Collector - Operation Vade Retro - Markus Heitz - E-Book

Collector - Operation Vade Retro E-Book

Markus Heitz

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Beschreibung

Wenn die Zukunft triumphiert

Die Zukunft – unsere Zukunft: Das Weltall ist erobert, die Galaxis erforscht, aber nun ist die Menschheit einem unheimlichen Feind zum Opfer gefallen: den Collectors. Außerirdische, die scheinbar durch nichts zu bezwingen sind und Planet um Planet in ihre Gewalt bringen. Doch es regt sich Widerstand, und ein gefährlicher Plan zur Befreiung wird geschmiedet. Drei Menschen – ein ehemaliger Gefangener der Collectors, ein draufgängerischer Priester der Church of Stars und eine Söldnerin mit ungeahnten Fähigkeiten – finden auf abenteuerlichen Wegen zu der Lösung, die zum Neubeginn der Galaxis führen könnte: einer Geheimoperation namens »Vade Retro«.

Wir schreiben das Jahr 3043. Nachdem bereits zahlreiche Planeten von den feindlichen Collectors in ihre »Obhut« genommen wurden, fassen die interstellaren Staaten und Konzerne endlich den Mut und greifen an. Dabei müssen die Menschen jedoch feststellen, dass die ihnen so fremde wie unheimliche Zivilisation der Collectors in sich gespalten ist, und der Kampf in ihren eigenen Reihen droht für die Menschheit zur tödlichen Falle zu werden. Drei Menschen – ein ehemaliger Gefangener der Collectors, ein draufgängerischer Priester der Church of Stars und eine Söldnerin mit ungeahnten Fähigkeiten – finden auf abenteuerlichen Wegen zu der Lösung, die zum Neubeginn der Galaxis führen könnte: einer Geheimoperation namens »Vade Retro«.

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Seitenzahl: 648

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MARKUS

HEITZ

COLLECTOR

OPERATION VADE RETRO

ROMAN

WILHELM HEYNE VERLAG

MÜNCHEN

Originalausgabe 02/2013

Redaktion: Catherine Beck

Copyright © 2013 by Markus Heitz

Copyright © 2013 dieser Ausgabe by

Wilhelm Heyne Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design, München

Satz: Christine Roithner Verlagsservice, Breitenaich

ISBN: 978-3-641-10182-4

twitter.com/HeyneFantasySF

www.heyne-magische-bestseller.de

Für Paul,

den alten Rollenspieler,

der mit uns unzählige Universen bereiste

und schon mal in die nächste Welt vorgegangen ist …

Ouvertüre

26. August 3042 a.D.

System: Galloway

Ort: in der Nähe des Planeten Hakup (Besitz: GUSA, aktuell noch unter Obhut)

Wenn es einen Ort gab, den Fredinald Zumi kannte und der sich trotz der vielen vergangenen Jahre fest in seinen Verstand eingebrannt hatte, dann war es diese weiße Halle, die intensiv nach klinischer Sauberkeit roch und durch die irritierende Reinheit beängstigend wirkte. Und genau dort befand er sich jetzt wieder, einen Schritt vor dem gerüsteten Collector, der ihn damals von Hakup entführt hatte.

Es ist kein Traum. Ich bin dahin zurückgekehrt, wo es begann! Zumi war der First Contact gewesen, der erste Mensch, der offiziell in die mechanischen Krallen der Ahumanen gefallen war. Damals, als er noch den Titel Vorsitzender der Interstellaren Handelskommission geführt und man die Wesen in den gewaltigen Vollrüstungen noch irrtümlich Samariter genannt hatte.

Am 1. Januar 3017 hatte sich sein Leben schlagartig geändert: Die Ahumanen waren auf dem Planeten Hakup erschienen und hatten ihn mitgenommen. Nicht um ein Handelsabkommen der GUSA zu schließen, wie er zuerst gedacht hatte. Sondern als Anschauungsobjekt.

Welches Jahr haben wir inzwischen? 3035? Später? Zumis Blicke schweiften durch die Halle.

Er hatte jedes Zeitgefühl verloren und nur an der Alterung seines Spiegelbilds ablesen können, wie Monate um Monate verstrichen, die er in der persönlichen Obhut eines Collectors verbrachte.

Sein Haar war in der Gefangenschaft grau geworden, gelegentlich schnitt er es ebenso wie seinen Bart. Die beigefarbene Kleidung, die er trug, erinnerte an einen Kaftan. Mehr hatte er von dem Ahumanen nicht bekommen. Nicht mal Unterwäsche. In einer kleinen Tasche trug er die selbstgemachten Ohrenstöpsel aus Dichtungsmasse, die er gelegentlich benötigte.

