Aus Gefühlen wird Bewustsein - Jens Meyer - E-Book

Aus Gefühlen wird Bewustsein E-Book

Jens Meyer

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Beschreibung

Wenn die Seele ruft ist ein stilles, ehrliches Buch über Schmerz, Bewusstsein und die Kraft, weiterzugehen. In poetischen Kapiteln erzählt JEMY Bücher von Angst, Liebe, Vergebung und innerer Heilung. Ein Buch für Menschen, die spüren, dass das Leben mehr ist als Funktionieren und bereit sind, die Sprache ihrer Seele wieder zu hören.

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Seitenzahl: 60

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhalt

©JEMY-Bücher

Vorwort

Kapitel 1 Die Seele fühlt alles

Kapitel 2 Gut und Böse und was dazwischen liegt

Kapitel 3 Der Schmerz der Einsicht

Kapitel 4 Hass und Verachtung

Kapitel 5 Wut und Ungeduld

Kapitel 6 Liebe und Projektion

Kapitel 7 Angst und Kontrolle

Kapitel 8 Zärtlichkeit und Nähe

Kapitel 9 Lügen und Manipulation

Kapitel 10 Schweigen und Rückzug

Kapitel 11 Verletzende Worte

Kapitel 12 Verstanden werden

Kapitel 13 Der Spiegel des Lebens

Kapitel 14 Alleinsein und Verantwortung

Kapitel 15 Vergeben und Loslassen

Kapitel 16 Der Glaube, der bleibt

Kapitel 17 Warum die Seele alles fühlen muss

Kapitel 18 Das Leben nach dem Leben

Kapitel 19 Die Wiederholung bis zur Wahrheit

Kapitel 20 Feierabend

Kapitel 21 Nächte ohne Pause

Kapitel 22 Die Aufgabe hinter dem Schmerz

Kapitel 23 Die Kraft der kleinen Schritte

Kapitel 24 Du bist nicht zu spät

Kapitel 25 Der Blick zurück

Kapitel 26 Was ich heute anders sehe

Kapitel 27 Die Sprache der Seele

Kapitel 26 Die Kunst, sich selbst zu halten

Kapitel 28 Wenn niemand klatscht

Kapitel 29 Du bist der Beweis

Kapitel 30 Was du zurücklässt

Kapitel 31 Ich bin der Beweis

Kapitel 32 Die Sprache der Kirche

Kapitel 33 Gott ohne Kirche

Kapitel 34 Der Moment, in dem ich mich entschied zu leben

Kapitel 35 Ich bin nicht allein

Kapitel 36 Das Universum

Kapitel 37 Was die Seele erinnert

Kapitel 38 Warum du dich immer wieder neu findest

Kapitel 39 Die Angst, sich selbst zu begegnen

Schlusswort

©JEMY-Bücher

Vorwort

Ich schreibe dieses Buch nicht, um zu erklären, wie das Leben funktioniert.

Ich schreibe, weil ich vieles lange nicht verstanden

habe,

und heute glaube, dass man manche Dinge nicht

mit dem Kopf,

Sondern, nur mit der Seele begreifen kann.

Es ist kein Fachbuch, kein Ratgeber, kein Versuch,

jemanden zu überzeugen.

Es ist ein innerer Standpunkt, der sich aus meinem

Erleben geformt hat.

Manches davon war schmerzhaft, manches heilsam.

Beides gehört dazu.

Ich glaube, dass jeder Mensch durch alle Gefühle

geht,

ob er will oder nicht.

Dass man nicht nur Liebe und Freude erlebt,

Sondern, auch Hass, Wut, Scham, Schuld.

Und dass genau das das Leben ausmacht.

Wenn du in diesem Buch etwas findest, das dich

berührt,

dann nimm es mit.

Wenn du etwas liest, das dir fremd erscheint,

dann lass es einfach da.

Dies ist kein Weg für alle.

Es ist nur meiner.

Und vielleicht,

an manchen Stellen,

auch ein bisschen deiner.

Kapitel 1 Die Seele fühlt alles

Ich glaube, die Seele ist nicht hier, um ein guter

Mensch zu sein.

Sie ist hier, um alles zu fühlen.

Nicht weil das Leben ein Spiel ist.

Nicht, weil man alles einmal ausprobieren muss.

Sondern, weil Gefühl der Stoff ist,

aus dem Bewusstsein wächst.

Liebe, Hass, Freude, Scham, Schuld, Hoffnung.

Eifersucht, Mitgefühl, Verzweiflung, Dankbarkeit.

Man kann sie nicht aussuchen,

aber man kann lernen, sie zu halten.

Viele denken, wir lernen durchs Tun. Ich glaube, wir lernen durchs Fühlen. Es ist nicht die Handlung, die uns verändert, Sondern, das, was sie in uns auslöst.

Ein Mensch kann lügen,

und danach Schuld fühlen.

Ein anderer kann helfen,

und sich dabei überlegen fühlen.

Es ist nicht das Tun,

es ist das Erleben.

Vielleicht durchleben wir deshalb alles

nicht um es zu wiederholen,

Sondern, um es zu erkennen.

