Astrologische Symbolik - Tina Peel - E-Book

Astrologische Symbolik E-Book

Tina Peel

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Beschreibung

Dieses Buch ist eine poetische Reise ins eigene Innere, unabhängig davon, ob man an Astrologie glaubt oder nicht. Es richtet sich an alle, die nach den größeren Zusammenhängen des Lebens suchen und Hintergründe verstehen wollen, ebenso wie an Astrologen und Astrologinnen, die ihre Einsichten in die astrologischen Zusammenhänge vertiefen wollen. Es macht sie mit Hilfe der Astrologie sichtbar - und dieses Sichtbarmachen antwortet auf die uralte Frage nach dem Woher und Wohin allen Lebens. Denn, bei genauer Betrachtung geht zwar jeder seinen eigenen Weg, entwickelt sich auf seine ganz persönliche Weise, und doch machen wir alle die gleiche Entwicklung durch. Wir sind folglich nicht allein mit dem, woran wir knabbern. Ziemlich sicher bewirkt es beim Leser jedoch das eine oder andere Aha-Erlebnis und ist somit im wahrsten Sinne des Wortes ein Schlüssel zum Leben.

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Seitenzahl: 210

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Tina Peel

Astrologische Symbolik

Ein Schlüssel zum Leben

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Astrologische Symbolik

Einleitung

Der Schlüssel zu den vier Elementen

Feuer

Erde

Luft

Wasser

Die Sternzeichen

Der Widder

Der Stier

Die Zwillinge

Der Krebs

Der Löwe

Die Jungfrau

Die Waage

Der Skorpion

Der Schütze

Der Steinbock

Der Wassermann

Die Fische

Kurzfassung der Sternzeichen

Die Häuser

Der Aszendent und sein 1. Haus

2. Haus

3. Haus

Das Immum Coeli und sein 4. Haus

5. Haus

6. Haus

Der Deszendent und sein 7. Haus

8. Haus

9. Haus

Das Medium Coeli und sein 10. Haus

11. Haus

12. Haus

Zusammenfassung der Häuser

Die Planeten

Die Sonne

Der Mond

Der Merkur

Die Venus

Der Mars

Der Jupiter

Der Saturn

Der Uranus

Chiron

Neptun

Pluto

Isis

Lilith

Zusammenfassung der Planeten

Autorenportrait Tina Peel

Bücher und Ebooks

Impressum neobooks

Astrologische Symbolik

Ein Schlüssel zum Leben

Tina Peel

Impressum

Texte: © by Tina PeelVerlag: Abenteuer Selbsterkenntnis

Tina Peel

Lindachstr. 30

3038 Kirchlindach/Schweiz

[email protected]

3. Neuauflage Oktober 2020

Titelbild: Patrick Imseng, Bild von M. Khackimullin

Layout: Rita Schüler

Druck: epubli, ein Service der

neopubli GmbH, Berlin

Printed in Germany

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Der Schlüssel zu den vier Elementen

Feuer

Erde

Luft

Wasser

Die Sternzeichen

Der Widder

Der Stier

Die Zwillinge

Der Krebs

Der Löwe

Die Jungfrau

Die Waage

Der Skorpion

Der Steinbock

Der Wassermann

Kurzfassung der Sternzeichen

Die Häuser

Der Aszendent und sein 1. Haus

2. Haus

3. Haus

Das Immum Coeli und sein 4. Haus

5. Haus

6. Haus

Der Deszendent und sein 7. Haus

8. Haus

9. Haus

Das Medium Coeli und sein 10. Haus

11. Haus

12. Haus

Zusammenfassung der Häuser

Die Planeten

Die Sonne

Der Mond

Der Merkur

Die Venus

Der Mars

Jupiter

Saturn

Uranus

Chiron

Neptun

Pluto

Isis

Lilith

Zusammenfassung der Planeten

Autorenportrait Tina Peel

Bücher und Ebooks

Einleitung

Nein, ich glaube nicht an Astrologie. Sie etwa?

