Bildgespräche - Miriam Tölgyesi - E-Book

Bildgespräche E-Book

Miriam Tölgyesi

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Beschreibung

Bildgespräche sind Tools, die für gute und zielführende Gespräche jeweils eine Gesprächsmethode mit einer visuellen Darstellung kombinieren. Im Bild wird festgehalten, was im analogen oder digitalen Gesprächsprozess aktiv gemeinsam erarbeitet wird. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung führt praxisnah an die Tools heran. Sie sind durch Beispiele leicht erlernbar und mithilfe der downloadbaren Vorlagen (in DIN A4 und DIN A3) immer griffbereit. Die 20 Tools widmen sich wichtigen Gesprächsanliegen in fünf Themenfeldern im Kontext der Gemeindearbeit: Ressourcen, Konflikte und Perspektiven, Ziele, Lernfortschritte und Ermutigungen, geistliche Übungen. Bildgespräche unterstützen alle, die Menschen in Gesprächen wie Beratung, Coaching, Mentoring und Seelsorge zum Nachdenken, Handeln und Reflektieren anregen möchten.

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Seitenzahl: 72

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Impressum

© 1. Auflage 2021buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart 2021

All rights reserved.

ISBN Buch 978-3-86687-304-9ISBN E-Book 978-3-86687-305-6

Lektorat: buch+musik – Tamara Röse, StuttgartUmschlaggestaltung: buch+musik – Daniela Buess, StuttgartSatzprogrammierung: X1-Publishing, StuttgartSatz Downloads: buch+musik – Daniela Buess, StuttgartBildrechte Umschlag und Inhalt: Unsplah, rawpixelBildrechte Illustrationen: Miriam TölgyesiBildrechte Autorenfoto: bei der Autorin

www.ejw-buch.de

Inhaltsverzeichnis

Titel

Impressum

Inhalt

Ein Leitfaden zur Arbeit mit den Tools

Übersicht über die Tools

Ressourcen nutzen

Apfelbaum

Ressourcenecke

Einmachgläser

Zeitstrahl

Konflikte lösen und Perspektiven wechseln

Emojis

Konfliktspiegel

Optiker

Tiefsee

Ziele formulieren und erreichen

Zielbild

Zieltreppe

Papierwanderung

Steinbruch

Lernfortschritte feiern, Ermutigung erfahren

Erfolgsnetz

Erfahrungszwiebel

Bastion

Feedbackboot

Geistliche Übungen

Gotteszugänge

Vergebung

Berufungsschmetterling

Kleiderschrank

Anhang

Die Autorin

Ein Leitfaden zur Arbeit mit den Tools

Was ist das Ziel dieses Buches?

Dieses Arbeitsbuch soll in erster Linie all denen eine Hilfe sein, die Menschen im Gespräch begleiten, z. B. in der Gemeinde, in der Arbeit mit Jugendlichen oder in der Seelsorge und Beratung. In meiner eigenen Erfahrung als systemische Therapeutin habe ich immer wieder bemerkt, wie hilfreich es für mein Gegenüber ist, bei einem Gespräch ein Stück Papier vor sich zu haben. Sie/er kann auf etwas zeigen, etwas abdecken oder einen Wunschzustand aufmalen. Das spricht sie/ihn auf einer emotionalen Ebene an und beteiligt sie/ihn gleichzeitig am Gesprächsprozess. Es wird zu ihrem/seinem Prozess und sie/er ist viel stärker darin involviert.

In diesem Buch werden deshalb 20 Tools erklärt, die sich im Gespräch einsetzen lassen. Jedes Tool basiert auf einer visuellen Darstellung und ist kombiniert mit einer Gesprächsmethode. Die Darstellungen sollen so einfach wie möglich sein, damit du diese selbst zeichnen kannst. Wenn du die jeweilige Vorlage ein paar Mal zur Probe gemalt hast, wirst du sehen, dass das absolut machbar ist. Trau dich, die visuelle Darstellung gemeinsam mit deinem Gegenüber zusammen zu erstellen und das Bild so nach und nach entsprechend der individuellen Antworten anzupassen.

