Bramino - Nicolas Gorny - E-Book

Bramino E-Book

Nicolas Gorny

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Beschreibung

Spuk im Einkaufszentrum! In der Marktplatz-Galerie Bramfeld herrscht Gruselstimmung. Unheimliche Schreie in der Nacht und geheimnisvolle Spukerscheinungen versetzen die Kunden in Angst und Schrecken. Kaufhausdirektor Fröhlich ist verzweifelt. Jetzt können nur noch echte Gespensterexperten helfen. Kein Problem für den Bären Bramino und seine beste Freundin Chrissie. Unerschrocken begeben sich die beiden kurzerhand auf Gespensterjagd. Gänsehaut garantiert!

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Seitenzahl: 32

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Für Jürgen Brunke, weil er der begeisterungsfähigste Mensch ist, den ich kenne.

Für Christiane Bähr, weil sie dieses Projekt erst auf den Weg gebracht hat.

Für meine Frau, weil ihr jede meiner Widmungen gehört.

Und natürlich für meine Mutter, damit sie sich mal wieder etwas von mir an den Kühlschrank heften kann.

Inhaltsverzeichnis

Spuk im Einkaufszentrum

Gespenster gibt es nur im Schauermärchen

Gespensterkunde für Anfänger

Gespensterjagd nach Ladenschluss

Die rettende Idee

Der Autor

Spuk im Einkaufszentrum

„Stopp!“, ruft Chrissie und macht eine Vollbremsung vor der Marktplatz Galerie Bramfeld.

„Was ist los?“, fragt Maja überrascht.

Chrissie und Maja kommen gerade von der Schule und sind wie immer eilig auf ihren Fahrrädern unterwegs. Sie gehen beide in die gleiche Klasse – in die 4 b von Frau Krakeeler-Schnuck, um genau zu sein.

Chrissie kann einwandfrei lesen, fehlerfrei schreiben und ganz gut kopfrechnen. Na ja, meistens jedenfalls. Also dann, wenn sie nicht gerade über wichtigere Dinge nachdenkt. Fürs Leben reicht es allemal. Davon ist Chrissie überzeugt. Für Frau Krakeeler-Schnuck leider nicht.

Aber im Augenblick beschäftigt Chrissie etwas ganz anderes, als der nächste Mathetest.

„Du weißt genau, dass ich heute pünktlich zu Hause sein muss. Mittwochs gibt es immer Lasagne bei uns“, erinnert Maja ihre Freundin.

„Sieh doch mal“, sagt Chrissie und zeigt auf den Eingang vom Einkaufszentrum. Dort hat sich eine Menschentraube gebildet. Darunter auch der Bär Bramino und Kaufhausdirektor Fröhlich.

Alle reden aufgeregt durcheinander, einige Leute fuchteln sogar wild mit den Armen und schimpfen. Es herrscht allgemeine Empörung.

„Da ist irgendwas vorgefallen“, überlegt Chrissie laut.

„Mir egal“, schnaubt Maja. „Ich will nicht, dass meine Lasagne kalt wird. Wir sehen uns ja morgen in der Schule. Ich bin weg.“

Chrissie verabschiedet sich von ihrer Freundin und schließt das Fahrrad am Fahrradständer an. Dann mischt sie sich neugierig ins Getümmel. Sie zwängt sich an ausladenden Hinterteilen und dicken Bäuchen vorbei, bis sie einen Platz in der vordersten Reihe ergattert hat.

Herr Fröhlich tritt vor die Menge und versucht sich mit viel Geräusper Gehör zu verschaffen.

Der Direktor ist ein großer Mann mit tadellosem Anzug und polierten Schuhen. Doch momentan wirkt er ein wenig hilflos.

Auf den Stufen neben ihm, das bemerkt Chrissie erst jetzt, kauert Karl der Nachtwächter. Sein Gesicht ist bleicher als Sahnepudding und er zittert so sehr, dass die Metallknöpfe seiner Nachtwächteruniform wie Kastagnetten aneinander schlagen. Er sieht ziemlich mitgenommen aus. Man könnte meinen, er habe ein Gespenst gesehen.

Bramino tut unterdes sein Bestes, um den armen Karl zu beruhigen. Er klopft ihm aufmunternd mit der großen Bärentatze auf die Schulter. „Summsebienen und Blütenstaub!

Nun, ist alles wieder gut“, brummt er freundlich. „Das ist ein Skandal!“, hört Chrissie einen wuchtigen Herrn mit gebürstetem Schnurrbart protestieren. „So etwas darf es in unserem schönen Bramfeld nicht geben.“

„Ach, das ist doch alles Schwindel“, ruft eine pummelige Dame mit roten Haaren.

„Genau“, stimmt ihr ein glatzköpfiger Mann zu.

Das ist Herr Mützenbacher, Chrissies Nachbar, der die meiste Zeit des Jahres in seiner Ferienwohnung auf Mallorca verbringt. Er ist so braungebrannt, dass sich seine Haut wie Dörrobst runzelt. „Das ist bloß eine geschickte Werbekampagne von der Kaufhausdirektion, um noch mehr Besucher anzulocken. Über solch üble Tricks kam neulich ein Bericht im Fernsehen.“

„Meine sehr verehrten Damen und Herren“, hebt Herr Fröhlich höflich an, „ich versichere Ihnen, dass es für den Vorfall der vergangenen Nacht eine plausible Erklärung gibt. Meine Mitarbeiter und ich werden uns der Sache annehmen. Es besteht also kein Grund zur Beunruhigung.“

„Ich weiß aber doch, was ich gesehen habe“, stöhnt Karl kläglich. „Es war groß und scheußlich mit eiskalten Fingern und gemeinem Grinsen, so gemein, dass einem alles vergeht.

Und dazu dieses schaurige Heulen. Entsetzlich.

Nicht zum Aushalten.“ Er wirft den Kopf in den Nacken und demonstriert einen markerschütternden Laut.

Herr Fröhlich rückt nervös seine Brille zurecht.

„Wie gesagt, wir werden alles Nötige in die Wege leiten, um der Sache auf den Grund zu gehen.“