Wer sagt, er glaube an Astrologie, hat genau so wenig Ahnung davon wie jemand, der sagt, er glaube nicht daran. Beide wissen nicht, was Astrologie ist, denn wenn sie es wüssten, würden sie nicht von Glauben sprechen. Seit Menschen beobachten und sich Gedanken machen gibt es die Astrologie, da sie mit unserem alltäglichen Leben verknüpft ist.

Was am Himmel geschieht, hängt sichtbar zusammen mit dem, was auf der Erde geschieht. Die Sterne standen und stehen noch immer zur selben Jahreszeit auf eine bestimmte Weise am Himmel. Da war es nahe liegend, die unsichtbaren inneren Themen, die Menschen im Leben beschäftigen, als symbolische Bilder an den Himmel zu projizieren, weil nur das begreifbar ist, was unsere fünf irdischen Sinne erfassen können.

Astrologie hat jedoch nichts mit Beeinflussung zu tun, sie ist eine Analogie. Die Schwingung, die der Himmel zeigt, muss identisch sein mit der Schwingung auf der Erde, gemäß dem Gesetz von Hermes Trismegistos „wie oben so unten“. Gleiche Schwingung zieht sich schließlich an, gegensätzliche stößt sich ab.

Ein Horoskop, die weiterentwickelte Form davon, ist ein Hilfsmittel, um Schwingung an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt sichtbar zu machen. Es ist logisch, nämlich analogisch genau gesagt, dass ein Wesen, welches in einem bestimmten Moment an einem bestimmten Ort geboren wird, der Schwingung entspricht, die dort herrscht.

Ja, es muss dieser Schwingung entsprechen, sonst kann es dort nicht auftauchen. Die fremde Schwingung würde das unmöglich machen. Folglich können wir die Schwingung im Augenblick unserer Geburt am Himmel betrachten – dafür sorgt die Astronomie, dass wir das können –, und daran unsere eigene Schwingung ablesen, so wie wir sind oder besser gesagt: waren, denn seit unserer Geburt haben wir uns ja weiterentwickelt, die Schwingung verändert sich mit jeder neuen Erfahrung.

Aufgrund des freien Willens weben und wirken wir an unserem Schicksal mit jeder Entscheidung, mit jeder Handlung im Alltag weiter, verändern es, mehr oder weniger bewusst, zu großen Teilen sogar vollkommen unbewusst, denn Bewusstsein ist ja das, was wir entwickeln wollen, weshalb wir geboren werden.

Was wir allerdings anhand eines Geburtshoroskops sehen können, ist, welche Lektionen wir uns für dieses Leben vorgenommen haben, auch wenn sie nicht sagen, wann und auf welche Weise wir sie lernen. Es sind zwölf Hauptthemen, die jedem von uns im Alltag im Laufe des Lebens immer wieder begegnen, an denen wir wachsen, die uns herausfordern und schulen.

Jeder, der sich mit dem Leben befasst, kommt auf diese Themen, auch wenn er mit Astrologie nichts am Hut hat. Es sind die Archetypen, die Carl Gustav Jung entdeckt, beziehungsweise wieder entdeckt hat, denn sie waren immer da, seit es Menschen gibt.

Früher gehörten Astronomie und Astrologie zusammen: Das Beobachten von Abläufen am Firmament und das Bemühen, diese zu verstehen, in Bezug zu sich selbst zu setzen, um Einblick zu erhalten in die größeren Zusammenhänge des eigenen Lebens, gingen Hand in Hand. Heute funktioniert die Astronomie unabhängig von der Astrologie, welche jedoch auf ihre Daten zugreift. Astrologinnen und Astrologen müssen selbst keine Planetenbahnen mehr berechnen und können sich auf die Deutung konzentrieren.

Das habe ich intensiv über Jahre getan und tue es immer noch, und je länger ich es tue, umso tiefer dringe ich ins Leben vor. Auch, wenn ich mich scheinbar mit Astrologie beschäftige. Je tiefer ich in die Betrachtung des Lebens eindringe, desto mehr Zusammenhänge sehe ich, und diese versuche ich auf Papier festzuhalten, um sie zu ordnen und für mich und andere sichtbar zu machen.

