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Seit Klaus Breuer mit jungen Jahren Christ wurde, erlebt er, dass Jesus mit ihm spricht. Am Anfang nur sporadisch, entwickelte sich mit der Zeit eine echte Beziehung, in der Jesus auch auf seine Fragen einging. Heute sind sie oft im Gespräch, zu jeder Zeit und bei vielen Gelegenheiten. Mit diesem Buch lässt er uns an diesem hörenden und ganz praktischen Lebensstil mit Jesus teilhaben. Er tut das anhand von Jan, einem jungen Teenager, der mit Jesus in einem kindlichen Vertrauen lebt. Schritt für Schritt breitet sich das Reich Gottes in Jans Umfeld auf ganz natürliche Weise aus. Die Erfahrungen und Wunder, die Jan und seine Freunde erleben, hat der Autor selber oder Freunde von ihm gemacht. Oft teilt ihm Jesus mit, welches Problem die Leute haben, und zeigt ihm dann, wie sie Heilung und Befreiung für Körper und Seele erleben können. Nicht nur junge, sondern Menschen jeden Alters werden durch diese Erfahrungen ermutigt, in eine einfache, kindliche Kommunikation mit Jesus zu kommen. Dadurch kann er ihnen selbst sagen, was er will und wie sie es umsetzen sollen.
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Seitenzahl: 116
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Klaus Breuer
Als Jan Gott hörte
… und eine Freundschaft begann
GloryWorld-Medien
1. Auflage 2018
© 2018 Klaus Breuer
© 2018 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de
Alle Rechte vorbehalten
Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985, entnommen.
Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.
Lektorat/Satz: Manfred MayerUmschlaggestaltung: Jens Neuhaus, www.7dinge.de
ISBN (epub): 978-3-95578-439-3
ISBN (Druck): 978-3-95578-339-6
Klaus Breuer vermittelt in seiner herzerwärmenden Geschichte die frohe Botschaft in geradliniger Einfachheit und Klarheit, sodass sie von denen verstanden wird, die Gott nicht kennen, und neu erfasst wird, von denen, die schon lange an ihn glauben.
Wie direkt ist unsere Beziehung zu Gott? Der Schlüssel ist die Gnade des jungen Jan, Gottes Stimme zu hören und ihr unmittelbar zu folgen. Durch ihn entfaltet sich eine apostolische Kraft, die seine Umgebung in Elternhaus, Schule und Gemeinde völlig umkrempelt, sodass an diesen problembeladenen Orten mitten im Alltag Gottes Königreich anbricht.
Ein fünffältiger Dienst muss nicht konstruiert werden, sondern kommt als Folge von Jans Verlangen, den Weisungen Jesu zu folgen, wie von selbst hervor. Jan wird mit Gleichaltrigen zusammengeführt, die seine apostolische Gnade ergänzen, indem sie prophetisch und seelsorgerlich dienen, evangelisieren und lehren. Der Heilige Geist hat ihre Herzen entzündet, und dieses Feuer ist nicht aufzuhalten.
Eine unrealistische Geschichte? Unglaublich, aber wahr! Zwischen den Zeilen erreicht mein Herz ein leidenschaftliches Werben Gottes: Mach es nicht kompliziert! Den Klugen und Weisen dieser Welt hat Gott sein Geheimnis verborgen, aber den Unmündigen offenbart er es. Nachfolge ist so einfach und wirkungsvoll, wenn in deinem Leben das Wichtigste auch das Wichtigste bleibt, nämlich in allem an Gott orientiert zu sein, der dir in Jesus, dem Heiligen Geist und durch den Vater täglich begegnen will – so wie bei Jan.
Thomas KurowskiJeremia-Werk
Vorwort
1 Jan
2 Jan erhält den ersten Auftrag
3 Tom vertraut sich Jesus an
4 Tom will mehr über Jesus wissen
5 Toms Familie
6 Marie wird geholfen
7 Ben, der Stille
8 Wie geht es weiter?
9 Wie können wir das Richtige tun?
10 Die Jugendgruppe
11 Lisa und Karina
12 Die erste Jugendstunde
13 Die Gemeinde verändert sich
14 Aufbruch
Ich kenne und schätze Klaus Breuer, den Autor dieses Büchleins, jetzt schon seit etlichen Jahren, und als er mich bat, für sein Buch das Vorwort zu schreiben, habe ich gerne zugesagt.
