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Das Ebook "Das Geheimnis des Wolkenturms" erzählt die bezaubernde Geschichte von Lina Wiesenherz, einem fantasievollen Mädchen, das mithilfe eines geheimnisvollen Kompasses ins magische Wolkenreich gelangt. Begleitet von ihren neuen Freunden, Benno Wolkenschäfchen und Funkel dem Glühwürmchen, begibt sich Lina auf eine abenteuerliche Reise, um herauszufinden, warum die Sternenlaternen des Wolkenreichs plötzlich erlöschen. Auf ihrem Weg begegnet sie Herausforderungen, die sie lehren, Ängsten mutig zu begegnen und Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten zu gewinnen. Dieses liebevoll gestaltete Ebook verbindet fantastische Elemente und magische Schauplätze mit wichtigen pädagogischen Botschaften, indem es Kindern zwischen 6 und 10 Jahren zeigt, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz Angst stark zu bleiben. "Das Geheimnis des Wolkenturms" vermittelt Werte wie Freundschaft, Mut und Fantasie und bietet eine spannende, fantasievolle und zugleich pädagogisch wertvolle Geschichte, die sowohl Kinder als auch Erwachsene begeister
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Seitenzahl: 96
Veröffentlichungsjahr: 2025
Impressum
Das Geheimnis im WolkenturmAdrian Schultz© 2025 Adrian Schultz
Alle Rechte vorbehalten.Adrian Schultz
Oberste Gasse 16
34117 Kassel
ISBN: 9783988650702
Liebe Eltern, liebe Kinder,
in diesem Buch begleitet ihr Lina Wiesenherz auf einer aufregenden Reise ins Wolkenreich. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden Benno Wolkenschäfchen und Funkel das Glühwürmchen erlebt sie ein Abenteuer, das ihr zeigt, wie man mit Ängsten umgehen kann.
Denn jeder von uns hat manchmal Angst - vor der Dunkelheit, vor Höhen, vor fremden Menschen oder anderen Dingen. Das ist ganz normal und gehört zum Leben dazu. Wichtig ist nicht, keine Angst zu haben, sondern zu lernen, wie man trotz der Angst mutig sein kann.
Wie Linas Großmutter immer sagte: "Jede Angst wird kleiner, wenn du ihr mutig begegnest."
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und Mut für eure eigenen Abenteuer!
Wenn du aufgeregt oder ängstlich bist, kannst du Bennos Atemtechnik ausprobieren:
1. Atme tief durch die Nase ein und zähle dabei bis vier: 1-2-3-4
2. Halte deinen Atem für vier Sekunden an: 1-2-3-4
3. Atme langsam durch den Mund aus und zähle dabei bis vier: 1-2-3-4
4. Warte vier Sekunden, bevor du wieder einatmest: 1-2-3-4
5. Wiederhole die Übung ein paar Mal
Diese Atemübung hilft dir, ruhiger zu werden und dich besser zu konzentrieren!
Ein Kinderbuch für Kinder von 6 bis 10 Jahren
"Jede Angst wird kleiner, wenn du ihr mutig begegnest."
Lina Wiesenherz saß auf der Fensterbank ihres Zimmers und blickte sehnsüchtig in den Himmel. Draußen zogen weiße, flauschige Wolken vorbei, die in der Abendsonne golden leuchteten. Wie gerne würde sie einmal auf so einer Wolke reiten, dachte Lina. Aber dann schüttelte sie den Kopf. Das war natürlich Unsinn. Außerdem hatte sie Höhenangst.
Lina war ein neugieriges Mädchen mit wilden, braunen Locken und einer lebhaften Fantasie. In ihren Gedanken erlebte sie die aufregendsten Abenteuer. Doch in Wirklichkeit traute sie sich nicht viel. Die Dunkelheit machte ihr Angst, vor fremden Menschen versteckte sie sich am liebsten hinter dem Rücken ihrer Mutter, und selbst auf den Apfelbaum im Garten kletterte sie nie höher als bis zum dritten Ast.
"Lina! Kommst du zum Abendessen?", rief ihre Mutter von unten.
"Ja, gleich!", antwortete Lina und sprang von der Fensterbank. Bevor sie ihr Zimmer verließ, warf sie noch einen letzten Blick auf die Wolken. Eine von ihnen sah aus wie ein Schaf mit besonders flauschiger Wolle. Lina lächelte. Ein Wolkenschaf, das wäre doch ein lustiger Freund.
Nach dem Abendessen ging Lina noch einmal in den Garten. Die Sonne stand tief und tauchte alles in ein warmes, goldenes Licht. Lina liebte diese Zeit des Tages, wenn die Schatten länger wurden, aber es noch nicht richtig dunkel war. Sie setzte sich unter den Apfelbaum und begann, mit den Blättern zu spielen, die auf dem Boden lagen.
