Das Chakra Buch - Osho - E-Book

Das Chakra Buch E-Book

OSHO

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Beschreibung

In diesem Buch entfaltet sich Oshos enormes Verständnis über die menschlichen Energiekörper. Es ist wohl das tiefgreifendste und detaillierteste Werk, das in der Welt der Bewusstseinsforschung existiert. Er durchleuchtet die "natürliche" wie auch die "spirituelle" Dimension jedes Chakras und führt uns in die multidimensionale Welt der Feinstofflichkeit, die wir mit unserem Alltagsbewusstsein nicht wahrnehmen. Jedes Kapitel schafft einen anderen Zugang zu einer großartigen Welt, die unsere eigentliche Essenz ist: Energie und Licht. "Man muss die Chakren fühlen, nicht über sie Bescheid wissen. Du musst sie spüren, du musst deine Fühler nach innen ausstrecken. Wissen hat sich, was die innere Welt anbelangt, tatsächlich als äußerst zerstörerisch erwiesen. Je mehr Wissen du erworben hast, desto geringer ist die Möglichkeit, das Echte, das Authentische zu fühlen."

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 510

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Die Vorlage zu diesem Buch ist das gesprochene Wort Oshos. Die Diskurse sind, wie alle seine „Talks“, aus dem Stegreif vor einer großen Zuhörerschaft gehalten, und wurden vom Tonband übersetzt. Die Redaktion der deutschen Übersetzung folgt der englischen Buchausgabe und gibt, wie diese, so genau wie möglich den spontanen Redefluss Oshos wieder. Alle Osho Diskurse sind als Originale publiziert worden und als Original-Audios erhältlich. Audios und das vollständige Text-Archiv finden sie unter der Onlinebibliothek „Osho Library“ bei www.osho.com

Titel der Originalausgabe:

Osho Chakra Book

Ebookausgabe 2022

Umschlaggestaltung: Bunda S. Watermeier, www.watermeier.net

Übersetzung: Mohani Marin-Cardenas

Copyright © der Originalausgabe 2006 by Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com/copyrights

Copyright © 2022 Innenwelt Verlag GmbH, Köln

www.innenwelt-verlag.de

Alle Rechte vorbehalten

OSHO® ist eine registrierte Handelsmarke der Osho International Foundation, Schweiz, lizensiert durch diese. www.osho.com/trademarks

eISBN 978-3-947508-86-0

Das Chakra Buch

Energie und Heilkraft der feinstofflichen Körper

Inhalt

Vorwort

1.Der Mensch ist ein Regenbogen

2.Kundalini – die erwachende Lebenskraft

3.Die Entwicklungsstadien der feinstofflichen Körper

4.Die Grundlagen der Harmonie in den ersten drei Körpern

5.Wissenschaftliche Grenzen und Möglichkeiten bei der Erforschung der feinstofflichen Körper

6.Über die sieben Traumtypen und sieben Realitätsformen

7.Natürlichkeit und Potenzial in den Chakras

8.Schlaf und Wachheit in den Chakras

9.Spannung und Entspannung in den feinstofflichen Körpern

10.Die Erfahrung von Tod und Leben in den feinstofflichen Körpern

11.Aktivierung und Bewusstheit der feinstofflichen Körper

12.Patanjalis Yogasystem und sein Verständnis der feinstofflichen Körper

13.Die Auswirkung von Fasten und Essen auf die feinstofflichen Körper

14.Die Erscheinungsformen des „Prana“ in den sieben Körpern

15.Tantra und die Welt der Chakras

16.Verirrungen auf dem tantrischen Weg

17.Die Schwierigkeit des Ausdrucks in der inneren Welt des Bewusstseins

18.Die Grenzen westlicher Terminologie bei der Reise durch die feinstofflichen Körper

Über Osho

Vorwort

Die Idee zu diesem Buch entstand im Zuge meiner Recherchen für einen Artikel zum Thema „Energie und Heilkraft“, in den ich Osho-Texte mit einfließen lassen wollte. Beim Lesen von Oshos Diskursen zum Thema Chakren, Energiekörper und dem Transzendieren der sieben Ebenen des Bewusstseins, verschlug mir die Unermesslichkeit seiner Erkenntnis und Vision einfach den Atem. Was damals als ein kleines Projekt begann, hat sich zu diesem Buch ausgeweitet.

Die Zusammenstellung der Texte wurde für mich eine Herausforderung der besonderen Art. Es ging darum, Vorträge aus einem Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten zu sichten und auszuwählen, in denen Osho die Bedeutung von Chakren, Energiezentren, feinstofflichen Körpern, Kundalini, Prana, Traumkörpern aus immer wieder neuen Blickwinkeln beleuchtet.

In einem Kapitel erklärt er, wie weit die Naturwissenschaften in der Lage sein werden, das Mysterium des menschlichen Energiefeldes zu durchleuchten – und wo und warum sie unweigerlich auf ihre Grenzen stoßen werden. Dort nämlich, wo das Mysterium nur jenseits des Verstandes erfahren werden kann. Obwohl Osho uns akribische Einblicke in unsere Energie gewährt, warnt er uns vor der Versuchung der Vielwisserei und fordert uns auf, vom hohen Ross des Wissens herabzusteigen. Ihm geht es nicht darum, uns zu informieren, sondern zu transformieren.

Seine Vision ist so weit und tief, dass eines sonnenklar wird: Diese Dinge können nur durch einen Erleuchteten kommuniziert werden, der selbst diese Reise zurückgelegt und alle Ebenen kennen gelernt hat, die das menschliche Bewusstsein dabei durchqueren muss. Hier geht es nicht um die spezifische Fertigkeit eines Lehrers, sondern um eine Transmission durch den Meister.

Da das Heilen von Energie mich seit über zwei Jahrzehnten fasziniert und beschäftigt, bin ich mit der einschlägigen Literatur über Chakren und feinstoffliche Energiekörper vertraut.

Dieses Buch geht aber nach meinem Verständnis weit über den gegenwärtigen Wissensstand des menschlichen Bewusstseins hinaus. Es führt den Leser auf eine Reise vom Weltlichen zum Geheiligten, von den Wurzeln des Lebens in der materiellen, physischen Welt, zu den Schwingen der spirituellen Dimension, unseres letztendlichen Erblühens.

Wir erfahren, dass wir nicht nur physische, sondern in der Essenz lichterfüllte Wesen sind, und dass wir hier sind, damit wir dieses Aufblühen des Bewusstseins realisieren können.

Leela Itzler

Der Mensch ist ein Regenbogen

Der Mensch ist ein Regenbogen – alle sieben Farben zusammen. Das ist seine Schönheit und das ist auch sein Problem. Der Mensch hat viele Facetten, viele Dimensionen. Sein Sein ist nicht einfach, es ist sehr komplex. Und aus dieser Komplexität wird die Harmonie geboren, die wir Gott nennen: die göttliche Melodie.

Das Erste, was man also über den Menschen verstehen muss, ist, dass der Mensch noch nicht ist. Der Mensch ist nur eine Möglichkeit, ein Potenzial. Der Mensch kann sein, der Mensch ist ein Versprechen. Der Hund ist, der Felsen ist, die Sonne ist … der Mensch kann sein. Daher die Angst und Qual – man kann es auch verfehlen, es gibt keine Gewissheit. Man kann aufblühen, man kann nicht aufblühen. Daher das Zittern, das Zagen, die Unsicherheit im Innern: „Wer weiß, ob ich fähig sein werde, es zu tun, oder nicht?“

Der Mensch ist eine Brücke zwischen dem Tier und dem Göttlichen. Die Tiere sind ungeheuer glücklich – natürlich nehmen sie es nicht wahr, sie sind nicht bewusst glücklich, aber ungeheuer glücklich, unbesorgt, nicht neurotisch. Gott ist ungeheuer glücklich und bewusst. Der Mensch ist genau zwischen den beiden, im luftleeren Raum, immer schwankend – sein oder nicht sein?

Der Mensch ist ein Regenbogen, sage ich, denn der Regenbogen gibt dir die totale Perspektive, in der der Mensch verstanden werden kann – vom Niedrigsten bis zum Höchsten. Der Regenbogen hat sieben Farben, der Mensch hat sieben Seinszentren. Die Allegorie von sieben ist sehr alt.

In Indien hat diese Allegorie die Form der sieben Chakren angenommen: Das niedrigste ist Muladhar und das höchste ist Sahasrar und zwischen diesen zweien sind fünf Stufen, fünf weitere Chakren. Und der Mensch muss durch all diese sieben Chakren hindurchgehen – die sieben Stufen zum Göttlichen. Für gewöhnlich stecken wir im Niedrigsten fest. Die ersten drei – Muladhar, Svadhisthan und Manipura – sind tierische Chakren. Wenn du in den ersten drei lebst, wirst du dich nicht sehr von den Tieren unterscheiden – und dann begehst du ein Verbrechen. Nicht, dass du wirklich ein Verbrechen begehst – du begehst ein Verbrechen, weil du nicht fähig sein wirst zu sein, was du hättest sein sollen, du wirst die Möglichkeit verpassen.