Dieses Büchlein ist sicherlich kein klassisches Lehrbuch und vielleicht auch nicht das, was einige erwarten. Aber ich glaube, dass es für viele Leser ein Schatz und ein Segen sein wird. Es ist für Kinder und Jugendliche geeignet, aber auch für diejenigen Erwachsenen, deren Herz dafür offen ist. Im Grunde geht es nur um die Frage: Können wir uns mit offenem, kindlichem Herzen auf diese Geschichte und das, was Jesus dadurch zu uns sagen möchte, einlassen?
Ich weiß, dass Klaus in diesem Büchlein seine eigenen Erlebnisse wie auch Erfahrungen von guten Freunden komprimiert verarbeitet hat. So handelt es sich zwar um eine erfundene Geschichte, aber die von ihm gemachten Erfahrungen sind es nicht!
In den rund 26 Jahren, in denen ich mit Jesus lebe, habe ich mehr und mehr Verantwortung übernommen und baue jetzt Reich Gottes als Leiter eines christlichen Werkes. In diesen vergangenen Jahren habe ich viel erlebt: Schönes, Wunderbares, Heiliges, aber auch Schwieriges, Schmerzhaftes. Die Gefahr für einen langjährigen Christen ist, dass man sich über die Jahre Erklärungen zulegt für die Dinge, die im Glaubensleben nicht funktioniert haben – die Gebete, die nicht erhört wurden. Nach längerer Zeit hat man sich so leicht einen Berg an Erklärungen aufgebaut und das Leben mit Jesus wird kompliziert und anstrengend.
Immer wenn wir anfangen, das Leben mit Jesus zu verkomplizieren, verlieren wir etwas von diesem Leben. Immer. Dieses Büchlein ist für mich wie ein Gegengift zu dieser Krankheit, die unter Christen weit verbreitet ist und bei der jeder zuerst bei sich selbst anfangen muss. Diese Geschichte von Jan zeigt die Einfachheit und Reinheit, die für jeden ergreifbar ist und diejenigen ruft, die unbewusst in diese Falle gegangen sind.
Man kann beim Lesen durchaus denken, es wäre alles vielleicht zu einfach dargestellt. Ja, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht? Hast du das auch schon erlebt? Im Laufe der Jahre als Christ hörte ich in verschiedenen christlichen Gemeinden Worte wie: „Das passiert in Deutschland nicht, weil …“ oder: „Die Zeit dafür ist vorbei“ oder Ähnliches. Viele hatten sich dann damit abgefunden, dass es jetzt eben einfach so sei. Plötzlich aber kam jemand, den Gott gebrauchte, genau diese Dinge im einfachen Glauben zu tun … und sie funktionierten! Und plötzlich wurde dir klar, dass die Erklärungen von Anfang an nicht stimmten …
Für andere mag es vielleicht wie eine Geschichte aus einer anderen Welt klingen, die nichts mit ihrem Leben und Erleben zu tun hat. Dennoch muss ich sagen: Es gibt etliche Menschen, die – ähnlich wie Jan aus der Geschichte – immer wieder Jesus und den Heiligen Geist so erleben. Von diesen Menschen gibt es mehr, als du vielleicht denkst. Sie sind nur vorsichtig darin, anderen davon zu erzählen – wie auch Jan in der Geschichte –, um nicht als Spinner abgetan zu werden. Auch mir geht es so: Viele der Geschichten in diesem Büchlein kommen mir auf eine Weise sehr vertraut vor. Sie erinnern mich an meine Jugend und die ersten Jahre mit Jesus in meiner damaligen Gemeinde.
Ich glaube, Jesus möchte uns in die Einfachheit des Glaubens zurückbringen, welche die Kinder – oder in dieser Geschichte die Jugendlichen – haben.
Jesus aber sprach: Lasst die Kinder, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen! Denn solchen gehört das Reich der Himmel(Mt 19,14; Hervorhebung durch den Autor).
Können wir eine solche Beziehung zu Jesus haben? Ich glaube von Herzen: Ja! Das ist nicht alleine „die Geschichte von Jan“, es kann auch deine Geschichte werden! Auch du kannst Jesus so nahe sein, lernen so klar seine Stimme zu hören und die Dinge erleben, die wir in der Bibel lesen. Das ist nicht für einige spezielle Christen vorgesehen, das ist für alle Kinder Gottes!
