Bones in Afrika - Edgar Wallace - E-Book
Beschreibung

Das Werk "Bones in Afrika" ist ein 1928 veröffentlichter Afrikaroman von Edgar Wallace. Der Originaltitel lautet "Bones". Richard Horatio Edgar Wallace (geboren 1. April 1875 in Greenwich, London; gestorben 10. Februar 1932 in Hollywood, Kalifornien) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Wallace gehört zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl:239

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi ohne Limit+” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS

Bones in Afrika

Prolog – Sanders, Ritter des St.-Michael- und St.-Georg-Ordens 1 2 3 4 5 6 Captain Hamilton 1 2 3 4 Die Schwerverbrecher 1 2 3 Bones in M'faDas sagenhafte N'bosiniDer Fetischmast 1 2 3 4 Die Grenze und der CodeDie Seele der EingeborenenfrauDas Wegerecht 1 2 Das grüne Krokodil 1 2 Henry Hamilton BonesDer nächtliche Wanderer 1 2 3 4 Impressum

Prolog – Sanders, Ritter des St.-Michael- und St.-Georg-Ordens

1

Wenn man nur die amtlichen Berichte durchliest, wird man nie erfahren, was sich im Frühling des Wunschjahres eigentlich in Ochoriland zugetragen hat. Auch weiß man nichts von den Einzelheiten, die mit dem Verschwinden Sr. Exzellenz des Kolonialministers Joseph Blowter zusammenhängen.

Wir wissen, allerdings nicht aus den Blaubüchern der Regierung, daß Bosambo alle seine Unterhäuptlinge und Ältesten von einem Ende seines Landes bis zum anderen zusammenrief. Die ganze Versammlung saß in einem großen Kreise am Fuß des kleinen Hügels, auf dem Bosambo in seinem Staatskleid thronte. Er war zwar nicht berechtigt, es zu tragen, aber er sah prächtig darin aus. Aller Blicke hingen an ihm mit stolzem Vertrauen, ein beredtes Zeichen für die Stellung, die dieser ehemalige Sträfling aus Liberia unter dem Ochorivolk einnahm, das früher schwach und furchtsam gewesen war und sich nicht mit den anderen Stämmen hatte messen können.

Nun ist es Regierungsvorschrift, daß niemand ein Palaver der Unterhäuptlinge zusammenrufen darf, wenn er nicht die vorgesetzten Behörden von seiner Absicht verständigt hat, denn die Regierung wacht eifersüchtig darüber, daß keine Versammlungen aus eigener Machtvollkommenheit eines Häuptlings stattfinden. Es ist eine alte Erfahrungstatsache am Großen Strom, daß das Gespräch der Männer, so unschuldig es auch zu Anfang sein mag, doch auf Krieg hinausläuft, wenn sie zusammenkommen, um über das öffentliche Wohl zu beraten. Wenn sie sich aber sonst treffen und vertraulich miteinander sprechen, so dreht sich ihre Unterhaltung nach kurzer Zeit sicherlich um die Weiber.

Da nun eine Million Quadratmeilen Land nur durch eine Handvoll einfacher, rauher Soldaten regiert wird und dies auch ausreicht, solange nicht eine plötzliche Verschwörung gegen die Regierung entsteht, so stehen solche plötzlichen, unvorhergesehenen Palaver beim Gouverneur in großer Ungnade.

Aber Bosambo war seiner guten Sache zu gewiß, und er war optimistisch. Er glaubte nicht im mindesten, daß seine Handlungsweise von seinem Oberherrn mißbilligt werden könnte. Auch war er so von seinen eigenen hochfliegenden Plänen eingenommen und von seinem Vorhaben so begeistert, daß ihm die Gesetzwidrigkeit dieser Versammlung gar nicht zum Bewußtsein kam. Und hätte er auch einen Augenblick daran gedacht, so wäre ihm in seiner Großzügigkeit ein solcher Einwand als viel zu kleinlich erschienen.

So waren nun von allen Waldpfaden, von dem Strom, von allen Fischerdörfern und den weiter entfernt liegenden Ackerländern, von der Nähe der großen Berge, von den Holzfällerplätzen in den niedrigen Waldungen die größeren und kleineren Häuptlinge, die Ältesten und alle Verantwortlichen zusammengekommen, bis sie eine große Menge bildeten. Die Ältesten in der Ochoristadt aber seufzten, weil sie für die Gäste Unterkunft und Nahrung schaffen mußten.

»O ihr edlen Häuptlinge der Ochori«, begann Bosambo seine Rede.

Notiki, ein alter, schmächtiger Mann, stieß seinen Nachbar heimlich mit dem Ellenbogen in die Seite. »Unser Herr will sicher wieder etwas von uns haben«, bemerkte er.

