Christ & Geld - Friedhelm Jung - E-Book

Christ & Geld E-Book

Friedhelm Jung

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Beschreibung

In unserer modernen Welt werden die Finanzgeschäfte immer komplexer und sind für Laien kaum mehr durchschaubar. Riskante Geschäfte haben zu Milliardenverlusten geführt und Banken wie Privatanleger ruiniert. Auch Christen und christliche Werke sind nicht verschont geblieben. Der Reiz des schnellen Geldes hat manchen Anleger betört und zu unverantwortlichem Handeln verführt. Am Ende war der Schock über den Verlust des in langen Jahren angesparten Vermögens groß. Hier setzt das vorliegende Büchlein an. Es möchte aus biblischer Sicht Hilfen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Geld geben, damit Menschen nicht dem Mammon verfallen und Tragödien vermieden werden.

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Seitenzahl: 42

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Friedhelm Jung (Hrsg.)

Christ & Geld

Biblische Hilfen für einen gesunden Umgang mit Finanzen

Friedhelm Jung (Hrsg.)Christ & Geld Biblische Hilfen für einen gesunden Umgang mit Finanzen

© Lichtzeichen Verlag, Lage Edition TAN

E-Book Erstellung:

LICHTZEICHEN Medien - www.lichtzeichen-medien.com

ISBN: 978-3-86954-888-3 Bestell-Nr.: 548888

Inhalt

Vorwort

0.Einleitung

1.Armut und Reichtum in der Bibel

2.Gefahren von Geld und Reichtum

3.Materialismus und Geld als Gott-Ersatz

4.Die Trennung von Gemeinde und Geschäft

5.Die Verantwortung der Gemeindeleiter

6.Die Bedeutung des Spendens

7.Angemessene Entlohnung von Mitarbeitern

8.Ungerechter Gewinn und zweifelhafte Geschäftsmodelle

9.Vom Zinsen nehmen und Schulden machen

10.Korruption und Geldgeschenke

Vorwort

Das Missionswerk To All Nations (TAN) hat 2010 eine Krise durchgemacht, die auch dadurch bedingt war, dass es zu einer Vermischung von Missionsarbeit und Devisenhandel gekommen war. Die Devisengeschäfte schlugen gründlich fehl und es entstand ein großer finanzieller Schaden, der in der Folge zu einer Glaubwürdigkeitskrise des Missionswerks führte. Die Missionsleitung trat zurück, Schuld und Versagen wurden vor Gott und den Menschen bekannt und die neue Missionsleitung hat sich seitdem bemüht, das verlorene Vertrauen wieder zurück zu gewinnen. Dass dies gar nicht so einfach ist, haben die Repräsentanten des Missionswerks bei ihren Besuchen landauf, landab zur Genüge feststellen müssen. Zwar wurde das in den Gemeinden verbreitete Entschuldigungsschreiben von TAN akzeptiert; doch weil nicht wenige Gemeindeglieder einen beträchtlichen finanziellen Schaden davongetragen haben, sind die Vorwürfe an die Missionsleitung bis heute nicht vollständig verstummt.

Damit es in Zukunft nicht noch einmal zu einem solchen Debakel kommt, hat der Vorstand von TAN einige Theologen gebeten, sich zu einer Kommission zu formieren und Leitlinien zum Umgang mit Finanzen zu erarbeiten. Diese Leitlinien wurden inzwischen von der TAN-Mitgliederversammlung gebilligt und Interessenten zugeleitet. Sie gelten als Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter des Missionswerks. Damit aber noch mehr Menschen Kenntnis von diesen Leitlinien erhalten, hat sich der Vorstand von TAN entschlossen, sie als Broschüre zu veröffentlichen.

Unser Wunsch und Gebet ist, dass diese „biblische Hilfen für einen gesunden Umgang mit Finanzen” des Missionswerks To All Nations vorbeugend dazu beitragen, dass christliche Werke und auch Einzelpersonen gefährlichen und dubiosen finanziellen Geschäften aus dem Weg gehen und so sich selbst und ihren Werken viel Kummer ersparen.

Bornheim/Bonn, im Jul 2013

Friedhelm Jung / Waldemar Harder

0. Einleitung

Zu allen Zeiten spiegelte sein Umgang mit Geld und Besitz das Wesen des Menschen und seine wirklichen Werte wider. Nicht umsonst hatte sich Jesus Christus gerade deshalb besonders gegen den „Mammonismus” gewandt, einen geistlich falschen Umgang mit dem Eigentum. Materieller Besitz verspricht Anerkennung, Genuss und Sicherheit. Oftmals in der Vergangenheit hat das Streben nach Erlangung oder Erhalt des materiellen Besitzes das geistliche Leben von Christen negativ beeinflusst und geschädigt. Neben der Zeit und Energie, die für den Besitz aufgewandt wurde, blieb nur noch wenig Raum für das geistliche Engagement. Statt die Anerkennung bei Gott zu suchen, strebten auch Christen viel eher nach einer Anerkennung in der Gesellschaft durch das Vorzeigen materieller Güter (Haus, Auto, Urlaub, technische Geräte, kosmetische Operationen...). Angesichts der Verlockung, schnell viel Geld zu verdienen, wurden biblisch-ethische Maßstäbe über Bord geworfen oder künstlich verbogen, bis sie zu den erstrebten, zweifelhaften Verdienstmöglichkeiten zu passen schienen. Spekulation, Glücksspiel, Manipulationen und leichter Betrug wurden billigend in Kauf genommen, um an mehr Besitz zu gelangen, weil der so erlangte Wohlstand der Gläubigen von Gott gewollt sei und irgendwann einmal für die Sache Gottes eingesetzt werden könne. Ob Gott an zweifelhaft erworbenem Gewinn wirklich interessiert ist und das Geld dadurch sozusagen „geistlich gewaschen” ist, darf allerdings bezweifelt werden. Der richtige Umgang mit Geld und Besitz ist nicht nur wichtiger Bestandteil der eigenen Beziehung zu Gott, sondern auch öffentlicher Maßstab für die Wahrhaftigkeit des eigenen Glaubens und Vertrauens auf den Schutz und die Versorgung Gottes. Wer mit den ihm anvertrauten materiellen Gütern nicht verantwortungsvoll umgeht, verunehrt Gott. Dazu gehören das Bestreben, möglichst schnell reich zu werden, Bestechungsgelder zu zahlen, um ein Ziel auf illegitimen Wegen zu erreichen, oder mit Spenden zu knausern.

1. Armut und Reichtum in der Bibel(Michael Kotsch)

Die meisten Menschen sehnen sich nach Reichtum und Besitz. Die wenigsten sind wirklich mit dem zufrieden, was sie haben. Weil materielle Güter einen Menschen dermaßen stark fesseln können, lehnen gewisse Christen alles Materielle und jeden Besitz als ungeistlich und hinderlich ab (Askese / Mönchtum). Im Gegensatz dazu wird in der Bibel deutlich gemacht, dass materieller Besitz nicht schlecht ist, sondern im Gegensatz dazu von Gott stammt, der alles Materielle, also auch materielle Güter in ihrem Grundbestand geschaffen hat (Ps 24,1).

Gott beschenkt die Menschen verdient (vgl. Hi 42,10ff.) und unverdient (vgl. Mt 5,45) mit zahlreichen materiellen Gütern (Haus, Auto, Kleidung, Computer, Geld ...). Diese Dinge sind dem Menschen für eine Zeitlang anvertraut, spätestens bei seinem Tod muss er sie zurücklassen, meist schon früher (Hi 1,21; 1Tim 6,7).