Zumi vermutete, dass er als Trophäe diente. Als Besitz. Eine Mischung zwischen Haustier und Pokal. Daher begleitete er den Collector bei seinen Reisen, besuchte Planeten, die unter die Obhut der Ahumanen fielen, und verfolgte fassungslos und bestürzt vom Raumschifffenster aus, wie sich die Welten veränderten, auf denen die Fremden ihre Herrschaft ausriefen. Eine Qual.

Mehrere Fluchtversuche. Und zweimal hatte er versucht, sich umzubringen.

Aber jedes Mal hatte ihn der Collector reanimiert, mit seinen überragenden Operationsmöglichkeiten geflickt und sämtliche Schäden am Körper behoben. Die Schmerzen, die Zumi dabei durchlitt, hinderten ihn daran, es noch einmal darauf ankommen zu lassen. Es erschien ihm sinnlos.

Seitdem suchte er nach Gelegenheiten, an Informationen über seinen Wärter zu kommen. Doch trotz der langen Zeit des Zusammenseins lernte er so gut wie nichts, weder Schriftzeichen noch Kleinigkeiten zur Steuerung des Schiffs oder der Technik. Ein exotisches, dumm gehaltenes Schoßhündchen, das vor dem Kochtopf verschont blieb.

Zumi wusste, dass die Collies, wie ihr Spitzname lautete, Menschen verzehrten.

Mit perfidem, perfektem System züchteten sie den Homo sapiens auf den Planeten, die sie einnahmen, und erhöhten die Fertilität der Frauen, die Geburtenrate und die Anzahl der Kinder je Schwangerschaft auf mindestens drei.

Zumi wusste noch nicht, ob Menschenfleisch als Delikatesse, Droge oder Standardfutter betrachtet wurde. Ich bin ein Snack auf zwei Beinen, dachte er bitter, den man jederzeit wegessen kann, wenn er nervt. Aber dann wäre es auch endlich vorbei.

Er trottete hinter der titanenhaften Rüstung her, in der sein ganz persönlicher Collector steckte.

Auf der düsteren, in unbestimmtem Oliv gehaltenen Panzerung sah er die Drähte und Leitungen, deren Position und Zustand er auswendig kannte. Die Nanomotoren surrten leise, beim Aufsetzen der Stahlschuhe rumpelte es metallisch. Ausnahmsweise wirkte die Oberfläche der Rüstung gesäubert und herausgeputzt.

Gibt es einen besonderen Anlass?

Was umgeben von der unglaublich strapazierfähigen Rüstung lauerte, wusste Zumi nicht. Ein Geist, eine KI, eine ahumane Spezies, andere Menschen? Letztere Annahme verwarf er.

In der hellen, weiß ausgeleuchteten Halle befand sich wie beim letzten Mal nichts – außer weiteren Collectors.

Aber Zumi bemerkte den eklatanten Unterschied: Es waren viel weniger versammelt. Elf. Von etwas mehr als hundert. Warum so wenige?

Alle Panzerungen besaßen eigene Gravuren und Zeichen, wichen mitunter in Form und Farben voneinander ab, was die Collectors einfach unterscheidbar machte. Gemeinsam waren ihnen lediglich die Tornister auf dem oberen Rücken sowie die abgerundeten Helme, die vorne leicht spitz zuliefen. Schwarz und undurchdringlich hoben sich die Visiere vom Weiß der Umgebung ab. Niemals hatte Zumi erfahren dürfen, was sich dahinter befand, nicht einmal andeutungsweise. Auch hier reichte seine Vorstellungskraft von Kameras bis hin zu einem extraterrestrischen Gesicht.

Er sah die gewaltigen Schwerter an den Hüften baumeln. Von den Griffen führte jeweils ein dünnes Kabel in den breiten, schweren Gürtel. Wurde die Energie der Lichtbogenwaffen aktiviert, schnitten sich die leuchtenden Klingen durch nahezu jedes Material. Zumi hatte noch nie erlebt, dass sie an etwas scheiterten. Nebenbei steckte er sich die Ohrenstöpsel in die Gehörgänge. Sie schlossen nicht komplett ab, aber es reichte, um Schäden zu verhindern.

Sein Collector marschierte auf die Versammelten zu, die einen Kreis gebildet hatten, und fügte sich in ihre Formation ein; gleich darauf erklangen die Brummgeräusche, gepaart mit hohem elektronischem Kreischen, als würde man die Ultraschalltöne einer cetanischen Fledermaus hörbar machen, sie von einer defekten Kreissäge und einem 20-Hertz-Summen begleiten lassen.

