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Aufmerksam und gelassen durch Brandenburg Brandenburg ist ein vielfältiges Bundesland. Neben dem idyllischen Spreewald oder etwa Potsdam mit seinen Schlössern und Gärten findet sich im Norden ein Gebiet, dessen Gewässer, Wälder und ruhige Orte stets zu einem Besuch einladen. Aus einer schwierigen Situation heraus und bei günstigen Gelegenheiten hat Bernd Haake 2016 damit begonnen, Wanderwege im Nord-Berliner Raum zu erkunden. Manchmal ging es auch nur einige Schritte an einem ruhigen Seeufer, in einem Park oder an einer historischen Stadtmauer entlang. Dokumentiert mit der Kamera sind 30 dieser leichten Touren im wunderschönen Brandenburg hier beschrieben; ergänzt mit einigen allgemeinen Gedanken zur heutigen Zeit. Begleiten Sie den Autor auf seinen Wanderungen, lassen Sie sich inspirieren oder machen Sie sich selbst auf den Weg, Neues zu entdecken.
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Seitenzahl: 67
Veröffentlichungsjahr: 2026
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1
Rundweg um den Liepnitzsee (ca. 8 km; 3 Stunden)
2
Wanderung durch die Schönower Heide (ca. 5 km; 2,5 Stunden)
3
Von Eichhorst zum Naturdenkmal Silkebuche (ca. 11 km; 4,5 Stunden)
4
Rundweg Brodowin (ca. 7 km; 3 bis 4 Stunden)
5
Rund um den Hellsee (7,5 km; 3 bis 4 Stunden)
6
Hobrechtswald und Bucher Forst (2 km; 1 bis 2 Stunden)
7
Hellmühler Fließ und Umgebung (7 km; ca. 4 Stunden)
8
Schlosspark Liebenberg (1,8 km; 1 bis 2 Stunden)
9
Lenné-Park Blumberg (2 km; 2 Stunden)
10
Linumer Teichgebiet (2,5 km; 2 bis 3 Stunden)
11
Briesesteig Birkenwerder (3 bis 4 km; 2 bis 3 Stunden)
12
Askanierburg und Wehrmühle Biesenthal (2 km; ca. 2 Stunden)
13
Die Havel vor Oranienburg (ca. 1,5 km; 1 Stunde)
14
Rund um den Stechlinsee (14 km; 7 bis 8 Stunden)
15
Gamengrund bei Tiefensee (ca. 5 km; 3 bis 4 Stunden)
16
Die Krumme Lanke (2,5 km; ca. 2 Stunden)
17
Die Briese zwischen Zühlsdorf und Birkenwerder Von der Schlagbrücke zur Hubertusbrücke und zurück (5 km; 3 Stunden)
18
Buckowseerinne (ca. 8 km; 3 Stunden)
19
Nationalpark unteres Odertal/Stolpe (7 km; 2 bis 3 Stunden)
20
Bogensee in Wandlitz (1,8 km; 1 Stunde)
21
Wandlitzsee Promenade (0,8 km; 50 Minuten)
22
Mechesee in Lobetal bei Bernau (1,2 km; 1 Stunde)
23
Strehlesee in Prenden (3,5 km; 2 Stunden)
24
Der Obersee in Lanke (1,5 km; ca. 1 Stunde)
25
Joachimsthal, Kaiserrundweg (ca. 8 km; 3 bis 4 Stunden)
26
Löwenzahnpfad/ Schönerlinder Teiche (5 km; 2 bis 3 Stunden)
27
Nonnenfließ im Schwärzetal/ Unterlauf in Spechthausen (5 bis 6 km; 2 Stunden)
28
Nonnenfließ Oberlauf ab Tuchen-Klobbicke (5 km; 2 Stunden)
29
Die Panke von Bernau bis Zepernick und zurück (6 km; 3 Stunden)
30
Um die Bernauer Stadtmauer (2,5 km; 1,5 Stunden)
„Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne
keinen Kummer, den man nicht weggehen kann.“
SÖREN KIERKEGAARD
„Wenn Du es eilig hast, gehe langsam.
