 21. Juli und 8. August bereits erwähnt … blablabla … kündigen wir das Mietverhältnis wegen Eigenbedarfs … blablaba … Alternativwohnung können wir Ihnen leider nicht anbieten … blablabla … Bis zum 30. November hat eine Rückgabe der Immobilie im vertragsgerechten Zustand zu erfolgen.«

BÄM! Herzlich willkommen im Leben von Romi Brinkbäumer, die in Zukunft nicht nur kraftlos, mittellos und zahnlos sein wird, sondern obendrein auch noch obdachlos. Ich sammle quasi Los-igkeiten. Was das angeht, bin ich eine gottverdammte Queen. Was soll’s? Wenn mir die vergangenen Jahre eines gezeigt haben, dann das: Egal, wie viel Scheiße du erlebst, deine Arbeit rettet dich. Was kann mir schon passieren? Ich hab ja immer noch meinen Job.

Yuna

Amelia Winklebottom drehte bereits ihre dritte Runde um das Rosenbeet, die zierliche Teetasse fest in der Hand. Keinen Tropfen des heißen Lebenselixiers hatte sie bisher verschüttet, aber schließlich war dies auch nicht ihr erstes Rodeo.

»Rodeo. Was schreibe ich denn da für einen Unfug? Sie ist doch keine Amerikanerin«, schimpfe ich laut, obwohl niemand da ist, der mir zuhört. »Also, noch mal von vorne.«

Keinen Tropfen des handgepflückten Darjeelings, den sie jeden Morgen um diese Zeit trank, hatte sie bisher verschüttet, aber schließlich war dies auch nicht ihre erste Leiche. Es gab keinen Zweifel. James Ogilvy, der Mann, der ihr seit Jahren das Leben zur Hölle machte, lag mausetot in ihrem Garten. Amelia wusste, dass sie über kurz oder lang die Polizei rufen musste, aber …

»Pling« macht das E-Mail-Programm meines Laptops. Vermutlich ist es nur eine Werbung für eine Wunderpille gegen Wechseljahresbeschwerden oder irgendein Spammer mit zweifelhafter Orthografie, der sich meine Kontodaten ergaunern will. Dabei bräuchte er doch nur nett zu fragen. Wie sagte meine Oma immer: Einem nackten Mann kannst du nicht in die Tasche greifen. Einer berufsunfähigen Frührentnerin auch nicht.

Doch diese Mail stammt weder von einer Firma, die sich um den Zustand meines menopausalen Körpers sorgt, noch von der »Deutschesbank«, die möchte, dass ich einen dubiosen Link anklicke, sondern vom CrimeTime Verlag.

Wie immer, wenn ich Post mit dem Betreff »Ihr eingereichtes Manuskript« erhalte, klopft mir das Herz bis zum Hals. Ich schließe die Augen und versuche, mir eines der Mantras in Erinnerung zu rufen, mit denen meine Mutter immer die positiven Energien des Universums heraufbeschworen hat, beschränke mich dann aber auf ein einfaches »Ommmm«. Das muss reichen. So. Ich fühle mich schon viel besser, ach was, ich platze geradezu vor Optimismus. Heute ist ein guter Tag. Mit guten Nachrichten.

»Liebe Frau Pütz, leider müssen wir Ihnen mitteilen …«

Eigentlich müsste ich mich an solche Absagen mittlerweile gewöhnt haben, aber die Enttäuschung trifft mich heute noch genauso wie beim ersten Mal. Ich beschließe, Amelia Winklebottom eine kleine Pause zu gönnen und mir einen Kaffee zu kochen.

In der Küche schubse ich erst mal Wimsey von der Arbeitsplatte. Eigentlich heißt er »Lord Peter Wimsey«, benannt nach meinem Lieblings-Romandetektiv, aber ein derartig langer Name ist doch ein ziemlicher Brocken für einen Kater, der ohnehin auf nichts hört.

Die Espressomaschine macht ein paar äußerst beunruhigende Geräusche, die gestern noch nicht da waren, lässt sich aber schließlich doch dazu herab, eine zähe, schwarze Flüssigkeit in meine Tasse zu spucken. Der Tote in den Rosen ist Amelia Winklebottoms 13. Fall und die E-Mail von vorhin meine 13. Absage in diesem Jahr. Von wegen Glückszahl. Ich greife mir die Flasche mit dem süßen Rum aus dem Küchenschrank und kippe einen ordentlichen Schuss davon in meinen Kaffee. Ich bin eigentlich nicht der Typ, der mal zwei Wochen irgendwo Urlaub macht und danach gleich sämtliche Sitten und Gebräuche des anderen Landes zu Hause implementiert, aber mit ihrem Carajillo haben die Spanier mich definitiv überzeugt.