Es geht längst nicht mehr um astrologische Bedeutungen, Zuordnungen von Symbolen – es geht um das Woher und Wohin allen Lebens. Das ist der Grund, warum die Astrologie für mich heute philosophisch ist oder die Philosophie astrologisch. Wobei auch Theologie und Spiritualität darin verwickelt sind. Schlussendlich ist eben wirklich alles eins.

Es war mir ein Anliegen zu zeigen, wo sich im Alltag diese astrologischen Themen befinden und was sie von uns „verlangen“. Das nimmt uns zwar die Lektionen nicht ab, doch es erleichtert es, wenn man weiß, worum es im Leben überhaupt geht. Und es zeigt, warum Astrologie keine Glaubenssache ist.

Symbolsprachen sind nicht aus der Luft, sondern aus dem Leben gegriffen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand sie entdeckte. Auch wenn jeder seinen Weg geht, sein Leben auf seine Weise lebt, die Herausforderungen, die wir zu bestehen haben, sind für alle gleich.

Der Schlüssel zu den vier Elementen

Unser ganzes Dasein basiert auf den vier Hauptelementen:

Feuer, Erde, Luft und Wasser.

Jedem Element sind drei Sternzeichen zugeordnet, welche wiederum unterteilt sind in kardinale Zeichen, fixe und bewegliche.

Die kardinalen Zeichen lösen etwas aus, die fixen erhalten etwas und bringen es zur Entfaltung, die beweglichen verbinden. Zu jedem Element gehört je eines der drei, was jedes Sternzeichen auf ganz besondere Weise einzigartig macht, obwohl die drei Zeichen des gleichen Elements ein gemeinsames Thema haben. Das Wesen der Elemente zu verstehen, erleichtert den Zugang zu den zwölf Zeichen.

Feuer

Das Element Feuer steht für Energie, deshalb werden Feuerzeichen rot dargestellt. Energie, Schöpferkraft, Wille und Motivation sind eins. Alle Feuerzeichen wenden Energie auf, um etwas zu erschaffen, zu erhalten, zu erreichen, jedes ist auf seine Weise kreativ, es formt unsere Persönlichkeit.

Diese Schöpfungsenergie ist der göttliche Funke, der freie Wille, der die ganze Entwicklung oder auch nur ein Vorhaben in Bewegung bringt. Feuerzeichen verlangen immer Entscheidungen von uns. Jede Entscheidung setzt Energie frei, die es braucht, um in Bewegung zu kommen und zu bleiben.

Feuerzeichen müssen ständig etwas schaffen, erschaffen und erreichen, denn sie sind männlich und somit aktiv.In den männlichen Zeichen sind wir aufgefordert, etwas zu geben, und zwar hier in den Feuerzeichen den Willen und die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen und immer wieder von neuem und von vorne zu beginnen, den Mut, Neuland zu erobern, nach Höherem zu streben, sich zu entfalten. Auf jedes Feuerzeichen folgt ein Zeichen vom Element:

Erde

Die Energie, die aufgewendet wird, nimmt in den Erdzeichen Form und Substanz an. An dem, was daraus im Leben entsteht, erkennt man, wie viel Energie aufgewendet, wie viel Wille eingebracht wurde, wie sehr man sich damit durchgesetzt hat.

Die Erdzeichen lenken Energie. Bei ihnen geht es immer um Materie, den Körper und somit ums Leben, denn Körper und Leben sind eins – also um alles, was mit den fünf Sinnen wahrgenommen werden kann.

Das Erdelement ist in ständiger Verwandlung, weil Neues nur aus Altem entstehen kann. Es ist ein ewiges Geborenwerden und Vergehen, wenn es um Materie geht. Damit es verwandelt werden kann, muss dieses Element weiblich sein, also passiv, empfangend. Materie muss verwandeln lassen können. In den Erdzeichen erhalten wir Geschenke, den Lohn, den wir uns mit dem Energieeinsatz ver-/erdient haben. Zum Erdelement gehören die Umstände, in denen wir leben, und die wir akzeptieren müssen, da sie das Ergebnis vergangenen Einsatzes sind.