Notiki war unzufrieden und verbittert. Er gehörte der früheren Häuptlingsfamilie der Ochori an und war jetzt nur noch Oberhaupt von vier Dörfern.

»Wa!« erwiderte sein Nachbar, sah aber trotzdem Bosambo mit strahlenden Augen an.

Notiki brummte noch etwas Unverständliches.

»Ich habe euch hier zu einer großen Versammlung zusammengerufen«, sagte Bosambo, »weil ich es liebe, euch um mich zu sehen, und weil es gut ist, daß ich mit euch berate, die ihr unter mir die Macht habt, nach den Gesetzen zu regieren, welche mein Herr, der König, euch gegeben hat.«

Es war eigentlich eine genaue Wiederholung der Ansprache, die Distriktsgouverneur Sanders vor drei Monaten gehalten hatte. Seine Zuhörer hatten das wahrscheinlich vergessen, nur Notiki erinnerte sich daran und sagte verächtlich: »O ko!«, aber nur zu sich selbst.

»Ich muß euch verlassen!« fuhr Bosambo fort.

Man konnte Äußerungen des Bedauerns hören, aber die Betrübnis war nicht allzu groß, und Notiki blieb ganz ruhig dabei.

»Der König hat mich zu sich an die Küste gerufen, und für zwei Monate werde ich für euch wie tot sein. Aber mein Fetisch wird euch bewachen, und mein Geist wird diese Straßen jede Nacht entlangwandeln mit großen Ohren, um böses Gerede zu hören, und mit ungeheuren Augen, um in die Herzen der Männer zu sehen. So ist es gewiß, von dieser Stadt wird er wandern bis zu den Grenzen meines Gebietes bis nach Kalala hin.« Seine vorwurfsvollen Blicke ruhten auf Notiki, der sich unruhig hin und her bewegte.

»Und wenn ihr mich fragt, warum ich fortgehe«, sprach Bosambo weiter, »so verkündige ich euch dieses: Aber vorher lege ich euch allen den Eid auf über das, was ich euch jetzt sage, nicht außer euren Hütten zu sprechen.« Mehr als zweitausend Leute hörten diesem tiefsten Geheimnis zu. »Mein Herr Sandi braucht dringend meine Hilfe, denn wer von uns ist so weise, daß er in die Herzen schauen und den schmerzlichen Ruf verstehen könnte, den ein Bruder dem anderen zusendet. Ich sage nichts weiter, als daß mein Herr mich nötig hat. Da ich nun der König der Ochori bin, eines Volkes, das groß unter anderen Stämmen dasteht, soll ich da wie ein Hund zur Küste gehen oder wie der Häuptling eines kleinen, armen Fischerdorfes?«

Er machte eine Pause nach dieser theatralischen Rede. Ein schwaches, allerdings sehr schwaches Murmeln ging durch die Reihen, und er mochte es als den Wunsch und den Ausdruck seines Volkes deuten, daß er mit großem Pomp reisen sollte, entsprechend der hohen Stellung der Ochori.

Die Begeisterung war deshalb nur so mäßig, weil alle ahnten, daß dies neue Steuern und Abgaben bedeutete. Und sie wußten, daß die Bevölkerung nur sehr ungern weitere Lasten tragen würde. Die Leute saßen lieber ruhig und zufrieden im Schatten ihrer Hütten, als daß sie in die Wälder eilten und dort im Schweiße ihres Angesichts Gummi und Harz und andere Dinge sammelten, um sie zu Füßen ihres Oberherrn niederzulegen.

Bosambo hörte sehr wohl, daß dieses Murmeln durchaus nicht liebenswürdig und freundlich war, aber er machte sich wenig daraus.

»Ganz wie ihr sagt – ich bin auch eurer Meinung, und es ist nur recht und billig, daß ich zu meinem Herrn und zu den fremden Völkern jenseits der Küste, zu Ländern, wo selbst die Sklaven Hosen tragen, mit wunderbaren Geschenken reise, so daß der Name des Ochorivolkes wie ein Donner über den Wassern ertönen soll und selbst große Könige mit Hochachtung von euch sprechen werden.« Wieder machte er eine bedeutungsvolle Pause.

Tiefes Stillschweigen herrschte, seine Rede hatte keinen Widerhall gefunden. Die Leute waren alles andere als begeistert. Sie spielten mit ihren Zehen und vermieden es sorgfältig, Bosambo in die Augen zu sehen. Schon vor zwei Monaten hatte Bosambo mehr Abgaben erhoben, als notwendig gewesen war. Diese Steuern sollten der Regierung abgeliefert werden.

Aber von den vierundzwanzig schweren Kanus, die nach der Ochoristadt gegangen waren, fuhren nur fünf, und auch die nicht einmal vollbeladen, zu Sanders' Residenz, um dem Oberherrn dieses Landes die Abgaben der Ochori zu bringen. Notiki sprach leise darüber mit seinem Nachbar.

