Actionbound - Miriam Hähnel - E-Book

Actionbound E-Book

Miriam Hähnel

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Beschreibung

Drei Actionbound-Profis erklären, wie Actionbounds – digitale Schnitzeljagden mit dem Smartphone – in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen optimal eingesetzt werden. Sie vermitteln nicht nur, was Actionbounds sind, wie sie funktionieren, welche medienpädagogischen Chancen sie bieten und wie die vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten am Kontext orientiert sowie rechtssicher genutzt werden. Die Profis erklären auch Schritt für Schritt, wie man mit dem Bound-Creator eigene Bounds erstellt und fertige Bounds anpasst. Der exklusive Zugang zu 10 fertigen digitalen Bounds gehört zum Buch, damit erste Versuche sicher gelingen. Im Buch werden das Bound-Profil, der Ablauf sowie eine inhaltliche Anknüpfung vorgestellt. Ein praxisnaher Einstieg für alle, die die Welt der Actionbounds entdecken wollen – um Kinder und Jugendliche aktiv, digital und mobil an der Erschließung von Inhalten zu beteiligen. Was sind Actionbounds? "Ein Bound ist eine interaktive Handy-Rallye. Mit der Actionbound-App können spannende, lustige und lehrreiche Bounds gespielt werden. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einer klassischen Schnitzeljagd oder bei Geocaching, erweitert durch Medieninhalte, Internet und die Möglichkeit als Spieler:in selbst etwas beizutragen." (www.actionbound.de)

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Seitenzahl: 192

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Für in diesem Titel enthaltene Links auf Websites/Webangebote Dritter übernehmen wir keine Haftung, da wir uns deren Inhalt nicht zu eigen machen, sondern sie lediglich Verweise auf den Inhalt darstellen. Die Verweise beziehen sich auf den Inhalt zum Zeitpunkt des letzten Zugriffs: 3.6.2022.

Dieser Titel ist entstanden in Zusammenarbeit mit Actionbound, www.actionbound.com. Die Verwendung von Name, Logo und (bearbeiteten) Screenshots erfolgt mit freundlicher Genehmigung.

Impressum

© 1. Auflage 2022buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart 2022

All rights reserved.

buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgartwww.ejw-buch.deISBN Buch 978-3-86687-302-5ISBN E-Book 978-3-86687-303-2

Neukirchener Verlagsgesellschaft mbh, Neukirchen-Vluynwww.neukirchener-verlage.deISBN Buch 978-3-7615-6780-7ISBN E-Book 978-3-7615-6781-4

Lektorat: buch+musik – Marlen Bleiholder, StuttgartUmschlaggestaltung: buch+musik – Daniela Buess, StuttgartSatzprogrammierung: X1-Publishing, StuttgartBildrechte Umschlag und Deckblätter: iStock: Bigmouse108, Fourleaflover, shapecharge, yudhistirama; Pixabay: jpeter2; Unsplash: Ethan Hoover, Leon SeibertBildrechte Autorenfotos: Hähnel: bei der Autorin / Rouwen: Christian Schauderna / Müller: beim Autor

Wenn Orte sprechen könnten …

Stell dir vor, du begibst dich an einen vorgegebenen Ort und dieser erzählt dir nicht nur seine Geschichte, sondern fordert dich auch noch auf, in ihr mitzuwirken! Der Ort würde dich fast buchstäblich an die Hand nehmen und dich von einer Station zur anderen führen; er würde dir „Schritt für Schritt“ in Wort, Bild oder Film Hintergrundinformationen bieten und dich nach deiner Meinung fragen. Du wärst mittendrin in einer spannenden Story – nur eben nicht als Zuschauerin/Zuschauer, sondern als Hauptdarstellerin/Hauptdarsteller!

Du würdest diesen Ort vermutlich schnell mit anderen Augen sehen und den Inhalt der Geschichte nicht so leicht vergessen. Denn du wärst involviert: Du würdest auf deiner Reise durch die Geschichte Unsichtbares sichtbar machen, Geheimnisse lüften, Turniere spielen, Rätsel lösen, Fotos schießen, Filme drehen, verborgene Schätze finden u. v. m.