Frisch gestärkt lasse ich Wimsey raus auf den Balkon – er könnte natürlich auch einfach die Katzenklappe nutzen, aber dafür ist er entweder zu dumm, zu faul oder beides – und setze mich wieder an meinen Rechner. Wo war ich? Ah ja, …

Amelia wusste, dass sie über kurz oder lang die Polizei rufen musste, aber …

Diesmal ist es das Handy, das mich unterbricht.

»Yuna! Schatz! Wie geht es dir?!«

Bleibt mir denn heute gar nichts erspart? Meine ehemalige Schwägerin Patti, die darauf besteht, dass man sie Patricia nennt, weil es vornehmer klingt, ruft mich eigentlich immer nur an, wenn sie etwas von mir will.

»Patti«, säusele ich ins Telefon. »Was kann ich für dich tun?«

Die Tatsache, dass sie mir die Verniedlichung ihres Vornamens durchgehen lässt, zeigt mir, dass ich mit meiner Vermutung recht habe.

»Nichts«, heuchelt sie. »Ich wollte mich nur mal wieder bei dir melden, mal hören, wie es dir geht und was du so treibst.«

»Mir geht’s prima«, antworte ich mit so viel Enthusiasmus, dass ich mir beinahe selbst glaube. »Ich schreibe gerade an …«

»Fein, fein«, unterbricht mich Patti-Patricia. »Du erinnerst dich doch bestimmt noch, dass unser Jannik zur Polizei gegangen ist? Ich finde ja, dass das ein viel zu gefährlicher Beruf ist für unseren Großen, aber die Kinder lassen sich ja heutzutage nichts mehr sagen.«

Wir haben den Punkt in unserer Konversation erreicht, an dem ich nichts Konstruktives beizutragen habe, also brumme ich nur zustimmend.

»Jedenfalls ist er mittlerweile Anwärter auf den Höheren Dienst und muss dazu eine mehrmonatige Fortbildung machen. An der Polizeiakademie. In Köln.«

Aha. Wusste ich’s doch.

»Und du wolltest mich fragen, ob ich jemanden kenne, der eine Wohnung zu vermieten hat? Warum rufst du nicht deinen Bruder an, der verkehrt doch in der feinen Gesellschaft. Ich kann dem Jannik bestenfalls ein gutes Yoga-Studio empfehlen.«

Patti lacht gekünstelt.

»Haha, ja, also den Marco habe ich natürlich auch schon angerufen, aber der ist ja immer so busy, mit seinem Schmuck und dem Salon und den Zwillingen …«

Warum habe ich mir eigentlich nicht gleich einen doppelten Carajillo gekocht? Bei dem Gedanken an meinen Ex und seine neue Familie könnte ich glatt noch einen Schnaps gebrauchen.

»Jedenfalls meinte er, du wärst doch eh knapp bei Kasse und hättest jede Menge Platz, da könnte doch der Jannik bestimmt bei dir wohnen.«

Ohne ein weiteres Wort lege ich auf und schalte mein Handy in den Flugmodus. Espresso wäre jetzt kontraproduktiv. Ich bin mir sicher, man kann den Rum auch pur trinken.

Romi

Als ich das Büro von Cologne Pictures betrete, rieche ich es sofort. Irgendetwas vergammelt da doch. Eine Duftmischung aus nassem Hund und einem Blumenstrauß, der etwas zu lange im Wasser gestanden hat, kitzelt meine Nase. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat eine der letzten Schüler-Praktikantinnen eine Schale mit Resten vom Mittagessen im Gemeinschaftskühlschrank vergessen. Und da sich kaum noch jemand traut hineinzugucken, ist es unentdeckt geblieben. Möglichkeit zwei: Mein Kollege Winnie hat die Abstände zwischen seinen Duschtagen, wie so oft, sehr großzügig ausgelegt. Kaum schießt mir der Gedanke durch den Kopf, kommt er mir auch schon aus der Küche entgegen. Er trägt diesmal das rote von den genau zwei Karohemden, die ich an ihm kenne. Ich atme todesmutig ein, analysiere die Duftnote und kombiniere haarscharf: Winnie, du bist es … nicht. Ausnahmsweise umgibt ihn diesmal ein Hauch von Waschmittel.