»Ich werde neue Dinge mit nach Hause bringen«, sagte Bosambo lockend, »merkwürdige Teufelskisten und großen Zauber, der euch entzücken wird. Dinge, die noch niemand von euch gesehen hat und die nur Sandi und ich in diesem ganzen Lande kennen. Geht nur, wie ich euch sage, zu euren Dörfern und erzählt den Leuten alles, was ich gesagt habe. Und wenn der Mond im nächsten Viertel ist, dann werden sie freudig kommen und mit beiden Händen Geschenke bringen, die ihr dann zu mir senden sollt.«

»O Herr, was wird den Häuptlingen geschehen, die ohne Tribut und mit leeren Händen zu dir kommen und sagen müssen: ›Unser Volk ist aufsässig und will nichts mehr geben‹?« fragte Notiki.

»Wer kann das wissen?« war die ganze Antwort, die Bosambo gab. Aber er fügte noch bedeutungsvoll hinzu: »Ich werde euch nicht tadeln, da ich ja weiß, daß es nicht euer Fehler ist, sondern daß eure Leute euch nicht genügend lieben und sich einen anderen Häuptling wünschen. Das Palaver ist aus.«

Und es war auch zu Ende, soweit es Bosambo anging. In der Nacht noch hielt er in seiner Hütte einen engeren Rat mit seinen Ältesten und Ratgebern ab.

Bosambo traf nun in aller Ruhe die Vorbereitungen zu seinem Urlaub. Es mußte noch vieles erledigt werden, bevor er sein Volk auf einige Zeit verlassen konnte. Darunter fiel vor allem die Eintreibung der neuerlich auferlegten Abgaben, zu denen er gar nicht berechtigt war.

Seine größte Sorge aber war es, seine Reise vor Sanders und dessen Spähern geheimzuhalten.

Das Glück begünstigte ihn. Er hatte aber auch alle Einzelheiten seines Planes sorgfältig und eingehend überlegt. Sanders sammelte zu jener Zeit gerade die Hüttensteuer am Kisaifluß ein, und er mußte ein großes Mordpalaver in Ikan abhalten, was Bosambo wohl wußte. Einer der Dorfältesten dort stand in dem Verdacht, seine Hauptfrau ermordet zu haben. Die einzigen Zeugen, die gegen ihn auftreten konnten, waren seine Nebenfrauen, gegen die sich die Verstorbene immer hochfahrend und geringschätzig benommen hatte.

Die Ochori waren zwar sehr erschrocken über die außerordentlichen Forderungen, die ihr Gebieter an sie stellte, aber sie waren zu klug, um seine Wünsche nicht zu erfüllen. Es hatte eine Zeit in der Geschichte dieses Volkes gegeben, in der kriegerische Nachbarstämme in demütigender Weise noch viel größere und schwerere Abgaben von ihnen verlangt und einfach solche Tribute auferlegt hatten. Es war eine feststehende Redensart bei ihnen, wenn sie zuweilen mit größerer Freiheit über ihren Herrn sprachen, als ihm lieb war, daß die Herrschaft Bosambos eher zu ertragen wäre als die Tyrannei der Akasava.

Unter den Häuptlingen war nur einer, der seinem Herrn die gewünschten Steuern nicht brachte. Als alle Gaben auf Tüchern in einem großen Raum zu Bosambos Füßen niedergelegt wurden, fehlte Notikis Tuch. Er hatte seinen Sohn gesandt, um die Gründe zu erklären.

»O Herr«, sagte der junge, schlanke, urwüchsige Bursche, »mein Vater hat für dich früher viele schöne Dinge eingesammelt, wie Harz und Gummi und die Zähne von Elefanten. Und er hätte auch diese letzte Steuer gebracht und sie zu deinen erhabenen Füßen niedergelegt, aber die Wege durch den Wald waren so schlecht, und es gab Überschwemmungen im nördlichen Land, so daß er nicht über die Strömung kommen konnte. Auch waren die Pfade in den Wäldern zugewachsen, so daß mein Vater für seine Träger fürchten mußte.«

Bosambo sah ihn nachdenklich an. »Gehe zu deinem Vater zurück«, erwiderte er höflich, »und sage ihm, daß ich als sein Herr und Gebieter weiß, daß er mich liebt, obgleich keine Geschenke von ihm zu mir gekommen sind. Ich verstehe die Gründe sehr wohl.«

N'gobi strahlte vor Freude. Er hatte sich schon darauf eingerichtet, sofort davonzulaufen, denn er wußte, daß Bosambo sehr schnell mit dem Stock bei der Hand war. Er hatte befürchtet, daß er die Rache, die sein Vater heraufbeschworen hatte, an ihm auslassen würde.