Plötzlich blitzte etwas unter einem Busch auf. Lina blinzelte. Da war es wieder! Ein goldener Lichtstrahl, der zwischen den Blättern hervorblinkte. Neugierig kroch Lina auf allen Vieren zu dem Busch und schob vorsichtig die Zweige auseinander.
Dort lag etwas Rundes, Metallisches. Lina griff danach und zog es hervor. Es war ein Kompass, aber keiner, wie sie ihn aus dem Geografieunterricht kannte. Dieser Kompass war aus glänzendem Gold, mit feinen Verzierungen am Rand. Anstelle der üblichen Himmelsrichtungen waren seltsame Symbole eingraviert: eine Wolke, ein Stern, ein Mond und eine Sonne.
"Wie merkwürdig", murmelte Lina und drehte den Kompass in ihren Händen. Die Nadel bewegte sich nicht wie bei einem normalen Kompass. Sie schien überhaupt keiner Regel zu folgen, sondern zuckte nur manchmal, als würde sie nach etwas suchen.
Lina hielt den Kompass in verschiedene Richtungen. Als sie ihn nach oben richtete, zum Himmel, begann er plötzlich zu summen. Ein leises, sanftes Summen, wie von einer zufriedenen Biene. Und die Nadel leuchtete auf, ein sanftes, blaues Licht, das in der Dämmerung deutlich zu sehen war.
"Wow", flüsterte Lina und senkte den Kompass wieder. Sofort hörte das Summen auf, und das Licht erlosch. Sie richtete ihn erneut zum Himmel – und wieder begann er zu summen und zu leuchten.
Lina schaute sich um. Ihre Eltern waren im Haus, niemand konnte sie sehen. Sie wusste nicht warum, aber irgendetwas sagte ihr, dass sie diesen Kompass für sich behalten sollte. Es war ihr kleines Geheimnis.
Vorsichtig steckte sie den Kompass in die Tasche ihrer Hose und lief zurück ins Haus. In ihrem Zimmer holte sie ihn wieder hervor und betrachtete ihn im Licht ihrer Schreibtischlampe. Er war wirklich wunderschön. Die goldene Oberfläche glänzte, und die Symbole schienen fast zu leben, wenn das Licht darauf fiel.
Lina probierte noch einmal aus, den Kompass in verschiedene Richtungen zu halten. Nur wenn sie ihn nach oben richtete, zum Himmel, begann er zu summen und zu leuchten. Was das wohl zu bedeuten hatte?
Als ihre Mutter kam, um ihr gute Nacht zu sagen, versteckte Lina den Kompass schnell unter ihrem Kopfkissen.
"Alles in Ordnung, Schatz?", fragte ihre Mutter und strich ihr über die Locken.
"Ja, alles gut", antwortete Lina mit einem Lächeln. "Ich bin nur müde."
"Dann schlaf gut, mein Schatz. Träum was Schönes." Ihre Mutter gab ihr einen Kuss auf die Stirn und verließ das Zimmer.
Lina wartete, bis die Schritte ihrer Mutter auf dem Flur verklungen waren. Dann holte sie den Kompass unter dem Kissen hervor und legte ihn auf ihren Nachttisch. Im Dunkeln konnte sie die Symbole kaum erkennen, aber sie wusste, dass sie da waren: die Wolke, der Stern, der Mond und die Sonne.
Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief Lina ein. Sie träumte von flauschigen Wolken, die wie Schafe aussahen, und von einem goldenen Kompass, der den Weg zu ihnen zeigte.
Mitten in der Nacht wachte Lina auf. Ein helles Licht blendete sie. Verschlafen rieb sie sich die Augen und setzte sich auf. Das Licht kam von ihrem Nachttisch. Der Kompass! Er leuchtete so hell, dass er das ganze Zimmer in ein bläuliches Licht tauchte. Und er summte, lauter als zuvor, ein drängendes, aufgeregtes Summen.
Lina nahm den Kompass in die Hand. Er war warm, fast heiß, und vibrierte leicht. Die Nadel zeigte starr nach oben, zur Zimmerdecke, und das blaue Licht pulsierte im Rhythmus des Summens.
"Was willst du mir sagen?", flüsterte Lina.
Als hätte der Kompass sie gehört, wurde das Summen noch lauter, und das Licht noch heller. Die Nadel zitterte, als würde sie ungeduldig auf etwas warten.
Lina stand auf und folgte der Richtung, in die die Nadel zeigte. Sie führte sie aus ihrem Zimmer, den Flur entlang, zu der kleinen Treppe, die zum Dachboden führte. Die Tür zum Dachboden war immer verschlossen, aber heute Nacht stand sie einen Spalt offen. Ein silbriges Licht drang durch den Spalt.
Lina zögerte. Der Dachboden war dunkel und voller Spinnweben. Sie war noch nie allein dort oben gewesen. Aber der Kompass in ihrer Hand summte so aufgeregt, dass sie ihren Mut zusammennahm und die Tür aufschob.