Wenn ein Same nicht zu einer Blume heranwächst, hat er ein Verbrechen begangen – nicht gegen einen anderen, sondern gegen sich selbst. Und die Sünde, die man gegen sich selbst begeht, ist die größte. Tatsächlich begehen wir nur dann Sünden an anderen, wenn wir bereits die erste grundlegende Sünde an uns selbst begangen haben. Bei den ersten drei Chakren geht es um Essen, Geld Macht, Herrschaft, Sex. Essen ist das niedrigste, Sex ist das höchste in den drei niedrigsten Chakren. Das muss verstanden werden. Nahrung ist das niedrigste – ein nahrungsbesessener Mensch ist in der niedrigsten Kategorie der Lebewesen. Er will nur überleben. Er hat kein Ziel, er will einfach nur überleben, um zu überleben. Wenn du ihn fragst, wozu, kann er dir keine Antwort geben.

Eines Tages sagte Mulla Nasruddin zu mir: „Ich wünschte, ich hätte mehr Land.“

Ich fragte ihn: „Aber warum? So, wie es ist, hast du doch genug.“

Er sagte: „Ich könnte eine ganze Menge mehr Kühe aufziehen.“

Ich fragte ihn: „Und was würdest du mit ihnen machen?“

Er sagte: „Sie verkaufen und mehr Geld machen.“

„Und dann, was wirst du dann mit dem Geld machen?“

„Mehr Land kaufen.“

Und ich fragte ihn: „Wozu?“

„Um eine Menge mehr Kühe aufzuziehen.“

Und so geht es – ein Teufelskreis, aus dem du nie herauskommst: Du isst, um zu leben, du lebst, um zu essen. Das ist die niedrigste Möglichkeit. Die niedrigste Lebensform ist die Amöbe. Eine Amöbe frisst einfach nur, das ist alles. Eine Amöbe hat kein Sexualleben, eine Amöbe frisst einfach nur alles, was sie kriegen kann – die Amöbe ist exakt das Symbol für den niedrigsten Menschen. Die Amöbe hat keine anderen Organe, nur den Mund, ihr ganzer Körper funktioniert als Mund. Sie verdaut immerzu, was vorbeikommt; alles, was sie findet, wird verdaut. Sie nimmt es mit dem gesamten Körper auf; ihr ganzer Körper ist ein einziger Mund. Sie wird immer dicker und größer; dann kommt ein Punkt, wenn sie zu groß geworden ist und sie nicht mehr zurechtkommt – dann spaltet sie sich in zwei. Dann sind da zwei Amöben statt einer; und dann fangen die an, das Gleiche zu tun. Die Amöbe isst und lebt einfach nur, und lebt, um mehr zu essen. Einige Menschen leben auf dieser niedrigsten Stufe. Hüte dich davor – das Leben hat dir mehr zu geben. Es geht nicht darum, zu überleben, es geht darum, für etwas Bedeutsames zu überleben. Überleben ist notwendig, aber nicht als Selbstzweck, es ist nur ein Mittel.

Die zweite Art von Mensch, ein wenig höher entwickelt als der Nahrungsbesessene, ist der Machthungrige, der Politiker. Er will die Menschen beherrschen. Wozu? Tief in seinem Innern fühlt er sich sehr, sehr unterlegen. Er will der Welt zeigen: „Ich bin jemand; ich kann dominieren, ich kann dich auf deinen Platz verweisen.“ Er hat sich selber nicht auf seinen Platz verwiesen und er versucht, die ganze Welt auf ihren Platz zu verweisen. Er ist der Egobesessene. Er kann in jede Richtung gehen: Wenn er sich dem Geld zuwendet, wird er Geld anhäufen – Geld wird zum Machtsymbol. Wenn er sich der Politik zuwendet, wird er nicht davon ablassen, bevor er nicht am Ende angekommen ist – und da ist gar nichts.

Der wahre Mensch versucht, sich selbst zu erobern, nicht andere. Er möchte sich selber kennen. Er versucht nicht eine innere Lücke dadurch zu füllen, dass er andere dominiert. Der wahre Mensch liebt die Freiheit für sich und auch für andere.

Das Dritte ist Sex – und ich sage, Sex ist besser als Essen, als Politik, denn er hat eine etwas höhere Qualität: er teilt. Er hat etwas Höheres. Beim Essen nimmst nur du auf, du teilst nicht. Beim Herrschen zerstörst du, du erschaffst nicht. Sex ist die höchste Möglichkeit auf der niederen Ebene: du teilst, du gibst deine Energie und du wirst kreativ. Solange es um die tierische Existenz geht, ist Sex der höchste Wert. Und die Menschen stecken irgendwo in diesen drei Chakren fest.

Das vierte ist das Anahata-Chakra. Die ersten drei sind tierisch, die letzten drei sind göttlich, und zwischen diesen zweien ist das vierte Anahata – das Herzchakra, der Lotus des Herzens, das Chakra der Liebe. Und das ist die Brücke. Die Liebe ist die Brücke zwischen dem Tier und dem Göttlichen. Versuche es so tief wie möglich zu verstehen, denn das ist die ganze Botschaft von Kabir – die Botschaft der Liebe. Unterhalb des Herzens ist der Mensch ein Tier, oberhalb des Herzens wird er göttlich. Nur im Herzen ist der Mensch menschlich. Deshalb ist ein Mensch, der fühlen kann, der lieben kann, der beten kann, der weinen kann, der lachen kann, der teilen kann, der mitfühlen kann, der wirklich menschliche Mensch. In ihm dämmert die Menschheit, die ersten Strahlen der Sonne sind in ihn eingedrungen.

Das fünfte ist Visuddhi, das sechste ist Ajna und das siebte ist Sahasrar. Mit dem fünften wird die Liebe immer meditativer, immer mehr wie ein Gebet. Mit dem sechsten ist die Liebe keine Beziehung mehr. Sie ist nicht einmal ein Gebet – sie ist ein Seinszustand geworden. Es ist nicht etwa so, dass du jemanden liebst, nein. Jetzt ist es so etwas wie, du bist die Liebe. Es ist keine Frage des Liebens – deine Energie ist Liebe. Du kannst gar nicht anders. Jetzt ist die Liebe der natürliche Fluss – genau wie du atmest, so liebst du, es ist ein bedingungsloser Zustand. Und mit dem siebten kommt Samadhi, Sahasrar; du bist zu Hause angekommen.

In der christlichen Theologie kann man dieselbe Allegorie in der Geschichte finden, da Gott die Welt in sechs Tagen schuf und sich am siebten Tag ausruhte. Diese sechs Tage sind die sechs Chakren – die sechs Seinszentren. Das siebte ist Ruhe: Man ist zu Hause angekommen, man ruht sich aus. Diese Allegorie ist nicht gut verstanden worden. Die Christen, und besonders die christlichen Theologen, gehen nie sehr tief. Ihr Verständnis bleibt oberflächlich – bestenfalls logisch, theoretisch, berührt aber nie das Wesentliche. Gott erschuf die Welt: Zuerst erschuf er die Materie und zuletzt erschuf er den Menschen. Fünf Tage lang erschuf er alles andere auf der Welt – Materie, Tiere, Vögel – am sechsten Tag erschuf er dann den Mann. Und im letzten Moment am sechsten Tag erschuf er die Frau. Das ist nun sehr symbolisch.

Die Frau ist das zuletzt Erschaffene – nicht einmal der Mann ist das letzte. Und die Allegorie ist sogar noch schöner, da sie besagt, dass er die Frau aus dem Mann heraus erschuf. Das bedeutet, dass die Frau eine Verfeinerung des Mannes ist, eine gereinigtere Form. Zuerst einmal: Eine Frau bedeutet Intuition, Poesie, Phantasie. Ein Mann bedeutet Wille, Prosa, Logik, Verstand. Das sind Symbole: Der Mann bedeutet Aggressivität, die Frau bedeutet Empfänglichkeit. Empfänglichkeit ist das Höchste. Der Mann bedeutet Logik, Vernunftgründe, Analyse, Philosophie; die Frau bedeutet Religion, Dichtkunst, Phantasie – fließender, beweglicher. Der Mann kämpft mit Gott. Die Wissenschaft ist ein rein männliches Nebenprodukt – der Mann, der kämpft, sich abrackert, zu erobern versucht. Die Frau kämpft nie; sie heißt einfach willkommen, sie wartet, sie gibt sich hin.

In der christlichen Allegorie heißt es: Gott erschuf zuerst den Mann. Der Mensch ist das Höchste im Reich der Tiere – aber was die Menschheit betrifft, ist die Frau höher. Christliche Theologen haben es auf absolut falsche Art interpretiert – sie haben es auf männlich-chauvinistische Art erklärt. Sie glauben, der Mann sei wichtiger, deshalb habe Gott ihn zuerst erschaffen. Dann müssten ja die Tiere noch wichtiger sein! Die Logik ist falsch. Sie glauben, der Mann ist das einzig Wahre und die Frau ist nur ein Anhängsel. Im letzten Moment merkte Gott, dass noch etwas fehlte, daher nahm er eine Rippe des Mannes und machte daraus eine Frau. Die Frau wird für nicht sehr bedeutsam gehalten – nur eine Weggefährtin, sodass der Mann sich gut fühlt, sonst wäre er allein.

Die Geschichte wird derartig analysiert, dass es so erscheint, als sei die Frau weniger wichtig als der Mann – nur ein Spielzeug, mit dem der Mann sich vergnügen kann, sonst wäre er allein. Gott liebte den Mann so sehr, dass er dachte, er wäre traurig und allein. Nein, das ist nicht wahr!