Das alles wäre vorstellbar, wenn Orte sprechen könnten. Und das können sie: Actionbound macht es möglich!

Mobile Abenteuer mit dem Smartphone

Die Bezeichnung „Actionbound“ stammt aus dem erlebnispädagogischen Kontext und der Name ist Programm: Actionbound lässt die Spielenden stets in Aktion sein. Das ist nichts für „Stubenhocker“, Langeweile hat hier keine Chance!

Dieses „Mobile Game“ zielt darauf, die eigene Umgebung zu erkunden. Mobile Games sind Smartphone-Spiele, die den Spielenden durch die integrierte Geodaten-Funktion (GPS) ermöglichen, sich in ihrer unmittelbaren Umgebung zu orientieren. Das bietet die Chance für eine digitale Schnitzeljagd, bei der alle notwendigen Informationen auf dem Display erscheinen. Zusätzlich zur bloßen Orientierung bietet die App informierende Texte, veranschaulichendes Material und interaktive Rätsel. Die Spielenden können auch eigene Texte, Bilder, Filme, Audio-Aufnahmen usw. produzieren. Dabei werden sie durch einen narrativen Rahmen auf eine erzählerische Reise mitgenommen oder durch einen interaktiven Gottesdienst mit Stationen geführt.

Ein konkretes Beispiel hilft, sich all das in der Praxis vorzustellen. Als Medienpädagoge konnte ich eine ganze Jahrgangsstufe 8 auf ihrer Fahrt nach Eisenach begleiten ...

Nicht ohne mein Smartphone

„So, Handy raus, Display an: Jetzt werden die Medieninhalte geladen!“ Wie jedes Jahr fahren die Religionsgruppen der Jahrgangsstufe 8 anlässlich des Reformationstages auf die Wartburg. Aber dieses Mal verläuft der Nachmittag anders: Zwar können die Schülerinnen und Schüler wie immer die sehenswerte Altstadt auf eigene Faust erkunden; allerdings nicht ohne ihr Smartphone. Mithilfe von GPS-Daten werden sie durch die Straßen zu verschiedenen Stationen geführt, wo zuvor ausgewählte Gebäude die Geschichte der Reformation nacherzählen. Der Clou: Für diese digitale Schnitzeljagd ist weder weiteres Arbeitsmaterial noch Kugelschreiber oder Notizblock erforderlich. Durch ihr Smartphone und die App „Actionbound“ werden die Spielenden zu Protagonisten im Mittelalter! An jeder Station gibt es anschauliche Hintergrundinfos, Aufgaben und die Möglichkeit, eigene Beiträge als Text, Foto oder Film zu erstellen. So werden die Schülerinnen und Schüler erzählerisch in das aufregende Leben Luthers hineingenommen.

Faszination „Erweiterte Realität“

Actionbound ist als medienpädagogisches Projekt seit 2012 konsequent mit dem Ziel weiterentwickelt worden, aktuelle digitale Nutzungsszenarien Jugendlicher in einer Anwendung zusammenzuführen und sie unter den Aspekten Partizipation und mobiles Internet für ein spielerisches Lernen nutzbar zu machen. Das bietet aus meiner Sicht ein revolutionäres Potenzial: Wie von „Geisterhand“ deckt das Smartphone-Display eigentlich nicht sichtbare Hintergründe und Geheimnisse eines Ortes auf, den es so zum Sprechen bringt und dadurch die „Realität erweitert“.

Die Entwicklung von Actionbound konnte ich über fast 10 Jahre als Fortbildner sowie Medienpädagoge begleiten und auch wissenschaftlich auswerten1. Gefördert durch den Digital-Innovationsfonds der EKD gab es für mich die Möglichkeit, ein bundesweites Actionbound-Projekt zu initiieren, durchzuführen und zu evaluieren; in diesem Kontext erhielt ich Einblick in eine Vielzahl von unterschiedlichsten Projekten.

