Auf der Suchwanderung der Seele - Kai Schewitz - E-Book

Auf der Suchwanderung der Seele E-Book

Kai Schewitz

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Beschreibung

Das Buch liefert ein synkretistisches Gesamtbild antiker Weisheitslehren samt ihrer Kosmologie in modernen Begriffen mit einem Brückenschlag zur Naturwissenschaft, wodurch obskure, esoterische Vorstellungen in einem neuen, klaren Licht erscheinen. Die kryptische Symbolsprache der Altvorderen wird entschlüsselt und als universeller Code verstanden. Der Autor versucht eine alchemistische Extraktion der Essenz des menschlichen Lebens. Das Buch führt ein in die spirituelle Wissenschaft der Transformation der Seele. Den Abschluß bildet ein pragmatischer Ansatz für den Alltag.

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Seitenzahl: 101

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Auf der Suchwanderung der Seele

InhaltsverzeichnisEinleitungDer Wanderer im Dschungel der WeltDer Wanderkarte - Topologie des BewußtseinsDie Wanderroute - Abstieg des GeistesDie Heimkehr - Aufstieg zum Gipfel des WeltenbergesIm GeländeNachwortImpressum

Inhaltsverzeichnis

Auf der Suchwanderung der Seele

Eine Zusammenfassung Hermetischer Kosmologie und Innerer Alchemie mit Liebe von Kailash

Im Namen des Einen, bei der Gnade der Dreieinigen Göttin und der Gunst ihres Immerwiederkehrenden Sohnes Möge der Mensch sich seiner Wesensnatur erinnern und mittels der Macht seines Willens weise vollkommen Neues erschaffen

Mein Dank gilt den ägyptischen, vedischen und taoistischen Weisen, dem Ewigen Licht der Sterne und allen Menschen, Tieren, Pflanzen und Steinen, die mich auf ihre Weise lehrten

Wer folgende Worte realisiert, kann das Buch nun schließen:

Es gibt nur ein Wesen. Es gibt nur einen Stoff. Es gibt nur eine Kraft. Es gibt nur ein Gesetz. Darüber hinaus ist nichts. (Kailash)

Inhalt

Einleitung Der Wanderer im Dschungel der Welt Die Wanderkarte – Topologie des Bewußtseins Die Wanderroute – Abstieg des Geistes Die Heimkehr - Aufstieg zum Gipfel des Weltenberges Im Gelände Nachwort

Einleitung

Wie ein verblendeter König, der ein Ackersmann zu sein glaubt und beginnt ein abgegrenztes Feld zu pflügen, während die ganze Welt sein ist, genauso, obwohl das immerscheinende, selbstleuchtende Selbst unendlich weit und alldurchdringend ist und geschuldet der Unachtsamkeit und dem Mangel an Unterscheidungskraft des unerwachten Geistes, glaubt der Mensch ein begrenztes, individuelles Ding zu sein und führt ein zwergenhaftes Dasein. Shri Shiva Rahasya

   Wer bin Ich? Woher komme ich? Wo bin ich? Was tue ich hier? Wohin gehe ich? Der Sinn des Lebens. Jeder wird sich diese Fragen schon gestellt haben. Jeder wird andere Antworten finden oder keine. In diesem kleinen Buch sollen keine Wahrheiten verkündet werden. Wahrheitsverkünder schöpfen ihre Kraft nicht aus sich selbst, sondern aus dem Konsens ihrer Mitmenschen bzw. Mitschöpfer, häufig mittels Zwang und Manipulation. Die Menschen führen Kriege über den Disput, welche ihrer Wahrheiten die wahrste ist. Alle sogenannten Wahrheiten sind eine Illusion, ein Spiel des Lichts, ohne jedweden negativen Beigeschmack verstanden. Ein Kinofilm kann eine wunderbare Illusion sein. Glaubt der Kinobesucher jedoch der Film sei "real", beginnt die Delusion. Eine Illusion kann dich nur kontrollieren, wenn du denkst sie sei real! Wenn alles Bewegte, das wir als räumliche und zeitliche Realität wahrnehmen, ein Spiel des Lichts ist, wo ist dann seine Quelle, der Filmprojektor? Mit diesen Fragen steuern wir in das Feld der Philosophie. Sie ist eine der vier Säulen einer Kultur. Philosophie kultiviert den Geist. Philosophische Ideen sind ein starker alchemistischer Agens, der die Wahrnehmung der Welt zu transformieren vermag. Die drei anderen Säulen sind die Naturwissenschaften, die die Physis untersuchen, die Musen der schönen Künste kultivieren die Seele und nicht zuletzt die Spiritualität. Sie ist die weise Anwendung des Wissens, das aus den anderen Säulen gewonnen wurde. Wissenschaft ohne Spiritualität ist Selbstmord. Kunst ohne Spiritualität ist Narzissmus. Philosophie ohne Spiritualität ist impotente Kopfgeburt. Spiritualität ist die ureigene Erfahrung des Einsseins mit dem Kosmos. Kein Stellvertreter Gottes oder channelndes Medium steht mehr zwischen dem Mensch und dem Universellen Einen.

