30 Minuten Ziele realisieren - Walter Simon - E-Book + Hörbuch

30 Minuten Ziele realisieren E-Book und Hörbuch

Simon Walter

4,8

Beschreibung

* Wie sich Leitlinien, Visionen, Strategien und Ziele voneinander unterscheiden * Wie Sie Ziele prüfen und definieren * Wie Sie die richtige Reihenfolge von Zielen festlegen * (nur wer klare Ziele hat, kann diese auch verfolgen und erreichen) * Wie Sie optimal und zeitsparend auf Ihr Ziel zusteuern * Wie Sie Ihre Ziele mit anderen abstimmen * Wie Sie Visionen und Leitlinien definieren * Wie Sie durch gute Planung und die richtige Strategie, Risikobereitschaft und konsequentes Handeln Erfolg haben

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Seitenzahl: 65

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Zeit:1 Std. 13 min

Sprecher:Gisa Bergmann

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Walter Simon

30 Minuten

Ziele realisieren

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Umschlaggestaltung: die imprimatur, Hainburg

Umschlagkonzept: Martin Zech Design, Bremen

Lektorat: Hille & Schäfer, Freiburg

© 2003 GABAL Verlag GmbH, Offenbach4., überarbeitete Auflage 2012

Das E-Book basiert auf dem 2003 erschienenen Buchtitel „30 Minuten Ziele realisieren“ von Walter Simon, © 2003 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Hinweis:

Das Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autor noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gemachten Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

ISBN Buchausgabe: 978-3-86936-387-5

ISBN epub: 978-3-86200-796-7

In 30 Minuten wissen Sie mehr!

Dieses Buch ist so konzipiert, dass Sie in kurzer Zeit prägnante und fundierte Informationen aufnehmen können. Mithilfe eines Leitsystems werden Sie durch das Buch geführt. Es erlaubt Ihnen, innerhalb Ihres persönlichen Zeitkontingents (von 10 bis 30 Minuten) das Wesentliche zu erfassen.

Kurze Lesezeit

In 30 Minuten können Sie das ganze Buch lesen. Wenn Sie weniger Zeit haben, lesen Sie gezielt nur die Stellen, die für Sie wichtige Informationen beinhalten.

• Alle wichtigen Informationen sind blau gedruckt.

 

• Zahlreiche Zusammenfassungen innerhalb der Kapitel erlauben das schnelle Querlesen.

• Ein Fast Reader am Ende des Buches fasst alle wichtigen Aspekte zusammen.

Inhalt

Vorwort

1. Leitbilder, Visionen, Strategien und Ziele

Leitbilder

Visionen

Strategien

Ziele

2. Wie formuliert und prüft man Ziele?

Zielanalyse

Fragen zu Ihrer Selbstkontrolle

Probieren geht über Studieren

Die richtige Reihenfolge Ihrer Ziele

3. So steuern Sie auf Ihr Ziel zu

Im (Regel-)Kreis auf das Ziel zusteuern

Etappen des Zielerreichungskreises

4. Wie erreicht man seine Ziele?

Erfolg hat viele Mütter und Väter

Erfolgsfaktor gute Planung und die richtige Strategie (bedenke und plane es)

Erfolgsfaktor Risikobereitschaft (wage es)

Erfolgsfaktor Handeln (mach es)

Fast Reader

Der Autor

Weiterführende Literatur

Vorwort

Deutschlands Berufsmotivatoren müssen sich nun selbst motivieren. Das Interesse an ihren Hypno-und Suggestionsrezepten schwindet. Die Verurteilung des „Nationalmotivators“ Jürgen Höller und die Pleite des „Moneymakers“ Bodo Schäfer nahmen den Erfolgspropheten von Ratelband über Strunz und Löhr bis hin zu Enkelmann und Robbins die Glaubwürdigkeit. Die Gefolgschaft der erfolglos Erfolgsuchenden ist enttäuscht und demotiviert.