Actionbound ist in meinen Augen ein verheißungsvolles Beispiel dafür, wie digitale Medien und Optionen die (nicht nur) kirchliche Kinder- und Jugendarbeit unterstützen können. Insbesondere ist hier hervorzuheben, dass die Spielenden sich selbst als eigenständige Akteurinnen und Akteure erleben. Und nicht zuletzt macht das Erstellen und Spielen von digital gestützten Abenteuern oder multimedialen Gottesdiensten einfach Spaß!

Damit Actionbound kein „Buch mit sieben Siegeln“ bleibt, habe ich die Realisierung dieser Veröffentlichung gern unterstützt und empfehle sie sehr für die moderne Kinder- und Jugendarbeit: „Und Action!“

Karsten MüllerOStR/Medienpädagoge, Hessische Lehrkräfteakademe, Dezernat Medienbildung

1 Müller, Karsten / Palkowitsch-Kühl, Jens: Virtual and Augmented Reality and Mobile Technologies in Religious Education, in: Transforming Teacher Education with Mobile Technologies, hrsg. v. Kevin Burden, Amanda Naylor, Bloomsbury Academic 2020, S. 131 ff.

Inhaltsverzeichnis

Titel

Impressum

Wenn Orte sprechen könnten …

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Grundlagen

Medienpädagogische Grundlagen

Digitalisierung – pädagogisch nutzbar?

Medienpädagogik – Was ist das?

Medienpädagogik – und Actionbound?

„Edu-Games“ – Was bringt’s?

Mobile Gaming – Was gibt‘s?

Actionbound – und sonst?

Inhaltliche Grundlagen

Einsatz – Wie funktioniert Actionbound?

Vielfalt – Wo funktioniert Actionbound?

Inklusion – Was leistet Actionbound?

Praktische Grundlagen

Anleitung – Wie wird Actionbound gespielt?

Lizenzmodelle – Was macht Sinn?

Rechtliche Grundlagen

Datenschutz

Medienrecht

Aufsichtspflicht

Zusammenfassung

Bounds

Übersicht über die Bounds

Noch ein paar Anmerkungen

Unterwegs nach Bethlehem

Kreuzweg

Sundays for Future – Erntedank

Elisabethkirche

Bonifatius – Mein Glaube macht mich stark!

Reise durch die Bibel

Zehn Gebote

Jesus von Nazareth

Beten

Team – Wir gehören zusammen!

Anleitung und Entwicklung

Bounds in der Praxis – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Bound spielen – die App

1.1 Vor dem Spiel – Orientierung in den Menüs

1.2 Im Spiel – Orientierung in den Menüs

1.3 Im Spiel – Navigation in der App

1.4 Nach dem Spiel – Auswertung

2. Bound erstellen – der Bound-Creator

2.1 Registrierung

2.2 Bound-Creator

3. Bound verwalten – das Dashbord

4. Bound übertragen und anpassen

4.1 Bound per Kopierlink übertragen

4.2 Bound per Kopierlink zur Verfügung stellen

4.3 Bound nach der Übertragung anpassen

5. Bound optimieren – optionale Features

5.1 Bound-Challenge

5.2 Bound-Styler

5.3 Sofort-Accounts

6. Actionbound vertiefen und weiterentwickeln

6.1 Forum und Blog

6.2 Academy: Tutorials, FAQ und Workshops

Anhang

Wenn du mehr willst

Literatur

Links

Die Autorinnen

Wir sagen „Danke!“

Einführung

Was ist Actionbound?

Actionbound ist eine Schnitzeljagd, eine Rallye, eine spielbasierte Lern-Methode, in der Spiel, Wissensvermittlung, Bewegung, digitale Medien und Spaß miteinander verknüpft werden. Das Prinzip ist dabei ähnlich wie bei einer klassischen Schnitzeljagd oder bei Geocaching, wurde aber erweitert durch Medieninhalte, die Einbeziehung des Internets und die Möglichkeit, als Spielerin oder Spieler selbst etwas beizutragen und aktiv zu werden. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ist dabei groß: Von der multimedialen Museumstour über Stadt-Rallyes und Bibliotheks-Erkundungen bis hin zum gemeinsamen Natur- und Wandererlebnis ist alles möglich.

