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"Berufen zum Heilssoldaten" ergründet das Gelübde des Soldaten der Heilsarmee. Es konzentriert sich der Reihe nach auf die einzelnen Absichtserklärungen, aus denen das Gelübde besteht. Dabei beschreibt es die Möglichkeiten und Chancen eines Lebens als Heilssoldat. Das Gelübde wird in den Zusammenhang von Theologie und Praxis der Heilsarmee gestellt. So zeigt sich, wie die Versprechen, die wir als Antwort auf den Ruf Gottes ablegen, auch Kriegsartikel sind – Regeln, die das Verhalten einer Armee leiten. Die im Gelübde dargestellten Überzeugungen, Werte und Verhaltensweisen rufen nach Hingabe an Gott und seine Mission, nach Heiligung von Herz und Leben, nach persönlicher Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit sowie nach Entschiedenheit, anderen vorzuleben, was es bedeutet, Christus nachzufolgen. Wir können nur als Soldaten der Heilsarmee leben, indem wir uns auf die Gnade und Führung Gottes verlassen, während wir versuchen, unsere Versprechen in unseren Alltag zu übertragen. General Brian Peddle schreibt dazu: ",Berufen zum Heilssoldaten' kommt zur richtigen Zeit, denn es fordert uns zu einem persönlichen, aktiven und gehorsamen Glauben heraus. Uns wird zunehmend bewusst, wie sehr in unserer Welt alles miteinander verbunden ist. Unsere wechselseitigen Beziehungen als Individuen, Gemeinschaften und Nationen sind für unsere Gesellschaft und Umwelt von entscheidender Bedeutung. Ich bin überzeugt, dass ,Berufen zum Heilssoldaten' einen äußerst hilfreichen Rahmen bietet, um über diese und weitere Themen nachzudenken. Es wird uns helfen zu verstehen, wie salutistische Überzeugungen unser Handeln prägen. Es wird uns auf die Bedeutung von Anbetung aufmerksam machen. Ich bete, dass ihr beim Studieren dieses Buches in der Überzeugung wachst, dass die Berufung zu Soldaten der Heilsarmee eine große Bedeutung hat. Nehmt eure Fragen mit ins Studium, und bringt eure Offenheit für Gott mit, der uns in seinen Dienst und in seine Mission ruft."
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Seitenzahl: 133
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Das Gelübde des Heilssoldaten ergründen
Die Heilsarmee in Deutschland KdöRTerritoriales HauptquartierSalierring 23-2750677 Köln
www.heilsarmee.de
Dieses Buch als E-Book: ISBN 978-3-943362-86-2
In gedruckter Form ist es erhätlich bei:
Die Heilsarmee in Deutschland KdöR
Territoriales Hauptquartier
Salierring 23-27
50677 Köln
www.heilsarmee.de
Herausgeber: © Die Heilsarmee in Deutschland KdöR, Köln
Sämtliche Rechte vorbehalten.
Reproduktion – auch auszugsweise und auf elektronischem
Weg – nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers sowie unter Berücksichtigung des Urheberrechts.
Erstmals veröffentlicht 2020 unter dem Titel Called to be a Soldier – Exploring the Soldier’s Covenant von The General of The Salvation Army.
Salvation Books, The Salvation Army International Headquarters, 101 Queen Victoria Street, London EC4V 4EH, United Kingdom.
Redaktionsleiter und Literatursekretär: Paul Mortlock
Design: Jooles Tostevin-Hobbs
Zum Soldaten berufen – Das Gelübde des Heilssoldaten ergründen
1. Auflage 2023 in deutscher Sprache
Übersetzung: Katja Streit
Deutsche Bearbeitung: Die Heilsarmee in Deutschland KdöR, Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Umschlag, Satz und Herstellung: Edition Wortschatz, Sauerbruchstraße 16, D-27478 Cuxhaven
Bibelzitate sind, sofern nicht anders vermerkt, der revidierten Lutherbibel von 2017 entnommen.
© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Vorwort
Einleitung
Kapitel 01
Ich habe Jesus Christus als meinen Herrn und Heiland angenommen. Nun möchte ich meine Zugehörigkeit zu seiner Kirche auf Erden als Soldat der Heilsarmee bezeugen und durch die Gnade Gottes dieses Gelübde ablegen.
Kapitel 02
Ich glaube an die Wahrheiten des Wortes Gottes, wie sie die Heilsarmee in ihren elf Glaubensartikeln ausdrückt, und will mein Leben nach ihnen ausrichten.
Kapitel 03
Ich will in meinem Leben offen sein für das Wirken des Heiligen Geistes, seiner Führung gehorchen und in der Gnade wachsen durch die Gemeinschaft mit den Gläubigen, Gebet, Bibellesen und Dienst.
Kapitel 04
Ich will die Werte des Reiches Gottes und nicht die Werte der Welt zum Maßstab meines Lebens machen.
Kapitel 05
Ich will, dass lautere christliche Integrität jeden Bereich meines Lebens bestimmt. Nichts, das unwürdig, unrein, unwahr, gemein, unehrlich oder unsittlich ist, soll in meinen Gedanken, Worten und Taten Raum finden.
Kapitel 06
Ich will, dass der Geist Christi erkennbar ist in allen meinen Beziehungen: in meiner Familie und Nachbarschaft, an meiner Arbeitsstelle und im Korps, in meinem gesellschaftlichen Umfeld und im Umgang mit solchen, für die ich verantwortlich bin, wie auch jenen gegenüber, denen ich verantwortlich bin.
Kapitel 07
Ich will die Unverletzlichkeit der Ehe und Familie hochhalten.
Kapitel 08
Ich will verantwortungsbewusst und treu mit meiner Zeit, meinen Gaben, meinem Geld, meinem Besitz, meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele umgehen in dem Wissen, dass ich Gott darüber Rechenschaft ablegen muss.
Kapitel 09
Ich will mich enthalten von alkoholischen Getränken, Tabak, von nicht ärztlich verschriebenen Drogen, dem Glücksspiel, der Pornografie, dem Okkultismus und allem, was meinen Körper, meine Seele oder meinen Geist abhängig machen könnte.
Kapitel 10
Ich will an den Zielen festhalten, zu denen Gott die Heilsarmee ins Leben rief, indem ich das Evangelium von Jesus Christus anderen weitergebe, sie für ihn gewinne und in seinem Namen Notleidenden und Benachteiligten helfe.
Kapitel 11
Ich will mich so weit wie möglich aktiv am Leben, an der Arbeit, den Gottesdiensten und dem Zeugnis des Korps beteiligen. Von meinem Einkommen will ich einen möglichst großen Teil geben, um die Dienste des Korps und die weltweite Arbeit der Heilsarmee zu unterstützen.
Kapitel 12
Ich will den Grundsätzen und Methoden der Heilsarmee treu sein und mich ihren Leitern gegenüber loyal verhalten, und ich will den Geist echten Salutismus zeigen, sowohl in Zeiten der Anerkennung als auch in Zeiten der Verfolgung.
In den vorliegenden Texten und Schriften der Heilsarmee wird zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten sind dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Die Schriften der Heilsarmee finden international Anwendung. Bei Übersetzungen in die jeweiligen Landessprachen werden sowohl der Sprachduktus der Autoren als auch die historisch begründeten organisationsspezifischen Terminologien beachtet und möglichst beibehalten. Sie betonen die christlich-ethische Tradition der Heilsarmee und gelten für alle Mitglieder, unabhängig vom Geschlecht.
