Als der Wald zu flüstern begann - Marcel Schäfer - E-Book

Als der Wald zu flüstern begann E-Book

Marcel Schäfer

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Beschreibung

Ein Märchen beginnt dort, wo jemand zuhört. Als Leon, Marie und ihr kleiner Hund Ruby ein altes Buch im Regal des Großvaters entdecken, ahnen sie noch nicht, dass sie bald Teil einer Geschichte werden, die größer ist als alles, was sie sich vorstellen können. Ein Wald, der flüstert. Ein Wesen aus Eis und Erinnerung. Ein geheimnisvoller Pfad, der sich nur denen zeigt, die mit offenem Herzen gehen. Ein Märchen über Mut, Freundschaft, Zuhören - und den Zauber, der entsteht, wenn man bereit ist, ihn zu glauben. Mit Bonus: Anleitung zum eigenen Märchen im Buch enthalten! Kinder und Erwachsene können selbst kreativ werden, mit liebevoller Schritt-für-Schritt-Hilfe zur eigenen Geschichte.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 26

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Das Buch im Regal

Der Brunnen spricht

Der Flüsterwald ruft

Der Pfad der Geschichten

Eisgrimm erwacht

Der Spiegelsee

Die Frostige Höhle

Ein neuer Anfang

Nachwort – Worte des Großvaters

Das Lied des Flüsterwaldes

Erfinde Dein eigenes Märchen (Eine kleine Anleitung)

Zitate des flüsternden Waldes

Das Buch im Regal

Im alten Haus des Großvaters roch es nach Tee, Holz und ein kleines bisschen nach Abenteuer.

Leon saß auf dem Teppich und baute mit Holzklötzen eine Festung, während Marie auf Zehenspitzen vor dem großen Bücherregal stand. Ihre Zöpfe wippten, als sie sich streckte. Das Regal war uralt – so alt, dass es an manchen Stellen knackte, wenn der Wind durch die Ritzen des Fensters strich.

Ruby, der kleine Mischlingshund, lag zusammengerollt in einem Sonnenfleck auf dem Boden. Ihre Nase zuckte. Ihre Augen waren offen, aber irgendwie schien sie zu träumen.

„Opa?“, fragte Marie leise. „Was ist das für ein Buch da ganz oben?“

Der Großvater, der gerade in seiner Tasse rührte, blickte auf. Seine Augen glänzten neugierig – wie jedes Mal, wenn ein Kind die richtigen Fragen stellte.

„Das?“, sagte er und stand langsam auf. „Das ist kein gewöhnliches Buch. Das ist… ein Märchen, das fast vergessen wurde.“

Leon sah auf. „Ein Märchen? Mit Drachen und Zauberern?“

Der Großvater schüttelte lächelnd den Kopf. „Nein. Es ist ein Märchen mit Kindern. Und mit einem Hund. Und mit einem Wald, der flüstern kann.“

Ruby hob plötzlich den Kopf. Ihr Glöckchen am Halsband klingelte leise. Dann nieste sie – als hätte sie etwas gespürt.

Marie trat zurück, als der Großvater das Buch aus dem Regal hob. Der Einband war dunkelgrün, leicht verstaubt, und auf dem Deckel war ein silberner Zweig eingraviert, der sich beim Lichteinfall fast zu bewegen schien.

„Darf ich…?“ Marie streckte die Hand aus.

Der Großvater nickte. „Wenn ihr bereit seid zu hören, was der Wald erzählen will.“

Leon schob seine Klötzchen zur Seite und setzte sich zu seiner Schwester. Ruby trottete heran und setzte sich neben Marie. Sie stupste mit der Schnauze gegen das Buch.

„Siehst du das auch, Marie?“, flüsterte Leon. „Das hat geglitzert.“

Marie nickte. „Und ich glaub, Ruby hat es zuerst gespürt.“

Der Großvater schlug das Buch auf. Die Seiten knisterten, als wären sie aus Licht und Papier zugleich. Ein leiser Windhauch streifte durchs Zimmer, obwohl kein Fenster offen war.

Und ganz, ganz leise – kaum hörbar – schien etwas zu flüstern.

Der Brunnen spricht

Am nächsten Morgen war der Himmel weich wie Watte. Die Wolken zogen langsam über das Dorf, und die Luft roch nach feuchter Erde und alten Geschichten.

Leon, Marie und Ruby liefen den schmalen Weg entlang, der vom Haus des Großvaters zum Dorfplatz führte. Ruby sprang voran, ihr Glöckchen bimmelte leise im Takt ihrer Pfoten. Marie trug ihren kleinen Stoffbeutel, in dem sie besondere Dinge sammelte – heute steckte darin ein flacher Stein in Herzform, den sie im Garten gefunden hatte.

„Meinst du, das Buch war… echt?“, fragte Leon plötzlich.