Für sie müssen wir die Verantwortung übernehmen, so wie wir in den Erdzeichen immer auf irgendeine Weise Verantwortung übernehmen müssen. Erst dann können wir sie verbessern und korrigieren, die Energie anders einsetzen, mehr aufwenden wo nötig.

Da Materie polar ist, braucht es ein vermittelndes Element zwischen den Polen, die:

Luft

Atem, Geist und Denken sind dasselbe. Der Geist verbindet den Körper mit dem Leben, sonst bliebe er ein Stück totes Fleisch.

Bei den Luftelementen geht es um Schwingung. Gedanken und Worte, die wir aussenden, bringen die Luft zum Schwingen (z.B. Schallwellen). Wir bestimmen damit, in welcher Schwingung, oder anders gesagt: Realität, wir leben, weil ähnliche Schwingungen einander anziehen, andersartige Schwingungen stoßen sich dagegen ab.

Luftzeichen sind männlich, aktiv, wir müssen etwas geben. Sich öffnen, auf andere zugehen und sich einlassen ist ein aktiver Vorgang. Wir bringen uns ins Leben ein, indem wir uns der Welt, Menschen und Themen öffnen, indem wir uns dafür interessieren, sie fragen und uns mitteilen, mit anderen unsere Gedanken teilen, denn: Wie wir denken, so sind wir. Wie wir eigentlich sind, erfahren wir erst durch den Austausch mit anderen.

Luftzeichen haben immer einen verbindenden Charakter. Auf der Luftebene sind wir miteinander verbunden, dem Geist stehen alle Türen offen. Er muss nur fragen, sich auf ein Thema einlassen, und schon ist er drin – mit Lichtgeschwindigkeit.

Aber erst das ...

Wasser

erweckt die Schöpfung endgültig zum Leben.

Wasser ist für die Materie ebenso lebenswichtig wie der Atem. Es steht für Gefühle, und die Gefühlsebene ist die Ebene der Seele. Wasser, Gefühle und Seele sind eins. Die Seele nistet sich symbolisch im Körper ein, und je länger ein Mensch lebt, desto mehr nimmt sein Körper die Form der Seele an.

Sie beult ihn regelrecht aus. Flüsse, Meere und Seen verändern und gestalten das Gesicht der Erde, Gefühle und Emotionen prägen das unsrige. Die Seele bewohnt den Körper solange er lebt, bzw. solange die Seele den Körper benützt, solange lebt und fühlt er. Wasser ist weiblich, passiv, empfangend. Es nimmt alles an und auf. Unsere Seele ist beeinfluss- und beeindruckbar. Dagegen dürfen wir uns nicht wehren, weil uns die Wellen sonst überrollen. Wir müssen lernen, uns ihnen hinzugeben und mit zu fließen, dann werden wir von den Wellen getragen und durch die Gefühle emotional ernährt, gestillt, was uns mit Geborgenheit erfüllt.

Gefühle lösen Gefühle aus, das Wasser im einen bewegt das Wasser im anderen, deshalb sind wir in den Wasserzeichen auf andere angewiesen. Sie berühren unser „Wasser“, unsere Gefühle und Emotionen, sie lösen sie aus, damit sie in Bewegung kommen und wir sie wahrnehmen können. Auch Liebe ist ein Gefühl, das ebenfalls geweckt werden muss.

Auf jedes Wasserzeichen folgt wieder ein Feuerzeichen. Auf der inneren Ebene, der Seelenebene, tanken wir immer wieder neue Kraft, zum Beispiel im Schlaf, im Tod, in der Meditation usw. – Energie, die anschließend in den Feuerzeichen aktiv durch unseren Willen in die Welt getragen werden will.