Phantasie kommt erst, wenn der Wille aufgegeben wird. Dieselbe Energie, die zum Willen gehört, wird zu Phantasie und dieselbe Energie, die Aggressivität ausmacht, wird zu Empfänglichkeit und dieselbe Energie, die kämpft, wird zu Kooperation. Dieselbe Energie, die Wut ausmacht, wird zu Mitgefühl. Mitgefühl entsteht aus der Wut heraus, es ist eine Verfeinerung der Wut, es ist eine höhere Symphonie, die aus der Wut erwächst. Liebe steigt aus dem Sex auf, sie reicht höher hinauf, sie ist gereinigt.

Gott erschuf die Frau, nachdem er den Mann erschaffen hatte, weil die Frau nur danach erschaffen werden kann. Zunächst muss die rohe Energie geschaffen werden, dann erst kann sie verfeinert werden. Man kann nicht mit der Verfeinerung beginnen. Und in dieser Allegorie ist eine Botschaft – dass jeder Mann feminin werden muss, bevor er zum siebten gelangt.

Das ist im sechsten Zentrum. In Yoga wird das sechste Chakra Ajna-Chakra genannt – es bedeutet Zentrum des Willens. Ajna heißt „Ordnung, Gebot“. Es ist das stärkste Zentrum, das sechste, und viele bleiben darin stecken. Dann spielen sie immerfort mit spirituellen Energien und begehen immerzu Torheiten. Im sechsten Zentrum muss sich der Mann in eine Frau verwandeln und seinen gesamten Willen nur auf eines konzentrieren – darauf, sich willentlich hinzugeben. Sich willentlich hinzugeben ist das Großartigste in der Welt und es kann erst geschehen, wenn man über Willenskraft verfügt – keine gewöhnliche, sondern außergewöhnliche Willenskraft.

Normalerweise werden Menschen, die sich hingeben, für Schwächlinge gehalten – das täuscht. Nur sehr starke Menschen können sich hingeben; sich hinzugeben erfordert Stärke, große Stärke. Wenn du dich aus Schwäche hingibst, ist deine Hingabe bedeutungslos, kraftlos. Wenn du dich aus Stärke hingibst, hat deine Hingabe einen Sinn, sie ist bedeutungsvoll. Im sechsten Zentrum, wenn der Wille zum letztendlichen Fokus wird, ist Hingabe möglich. Aus dem Willen heraus entsteht Hingabe: aus dem Mann heraus erschuf Gott die Frau.

Im sechsten Zentrum … wenn ihr euch bei den Gehirnchirurgen erkundigt, werden auch sie mir zustimmen – sie sagen, dass das Gehirn in zwei Hemisphären unterteilt ist: Mann und Frau, die linke und die rechte Hemisphäre. Die linke Gehirnhälfte ist männlich und die rechte Gehirnhälfte ist weiblich. Die rechte Gehirnhälfte ist mit der linken Hand verbunden; deshalb wird die linke Hand nicht geachtet, sogar verdammt. Die rechte Hand ist mit der linken Gehirnhälfte verbunden – daher scheint rechts richtig und links falsch zu sein. Es ist eine männlich orientierte Welt, eine vom Mann dominierte Welt. Die rechte Hand ist das männliche Symbol, die linke Hand ist das weibliche Symbol. Und euer Kopf ist in zwei Hemisphären unterteilt.

Ein Dichter nutzt einen anderen Teil seines Kopfes als ein Logiker. Ein Dichter ist femininer. Es ist kein Zufall, dass ihr beim Betrachten großer Dichter auch große Femininität, Anmut, Schönheit, einen Charme, eine ungemeine Anziehungskraft, ein Charisma, ein feminines Charisma finden werdet. Wenn ihr euch Maler anschaut, werdet ihr sie ein wenig verweiblicht finden, ihre Kleidung, ihr langes Haar, ihre Art zu gehen sind eher feminin.

Habt ihr je von einem Bodhisattva gehört, den die Chinesen Kuan-Yin nannten? In Indien gab es einen äußerst mitfühlenden Bodhisattva, einen buddhistischen Mönch. Aber als der Buddhismus nach China gelangte, schien es den Chinesen merkwürdig, dass ein Mann so mitfühlend sein konnte. Deshalb dachten sie, der Heilige müsse eine Frau sein. Und so bildeten sie den Heiligen als eine Frau ab und verehrten ihn Jahrhunderte hindurch als Frau.

Diese Geschichte ist von ungeheurer Bedeutung. Buddha gleicht eher einer Frau als einem Mann – sein Gesicht, seine Anmut. Das sechste Zentrum hat sich hingegeben. Die Logik hat sich der Liebe hingegeben, Argumentation hat sich dem Gefühl hingegeben, Aggressivität ist zu Empfänglichkeit geworden, Konflikt hat sich in Zusammenarbeit verwandelt. Jetzt gibt es keinen Kampf zwischen dem Teil und dem Ganzen; der Teil fließt mit dem Ganzen, der Teil hat losgelassen – das Ganze hat ihn in sich aufgenommen.

Das ist die Bedeutung der christlichen Allegorie, der zufolge Gott erst den Mann erschuf und dann die Frau aus dem Mann heraus erschuf. Dadurch wird den weiblichen Eigenschaften ungeheure Hochachtung entgegengebracht: sie stehen über dem Mann; sie kommen vom Mann, sie entwickeln sich aus dem Mann.

Und am siebten Tag ruhte Gott sich aus. Was kannst du anderes tun, wenn du zu Hause angekommen bist? Sahasrar ist das Zentrum der Ruhe, der absoluten Ruhe – du bist angekommen, jetzt brauchst du nirgendwo mehr hinzugehen. Das niedrigste – Muladhar – ist das Zentrum der Ruhelosigkeit, das höchste ist das Zentrum der Ruhe, und zwischen diesen beiden befinden sich sieben Kategorien. Du kannst sie nach den sieben Farben benennen – ja, der Mensch ist ein Regenbogen. Oder du kannst sie nach den sieben Tönen der Musik benennen. Die östliche Musik unterteilt den Klang in sieben Töne: sa, re, ga, ma, pa, dha, ni – das sind die sieben Grundtöne. Aus diesen sieben Grundtönen wird alle Musik erschaffen – jede Symphonie, jede Melodie, aller Gesang, aller Tanz.

Merke dir: Sieben ist eine sehr bedeutsame Zahl.

Und noch eins: Um moderner und zeitgemäßer zu sein, möchte ich diese sieben Zentren auf folgende Weise unterteilen: Das erste nenne ich den Nicht-Verstand. Nicht-Verstand bedeutet, dass der Verstand fest schläft – Muladhar.

Er ist vorhanden, aber in solchem Tiefschlaf, dass du ihn nicht einmal bemerkst. In einem Felsen ist Gott im Tiefschlaf. Im Menschen ist er ein klein wenig aufgewacht – nur ein klein wenig wach, nicht sehr. Im Felsen schläft er fest, er schnarcht. Wenn du genau hinhörst, wirst du das Schnarchen hören … Gottes Schnarchen. Deshalb sind Felsen so schön – von so tiefer Stille, keine Unruhe, keine Besorgtheit, sie müssen nirgendwohin. Das nenne ich Nicht-Verstand. Mit Nicht-Verstand meine ich nicht, dass sie keinen Verstand haben; ich meine einfach nur, der Verstand hat sich noch nicht manifestiert. Der Verstand wartet in Samenform, der Verstand macht sich bereit zum Aufwachen, der Verstand bereitet sich vor, der Verstand ruht sich aus. Früher oder später wird es Morgen und der Felsen wird ein Vogel und beginnt zu fliegen oder er wird ein Baum und beginnt zu blühen.

Den zweiten Zustand nenne ich den unbewussten Verstand. In den Bäumen ist der Verstand vorhanden – nicht wie im Felsen, Gott unterscheidet sich ein wenig im Felsen. Nicht bewusst, unbewusst. Bäume fühlen – sie können nicht fühlen, dass sie fühlen, aber sie fühlen. Achte auf den Unterschied. Wenn du einen Baum fällst, fühlt er es, aber er kann nicht fühlen, dass er es fühlt. So viel bewusste Wahrnehmung ist noch nicht vorhanden. Gefühl ist hinzugekommen, der Baum ist sensibel. Und heutzutage gibt es moderne Experimente, die beweisen, dass Bäume ungeheuer empfindsam sind.

Das nenne ich den unbewussten Verstand. Der Verstand ist da … fast so, als ob man schliefe. Am Morgen erinnert man sich, dass es eine wunderschöne Nacht war, – „ich habe tief geschlafen, der Schlaf war wirklich sehr tief“. Aber du erinnerst dich erst am Morgen und nicht während des Schlafes an sich, du erinnerst dich im Nachhinein, zurückblickend. Der Verstand war da, während du schliefst, aber in dem Moment funktionierte er nicht, er funktioniert nur im Rückblick, im Nachhinein. Am Morgen erinnerst du dich – eine wunderschöne Nacht, solch eine lindernde, samtweiche Nacht, solch tiefe Stille und solches Glück – aber du erkennst es erst am Morgen.

Der dritte Zustand ist der unterbewusste Verstand. Der unterbewusste Verstand ist in den Vögeln, den Tieren. Er ist wie Träumen. Im Traum wirst du ein klein wenig bewusster, als du während des Schlafes bist. Sagen wir es einmal so, die Felsen liegen im Koma; am Morgen sind sie nicht einmal in der Lage, sich daran zu erinnern, wie tief der Schlaf war – es ist ein Koma. Die Bäume sind im Schlaf; wenn sie aufwachen, erinnern sie sich. Die Vögel und die Tier sind im Traum – sie sind der Menschheit sehr nahe. Das nenne ich den unterbewussten Verstand.