Wenn man von Actionbound spricht, gibt es genau genommen immer zwei Bestandteile, je nachdem, wie Actionbound konkret genutzt wird:Zum einen gibt es die App, die sich diejenigen, die konkrete Bounds spielen wollen, zuvor auf ihrem Smartphone oder Tablet installieren müssen. Mithilfe dieser App erleben die Spielenden vielfältige Elemente einer digitalen Schnitzeljagd, bekommen Informationen und Inhalte vermittelt und Aufgaben gestellt. Bei diesem unterhaltsamen Lernerlebnis erscheinen alle notwendigen Anweisungen auf dem Display, das die Spielenden von Station zu Station führt. So ist es möglich, einen digital vorbereiteten Parcours zu begehen, in dessen Verlauf die Spielenden selbst kreativ werden und eigene Ideen einbringen.Zum anderen gibt es den Browser-basierten Editor, „Bound-Creator“ genannt, mit dem registrierte Nutzerinnen und Nutzer eigene Bounds erstellen können. Dazu ist ein PC mit einem Internetbrowser nötig, um sich in das Programm unter www.actionbound.com einzuloggen. Hier wird mithilfe eines vorgefertigten Grundgerüsts ein Bound gebaut, indem Element um Element angefügt wird. Eine Vorschau zeigt dabei an, wie die fertige Optik sein wird.

Was kann Actionbound leisten?

Sollte die Kinder- und Jugendarbeit wirklich verstärkt auch mediale Angebote machen, obwohl junge Menschen ohnehin immer mehr Zeit in virtuellen Räumen verbringen? Wir finden: ja – aber richtig!

Sinnvoll eingesetzt, kann Actionbound eine große Bereicherung für unsere Arbeit werden. Digitale Medien wie Smartphone und Tablet gehören längst ganz selbstverständlich zur Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Reflektieren wir die Chancen und Risiken eines Einsatzes, so lässt sich kirchliche Bildungsarbeit modern und motivierend gestalten. Biblische Geschichten, ethische Fragestellungen aber auch spirituelle Übungen können in Bounds integriert und so spannend und lebensnah vermittelt werden. Actionbound hat also etwas mit der Einbindung digitaler Medien in die analoge Arbeit zu tun. In vielfältiger Art und Weise verbindet es diese beiden Lebenswirklichkeiten, in denen sich Kinder und Jugendliche heute bewegen. Am Beispiel von Actionbound möchten wir Autorinnen exemplarisch zeigen, wie dieser Brückenschlag in der (kirchlichen) Kinder- und Jugendarbeit gelingen kann, welche Hürden beachtet werden müssen und wie die Online-Anwendung aufgebaut ist.

Durch die Nutzung der App kann es z. B. bei Stadt-Rallyes oder Stationen-Gottesdiensten Aufgaben an mehr Stationen geben, als das analog möglich wäre, da für die Erläuterung von Aufgaben nicht zwingend Mitarbeitenden-Power benötigt wird. Diese Funktion übernimmt die App: Sie fungiert als Laufzettel und Moderation gleichermaßen, schickt die Kinder und Jugendlichen zu bestimmten Orten, lässt sie dort QR-Codes scannen (um quasi zu belegen, dass sie dort waren), erläutert Aufgaben und speichert Ergebnisse in Form von Texten, Fotos oder Videos.Eine mögliche Aufgabe könnte dann zum Beispiel lauten wie folgt: „Ihr seid auf dem Parkplatz angekommen. Nehmt die Kreide und löst das Sudoku, das ihr dort aufgemalt findet. Macht dann ein Foto.“ Die Kreide und anderes Material müssen dazu entweder im Rucksack der Gruppe mitgebracht werden oder sie wurden zuvor an dem Ort versteckt. Den Hinweis auf das Versteck kann die Gruppe zuvor im Bound erhalten. So kann eine Station ganz ohne betreuende Mitarbeitende auskommen. Das ist ein unschlagbarer Mehrwert, den Actionbound liefert.

Was bietet dieses Buch?