Die Sternzeichen

Die zwölf Sternzeichen begegnen uns ebenfalls in den zwölf Aposteln, in den Archetypen und in unserem Alltag. Zwölf Entwicklungsstufen können wir erklimmen, an denen unser Bewusstsein wachsen kann, zwölf verschiedene Anteile gibt es von uns zu erkennen.

Sie liegen an unserem Lebensweg in Form von Herausforderungen und Aufgaben, mit denen wir uns im Laufe des Lebens auseinandersetzen müssen. Das eine oder andere Thema fällt uns leichter, die Herausforderung und der Bewusstseinsgewinn sind gering, mit anderen Themen oder Anteilen tun wir uns schwer und sie fördern uns am meisten. Das Zeichen, in welchem die Sonne bei unserer Geburt steht, das Thema, welches sie beleuchtet, das entwickeln wir ein Leben lang, weil die Sonne unser Zentralsgestirn ist.

Der Tierkreis macht aus den Lebensaufgaben und Lernschritten allgemein verständliche Symbole, damit sie jeder, egal in welcher Zeit er lebt und welche Sprache er spricht, erkennen kann. Er bietet Hilfe und Anleitung demjenigen, der nach Zusammenhängen und Hintergründen sucht, der dem Leben und sich selbst auf die Spur kommen will.

Wir werden in der Materie in die Raum-/Zeitqualität hineingeboren, die unserer Schwingung entspricht – in genau die energetische Situation, die den besten Nährboden für unsere Entwicklung bietet. Diese Raum-/Zeitqualität lässt sich am Himmel ablesen, da nichts zufällig geschieht – alles ist mit allem verbunden, der Makrokosmos spiegelt den Mikrokosmos und umgekehrt.

Das Geburtshoroskop oder „Radix“ ist das sichtbare Abbild unserer Schwingung zum Zeitpunkt der Geburt und eine Art Beipackzettel für unser Leben. Auch wenn wir die Komposition des „Zettels“ vielleicht nicht ganz lesen können, bieten doch allein schon die zwölf Sternzeichen einen tieferen Einblick. Jeder Mensch ist für sein Schicksal verantwortlich und hat seinen Beipackzettel selbst geschrieben – er weiß es oft nur noch nicht. Und da er es nicht weiß, ist er unbelastet.

Der freie Wille, mit welchem die Bewusstseinsentwicklung beginnt, ist nur dann gewährleistet, wenn wir vollkommen unbelastet sind, und das sind wir nur, wenn wir nicht wissen, was kommt oder was war. Je bewusster wir werden, desto mehr tritt der freie Wille in den Hintergrund. Haben wir mal eine gewisse Höhe beim Klettern auf der Bewusstseinsleiter erreicht, können wir nicht mehr zurück.

Aber auch das ist freier Wille.

Bis dahin folgen wir unserem selbst geschaffenen Schicksal instinktiv. Genau so instinktiv, wie es uns in die Materie zieht, weil die Erde ein Transformationsort ist. Hier wird unsichtbare Schwingung sichtbar und dadurch leichter zu erkennen.

Wir unterwerfen uns freiwillig den irdischen Gesetzen von Raum und Zeit, um verwandelt zu werden, denn Verwandlung bedeutet immer ein Bewusstwerden des Unsichtbaren und Unbewussten, ein Erkennen von dem, was ist und schon immer war.

Gucken wir in die Sterne und lesen unser Horoskop, hilft uns das zu erkennen, was hinter den äußeren Dingen, hinter der Fassade steckt. Was spielt sich tatsächlich in unserem Leben ab, was befindet sich hinter dem Schein? Das Dahinterschauen verhindert die Erfahrungen nicht, sondern macht sie verständlicher. Wir betrachten das Leben als Hologramm statt wie ein zweidimensionales Bild, das macht es bedeutend einfacher, verständlich, lebens- und liebenswert.

Der Widder

Der freie Wille

Der Widder ist das erste Zeichen des Tierkreises, er steht am Anfang und somit im Leben für jeden Neubeginn.