Den Vierten nenne ich den bewussten Verstand. Dort befindet sich der Mensch. Nicht sehr bewusst, nur ein Aufflackern, nur eine kleine Welle von Bewusstsein – und auch das geschieht nur dann, wenn du dich in größter Gefahr befindest, sonst nicht. Wenn plötzlich jemand daherkommt und dich mit einem Dolch töten will, wirst du bewusst.

In einem solchen Augenblick herrscht größte Wachheit, Intelligenz, Leuchten. Das Denken stoppt. Du wirst zur Flamme. Nur in seltenen Augenblicken wirst du wirklich bewusst; die meiste Zeit bewegst du dich wie ein Schlafwandler.

Ich habe gehört … In der französischen Stadt Vienne öffneten 1959 zwei Betrunkene das, was sie für die Tür zur Straße hielten. Tatsächlich war es das Fenster eines Zimmers im dritten Stock. Mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen marschierten sie Arm in Arm über die Fensterbank hinaus und landeten auf der darunterliegenden Straße. Ein Polizist auf Streife, der den Aufschlag hörte und zu Hilfe eilte, war wie vom Donner gerührt, als er beobachtete, wie sie immer noch laut singend davoneilten, offensichtlich in einwandfreier Verfassung. „Wir haben die Stufe verpasst“, erklärten sie. Sie waren ganz und gar nicht bewusst. Wären sie bewusst gewesen, wären sie vielleicht gestorben. Sie waren nicht bewusst, sie glaubten, einfach nur eine Stufe verpasst zu haben. Vier Stockwerke!

Das ist auch eure Situation. Fast euer ganzes Leben gleicht dem von Betrunkenen. Immerfort stolpert ihr hierhin und dorthin, verpasst hier eine Stufe und da eine Stufe. Euer ganzes Leben ist nichts als Unglück über Unglück, ihr stolpert, ihr rempelt einander an. Ihr mögt es Liebe nennen, aber worauf es hinausläuft, ist einfach nur, dass ihr euch gegenseitig anrempelt. Das macht euch unglücklich.

Nur Bewusstsein führt zu Ekstase. Ekstase folgt dem Bewusstsein wie ein Schatten. Das ist der vierte Zustand, in dem die Menschen normalerweise leben und sterben. Es ist pure Verschwendung.

Den Felsen kann man vergeben und den Bäumen kann man vergeben und den Vögeln kann man vergeben, aber nicht den Menschen – denn ihr könnt einen ersten Blick erhaschen. Jetzt liegt es in eurer Verantwortung, es gedeihen zu lassen, es solider zu machen, es stärker zu machen. Zu einem Felsen kannst du nicht sagen: „Du hast es verfehlt!“ Aber zu einem Menschen kannst du sagen: „Du hast es verfehlt.“

Der Mensch ist das einzig verantwortungsbewusste Tier – man kann ihn fragen, er wird antworten müssen, das ist die Bedeutung von Verantwortlichkeit. Eines Tages wird er sich Gott gegenüber verantworten müssen oder dem Zentrum dieser Existenz oder der Existenz selbst: „Wie hast du es verfehlt? Der elementare Anfang wurde dir gegeben, du hättest dich entwickeln können. Der Same wurde dir gegeben, du hättest aufblühen können. Warum hast du es verfehlt?“

Das ist die Besorgnis des Menschen, seine Qual, sein Zittern, seine Pein – denn der Mensch ist das einzige Tier in dieser Welt, das die Fähigkeit hat ekstatisch zu sein, das bewusste Glückseligkeit erlangen kann, das Satchitanand werden kann, das Wahrheit, Bewusstheit, Sein werden kann, das Seligkeit werden kann, das zum Höchsten gelangen kann.

Das Fünfte nenne ich den untersuperbewussten Verstand. Auf der vierten Stufe – dem bewussten Verstand – ist dein Bewusstsein nur etwas Flackerndes, sehr momentan, ohne jede Stabilität, es kommt und geht und entzieht sich deiner Macht, du kannst es nicht herbeirufen, wenn du es brauchst. Alle Religionen existieren zwischen dem bewussten Verstand und dem superbewussten Verstand. Alle Techniken des Yoga, alle Techniken als solche dienen nichts anderem, als dein Bewusstsein in Superbewusstsein zu verwandeln. Gurdjieff nennt es Selbsterinnern. Kabir nennt es Surati-Yoga – Surati bedeutet auch Erinnern. Jesus sagt immer wieder: „Erwachet, erwachet! Passt auf!“ Buddha sagt: „Seid wachsam.“

Krishnamurti spricht immerzu über Bewusstheit; seit vierzig Jahren spricht er nur über eins, und das ist Bewusstheit. Ein Wort ist die ganze Botschaft: dieses Wort stellt die Brücke dar zwischen dem bewussten und dem superbewussten Verstand. Wenn dein Bewusstsein ein stabiler Faktor in dir geworden ist, ein integrierter Faktor in dir, ein kristallisierter Faktor in dir, und du dich darauf verlassen kannst … Im Moment kannst du dich noch nicht darauf verlassen. Du gehst deines Wegs, sehr bewusst, und jemand schlägt dich – sofort ist das Bewusstsein dahin, es ist nicht zuverlässig. Jemand sagt ein einfaches Wort, jemand sagt: „Du Idiot!“ – und das Bewusstsein ist weg. Allein das Wort „Idiot“, und deine Augen sind blutunterlaufen, und du bist drauf und dran zu töten oder getötet zu werden.

Sogar Menschen, die sehr wach und bewusst zu sein scheinen, sind vielleicht nur deshalb wach und bewusst, weil sie diesen Situationen ausgewichen sind. Ihre Wachheit ist nicht echt. Du kannst in den Himalaya gehen, du kannst in einer Höhle sitzen – niemand wird kommen und dich einen Idioten nennen. Wer wird eine solche Mühe auf sich nehmen und zu deiner Höhle im Himalaya kommen, um dich einen Idioten zu nennen? Natürlich wirst du nicht ärgerlich. Der Stand deiner Bewusstheit in einer Himalayahöhle zählt nicht viel, denn da wird sie nicht auf die Probe gestellt, da besteht keine Möglichkeit, sie zu zerstören. Deshalb sagt Kabir: „Sei in der Welt. Sei nicht Teil der Welt, aber sei in der Welt, lebe in der Welt.“ Lebe in ganz normalen Situationen, wo alles dich dazu provoziert, unbewusst zu sein, und jeder dir hilft, bewusst zu werden.

Wenn du es verstehst, dann ist die Welt eins der größten Hilfsmittel Gottes, um dich bewusster zu machen. Dein Feind ist dein Freund und die Flüche sind Segnungen, und die Unglücksfälle können in Glücksfälle verwandelt werden. Es hängt nur von einem ab: ob du den Schlüssel der Bewusstheit kennst. Dann kannst du alles in Gold verwandeln. Wenn dich jemand beleidigt, ist das der Moment, um wach zu bleiben. Wenn deine Frau einen andern anschaut und du dich verletzt fühlst, ist das der Moment, um wach zu bleiben. Wenn du dich traurig, düster, depressiv fühlst, wenn du glaubst, dass die ganze Welt gegen dich ist, ist das der Moment, um wach zu sein. Wenn du von dunkler Nacht umgeben bist, ist das der Moment, um dein Licht leuchten zu lassen. Und all diese Situationen werden sich als hilfreich herausstellen – dazu sind sie da.

Auf dem Weg vom bewussten Verstand zum superbewussten Verstand wird alles zu Yoga, alles zu Meditation, alles zu Gebet, alles zu Bewusstheit. Der untersuperbewusste Verstand ist ein integriertes Phänomen, aber du wirst ihn doch noch manchmal verlieren. Normalerweise, wenn du wach bist, nicht, aber wenn du schläfst, kannst du ihn verlieren. Der untersuperbewusste Verstand hilft dir, während du wach bist, und manchmal wirst du dich sogar in Träumen erinnern – aber nicht in tiefem Schlaf. Wenn Krishna in der Gita sagt: „Der Yogi ist wach, selbst wenn die ganze Welt schläft“, weist er auf einen höheren Zustand hin, den ich den sechsten nenne – den superbewussten Verstand. Dann bleibt man wach, sogar während man schläft; tief in Schlaf, aber die Bewusstheit bleibt. Das ist der sechste. Und aus diesem sechsten erwächst der siebte spontan – dafür brauchst du gar nichts zu tun.

Diesen siebten nenne ich auch Nicht-Verstand, auf dass der Kreis sich schließt. Der erste ist der Nicht-Verstand eines Felsens und der letzte ist der Nicht-Verstand eines Gottes. Um diese Einheit zu zeigen, haben wir die Skulpturen der Götter in Stein gehauen. Um diese Einheit zu zeigen, diesen geschlossenen Kreis, haben wir Steinstatuen von Gott geschaffen. Um zu zeigen, dass der Stein der Anfang und Gott das Ende ist und sie sich irgendwo treffen. Wieder Nicht-Verstand – nenne es Seele, Gott, Erleuchtung, Nirvana, Erlösung oder wie auch immer du es nennen willst.