Mein Tipp: Nimm dir eine Zeit, in der du dich in Ruhe in eine gemütliche Ecke setzen kannst, um das Büchlein zu lesen. Entscheide dich, dein Herz für Jesus aufzumachen und gehe mit einem kindlichen Herzen daran. Bitte Jesus, zu dir zu reden und lasse dann die Geschichte einfach auf dich wirken.
Lass es zu, dass dadurch in dir eine Sehnsucht geweckt wird, Jesus persönlicher kennenzulernen, ihn zu erleben und ein Segen für andere zu sein. Dazu bist du berufen!
Lasst uns hungern nach mehr von Jesus. Lasst uns zu Gott beten und ihn suchen, bis seine Herrlichkeit kommt. Lasst uns dafür leben, dass Menschen diesen kostbaren Jesus erleben dürfen und selbst schmecken, wie gut er ist!
Christoph BoschGründer und Leiter von Encountering God Ministrieswww.encounteringgod.org
Jan, so heißt der Junge, war ungefähr vier Jahre, als es geschah. Seine Erinnerungen sind etwas verblasst, aber was er noch weiß, ist, dass eine Stimme ihn rief: „Jan, komm zu mir!“ Jan unterbrach sein Spielen, sprang auf und lief aus seinem Zimmer in die Küche. „Hier bin ich“, rief er laut. Vater und Mutter sahen ihn entgeistert an. „Jan, wir haben dich nicht gerufen“, sagte die Mutter. Jan rannte zurück in sein Zimmer. Er war verwundert, dachte aber bei sich: „Was soll’s“, und so spielte er weiter. Wieder rief jemand: „Jan, komm zu mir.“ Jan sah erstaunt auf, es war nicht Vaters Stimme, die da rief. Diese Stimme war sanfter und freundlicher als die seines Vaters.
„Spielt da jemand mit mir Verstecken?“, fragte sich Jan. Er stand auf und fing an zu suchen. „Wo bist du?“, rief er. Aber es war niemand da. Dann hörte er wieder: „Jan, ich bin hier.“ Er sah einen Mann, der leuchtete. Dieser Mann hatte wie Mutti ein langes Gewand an. An seinen Füßen trug er Schuhe, die aussahen wie Papas Badelatschen. „Wer bist du?“, wollte Jan wissen. „Ich bin Jesus“, sagte der leuchtende Herr, „und ich habe dich sehr lieb. Ich würde gern dein Freund sein. Du darfst immer, zu jeder Zeit und mit allem, was du willst, zu mir kommen, denn ich bin für dich da.“
Jan war begeistert, er hatte jetzt einen großen Freund zum Spielen und das fand er toll. Jan sah Jesus nicht immer, aber er kam oft vorbei. Auch wenn Jan einsam war, wenn keiner mit ihm spielen wollte, erschien ihm Jesus. Es kam öfter vor, dass Jesus ihn ansprach, wenn Jan einen Streit mit jemandem gehabt hatte: „Warum hast du dich mit diesem Kind gestritten?“ Nachdem Jan ihm alles erzählt hatte, erklärte Jesus ihm, warum er dieses Kind liebte, und bat ihn, es genauso zu lieben, selbst wenn es ihm schwerfiel. Nach so einem Gespräch mit Jesus verflog die Wut sehr schnell.
Jan stellte irgendwann fest, dass Jesus ihn auf seine Fehler aufmerksam machte, wenn er sich falsch verhielt. Er merkte, dass er genauso von Jesus erzogen wurde wie von seinen Eltern. Es war jedoch leichter, von Jesus Korrektur anzunehmen, da dieser total lieb war. Die Worte von Jesus fielen einfach leichter in sein Herz. Außerdem waren seine Eltern viel zufriedener mit ihm, seit Jesus ihn auf seine Fehler hinwies und ihn in dem bestätigte, was er richtig machte.