„Am Anfang war das Wort“, steht in der Bibel, und dieses Wort heißt: „Ja“! Mit einem einzigen Wort beginnt die ganze Bewusstseinsentwicklung. Es hat die Kraft, den Kreislauf von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt in Bewegung zu setzen, denn es steht für den freien Willen, mit dem jede Handlung und das Leben überhaupt beginnt.

Der erste Schritt ist immer eine Entscheidung, und zwar für das, was wir wollen. Wir entscheiden uns sowieso immer, auch wenn wir uns nicht entscheiden, der freie Wille steht schließlich an erster Stelle. Auch ein Nichthandeln ist demnach eine freie Entscheidung. Wer lebt, hat sich dazu entschieden, sonst wäre er nicht da – ohne dieses Ja zum Leben ist Leben unmöglich.

Natürlich braucht es Mut, um ja zu sagen, weil man im Voraus nicht weiß, was einen erwartet. Aber der freie Wille ist nur dann gewährleistet und das Leben nur dann eine Herausforderung, wenn wir es nicht wissen. So können wir relativ unbelastet unsere Entscheidungen treffen. Trotzdem sind wir kein unbeschriebenes Blatt, wenn wir geboren werden. Das Leben müssen wir zwar immer wieder von Grund auf neu erlernen, aber unsere Entscheidungen hängen sehr von den Erfahrungen ab, die wir mitbringen, sie beeinflussen uns unbewusst. Der Widder ist die Zeugungskraft, der Wille liefert die nötige Energie für alle Projekte und Pläne. Jedoch, zu wissen, was man will, reicht noch nicht, man muss seinen Willen durchsetzen, manchmal gegen den Willen anderer.

Aber gerade durch diesen Widerstand, baut sich Energie auf, würde man ihn einfach machen lassen, wäre das nicht in seinem Sinn. Der Widder in uns ergreift die Initiative, er ist der Pionier, der vorangeht und am liebsten als Erster zur Stelle ist. Er ist in ständigem Wettstreit mit anderen um diesen ersten Platz. Mitstreiter spornen ihn an.

In der Durchsetzungskraft der Samen zeigt sich die Widder-Thematik, der erste gewinnt, der Same, der sich im Kampf ums Ei gegen die anderen durchsetzen kann. Ebenfalls sichtbar ist die Widderenergie an der Kraft der Pflanzen, die im Frühling durch die Erde brechen, durch Asphalt und Stein.

Die Natur zeigt darin ihren ungestümen Lebenswillen, der die Unzerstörbarkeit des Lebens garantiert. Die Natur würde niemals „nein!“ zu einem Hindernis sagen, sie passt sich allen Umständen an. Ist ein Weg verbaut, findet sie einen neuen. Unser Wille hat die gleiche Kraft! Je klarer der Wille, umso mehr Kraft wird aktiviert und mobilisiert. Wenn wir nicht wissen, was wir wollen, haben wir auch keine Energie.

Nur wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, wo mein Wille ist, ist mein Weg. Wer weiß, was er will, ist handlungsfähig. Deshalb ist es nicht schlecht, sich immer wieder zu überlegen, was man eigentlich will, wo und wie man es will. Besteht darüber Klarheit, fehlt es nachfolgend auch nicht an der Tatkraft, sie stellt sich ganz von selber ein.

Entscheidungen reißen uns aus Bewegungslosigkeit und Lethargie. Es ist unmöglich, sitzen zu bleiben, wenn man sich entschieden hat. Es gibt dabei weder richtige noch falsche Entscheidungen – also keine Angst vor Fehlentscheiden, nur kein Entscheid ist ein falscher Entscheid.

Unterschiedliche Entscheidungen lenken uns in unterschiedliche Richtungen, sie haben unterschiedliche Konsequenzen und bieten andere Erfahrungen. Wir müssen uns lediglich für einen Weg entscheiden. Ob es der richtige ist, finden wir heraus, wenn wir ihn unter die Füße nehmen.

Wer nicht weiß, was er will, findet es auch über das heraus, was er nicht will.