»Riechst du das auch?«, frage ich.

»Was denn?«

»Na, da ist doch irgendwas ranzig geworden.«

Winnie schnuppert kurz, kratzt sich in seinem Bart, schüttelt den Kopf und geht dann an mir vorbei zum Kaffeevollautomaten. Der Typ arbeitet schon seit zwanzig Jahren in unserer Produktionsfirma. Ihm scheint mittlerweile alles egal geworden zu sein.

Völlig tiefenentspannt stellt er eine Tasse unter den Auslauf der Maschine und drückt auf »Espresso doppio«. Es beginnt laut zu dröhnen.

»Hast du schon in den Kalender geguckt?«, ruft er mir durch den Lärm hindurch zu. »9 Uhr 30 ist Team-Meeting, die wollen da was verkünden. Keine Ahnung, was da schon wieder los ist.«

»Okay«, antworte ich knapp.

Seine Ankündigung beunruhigt mich nicht weiter. Bisher waren die außerplanmäßigen Team-Meetings immer maximal langweilig. Vermutlich hat Anders Willebroek, der Chef von Cologne Pictures, sich wieder einmal eine neue Software zur Stundenerfassung aufschwatzen lassen und muss sie uns jetzt schmackhaft machen. Er weiß genau, dass wir protestieren werden, wenn wir uns zum x-ten Malin eine andere Benutzeroberfläche reinfuchsen müssen. Was auch denkbar wäre, ist, dass wir beim Catering sparen müssen und es bald kein gratis Mineralwasser mehr für alle gibt. Seit uns neulich diese britische Heuschrecken-Firma übernommen hat, haben sie uns schon den Obstkorb gestrichen, auch wenn mir das nichts ausgemacht hat. Ich hasse Obst, wenn ich ehrlich bin. Erst recht, wenn es neben mir auf dem Schreibtisch vor sich hin gammelt und die Bananen neben den Äpfeln einen langsamen, qualvollen Tod sterben.

Kein Mitleid. Ich bin schließlich zum Schreiben hier und nicht auf einem Wellness-Trip. Diese ganzen Extras, mit denen Arbeitgeber werben, können mir im Grunde gestohlen bleiben. Ich brauche weder einen Kickertisch noch eine Tischtennisplatte, und ich will mich auch nicht nach Feierabend mit Kollegen zu irgendwelchen »Get-Together-Events« treffen.

Dass der Job als Storylinerin für die Vorabend-Serie Mord im Westen nicht mein Traumjob ist, macht vieles einfacher. Ich gehe ins Büro, denke mir aus, was in den Folgen passiert, gebe es an andere Autoren weiter, und die schreiben dann etwas dazu. Meistens nichts Dolles. Wenn ich mir durchlese, was zurückkommt, denke ich jedes Mal: Das hätte ich besser gemacht. Mein Traum war es immer, eines Tages meinen Namen im Abspann vom Tatort zu lesen. »Drehbuch: Romi Brinkbäumer.« Hat bisher nicht geklappt. Obwohl ich gefühlt hundert Ideen eingereicht habe. Irgendwann habe ich resigniert, und nun mache ich eben Dienst nach Vorschrift. Es fällt mir nicht schwer, den Job mit innerer Distanz professionell zu betrachten. Freunde finden will ich hier erst gar nicht. Gegen einen One-Night-Stand hier und da habe ich allerdings nichts einzuwenden.

Ich setze mich an meinen Platz im Großraumbüro, fahre meinen Rechner hoch und logge mich in Slack ein. Das ist unsere digitale Plattform, über die wir uns kurze Nachrichten und Arbeitsanweisungen schicken, die uns dann maximal nerven und von der Arbeit abhalten.

Head-Autorin Gesa hat eine Änderung in meiner Storyline vorgeschlagen, die sie später mit mir besprechen will. Sie findet, Lisbeth, die Mutter unseres Provinz-Cops Hagen Oppermann, sei schon viel zu oft aufgetaucht, und wir sollten ihm lieber einen neuen »Love Interest« reinschreiben. Am besten eine junge Lehrerin. Ich rolle mit den Augen. Die Mutter hatte ich extra schön böse angelegt, die hätte endlich mal Pfeffer in die Geschichte gebracht. Und ich wäre womöglich mal richtig gefordert gewesen, diese Folge besonders interessant zu entwickeln, statt das übliche Schmunzelkrimi-Zeug abzuliefern. Aber okay, unsere Head-Autorin mag es gemächlich, sonst wäre sie wahrscheinlich auch nicht federführend bei dieser öden Vorabendserie.