»Die schlechten Straßen kenne ich sehr gut«, sprach Bosambo weiter. »Nun sollst du deinem Vater dieses berichten: Der Häuptling Bosambo geht auf eine lange Reise, und seine Geschäfte halten ihn zwei Monate fern. Und wenn der große, schreckliche Herr Bim-bi von jetzt ab den dritten Mond einmal gebissen hat, werde ich zurückkommen und dann deinen Vater besuchen. Weil aber die Straßen so schlecht sind und sogar in der trockenen Zeit sich Überschwemmungen im Nordlande ereignen«, sagte er bedeutungsvoll, »und da die Wälder so verwachsen sind, daß er seine Geschenke nicht bringen und nur den Sohn seines Weibes zu mir schicken kann, so soll er, bis ich wiederkomme, eine Straße bauen, die so breit ist wie die Entfernung zwischen der Hütte des Königs von der seines Weibes. Und auf dieser Straße soll er alle Bäume niederschlagen und soll Brücken über die starken Ströme bauen, und er soll Staubecken anlegen für die Fluten. Er soll dazu alle Leute seines Königreiches nehmen und sie an diesem großen Werke arbeiten lassen. Und während sie ihre Arbeit tun, sollen sie ein Lied singen, das also lautet:

›Wir tun Notikis Werk, Das Werk, das Notiki uns tun läßt, Statt daß er dem König, seinem Herrn, Geschenke sendet, wie Bosambo sie verlangt!‹

Das Palaver ist aus.«

Dies ist die Geschichte oder wenigstens der Beginn der Geschichte einer geraden Straße, die durch das Innere des Ochorilandes von den Stromschnellen des Großen Flusses bis zu dem Gebirge läuft, das die Grenze gegen den großen König bildet. Sie ist in ganz Afrika berühmt und für alle Zeiten mit dem Namen Bosambo verknüpft.

Am nächsten Tag fuhr Bosambo mit vier Kanus den Strom hinunter. Jedes war sehr schön mit roter Kamfarbe bemalt und mit vierundzwanzig Ruderern bemannt.

Es war ein glücklicher Zufall, daß er Sanders nicht begegnete, denn der Distriktsgouverneur kam gerade zum Großen Strom zurück, um das Zeugnis des Bruders der ermordeten Frau zu holen, der ein kleiner Häuptling in einem Isisifischerdorf war. Die »Zaire« erreichte den Strom gerade in dem Augenblick, als das letzte Kanu Bosambos um die Biegung gefahren und außer Sicht gekommen war. Und da eine Legende an dem Fluß verbreitet war, für deren Ursprung Bosambo persönlich die Verantwortung trug, daß er mit dem Distriktsgouverneur Sanders irgendwie verwandt sei, so sprach auch niemand von seiner Durchfahrt.

Der Häuptling kam drei Tage nach seiner Ausreise zur Residenz. Seine späteren Fahrten bleiben etwas im dunklen, selbst Sanders konnte sie trotz aller Mühe und Sorgfalt nicht vollständig aufklären. Bekannt ist allerdings, daß Bosambo hundertfünfzig Pfund in englischem Gold von Sanders' Lagerverwalter abhob. Er hatte nämlich während der Jahre seiner Herrschaft über die Ochori ein großes Guthaben in der Residenz für sich angelegt und viele Gelder darauf eingezahlt. Bekannt ist weiterhin, daß er sich mit einem seiner Ratgeber und seinem Weib auf einem Küstendampfer nach Sierra Leone einschiffte. Später kam von dieser Stadt noch ein Bote mit einem langatmigen arabischen Brief, in dem er eine Zahlung von weiteren hundert Pfund verlangte. Sanders hörte diese Neuigkeiten bei seiner Rückkehr und war darüber etwas bestürzt.

»Ich bin nur gespannt, ob dieser Teufel sein Volk im Stich lassen will«, sagte er.

Hamilton lachte. »Das wäre schon möglich. Aber vergessen Sie nicht, daß er noch ein Guthaben von vierhundert englischen Pfund hier bei uns hat. Bosambo hat einen Hauch der Zivilisation verspürt. Meiner Ansicht nach hätte er aber doch mindestens um Erlaubnis fragen müssen, wenn er das Land verlassen will.«

»Er hat den Leuten oben Arbeit gegeben, er läßt sie nicht zu Atem kommen«, sagte Sanders. »Ich habe schon einen leidenschaftlichen Protest von Notiki erhalten, das ist einer seiner Häuptlinge im Norden. Bosambo hat ihm den Befehl gegeben, eine Straße durch den Wald zu bauen, und er protestiert dagegen.«

Die beiden Männer gingen über den gelben, sandigen Exerzierplatz an den Hütten der Haussa vorbei zu dem Residenzgebäude.

»Wie ist das Mordpalaver verlaufen?« fragte Hamilton nach einer Weile, als sie die hölzerne Treppe zur Veranda emporstiegen.