Dank der Ohrenstöpsel ertrug Zumi das Warten entspannt. Die tiefen Schwingungen kribbelten in ihm, brachten seine Kleidung zum Vibrieren. Ohne den Schallschutz wäre er schreiend in die Knie gesunken. Das menschliche Gehör wurde mit der Sprache der Collies komplett überfordert, und er versuchte gar nicht erst, einen Sinn in den Tönen zu finden.

Abrupt endete die Unterredung.

Zumis Collector hob die Hand, ein gepanzerter Finger schnellte in die Höhe und winkte ihn heran.

Kaffeepause? Haben sie Hunger bekommen?, dachte er sarkastisch und setzte sich gehorsam in Bewegung. Jeder darf mal abbeißen.

Es öffnete sich eine Lücke für ihn.

Er begab sich in die Mitte des Runds und betrachtete die finsteren Visiere der Ahumanen … Womit auch immer sie es taten: Sie starrten ihn an! Das spürte er!

»Was?«, fragte er ungeduldig. »Was wollt ihr von mir?«

Schlagartig verwandelten sich die weißen Hallenwände in Bildschirme, genau wie beim letzten Mal. Die Einblendungen und kurzen Filmsequenzen bestanden aus zusammengeschnittenen Nachrichtenmeldungen.

Zu seiner Verwunderung umkreisten sich in den Beiträgen baugleiche torpedo-beilförmige Schiffe, feuerten aufeinander und lieferten sich heftige Gefechte. Gelegentlich rauschten auch Raumer, Zerstörer und Kreuzer verschiedener Konzerne und Staaten durchs Bild, doch die Entscheidung in den Schlachten wurde immer von den Hough- oder Bigger-Schiffen herbeigeführt. Es sah nach einem Bruderkrieg aus.

So erfuhr Zumi, dass die Collectors von einer Raumflotte der United-Space-Travelling-Nations-Organisation und ihren ahumanen Verbündeten geschlagen worden waren. Diese Freunde der Menschheit waren eine Splittergruppe der Collectors, wie es den Anschein hatte, und nannten sich Wyvers oder Keeper.

Zumi begriff, dass die elf um ihn herum die letzten Überlebenden der Aggressoren waren. So ändern sich die Zeiten. Er lächelte böse und zufrieden, bemühte sich jedoch um Zurückhaltung. Sein Peiniger war zum Gejagten geworden.

Die Collectors befanden sich auf dem Rückzug. Sie gaben ihre Obhutplaneten nicht kampflos auf, wie die Berichte zeigten, sondern verteidigten sie zäh. Doch sie unterlagen mehr und mehr.

Die nächste Filmsequenz bestand wiederum aus montierten Dialogsamples.

»Zumi. Du sollst // für uns die Verhandlungen übernehmen«, erschallte es aus den unsichtbaren Lautsprechern der Halle mal mit Frauen-, mal mit Männerstimmen, was das Zuhören anstrengend und zugleich seltsam machte, trotz des folgenreichen Inhalts. Die schnell wechselnden Gesichter und Sequenzen hatten ein geradezu künstlerisches Niveau.

»Du wirst // unser Gesandter, um vor der United-Space-Travelling-Nations-Organisation um Gnade // zu flehen. Wir ergeben // uns der Menschheit und ihrem // Richterspruch. Im Austausch // räumen wir unsere eroberten Welten und bieten unsere Technologie. Ohne // Vorbehalte. Wir können // die Menschheit in // eine neue Ära // führen. Überlichtgeschwindigkeitsreisen ohne // biologische Auswirkungen. Neue Antriebs // technologie. Neue Medizin // technologie. Alles, nach // dem die Menschheit in den letzten Dekaden trachtete, schenken wir euch. Im Aus // tausch für unsere // Existenz. Es muss verhindert werden, dass uns die // Wyvers aus // löschen. Das // ist unsere einzige Be // dingung.«

Die Sequenz endete, und die Hallenwände wandelten sich zurück in ihr kaltes, gleichgültiges Weiß.

Zumi versuchte, die Fülle an Informationen zu ordnen, und fühlte sich damit überfordert. Er wusste nichts über diese Wyvers, nichts über den Zustand der Menschheit nach dem langen Krieg und dem Widerstand gegen die Collies.

Doch er verstand: Ich darf in die Freiheit! »Wie reise ich zu den Verhandlungen?«, fragte er und gestikulierte unterstützend.

Erneut erschienen auf den Wänden zusammengestückelte Bild- und Sprachfetzen.