Die „Motivations-Anabolika“ der Illusionsverbreiter, ein Gemisch aus Esoterik, positivem Denken, „Motivations-Clownerie“ und „Successologie“ mit viel Gebrüll, Gehopse und selbst applaudierendem Geklatsche erwies sich als unwirksam. Der spiritistischen Illusionskultur des letzten Jahrzehnts ist jetzt eine Kultur des auf Vernunft basierten Denkens entgegenzustellen.

Wer Erfolg will – was auch immer mit diesem Begriff verbunden wird – muss wieder zu den bewährten Werkzeugen greifen. Dazu gehört das Instrument „Ziele setzen“. Es zählt zu den Grundwerkzeugen wie Hammer und Kneifzange im Werkzeugkasten.

Aber wie man mit dem Hammer allein kein Haus oder Möbelstück bauen kann, so wenig reicht die Zielformulierung für sich allein aus, um den angestrebten Zustand zu erreichen. Ein Ziel ist aber zugleich auch ein gutes Fundament, aus dem ein realistischer Plan abgeleitet werden kann.

Dieses Buch ist kurz und knapp gehalten, um Theorie und Praxis in ein wirtschaftlich ausgewogenes Verhältnis zu bringen. 30 Minuten Zeitinvestition reichen aus, um die Grundarchitektur von Zielen kennenzulernen und sein eigenes Zielgebäude zu errichten.

Aber dieses Buch hat nur den Charakter eines Schleifsteins, an dem Sie Ihr Messer schärfen können. Schneiden müssen Sie selber. Das Lesen dieses Buchs ist sicherlich eine Hilfe, aber es ändert nichts am gegebenen Zustand. Nach den 30 Minuten Lektüre sind Sie gefordert, täglich mindestens 30 Minuten an Ihren Zielen zu arbeiten. Viel Erfolg dabei!

Walter Simon

1. Leitbilder, Visionen, Strategien und Ziele

Der Begriff „Ziel“ wird häufig sehr allgemein gebraucht, ohne genau zu differenzieren, ob es sich eher um ein langfristiges oder um ein kurzfristiges Ziel handelt, also eher um eine Strategie oder um eine taktische Maßnahme. Als Folge hiervon werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Ziele basieren zumeist auf übergeordneten Prinzipien und Werten oder es liegt ihnen eine Vision und eine sich daraus ergebende Strategie zu Grunde. Diese Hierarchie muss man kennen, um Ziele zu formulieren, abzuleiten oder zuzuordnen.

1.1 Leitbilder

Ein Leitbild drückt kurz, präzise und verständlich aus, welche Werte für einen Menschen oder eine Organisation wichtig oder verbindlich sind und in welche Richtung sie sich orientieren. Es handelt sich dabei um eine Art Grundbotschaft mit Aussagen über die Art und Weise des Umgangs mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, gegebenenfalls auch Mitbewerbern und der Öffentlichkeit. Mitarbeiter erhalten durch Leitbilder eine grobe Orientierung im Dickicht der Unübersichtlichkeit. Im Idealfall haben Leitbilder sogar eine emotionalisierende Wirkung, um das Denken und Verhalten von Menschen zu stimulieren, vor allem im Sinne einer strategischen Groborientierung. Das Leitbild ist ein klares, fixiertes Bild der Gegenwart und der nahen Zukunft. Es kann primär nach außen (Kunden, Lieferanten, Öffentlichkeit) oder nach innen (Belegschaft) gerichtet sein.

Der IBM-Gründer Watson sagte einmal über den Wert solcher Grundsätze: „Ich bin fest davon überzeugt, dass jedes Unternehmen, um zu überleben, um erfolgreich zu sein, einen soliden Bestand an Grundüberzeugungen braucht, von denen es sich bei allen Entscheidungen und Maßnahmen leiten lässt.“

Leitbilder enthalten also Soll-Vorstellungen über die erstrebenswerte Lebensgestaltung oder Unternehmensausrichtung (z. B. „Wir streben die Marktführerschaft an“). Zu diesem Zweck werden realisierbare, aber noch nicht vorhandene Zustände (Fernziele) beschrieben.