Dies sind die sieben Stufen. Und dies ist der Regenbogen, der der Mensch ist. Noch eins: Nicht eine einzige Farbe darf ausgelassen werden. Alle Farben müssen in den Regenbogen aufgenommen werden und alle Töne der Musik, all die sieben Töne der Musik müssen Teil der Melodie werden, und all die sieben Chakren von Muladhar bis Sahasrar, sie müssen eine Einheit werden. Es geht nicht, dass du ein Chakra ablehnst, denn dieses abgelehnte Chakra wird dir nicht erlauben, jemals ganz zu werden – und wer nicht heil und ganz ist, kann nicht heilig werden. Sie alle müssen eine Hierarchie bilden, eine Einheit; sie alle müssen zu einem Zentrum gehören.

Ein echter Mensch der Religion lebt den ganzen Regenbogen, vom Felsen bis zum Gott – vom Nicht-Verstand an diesem Ende zum Nicht-Verstand am andern Ende. Er ist das ganze Spektrum. Er lebt das Leben total. Nichts wird abgelehnt; alles wird miteinbezogen. Überhaupt nichts wird abgelehnt; wenn es sich nach einem Misston anhört, heißt das nur, du bist noch nicht fähig, ihn dir zunutze zu machen. Er kann genutzt werden, aus Gift kann Medizin werden – du musst nur wissen, wie man es verwandelt. Und manchmal kann Nektar giftig sein, wenn du ihn nicht zu benutzen verstehst.

Wenn du weißt, wie man Ärger nutzt, wirst du feststellen, dass der Ärger dir eine Seinsschärfe gibt – gerade so, als hätte jemand ein Schwert geschliffen. Ärger, richtig genutzt, verleiht dir eine Schärfe, eine Ausstrahlung, eine ungeheure Vitalität. Sex, richtig genutzt, füllt dich so mit Liebe, dass du sie immerfort mit allen und jedem teilen kannst, ohne dass sie je versiegt. Sex, richtig genutzt, verhilft dir zur Wiedergeburt deiner selbst. Gewöhnlich werden durch den Sex Kinder in die Welt geboren, im außergewöhnlichen Fall wird er dein innerstes Wesen zur Welt bringen.

Lasst mich euch sagen, dass alles, worüber ihr verfügt, von euch genutzt werden muss – nichts ist nutzlos. Werft niemals etwas weg, sonst werdet ihr es eines Tages bereuen. Alles muss benutzt werden. Werdet einfach einsichtiger, wachsamer, werdet bewusster und fangt an, in euer inneres Geschehen zu schauen und wie ihr dies in einer höheren Harmonie schwingen lassen könnt – das ist alles. Im Moment bist du noch eine Masse, du bist noch kein Individuum. Du bist kein Regenbogen – all die Farben fallen in verschiedene Dimensionen, bewegen sich voneinander weg, sie haben kein Zentrum. Im Moment bist du noch Lärm, keine Musik – aber denk dran, in dem Lärm sind all die Töne enthalten. Anders arrangiert, auf eine bessere, ästhetische, künstlerische Weise arrangiert, werden sie zu wundervoller Musik. Alles, was du brauchst, ist, einen tiefen ästhetischen Blick in dein Sein zu werfen.

Kundalini – Die erwachende Lebenskraft

Theoretisches Wissen ist keine Hilfe, anatomische Vorstellungen der Kundalini haben keine Bedeutung für Meditation. Damit meine ich nicht, dass es keine Kundalini oder keine Chakren gibt. Es gibt Kundalini, es gibt Chakren, aber kein Wissen kann auch nur im Geringsten helfen. Im Gegenteil, es kann zum Hindernis werden. Aus vielerlei Gründen kann es dir im Weg stehen.

Ein Grund ist, dass jegliches Wissen über Kundalini oder die esoterischen Wege der Bioenergie, die inneren Wege des élan vital verallgemeinert ist. Das ist jedoch von einem Individuum zum anderen verschieden; die Wurzeln sind verschieden. Bei „A“ sind sie anders als bei „B“, und bei „C“ sieht es wiederum anders aus. Das innere Leben ist individuell verschieden. Wenn du dir also etwas durch theoretisches Wissen aneignest, wird es nicht helfen, es mag dich sogar behindern – weil es nichts mit dir zu tun hat. Es kann nichts mit dir zu tun haben. Du wirst nur etwas über dich selbst erfahren, wenn du nach innen gehst.

Es gibt Chakren, aber die Anzahl ist bei jedem Individuum verschieden. Der eine hat vielleicht sieben, der andere neun; der eine weniger, der andere mehr. Aus diesem Grund haben sich so viele verschiedene Traditionen gebildet. Die Buddhisten sprechen von neun Chakren, die Hindus von sieben, die Tibeter von vier – und alle haben sie Recht! Die Wurzel der Kundalini-Energie, der Kanal, durch den sie aufsteigt, ist ebenfalls von Mensch zu Mensch verschieden. Je mehr du nach innen gehst, desto individueller bist du.

Dein Gesicht, zum Beispiel, ist der individuellste Teil deines Körpers; und vom Gesicht sind die Augen das unverwechselbarste. Das Gesicht ist lebendiger als irgendein anderer Teil des Körpers; deswegen nimmt es die größte Individualität an. Vielleicht ist dir noch nicht aufgefallen, dass das Gesicht mit einem bestimmten Alter – genau genommen mit der sexuellen Reife – eine Form annimmt, die es, mehr oder weniger, das ganze Leben hindurch beibehält. Vor der sexuellen Reife verändert sich das Gesicht sehr stark; aber mit der sexuellen Reife wird deine Individualität festgelegt. Jetzt nimmst du eine feste Form an und von nun an bleibt dein Gesicht mehr oder weniger dasselbe.

Die Augen sind sogar noch lebendiger als das Gesicht, sie sind so individuell, dass sie in jedem Moment ihren Ausdruck ändern. Bevor du nicht erleuchtet bist, ist der Ausdruck deiner Augen nie gleichbleibend. Erleuchtung ist eine höhere Form von Reife.

Mit dem Eintritt der sexuellen Reife verändert sich das Gesicht nicht mehr. Es gibt jedoch eine andere Art von Reife, bei der sich der Ausdruck der Augen nicht mehr verändert. Du kannst keinerlei Veränderung in Buddhas Augen erkennen: sein Körper altert, er stirbt irgendwann, aber der Ausdruck seiner Augen bleibt gleich. Das war seit jeher eines der Merkmale. Wenn jemand Nirvana erreicht hat, sind die Augen die einzige Pforte, an der Außenstehende erkennen können, ob ein Mensch wirklich erleuchtet ist. Jetzt sind die Augen immer unverändert. Alles verändert sich – die Augen bleiben gleich. Die Augen sind der Ausdruck der inneren Welt.

Aber Kundalini reicht noch tiefer. Kein theoretisches Wissen kann dir helfen. Wenn du theoretisches Wissen hast, beginnst du, es dir überzustülpen. Du beginnst, dir die Dinge so vorzustellen, wie du es gelernt hast, aber vielleicht treffen sie auf deine individuelle Situation gar nicht zu. Dann entsteht große Verwirrung.

Man muss die Chakren fühlen, nicht über sie Bescheid wissen. Du musst sie fühlen, du musst deine Fühler nach innen ausstrecken. Das einzig Hilfreiche ist, deine Chakren zu fühlen – deine Kundalini und ihren Kanal zu fühlen, nichts anderes hilft. Wissen hat sich, was die innere Welt anbelangt, tatsächlich als äußerst zerstörerisch erwiesen. Je mehr Wissen du erworben hast, desto geringer ist die Möglichkeit, das Echte, das Authentische zu fühlen.

Du beginnst das, was du weißt, auf dich zu projizieren. Wenn jemand sagt: „Hier ist das Chakra, hier ist das Zentrum“, dann stellst du dir dein Chakra an dieser Stelle vor. Vielleicht ist es ganz woanders. So schaffst du dir imaginäre Chakren. Du kannst das – deine Vorstellungskraft ist dazu in der Lage. Du kannst dir imaginäre Chakren schaffen und dann beginnt aufgrund deiner Imagination etwas zu fließen, was nicht etwa Kundalini ist, sondern simple Einbildung – etwas völlig Illusionäres, Traumhaftes.

Wenn du Zentren visualisieren und eine imaginäre Kundalini erzeugen kannst, dann kannst du alles Mögliche erzeugen. Dann folgen imaginäre Erlebnisse und du wirst eine vollkommen unechte Welt in dir entwickeln. Die äußere Welt ist illusionär, aber lange nicht so illusionär wie die Welt, die du in deinem Innern selbst erzeugen kannst. Nicht alles, was innen ist, ist notwendigerweise echt oder wahr; Einbildung ist auch etwas Inneres, Träume sind etwas Inneres. Der Verstand hat die Fähigkeit – eine sehr mächtige Fähigkeit – Träume, Illusionen zu erzeugen, zu projizieren.

Deshalb ist es gut, ganz ohne Wissen über Kundalini und Chakren in die Meditation zu gehen. Wenn du von selbst darauf stößt, dann ist es gut. Du magst plötzlich etwas fühlen, dann, und nur dann, kannst du fragen. Mag sein, dass du fühlst, wie ein Chakra zu arbeiten anfängt, aber lass das Gefühl zuerst da sein. Mag sein, dass du fühlst, wie die Energie nach oben steigt, aber lass das Gefühl zuerst da sein. Stell dir nichts vor, denk nicht darüber nach, unternimm keinen intellektuellen Versuch, es im Voraus zu verstehen. Es ist keine Vorinformation nötig. Sie ist nicht nur nicht nötig, sondern ausgesprochen schädlich.

