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Die neue E-Book-Reihe von Vanessa Vandenberg ist gespickt mit frivolen Fantasien, heißen Affären und bizarren Exzessen. Erotischer Tatort in dieser Story: Ein Dachboden in Hamburg-Winterhude. Dort beobachtet das Mädchen Merlotta eine unglaubliche Orgie, in die sie schließlich selbst verwickelt wird .
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2022
Vanessa Vandenberg
Layla und der Glöckner
Inhalt
Vorspiel
Layla und der Glöckner
Preview Volume 6
Die magische Muschel
Vorspiel
Die neue E-Book-Reihe von Vanessa Vandenberg ist gespickt mit frivolen Fantasien, heißen Affären und bizarren Exzessen. Erotischer Tatort in dieser Story: Ein Dachboden in Hamburg-Winterhude. Dort beobachtet das Mädchen Merlotta eine unglaubliche Orgie, in die sie schließlich selbst verwickelt wird …
Historischer Backflash: Im Mittelpunkt des Romans von Victor Hugo, 1939 erstmals mit Charles Laughton und Maureen O'Hara verfilmt,
stehen die blutjunge Zigeunerin Esmeralda, die mit zauberhafter Anmut auf den Plätzen von Paris tanzt, und der verkrüppelte,
und der abstoßend hässliche und von allen verspottete
Quasimodo – der „Glöckner von Notre Dame“.
Zuerst hatte der Mann ihr leidgetan. In Gedanken sah Merlotta die Gestalt mit dem hässlichen Buckel vor sich. Er hinkte stark und sein schleppender Gang und sein ganzes Äußeres erinnerte sie unwillkürlich an den Glöckner von Notre Dame. Und so nannte man ihn hier im Stadtteil auch nur den Glöckner, den Glöckner von Winterhude. Niemand kannte seinen richtigen Namen und keiner wusste, wie alt er war, selbst Merlotta nicht. Sie wohnte zwar in derselben Etage des hohen Klinkerbaus aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, der eher einer Bastion glich oder einem Turm, aber der alte Eigenbrötler sprach mit niemandem, und das Haus verließ er vornehmlich in der Dunkelheit.
Ja, dachte sie, eigentlich war er wegen seiner Missgestalt zu bedauern. Aber seine schielenden Augen und der böse Ausdruck seines Gesichtes machten ihr gleichzeitig ein wenig Angst. Sie fürchtete sich vor den Begegnungen in dem engen Treppenhaus, denn jedes Mal stierte er sie von oben bis unten an, schamlos und unverblümt. Sein Gesicht erinnerte sie unwillkürlich an einen dicken Ochsenfrosch, dessen Maul vor Lüsternheit triefte. Wenn sie vor ihm die Treppe hinaufstieg, leckten seine Augen an ihrem Körper herum, und im Hochsommer, wenn sie kurz berockt war, schienen er ihr regelrecht die Unterwäsche vom Leib zu stieren.
Doch wem konnte sie sich deswegen anvertrauen? Selbst für sein asthmatisches, in solchen Situationen geradezu aufdringliches Keuchen würde sich immer eine Erklärung finden. Wer sollte es dem bedauernswerten Alten denn verübeln, wo das Treppensteigen für ihn so mühevoll war?
Und doch hörte sie manchmal, wenn die Dunkelheit hereingebrochen war, seine hinkenden Schritte auf der Treppe, wenn er zum Dachboden hinaufstieg. Sie fragte sich dann immer, was der Mann dort oben bloß wollte. Der Aufstieg musste doch eine Tortur für ihn sein. Was veranlasste ihn also, sich so mühsam dorthin zu schleppen? Diese Frage hatte sie nicht mehr losgelassen. Irgendwann, so hatte sie sich vorgenommen, irgendwann gehe ich der Sache auf den Grund. Ich muss einfach wissen, was dort auf dem Dachboden vor sich geht.
*