Ich glaube nicht, dass wir auf die Welt kommen,

um nur gut zu sein.

Wir kommen, um vollständig zu sein.

Und das geht nur, wenn wir alles fühlen dürfen.

Auch das, was wir nicht mögen.

Wenn man alles einmal durchlebt hat,

verändert sich der Blick.

Man hört anders zu.

Man urteilt leiser.

Man schaut Menschen anders an.

Weil man weiß, dass sie vielleicht gerade

mit einem Gefühl kämpfen,

durch das man selbst einmal gegangen ist.

So wächst Verständnis.

Und vielleicht sogar ein Stück Frieden.

Kapitel 2 Gut und Böse und was dazwischen liegt

Ich glaube, dass kein Mensch nur gut ist.

Und keiner nur böse.

Wir alle tragen beides in uns.

Nicht, weil wir widersprüchlich sind,

Sondern, weil wir fühlende Wesen sind.

Und Gefühl kennt keine sauberen Grenzen.

Ich habe Dinge getan, auf die ich stolz bin.

Und andere, für die ich mich schäme.

Beides bin ich.

Beides war echt.

Manches habe ich aus Angst gemacht.

Manches aus Liebe.

Und manches einfach,

weil ich nicht anders konnte in dem Moment.

Oft urteilen wir über andere,

weil wir glauben, wir hätten es besser gemacht.

Aber das stimmt meist nicht.

Wir waren nur nie in derselben Lage.

Es ist leicht, gut zu sein,

wenn man satt ist, geliebt wird

und die Welt einen in Ruhe lässt.

Aber wenn man verletzt ist,

verachtet, übersehen,

dann kann aus einem weichen Herz

schnell eine harte Stimme werden.

Dann verteidigt man sich,

bevor man überhaupt angegriffen wird.

Ich glaube, dass auch das dazugehört.

Nicht, weil es richtig ist.

Sondern, weil es menschlich ist.

Manchmal ist das Böse in uns

nichts anderes als ein alter Schmerz,

der sich endlich Gehör verschafft.

Manchmal ist unser Urteil

nur ein Schutz davor, wieder verletzt zu werden.

Wir alle waren schon Täter.

Und wir alle waren Opfer.

Mal mehr, mal weniger sichtbar.

Aber niemand bleibt nur auf einer Seite.

Das bedeutet nicht,

dass alles verzeihlich ist.

Aber es bedeutet,

dass man anders hinschauen kann.

Nicht alles, was wir tun, kommt aus unserer

Wahrheit.

Manches kommt aus unserem Überleben.

Und wenn man das erkennt,

verändert sich etwas im Blick auf andere.

Vielleicht ist das der erste Schritt zu Mitgefühl.

Nicht das Einverständnis mit allem,

aber das Wissen darum,

dass jeder Mensch seinen Schatten trägt.

Und dass er nicht weniger wert ist,

weil er manchmal in ihm steht.

Kapitel 3 Der Schmerz der Einsicht

Es gibt Momente,

da sieht man sich selbst,

und kann nicht mehr wegschauen.

Kein Spiegel von außen.

Kein Urteil von jemand anderem.

Sondern, eine innere Klarheit,

die sich nicht mehr leugnen lässt.

Man erkennt,

was man gesagt hat,

was man versäumt hat,

was man ignoriert hat.

Und manchmal tut das mehr weh

als alles, was einem andere je angetan haben.

Einsicht ist kein freundlicher Prozess.

Sie kommt nicht sanft.

Sie bricht ein.

Still, aber gnadenlos.

Nicht um zu bestrafen,

Sondern, weil es Zeit ist,

ehrlich zu sein.

Ich habe Dinge verteidigt,

die nicht zu verteidigen waren.

Ich habe Fehler gerechtfertigt,

weil ich sie nicht fühlen wollte.

Und ich habe Menschen verletzt,

nur weil ich selbst nicht klar war.

Rückblick ist scharf.

Er zeigt, was man nicht sehen wollte,

als es noch hätte etwas ändern können.

Und doch ist es genau dieser Schmerz, der beginnt, etwas in Bewegung zu bringen.

Wer ehrlich hinsieht,

verändert sich.

Nicht, weil er muss.

Sondern, weil es gar nicht mehr anders geht.

Ich glaube, dass wir Menschen Einsicht oft

vermeiden,

weil wir Angst vor dem Verlieren haben,

was wir über uns geglaubt haben.

Aber was wir verlieren,

ist nur eine alte Vorstellung.

Was wir gewinnen,

ist Tiefe.

Und Tiefe bringt Stille.

Kein Stolz,

keine Schuld.

Nur das Wissen:

Ich war auch das.

Und jetzt bin ich mehr.

Kapitel 4 Hass und Verachtung

Hass ist ein Gefühl,

das viele nicht zugeben wollen.

Wir sagen, wir sind enttäuscht.

Oder verletzt.

Aber was oft darunter liegt,

ist Hass.

Nicht immer gegen andere.

Manchmal gegen uns selbst.

Ich habe gehasst.

Menschen, die mich missachtet haben.

Situationen, aus denen ich nicht rauskam.

Mich selbst, weil ich nicht reagiert habe,