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Jakob Zopfi, der ehemalige Präsident der Schweizerischen Pfingstmission, schreibt über Geschichte und Auftrag der Pfingstbewegung.
Das E-Book Auf alles Fleisch wird angeboten von ASAPH und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Heiliger Geist, Pfingsten, Zopfi
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Seitenzahl: 265
Veröffentlichungsjahr: 2013
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"...auf alles Fleisch"
Geschichte und Auftrag der Pfingstbewegung
Eigentümerhinweis
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Impressum
ISBN 3-85645-046-7
© Copyright 2013 by Jakob Zopfi
Umschlaggestaltung: Xaver Bisig
Gesamtherstellung eBook: Asaph AG, Schweiz
Vorwort
„... auf alles Fleisch!"
„Und es wird geschehen" in den letzten Tagen -spricht Gott - „da werde ich ausgießen von meinem Geist über alles Fleisch ..." Apg. 2,17.
Die Pfingstbewegung versteht sich als Teil der Erfüllung dieser Prophetie, die Petrus am Pfingsttag ausgesprochen hat. Ihr gilt die vorliegende Darstellung.
Zwei Vorbemerkungen sollen sie begleiten: Die Bezeichnungen „Pfingstbewegung", „pfingstlich" und ähnliches kommen oft vor - manchem zu oft. Nun soll das weder Stall-Verliebtheit noch -blindheit sein. Denn die Pfingstbewegung weiß sich sehr wohl eingebettet als Teil der Gesamtgemeinde Jesu Christi. Leser und Leserinnen mögen mir diese Einseitigkeit nachsehen: Hier geht es ausschließlich um die Darstellung der Pfingstbewegung.
Und was noch wichtiger sein könnte: Der Heilige Geist wird oft, der Name Jesu weniger erwähnt. Uns ist bewusst, dass alles, was mit Pneumatologie zu tun hat, zur Christologie führen muss. Für uns aber sind Jesus und der Heilige Geist untrennbar. Wenn immer der Heilige Geist erwähnt ist - und die Pfingstbewegung versteht sich als Wirkung des Heiligen Geistes -, sehen wir darin eine Verherrlichung Christi.
Und dieser Heilige Geist ist ein Feuer. Die vorliegende Arbeit begleitet das Gebet, dass Herzen durch sie warm werden.
Jakob Zopfi
I. Die Entstehung der Pfingstbewegung
1. DIE PFINGSTBEWEGUNG - EINE WELTWEITE FREIKIRCHE
Wie Leben und Dienst Jesu auf Erden in der Krippe, und wie auch die Geburt der Gemeinde Jesu mit einer Handvoll Jüngern recht armselig begann, so ist auch - nach menschlichen Maßstäben - der Beginn der Pfingstbewegung anfangs dieses Jahrhunderts nicht eben strahlend gewesen.
Heute allerdings ist die Pfingstbewegung alles andere als eine unscheinbare Winkelangelegenheit. Sie ist nichts weniger als eine der dynamischsten christlichen Kräfte überhaupt. Vergleicht man sie zahlenmäßig mit protestantischen Kirchen und Freikirchen, ist sie weltweit die stärkste Gruppierung. Sie ist dazu, wieder im ganzen gesehen, die am schnellsten wachsende christliche Denomination.
Natürlich haben Zahlen nur relativen Aussagewert. Und doch sagen sie etwas aus, gleich wie die Zahlen in der Bibel -und übrigens auch Zahlenwerte jedes Organismus.
Um eine der starken Pfingstbewegungen als Beispiel zu erwähnen: In ihrem Ursprungsland, den USA, unterhalten die Assemblies of God in Springfield/Miss. ein „Hauptquartier", in dem in einem hellen, großen Trakt siebenhundert vollzeitliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter emsig arbeiten. 19841zählte die Bewegung 2.036.453 Zugehörige, auf ihren 115 Missionsfeldern weitere 12.854.346. Nebst vielen evangelistischen und missionarischen Tätigkeiten unterhält sie 250 Bibelschulen, in denen Tausende von jungen Männern und Frauen auf ihren Dienst vorbereitet werden. Ihr jahrelanger Generalsuperintendent, Dr. Thomas Zimmermann, betreute zudem während vielen Jahren das Vorbereitungskomitee der WeltPfingst-Konferenz und ist in vielen leitenden evangelikalen Gremien als markante geistliche Persönlichkeit geschätzt.
Um bei Zahlen zu bleiben: Die drei größten protestantischen Kirchen der Welt sind Pfingstkirchen. Da ist die „Zentralkirche des vollen Evangeliums" von Dr. Yonggi Cho auf der Yoido-Halbinsel in Seoul/Korea. Es ist jedermann zu gönnen, die dortigen mitreißenden Gottesdienste zu erleben. Bei einem monatlichen Zuwachs an Mitgliedern von acht- bis zehntausend Gläubigen werden Angaben laufend überholt. 1981 waren es 165.000, 1982 250.000, heute um 400.000. Die nächstgrößte ist die Jotabeche Church in Santiago/Chile mit 80.000, dann die Congregacao Crista Sao Paulo/Brasilien mit 61.250 Mitgliedern.2
Auch in Europa gibt es heute über eine Million „Pfingstler". In Ländern wie Frankreich, Spanien und Portugal ist die Pfingstbewegung die stärkste nichtkatholische Denomination (man kann Pfingstbewegungen nicht als protestantische Kirchen bezeichnen), in andern europäischen Ländern - vor allem in Skandinavien - die stärkste freikirchliche Gruppierung. Die Pfingstbewegung ist auch in allen osteuropäischen Staaten anzutreffen. Rumänien zählt 150.000, Russland mindestens 700.000 Mitglieder.
Da steht schon die Frage im Raum, weshalb denn in einer Zeit, in der so viele Kirchen abnehmen, die Pfingstkirchen in der ganzen Welt dermaßen zunehmen. Yonggi Cho kommentiert dies knapp, und wer seine vornehme Persönlichkeit kennt, weiß, dass dies nicht nur so dahergeredet ist: „Wir sind die größte Kirche der Welt aufgrund der Taufe in den Heiligen Geist, die die Leute fähig macht, die Verlorenen zu gewinnen!"3
Wie geradezu atemberaubend ein solches Wachstum sein kann, illustriert ein anderes Beispiel. Die „Church of God in Christ", eine Pfingstbewegung unter den Farbigen Amerikas, zählte 1964 noch 425.000 Gläubige. 1983 waren es 3.709.861, ein Zuwachs von 824 Prozent in zwanzig Jahren! (Auffallend übrigens, wie genau in solchen Bewegungen die Administratio
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