»Wir haben dir eine Maschine besorgt. // Sie wartet im Hangar auf Sie. // Du sollst zur Erde fliegen und mit den Vertretern der Regierungen und Konzerne // sprechen«, wiesen die Männer, Frauen und Kinder aus Soaps, Nachrichten, Reportagen, Filmen und Sitcoms ihn an und wechselten in den Anredeformen. »Unterbreiten Sie Ihnen das Angebot. // Und danach kehrst du // an den Punkt zurück, den ich dir in den Navigationscomputer einprogrammiert habe. // An diesen Koordinaten erhältst du weitere Anweisungen. Die // Botschaft und genaue Instruktionen // sowie einige unserer // technischen Geräte zum Beweis unserer // Ehrlichkeit sind ebenfalls auf dem Schiffscomputer. // Studiere sie auf deiner Reise.«

Sein Collector machte einen Schritt zur Seite, damit Zumi den Kreis verlassen konnte.

»Geh, mein Freund. // Trage das Licht zur Menschheit und // erhelle sie mit unserem Wissen. // Möge die Macht mit dir sein.«

Zumi nickte deutlich, damit die Collies sahen, dass er den Auftrag annahm.

Am anderen Ende der Halle öffnete sich ein Schott.

Dahinter wurde ein kleiner Raumer sichtbar: ein äußerst seltener Starscream Mark III, der dank einer leistungsfähigen Steuerungsprogrammierung von nur einem Mann geflogen werden konnte. Der zuverlässige und vor allem vorbereitete Sprungantrieb beschleunigte Zumis Reise enorm.

Der Wert des Schiffs lag bei etwa zweihundertachtzig Millionen Tois. Trotzdem reichte es als Entschädigung für die miese Behandlung der letzten Jahre bei Weitem nicht aus.

In einer Woche bin ich auf der Erde! In Freiheit! Zumi verließ den Kreis bedächtig und zwang sich, nicht zu rennen. Er wollte raus aus dem weißen Raum, aus der Obhut seines Collies, weg von den starrenden, schwarzen Visieren, hinter denen alles Mögliche lauerte.

Mit langen Schritten durchmaß er den Raum und drehte sich nicht um, als würde ein Blick zurück alles Schöne zerstören, das in ihm pulsierte.

Das Hangarschott war keine zehn Meter mehr entfernt.

Bei jedem Herzschlag rechnete Zumi mit einem gebrummten Befehl oder mit Nachrichtensprechern auf den Wänden, die ihn verhöhnend anschrien, es sei alles ein Scherz gewesen. Um das Schoßhündchen zu ärgern.

Aber das geschah nicht.

Zumi erreichte den Hangar.

Hastiger als zuvor ging er die geöffnete schmale Laderampe hinauf und drückte mit einem langen Ausatmen den Knopf für den Schließmechanismus.

Surrend fuhr die Luke zu, klackend verriegelten die dicken Bolzen.

Zumi entfernte die Ohrenstöpsel.

Ihm kamen urplötzlich massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Auftraggeber. Woher wollen sie wissen, dass ich meinen Job erfülle?

Oder hatten die Collies eine Bombe an Bord angebracht?

Oder biologische Kampfstoffe in den Abdeckungen verborgen?

War nicht das Angebot, sondern das Schiff das trojanische Pferd? Allmählich verstand er, welches Potenzial das Angebot besaß – und welcher Zündstoff darin schlummerte.

Überbringe ich das Angebot, werden sich die Konzerne sofort darauf stürzen, dachte er. Der 2OT sowieso.

Was im ersten Moment nach ultimativer und totaler Aufgabe der Collectors aussah, bedeutete in Wahrheit nichts anderes als ein vergiftetes Geschenk, eine Art Trojanisches Pferd, das mit Sicherheit Zwist unter den Staaten und Mega-Firmen auslösen würde. Das konnte verheerender sein als der bisherige Krieg gegen die Ahumanen. Schon allein, dass sich die Collectors auf Verhandlungen einließen, kam ihm unpassend vor.

Oder war es doch Verzweiflung – sofern sie dieses Gefühl überhaupt kannten?

Grübelnd begab sich Zumi in die schmale Kanzel des Starscreams, setzte sich und schnallte sich an.

Die Bedienelemente waren intuitiv zu verstehen, der aktivierte Bordcomputer wartete nur auf die Freigabe. Auf Knopfdruck würde er die programmierte Route abrufen. Zumi brauchte sich nach dem Übergang ins Interim lediglich zurückzulehnen und eine Woche die Zeit zu vertreiben.

Dann bin ich auf Terra. Und was richte ich dann an? Nachdenklich betrachtete er den Startknopf, der unter einer Sicherungsklappe aus Plexistahlglas geschützt lag.

Der Gedanke, dass er sich einfach weigern sollte, den Starscream zur Erde zu steuern, flog ihn an.

Ich könnte aussteigen und mich von ihnen fressen lassen. Sollen sie sich einen anderen suchen, der die Menschheit ins Verderben stürzt.