So gingen die Jahre ins Land und Jan wurde größer. Erst kam die Grundschule, danach ging er auf eine weiterführende Schule und Jesus war immer und überall dabei. Die Beziehung zwischen den beiden war sehr tief geworden. Häufig kam er vorbei, manchmal schickte er einen Mann, der sich Engel nannte. Und da war noch jemand, dem er immer wieder beim Spielen und in der Schule begegnete: Es war ein sanfter Wind, den er zum ersten Mal in seinem Kinderzimmer wahrgenommen hatte, obwohl die Fenster geschlossen waren. Jan war total erstaunt, aber der Wind sprach zu ihm: „Ich bin der Heilige Geist und ich bin genauso dein Freund wie Jesus.“ Für Jan wurde das alles alltäglich, aber sein Vater und seine Mutter verstanden es nicht. Genauso wenig seine Geschwister. Darum begann Jan, alles für sich zu behalten. Ja, Jan genoss das Zusammensein mit Jesus, mit den Engeln und mit dem Heiligen Geist. Zwischen ihm und Gott Vater, Jesus und dem Heiligen Geist entstand eine tiefe Beziehung und Jan wollte, dass Gott Freude an ihm hatte.
In der fünften Klasse der Realschule herrschte ein großes Durcheinander. Manche Kinder waren sehr laut, andere saßen ruhig da und trauten sich nicht, etwas zu sagen. Hier in der Klasse kamen alle zusammen: die ausgelassenen und die schüchternen Kinder. Jesus erschien, setzte sich plötzlich neben Jan und stellte ihm die Frage: „Jan, was denkst du?“ Jan antwortete ihm: „Ich würde gerne Freunde haben und ich möchte etwas lernen, aber auch mit den Kindern hier spielen.“ Jan stellte Jesus die gleiche Frage: „Jesus, was möchtest du?“ Er erwiderte ihm: „Auch ich möchte mit den Kindern spielen, doch viele von ihnen kennen mich nicht. Aber vor allem liebe ich sie und möchte ihre Herzen für mich gewinnen.“ Dabei sah er Jan an: „Jan, hilfst du mir dabei?“ „Ja“, antwortete dieser ein bisschen verlegen. „Jesus, was soll ich tun?“ Jesus erwiderte: „Überlass das mir und dem Heiligen Geist. Wir werden dir sagen und zeigen, was du tun sollst.“ „Okay“, erwiderte Jan, „ich freue mich darauf.“ Jesus stand auf und ging durch die Wand hinaus. Um Jans Kopf war wieder der sanfte Windzug: „Ach ja, Heiliger Geist, du bist da!“
Es dauerte eine ganze Weile, bis die Kinder in der Klasse zur Ruhe kamen, um der Lehrerin zuzuhören. Jan entdeckte, dass er der Lehrerin helfen konnte, indem er Jesus bat, durch seinen Geist die Kinder ruhig zu machen. Das klappte sehr oft, aber nicht immer. Jan wollte von Jesus wissen: „Warum klappt es nicht immer?“ Seine Antwort war: „Ihre Herzen sind voll von Enttäuschung, von Wut und all der Unruhe, die sie von Zuhause mitbringen. Die vielen spannenden Filme, auch Horrorfilme und Computerspiele machen die Kinder unruhig, und so lassen sie mir keinen Raum, ja, sie nehmen mich nicht wahr.“
Es gingen einige Wochen ins Land. Ein Teil der Kinder freute sich darüber, dass Jan sehr liebevoll war; andere nannten ihn ein Muttersöhnchen. Das tat Jan weh, aber die Liebe zu Jesus war stärker und er wollte Jesus nicht traurig machen. Würde er sich den Jungen anpassen, wäre er nicht mehr er selbst. Nein, das wollte er nicht; lieber sollten sie ihn Muttersöhnchen nennen. Jesus zu gefallen, war ihm wichtiger.
Tom war so ein Junge. Er war ständig wütend und sehr böse. Immer wieder fiel er auf. In seiner Wut ging er auf die Kinder und sogar auf die Lehrerin los. Deswegen musste er oft nachsitzen oder bekam eine Strafarbeit. Aber all das veränderte den Jungen nicht. Jan beschimpfte er besonders gerne mit Worten wie Muttersöhnchen oder Streber. Aber Tom schlug Jan nicht, wie er es bei anderen Kindern tat. Jan fragte sich: „Warum schlägt Tom andere Kinder, mich aber nicht?“ Er merkte wieder den sanften Windzug an seinem Kopf und hörte die Stimme des Heiligen Geistes, der sprach: „Ich passe auf dich auf.“ Aber das reichte Jan nicht.
