Das Gold von Caxamalca - Jakob Wassermann - E-Book

Das Gold von Caxamalca E-Book

Jakob Wassermann

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Beschreibung

In 'Das Gold von Caxamalca' führt Jakob Wassermann seine Leser ins Herz des präkolumbianischen Perus und lässt sie die Eroberung durch die spanischen Konquistadoren aus der Perspektive der Zeitzeugen erleben. Der Roman zeichnet ein lebhaftes Bild der Begegnung zwischen der alten Inka-Zivilisation und den neuen Eindringlingen. Wassermanns detaillierte Schilderung von kulturellen Missverständnissen und der Gier der Eroberer wird in einer eloquenten Prosa präsentiert, die sowohl historisch genau als auch literarisch ansprechend ist. Der Roman verwebt historische Fakten mit einer fesselnden Erzählung und untersucht tief die ethischen Fragen, die aus der Konfrontation von Kulturen entstehen. Jakob Wassermann, ein produktiver Autor des frühen 20. Jahrhunderts, wurde 1873 in Fürth, Deutschland geboren und war bekannt für seine kritischen Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen und historischen Themen. Wassermanns eigenes Leben, geprägt von den Umbrüchen und kulturellen Spannungen seiner Zeit, spiegelt sich in seinen Werken wider. Die Faszination für die Erforschung von Macht und Moral könnte ihn zu der Entstehung eines Romans wie 'Das Gold von Caxamalca' inspiriert haben, da er häufig die Machtstrukturen und komplexen Beziehungen zwischen den Kulturen in Frage stellte. Für den modernen Leser bietet 'Das Gold von Caxamalca' nicht nur ein fesselndes historisches Abenteuer, sondern auch eine Einladung zur Reflexion über die universellen Themen von Gier, Macht und kultureller Begegnung. Dieses Werk ist mehr als nur ein Stück historischer Fiktion; es ist eine provokante Erkundung der Tiefe menschlicher Ambitionen und der Konsequenzen des Zusammenpralls der Zivilisationen. Empfohlen für alle, die sich für Geschichte, Ethik und meisterhaftes Geschichtenerzählen interessieren.

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Veröffentlichungsjahr: 2026

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Jakob Wassermann

Das Gold von Caxamalca

e-artnow, 2025

Inhaltsverzeichnis

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Inhaltsverzeichnis

Das Folgende wurde niedergeschrieben von dem Ritter und nachmaligen Mönch Domingo de Soria Luce in einem Kloster der Stadt Lima, wohin er sich, dreizehn Jahre nach der Eroberung des Landes Peru, zur Abkehr von der Welt begeben hatte.

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Inhaltsverzeichnis

Im November des Jahres 1532 zogen wir, dreihundert Ritter und etliches Fußvolk, unter der Führung des Generals Francesco Pizarro, Friede seinem Andenken, über das ungeheure Gebirge der Kordilleren. Ich will mich bei den Schwierigkeiten und Gefahren dieses Marsches nicht lange aufhalten. Es sei genug, wenn ich sage, daß wir manchmal glaubten, unsere letzte Stunde sei gekommen, und die Qualen des Hungers und Durstes noch gering anzuschlagen waren gegen die Schrecken der wilden Natur, die gähnenden Abgründe, die steilen Wege, die an vielen Stellen so schmal waren, daß wir von den Pferden absitzen und sie am Zügel hinter uns herziehen mußten. Auch von der greuelvollen Ödnis, der Kälte und den Schneestürmen will ich nicht reden, und daß einige unter uns den unseligen Entschluß verfluchten, der sie in dieses menschenmörderische Land geführt hatte.

Aber am siebenten Tage waren unsere Leiden zu Ende, und als es Abend wurde, betraten wir erschöpft und dennoch in unseren Gemütern erregt die Stadt Caxamalca. Das Wetter, das seit dem Morgen schön gewesen, ließ jetzt Sturm befürchten, bald auch begann Regen mit Hagel vermischt zu fallen, und es war kalt. Caxamalca heißt soviel wie Froststadt.

Es verwunderte uns sehr, daß wir die Stadt vollkommen verlassen fanden. Niemand trat aus den Häusern, uns zu begrüßen, wie wir es von den Gegenden an der Küste gewohnt waren. Wir ritten durch die Straßen, ohne einem lebendigen Wesen zu begegnen und ohne einen Laut zu hören außer den Hufschlägen der Pferde und ihrem Echo.

Bevor aber noch die Dunkelheit ganz einbrach, gewahrten wir längs der Berghänge, soweit das Auge reichte, eine unübersehbare Menge weißer Zelte, hingestreut wie Schneeflocken. Das war das Heer des Inka Atahuallpa, und der Anblick erfüllte selbst die Mutigsten unter uns mit Bestürzung.