Zumi fand seine spontane Eingebung von Sekunde zu Sekunde besser. Auf die erste Euphorie, freigelassen zu werden, folgten Ernüchterung und die Erkenntnis, zu einem neuerlichen Plan der Collies zu gehören.

Doch er wollte nicht mitspielen.

Zumi atmete tief ein, aus, ein, aus – dann lösten seine Finger den Anschnallgurt. Sein Entschluss, der zugleich sein Todesurteil bedeuten würde, war gefasst. Das Schoßhündchen verweigerte nach Dekaden der Gefangenschaft den Gehorsam.

Er stand auf, strich den Kaftan glatt, ließ die Rampe wieder nach unten fahren und verließ den Raumer.

Die Ahumanen standen nun in einer leicht bogenförmigen Reihe, die Visiere auf das Schott gerichtet, in dem Zumi sichtbar wurde.

»Ich mache nicht mit«, rief er und sprang auf die Metallplatten. »Welchen Plan ich auch immer in die Wege leiten sollte, ich steige aus. Bringt mich um, fresst mich, oder tut sonst was mit mir. Ich bin es leid! Der Tod ist besser als mein Schicksal!« Er wünschte sich eine Waffe, um sie angreifen zu können. Um die Hand zu beißen, die mich füttert, um bei der Metapher zu bleiben. Und wie ich beißen würde!

Ein schriller, modulierender Pfeifton erklang, der sich durch Zumis Verstand schnitt. Dummerweise hatte er die Ohrstöpsel in der Kanzel herausgenommen, was sich nun rächte.

Doch es war keiner der Ahumanen, der sich in der komplexen Sprache mit Seinesgleichen verständigte.

Die Collectors bewegten sich, die Helme wandten sich nach rechts und links. Sie schienen sich durch unsichtbare Blicke abzustimmen oder nach der Ursache zu suchen.

Das Pfeifen blieb.

Eine Schiffswarnung? Zumi sah, dass sich die weißen Wände nach einer Geste seines Collies zu Monitoren wandelten.

Dieses Mal gewährten sie einen Blick ins All um sie herum.

Zumi sah Hakup, seinen Heimatplaneten, vor dem diverse Hough- und Big-Klasse-Schiffe schwebten. Die kleine Flotte schien die Welt umklammert und eingeschlossen zu haben; im Hintergrund erkannte er zudem zwei Raumschiffe der Bigger-Kategorie, die unscheinbar wirkten, doch in Wahrheit viele Kilometer lang, breit und hoch waren. Sie wiesen die typische Torpedo-Beil-Form auf.

Mitten in der Ansammlung der Hough-Schiffe verschwamm das All, als könnte dort große Hitze scheinbar vorhandene Luft zum Flirren bringen. Dann verschwanden die Sterne an diesem Fleck, und es wurde dunkler, schwarz, tief finster.

Zumi verfolgte, wie sich die Collieschiffe von der Stelle entfernten. Es sah nicht nach einem geordnetem Manöver, sondern nach purer, überhasteter Flucht aus. Was kann sie dazu bewegen? Ein Angriff der Menschen-Wyver-Flotte?

Er freute sich, dass die Befreiung seiner Heimat anstand, und spielte kurz mit der Idee, sich ein Schwert zu greifen und seinen Collie zu attackieren, aber die Waffe sah zu schwer für einen Mann wie ihn aus. Das Alter und der lange Aufenthalt im Weltraum hatten ihn schwächer werden lassen.

Voller Ungeduld wartete er auf den Übergang der Schiffe aus dem Interim – doch er geschah nicht.

Stattdessen schnellten schwarze Tentakel aus dem düsteren Fleck und hieben peitschenschnürengleich gegen die nächsten Collector-Schiffe. Sobald sie auf das Metall der Hightech-Vehikel trafen, schlugen Funken aus den Bordwänden, sandten meilenlange Sternchenfontänen ins All und erleuchteten die umliegenden Schiffe.

Die Rümpfe der Attackierten wurden von blauem Elmsfeuer umspielt, die Wände drückten sich ein, als herrsche im Inneren ein unglaubliches Vakuum.

Zumi hatte eine solche Waffe noch nie gesehen, bei keinerlei Gefechten, deren Zeuge er geworden war. Du meine Güte! Was ist das? Das erklärte, warum die Collies die neuen Verbündeten der Menschen derart fürchteten. Anscheinend war es ihnen mit dem Aufgabe-Angebot doch ernst?

Aus dem dunklen Nichts schob sich ein pyramidenartiges Gebilde, dessen Kantenlänge einige Kilometer aufweisen musste.