Als General der Heilsarmee ist es mir eine Freude, einige Worte zu dieser wichtigen Neuerscheinung, Berufen zum Heilssoldaten, beizutragen. Dieses Buch kommt zur richtigen Zeit, denn es fordert uns zu einem persönlichen, aktiven und gehorsamen Glauben heraus. Uns wird zunehmend bewusst, wie sehr in unserer Welt alles miteinander verbunden ist. Unsere wechselseitigen Beziehungen als Individuen, Gemeinschaften und Nationen sind für unsere Gesellschaft und Umwelt von entscheidender Bedeutung. Ich bin überzeugt, dass dieses Buch einen äußerst hilfreichen Rahmen bietet, um über diese und weitere Themen nachzudenken.
Einige Worte zum Thema Berufung: Christen sind überzeugt, dass Gott ein Gott der Mission ist – einer Mission, die sich am umfassendsten und deutlichsten im Leben, im Tod und in der Auferstehung von Jesus Christus ausgedrückt hat. Durch den Geist Christi erfüllt Gott seine Mission in unserer Welt auch weiterhin. Er möchte uns jedoch einladen, uns als seine Partner an dieser Mission zu beteiligen. Jesus berief einzelne Menschen, ihm nachzufolgen, und veränderte ihre Welt damit grundlegend. Diese Berufung erreicht uns zwar als Individuen, sie ist jedoch keine Privatsache.
Gottes Berufung stellt uns in eine Gemeinschaft, die anders ist und etwas verändern möchte. Für Salutisten findet diese Berufung ihren Platz in der Gemeinschaft, die wir als Die Heilsarmee kennen. Salutisten sind überzeugt, dass unsere Mission von unserem christlichen Verständnis des Heils geprägt ist. Daher sind wir eine Armee des Heils. Wir sind eine Armee, die entschlossen ist, Gottes heilende Liebe und einladende Gnade zu bringen, wohin wir nur können, und Gottes Gerechtigkeit in unserer Welt zu fördern. Ebenso sind wir zu einem geheiligten Leben berufen. Wir verstehen uns von der Bibel dazu aufgerufen und haben durch unsere Lehre einen Schwerpunkt in der Heilsarmee, persönlich und gemeinsam herauszufinden, was dies in der Praxis bedeutet. Das alles sind Ausdrucksformen des Heils. Wir tun es in der Kraft des Heiligen Geistes und wir tun es gemeinsam. Menschen, die diese Berufung innerhalb der Heilsarmee annehmen, entscheiden sich, Soldaten zu sein, mit der Unterstützung eines Korps.
Für uns im 21. Jahrhundert ist es Zeit, dass wir das Leben als Christen wieder als einen Kampf betrachten, in dem wir uns befinden. Jede Nation ist mit Übeln konfrontiert, die bekämpft werden müssen, und Problemen, die angegangen werden sollten. Das kann zwar jeder Christ individuell tun, doch als Heilssoldaten haben wir die Möglichkeit, Wege zu finden und zu gehen, um uns gemeinsam an diesen Kämpfen zu beteiligen. Wenn ein Teil der Welt von einer Katastrophe betroffen ist, arbeiten wir daher als Salutisten zusammen, um den Menschen dort zu helfen. Wenn Einzelpersonen und Familien unter den Folgen von Abhängigkeiten leiden, bemühen wir uns gemeinsam, ihnen neue Hoffnung zu geben. Wenn Spannungen zwischen Rassen und Volksgruppen die Gesellschaft spalten, bringen wir die versöhnende Liebe Gottes zum Ausdruck. Als Soldaten der Heilsarmee engagieren wir uns bewusst für Gerechtigkeit, Heilung und Hoffnung. Wir sind eingeladen, als eine Armee des Heils zusammenzuarbeiten.