Sanders schüttelte den Kopf. »Alle Leute haben gelogen«, sagte er kurz. »Ich kann den Mann, der meiner Meinung nach schuldig ist, nur in das Dorf der Ketten schicken. Ich hätte ihn bei einem klaren Beweis hängen können, aber die ermordete Frau scheint wenig beliebt gewesen zu sein. Dagegen hat der Mann großes Ansehen.« Er ließ sich in dem großen, bequemen Armsessel nieder. »Wenn ich ihn gehängt hätte, wäre es nicht notwendig gewesen, drei große, lange Aktenblätter Bericht über die Sache zu schreiben, was das Schlimmste ist. Diese heimlichen, häuslichen Morde hasse ich am meisten – am liebsten ist mir ein wütender Verbrecher, der das ganze Volk gegen sich hat.«

»Sie werden auch bald mit einem zu tun bekommen, wenn Sie nicht sofort Holz anfassen«, sagte Hamilton ernst. Er war nämlich Schotte, und die Schotten sind abergläubisch.

2

Nun sollen aber die Wahrheit über Bosambo berichtet und alle seine sonderbaren Reisen aufgeklärt werden. Er hatte in seinem Herzen einen seltsamen Plan gefaßt. In dem Schweigen seiner Hütte, in den dunklen Laubgängen der Wälder und unter sternenlosem Himmel waren ihm Gedanken gekommen, oder auch, wenn er mit seinen Leuten auf der Jagd war und sie so fest schliefen, wie es nur die Unschuldigen und die Bewohner der Wildnis können. Auch in Augenblicken, wenn er den Gerichtsverhandlungen nur halb zuhörte, in denen ihm Rechtsuchende mit monotoner Stimme ihre Anliegen vortrugen, beschäftigte sich sein Geist mit diesem Plan.

Es gab nur einen Menschen, den er ins Vertrauen zog, und das war sein Weib. Er offenbarte ihr all seine geheimen Gedanken, wenn er ihr in der Hütte gegenübersaß und eine Schüssel mit dampfenden Fischen zwischen ihnen stand. Denn so tolerant Bosambo auch sein mochte, sie war eine strenge Mohammedanerin und würde einen Greuel wie gebratenes Fleisch von Ziegen, deren Klauen gespalten sind, nicht geduldet haben.

Er sagte ihr viele Dinge. »O du Licht meines Herzens«, erklärte er, »unser Herr Sandi ist zu mir wie Vater und Mutter, er hat mir Reichtümer und Geld gegeben. Aber obgleich er ein gerechter und großer Mann ist, der seine Feinde nicht fürchtet und seinen Freunden keine süßen Worte gibt, so scheint es mir doch, daß die obersten Herren dieses Landes, die so weit weg über dem großen Meer wohnen, ihn nicht genügend ehren.«

»O Herr«, erwiderte sein Weib ruhig, »ist es denn keine Ehre, daß er wie ein König über uns gesetzt ist?«

Bosambo nickte zustimmend. »Du hast die Wahrheit gesprochen, meine Liebe«, sagte er im Übermaß der Bewunderung. »Aber ich kenne viele der Gewohnheiten der weißen Leute, denn ich habe an der Küste gelebt und bin in allen Städten von Dakka bis Mossamedes gewesen. Auch bin ich zu einem fernen Lande gefahren, das man Madagaskar nennt und das auf der anderen Seite der Welt liegt, und so ist mir die Art der weißen Leute vertraut. In Benguela residiert ein Gouverneur, der nicht so groß ist wie Sandi, und auf seiner Brust sind doch alle Arten von glänzenden Sternen zu sehen, die so schön in der Sonne blinken, und er trägt Bänder um seinen Bauch und eine große farbige Schärpe und Schwerter.« Dabei zeigte er mit dem Finger die verschiedenen Stellen. »Habe ich dir nicht gesagt, daß er nicht so groß wie Sandi ist? Wann hast du aber meinen Herrn mit Sternen oder Kreuzen oder Schärpen oder Schwertern gesehen? In Dakka, wo die Frenchi leben, und an einem gewissen Platz in Togo habe ich die Gouverneure mit ähnlichem Schmuck gesehen, denn damit ehren die Weißen verdiente Leute.« Er schwieg eine lange Zeit, und sein Weib schaute ihn mit dunkelbraunen Augen neugierig an.

