Das Leben ist ein Wunschkonzert - Sylvia Lessing - E-Book

Das Leben ist ein Wunschkonzert E-Book

Sylvia Lessing

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Beschreibung

Wenn ein Frosch in eine Schale mit kochenden Wasser gesetzt wird, springt er sofort heraus. Wird der Frosch in eine Schale mit kaltem Wasser gesetzt bleibt er sitzen. Wird das Wasser nun langsam erwärmt, spürt der Frosch es nicht und bleibt dadurch leider auch noch sitzen, wenn es langsam anfängt zu kochen und er gar ist. Wir Menschen verharren auch manchmal zu lange in Lebenssituationen. Nicht, weil wir nicht mitkriegen, dass es zu heiß wird, sondern weil wir Angst haben in eine neue Situation zu springen. Nur zu gut kann ich mich noch an meine Angst erinnern, die ich hatte, als ich springen musste. In den nächsten Jahren stehen so massive gesellschaftliche Veränderungen an, es wird einige geben, die springen müssen. Mit diesem Buch möchte ich Mut machen den Sprung zu wagen und erklären, wie sich die Angst aufbaut. Denn im nachhinein kann ich genau erklären, warum mein Leben so verlaufen musste, wie es verlaufen ist. Wenn die damalige Situation für etwas gut war, dann dafür, dass Du lieber Leser es gar nicht erst heiß werden lassen brauchst. Heute weiß ich, es sind ausschließlich unsere Gedanken, die unsere Lebenssituation erschaffen. Mit unseren Gedanken drücken wir unsere Wünsche aus. Bewusst oder unbewusst, das ist unsere Entscheidung.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 65

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Das Leben ist ein Wunschkonzert

Das Leben ist ein WunschkonzertImpressum

Das Leben ist ein Wunschkonzert

Einleitung

Wenn Du einen Frosch nimmst und ihn in eine Schale mit kochenden Wasser setzt, wird er sofort wieder herausspringen. Setzt Du ihn  in eine Schale mit kaltem Wasser und erwärmst das Wasser ganz langsam, wird er sitzen bleiben. Leider bleibt er solange sitzen, bis das Wasser kocht und er langsam darin stirbt. Er kann die langsame Erwärmung nicht fühlen, darum bleibt er sitzen.

Ich habe auch mal zu lange in meiner Schale gesessen und nicht mitbekommen, dass es immer heißer wurde. Nicht, dass ich daran gestorben bin, aber ich bin sehenden Auges in die tiefste Krise meines Lebens gerutscht.

Ich grüße Dich und freue mich, dass Du das Buch aufgeschlagen hast. Ich habe dieses Buch für all jene geschrieben, die mehr vom Leben wollen. Mehr Freiheit, mehr Abenteuer, mehr Liebe, mehr Dankbarkeit einfach mehr Leben und weniger Funktionieren.

Es gibt so viele Ratgeber, manche davon sind sogar gut, aber nur ganz wenige halten, was sie versprechen. Das gleiche gilt im Übrigen für Seminare, Du kannst jeden Monat ein Seminar besuchen und trotzdem ändert sich nichts, Du hast immer noch das Gefühl nur zu funktionieren.

Das liegt daran, weil 99% der Ratgeber und Seminare bereits beim zweiten Schritt sind, nämlich beim Handeln und Denken. Es gibt aber einen ersten Schritt, wenn der ausgelassen wird, nützen all die zweiten Schritte gar nichts.

In diesem Buch geht es überwiegend um den ersten Schritt. Die Vorbereitung auf den ersten Schritt ist immer die Frage nach dem WOZU. Auch darum geht es in diesem Buch.

Das schöne ist, dass mein Leben als Paradebeispiel für dieses Buch dient. Ich habe über 50 Jahre gebraucht, um zu erkennen, wie einfach Leben sein kann. Es ist genau das, was im Titel steht, ein Wunschkonzert. Wenn Du das in Deinem Leben entdeckst, wirst Du Freude pur erleben, wie es Dir heute noch gar nicht vorstellen kannst.