Unser Handeln als Salutisten beruht auf wichtigen Überzeugungen. Was wir tun, ist geprägt durch das, was wir glauben. Berufen zum Heilssoldaten wird uns daher helfen zu verstehen, wie salutistische Überzeugungen unser Handeln prägen. Es wird uns auf die Bedeutung von Anbetung aufmerksam machen, denn der Gott, den wir anbeten, ist ein Gott mit einer Rettungsmission. Ich bete, dass ihr beim Lesen und Studieren dieses Buches in der Überzeugung wachst, dass die Berufung zu Soldaten der Heilsarmee eine große Bedeutung hat. Nehmt eure Fragen mit in die Lektüre. Und bringt eure Offenheit für Gott mit, der uns in seinen Dienst, in seine Mission, ruft.
General Brian Peddle
Internationales Hauptquartier
London, Februar 2021
Als Salutisten bekräftigen wir, dass Jesus Einzelne aufruft, ihm ein Leben lang als Jünger nachzufolgen. Wenn wir Heilssoldaten und Heilssoldatinnen (im Folgenden wird zur besseren Lesbarkeit nur die männliche Form verwendet) werden, antworten wir aus ganzem Herzen bereitwillig auf diesen Ruf und erklären unsere Entschlossenheit, in beständigem Gehorsam gegenüber Christus zu leben.
Die Heilssoldatenschaft bietet einen Rahmen, durch den unsere Antwort auf Jesus als Erlöser und Herrn und seinen Ruf in die Jüngerschaft konkret wird. Sie ist „eine öffentliche Antwort und ein Zeugnis für die lebensverändernde Begegnung mit Christus, die bereits stattgefunden hat …“1 Die Heilssoldatenschaft sorgt für Anleitung, Herausforderung, Grenzen und Gelegenheiten zum persönlichen Wachstum. Heilssoldat zu werden, kennzeichnet eine Etappe auf dem Glaubensweg, eine Verpflichtung zur kontinuierlichen Jüngerschaft. Diese beinhaltet Gelegenheiten zu tieferen Einsichten, die regelmäßige Prüfung des eigenen Verhaltens und Lebensstils sowie das Annehmen der Herausforderung, in allen Lebensbereichen Christus ähnlicher zu werden.
Zudem ist die Heilssoldatenschaft eine bewusste Entscheidung, auf Gottes Aufforderung einzugehen und die verwandelnde Gnade des Evangeliums mit anderen Menschen zu teilen. Wenn wir uns entschließen, Heilssoldaten zu werden, verpflichten wir uns zum aktiven christlichen Dienst in der Heilsarmee und durch die Heilsarmee und bekräftigen unsere Absicht, uns an Gottes Mission in der Welt und für die Welt zu beteiligen. Die Heilssoldatenschaft rüstet uns für die Mission aus und gibt uns einen Rahmen dafür.
Damit eine Armee effektiv sein kann, braucht sie Soldaten, die sich ihren Zielen verpflichtet haben und ihrem Auftrag treu sind. Das internationale Mission Statement der Heilsarmee fasst ihre Ziele folgendermaßen zusammen:
Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung
und Teil der universalen christlichen Kirche.
Ihre Botschaft gründet sich auf die Bibel.
Ihr Dienst ist motiviert von der Liebe zu Gott.
Ihr Auftrag ist, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und
menschlicher Not ohne Ansehen der Person zu begegnen.
Gottes Berufung zum Soldaten der Heilsarmee anzunehmen, ist ein Akt des Bekenntnisses zu dieser Mission. Es ist eine Möglichkeit, unseren christlichen Glauben zu bekräftigen, weiterzugeben und zu leben. Das Gelübde des Heilssoldaten – auch als „die Kriegsartikel“ bezeichnet – erläutert die Überzeugungen und Werte der Heilsarmee und bildet einen Rahmen für das Leben als Heilssoldat. Es ist ein Glaubensbekenntnis, ein Versprechen, dass wir uns von Gott beständig verwandeln und erneuern lassen, und eine Verpflichtung auf einen Lebensstil. Zudem ist es ein Zeichen unserer Einheit und Identität als Heilsarmee, denn jeder Heilssoldat legt dieses Gelübde ab. Wenn wir auf Gottes Berufung in die Heilssoldatenschaft antworten, werden wir Mitglieder einer einzigartigen weltweiten Gemeinschaft, die durch Verbindlichkeit gekennzeichnet ist – gegenüber Christus, gegenüber unserem eigenen Wachstum in der Heiligung und gegenüber der aktiven Beteiligung an der Mission der Heilsarmee.