Eine zweite Direct-Message poppt auf. Sie ist von Simon, unserem Volontär, und enthält einfach nur ein Auberginen-Emoji sowie das Wort »heute« mit einem Fragezeichen. Wir beide wissen, was das zu bedeuten hat. Ich sehe mich vorsichtig um, ob gerade auch niemand auf meinen Bildschirm schaut.

Winnie schiebt sich mit seiner Kaffeetasse an meinem Schreibtisch vorbei in Richtung Konferenzraum und bedeutet mir mit einer Kopfbewegung, es ihm gleichzutun. Ich klicke Simons Sexanfrage weg, folge ihm und setze mich an die Fensterseite des langen Tisches. Neben Gesa lümmelt Simon bereits auf seinem Stuhl mir gegenüber und grinst mich an. Ich signalisiere ihm mit gehobener Augenbraue, dass er das gefälligst lassen soll. Niemand muss wissen, dass ich mit meinen 48 Jahren gelegentlich, nach ein paar Kölsch zu viel, mit einem Mittzwanziger abstürze, der gerade erst sein Studium beendet hat. Mein privater Bachelor, sozusagen. Spaß, der mir nichts bedeutet. Mit dieser Strategie fahre ich schon seit ein paar Jahren ausgezeichnet und habe mein vernarbtes, durch und durch enttäuschtes Herz damit erfolgreich vor weiteren Verletzungen geschützt.

Als Letzter stößt Anders Willenbroek die Glastür zum Konferenzraum auf und hält sie gentlemanlike für einen Moment lang offen, denn er ist nicht allein gekommen. Eine Frau mit blonder Farah-Fawcett-Gedächtnismähne stolziert hinein. Sie trägt einen oversized Hosenanzug in mintgrün und dazu Zehn-Zentimeter-Highheels. Kurz gesagt sieht sie aus, als hätten sich sämtliche Fashion-Influencer auf Instagram zusammengetan und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt.

Anders setzt sich an den Kopf des Konferenztisches. Die unbekannte Frau nimmt ganz selbstverständlich an seiner rechten Seite Platz. Sollte mich das stutzig machen?

»So, meine Lieben«, sagt Anders mit sonorer Stimme. »Heute geht es in unserem Meeting ausnahmsweise mal nicht um Organisatorisches. Wir haben nämlich eine neue Personalie zu besprechen. Damit starten wir zugleich unser neues Projekt: Ready for Success.«

Ready for Success? Mein über die Jahre fein geschulter Bullshit-Detektor springt schlagartig an. Die Nadel schlägt direkt im roten Bereich aus. Wenn neue Projekte mit englischen Fantasietiteln angekündigt werden, ist bisher selten etwas Gutes dabei herausgekommen.

»Ich darf euch Valeria Husen vorstellen«, sagt Anders weiter.

Die so Genannte schüttelt ihre Ponyfransen, in Friseur-Fachsprache auch Curtain Bangs genannt, und lächelt kühl in die Runde.

»Valeria wird kommende Woche als neue Creative Producerin bei uns starten und als solche sämtliche Geschichten auf ein neues Level heben. Sie hat zuvor zwei Jahre bei Netflix California im Story-Department gearbeitet und gilt als Meisterin der Storylines.«

»Hä, was will die denn in unserer Rumpelbude, wenn die mal bei Netflix war?«, schießt es mir als Erstes durch den Kopf. Und im nächsten Moment: »Was soll das heißen: Geschichten auf ein neues Level heben?«

Doch bevor ich etwas einwerfen kann, redet Anders schon weiter.

»Valeria wird zunächst mit Romi zusammenarbeiten und dann peu à peu ihren Wirkungsbereich übernehmen. Romi wird uns nämlich leider, leider bald verlassen, um sich neuen Aufgaben zu widmen.«

Schlagartig friert mir das Gesicht ein. Was hat er da gesagt? Ich werde die Firma verlassen? Die Bitch soll meine Aufgaben übernehmen? Weil ich GEHE? Mein Herzschlag setzt für einen Moment aus, bevor es in meinem Brustkorb rumpelt und mein Herz dann gefühlt doppelt so schnell weiterschlägt.

