Das Rauschen im Hintergrund - Timo Körner - E-Book

Das Rauschen im Hintergrund E-Book

Timo Körner

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Beschreibung

Ben ist der geborene Opfertyp und hält sein Leben kaum mehr für lebenswürdig. Während einer Selbsthypnose, von der er sich, für sich selbst und für den Verlauf seines Lebens eine gewisse Besserung verspricht, hat er eine Erscheinung einer dunklen Gestalt. Durch diese Erscheinung wird Ben eine Fähigkeit zuteil, die er selbst als Fluch empfindet. Er bekommt durch diese Fähigkeit die Möglichkeit, das Handeln von Menschen binnen kürzester Zeit zu beeinflussen und sogar in die Gedanken der Menschen Einblick zu erhalten. Zunächst beschert ihm die Gabe interessante Erkenntnisse, schnell aber bemerkt Ben die unendliche Vielfalt an Möglichkeiten und Gefahren, die sich durch sie auftun. Bald stellt sich heraus, dass Ben Einfluss auf die gesamte Erdbevölkerung hat.

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Seitenzahl: 244

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Timo Körner

Das Rauschen im Hintergrund

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Das Rauschen im Hintergrund

Phillip

Miriam

Ben

Der Warnschuss

Die Tat

Das Aufatmen

Der Schlag (1)

Bens Erbe

Die Rückkehr

Der Schlag (2)

9 Tage

Wien

Stichtag

Die neue Ära

Impressum neobooks

Das Rauschen im Hintergrund

Als Phillip wieder zu sich kam, hörte er wieder das Blubbern und Röcheln, welches er selbst produzierte. Noch immer rann Blut aus dem Edelstahlröhrchen, das noch immer tief in seiner Nase steckte und unerträgliche Schmerzen verursachte. Jedes Mal, wenn er einatmete, gab es ein Röcheln und beim Ausatmen schlug das Blut, das aus dem Röhrchen rann Blasen und wurde von diesem grässlichen Blubbern begleitet.

Er befand sich sitzend, den Kopf nach unten hängend auf einem alten stabilen Holzstuhl ohne Rückenlehne. Seine Hände waren an den Armlehnen des Stuhls mit Klebeband fixiert. Der Stuhl musste früher einmal eine Rückenlehne gehabt haben, das verriet die Form der Armlehnen. Er spürte, dass auch seine Beine fixiert waren. Ebenfalls mit Klebeband an den vorderen Stuhlbeinen. Er blickte an sich herunter und erkannte, dass er nackt, bis auf seine weiße Calvin Klein Unterhose, auf diesem Holzstuhl saß, der sichtbare Gebrauchsspuren aufwies und wahrscheinlich auf Grund von Feuchtigkeit, eine fast schwarze Färbung angenommen hatte.