Wenn Du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.“
JAPANISCHE WEISHEIT
1. Rundweg um den Liepnitzsee
2. Wanderung durch die Schönower Heide
3. Von Eichhorst zum Naturdenkmal Silkebuche
4. Rundweg Brodowin
5. Rund um den Hellsee
6. Hobrechtswald und Bucher Forst
7. Hellmühler Fließ und Umgebung
8. Schlosspark Liebenberg
9. Lenné Park Blumberg
10. Linumer Teichgebiet
11. Briesesteig Birkenwerder
12. Askanierburg und Wehrmühle Biesenthal
13. Die Havel vor Oranienburg
14. Rund um den Stechlinsee
15. Gamengrund bei Tiefensee
16. Die Krumme Lanke
17. Die Briese zwischen Zühlsdorf und Birkenwerder
18. Buckowseerinne
19. Nationalpark unteres Odertal/ Stolpe
20. Bogensee in Wandlitz
21. Wandlitzsee Promenade
22. Mechesee in Lobetal bei Bernau
23. Strehlesee in Prenden
24. Der Obersee in Lanke
25. Joachimsthal, Kaiserrundweg
26. Löwenzahnpfad/Schönerlinder Teiche
27. Nonnenfließ im Schwärzetal/Unterlauf in Spechthausen
28. Nonnenfließ Oberlauf ab Tuchen-Klobbicke
29. Die Panke von Bernau bis Zepernick und zurück
30. Um die Bernauer Stadtmauer
Brandenburg ist so schön, kommentierte ein Mitglied meiner Foto-Plattform EyeEm spontan ein eingestelltes Bild. Stimmt. Mit der Kamera als ständiger Begleiter lassen sich unterwegs wunderbare alte Gebäude, Parkanlagen oder Naturschönheiten festhalten. Selbst wenn es dann einmal spät wird, ergeben sich einprägsame Momente wie hier.
Gleichzeitig geht es so aufmerksamer durchs Leben und damit gelassener. Wir sind nur einmal auf dieser Welt zu Gast und sollten die geschenkte Zeit nutzen. Beim Wandern vergessen wir alle Sorgen und Lasten für eine Weile. Ich glaube nicht, dass sie von der Seele purzeln, wie manche sagen. Aber wieder heimgekehrt, ist der Kopf zunächst einmal frei und neue Blickwinkel werden möglich. Abgesehen davon ist langsames Laufen an der frischen Luft vielleicht die gesündeste körperliche Betätigung überhaupt.
Der vorliegende Bildband enthält kurze Stippvisiten bis hin zu mehrstündigen Wandertouren im Nord-Berliner Raum. Er versteht sich als Anregung und nimmt nicht in Anspruch, ein detaillierter Touristikführer zu sein. Alle vorgeschlagenen Routen lassen sich mit gängigen Wanderkarten für den betreffenden Bereich ohne weiteres nachvollziehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich gerade bei längeren Strecken schwer abschätzen lässt, wie viel Zeit benötigt wird. Deshalb ist jeweils grob Entfernung und Dauer angegeben. Unter der Maßgabe, dass dieses und jenes Foto entsteht wird und kein Streckenrekord aufgestellt werden soll.
(ca. 8 km; 3 Stunden)
Von meinem Wohnort Bernau ist dies eines der naheliegenden Ziele.
Im Sommer zieht er auf Grund seines klaren Wassers und der wunderbaren Umgebung Heerscharen von Erholungssuchenden an. Während sich die Badenden im Wesentlichen auf drei, vier Stellen konzentrieren, sind große Teile des Uferbereichs geschützt bzw. vollkommen unzugänglich. Der umgebende Wald bleibt insbesondere am Südufer weiträumig sich selbst überlassen. Auf der Insel, dem großen Werder, befindet sich ein Naturcampingplatz für Menschen, die Stille mögen.
Begleiten Sie mich auf eine herbstliche Wanderung um den See. Start und Ziel ist von Lanke aus kommend der Parkplatz am Ortseingang Ützdorf. Es geht hinter der Schranke zunächst ein Stück die Asphaltspur entlang, bevor der Rundweg nach rechts abzweigt. Er ist gut markiert und mit Entfernungsangaben versehen.