   In diesem kleinen Büchlein soll im Gegensatz zu einer weiteren Wahrheitsverkündung ein Modell vorgestellt werden, das seinen Weg durch die Jahrtausende gefunden hat - die Alchemie der Seele. Modelle sind eine Orientierungshilfe wie z. B. eine Landkarte. Doch vergessen wir nie: die Landkarte ist nicht das Terrain! Besitzt ein Wanderer jedoch eine gute Karte, findet er sicher sein Ziel. Es spricht aber nichts gegen Umwege, auf denen man Neues entdecken kann. Unser Modell ist in diesem Sinne ein Weltatlas des Bewußteins. Welcher Weg führte uns bis hierher? Wo befinden wir uns gegenwärtig? Welche Landmarken müssen wir passieren, um unser Ziel zu erreichen? Unser Ziel ist in diesem Fall die Selbsterkenntnis - Gnosis. Der Weg dahin die Selbstkultivierung.

   Die Alchemie ist kein primitiver Aberglaube, sondern eine spirituelle Wissenschaft mit ihren Wurzeln im antiken Ägypten, deren Begründer Hermes Trismegistos ist. Alchemie wird die Königliche Kunst genannt. Goldmacher mit der Motivation der persönlichen Bereicherung haben nichts mit eigentlicher Alchemie zu schaffen und werden auch immer Scharlatane bleiben. Alchemie ist das Bemühen, die chaotische Lebensenergie, die Prima Materia, in eine reine Seele zu verwandeln, so daß sie den metaphysischen Geist wie ein polierter Silberspiegel in Perfektion reflektieren kann. Das ist das Kleine Werk der Alchemie. Darauf folgt das Große Werk, bei dem die Seele und der Geist durch ihre Vermählung das Goldene Kind zeugen – auch bekannt als der Stein der Weisen, das philosophische Gold, die göttliche Inkarnation (Avatar), der Diamantkörper der Buddhisten. Das Resultat dieser Alchemistischen Hochzeit ist die Unio Mystica, die Erleuchtung. Alchemie ist die Kunst des Lebens und seiner Krönung: des Todes. Wie ein Laut einer gestrichenen Saite aus der Stille geboren ist und langsam durch sein Verklingen in die Stille zurückkehrt, so kommt das Leben aus der Stille und kehrt in sie zurück.

   Dieses Buch hat den Anspruch das Gesamtbild im Auge zu behalten, und sich nicht im Detail zu verlieren. Getreu dem Motto: Wenn du es nicht einfach machen kannst, hast du es nicht wirklich verstanden. Anfangs scheinen die Dinge komplex und unüberschaubar, doch je tiefer wir eintauchen, werden die Dinge wieder klarer und einfacher. In den folgenden Kapiteln werden die Grundzüge der Kosmologie in den Formen eines Würfels, des Kreises und des Dreiecks dargestellt. Also ein Kinderspiel. Das Dreieck ist ein Symbol des Spirits, der Kreis der Seele und das Rechteck des Körpers.

   Die besprochenen Themen füllen jeweils ganze Bibliotheken, wenn der Leser sich tiefgreifender informieren möchte. Aus diesem Grund bleibt der Text kurz und bündig. Der Autor erhebt keinen Anspruch auf Letztgültigkeit.

Der Wanderer im Dschungel der Welt

"Der Tag wird kommen, wenn eine einzige Karotte, neu betrachtet, eine Revolution auslösen wird" Paul Cezanne

   Wer ist der Mensch? Dieses Mysterium, so schön und schrecklich zugleich. Die Antworten der materialistischen Wissenschaften mit ihrer intellektuellen Akrobatik mögen den Anschein von Gewißheit vermitteln, doch wurde bisher mit keinem Skalpell und Elektronenmikroskop der Welt die Liebe, die Poesie oder das Lachen entdeckt. Selbst eine Kuh läßt jedes milliardenschwere Wissenschaftsprojekt neben sich verblassen, wenn sie durch die Aufnahme von Luft, Wasser und Gras wie durch ein Wunder Milch aus ihrem Euter fließen läßt. Hätte die Wissenschaft diesen Prozeß wirklich verstanden, dann müßte sie den Beweis erbringen und aus Luft, Wasser und Gras in ihrem Reagenzglas Milch entstehen lassen. Mir ist kein derartiger Fall bekannt. Die Wunder der Natur sind still. Doch das Wunder aller Wunder ist, daß wir diese Dinge überhaupt erfahren, und der Hintergrund der Erfahrung ist das Bewußtsein.