Immer noch sichtlich benommen, versuchte er sich zu orientieren. Er bewegte seinen Kopf nach links. Er konnte nicht viel erkennen, da der Schmerz in seiner Nase ihm immer wieder die Tränen in die Augen trieb und dazu die Umgebungsbeleuchtung auch noch sehr schwach war, aber er konnte eine alte, modrig feuchte und von Grünspan bedeckte Betonwand etwa drei Meter entfernt von ihm erkennen. Nichts weiter, nur diese kalte feuchte graugrüne Betonwand. Er blickte nach oben und konnte dort eine alte Deckenlampe erkennen, die ein schwaches gelbliches Licht produzierte. Die Lampe wirkte genauso alt, wie die Mauer zu seiner Linken. Es war zu erkennen, dass die Innenseite der metallenen Lampe einmal weiß emailliert gewesen sein musste. Allerdings war von dem Weiß nur noch ein dunkles Beige übrig. Der Rest der Lampe war schwarz, ebenso wie das Kabel an dem die Lampe etwa einen Meter von der Decke hing. Die Decke des Raumes, an dem die Lampe hing, war etwa 3,5 Meter hoch und graugrün modrig, wie die Wand zu seiner Linken. Die Decke war mit Wassertropfen übersät. Die Tropfen setzten sich nur wenig von dem rauen gegossenen Beton ab, aber Phillip konnte sie trotzdem noch gerade erkennen. Er hob den Kopf an und sah nach vorn. Etwa einen halben Meter von seiner Brust entfernt stand ein alter massiver Holztisch, der ähnlich wie der Stuhl, auf dem er saß, eine fast schwarze Farbe angenommen hatte. Etwa zwei Meter weiter hinter dem alten Tisch befand sich wieder eine Mauer, die genau so aussah, wie die zu Phillip' Linken und die Decke des Raumes in dem er sich befand. Da sich diese Mauer aber etwas näher an der Deckenlampe befand, konnte er ziemlich gut erkennen, dass Wassertropfen an ihr herunter rannen. Als Phillip seinen Kopf nach rechts bewegte, sah er auf eine weitere Mauer ebenfalls etwa drei Meter von seiner Sitzposition entfernt. Phillip konnte auf Grund seiner Fixierung nicht erkennen, was sich hinter ihm befand, aber er vermutete, dass sich dort ebenfalls eine Mauer in zwei bis drei Meter Entfernung befand. Das ließ den Wiederhall seines Röchelns und Blubbern auf sich schließen. Er hörte nichts außer die von ihm selbst verursachten Geräusche und hin und wieder einen Wassertropfen, der von der Decke auf den Fußboden tropfte. Er versuchte den Fußboden, auf dem sich seine nackten Füße befanden zu analysieren. Seine Füße befanden sich in etwas Kaltem und Feuchtem. Phillip versuchte seinen rechten Fuß etwas zur Seite zu knicken, um zu erkennen, welche Flüssigkeit sich an seiner Fußsohle befand. Es schien Wasser zu sein, vermischt mit dem Blut aus seiner Nase, welches wohl einige Zeit während seiner Bewusstlosigkeit an ihm, mit Umweg über sein rechtes Bein, heruntergelaufen ist.

Es befand sich eine kalte, feuchte, von Schimmelsporen verseuchte Luft in dem Raum. Phillip realisierte, dass er zitterte. Je mehr Zeit verging, desto deutlicher merkte er, wie kalt ihm war.

Phillip versuchte sich zu sammeln und sich vor Augen zu halten, wer er war, wo er war und wie er dort hinkam. Er versuchte im Geiste den Tag zu rekonstruieren.

Phillip

Phillip Nicolas Trenker, Sohn von Harry Trenker, Rechtsanwalt und Marita Trenker, Ärztin, wuchs als typisches Arschlochkind auf in Bremen Oberneuland auf. Oberneuland gilt in Bremen als eines der sehr feinen Pflaster.

Egoistisch, extrovertiert und immer dann unzufrieden, wenn er nicht im Mittelpunkt der Welt stand.

Von seinen Eltern nur bedingt Grenzen aufgezeigt bekommen und vom Anwaltsvater bei jeder Untat schützend verteidigt, konnte er sich nur zu einem typischen Berufssohn heran mausern.

Er war zwar an der Universität Bremen, die ja als Elite-Uni galt, im Fach Jura eingeschrieben, doch war dies mehr oder weniger eine Alibigeschichte, damit er sich nicht vor seinem Vater rechtfertigen muss, was er denn den ganzen Tag über trieb.

Phillip war gerade 28 Jahre alt geworden, er sah aber schon etwas älter aus. Das lag wahrscheinlich an seinem leichten Übergewicht zu seiner nicht geringen Körperhöhe von 1, 93 m. Er war nicht fett, aber er hatte auch nicht gerade das Idealgewicht für seine Größe, dazu wirkte sein Gesicht etwas aufgedunsen, was wahrscheinlich an seinem ungesunden Lebensstil lag.