Bald schimmert der östliche Ausläufer des Gewässers zwischen den Bäumen hindurch. Rechterhand blicken wir auf das Fließ hinunter, das seinen Weg in Richtung Obersee und Hellsee nimmt und dahinter zur Finow wird. Die steilen Hänge an allen drei Seen lassen erkennen, dass es sich um eine eiszeitliche Rinne handelt. Dies mag zur Orientierung genügen; wir werden auf das muntere Bächlein zurückkommen. Am See begrüßt uns ein Schwanenpaar.
Bäume wachsen direkt an der Uferkante. Manche ihrer Wurzeln umschließen kleine wassergefüllte Biotope.
Großräumige intakte Schilfbereiche sorgen für eine gute Filtration und bieten Wasservögeln Schutz und Nistmöglichkeiten.
In der Ferne taucht die Insel, der große Werder, auf.
Hinter der Bucht besteht in der Saison die Möglichkeit, von der Fähranlegestelle Südufer auf den großen Werder zu gelangen. Man könnte sich bei Zeitknappheit gleich ans Nordufer übersetzen lassen, hätte dann jedoch nur knapp das erste Drittel des Gewässers gesehen.
Es ist jetzt erst früher Nachmittag, wir haben keinen weiteren Termin und sind gut zu Fuß. Es gibt auf dem Rundweg noch viel zu entdecken.
Gut lässt sich der ewige Kreislauf von Werden und Vergehen beobachten. Zu groß und schwer werdende Bäume verlieren den Halt im weichen Uferbereich und stürzen in den See. Abgestorben dienen sie als Rastplatz und Unterschlupf. Moose und Pilze siedeln sich an. Gräser und selbst neue Bäumchen finden Halt.
Rotbraunes Laub bestimmt zu dieser Jahreszeit längst die Szenerie. Vereinzeltes Blattgrün hält sich tapfer.
An einigen wenigen Stellen sprießt der urweltliche, seltene Schachtelhalm.
Nachdem kurz ein abzweigender Hohlweg in der Hanglage erkundet wurde, gelingt es der Sonne immer schwerer, die Wolken zu durchdringen.
Kiefern können mit dem vorherrschenden sandigen Boden gut leben.
Nach ca. der Hälfte des Weges leuchtet die tiefstehende Sonne das nördliche Ufer beeindruckend an. In der Nähe schwenkt der Rundweg nach oben auf den Hang. Der folgende Bereich bleibt der Natur vorbehalten und ist mit Dickicht geschützt.
Bereits gegenüber der Inselwestspitze musste das ab Herbst geschlossene Waldbad außen umgangen werden. Im Sommer lädt hier ein reichhaltiges Imbiss-Angebot ein; Boote können ausgeliehen werden.
Auch wenn der Weg im Folgenden oben auf dem Hang verläuft, wird es nie langweilig. Die erhöhte Perspektive ermöglicht viele interessante Ausblicke. Kurz bevor es wieder hinunter zum Ufer geht, eröffnet sich auf der seeabgewandten Seite ein Tal. Ein Wegweiser weist auf den romantischen, abgeschiedenen kleinen Regenbogensee hin. Ein kurzer Abstecher in das gut begehbare Luch-Gebiet lohnt.
Entweder wir erklimmen anschließend wieder den Landrücken zwischen beiden Seen oder laufen ein Stück in der feuchten Niederung.
An deren Ende überquert ein Holzsteg das sumpfige Gelände.
Bald ist der nördliche Fähranleger erreicht. Für einige Schritte wäre es möglich, einer Steganlage zu folgen.
Dahinter ist ein Weiterwandern durchs Feuchtgelände auf eine Art Halbinsel im Sommer durchaus reizvoll, jetzt aber nicht zu empfehlen.
Wir nehmen gleich den Anstieg in Richtung des neuen Zeltplatzes am Feldrand. Von hier aus ist es nur ein kurzes Stück die schnurgerade Betonstraße entlang in Richtung Ützdorf.