   Der Alchemist beschreibt, wie die moderne Quantenphysik, die Phänomene der Natur als in Wechselwirkung mit dem Bewußtsein des Beobachters stehend. Das Wahrgenommene ist nicht vom Wahrnehmendem zu trennen. Und sie geht gar noch einen Schritt weiter und behauptet, daß Bewußtsein und Welt ein und dasselbe sind. Der Talmud bekundet: Wir sehen nicht die Dinge, wie sie sind, sondern wie wir sind. Der Mensch versucht mit mehr oder weniger Erfolg ständig Einfluß auf die Welt zu nehmen. Das erste Hermetische Prinzip lautet: Alles ist Geist. Wenn das Universum ein geistiges ist, dann bedeutet das im Umkehrschluß, daß wenn Du das Universum ändern willst, deinen Geist ändern mußt. Man kämmt nicht sein Spiegelbild, sondern die eigenen Haare. Im Höhlengleichnis von Plato sehen die Höhleninsassen nur Schatten der Wirklichkeit und missen die Erkenntnis der Quelle des Lichts. Die Kinobesucher sind sich des Projektors nicht bewußt und glauben die flimmernde Leinwand sei real. Was wir mit unseren physischen Augen sehen, entspricht dem, was die Höhleninsassen sehen: eine Spiegelung der Quelle der Schöpfung. Die Quelle ist ungeteiltes, unbewegtes Licht. Dieses weiße Urlicht teilt sich in das Spektrum von Rot bis Blau und erzeugt so die illusionäre Welt der Sinne. Mit den zwei Sinnesaugen sehen wir nur geteiltes Licht, die Dualität von Tag und Nacht. Mit dem inneren Auge, das eins ist, sehen wir das ungeteilte Licht, das in uns residiert. Nicht nur residiert es in uns, wir sind dieses Licht, dessen Reflektion die äußere Welt der Sinne erschafft. Unser Leben ist eine Reflektion unserer selbst. Geist agiert, Materie reagiert. Dieses ewige Licht, das den Kern unseres Selbst bildet, nennen die Shivaiten Shiva. Wenn sie Om namah Shivaya ("Ich neige mich Shiva zu") chanten, bedeutet es für sie die Rückverbindung zu sich selbst, der Quelle allen Seins, wo alle Ströme wieder zusammenfließen.

   Das gesamte Universum ist dem Alchemisten ein lebendes und beseeltes Wesen, genannt der Demiurg, der Weltarchitekt. Ebenso sind die Himmelskörper, wie Galaxien, Sterne, einschließlich unserer Sonne, Kometen und Planeten, lebendige Wesenheiten mit einem Geist, einer Seele und einem Körper. Sie tragen ja auch Namen, nicht zufällig Götternamen oder andere Namen der Mythologien. Unser schönes Zentralgestirn heißt St. Michael, Jesus Christus, Helios, Horus, Mithras oder Surya. Ebenso die Minerale, ein Feuer, ein Wasserlauf oder der Wind sind animiert. Daher leitet sich die Vorstellung der Elementargeister ab. In der alchemistischen Elementenlehre sind die Elemente abstrakte Begriffe. Ein Lagerfeuer ist ein konkreter Ausdruck des abstrakten Elements Feuer, genauso wie das Leuchten von Phosphor, oder unser Verdauungsfeuer. Vergleichbar mit den Aggregatzuständen der Physik. Alles, was fest ist, entspricht Erde. Alles, was flüssig ist, Wasser. Alles gasförmige ist Luft. Jeder rein energetische Prozeß ist Feuer. Eine Entsprechung für Feuer in der Physik ist das Plasma. Natürlich können die Elemente in Mischformen auftreten. Kochendes Wasser besitzt das Element Feuer und Wasser. Eis hat die Qualitäten Wasser und Erde. Nebel besteht aus Wasser und Luft. Die Elemente sind Qualitätszustände der Prima Materia, der Lebensenergie. Alle existenten Dinge entspringen nur einer einzigen Substanz: der Prima Materia. Die Prima Materia ist das Lux aeterna, das ewige Licht, unsichtbar für das physische Auge. Doch läßt sie uns atmen, denken, fühlen und laufen. Sie ist zugleich die Quintessenz, das mysteriöse Fünfte Element. Wir fühlen uns an David Bohms Gedanken erinnert, daß Materie gefrorenes Licht ist.