Es bestand aus neun verschieden großen Segmenten und wirkte so groß wie ein Big-Schiff der Collectors, schimmerte golden und kupferfarben. Gigantische Luken öffneten sich und sogen die Schwärze ein, aus der es gekommen war. Auch die zerstörerischen Tentakel wurden zurückgezogen, die in der Rückwärtsbewegung noch um sich schlugen und zwei weitere Big-Schiffe trafen.

Die Hough-Exemplare spien unterdessen erste Raketen- und Railgun-Salven gegen die Pyramide. Die Geschosse trafen auf die Außenhaut, zerplatzten und zerstoben daran, ohne dass Zumi erkennbaren Schaden ausmachen konnte.

Er grinste schadenfroh. Nun bekommt ihr es mit der Angst zu tun, die ihr sonst großzügig unter uns verbreitet habt. Langsam ging er rückwärts. Von Mitleid war er so weit entfernt wie die Erdensonne vom Zentrum der Milchstraße.

Zumi wollte nun doch in den Starscream, um sich den millionenteuren Raumer als Rückzugsmöglichkeit zu sichern Da er keinen Schutzanzug trug, genügte ein winziges Loch in dem Collie-Schiff, um ihn ersticken zu lassen. Das sollte kurz vor seiner Freiheit möglichst nicht geschehen; dabei sah er abwechselnd zu den Ahumanen und auf die Wände, um das Treiben im All zu verfolgen.

Doch ihn wunderte, dass sich keine Flotte der U.S.N.O. zeigte. Sie werden warten, bis die Wyvers die größten Brocken der Gegner ausgeschaltet haben.

Die Pyramide flog unbeeindruckt vorwärts. Dabei drehte sie sich um die eigene Achse, stellte sich scheinbar auf die Spitze und erinnerte an einen Kreisel; tatsächlich versetzten sich dabei einzelne der neun Segmente in Rotation.

Zumi beschlich das ungute Gefühl, dass im Innern des Wyver-Schiffs eine Maschine angeworfen wurde, die sich auflud und zu einer gewaltigen Eruption, einem vernichtenden Schlag bereit machte.

Jetzt hagelte es aus allen Richtungen Salven gegen die Pyramide: Raketenwolken zischten durch den Weltraum und zogen weiße Abgasstrahlen hinter sich her, malten Linien zwischen die Sterne; rote und grüne Laser zuckten und warfen sich gegen den schrägen Goldkupferrumpf, wurden abgefälscht und aufgefasert. Granaten detonierten im Sekundentakt an der Oberfläche und schufen malerische rot-orangefarbene Explosionsblumen, die aufblühten und vergingen.

Die in der Halle versammelten Collectors redeten jetzt miteinander.

Zumi schob sich hektisch die Ohrenstöpsel in die Gehörgänge. Niemand schenkte ihm mehr Beachtung. Sie debattierten und gestikulierten mit eckigen Bewegungen.

Die Pyramide zeigte sich weiterhin resistent gegen jegliche Zerstörungsbemühung: Sie schob sich durch das Gewitter der Vernichtung, umspielt von Lasern, Verpuffungen und zerschellenden Projektilen. Inzwischen rotierten sämtliche Segmente umeinander.

Zumi hatte das Schott erreicht. Mit einem letzten Blick auf die Monitorwände verfolgte er, dass die Hough-Schiffe aus dem System sprangen. Sie gaben auf und ließen die Bigger das Ablenkungsmanöver fortführen.

Er schluckte. Wenn sie verschwinden, müssen die Waffen der Wyvers extrem gefährlich sein! Zumi hastete die Laderampe ein zweites Mal hinauf, drosch panisch auf den Schließen-Knopf und rannte ins Cockpit. Selten war er in seinem Leben schneller gelaufen.

Die Angst, mit der die Collies rangen, hatte sich auch seiner bemächtigt. Ich muss auf der Stelle weg hier! Die Pyramide konnte ihre Zerstörungskraft seinetwegen unter Beweis stellen, wenn er sich in Sicherheit gebracht hatte. Daran, dass sein Fluchtvehikel eine Bombe oder Schlimmeres verborgen in sich tragen könnte, dachte er nicht mehr.

Ohne zu zögern, warf er sich in den Sessel, schnallte sich an und klappte gleichzeitig die Sicherheitsabdeckung über dem Aktivierungsschalter hoch. Seine bebenden Finger legten das kleine Hebelchen um.

Das Licht im Hangar sprang auf Rot.

Eine Abfolge unbekannter Schriftzeichen und Symbole prasselte auf den Bildschirm, blinkte zweimal und erlosch.

Na, ganz ausgezeichnet. Zumi fürchtete, dass die ahumane Technik ihm noch Schwierigkeiten bescheren würde. Wer auch immer die entscheidenden Teile des Schiffs ursprünglich entworfen hatte, es waren – wie so oft – keine Menschen gewesen.