Er trank sehr viel, was ja im Grunde nicht schlecht war, wenn es sich bei seinen Getränken nicht fast ausschließlich um alkoholische Getränke handeln würde. Darüber hinaus konsumierte er sehr oft sehr viel Kokain, seine gutverdienenden Eltern machten es ihm leicht zu jeder Zeit an alles heran zu kommen, was er so brauchte, da sie den kontinuierlichen sehr üppigen Geldfluss auf sein Konto niemals abreißen ließen. Harry und Marita arbeiteten sehr viel, aus diesem Grund konnten sie sich nie wirklich um ihren geliebten Sohn kümmern, sie konnten aber dafür sorgen, dass es ihm an nichts fehlte, was man für Geld kaufen kann. So auch Freunde, die man natürlich nicht direkt für Geld kaufen konnte, da aber Phillip immer alles hatte, was sich andere Kinder gewünscht hatten, hatte er auch immer eine Schar „Freunde“ um sich herum.

Phillip war immer der, der das Sagen hatte. Was er sagte war in seiner Clique Gesetzt, egal ob es korrekt war oder nicht. Dies hielt bis heute an. Zwar haben hatten sich immer mal Leute von ihm losgesagt, aber es kamen auch immer wieder welche dazu. So war Phillip praktisch nie alleine und hatte immer Leute „unter sich“. Er wollte zwar in Vaters Fußstapfen treten, nur bekam er das mit seinem Studium nicht wirklich hin, musste er doch viel Zeit mit dem Feiern verbringen.

*

Zitternd, nackt auf einem Stuhl in diesem dunklen Verlies fixiert, erinnerte sich Phillip. Es war mal wieder Freitag und es stand natürlich wieder Feiern auf dem Plan. Am frühen Nachmittag wachte Phillip in seinem City Loft in der Stadtmitte Bremens auf. Er hätte auch noch bis in den Abend rein geschlafen, aber die von seinen Eltern engagierte Putzfrau, welche sich zweimal wöchentlich um seinen Haushalt kümmert, hatte angefangen Staub zu saugen und schlug während des Saugens einige Male gegen seine Schlafzimmertür, woraufhin er unsanft aus dem Schlaf gerissen wurde.

Er wachte auf dem Bauch liegend auf, da es Sommer war, war er nur halb mit einem weißen Laken zugedeckt. Bekleidet war er nur mit einer hellblauen Unterhose. Sein Schlafzimmer war in einem stetigen Weiß gehalten. Die Wände weiß gestrichen, der Fußboden weiß gefliest mit tief schwarzen Fugen. Auch das Mobiliar war weiß glänzend gehalten. Es handelte sich natürlich nicht um Massenbauelemente á la Ikea, es waren natürlich Designerelemente. Allesamt Einzelstücke. Mit weniger würde er sich auch nicht zufriedengeben.

Phillip stand auf, und wankte in Richtung Bad, in welches er direkt vom Schlafzimmer aus betreten konnte. Das Bad war durch und durch mit dunkelgrauem Marmor verkleidet, lediglich die Trennwand zur Duschzeile war aus dickem Milchglas. Er nahm sich seine Zahnbürste aus dem Zahnputzbecher, welcher ebenfalls aus Marmor bestand, drücke etwas Zahnpasta aus der Tube und steckte sich das Reinigungsutensil in den Mund. Während er mit der linken Hand zu bürsten begann, lehnte er sich um die Ecke und stellte mit der rechten Hand den Wasserstrahl der Dusche, die sich rechts neben seinem Waschbecken befand, so ein, wie er es gerne hat und wie er es jeden Tag tat. Als die Dusche dabei war, ihre Temperatur zu erlangen, blickte sich Phillip im Spiegel an, während er ruppig seine Zähne weiter putzte. Seine nicht mehr ganz kurzen blonden Haare standen am Hinterkopf zu Berge und vielen ihm vorn schon fast in die Augen. Seine immer roten Wangen stellten sich in dem grellen Licht der Halogenleuchten des Bades noch pockiger dar als ohnehin schon. Seine hellblauen Augen waren durch das Zusammenkneifen zum Schutz vor dem Licht kaum zu sehen. Er spuckte den Rest der sich in seinem, mit wulstigen Lippen umrahmten, Mund befindlichen Zahnpaste aus, streifte sich seine Calvin Klein runter und machte einen Schritt um die Ecke in seine Duschzeile.