Um jeden Preis in Bewegung zu bleiben, ist sowieso leichter, als in Bewegung zu kommen. Sind wir in Fahrt, lässt sich die Energie mühelos lenken. Sehr oft verstecken wir den Willen, um nicht als Egoisten zu gelten, oder weil wir uns vor Ablehnung oder möglichen Aggressionen fürchten. Auch das ist unser Wille – nur agieren wir dann unbewusst um sieben Ecken, um dorthin zu kommen, wo wir hinwollen.

Egoisten sind in Wahrheit Leute, die ihr Ego missachten und unterdrücken. Dieses Ego drängt sich überall dazwischen, um endlich Beachtung zu finden. Egoisten würden unter Eid schwören, keine zu sein, sie haben von sich das Bild, bescheiden zu sein und sich dem Willen anderer unterzuordnen. Dabei können sie gar nicht willenlos sein, weil ein Mensch ohne Willen nicht lebensfähig wäre.

Wir können nicht gegen unseren Willen zu etwas gezwungen werden. Wer sich zwingen lässt, sagt indirekt ebenfalls ja. Würde er nein sagen, und entsprechend diesem Nein handeln, könnte man ihn nicht zwingen.

Er hat folglich aus irgendeinem Grund etwas davon, gezwungen zu werden. Vielleicht glaubt er, dadurch in den Augen anderer unschuldig zu sein und keine Verantwortung für sein Handeln zu tragen.

Wird das, was wir wollen, von anderen ignoriert oder missachtet, wird der Wille nicht klar genug gezeigt. Dann werden wir so lange übergangen, bis wir wirklich wissen, was wir wollen und es durchsetzen. Wer zu seinem Willen steht und sich durchsetzt, muss gar nie darum kämpfen: Kampf ist eine Folge von Unsicherheit.

Wer unter dem Sonnenzeichen Widder geboren wurde, muss lernen, entsprechend seinem Willen zu handeln, Energie aufzubauen und richtig einzusetzen. Er ist aufgefordert, sich durchzusetzen, aktiv zu werden und in Bewegung zu bleiben.

Er muss immer wieder bereit sein, von vorn anzufangen und wo nötig mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, wenn es darum geht, statt den Weg des geringsten Widerstands, den des eigenen Willens zu gehen. Außerdem braucht der Widder Widerstand, um sich daran zu reiben und energetisch aufladen zu können. Dem Widder werden der Kopf zugeordnet und unsere Handlungswerkzeuge, die Hände.

Das astrologische Jahr beginnt mit der Frühlingssonnenwende, wenn die Sonne in den Widder tritt. Kein Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten ist energetisch so gravierend wie der Frühlingsbeginn und die Zeit des Widders (21.3. – 20.4.). Beide, Widder und Frühling, holen uns aus dem Winterschlaf. Wenn wir uns nicht bewegen – wie während des Winterschlafes – verlieren wir mehr und mehr von unserer (Muskel-) Kraft, denn Energie baut sich durch Energieeinsatz auf!

Aus einem Energietief heraus holt uns zuweilen die Wut. Sie aktiviert unsere Kraftreserven (Adrenalin). Ganz gleich, was wir tun: Jegliche Aktivität holt uns aus der Schwäche heraus. Muskeln müssen benutzt werden, damit ihre Kraft erhalten bleibt.

Im Widder muss gesät (Samen) werden, was wir später im Jahr (Leben) ernten wollen. Was im Frühling nicht gesät wird, kann später nicht geerntet werden – was nicht gezeugt wird, bleibt ungeboren. Dass es jedoch wächst, dafür ist der Stier zuständig. Dort können wir zusehen, wie unser Wille Substanz und Form annimmt.

Der Stier

Die Materie

Der Wille nimmt nach der Zeugung in der Materie Substanz und Form an, das Haus für die Seele wächst im Mutterleib heran. Materie entsteht aus Materie, aus den Zellen der Eltern, bilden sich die Zellen des Kindes. Unser eigentliches unsichtbares Wesen ist umhüllt vom materiellen Körper, welcher der Seele ein Leben auf der Erde ermöglicht und sie darauf festhält.