   Diese Lebensenergie trägt viele Namen: Prana, Chi, Odem, Orgon, Orenda, Manna, Äther, Vakuumenergie oder Heiliger Geist. Wir werden im nächsten Kapitel das Geheimnis lüften, was diese mysteriöse Energie tatsächlich ist. Sie ist eine vibrierende fluidartige Energie, die den leeren Raum erfüllt. Es existiert sogar die bemerkenswerte Idee, daß der Raum nicht nur, wie Einstein meint, gekrümmt ist, sondern sich wie eine zähe Masse selbst bewegt, d.h. nicht statisch ist. Entsprechend der Torusdynamik entströmt der Raum aus einem Schwarzen Loch (Singularität) und neigt sich in einer Schleife wieder zurück in das Schwarze Loch hinein. In dem Falle wäre Vakuumenergie und Raum identisch. Äther ist das Baumaterial, die Elementargeister die Bauarbeiter, die Erzengel die Architekten, Gott der Bauherr. Wenn diese Energie sich einspiralisiert und Vortexe bildet, verdichtet sie sich im Zentrum des Vortexes. Ihren dichtesten Zustand nennen wir Materie, aus der auch unser physischer Körper besteht. Walter Russel erklärt in seiner Kosmologie, wie sich das Licht in zwölf Energiespiralen um ein Zentrum arrangiert und als Kubisches Wellenfeld agiert. Es ist jene Energie, die mithilfe der Pyramiden in der Vorgeschichte nutzbar gemacht wurde.

   Die Lebensenergie strahlt von der Singularität (Gott) aus, spiralisiert durch den Raum mithilfe der Galaxien, Sterne und Planeten als ihre Schaltstellen und Transformatoren bis hinein in die Biosphäre und erneuert deren Kraftreserven, und trägt Informationen mit sich, die unserem Körper Struktur verleihen. Die Verbindung zu den morphogenetischen Feldern ist unübersehbar. Die Biosphäre ist auf einer kosmischen Skala der Mesokosmos, die Schnittstelle zwischen Makrokosmos und Nanokosmos, die Welt der Atome und Partikel, die je weiter wir in sie hineinzoomen nicht gegenständlich sind, sondern Energieladungen mit Spin.

   Das Zusammenspiel der Elemente läßt sich gut in der von vielen alten Kulturen verehrten Lotusblume versinnbildlichen. Sie wurzelt in der Erde, hat ihren Stengel im Wasser, ihre Blüte ist in der Luft, empfängt das Sonnenfeuer und wächst im physikalischen Raum. Das Beispiel verdeutlicht, wie die Lebensenergie mehrere Wandlungsphasen in der Natur durchläuft. In unserem Körper geschieht das Gleiche, indem die Prima Materia durch unsere Organe zirkuliert und jene auf diese Weise aufbaut und abbaut. Diese Energieströme nehmen wir als Sinnesempfindungen, Emotionen und Gedanken wahr, je nachdem aus welchem der drei Hauptenergiezentren des Körpers die Energie entstammt. Anschließend tritt sie den Weg zurück zu ihrer Quelle an, nun geschwängert mit neuen Informationen. Diese Rückkopplungsschleife von Information nennen wir Bewußtsein. In den Veden steht, daß unsere Gedanken (die Projektion des Geistes) und Gefühle (die Reflektion der Seele) entweder als Nahrung für Götter oder Dämonen dienen, je nachdem welche Nahrung wir liefern. Begierde füttert Dämonen, Liebe nährt die Götter. Die Planeten haben zwei Manifestationen. Einmal als Erzengel und einmal als die berüchtigten Archons der gnostischen Schriften. Ob sie uns ihr wohlgesonnenes oder abscheuliches Gesicht zeigen, hängt davon ab, welche Nahrung wir ihnen reichen. Ein Gast ist auch verstimmt, bieten wir ihm verdorbene Speise an. Wir sollten achtsam sein, welche Gedanken und Gefühle wir hegen. Anders ausgedrückt, je höher der Ordnungsgrad der im Äther gespeicherten Informationen im Output von Lebewesen, desto nutzvoller, wertvoller und dienstbarer ist er für den Rest des Universums. Diese hochorganisierte Informationsdichte ist Nahrung für die Sterne, die DNS genau für diesen Zweck