Dieses Buch hat aber mehr als „nur“ ein paar digitale Schnitzeljagden samt Beschreibungen zu bieten. Es ist von der Praxis für die Praxis geschrieben. Wir Autorinnen kommen beide aus der Praxis und haben Actionbound in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit erprobt. Dabei wurde deutlich, dass Mitarbeitende über die reine Bereitstellung einiger fertiger Bounds hinaus auch dazu ermutigt und befähigt werden sollten, selbst aktiv zu werden, um eigene Bounds zu erstellen. So können sie Actionbound flexibel und passgenau in ihrer Arbeit vor Ort einsetzen. Das dazu nötige Handwerkszeug wird in diesem Buch kompakt und informativ vermittelt. Es ist im Frühjahr 2022 entstanden, demnach basieren alle Erklärungen auf dem redaktionellen, optischen und funktionalen Stand von App und Website zu diesem Zeitpunkt. Da App und Website immer wieder weiterentwickelt werden, kann es zu Veränderungen und Erweiterungen kommen. Mithilfe des Basiswissens, das dieses Buch vermittelt, sollten solche Weiterentwicklungen jedoch problemlos nachvollzogen werden können.

Das Buch vermittelt Grundlagen der Medienpädagogik, bietet eine Einführung in das Mobile Gaming und zeigt die Basics von Actionbound auf, damit Nutzen, Einsatz und Spielregeln deutlich werden und der Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit erleichtert wird. Zehn fertige Bounds warten darauf, in eigene (lizensierte) Accounts übertragen und gespielt zu werden. So bietet dieses Buch einen Einstieg für Anfängerinnen und Anfänger, liefert aber auch Fortgeschrittenen konkrete Ideen und kann als Nachschlagewerk dienen. Dem eigenen Krea(k)tiv-Werden steht also nichts im Wege.

Wie ist dieses Buch aufgebaut?

Dieses Buch ist in drei Teile unterteilt, die immer wieder einen konkreten Bezug zur Praxis der Kinder- und Jugendarbeit herstellen.

Im ersten Teil sind zunächst im Kapitel „Medienpädagogische Grundlagen“ die für Actionbound relevanten Aspekte der Medienpädagogik grundlegend beschrieben und welchen Nutzen die Mediennutzung für die Kinder- und Jugendarbeit hat. Außerdem werden der Bereich des Mobile Gaming und die Geschichte von Actionbound vorgestellt. Im Kapitel „Inhaltliche Grundlagen“ werden praxisnah vielfältige Einsatzzwecke und die Einbindung der zehn exklusiv nur mit dem Buch erhältlichen Bounds in den eigenen Kontext beschrieben. Das Kapitel „Praktische Grundlagen“ erklärt die Nutzung der App und das Spielen von Bounds. Der erste Teil des Buches wird abgerundet durch das Kapitel „Rechtliche Grundlagen“, das wichtiges Wissen aus diesem Bereich sowohl für das Erstellen als auch für das Spielen der Bounds zusammenfasst. Die Informationen zu den Rechtsfragen stellen hierbei lediglich eine Einführung und keine Rechtsberatung dar. Weder wir als Autorinnen noch der Verlag übernehmen eine Gewähr oder eine Haftung für die Korrektheit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.Der erste Teil liefert einen wichtigen Überblick über die Themen zur Einordnung von Actionbound. Eine vertiefende, umfassende Darstellung der relevanten (medienpädagogischen) Fragestellungen würde den Rahmen dieses Buches sprengen. Lesende, die sich eingehender mit einzelnen Themen beschäftigen möchten, finden im Anhang dieses Buches Material zur Vertiefung (s. Kap. „Wenn du mehr willst“).