Ich habe mir selber immer im Weg gestanden, erst als ich den Weg frei gemacht habe, hat sich mein Leben dramatisch zum Positiven gewendet.

Genau das wünsche ich auch Dir, darum habe ich das Buch geschrieben. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und viel Freude beim Umsetzen.

Sylvia

Meine Geschichte

Damit Du meine Entwicklung nachvollziehen kannst, beginne ich mit der Zeit, in der sich die Krise aufgebaut hat. Ich gehe dafür fast in meine Jugend zurück. Irgendwann stand die Wahl des Berufes an. Ich habe sie auf ganz besondere Art und Weise getroffen.  Ich wollte einen Beruf in einer ganz bestimmten Stadt und zwei Kriterien waren für mich wichtig. 1. Ein Beruf, in dem ich garantiert immer Arbeit habe In der kleinen Stadt, die ich mir ausgesucht habe, stand dafür der Pflege- und der Gastronomie-bereich zur Verfügung. 2. Ein Beruf, in dem ich ganz sicher nichts mit Menschen zu tun haben werde.  Damit war auch der Pflegebereich ausgeschlossen. Blieb noch Gastronomie, hier war der Service auch ausgeschlossen, also blieb die Küche übrig. So trat ich  meine Ausbildung zur Köchin in der Gastronomie an. Da ich einen wesentlich höheren Schulabschluss hatte, als ich ihn für die Ausbildung brauchte, konnte ich bereits nach 2,5 Jahren die Abschlussprüfung machen, was mir auch ganz gut gelungen ist.  Der Plan- keine Arbeitslosigkeit- trat  ein, ich hatte gleich nach Bestehen der Prüfung einen Arbeitsplatz. Als ich etwa ein Jahr als Gesellin gearbeitet habe, merkte ich, dass ich irgendwie im falschen Beruf war. Das lag daran, weil ich damals schon Mutter war und die Arbeitszeiten in der Gastronomie nicht besonders familienfreundlich sind. Außerdem ist es ein körperlich sehr anstrengender Beruf, auf Dauer wollte ich das nicht.  Ich wusste aber überhaupt nicht, was ich stattdessen hätte machen sollen. Ich habe doch "nur" diesen Beruf gelernt. Außerdem habe ich gedacht:" Das macht man doch nicht!" Erst einen Beruf lernen und dann gleich wieder den nächsten. Also habe ich mich dazu entschieden, erstmal in meinem Beruf zu bleiben, trotz des Gefühls wechseln zu wollen.  Relativ schnell habe ich dann mit Fortbildungen angefangen. Ich habe gedacht, wenn ich mich beständig fortbilde, kann ich vielleicht zwar im Kochberuf bleiben, aber die Gastronomie verlassen und in einen ruhigeren Bereich wechseln.  Meine Ausbildung zur Diätköchin wäre zum Beispiel eine gute Gelegenheit gewesen, aber ich habe sie nicht genutzt. Ich habe einfach immer weiter gemacht, in der Gastronomie.  Etwa 20 Jahre, nachdem ich festgestellt habe, im falschen Beruf zu sein, habe ich etwas gemacht, was aus heutiger Sicht geradezu unmöglich erscheint. Ich war mittlerweile das zweite Mal geschieden, war allein erziehend mit drei Kindern und habe neben einer Vollzeitbeschäftigung noch eine Vollzeit- Ausbildung zur Küchenmeisterin gemacht. Das Lernen für diese Prüfung fiel mir damals sehr, sehr schwer. Ich habe das ganze Haus voll mit Plakaten gehängt, wo die Dinge drauf standen, die ich irgendwie in meinen Schädel bekommen musste. Ich habe es geschafft, im Mai des Jahres 2000 habe ich den Meisterbrief mit meinem Namen in der Hand gehabt. Blöd nur, dass es in dem Gebiet wo ich wohnte, gar keine Arbeitsstellen für frischgebackene Meister gab. Umziehen wollte ich nicht, wie gesagt, ich war allein erziehend mit drei Kindern, da brauchte ich ein gut funktionierendes soziales Netzwerk, das hätte ich in einem fremden Ort nicht gehabt.  