Dieses Buch erkundet das Gelübde des Heilssoldaten. Die einzelnen Kapitel konzentrieren sich auf jeweils eine der Absichtserklärungen, aus denen das Gelübde besteht, und beschreiben die Möglichkeiten und Chancen des Lebens als Heilssoldaten. Das Gelübde wird im Kontext der Theologie und Praxis der Heilsarmee erläutert. Dabei wird deutlich, dass unsere Versprechen gegenüber Gott auch Kriegsartikel sind – Regeln, die das Verhalten einer Armee leiten.
Wer ein Soldat der Heilsarmee werden möchte, sollte über dieses Gelübde nachdenken und beten. Die Überzeugungen, Werte und Verhaltensweisen, die es skizziert, erfordern Hingabe an Gott und Gottes Auftrag, Heiligung des Herzens und des Lebens, persönliche Integrität und Authentizität sowie Entschlossenheit, anderen vorzuleben, was es bedeutet, Christus nachzufolgen. Heilssoldat zu werden, ist ein öffentliches Zeugnis für Gottes konkrete Berufung und seinen Anspruch auf unser Leben. Es ist kein Selbstzweck, sondern das Zeichen einer neuen Bindung an Gott, die das ganze Leben betrifft.
Wir können nur als Soldaten der Heilsarmee leben, indem wir uns auf die Gnade und Führung Gottes verlassen, während wir versuchen, unsere Versprechen in unseren Alltag zu übertragen. Die Heilssoldatenschaft sollten wir als eine Gelegenheit sehen, die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes zu bezeugen. Sie ermöglicht uns, zu zeigen, welche Freiheit wir finden, wenn wir disziplinierte Jünger sind, verantwortlich gegenüber Gott, der Heilsarmee und untereinander.
Dieses Buch bietet einen Orientierungsrahmen für Menschen, die sich überlegen, Heilssoldaten zu werden, sowie eine beständige Quelle für Heilssoldaten, um ihren Bund zu überprüfen und zu erneuern. Das kann zu bestimmten Zeiten wie einem jährlichen Gelübdesonntag, in Kleingruppen oder als persönliche Übung geschehen, bei der sie sich vergewissern, ob ihr Leben den gegebenen Versprechen entspricht und von ihnen zeugt. Die Fragen am Ende jedes Kapitels sollen diesen Prozess unterstützen. Heilssoldaten werden möglicherweise unterschiedlich auf sie reagieren und von ihnen im Laufe ihres Lebenswegs auf verschiedene Arten herausgefordert werden.
Zum Nachdenken und Austauschen
Teile mit anderen, wie du Jesus als Erlöser und Herrn angenommen hast.Beschreibe deine Berufung zum Soldaten in der Heilsarmee.Soldat der Heilsarmee zu werden, ist eine Möglichkeit, „unseren christlichen Glauben zu bekräftigen, weiterzugeben und zu leben“. Denke dabei an dein Leben in dieser Woche. Wie zeigt sich das bei dir konkret?1 „Bekräftigungen“, Anhang 4, „Der Bericht der Internationalen Kommission für geistliches Leben“, Das Handbuch der Lehren der Heilsarmee (HdL), S. 338, Heilsarmee-Verlag Köln 2014.
Ich habe Jesus Christus als meinen Herrn und Heiland angenommen. Nun möchte ich meine Zugehörigkeit zu seiner Kirche auf Erden als Soldat der Heilsarmee bezeugen und durch die Gnade Gottes dieses Gelübde ablegen.