Im zweiten Teil geht es dann zur Sache: Zehn fertige Bounds werden hier ausführlich beschrieben. Eine „Übersicht über die Bounds“ zeigt die Charakteristika kompakt in einer Tabelle. Darüber hinaus wird jeder Bound gesondert inhaltlich mit Zielsetzung und Aufgabe für die Spielenden beschrieben und mittels einer Profil-Tabelle charakterisiert. Ein Bound-Schema bietet einen grafischen Überblick über die Gesamtstruktur des jeweiligen Bounds, die Methoden und die konkreten Einzelaufgaben an den Stationen und erleichtert so die Vorbereitung. Hinweise zu Organisation und Vorbereitung sowie einige didaktische Tipps runden die Bound-Beschreibung ab und liefern eine solide Grundlage, um das Spielen des Bounds sinnvoll und methodisch reflektiert in eine Gruppen- oder Unterrichtsstunde einzubinden.Die Bounds sind digital auf der Actionbound-Website abrufbar und für diejenigen, die dieses Buch besitzen, exklusiv verfügbar. Das bedeutet, dass im Buch neben dem jeweiligen Bound-QR-Code (mit dem man bequem zum Bound gelangt) auch der Start-QR-Code enthalten ist (für nähere Infos zu den QR-Codes s. u., Kap. „Die QR-Codes“). Nur mit diesem lässt sich der Bound vollständig öffnen und spielen. Diese Codes sind denen vorbehalten, die das Buch besitzen und dürfen nicht an andere weitergegeben werden. Auch wenn die Bounds in den eigenen Account übertragen und verändert werden, dürfen sie nicht öffentlich auf der Plattform „Actionbound“ geteilt werden. Stattdessen muss in den Einstellungen zum Bound-Charakter unter dem Stichwort Sichtbarkeit die Schaltfläche GEHEIMER BOUND angeklickt werden (für eine ausführliche Erläuterung zum Erstellen und Bearbeiten von Bounds s. Kap. „2. Bound erstellen – der Bound-Creator“ und Kap. „4. Bound übertragen und anpassen“). So können diese thematisch auf die christliche Kinder- und Jugendarbeit abgestimmten, methodisch vielfältigen Bounds ausschließlich von Besitzerinnen oder Besitzern dieses Buches gespielt werden.

Der dritte Teil umfasst eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dafür sorgt, dass auch absolute Neulinge unter Anleitung ihren ersten eigenen Bound erstellen können. Sie eignet sich aber genauso für Fortgeschrittene, die „nochmal schnell“ eine Erklärung benötigen, wie ein konkreter Schritt – sei es das Einfügen eines Links oder das Vergrößern einer Überschrift – funktioniert. Außerdem werden im dritten Teil die verschiedenen multimedialen Elemente, aus denen sich ein Bound zusammensetzen kann, ausführlich vorgestellt (s. Kap. „Inhaltselemente“). So kann das Buch den Bound-Erstellenden gleichzeitig auch als Lexikon dienen.Ein wichtiger Part in diesem letzten Teil ist auch die technische Beschreibung der Übertragung und Anpassung (nicht nur) der zehn exklusiven Bounds in den eigenen Account. So können übertragene Bounds individuell auf die eigene Gruppe und deren Bedürfnisse angepasst und verändert werden.Am Ende des dritten Teils gibt es Tipps, wie man den Inhalt dieses Buches vertiefen und weiterentwickeln kann, z. B. mit den Materialien auf der Website www.actionbound.com (s. dazu auch Kap. „6. Actionbound vertiefen und weiterentwickeln“).

Schließlich sind im Anhang unter der Überschrift „Wenn du mehr willst“ für alle diejenigen vertiefende Literatur und weiterführende Links zu finden, die sich gern noch intensiver mit den Themen dieses Buches beschäftigen möchten.

Wir halten Actionbound für ein tolles Beispiel dafür, wie digitale Medien (nicht nur) die kirchliche/verbandliche Kinder- und Jugendarbeit unterstützen kann. Und nicht zuletzt macht das Erstellen und Spielen von Bounds schlicht und einfach Spaß!

Wie funktioniert der Zugang zu den Bounds?

In diesem Buch werden zehn fertige Bounds vorgestellt. Sie dürfen von den Besitzerinnen und Besitzern des Buches kostenlos kopiert und im eigenen Account genutzt werden.