Und noch etwas: Die Kundalini und die Chakren gehören nicht zu deiner Anatomie, deiner Physiologie. Chakren und Kundalini gehören zu Sukshma Sharira, deinem feinstofflichen Körper, nicht zu diesem Körper, dem grobstofflichen. Es gibt natürlich korrespondierende Punkte. Die Chakren sind Teil deines Sukshma Sharira, aber deine Physiologie und Anatomie weisen korrespondierende Punkte auf. Wenn du ein inneres Chakra fühlst, wirst du wissen, wo der korrespondierende Punkt ist. Ansonsten kannst du den ganzen Körper sezieren, du wirst nichts den Chakren Vergleichbares finden.

All das Gerede und die so genannten Beweise und all die „wissenschaftlichen“ Ansprüche, dass dein grobstofflicher Körper so etwas wie Kundalini und Chakren besitzt, sind Unsinn, absoluter Unsinn. Es gibt korrespondierende Punkte im Körper, aber diese Punkte können nur gefühlt werden, wenn du die wirklichen Chakren fühlst. Würde dein physischer Körper seziert, käme nichts zum Vorschein, da ist nichts. Es ist keine Frage der Anatomie. Noch etwas anderes: Es ist nicht nötig, durch die Chakren zu gehen. Man kann sie einfach übergehen. Es ist auch nicht nötig, die Kundalini vor der Erleuchtung zu fühlen. Der Vorgang ist ganz anders, als du vielleicht glaubst. Kundalini-Energie fühlt man nicht, weil sie aufsteigt. Du fühlst sie nur, wenn dein Energiekanal nicht ganz frei ist. Wenn der Kanal völlig frei und offen ist, dann fließt die Energie, aber du kannst sie nicht fühlen.

Du fühlst sie, wenn es etwas gibt, das dem Fließen Widerstand leistet. Nur wenn die Energie nach oben fließt und auf Blockierungen im Energiekanal stößt, fühlst du sie. Wer die Kundalini stark spürt, ist in Wirklichkeit blockiert: Er hat viele Blockierungen in der Energiebahn, weshalb die Kundalini nicht fließen kann. Wenn es einen Widerstand gibt, kann man die Kundalini fühlen. Du kannst Energie nicht direkt fühlen, nur bei Widerstand. Wenn ich meine Hand bewege, ohne dass es einen Widerstand gibt, wird die Bewegung nicht gefühlt. Die Bewegung ist fühlbar, weil die Luft Widerstand leistet, aber er ist nicht so stark, als würde ein Stein Widerstand leisten; dann würde ich die Bewegung deutlicher spüren. In einem Vakuum fühle ich die Bewegung überhaupt nicht. Es ist also relativ.

Buddha hat nie über Kundalini gesprochen. Nicht, dass er keine Kundalini in seinem Körper hatte, aber der Energiekanal war so frei und offen, dass es keinen Widerstand gab. Daher hat er sie nie gefühlt. Auch Mahavir hat nie über Kundalini gesprochen. Daher entstand eine völlig falsche Ansicht, und die Jains, die Anhänger Mahavirs, glaubten, dass Kundalini völliger Unsinn sei, dass es nichts dergleichen gäbe. Deshalb streitet die Jain-Tradition seit fünfundzwanzig Jahrhunderten die Kundalini mit der Behauptung ab, es könne keine Kundalini geben, weil selbst Mahavir sie nicht gefühlt habe. Aber der Grund, warum Mahavir nicht darüber sprach, war ein anderer. Weil er keine Blockierungen in seinem Körper hatte, fühlte er sie nicht.

Es ist also nicht notwendig, dass du die Kundalini fühlst. Vielleicht wirst du sie nie zu spüren bekommen. Und wenn du die Kundalini nicht fühlst, wirst du an den Chakren vorbeigehen, denn die Arbeit der Chakren dient nur dazu, die Blockierungen zu durchbrechen. Sonst hat sie keine Bedeutung. Wenn es eine Sperre gibt, die blokkiert, dann gerät das nächstliegende Chakra durch diese blockierte Kundalini-Energie in Schwingung. Es wird dynamisch. Das Chakra beginnt zu schwingen und es vibriert so schnell, dass es dadurch eine bestimmte Energie erzeugt, die die Blockierung durchbricht.

Wenn der Energiekanal offen ist, wird das Chakra nicht gebraucht, und du wirst gar nichts fühlen. Die Chakren existieren nur, um dir zu helfen. Wenn die Kundalini blockiert ist, gibt es unmittelbar Hilfe. Eines der Chakren wird die blockierte Energie übernehmen.

Wenn sich die Energie nicht weiterbewegen kann, wird sie zurückfließen. Bevor sie jedoch zurückfließen kann, wird das nächstliegende Chakra die Energie absorbieren und die Kundalini beginnt in diesem Chakra zu vibrieren. Diese Vibration macht die Energie vitaler, lebendiger, wodurch sie jetzt die blockierte Stelle durchbrechen kann. Chakras sind nur Hilfsmittel.

Fließt die Kundalini ungehindert, wirst du überhaupt kein Chakra fühlen. Deshalb kann der eine neun Chakras fühlen, ein anderer zehn und wieder ein anderer nur drei oder vier, oder eins oder keins. Es kommt ganz darauf an. Tatsächlich gibt es unendlich viele Chakras, und bei jeder Bewegung, jedem Schritt steht der Kundalini ein Chakra zur Seite, um ihr zu helfen. Wenn Hilfe gebraucht wird, ist sie da. Deshalb bestehe ich darauf, dass theoretisches Wissen nicht hilft. Und für Meditation an sich ist die Kundalini nicht wichtig.

Wenn Kundalini sich zeigt, ist es etwas anderes – aber mit Meditation hat das nichts zu tun. Man kann Meditation erklären, ohne das Wort Kundalini auch nur zu erwähnen, es ist nicht nötig. Aber wenn man von Kundalini spricht, wird es nur noch schwieriger zu erklären, worum es geht.

Meditation lässt sich direkt erklären; du brauchst dich mit Chakras nicht abzugeben; beginne einfach mit der Meditation. Wenn der Energiekanal blockiert ist, kann es passieren, dass du die Kundalini fühlst, die Chakras treten in Erscheinung, aber das geschieht ganz unwillkürlich. Merke dir, es ist ganz unwillkürlich, dein Wille wird gar nicht gebraucht.

Je tiefer der Weg, desto unwillkürlicher. Ich kann meine Hand bewegen – das ist noch willkürlich; aber mein Blut kann ich nicht regulieren. Ich kann es versuchen. Viele Jahre Training können einen Menschen dazu befähigen, den Blutkreislauf willkürlich zu steuern – Hatha-Yoga macht dies möglich, es wurde praktiziert, es ist nicht unmöglich, aber es ist sinnlos. Dreißig Jahre Training, nur um den Blutkreislauf zu kontrollieren, sind unsinnig und dumm, denn mit dieser Kontrolle ist nichts erreicht. Der Blutkreislauf ist unwillkürlich; dein Wille ist überflüssig. Du nimmst Nahrung auf, und wenn sie in dir ist, wird dein Wille nicht gebraucht.

Die Körpermaschinerie, der Körpermechanismus hat übernommen und tut alles, was notwendig ist. Dein Schlaf ist nicht willkürlich, deine Geburt ist nicht willkürlich, und dein Tod ist nicht willkürlich. Es sind unwillkürliche Mechanismen. Kundalini ist noch tiefer, tiefer als dein Tod, tiefer als deine Geburt, tiefer als dein Blut; denn Kundalini ist der Kreislauf deines zweiten Körpers. Blut ist der Kreislauf deines physiologischen Körpers, Kundalini ist der Kreislauf deines ätherischen Körpers. Sie ist absolut unwillkürlich. Sogar ein Hatha-Yogi kann sie mit seinem Willen nicht beeinflussen.

In Meditation fängt die Energie an sich zu bewegen. Das, was du selbst tun kannst, ist meditieren. Wenn du tief in Meditation bist, beginnt die Energie nach oben zu fließen und du wirst die Veränderung des Fließens fühlen. Es wird auf viele Arten spürbar, sogar physiologisch wird die Veränderung erkennbar.

Zum Beispiel ist es normalerweise ein Zeichen guter Gesundheit, wenn deine Füße warm sind und dein Kopf kühl ist. Das ist ein Zeichen biologischer Gesundheit. Wenn das Gegenteil eintritt – die Füße werden kalt und der Kopf wird warm – ist die Person biologisch gesehen krank. Aber das Gleiche passiert, wenn die Kundalini aufwärts fließt: Die Füße werden kalt. In Wirklichkeit ist die Wärme in den Füßen nichts als Sexenergie, die nach unten fließt. Sobald die Lebensenergie, die Kundalini, nach oben fließt, folgt ihr die Sexenergie. Auch sie beginnt, nach oben zu fließen: Die Füße werden kalt und der Kopf wird warm. Biologisch gesehen ist es besser, wenn die Füße wärmer sind als der Kopf, spirituell gesehen ist es gesünder, wenn die Füße kühler sind, denn das ist ein Zeichen dafür, dass die Energie nach oben fließt.