Die Tools sind in fünf Bereiche untergliedert: Ressourcen nutzen, Konflikte und Perspektivwechsel, Ziele formulieren und erreichen, Ermutigung und Lernfortschritte feiern und geistliche Übungen. Dadurch lassen sich die Tools einfach für die jeweilige Gesprächssituation auswählen. Eine Übersicht über alle Tools findest du im Kapitel „Übersicht über die Tools“.

Jedem Tool sind Einsatzgebiet und Zielsetzung sowie benötigtes Material vorangestellt. Außerdem wird erklärt, wie du dich bestmöglich auf den Gebrauch des Tools vorbereiten kannst. Nach diesem Überblick ist die jeweilige Bildvorlage des Tools abgedruckt. Nun folgt der genaue Ablauf des Tools, gefolgt von einem ausgefüllten Beispielbild – so könnte die Vorlage nach dem Gespräch aussehen. Alle Vorlagen und Beispiele findest du auch im Downloadbereich zu diesem Buch (s. Kapitel „Welches Material brauche ich?“).

Worauf muss ich achten?

Zunächst das Wichtigste: Dieses Buch stellt Tools vor, die im Gesprächsprozess eingesetzt werden können. Es ist allerdings keine Anleitung zum Erlernen von Beratung oder Coaching! Solltest du dir unsicher sein bei der Durchführung oder sollte dir ein besonders schweres Beratungsgespräch bevorstehen, möchte ich dich ermutigen, dir professionelle Hilfe dazu zu holen! Die Tools und Fragen in diesem Buch können eine Menge in deinem Gegenüber auslösen und deshalb sollte es dir als beratender Person jederzeit möglich sein, professionell umzuschwenken, mit plötzlicher emotionaler Überforderung des Gegenübers umzugehen und den Gesprächsprozess so souverän zu führen und zu lenken. Du trägst die Verantwortung für den Prozess und dass du mit deinem Gegenüber zum Ziel kommst.

Wichtig ist also, dass einige dieser Tools zwar auf den ersten Blick ganz simpel erscheinen, diese aber beim Gegenüber eine Menge auslösen können. Es ist sehr wichtig, den Prozess mit den richtigen Fragen, professioneller Reflexion und einem hohen Maß an Empathie sicher zu begleiten. Das Handwerk passende Fragen zu stellen und innere Prozesse zu reflektieren kann man (am besten in einer professionellen Ausbildung) lernen. Was ein gutes Gespräch aber ausmacht, ist deine Bereitschaft, dir für jemand anderen Zeit zu nehmen, dich in sie/ihn hinein zu fühlen und ihre/seine Anliegen und Gedanken in den Vordergrund zu stellen. Deshalb ist es grundlegend, dass du die Verantwortung für das jeweilige Gespräch übernehmen kannst. Es ist deine Aufgabe, dass sich dein Gegenüber zu jeder Zeit gut begleitet und sicher geleitet fühlt.

Was du dabei aber nicht vergessen darfst: Für das Ergebnis und die Umsetzung von gewonnenen Erkenntnissen ist dein Gegenüber immer selbst verantwortlich! Du kannst niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen möchte oder noch nicht so weit ist. Wenn das Thema und dessen Erfolg für dein Gegenüber wichtig sind, wird sie/er versuchen, die besprochenen Inhalte umzusetzen. Wenn ihr/ihm etwas fehlt oder zu kurz kam, sollte sie/er dies offen ansprechen. Gib ihr/ihm Raum dazu, am besten zu Beginn des nächsten Gesprächs. Wenn dein Gegenüber seine Schritte und Ziele nicht erreichen kann, braucht sie/er vorher vielleicht noch etwas anderes. Was könnte das sein? War das Ziel zu hoch? Ist die Motivation nicht die Richtige? Suche nie die Schuld, sondern versuche, sachlich auf das Gespräch zu sehen und mit liebevollem Blick und einer offenen Haltung zu fragen: Was muss hier vielleicht noch verändert oder ergänzt werden?