»Was kannst du aber dazu tun, mein Herr?« fragte sie. »Obgleich du sehr mächtig bist und Sandi dich liebt, ist es doch sicher, daß keiner auf dich hören und Sandi ehren wird, wenn du es sagst. Ich kenne die Art und Weise der weißen Leute nicht, aber ich glaube doch, daß ich recht habe.«

Bosambos großer Mund zog sich nun von einem Ohr zum anderen in die Länge, und er lachte vergnügt, so daß die beiden Reihen seiner blendendweißen Zähne sichtbar wurden. »Du bist wie die Stimme der Weisheit und die Seele der Klugheit«, sagte er. »Denn was du sprichst, ist wahr. Aber ich weiß Wege, und ich bin schlau und klug, auch bin ich ein frommer Mann und bin bekannt mit den heiligen Aposteln wie Pauli und St. Peter, dem sie das Ohr abschlugen, weil eine Tänzerin es wünschte. Dann wurde es durch einen großen Zauber wieder angesetzt, damit er hören konnte, wie der Hahn kräht. All dies und viele andere Dinge habe ich hier!« Er zeigte mit seinem Finger auf die Stirn.

Als eine kluge Frau versuchte sie nicht, sich in die Angelegenheiten ihres Mannes einzumischen, sondern sie traf Vorbereitungen zu der langen Reise für sich und ihren wohlgenährten und munteren braunen Jungen, der Bosambos Augapfel war.

Bosambo war also den Strom hinuntergefahren. Vier Tage nach seiner Abreise verschwanden zehn seiner jüngeren Verwandten aus der Ochoristadt. Es waren ausgesuchte, starke, kräftige Jäger, die dem Tod in jeder Gestalt entgegentraten. Niemand kannte ihr Ziel, man wußte nur, daß sie nicht den Weg ihres Herrn einschlugen.

Tukili, der Häuptling der mächtigen östlichen Isisi, oder, wie sie verächtlich von dem Volk am Fluß genannt werden, der N'gombi-Isisi, kam eines Tages auf der Jagd unglücklicherweise an die Grenzen des Ochorilandes. Fimili, ein gerade gewachsenes, schönes Mädchen von vierzehn Jahren, ging eben in den Wald, um Wurzeln zu suchen, mit denen sie die Beulen des mürrischen Vaters heilen wollte.

Tukili sah das Mädchen, begehrte sie und nahm sich einfach das, was er wünschte. Sie leistete ihm wenig Widerstand, als sie sah, daß er sie nicht töten wollte. So brachte er sie zur Isisistadt, und sie lebte nicht schlechter in dem Harem Tukilis als in der Hütte des armen Fischers, dem ihr Vater sie versprochen hatte.

Ein paar Jahre früher wäre ein solcher Vorfall überhaupt nicht beachtet worden, denn damals wurden die Ochori gewöhnlich von anderen Stämmen ihrer Weiber und Ziegen beraubt, und sie waren so furchtsam, daß sie jede Demütigung ertrugen, wenn sie nur die blitzenden Speere ihrer Feinde sahen. Sie wären vielleicht obendrein noch dankbar gewesen, daß die Räuber sich damit begnügten, nur ein junges Mädchen zu stehlen. Aber als Bosambo Oberhäuptling der Ochori wurde, brachte er einen neuen Geist in diese Leute. Er machte sie zu tüchtigen Kriegern, sie lernten ihre Kraft und auch ihre Rechte kennen.

Der Vater des geraubten Mädchens eilte sofort zu seinem Häuptling Notiki. Er hatte sein Haupt mit Asche bestreut und Asche auf seine Brust gestrichen.

»Dies ist ein schlechtes Palaver«, sagte Notiki, »und seit Bosambo uns verlassen hat, ist unser Mark und unsere Kraft gleich Wasser, weil er uns befiehlt, eine Straße zu bauen. Und es ist niemand im Lande, den ich als Oberherrn anerkennen oder der anderen Befehle erteilen könnte. So scheint es mir nun, daß ich etwas tun muß, denn ich stehe in dem Alter und bin mit den alten Königen dieses Landes verwandt.«

Er sammelte zweitausend Krieger, die an dem Straßenbau arbeiteten und froh waren, statt schwerer Steine wieder leichte Waffen tragen zu können. Sie marschierten mit ihren Speeren in den Isisiwald und brannten und mordeten, wenn sie in ein kleines Dorf kamen, und niemand trat ihnen entgegen. So machte sich Notiki ohne weiteres zu einem Eroberer, wie es ja auch früher schließlich jeder ehrgeizige General tat.

Hätte sich dieser Raubzug in der Nähe des Flusses abgespielt, so wäre Sanders sicherlich darauf aufmerksam geworden, denn die natürliche große Straße dieses Gebietes ist der Wasserweg. Aber wenn es sich um Unternehmungen der inneren Stämme handelte, die im Busch wohnten und ihre Krieger im Dunkel der Wälder verbergen konnten, war Sanders sehr im Nachteil.