Viele Krankheiten können auftreten, wenn die Energie nach oben zu fließen beginnt, denn biologisch gesehen hast du den gesamten Organismus durcheinander gebracht. Buddha war sehr krank, als er starb, Mahavir war sehr krank, als er starb, Ramana Maharshi starb an Krebs, Ramakrishna starb an Krebs. Der Grund dafür ist, dass das gesamte biologische System gestört war. Viele andere Gründe werden angegeben, aber sie sind Unsinn. Die Jains haben viele Geschichten erfunden, weil sie es nicht fassen konnten, dass Mahavir krank sein konnte. Für mich ist das Gegenteil der Fall: Ich kann nicht erkennen, wie er völlig gesund hätte sein können. Er konnte es nicht sein, weil es sein letztes Leben war und das ganze biologische System zusammenbrechen muss. Ein System, das Tausende von Jahren bestanden hatte, musste zusammenbrechen. Mahavir konnte nicht gesund sein; am Ende musste er sehr krank sein. Und so war es auch. Aber für seine Anhänger war es sehr schwierig sich vorzustellen, dass Mahavir krank war.

Zu jener Zeit gab es nur eine Erklärung für Krankheit. Wenn du an einer Krankheit leidest, bedeutete es, dass dein Karma, deine vergangenen Taten, schlecht waren. Falls Mahavir an einer Krankheit litt, hätte das bedeutet, dass er immer noch unter karmischen Einflüssen stand. Das durfte nicht sein, deshalb erfand man eine raffinierte Geschichte: Goshalak, ein Rivale Mahavirs, habe dunkle Kräfte gegen ihn eingesetzt. Aber das stimmte nicht.

Der biologische, natürliche Energiefluss fließt nach unten, der spirituelle nach oben. Und der ganze Organismus ist für den biologischen Fluss, das Hinabfließen gemacht. Vielleicht beginnst du viele Veränderungen im Körper zu fühlen, aber die ersten Veränderungen finden im feinstofflichen Körper statt.

Meditation ist nur ein Mittel, um eine Brücke vom Grobstofflichen zum Feinstofflichen zu schlagen. Wenn ich „Meditation“ sage, meine ich nur das: Wenn du die Fähigkeit hast, aus dem grobstofflichen Körper zu springen – das ist es, was mit Meditation gemeint ist. Aber um diesen Sprung zu tun, brauchst du die Hilfe des grobstofflichen Körpers; du brauchst ihn als Sprungbrett. Du kannst den Sprung von jedem extremen Punkt aus wagen.

Fasten wurde benutzt, um zu einem Extrem zu kommen. Durch langes, ununterbrochenes Fasten kommst du an die Schwelle. Der menschliche Körper kann normalerweise bis zu neunzig Tagen fasten; aber sobald der Körper völlig erschöpft ist, sobald der Energievorrat für Notfälle geleert ist, in dem Moment kann zweierlei geschehen. Wenn du nichts tust, kann der Tod eintreten, aber wenn du diesen Moment für Meditation einsetzt, kann der Sprung geschehen.

Wenn du nichts tust und einfach weiterfastest, kann der Tod eintreten. Dann ist es Selbstmord. Mahavir, der radikaler mit Fasten experimentierte als sonst jemand in der ganzen Geschichte der menschlichen Evolution, ist der Einzige, der seinen Anhängern spirituellen Selbstmord erlaubt hat. Er nannte es Santhara: den Punkt auf der Kippe, beides ist möglich. In einem einzigen Moment kannst du entweder sterben oder springen. Wenn du eine bestimmte Technik benutzt, kannst du springen. Dann ist es, wie Mahavir sagt, kein Selbstmord, sondern eine große spirituelle Explosion. Mahavir war der einzige Mensch – der einzige –, der sagte, wenn du genügend Mut hast, kann sogar Selbstmord für spirituelles Wachstum genutzt werden.

Von jedem Grenzpunkt aus ist der Sprung möglich. Sufis haben Tanz benutzt. Beim Tanzen kommt ein Moment, in dem du dich überirdisch zu fühlen beginnst. Wenn ein echter Sufi tanzt, fangen sogar die Zuschauer an, sich überirdisch zu fühlen. Durch Körperbewegungen, durch rhythmische Bewegungen, wird sich der Tänzer bald vom Körper getrennt fühlen. Am Anfang muss er sich willentlich bewegen, doch bald übernimmt ein unwillkürlicher Mechanismus des Körpers.

Du fängst an, aber wenn dir auch das Ende gehört, dann war es nur ein gewöhnlicher Tanz. Hast du jedoch das Gefühl, dass irgendwann mittendrin das Tanzen von einem unwillkürlichen Körpermechanismus übernommen wurde, dann ist es ein Derwisch-Tanz geworden. Du bewegst dich so schnell, dass der Körper vibriert und unwillkürlich wird. An diesem Punkt kannst du entweder verrückt werden oder springen. Vielleicht wirst du verrückt, weil ein unwillkürlicher Mechanismus deine Körperbewegung übernommen hat, es ist jenseits deiner Kontrolle; du kannst nichts tun. Vielleicht wirst du verrückt und wirst niemals wieder mit dieser unwillkürlichen Bewegung aufhören können. An diesem Punkt kannst du entweder verrückt werden oder – wenn du die Technik des Springens kennst – Meditation kann geschehen.

Deshalb gelten Sufis als die „Verrückten“. Sie sind als Wahnsinnige bekannt! Für gewöhnlich sind sie es auch! Es gibt auch eine Sekte in Bengalen, die den Sufis sehr ähnlich ist: die Baulfakire. Sie ziehen von Dorf zu Dorf und tanzen und singen. Das Wort baul kommt von bawla und bedeutet „verrückt“. Diese Menschen sind verrückt. Viele werden verrückt; wenn du jedoch die Technik kennst, kann Meditation geschehen. Sie geschieht immer im Grenzbereich. Deswegen haben die Mystiker seit jeher den Ausdruck „auf des Messers Schneide“ verwendet: Entweder man wird wahnsinnig oder Meditation geschieht. Jede Methode nutzt den Körper als „des Messers Schneide“, worin beide Möglichkeiten liegen. Durch welche Technik geschieht Meditation?

Ich habe über zwei Methoden gesprochen: Fasten und Tanzen. Aber alle Meditationstechniken dienen nur dazu, dich an den Grenzpunkt zu drängen, um springen zu können. Der Sprung selbst kann nur auf eine sehr einfache Weise geschehen, sehr unmethodisch. Wenn du genau in dem Moment bewusst sein kannst, in dem dich das Fasten an den Rand des Todes gebracht hat, wenn du in dem Moment bewusst sein kannst, wenn der Tod naht, wenn du dann bewusst sein kannst, gibt es keinen Tod. Und nicht nur dieses Mal gibt es keinen Tod, sondern nie mehr. Du bist gesprungen! Wenn der Moment so intensiv ist, dass du weißt, in einer Sekunde geht es über dich hinaus, wenn du weißt, dass du nach einer Sekunde nicht mehr zurückkehren kannst, dann sei wach … und springe! Bewusstheit ist die Methode. Und weil Bewusstheit die Methode ist, sagen die Zen-Leute, dass es keine Methode gibt. Bewusstheit ist überhaupt keine Methode. Deshalb sagt Krishnamurti immer wieder, dass es keine Methode gibt.

Natürlich ist Bewusstheit in Wahrheit keine Methode. Aber ich nenne sie trotzdem eine Methode, weil du verloren bist, wenn du nicht genau in dem Moment bewusst sein kannst, in dem der Sprung möglich wird. Wenn deshalb jemand sagt: „Es genügt, einfach nur bewusst zu sein“, dann mag das für einen von zehntausend Menschen zutreffen, aber dieser eine ist jemand, der schon an den Grenzpunkt gekommen ist, wo entweder Wahnsinn oder Tod möglich ist. Er war sowieso schon an diesen Punkt gelangt. Für die anderen, für die Mehrheit der Leute, ist es nicht genug, über Bewusstheit zu sprechen. Sie müssen zuerst vorbereitet werden.

In gewöhnlichen Situationen bewusst zu sein reicht nicht aus. Und du bist nicht fähig, in gewöhnlichen Situationen bewusst zu sein. Die Dumpfheit des Verstandes hat eine so lange Geschichte – seine Lethargie, seine Trägheit, seine UnBewusstheit dauern schon so lange –, dass du nicht hoffen kannst, bewusst zu werden, indem du Krishnamurti oder mir oder sonst irgendjemandem einfach nur zuhörst. Es wird schwierig für dich sein, all das bewusst zu tun, was du so viele Male ohne Bewusstsein getan hast. Du kommst an deinen Arbeitsplatz, ohne wirklich wahrzunehmen, dass du dich bewegt hast: Du bist um die Ecke gegangen, bist den Flur entlanggegangen, hast die Tür geöffnet. Dein ganzes Leben lang hast du das schon getan. Jetzt ist es zu einem unwillkürlichen Mechanismus geworden. Es hat sich deinem Bewusstsein völlig entzogen. Und Krishnamurti sagt: „Sei bewusst, während du gehst.“ Aber du bist schon immer gegangen, ohne es überhaupt zu bemerken. Die Gewohnheit hat sich so tief eingeprägt, sie ist dir in Fleisch und Blut übergegangen. Jetzt ist es sehr schwierig. Nur in Notfällen wirst du plötzlich wach und bewusst, in unvorhergesehenen Notsituationen. Jemand hält dir eine Pistole auf die Brust: Du wirst wach und bewusst, weil es eine Situation ist, die du nicht eingeübt hast. Aber sobald du mit einer Situation vertraut bist, verlierst du jegliche Wachsamkeit.