Also, was habe ich gemacht? Ich habe mich in dem Beruf, aus dem ich bereits nach dem ersten Jahr wieder aussteigen wollte, selbständig gemacht. Ich hatte als Köchin einen guten Ruf, so war es für mich auch kein Problem einen recht hohen Kredit, von der Bank zu bekommen. Alle, um mich herum, haben fest an mich geglaubt. Es gab allerdings ein Mensch, der nicht an mich geglaubt hat und das war ich selbst.  Mir wurden im Laufe der Jahre immer wieder Betriebe zur Übernahme angeboten, ich habe immer dankend abgelehnt. Zu viele Chefs habe ich gesehen, die kaputt gegangen sind, nervlich und gesundheitlich völlig am Ende haben sie immer versucht, irgendwie den Tag zu überstehen. Da ich das auf keinen Fall wollte, habe ich die Selbstständigkeit in der Gastronomie immer abgelehnt.  Ich habe es trotzdem gemacht. Habe mir ein Lokal ausgesucht, in dem ich reines Tagesgeschäft hatte und sonntags geschlossen. Ich dachte mir, so kann ich Selbständigkeit und Kinder unter einem Hut bekommen.  Nach zwei Jahren war ich pleite. Nicht, dass ich mich dafür irgendwie verantwortlich fühlte. Nein, nein, das lag alles an äußeren Gegebenheiten. Ja, so dachte ich damals tatsächlich. Du kannst Dir vielleicht schon vorstellen, dass das Wasser in meiner Schale schon über lange Zeit ziemlich warm war. Ich habe verdrängt. Natürlich gab es damals viele Möglichkeiten für mich, einen neuen Weg zu gehen, aber ich habe nicht eine davon gesehen. Ich habe festgestellt, ich bin Pleite, entstanden aus zu wenig Umsatz, also brauche ich mehr Umsatz. So bin ich zum Getränkehändler gegangen und habe ihm meine Situation geschildert, mit der Bitte mir ein Lokal zu suchen, wo ich wesentlich mehr Umsatz haben werde.  Es dauerte nicht lange, da hatte ich mein neues Lokal. Das war nun kein reines Tagesgeschäft mehr. Ich habe dort von morgens bis morgens gearbeitet. Mit den Kindern war das gut zu vereinbaren, weil wir in dem Geschäft gewohnt haben. Mit diesem Unternehmen habe ich zwar Plus erwirtschaftet, aber es reichte nicht, um die Schulden aus dem alten Geschäft in irgendeiner Form zu tilgen. Nach wiederum etwa zwei Jahren, habe ich mein Ziel erreicht. Ich war völlig kaputt, nervlich uns gesundheitlich komplett am Ende und habe immer versucht irgendwie den Tag zu überstehen. Es ist genau das Bild eingetreten, das ich immer von den Chefs in der Gastronomie hatte. Das Wasser in meiner Schale köchelte bereits. Ich befand mich in einem Zustand der totalen Überforderung. Wer das nicht kennt, kann sich gar nicht vorstellen, wie ich mich gefühlt habe. Du musst es Dir so vorstellen, als wenn Du mit 30 oder mehr Bällen Squash spielst und alle Bälle treffen musst. Es ist unmöglich, aber du versuchst es trotzdem. Dabei entwickelt sich das Kopf Kino, es nicht mehr schaffen zu können und die Schraube dreht sich immer weiter runter.  Der Körper fängt langsam an sich abzubauen. Bei mir ging es los mit massiven Rückenschmerzen, die soweit gingen, dass ich den Kopf nicht mehr schmerzfrei gerade halten konnte und eine Halskrause tragen musste, um überhaupt noch einigermaßen Stabilität zu haben. Dazu kam, dass ich keine zwei Geräusche gleichzeitig mehr ertragen habe, was in der Küche unerträglich wurde.