Während Phillip begann, ausgiebig zu duschen, war seine Putzfrau Olga, eine kleine dickliche Russin mit lockigem leicht rötlich gefärbtem Haar, mit dem Staubsaugen im Wohnzimmer durch und wickelte das Kabel des Staubsaugers mit der Hand auf. Sie wusste zwar, dass der Staubsauger eine Kabelaufrollautomatik hatte, aber diese Funktionierte nicht immer zuverlässig, sodass sie keine Zeit mit dem herumprobieren verschwendete. Olga war immer fleißig und schnell in ihrer Arbeit. Sie stellte den Staubsauger an die Wand neben dem pervers großen Fernseher mit Plasmabildschirm und stellte einige Zeitschriften, die noch auf dem Vollglas-Wohnzimmertisch lagen in eine eigens dafür eingerichtete Zeile des Wohnzimmerregals, bei welchem es sich natürlich auch um ein Designerstück handelte. In dem Designerregal befanden sich viele intelligent, sich ineinander windende Teilabschnitte in denen sich ordentlich verteilt einige Dekorationsartikel und einige Ordner befanden, in denen sich Phillip' komplettes Leben befand. Die schwarzen Standard-Büro-Ordner wirkten etwas unpassend in dem Designerregal. Dann ging Olga in die Küche, holte einen hellblauen halb feuchten Schwamm und wischte den Wohnzimmertisch mit einigen geübten Bewegungen ab. Während sie sich erneut schnellen Schrittes auf den Weg in die Küche machte, um den Schwamm zurück zu bringen, blickte sie sich noch einmal im Raum um, ob sie auch an alles gedacht hat. Als sie in der Küche verschwunden war, trat Phillip aus dem Schlafzimmer, er war mittlerweile mit dem Duschen durch und fertig angezogen. Er trug eine saubere leicht verwaschene Jeans, schwarze Socken, ein weißes Hemd und war gerade dabei, sich ein schwarzes Jackett überzuwerfen. Das Olga noch da war, wusste er. Er hasste Olga, weil sie auch bei seinen Eltern die Hausarbeiten übernahm und dazu sehr redselig war. Wenn Olga da war, versuchte er, sich so verschlossen zu geben wie möglich, was auch immer gut klappte.

Olga kam aus der Küche und griff sich den Staubsauger, während ein fröhliches „guten Morgen“ fast singend aus ihrem Munde kam. „Moin“ grummelte Phillip leicht genervt von dieser guten Laune. „Haben sie gut geschlafen?“, fragte Olga, die sich mit dem Staubsauger auf dem Weg zur Abstellkammer, befand. Auf Phillip' Zunge befand sich der Satz „Was geht dich das an, Du Fetthaufen?“, doch er antwortete mit einem kurzen und knappen „Jap!“. Er ließ sich auf seine weiße Ledercouch fallen, die mit ihren stylischen Rundungen der Feder Luigi Colanis entsprungen sein könnte und nahm sich sein Smartphone zur Hand. Während er die neusten Posts seiner „Freunde“ auf Twitter und Facebook durchstöberte, warf sich Olga ihre leichte rosafarbene Sommerjacke über und verabschiedete sich mit den Worten „So, bis nächste Woche, Herr Trenker!“. Phillip antwortete: „Tschüss“.

Da heute Freitag und damit Feiern angesagt war, war es auch klar, dass der Abend hier in Phillip' Loft starten würde. Er twitterte und facebookte seinen „Freunden“: „Heute 19:00 Uhr bei mir! Und dann Partyyyy!“. Phillip musste noch einkaufen, da er keinerlei Getränke und Knabbersachen mehr im Hause hatte. Gäste wollen ja immer versorgt sein und da seine Freunde es ja gewohnt waren, dass Phillip immer alles hatte, wollte er sie auch nicht enttäuschen.

Phillip erhob sich von seiner weißen Couch und rutschte auf seinen Socken über das helle Naturholzparkett zu seinen weißen Slippers, in die er routiniert hineinschlüpfte, während er sich sein Smartphone in die Innentasche seines Jacketts steckte. Auf dem Weg zur Wohnungstür, griff er sich sein Schlüsselbund, an dem sich nur sein Wohnungsschlüssel, sein Autoschlüssel und natürlich ein Mercedes-Anhänger befand, vom weißen Sideboard. Er riss eilig die Tür auf, trat auf den Hausflur und zog die Tür hinter sich zu.