Gesa und Simon sehen mich überrascht an. Ich will Anders etwas entgegenschleudern, doch meine Zunge ist mit einem Mal betonschwer und will sich nicht bewegen. Ich komme mir vor wie im falschen Film.

Der Rest des Meetings rauscht an mir vorbei. Als alle längst den Raum verlassen haben, sitze ich immer noch da und starre vor mich hin. Schließlich mache ich den Kneiftest. Ich zwicke mich in den Unterarm und stelle fest: Aua. Das hier ist alles real. Anders hat mich soeben eiskalt rausgeworfen. Zumindest hat er es versucht. Doch auch wenn ich mir das selbst nicht zugetraut hätte, regt sich der Kampfgeist in mir.

Ich springe auf, laufe zu seinem Büro und reiße, ohne anzuklopfen, die Tür auf.

Anders sieht mich überrascht an, schiebt mich hinein und schließt dann die Tür leise hinter mir. Er deutet auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch.

»Bitte, setz dich doch.«

»Sag mal Anders, geht‘s noch?«, schießt es direkt aus mir heraus. »Ich bin jetzt seit fünf Jahren bei euch, habe noch keinen Tag krank gefehlt und hole aus dieser Kack-Provinz-Serie so viel raus, wie es geht. Und jetzt kickst du mich einfach raus?«

»Hör mal, Romi, du darfst das nicht persönlich nehmen. Du weißt doch, dass VVP uns vor Kurzem aufgekauft hat. Und natürlich wollen die auch aus so einer kleinen Produktionsfirma wie unserer das Beste herausholen. Das sind sie ihren Stakeholdern schuldig. Cologne Pictures soll ein Big Player in Deutschland werden. Da muss einfach frischer Wind her.«

»Frischer Wind? Hier in Köln-Ehrenfeld? Das glaubst du doch selbst nicht.«

»Dir muss ich doch nicht erzählen, wie der Hase läuft. Wir müssen uns komplett neu aufstellen. Diversität ist jetzt ein wichtiges Thema. Auch mal Minderheiten zu Wort kommen lassen.«

Ich spüre, wie es in mir zu kochen beginnt. Was redet der da für einen Mumpitz? Unsere Serie Mord im Westen spielt in der westfälischen Pampa südlich von Münster-Mecklenbeck – und nicht im Silicon Valley.

»Was bitte ist an der neuen Tante denn divers?«, frage ich. »Die tritt hier auf wie Heidi Klum bei der Met-Gala.«

»Nun ja, ihre Ur-Großmutter kommt aus Japan. Ihre Haare sind nur gefärbt«, murmelt Anders.

»Was zum …?«

»Und sie hat diverse Fortbildungen in sensibler Sprachführung belegt. Das wird im Headquarter natürlich gern gesehen.«

»Ach so, und ich bin plötzlich keine Minderheit mehr? Ich bin ne Frau, schon vergessen?«

»Aber du bist … ach egal.«

»Sprich es ruhig aus: Ich bin zu alt.«

»Du hast dich sehr gut gehalten«, schiebt er schnell hinterher. »Versteh mich doch auch. Mir sind da die Hände gebunden.«

»Du kannst mich nicht einfach rauswerfen, ich hab einen unbefristeten Vertrag. Das geht rein arbeitsrechtlich nicht. Da muss schon ein triftiger Grund vorliegen. Ich habe weder betrogen noch Geld gestohlen oder so. Willst du wirklich vors Arbeitsgericht?«

Anders seufzt, beugt sich vor und verknotet die Hände auf der Tischplatte.

»Romi, du kannst dir gern ab sofort frei nehmen bis zu deinem offiziellen Ausscheiden, aber das ändert nichts. Kooperier bitte und zwing mich nicht, es schmutzig zu lösen.«

»Wie jetzt, schmutzig?«, frage ich.

Nun lehnt er sich zurück und verschränkt die Arme vor der Brust.

»Mir ist zu Ohren gekommen, dass es da eventuell zu unangemessenem Verhalten mit einem Auszubildenden gekommen ist«, sagt er. »Hast du deine Machtposition vielleicht ein klein wenig zu sehr ausgenutzt?«

Shit, die Sache mit Simon ist durchgesickert. Eins zu null für Anders. Für den Moment fällt mir kein schlagendes Argument mehr ein.