Setze außerdem deine Erwartungen nicht über das Wohl deines Gegenübers. Unnötige Hausaufgaben, unergiebige Nachbesprechungen und deine persönlichen Erfolgserwartungen können sie/ihn extrem entmutigen und den Fortschritt im Prozess blockieren.

Wie arbeite ich mit den Tools?

Zu Beginn jeder Sitzung sollte ein Gespräch darüber geführt werden, wie es dem Gegenüber geht und welches Thema und Anliegen bei diesem Treffen besprochen werden soll. Wenn du nicht gern spontan reagieren willst, solltet ihr das Thema vorab per Telefon oder E-Mail absprechen oder beim vorherigen Gespräch schon festlegen, dann hast du genug Zeit, um dich vorzubereiten. Passend zum Anliegen des Gegenübers wird dann das Tool gewählt.

Du solltest das Tool schon einmal als Trockenübung vorher gezeichnet haben. Es ist nicht so einfach, sich auf das Zeichnen, die Abfolge der Schritte und die individuellen Inhalte des Gegenübers gleichzeitig zu konzentrieren. Versuche also, dich bestmöglich vorzubereiten und dafür zu sorgen, dass du das Ohr beim Gegenüber hast und trotzdem den Ablaufplan im Auge behalten kannst.

Nach dem gemeinsamen Arbeiten mit dem Tool sollte es immer eine kurze gemeinsame Auswertung geben, in der du von deinem Gegenüber eine Rückmeldung bekommst, was an dieser Zusammenarbeit hilfreich für sie/ihn war und was ggf. nicht. Ob dein Gegenüber weiter an ihrem/seinem Anliegen arbeitet, ist ihre/seine Entscheidung. Die Veränderungen müssen nach eurem Treffen in ihrem/seinem Alltag sichtbar werden. Hier entscheidet sich, ob dein Gegenüber etwas umsetzt oder es bei Worten bleibt. Mache ihr/ihm Mut, aber lass ihr/ihm die Freiheit selbst zu entscheiden, wann sie/er was anpackt.

Mit dem Gebrauch der Tools setzt du einen Schwerpunkt auf das gemeinsame Arbeiten, also die aktive Beteiligung deines Gegenübers. Versuche also, sie/ihn im Vorfeld für das Tool zu gewinnen. Der Prozess ist nur so nachhaltig, wie dein Gegenüber für sich selbst einen Gewinn in der Zusammenarbeit sieht. Mit diesen Tools schaffst du niederschwellige Eingangstüren, um sie/ihn auf kreative Weise zum Nachdenken, Mitarbeiten und Reflektieren anzuregen.

Zum Abschluss eures Gesprächs bietet es sich in der Regel an, deinem Gegenüber die von euch bearbeitete Vorlage mit nach Hause zu geben. Einerseits kann sie/er in manchen Fällen bei Bedarf noch daran weiterarbeiten, andererseits hat sie/er so eine Erinnerung an die Ergebnisse, die ihr gemeinsam erarbeitet habt. Wenn ihr beim nächsten Treffen weiterarbeiten wollt, lasse dein Gegenüber das Bild abfotografieren und bewahre es solange für sie/ihn auf.

Im Downloadbereich (s. Kapitel „Welches Material brauche ich?“) findest du alle Vorlagen in DIN A3 und DIN A4 und Beispiele in DIN A4 als Download zum einfachen Ausdrucken oder zur digitalen Weiterverarbeitung. Lade dir am besten schon vorab alle Vorlagen herunter und drucke sie aus, damit du bestmöglich auf das Gespräch vorbereitet bist. Die ausgefüllten Beispiele sollen dir helfen, den Prozess und den Aufbau der Tools noch besser nachzuvollziehen. Außerdem bekommst du so eine Vorstellung davon, wie die Vorlage nach dem Gespräch aussehen könnte.