Auch Sie sollten sich darüber klar werden, welche Werte Ihnen wichtig sind und warum. Wenn Ihnen Ihre

• persönlichen Werte bewusst sind, können Sie

• bewusste Ziele formulieren und

• unbewusste Reflexe vermeiden,

• zielbewusste Entscheidungen treffen, um

• bewusst zu handeln.

Genau genommen ist das Leitbild ein Führungsinstrument der persönlichen oder unternehmerischen Rahmenplanung, mit dem Grundsätze, Verhaltenserwartungen, Gebote usw. in expliziter Weise formuliert werden. Es dient als Orientierungsrahmen für die strategischen und operativen Entscheidungen eines Menschen oder einer Organisation.

Die Aussagen eines Leitbildes richten sich an die eigenen Mitarbeiter, an Kunden, Lieferanten, Aktionäre und an die Öffentlichkeit. Insofern kommt ihm eine Orientierungsfunktion zu, vor allem für Mitarbeiter und Führungskräfte. Zugleich hat es auch eine zentrale Funktion bei der Imagebildung des Unternehmens.

Inhalte von Leitbildern

Inhalte eines Unternehmensleitbildes sind die allgemeinen Ziel- und Zweckvorstellungen des Unternehmens sowie Aussagen über bestimmte Verhaltensweisen. Dazu gehören Aussagen über Qualität, Preisniveau, Marktstellung, Neuheitscharakter, Serviceleistungen, geographische Reichweite, Verhalten gegenüber dem politischen System und der Umwelt. Hierbei muss ein Kompromiss zwischen technisch machbaren, wirtschaftlich sinnvollen und sozial verträglichen Zielen gefunden werden.

Der Blick in die Leitbilder von Unternehmen zeigt, dass diese ganz unterschiedliche Punkte betonen. Einige pointieren den Qualitätsaspekt, andere die Innovationsfähigkeit und manche das Verhältnis zur Gesellschaft.

Ganz grob kann man die Inhalte von Leitbildern folgendermaßen einordnen:

• Unternehmenspolitische Grundsätze und strategische Missionen. Sie dienen als Vorgabe für Aktivitäten.

• Strukturgrundsätze der Unternehmungsverfassung, der Aufbauorganisation und der Managementsysteme. Hier werden die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter gesetzt.

• Verhaltensgrundsätze für die Führung und Zusammenarbeit. Sie enthalten zumeist eine Darstellung der Führungsaufgaben, verbunden mit Aussagen zum gewünschten Führungsverhalten.

Funktion von Leitbildern

Leitbilder wirken wie Magneten oder auch, im zwischenmenschlichen Bereich, wie Vorbilder. Darum haben sie eine wichtige Funktion, um Menschen eine Orientierung zu geben.

Orientierungs- und Stabilisierungsfunktion: Das Leitbild kann gegebenenfalls dazu beitragen, Zukunftsängste abzubauen, und es soll die Summe individueller Verhaltensweisen in eine gemeinsame Richtung gehend lenken und stabilisieren. In diesem Zusammenhang bietet es eine Perspektive, wie die Unternehmenskultur in Zukunft beschaffen sein soll.

Motivations- und Identifikationsfunktion: Leitbilder können eine Zielmotivation schaffen und die Identifikation mit dem Unternehmen verstärken.

Sinngebungsfunktion: Ein Leitbild formuliert in der Regel auch den Sinn der Unternehmung. Bei den Beteiligten soll Einigkeit sowohl im Denken als auch im Wollen bestehen.

Imagefunktion: Leitbilder sollen die vielfältigen Bemühungen zur Imagebildung des Unternehmens in seinem Umfeld unterstützen.

Legitimationsfunktion: Die verschiedenen Interessen werden über die handlungsleitenden Grundsätze aufgeklärt und diese zugleich begründet.

Unternehmungskulturelle Transformationsfunktion: Leitbilder werden auch als Instrument unternehmungskultureller Transformation beim Übergang der bestehenden Kultur zur intendierten Soll-Kultur genutzt

Mögliche Dysfunktionen von Leitbildern