»Warum ich und nicht Winnie?«, frage ich mit letzter Verzweiflung.

»Winnies Frau hat Krebs. Hab ich nicht übers Herz gebracht.«

»Na, dann viel Spaß mit Miss Netflix«, zische ich und verlasse schnell das Büro.

Noch nie habe ich mich so ohnmächtig gefühlt. All die Jahre buckle ich in dieser Tretmühle und dann so was. Entschlossen gehe ich in die Küche und öffne den Kühlschrank. Mein Riecher hat mich nicht getäuscht. In einer halbvollen Bowl halten Edamame, Rote Bete und andere eklige Hipster-Zutaten ein toxisches Meet and Greet ab. Der Schimmelpelz ist so dicht, dass man einen Mantel daraus schneidern könnte. Ich nehme die Bowl heraus, öffne mit angehaltenem Atem den Deckel und verteile alles großflächig auf dem Küchenboden, bevor ich mir meine Tasche schnappe und meine Sneaker zum Ausgang streben. Bloß weg hier.

Yuna

KNACK macht mein Kiefergelenk, und der pochende Schmerz in meinem Kopf lässt sofort nach. In Momenten wie diesen bin ich froh, dass ich mir Botox und den ganzen Schnickschnack nicht leisten kann und deshalb schon seit Jahren regelmäßiges Gesichtsyoga betreibe. Das hält nicht nur die Falten im Zaum, sondern löst auch wunderbar Verspannungen.

Von meinem üblichen Sonnengruß nehme ich aber vorsichtshalber Abstand. Das war gestern doch ein Käffchen zu viel, da riskiere ich es lieber nicht, kopfüber auf der nepalesischen Brücke in meinem Schlafzimmer herumzuturnen.

Wenn man bedenkt, wie ich aufgewachsen bin, ist es eh ein Wunder, dass ich nicht allein beim Gedanken an Yoga schon Ausschlag bekomme, aber meine Freundin Ulrike behauptet ja immer, dass man mit den Jahren seinen Eltern immer ähnlicher wird. Göttin Kali bewahre, dass ich so werde wie meine Mutter, aber mir schwant, dass an Ulis Theorie ein bisschen was dran sein könnte.

Meine ersten Lebensjahre habe ich im Ausland verbracht. Ich kann mich an das meiste nicht erinnern, weil ich zu klein war, aber meine Eltern sind Anfang der 70er Jahre mit Rucksack und Baby nach Indien gereist, um dort in einem Ashram zu leben. Pünktlich zu meiner Einschulung kamen wir zurück – und aus Elfie und Rainer aus Merkenich waren Esha und Raham aus Poonah geworden. Meine exotischen Vornamen – Yuna Blossom – hatte ich schon vorher, dafür kann ich keinen Sektenführer verantwortlich machen.

Meine Kindheit war dementsprechend unkonventionell und in den Augen meiner Freundinnen regelrecht exotisch. In den 80ern wollte meine Mutter unbedingt zu ihrem Guru nach Oregon, aber mein Vater, der eindeutig Rationalere von beiden, konnte sie dazu überreden, in Köln zu bleiben, bis ich alt genug war, um auf eigenen Füßen zu stehen. Rainer – Verzeihung, Raham – war DJ und Buchhalter in einer Diskothek, und als ihm kurz vor meinem Realschulabschluss die Stadt Köln anbot, die Maisonettewohnung in dem Haus, das wir seit den 70er Jahren gemeinsam mit zwei weiteren Familien besetzt hatten, günstig zu kaufen, hatte er genug Geld beiseitegeschafft, um genau das zu tun.

An meinem 18. Geburtstag drückten mir meine Eltern ihre Schlüssel in die Hand und verschwanden. Ein paar Wochen später erhielt ich eine Postkarte aus Kalifornien. Mittlerweile haben sie die amerikanische Staatsbürgerschaft und betreiben eine ganze Kette hipper Juice-Bars. Das war zumindest mein letzter Stand, denn ich habe lange nichts mehr von ihnen gehört, was ich in meinem aktuellen Gemütszustand auch nicht schlimm finde. So muss ich mir wenigstens keine bescheuerten Motivationssprüche anhören à la »Das Gras wird nicht grün ohne ein paar Regentage« oder »Du kannst nicht hoch fliegen, wenn du den Kopf nicht in den Wolken hast«.