Zu ihrer Überraschung war der Dachboden nicht dunkel. Mondlicht fiel durch das kleine Fenster und erhellte den Raum. Und dort, wo das Mondlicht auf den Boden traf, begann etwas Seltsames: Eine Treppe aus silbrigem Licht, die nach oben führte, durch das Dach hindurch, in den Nachthimmel.
Lina blinzelte ungläubig. Das konnte nicht sein. Eine Treppe aus Licht? Die durch das Dach ging? Sie rieb sich die Augen, aber die Treppe war immer noch da, silbrig schimmernd, einladend.
Der Kompass in ihrer Hand leuchtete jetzt so hell wie ein kleiner Stern, und das Summen war zu einer fröhlichen Melodie geworden. Die Nadel zeigte direkt auf die Lichttreppe.
Lina schluckte. Sollte sie wirklich...? Aber wohin führte diese Treppe? Was, wenn sie fiel? Was, wenn oben etwas Gefährliches auf sie wartete?
Doch dann dachte sie an die Wolken, die wie Schafe aussahen, und an ihre Sehnsucht, einmal auf ihnen zu reiten. Vielleicht war das ihre Chance. Vielleicht führte diese Treppe zu einem Abenteuer, von dem sie immer geträumt hatte.
Mit klopfendem Herzen setzte Lina einen Fuß auf die erste Stufe der Lichttreppe. Sie war überrascht, wie fest sie war. Es fühlte sich an, als würde sie auf Glas gehen, kühl und glatt, aber sicher. Der Kompass in ihrer Hand leuchtete wie verrückt, und die Melodie, die er summte, klang jetzt wie ein fröhliches Lied.
Lina nahm all ihren Mut zusammen und begann, die Treppe hinaufzusteigen. Mit jedem Schritt wurde ihre Angst kleiner und ihre Neugier größer. Wohin würde diese Reise sie führen?
Als sie die letzte Stufe erreichte und durch das Dach trat, ohne es zu berühren, als wäre es gar nicht da, hielt sie den Atem an. Über ihr erstreckte sich der Nachthimmel, voller Sterne, und unter ihr... unter ihr waren Wolken, weiß und flauschig im Mondlicht, wie ein endloses Meer aus Watte.
Der Kompass in ihrer Hand hatte aufgehört zu summen. Er leuchtete noch immer, aber ruhig und stetig, als hätte er sein Ziel erreicht. Die Nadel zeigte nicht mehr nach oben, sondern geradeaus, zu einer besonders großen, besonders flauschigen Wolke, die in einiger Entfernung schwebte.
Lina lächelte. Sie hatte keine Angst mehr. Ihr Herz war voller Vorfreude auf das Abenteuer, das vor ihr lag. Mit festem Schritt ging sie über die Wolken, dem Kompass folgend, in eine Welt, von der sie nicht einmal zu träumen gewagt hatte.
"Jede Angst wird kleiner, wenn du ihr mutig begegnest", flüsterte sie zu sich selbst, ein Satz, den ihre Großmutter ihr oft gesagt hatte. Und zum ersten Mal verstand Lina wirklich, was er bedeutete.
Lina setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Die Wolken unter ihren Füßen fühlten sich erstaunlich fest an, wie ein weicher, federnder Teppich. Trotzdem ging sie langsam, aus Angst einzusinken. Der Kompass in ihrer Hand leuchtete sanft und wies ihr den Weg.
Je weiter sie ging, desto bunter wurde die Welt um sie herum. Am Horizont sah sie Regenbogen, die wie Brücken zwischen den Wolkeninseln gespannt waren. Kleine, leuchtende Punkte tanzten in der Luft – waren das Sterne? Aber Sterne sah man doch nur nachts, oder nicht?
Lina war so damit beschäftigt, die Wunder um sich herum zu bestaunen, dass sie fast über etwas gestolpert wäre, das plötzlich vor ihr auf dem Wolkenpfad saß.
"Hoppla! Vorsicht, wo du hintrittst!", sagte eine freundliche Stimme.
Lina blinzelte überrascht. Vor ihr saß ein kleines, flauschiges Wesen, das tatsächlich aussah wie ein Schaf – nur dass sein Fell nicht weiß, sondern in sanften Pastellfarben schimmerte, mal rosa, mal hellblau, je nachdem, wie das Licht darauf fiel.
"Oh! Entschuldigung", stammelte Lina. "Ich... ich habe dich nicht gesehen."
Das Wolkenschaf lachte. Es hatte ein fröhliches, ansteckendes Lachen. "Kein Problem! Ich bin Benno Wolkenschäfchen. Und du musst Lina sein."
Lina starrte ihn mit großen Augen an. "Woher kennst du meinen Namen?"
Benno deutete auf den Kompass in ihrer Hand. "Der Wolkenkompass hat dich zu uns geführt. Er tut das nur bei besonderen Menschen – Menschen mit viel Fantasie und einem guten Herzen. Und er hat uns deinen Namen verraten."
"Der Kompass kann sprechen?", fragte Lina erstaunt.