Als er das Haus verließ, griff er noch einmal in die Innentasche seines Jacketts um auf seinem Smartphone zu sehen, ob sich schon jemand wegen des bevorstehenden Abends meldete. Er lokalisierte kurz, in welcher Richtung sich sein Wagen, ein schwarzer Mercedes der S-Klasse, befand und ging zügig die Straße rechts herunter, während er konzentriert mit deinem Smartphone hantierte. Er blickte nicht in Laufrichtung und lief direkt in eine Person hinein, wobei er sein Telefon aus der Hand verlor, welches unsanft mit einem Scheppern auf dem Fußweg landete. Phillip war nie jemand, der ein Blatt vor den Mund nehmen musste, er brauchte auch nie vor irgendjemandem Respekt haben. Er hatte ja eine Menge „Freunde“ und seinen Vater, den Rechtsanwalt. So hielt er auch in diesem Schreckmoment nicht inne und brüllte den etwa 20 cm kleineren etwa gleichaltrigen Mann, in den er hinein rannte auf der Straße so laut an, dass sich jeder nach den Beiden umdrehte. „MANN, KANNST DU NICHT AUFPASSEN?“, brüllte er. Der Mann, der so unauffällig gekleidet und ruhig dar stand, dass Phillip ihn normalerweise niemals bemerken würde, antwortete mit ruhiger Stimme und einem leichten Grinsen auf den Lippen: „Sorry, aber du hast auch nicht nach vorne geschaut!“. Phillip wurde noch lauter: „MANN, DU DÄMLICHER ZELLHAUFEN! WENN MEIN HANDY IM ARSCH IST, POLIER ICH DIR DIE FRESSE!“. Phillip brüllte so laut, dass eine Frau mittleren Alters, die gerade an den Beiden vorbeiging, kurz zusammenzuckte, während sie einen Schritt über das am Boden liegende Smartphone machte. Der Mann, hörte auf zu grinsen, behielt aber für diese Lautstärke, die ihm entgegen geblasen wurde, einen sehr entspannten Gesichtsausdruck.

Phillip ging in die Hocke um sein Telefon aufzuheben, griff es sich und probierte hektisch die Tasten durch. Es hatte alles noch funktioniert. „Hast Glück gehabt, Mann!“, sagte er immer noch im sehr lauten Ton. Er drehte sich um, um dem Mann noch einmal böse ins Gesicht zu blicken, doch da war niemand mehr. Der Fußweg war leer, als wenn dort nie jemand gewesen wäre. „Feigling!“ grummelte Phillip vor sich hin und setzte seinen Weg zum Auto fort. Fast am Wagen angekommen, betätigte er den Türöffner-Kopf an seinem Autoschlüssel. Drei kurze Piep Töne ertönten und er stieg ein. Als er den Motor startete, schaltete sich auch seine Stereoanlage, die er hatte nachrüsten lassen. Laute Bässe ertönten, so dass er die ganze Straße mit einer Mischung aus röhrendem Motorgeräusch und Schimpfe-Rapper-Musik beschallte. Auffällig und extrovertiert, wie seine ganze Art schon immer war.

Von Phillip' Loft bis zum Getränkemarkt seines Vertrauens waren es etwa 15 Minuten Fahrzeit. Dort angekommen, parkte Phillip über zwei Parkplätze, die in der knappen Parkplatzwelt Bremens, gerade frei waren.

Ihm gehörte ja die Welt.