Wie viel Energie auf etwas aufgewendet wurde, zeigt sich immer an dem, was daraus wächst. Das Ergebnis müssen wir annehmen wie es ist – der Stier ist weiblich, passiv, empfangend –, es lässt sich nur durch erneuten Energieeinsatz mit der Zeit verändern. Jede Zelle im Körper wird innerhalb von sieben Jahren vollständig erneuert. Folglich ist es sogar möglich, mit entsprechendem Aufwand den Körper und seine Form zu verändern.

Wie wertvoll das Entstandene für uns tatsächlich ist, bestimmt unsere Wert- oder Geringschätzung. Je mehr Energie wir aufwenden, umso größer ist in der Regel auch die Wertschätzung. Es darf für uns einfach nicht zu billig sein. Materie ist vergänglich, sie kann verletzt, zerstört, vergewaltigt, missachtet, übergangen werden. Sie braucht Schutz und Pflege so lange wir leben.

Aber jeder Körper ist mit einem Überlebenstrieb ausgestattet, der mit allen Mitteln am Leben festhält. Wir würden sonst viel schneller aus lauter Unachtsamkeit unser Leben verlieren als es der Fall ist. Aus diesem Grund ist der Stier ein fixes Zeichen – es geht um Schutz und Erhalt von Materie. Der Körper hält am Leben fest, seine lebensnotwendigen materiellen Bedürfnisse drängen uns, sie jeden Tag von neuem zu befriedigen.

Dieses Festhalten macht uns oft Mühe, vor allem, wenn es ans Sterben oder an eine andere Art von Loslassen geht (gegenüber im Skorpion). Der Körper hat eine eigene Form von Bewusstsein, das alles tut, was im Interesse des Überlebens steht. Jeder Körper braucht ausreichend Raum zum Leben, wo er beschützt ist und sich sicher fühlt, und in welchem genug Nahrung zu finden ist.

Um den äußeren Lebensraum können wir zum Schutz vor Übergriffen, zur Sicherung und Abgrenzung Zäune bauen, aber fürs Unsichtbare existieren keine solchen sichtbaren Begrenzungen. Geht es uns innerlich ans Lebendige, spüren wir es oft viel zu spät, seelischer Schmerz macht dann darauf aufmerksam. Aber auch äußere Verletzungen helfen uns, uns körperlich wahrzunehmen und physische Grenzen zu spüren, die Bedingung dafür, uns schützen und verteidigen zu können.

Dadurch, dass es zeitlich begrenzt ist, wird das Leben wertvoll. Auch wir werden wertvoll, wenn wir „begrenzt“, eingegrenzt sind, das heißt, wenn wir uns und unser Revier verteidigen und damit zeigen, wo unsere Grenzen sind.

Das sorgt für Respekt. Wie sonst soll man uns wahrnehmen, wenn wir nicht zeigen, wo wir anfangen, und wo enden? Niemand will uns verletzen und auch wir wollen niemanden verletzen. Jeder ist froh, wenn der andere seinen Willen zeigt und wo seine Grenzen sind. Dann wissen alle, woran sie sind und können sich danach richten.

Wer seine Grenzen kennt, kann viel mehr Nähe zulassen, er muss nicht schon fünf Kilometer vorher abwehren. Wer sich zu schützen weiß, fürchtet sich weniger vor Verletzungen. Das ist das Ziel jeder Kampfsportart. Wir lernen dabei, uns, wenn nötig, zu verteidigen und haben als Folge davon weniger Berührungsängste.

Wenn der Widder im Menschen loslegt, oder genauer gesagt: der Wille, dann gibt es für ihn kein Halten mehr. Er stampft in seinem Enthusiasmus in Nachbars Garten und zertrampelt unabsichtlich sein Gemüse. So viel überschäumende Energie kann nur nutzbar sein, wenn man sie kanalisiert. Deshalb folgt auf jedes Feuer- ein Erdzeichen, und dafür sorgt der Stier mit seiner Abgrenzung. Er ist das Bachbett, durch das die Energie in die gewünschten Bahnen gelenkt wird.