Fasten dient dazu, so eine Notsituation zu schaffen, eine solche Notsituation, wie du sie noch nie erlebt hast. Wenn jemand also Fasten seit langem praktiziert, dann wird ihm durch Fasten nicht viel geholfen, er braucht längere Fastenperioden. Wer noch nie getanzt hat, dem kann durch Tanzen geholfen werden. Bist du jedoch ein erfahrener Tänzer, dann ist der Sufi-Derwisch-Tanz nicht das Richtige. Es wird nicht ausreichen, denn du bist so perfekt, so effizient, und Effizienz heißt, dass die Dinge jetzt von dem unwillkürlichen Teil deines Verstandes gesteuert werden. Darin liegt die Bedeutung von Effizienz.

Deshalb sind einhundertzwölf Meditationsmethoden entwickelt worden. Wenn die eine nicht für dich ist, dann vielleicht die andere. Und die hilfreichste von allen wird diejenige sein, die dir völlig unbekannt ist. Wenn du noch nie in einer bestimmten Methode geschult worden bist, dann kommst du schnell an den kritischen Punkt. Und an diesem Grenzpunkt: Sei bewusst! Befasse dich also mit Meditation und nicht mit Kundalini. Und wenn du bewusst bist, dann wird sich vieles in dir ereignen. Zum ersten Mal wirst du einer inneren Welt gewahr, die größer ist, viel größer, und sich weiter als das Universum ausdehnt. Unbekannte Energien, völlig unbekannte Energien beginnen in dir zu fließen. Unerhörte Dinge, unvorstellbar, Dinge, von denen du nicht einmal zu träumen gewagt hast, treten in Erscheinung. Aber sie sind bei jedem unterschiedlich, deswegen ist es gut, nicht darüber zu sprechen.

Jeder erfährt es auf seine Weise. Deswegen besteht die Tradition auf einem Guru. Schriften reichen nicht aus. Nur ein Guru kann weiterhelfen. Und alle Gurus waren immer gegen die Schriften, obwohl die Schriften von Gurus sprechen und die Gurus preisen. Allein die Vorstellung eines Gurus steht in direktem Widerspruch zu den Schriften. Das bekannte indische Sprichwort Guru bin gnana nahee – ohne Guru kein Wissen –, bedeutet nicht wirklich, dass es ohne Guru kein Wissen gibt, sondern eher: „Allein durch die Schriften gibt es kein Wissen.“

Du brauchst einen lebendigen Guru, kein totes Buch. Ein Buch kann nicht wissen, zu welchem Typ Individuum du gehörst. Ein Buch ist allgemeingültig; es kann nicht spezifisch sein, das ist unmöglich. Nur ein lebender Meister kann erkennen, was für dich notwendig ist und was mit dir geschehen wird.

Es ist wirklich paradox: Schriften sprechen über Gurus – Guru bin gnana nahee, ohne Guru kein Wissen – aber Gurus sind auf symbolische Weise gegen die Schriften. Die Vorstellung, dass der Guru dir zu Wissen verhilft, heißt nicht, dass er Wissen an dich weitergibt. Es heißt vielmehr, dass nur ein lebender Meister wirklich helfen kann. Warum? Weil nur er den Einzelnen, das Individuum erkennen kann. Kein Buch kann den einzelnen Menschen erkennen; Bücher sind für niemanden im Besonderen geschrieben, sie sind für jeden geschrieben. Wenn dir jedoch eine Methode gegeben werden soll, muss deine Individualität in Betracht gezogen werden, und zwar sehr, sehr genau, auf sehr wissenschaftliche Weise.

Das Wissen, das ein Guru zu übertragen hat, wurde immer im Geheimen, privat, vom Guru an den Schüler weitergegeben. Warum diese Geheimhaltung? Geheimhaltung ist das einzige Mittel, um Wissen zu übertragen. Dem Schüler wird untersagt, mit irgendjemandem darüber zu sprechen. Der Verstand will reden. Wenn du etwas weißt, ist es sehr schwierig, es geheim zu halten; das ist eins der schwierigsten Dinge überhaupt.

Aber so war seit jeher die Arbeitsweise der Gurus, der großen Lehrer. Sie geben dir etwas mit der Bedingung, nicht darüber zu sprechen. Warum? Warum diese Geheimhaltung? Viele sagen, dass die Wahrheit keine Geheimhaltung, keine Verschwiegenheit brauche. Das ist Unsinn! Die Wahrheit braucht mehr Verschwiegenheit als die Unwahrheit, weil sie in den falschen Händen verhängnisvoll werden kann, sie kann gefährlich werden. Sie ist einem bestimmten Menschen gegeben worden, sie ist nur für ihn gedacht, für niemand anderen. Er sollte sie an niemand anderen weitergeben, bevor er nicht selbst an den Punkt kommt, wo seine eigene Individualität verschwindet. Das muss klar sein.

Ein Guru ist jemand, der keine Individualität mehr hat. Nur so kann er tief in deine Individualität schauen. Wenn er selbst noch ein Individuum ist, kann er dich zwar interpretieren, aber er wird nicht in der Lage sein, dich zu erkennen. Zum Beispiel, wenn ich hier bin, wenn es mich als Individuum gibt und ich sage etwas über dich, dann bin ich es, der über dich spricht.

Was ich sage, sagt nichts über dich aus, sondern etwas über mich. Dann kann ich dir nicht helfen, weil ich dich gar nicht wirklich erkennen kann. Alles, was ich über dich weiß, weiß ich nur indirekt, indem ich mich selber kenne. Dieses „Ich bin hier“ muss verschwinden. Ich muss eine Abwesenheit sein. Nur dann kann ich tief in dich hineingehen, ganz ohne Interpretation. Nur dann kann ich dich erkennen, wie du bist, und nicht nach meinen Maßstäben. Und nur dann kann ich helfen. Daher die Geheimhaltung.

Es ist also gut, nicht über Kundalini und Chakras zu sprechen. Meditation ist das Einzige, worüber man sprechen sollte, was gelehrt und verstanden werden sollte. Dann folgt alles andere. Kundalini selbst ist keine Lebenskraft, Kundalini ist vielmehr ein spezieller Kanal für die Lebenskraft, eine Energiebahn. Aber die Lebenskraft kann auch andere Energiebahnen nutzen; sie muss nicht die Kundalini benutzen. Es ist möglich, Erleuchtung zu erlangen ohne die Kundalini – aber durch die Kundalini geschieht es am einfachsten und leichtesten.

Wenn die Lebensenergie durch die Kundalini fließt, ist das Brahma-Randhra der Endpunkt. Wenn die Lebenskraft jedoch einen anderen Weg nimmt – und unendlich viele Wege sind möglich –, dann ist das Brahma-Randhra nicht die Endstation. Deshalb ist das Aufblühen des Brahma-Randhra nur eine Möglichkeit, wenn die Lebenskraft durch die Kundalini fließt.

Es gibt verschiedene Formen von Yoga, die Kundalini nicht einmal erwähnen. Dann ist auch keine Rede vom Brahma-Randhra. Aber die einfachste Route ist Kundalini. Neunzig Prozent derer, die erleuchtet wurden, sind durch die Kundalini dorthin gelangt.

Kundalini und die Chakras befinden sich nicht im physischen Körper. Sie gehören zum ätherischen Körper, aber sie haben Entsprechungspunkte im physischen Körper. Es ist so, als würdest du Liebe empfinden und die Hand auf dein Herz legen. So etwas wie „Liebe“ gibt es dort nicht, aber dein Herz, dein physisches Herz, ist ein korrespondierender Punkt. Wenn du die Hand auf dein Herz legst, dann legst du die Hand auf das Chakra, das zum ätherischen Körper gehört, und dieser Punkt entspricht ungefähr dem Sitz deines physischen Herzens.

Die Kundalini gehört zum ätherischen Körper; jeder Fortschritt, den du auf dem Kundalini-Weg machst, wird mit deinem physischen Körper nicht sterben, er bleibt dir. Was du auf diesem Weg erreichst, bleibt dir, denn es gehört nicht zu deinem physischen Körper. Wäre es ein Teil deines physischen Körpers, dann würde es mit jedem Tod verloren gehen und du müsstest immer wieder von vorne beginnen. Aber wenn jemand das dritte Chakra erreicht hat, dann kann er diesen Fortschritt in sein nächstes Leben mitnehmen. Er geht mit ihm, denn er ist im ätherischen Körper gespeichert.

Wenn ich sage, dass die Lebensenergie durch Kundalini aufsteigt, dann verstehe ich Kundalini als Energiebahn – die gesamte Energiebahn, die die sieben Chakras miteinander verbindet. Diese Chakras sind nicht Teil des physischen Körpers. Also alles was über Kundalini gesagt werden kann, wird über den ätherischen Körper gesagt. Wenn die Lebenskraft durch Kundalini fließt, beginnen die Chakras zu vibrieren und aufzublühen. Sobald Energie in sie strömt, werden sie lebendig. Es ist, wie wenn man durch Wasser Elektrizität erzeugt. Die Kraft und der Wasserdruck lassen den Dynamo rotieren. Ohne Druck und ohne Wasser könnte der Dynamo nicht arbeiten, er würde stillstehen. Der Dynamo rotiert nur durch Druck. In gleicher Weise funktionieren die Chakras, sie bleiben so lange leblos, bis die Lebenskraft in sie einströmt, nur dann beginnen sie zu rotieren.