Tukili hörte erst von den Heerscharen, die gegen ihn heranzogen, als sie noch einen Tagesmarsch von seinen Toren entfernt waren. Eilig brach er mit seinen Männern auf, die im Kampf erfahren und in der Jagd geübt waren. Die Schlacht dauerte genau zehn Minuten, und alle die, die von Notikis Speerleuten übrigblieben, flohen wieder zurück in ihre Heimat. Aber sie vermieden dabei, soweit es ging, die Dörfer, denen sie auf ihrem Auszuge so viel Unglück und Schaden zugefügt hatten.

Nun wird ein Eroberer niemals der Vergessenheit anheimfallen, ohne daß sein Besieger seinen Ruhm für sich selbst in Anspruch nimmt. Tukili hatte seinen Gegner niedergekämpft, und auch er machte keine Ausnahme von dieser allgemeinen Regel. Während er früher ein gutmütiger, gerechter und gütiger Herrscher war, wurde er jetzt plötzlich eine drohende Gefahr für alle Gebiete Sanders' zwischen der französischen Grenze und dem Großen Fluß.

Die Lage war so gespannt, daß nur Bosambo mit ihr fertig werden konnte. Sanders verwünschte ihn aufrichtig und hätte ihn noch mehr verdammt, wenn er nur die leiseste Ahnung von der Aufgabe gehabt hätte, die Bosambo sich gestellt hatte.

3

Seine Exzellenz der Gouverneur residierte in einer großen, schönen Villa in einer glücklichen Stadt, in der es viele Steinhäuser gab. Wir wollen sie Kumbuli nennen, obgleich das nicht ihr richtiger Name ist.

Er stand im besten Alter, war kräftig und gesund und zeichnete sich durch Geduld und Klugheit aus. Man hatte ihm diesen Posten gegeben, um all die Fehler und Mißstände zu beseitigen, die zwei wenig begabte Gouverneure vor ihm geschaffen hatten. Sie waren nicht wegen ihrer Kenntnisse von Land und Leuten zu dieser Stellung gekommen, sondern weil ihre Freunde sich fast täglich in den verschiedenen Vorzimmern der hohen Regierungsstellen sehen ließen. Es spricht für den Ruf Sr. Exzellenz, daß er allen Distriktsgouverneuren und höheren Beamten der ganzen Küste entlang unter dem Vornamen »Bob« bekannt war, obwohl er ein Kommandeur des St.-Michael- und St.-Georg-Ordens, ein Ritter des Viktoria- und ein Kommandeur des Bath-Ordens war und aus einer vornehmen Familie stammte.

Bosambo fühlte sich nicht ganz wohl in seiner Haut, als er zum Gouverneur kam. Das Selbstvertrauen hatte den Häuptling bis zu einem gewissen Grade verlassen, denn er zweifelte nicht, daß Sanders allen Stellen seine schnelle Abreise und die merkwürdigen Umstände seines Verschwindens mitgeteilt hatte.

Die ersten Worte Sr. Exzellenz bestätigten Bosambos weitgehendste Befürchtungen.

»O Häuptling«, sagte Sir Robert und zwinkerte ihm ein wenig mit den Augen zu, »fürchtest du dein Volk so sehr, daß du vor ihm davonläufst?«

»Mächtiger Herr«, antwortete Bosambo, »Furcht kenne ich nicht, denn wie deine Hoheit gehört haben wird, bin ich ein sehr tapferer Mann, der nichts fürchtet als die Ungunst seines Herrn Sandi.«

Ein leichtes Lächeln spielte um die Mundwinkel Sir Roberts.

»Das hast du gut gesagt, mein Freund«, entgegnete er. »Erzähle mir jetzt aber, warum du heimlich gekommen bist und warum du dieses Palaver mit mir wünschst. Aber eins sage ich dir, Bosambo: Lüge nicht! Denn ich habe auf dem Hügel bei Grand Bassam drei Häuptlinge gehängt, weil sie mich belogen haben.«

Die einheimische Bevölkerung glaubte felsenfest an dieses Gerücht, das man an der Küste erzählte. Wie sich die Sache wirklich verhielt, wollen wir ein andermal berichten. Hier genügt es, festzustellen, daß Bosambo zu denen gehörte, die nicht den mindesten Zweifel an der Wahrheit dieser Legende hegten.

»Jetzt werde ich zu dir sprechen, o mein Herr!« sagte er feierlich und ernst. »Und ich spreche unter allen Eiden, sowohl denen meines eigenen Volkes ...«

»Sprich mir nicht von den Schwüren des Kru-Volkes«, warnte Sir Robert.