Die QR-Codes

Zum ersten Kennenlernen eines der zehn Bounds muss das Handy entweder über den Zugang zu einem WLAN oder über die Möglichkeit verfügen, mobile Daten zu nutzen. Außerdem muss die App „Actionbound“ installiert sein.Nun wird in der App der sogenannte „Bound-QR-Code“ gescannt (das ist jeweils der erste der drei QR-Codes, die in der Bound-Beschreibung zu finden sind, s. z. B. Kap. „Unterwegs nach Bethlehem“). Dieser QR-Code führt direkt zur Titelseite des Bounds, auch „Bound-Page“ genannt. Dort finden sich allgemeine Informationen zum Bound und die Medieninhalte können geladen werden. Nach der Eingabe von Team- und mindestens zwei Spielernamen sowie der Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen (für nähere Infos dazu s. Kap. „1.2 Im Spiel – Orientierung in den Menüs“) geht es los.

Der Bound verweist dann auf das Buch und weist darauf hin, dass ein weiterer QR-Code, der sogenannte „Start-QR-Code“ (zweiter QR-Code in der Bound-Beschreibung), gescannt werden muss, damit der Bound gespielt werden kann. Er wird exklusiv für die Besitzerinnen und Besitzer des Buches zur Verfügung gestellt. Der Bound kann nun getestet werden.

Wenn einem der Bound gefällt, man ihn gern ganz oder teilweise selbst nutzen und weiterbearbeiten möchte, kann man ihn nun in den eigenen lizensierten Account (s. u.) einbinden, indem man ihn kopiert. Ist er übertragen, kann der Bound mit einer Gruppe gespielt werden (s. Kap. „Anpassen eines Bounds“).Das Einbinden in den eigenen Account geschieht mithilfe des Kopierlinks, der im sogenannten „Kopier-QR-Code“ (dritter QR-Code in jeder Bound-Beschreibung) hinterlegt ist. Ausdrücklich nicht erlaubt ist es, den QR-Code als Datei an die Gruppe oder an andere Nutzerinnen/Nutzer weiterzugeben.

Hinweis: Das Übertragen funktioniert nur, wenn man nicht nur den privaten Account nutzt, sondern eine Lizenz erworben hat (s. Kap. „Lizenzmodelle – Was macht Sinn?“). Wie man dies genau technisch macht, ist im dritten Teil des Buches, in Kapitel „4. Bound übertragen und anpassen“ beschrieben.

Nach der Übertragung kann der Bound an die eigene Gruppe angepasst werden. Warum das sinnvoll ist, ist im Kapitel „Anpassen eines Bounds“ erklärt. „Bound-Neulinge“ nutzen am besten einen der zehn Bounds aus diesem Buch als „Grundgerüst“. Sie können entweder niedrigschwellig ohne weitere Anpassungen gespielt werden oder im Bound-Creator mithilfe der Anleitung aus Kapitel „2.2 Bound-Creator“ individuell angepasst werden.Die Übertragung ist mit der Anleitung nicht schwer. Schritt für Schritt wird erklärt, wie dies gelingt. Wir möchten ausdrücklich Mut machen, das auszuprobieren!

Hinweis: Die Medien des kopierten Bounds werden durch das Kopieren nicht in den eigenen Account übertragen, sie befinden sich weiterhin nur auf dem Server bei Actionbound und dort im Account des Verlags buch+musik. Dort stehen sie ab Erscheinen des Buches für mindestens 5 Jahre zur Verfügung. Werden sie dort gelöscht, so stehen sie auch in den kopierten Bounds nicht mehr zur Verfügung. Wir empfehlen deshalb, die Bild- und Audiodateien durch eigene Dateien zu ersetzen. Dies gilt auch für andere Bounds, die man später einmal kopiert und in seinen eigenen Account überträgt. Eine Erklärung zum Einbauen von Audio- und Videodateien und anderen Medien in einen Bound ist in Kapitel „Bearbeitungselemente“ zu finden.