Brüllend erwachten die Triebwerke des Starscream Mark III, und das Ausflugsschott vor der kurzen Schnauze öffnete sich rotierend wie eine Irisblende.

Ein wuchtiger Hieb erschütterte das Collie-Schiff.

Zuerst dachte Zumi, dass etwas an der Aufhängung des Raumers fehlerhaft sei. Aber die Außenmikrofone übertrugen ein hässliches metallisches Ächzen und Reiben. Enorme Kräfte wirkten auf die Außenhaut und die interne Struktur.

Im gleichen Moment wurde die Hälfte des Hangars herausgerissen, als sei eine mächtige Keule von oben nach unten durchgerauscht. Wäre der Bug des Starscream zwei Meter länger gewesen, würde Zumis Kanzel in kleinen, handlichen Schrottteilen als Raumschiffkonfetti durchs Vakuum treiben. Die Dekompression erfolgte schlagartig, zwei Collectors wirbelten am Cockpit vorüber und zischten ins All.

Er sah durch das Loch hinaus und in das Inferno, das sich ausbreitete.

Die gefürchteten, einst als kaum besiegbar eingestuften Schiffe der Collectors trieben mit Einschusslöchern und lodernd durch den Weltraum. Andere zerbrachen explosionslos, eingehüllt von purpurfarbenem Licht, das von der Pyramide ausging; die Trümmer wurden zum Wyver-Schiff gesogen.

Ihr Götter von Uaosuh! Welche Art Waffe ist das? Zumi spürte, wie seine Hände feucht und kalt wurden. Sie werden mich einfach mit einsaugen.

Das violette Licht fiel jetzt auf den zerstörten Hangar.

Der Starscream reagierte mit einem schrillen Warnton, gleichzeitig setzte ein sanftes Vibrieren ein, das jedes Teil des Schiffs erfasste. Aus dem leichten Schwingen wurde ein Wackeln, dann ein Rütteln, das sich weiter steigerte.

Es wird uns auseinanderreißen wie die anderen. Aus dem Augenwinkel sah Zumi eine zweite kleine Dekompressions-Warnleuchte: Die Ladeluke war geöffnet worden. Jemand ging an Bord des Mark III.

Auch das noch! Und ich dachte, ich wäre die Collies los! Schnell verriegelte er das Cockpit und nahm sich vor, den Rest des Schiffs bei Gelegenheit zu entlüften und die verdammten Collies zu den Sternen zu blasen. Oder am besten ins Interim. Das überleben selbst sie nicht. Doch vorher …

Auch wenn Zumi wusste, dass es keine gute Idee war und er vermutlich dabei draufgehen würde, betätigte er den Knopf für den Überlichtantrieb, obwohl er sich noch im Innern des Mutterschiffs befand.

Eine andere Möglichkeit sah er nicht, wenn er sich und den Starscream retten wollte. Lieber starb er bei seinem Versuch, als durch diese rätselhafte Waffe zu Puzzlestückchen geschüttelt zu werden.

Wieder flammten die hieroglyphenartigen Zeichen auf dem Schirm auf, tanzten und zuckten unter der Einwirkung der Wyverwaffe, verzerrten sich. Vermutlich beschwerte sich der Masselimiter, dass sie sich in der Nähe eines Hindernisses befanden, das bei der Zündung des FTL-Antriebs schweren Schaden nehmen konnte.

»Mach schon!«, schrie Zumi und hopste in dem bockenden Pilotensitz ungewollt hin und her. Panisch schlug er mehrmals auf den Knopf ein, idiotischerweise sogar mit der Faust, als ginge es dabei um Kraft – und der Raumer zündete endlich den Sprungantrieb.

Zumi spürte das ankündigende Brennen in den Schläfen und im Nacken und kämpfte, um seinen Schließmuskel unter Kontrolle zu behalten.

Die Umgebung wurde hell und heller, gleißend und blendend weiß.

Der Starscream warf sich flüchtend ins Interim.

Erster Akt

»Manche werden Helden genannt.

Für etwas, das sie nur aus Verzweiflung getan haben.