Die Heilsarmee – ein kurzer historischer Überblick.
Die „Form“ des Heilssoldatengelübdes. Wie sich unser Glaube in Werte, Einstellungen, Verhaltensweisen und Lebensführung überträgt.
Was das Gelübde für Soldaten der Heilsarmee bedeutet und wie wichtig die Gnade Gottes in unserem Leben ist, wenn wir unser Gelübde leben.
Im Juni 1865 nahm der Methodistenpastor William Booth eine allgemeine Einladung an alle Bekehrten an, bei einer Freiversammlung vor dem Pub „The Blind Beggar“ am Mile End Waste in London zu sprechen. Damit begann eine Reihe von Ereignissen, die zur Gründung der Heilsarmee durch William und Catherine Booth führten. Booth wurde vom East London Special Services Committee eingeladen, vorübergehend die Leitung der Zeltmission zu übernehmen und gelangte innerhalb von sechs Wochen zu der Überzeugung, dass eine permanente Missionsarbeit für die Menschen im Osten Londons eingerichtet werden müsse. Diese ursprünglich als Christian Revival Association bezeichnete Bewegung wurde 1867 in East London Christian Mission, 1869 in The Christian Mission und 1878 in The Salvation Army (Die Heilsarmee) umbenannt.
Mit diesem Namen folgte die Übernahme einer militärischen Sprache und militärischer Gepflogenheiten. William Booth wurde der General und weitere Dienstgrade kamen rasch hinzu. Mitglieder wurden zu „Soldaten“ und es entwickelte sich eine militärische Struktur und Leitungsform. Uniformen und Militärsymbole wurden eingeführt. Das Motto „Blut und Feuer“ erinnert die Heilssoldaten an den Tod Christi für unsere Errettung und das läuternde Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben. Die Flagge ist rot wie das Blut Jesu, gelb wie das Feuer des Heiligen Geistes und blau als Symbol für die Reinheit Gottes. Das Wappen kombiniert diese und weitere Symbole, die allesamt Heil, Heiligung und ewiges Leben ausdrücken.2 Schließlich bezeugt das rote Schild mit den Worten Die Heilsarmee zum einen, wer wir sind, zum anderen benennt es unser Ziel, die verwandelnde Kraft von Gottes Heil zu bezeugen.
In Übereinstimmung mit der militärischen Bildsprache werden die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in den Kriegsartikeln beschrieben und das Bezugssystem für Ordnung und Jüngerschaft nennt sich Regeln und Verordnungen.
Die Kriegsartikel kamen erstmals zwischen 1878 und 1882 zum Einsatz. Die erste Version enthielt keinen Hinweis auf Lehren, im Laufe der Zeit wurde jedoch eine ausgewählte Zusammenfassung unserer Überzeugungen hinzugefügt. In den 1950er-Jahren kamen die kompletten Glaubensartikel hinzu. Anschließend erfolgten nur kleinere Textänderungen und das Rauchverbot wurde hinzugefügt (1975), bis in den 1980er-Jahren eine umfassende Revision eingeleitet wurde. Die aktuellen Kriegsartikel, die auch den zusätzlichen Titel „Das Gelübde des Heilssoldaten“ erhielten, wurden von der Internationalen Leiterkonferenz im September 1988 festgelegt.
Die Heilsarmee entwickelte sich zu einer internationalen Bewegung. Als Booth im Jahr 1912 starb, war sie in 58 Ländern aktiv. Inzwischen existiert die Heilsarmee in mehr als 130 Ländern und plant noch weiter zu wachsen.
Die Internationalität der Heilsarmee stellt sowohl ein geistliches Prinzip als auch eine praktische Organisationsform dar. Sie zeigt, dass gläubige Christen nicht durch ethnische oder soziale Herkunft, Geschlecht oder irgendetwas anderes getrennt sind, was eine umfassende christliche Gemeinschaft verhindern könnte (Galater 3,283