Die Downloads

Unter download.ejw-verlag.de / www.neukirchener-verlage.de/zusatzmaterial können die in diesem Buch enthaltenen Start-QR-Codes sowie ggf. benötigte weitere QR-Codes als digitale Daten heruntergeladen werden. Der Kauf des Buches berechtigt zum Downloaden, Ausdrucken, Kopieren und Verwenden dieser Daten, sofern sie zur Vorbereitung und Durchführung der Inhalte dieses Buches verwendet werden. Eine Vervielfältigung, Verwendung oder Weitergabe darüber hinaus ist ohne Erlaubnis ausdrücklich nicht gestattet.

Es empfiehlt sich, die Codes im Vorfeld auszudrucken und ggf. auch zu laminieren, damit sie stabiler werden. Sie können dann am jeweiligen Startpunkt des Bounds (und an den Stationen, an denen weitere QR-Codes benötigt werden) platziert und später wieder eingesammelt werden.

Wie sind die Bound-Profile zu verstehen?

Im zweiten Teil des Buches werden die zehn Bounds der Reihe nach vorgestellt. Zu Beginn des Kapitels findest du die Übersichtstabelle über alle Bounds des Buches. In der Tabelle sind die Titel, die thematische Zielsetzung, der biblische Bezug, die Zielgruppe mit Altersangabe und weitere wichtige Informationen auf einen Blick zu sehen. Außerdem ist der Schwierigkeitsgrad für Spielende und der Vorbereitungsaufwand für Mitarbeitende erfasst. Müssen Spielende gut lesen und schreiben können oder kniffelige Aufgaben lösen, so steigt der Schwierigkeitsgrad von leicht über mittel auf hoch. Ähnlich ist es beim Vorbereitungs- und Materialaufwand für Mitarbeitende, sowie den Kosten. Je mehr Aufwand bzw. Kosten, desto höher die Einstufung. Es ist aber wichtig zu wissen, dass die hier angegebenen Einstufungen nur Schätzwerte sein können. Du kannst für deine eigene Gruppe selbst am besten einschätzen, wie leicht oder schwer der Bound für sie ist – am besten ist es also, du passt einen Bound immer an deine eigenen Voraussetzungen an.

Nach der Übersichtstabelle werden auf mehreren Seiten für jeden Bound ein inhaltlicher Einblick und ein Überblick über die Struktur des jeweiligen Bounds gegeben.Zunächst findest du eine kurze Beschreibung, um was es inhaltlich in dem Bound geht und was die Spielenden erwartet. Danach sind die nötigen QR-Codes aufgeführt (Erklärungen dazu s. o., Kap. „Die QR-Codes“). Im Bound-Profil erfährst du etwas über die Charakteristika des Bounds (z. B. ob es ein Gruppen-Bound oder Einzel-Bound ist), über den Vorbereitungs- und Materialaufwand, welche biblischen Bezüge der Bound hat, ab welchem Alter er geeignet ist, wie lange er dauert, wo er gespielt wird und so weiter. Schließlich werden im Abschnitt Bound-Inhalt das Ziel des Bounds und die Aufgabe für die Spielenden grob erläutert.Ein Bound-Schema stellt den Ablauf des Bounds grafisch dar. So kann man sich leicht einen Überblick über die verschiedenen Stationen mit ihren Aufgaben verschaffen.Unter der Überschrift „Bound-Einsatz“ folgen nun hilfreiche Erläuterungen zum Hintergrundwissen zum Thema des Bounds, ob und ggf. wie viele Mitarbeitende und welche Materialien benötigt werden. Außerdem führt ein Abschnitt zur Didaktik in die Verwendungsmöglichkeiten des Bounds ein, gibt (sofern nötig) besondere Hinweise und nennt Regeln, damit das Spielen des Bounds gelingt. Mithilfe der methodischen Ideen zur Verwendung der Ergebnisse und den Impulsfragen für einen inhaltlichen Anschluss können weitere Gruppenstunden o. Ä. gestaltet und das Thema vertieft werden. Besonders der Transfer auf das persönliche Glaubens- oder Gemeindeleben ermöglicht eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Impulsen des Bounds und kann deiner Gruppe und dir wertvolle Anregung für euer eigenes Glaubensleben geben.Am Ende geben wir dir weitere Ideen rund um den Bound mit an die Hand, die dazu anregen, den Bound in einen größeren Zusammenhang zu stellen.