Das ist höchst unfair im Vergleich zu denen, die etwas bewirken wollten und unbemerkt scheiterten.«

ZUMI, Vorsitzender der Interstellaren Handelskommission Hakup

Erste Szene

31. August 3042 a.D. (Erdzeit)

System: Lacaille 9352

Planet: Hail (GUSA-Besitz)

Ort: 34 Meilen südwestlich von Hail-City

»Preiset den Herrn!«, rief der Mann im weißen Priestergewand, auf dessen Brust ein eingearbeiteter, flexibler LED-Bildschirm prangte; ein brennendes Kreuz loderte effektheischend in Dauerschleife darauf. Sein Haupt war von einer hellen Kegelkapuze verhüllt, in der ihm zwei Löcher das Sehen ermöglichten. An seinem rechten Oberarm prangte eine Binde mit dem Emblem der GUSA. »Heute Nacht ist die Nacht des gerechten Zorns!«

Seine helle, kräftige Stimme hallte durch den Saal, in dem sich vierzig weitere Vermummte versammelt hatten. Sie saßen ein wenig unwürdig auf betagten Alu-Klappstühlen, trugen dafür aber saubere weiße Roben und Masken, hatten dunkelgrüne Kevlarpanzerungen darübergeschnallt und Waffen mitgebracht, die allesamt aus den Beständen der lokalen GUSA-Trooper zu stammen schienen.

Der Hexenmeister nahm das großkalibrige Schnellfeuergewehr der Baureihe Impact vom Tischchen vor sich und schulterte es lässig. »Heute ist die Nacht, in der wir zornig hinausgehen und die Siedlung der Pferdeanbeter von Alpha Centauri in Brand stecken. Wir brauchen sie nicht auf Hail. Werfen wir ihre lächerliche Pferdestatue und ihre Leichen in den Vulkan. Unser gutes Höllenfeuer, in der wir sämtliche Sünderseelen versenken. So ist es Brauch, und so werden wir es halten!«

Die Maskierten riefen ihre Zustimmung frenetisch hinaus. Ihre Aufmerksamkeit war auf den Imperialen Hexenmeister von Hail gerichtet, den Anführer des örtlichen Ky-Klos-Clang. Zustimmung wurde gemurmelt, Fäuste wurden gehoben, und das Summen sich aufladender Energiewaffen erklang.

Der Hexenmeister zeigte zum Fenster hinaus. »Niemand hat sie eingeladen, zu uns nach Hail zu kommen. Wir sind gute Christen, Protestanten des Herrn, von Geburt an allen anderen überlegen. Wer nicht zu uns passt und sich nicht beugt, wird entfernt. Wir baten sie freundlich, zu konvertieren oder Hail zu verlassen. Aber wollten sie das?«

Die aufgebrachten »Nein«-Rufe rollten durch den Saal.

»Eben, Brüder und Schwestern! Sie wollten NICHT! Die Geduld, die uns der HERR anmahnte, ist vorüber. Jetzt müssen sie mit den Konsequenzen leben!« Der Imperiale Hexenmeister richtete die Mündung des Impact auf die Doppeltür ihm gegenüber. »Schreiten wir hinaus und stellen die von Gott gegebene Ordnung wieder her.«

Die Mitglieder des Ky-Klos-Clangs erhoben sich von ihren Plätzen. Die Vereinigung war aus dem erloschenen Ku-Klux-Clan hervorgegangen und führte die Traditionen der militanten Verachtung fort. Auch auf Hail.

»Ach ja: Und niemand behält etwas von den Sachen für sich. Sämtliche Wertgegenstände und gefundenen Tois gehen in die Kollekte. Die Häuser werden erst abgefackelt, wenn alles Teure draußen ist.« Der Anführer umrundete das Tischchen und setzte sich an die Spitze des Trosses.

Er hatte den Ausgang eben erreicht, als die Flügel vor ihm aufschwangen.

Auf der schmalen Veranda stand ein älterer Mann mit verlebtem Gesicht, Drei-Tage-Bart und langen schwarzen Haaren, die ihm in Strähnen über die Schulter hingen. Die blassgrünen Augen erinnerten den Hexenmeister sofort an einen Trinker, der einen Großteil seines Verstands versoffen hatte. Der einfache graue Mantel, der keinen Blick auf die Kleidung darunter erlaubte, starrte vor planetarem Dreck. Er musste mit einem Hoverbike gefahren sein, und das, obwohl die Atmosphäre gerade vor schweren Graphitpartikeln strotzte.

Als der Unbekannte die Gruppe sah, lächelte er und hob den rechten Arm. In den Fingern hielt er einen Zettel, auf dem er sich anscheinend sehr altmodisch die Adresse notiert hatte. »Ich bin neu auf Hail und wollte bei euch reinschauen.« Seine Stimme klang wie geraspeltes Metall mit Rauch und Whiskey, gekrönt von einem Bass, der in solch niedrige Frequenzen vordrang, dass es durch Mark und Bein ging. Er sprach bedächtig, als hätte er alle Zeit des Universums. Die Gruppe Bewaffneter beeindruckte ihn nicht sichtlich. »Gläubige, die radikal ihre Ansichten vertreten, das mag ich.«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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