Jules Verne.

Jules Verne (8.2.1828 Nantes – 24.3.1905 Amiens), französischer Schriftsteller, gilt mit seinen Reise- und Abenteuerromanen wie "Voyage au centre de la Terre" (dt. "Reise zum Mittelpunkt der Erde") und "Vingt mille lieues sous les mers" (dt. "20.000 Meilen unter dem Meer") als ein Wegbereiter der Science-Fiction. Verne pflegte bereits während seines Studiums in Paris Kontakte zur Literatenszene etwa zu Alexandre Dumas und dessen Sohn. 1852 wird er Intendant des Théâtre-Lyriques. 1862 lernt er den Verleger Pierre-Jules Hetzel kennen, der ihm mit der Veröffentlichung seines Romans "Cinq semaines en ballon" (dt. "Fünf Wochen im Ballon") zum Durchbruch verhilft. Weitere bekannte Titel sind "De la Terre à la Lune" (dt. "Von der Erde zum Mond") oder der politische Kriminalroman "Michel Strogoff" (dt. "Der Kurier des Zaren"). Seinen größten Erfolg feierte Verne mit dem 1872 erschienen "Le Tour du monde en 80 jours" (dt. "Reise um die Erde in 80 Tagen"). Mit Jules Verne ist bis heute das Motiv phantastischer Weltreisen verbunden, wenn Segler, denen die schnellste Weltumrundung gelingt, mit der Jules Verne Trophy geehrt werden oder ein Gebirgszug auf der Île de la Possession im Indischen Ozean sowie der Mont Verne in der Antarktis nach ihm benannt werden. Auch verbindet man mit Verne, der in seinen Romanen die Technik seiner Zeit in die Zukunft weiterdachte, technische Errungenschaften: So trägt das erste "Automated Transfer Vehicle" (kurz ATV), ein unbemannter Raumtransporter, seinen Namen. Seit 1961 ist ein Mondkrater nach ihm benannt. 1999 wird Verne posthum in die Science Fiction Hall of Fame aufgenommen.