»Dann will ich bei Marki und Luki schwören«, erwiderte Bosambo eifrig, »diesen feinen Kerlen, von denen auch deine Hoheit weiß. Ich saß lange in dem Lande der Ochori und habe klug regiert nach meinen Fähigkeiten. Und immer wachte Sandi über mir, der ein Vater seines Volkes war und ein schönes Herz besaß, daß selbst die Toten auferstanden, um mit ihm zu sprechen, als er zu uns kam. Dies ist ein Wunder«, sagte Bosambo mit geheimnisvoller Stimme, »von dem ich hörte – aber ich sah es nicht selbst. Nun frage ich dich, der alle Dinge sieht, und dies ist die schwierige Frage, die ich deiner Hoheit vorlegen will: Wenn Sandi so groß und so weise ist und sein König ihn so liebt, wie kommt es, daß er immer an dieser Stelle ist und keine schönen Sterne um seinen Hals hängen und daß er keine wundervollen Bänder um seinen Bauch legt – so wie es die großen Frenchi machen und die großen Allamandi und selbst die Portugiesi, die von ihren Königen geehrt werden?«

Das war wirklich eine schwere Frage für Sir Robert Sanleigh. Er richtete sich in seinem Stuhl auf und schaute in das feierliche Gesicht des Mannes, der vor ihm saß.

Bosambo war in seinen europäischen Hosen, seiner Jacke und seinem Hemd – einen Kragen trug er nicht – eine unromantische Figur. Er hatte die Hände tief in die Hosentaschen gesteckt, denn er wußte nicht, daß das unschicklich war. Mit großen Augen schaute er den Gouverneur wieder an.

»O Häuptling«, sagte Sir Robert erstaunt, »dies ist ein merkwürdiges Palaver, das du mit mir hältst. Woher hast du diese Ideen?«

»O Herr, niemand hat mir diese Gedanken gegeben, sie sind in meinem eigenen großen Herzen gewachsen«, erwiderte Bosambo. »Ja, ich habe viele Nächte gelegen und darüber nachgedacht, und ich bin gerecht und meinem Herrn treu.«

Der Gouverneur schaute den Häuptling unverwandt an. Er hatte schon viel von Bosambo gehört und wußte, daß er ein Original war. Er war davon überzeugt, daß er es offen und ehrlich meinte. Ein Mann mit einem kleineren Gesichtskreis als er, wie zum Beispiel sein Vorgänger, hätte die unangenehme Frage einfach unter den Tisch fallen lassen und sie als eine Unverschämtheit empfunden und den Frager an die frische Luft gesetzt.

»Diese Dinge sind für mich zu hoch, Bosambo«, sagte er. »Was für ein Hund bin ich, daß ich es wagen könnte, meine Herren zu fragen. In ihrer Weisheit belohnen und strafen sie. Das steht geschrieben.«

Bosambo nickte. »Aber, o Herr«, sagte er hartnäckig, »mein eigener Vetter, der die Ställe deiner Hoheit kehrt, erzählte mir heute morgen, daß du an großen Palavertagen auch Sterne und schönen Schmuck auf deiner Brust hast und vornehme bunte Bänder um den Bauch bindest. Nun sollst du mir sagen, durch wessen Gunst diese Dinge kommen.«

Sir Robert mußte lachen. »Bosambo«, sagte er feierlich, »man gab mir diese Dinge, weil ich ein alter Mann bin. Wenn nun dein Herr Sandi alt wird, so wird er diese Ehrung auch empfangen.«

Er sah die Enttäuschung in Bosambos Gesicht und fuhr fort: »Es mag auch sonst manches geschehen, was die Augen des großen Königs auf Sandi lenkt, es kann eine hervorragende Tat sein, die er ausführt, oder ein großer Dienst, den er dem obersten König erweist, denn alle solche Begebenheiten bringen hohen Rang und Ehre. Gehe jetzt zu deinem Volk zurück und erinnere dich daran, daß ich immer an dich und an Sandi denken werde, und ich weiß, daß du hierher kamst, weil du ihn liebst. Sei gewiß, daß ich eines Tages ein Buch (Buch = Brief) an meinen Herrn schreiben werde, in dem ich gut von Sandi spreche zu seinen Gunsten und zugunsten des Volkes, das ihn liebt. Das Palaver ist aus.«

Bosambo entfernte sich und war mit dem Ergebnis dieser Unterredung nicht zufrieden. Er schritt durch die große Halle, wo viele Beamte und Häuptlinge auf eine Audienz warteten. Er wandte dem großen, weißen Gebäude den Rücken und kam zu seinem Vetter, der die Ställe des Gouverneurs ausfegte. Hier in der Kühle des steinernen Hauses erfuhr er viel von Sir Robert, allerhand kleine Informationen, die man nicht gut in einer Zeitung hätte veröffentlichen können. Auch erhielt er eine ganze Menge Angaben, wie solche Ehren verliehen wurden. Nachdem er seinen armen Vetter stundenlang examiniert hatte, ließ er ihn müde und zermürbt wie eine ausgepreßte Zitrone zurück. Aber der Mann war glücklich, denn Bosambo hatte ihm ein blankes, silbernes Fünfshillingstück in die Hand gedrückt. Später jedoch stellte sich heraus, daß es gefälscht war.

4