Ich beschließe, heute lieber mal einen Bogen um den Carajillo zu machen und setze mich mit einer Tasse Pfefferminztee an meinen Schreibtisch. Miss Winklebottom ist jetzt wirklich lange genug um die Leiche im Rosenbeet geschlichen, die muss ja schon anfangen zu stinken! Also weiter im Text:

Amelia kehrte zurück in ihr kleines Cottage und gerade, als sie nach dem Telefonhörer griff, klopfte es an ihrer Tür.

Für eine Sekunde bin ich selbst beeindruckt von meiner lebhaften Fantasie, dann wird mir klar, dass es wirklich an der Tür klopft – allerdings nicht an Amelias, sondern an meiner. Ich überlege, ob sich eine meiner Freundinnen für heute zum Haareschneiden eingeladen hat, und werfe noch einen schnellen Blick aus dem Fenster.

Unten vor dem Haus parkt ein frisch gewaschener Audi mit einer glitzernden Werbeschrift, die sich über die gesamte Seite erstreckt:

Marc-O – Love is in the Hair: Style & Beauty

Als wir den Salon noch zusammen betrieben haben, habe ich mich immer mit Haut und Haar gegen bescheuerte Friseur-Wortspiele gewehrt. Wir waren einfach der Salon Pütz, aber seit unserer Scheidung wurden sowohl der Laden als auch mein Ex-Mann einem umfassenden Rebranding unterzogen. Auf dem Höhepunkt seiner Midlife-Crisis hat ihm nämlich nicht nur bei seiner Gattin – also bei mir – der Glamour gefehlt, sondern auch in seinem Beruf als Friseur, weshalb er vor zwei Jahren unter die Schmuckdesigner gegangen ist. »Thomas Sabo für Arme«, lästert meine Freundin Ulrike immer und trifft damit den Nagel auf den graumelierten Kopf.

Ich überlege, ob ich einfach so tun soll, als wäre ich nicht zu Hause, aber Marco, Verzeihung, Marc-O war hartnäckig und würde im Zweifelsfall einfach morgen wiederkommen, also öffne ich widerwillig die Tür. Behängt mit Totenkopfketten und Lederarmbändern aus seiner eigenen Kollektion, die ihn zusammen mit der Baggy-Jeans und dem Dieter-Bohlen-Gedächtnishemd aussehen lassen wie einen Schlager-Promoter auf Mallorca, marschiert er ganz selbstverständlich an mir vorbei in die Küche.

»Ich brauche dringend einen Kaffee, du kannst dir nicht vorstellen, was in meinem Leben schon wieder alles los ist«, jammert er.

Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, warum mich das interessieren sollte, aber ich sage nichts, sondern sehe interessiert dabei zu, wie mein Ex-Mann versucht, meiner Espressomaschine allein durch die Kraft seiner Gedanken Leben einzuhauchen.

»Du musst die schon einschalten, wenn da was rauskommen soll«, pampe ich ihn an und greife über ihn hinweg, um den Power-Knopf zu drücken.

»Mach du das, du kannst sowas besser«, säuselt er und ich stelle mir vor, wie ich ihm den Espresso ganz aus Versehen in den Schritt gieße.

Die Maschine zischt genervt und ich frage mich, ob das die künstliche Intelligenz ist, von der alle heutzutage reden. Jedenfalls scheinen sich meine Haushaltsgeräte besser auf meine Stimmungen einstellen zu können als mein Ex oder mein Kater. Apropos, wo steckt der überhaupt?

»Hatschi«, macht Marco, gefolgt von: »Kannst du den bitte wegnehmen?«

Ich drehe mich um und sehe, dass Wimsey gerade auf den Küchentisch gesprungen ist und sich ausgiebig an Marcos vormals schwarzem Designerhemd reibt. Braves Kätzchen.

»Yuna, du musst mir einen Gefallen tun«, säuselt er jetzt. »Ich hab unseren Salon für die Hair und mehr angemeldet und wollte eigentlich auf der Messe einen Workshop zum Thema Balayage geben.«

Ich verziehe das Gesicht. Balayage war eigentlich meine Spezialität, bis mir schwere Ekzeme an Händen und Armen die Tour vermasselt haben.

---ENDE DER LESEPROBE---