Charlotte Brontë gilt als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Als älteste der berühmten "Brontë-Schwestern" (neben Emily und Anne) wuchs sie im abgelegenen Pfarrhaus von Haworth inmitten der rauen Moore von Yorkshire auf. Um der geistigen Enge und der Isolation zu entfliehen, erschuf sie schon als Kind gemeinsam mit ihren Geschwistern komplexe Fantasiewelten. Ihr eigenes Leben war geprägt von Schicksalsschlägen – dem frühen Verlust der Mutter und zweier älterer Schwestern sowie der unglücklichen Arbeit als Gouvernante. Diese Erfahrungen flossen direkt in ihr Meisterwerk "Jane Eyre" ein, das 1847 unter dem männlichen Pseudonym Currer Bell erschien.