Er nahm sich einen Einkaufswagen und schob diesen hastig und wichtig in den Getränkemarkt. Durch die Regalreihen eilend, griff er sich eine Kiste Becks Bier, eine Kiste Coke, zwei Flaschen Freixenet Sekt, die mit dem goldenen Etikett, eine Flasche Glennfiddich Whiskey, eine Flasche Jack Daniel's Whiskey, zwei Flaschen Prosecco, 3 Flaschen Merlot und eine 1,5 Literflasche Jägermeister, die es gerade im Angebot gab. Im Getränkemarkt befand sich auch eine kleine Bäckerei, deren Mitarbeiterin gerade frische Brötchen aus dem Ofen holte. Phillip stellte sich an die Theke, an der bereits eine ältere Dame stand, die offensichtlich damit beschäftigt war, sich ein Brot auszusuchen. „Ich hätte gern 5 normale Brötchen!“, drängelte er sich vor, ohne auf den entsetzten, fast erschrockenen Blick der alten Dame zu achten. Als er bemerkte, dass ihn die Dame ansah, fragte er: „Is was, Pusteblume?“. Er nannte alte Damen mit fein gelockten weißen Haaren immer so, weil sie für ihn von hinten immer so aussahen, wie die Pusteblumen auf grünen Sommerwiesen. Die Dame blickte kopfschüttelnd in die andere Richtung. Phillip nahm seine Brötchen, die mittlerweile von der noch sehr jungen Verkäuferin eingepackt waren, entgegen und warf sie in den Einkaufswagen. Dann schritt er weiter in Richtung Kasse. Der Kassierer scannte die waren und nannte einen Preis, den Phillip nicht näher wahrgenommen hatte, weil er mit seinem Handy beschäftigt war. Phillip blickte nicht auf, griff sich in seine Gesäßtasche, holte sein Portmonee heraus und holte seine EC-Karte aus selbigem. Er hielt sie dem Kassierer hin, während er weiter mit seinem Smartphone hantierte. Auf Aufforderung gab er seine PIN ein, nahm seine Karte entgegen und ging weiter zum Ausgang des Getränkemarkts.

Am Auto angekommen, öffnete er den Kofferraum und platziere seinen Einkauf darin. Er schloss die Kofferraumhaube und schob den Einkaufswagen zurück ins Depot. Als er wieder sein Auto erreichte bemerkte er einen Golf in der Nähe seines Parkplatzes, dessen Fahrer ihn ansah und sich merklich gestikulierend über Phillip' Parkweise aufregte. Phillip zeigte dem Golffahrer im Vorbeigehen, dass es ihn in keiner Weise interessiert, was dieser von ihm und seiner Parkaktion hält.

Phillip war gerade fertig, die Getränke gut sichtbar in seiner Wohnzimmerbar zu organisieren, als die ersten Gäste klingelten.

Nach und nach trafen immer mehr „Freunde“ ein und der Geräusch- und Alkoholpegel stiegen stetig an. Phillip machte natürlich den Entertainer und versuchte die Damen und Herren mit Witzen zu belustigen, die sie alle schon kannten, weil er sie schon 1000mal erzählte. Natürlich lachten die meisten, um die Stimmung nicht abfallen zu lassen. Hin und wieder verschwanden einige im Schlafzimmer um sich kurz „die Nasen zu pudern“ und kamen voller neuer Energie zurück.

Gegen Mitternacht machten sich alle aufbruchsbereit, Phillip tauschte noch schnell seine blaue Jeans, gegen eine weiße Jeans und sein weißes Hemd gegen eines mit dünnen orangefarbenen Vertikalstreifen.

Bei Aufbruch sah die ganze Gruppe aus, wie das was sie waren eine gelackte Yuppietruppe. Und so machten sie sich dann auch auf ins Modernes. Das Modernes war eine angesagte Diskothek im Zentrum Bremens. Phillip fuhr natürlich selber, obwohl er einiges getrunken und eine Menge Koks gezogen hatte. „Ich fahre bei jedem Wetter“, pflegte er immer zu sagen. Am Modernes angekommen, reihten sie sich in die ohnehin schon sehr lange Warteschlange vor dem Eingang ein, um endlich laute Musik zu hören und noch mehr zu feiern.

Phillip verbrachte einige Zeit auf der Tanzfläche, als er sich entschloss, eine Bekanntschaft für diese Nacht zu aufzureißen. Als er sich auf den Weg zu einer der Theken machte, kreuzte jemand seinen weg und trat ihm auf den rechten Fuß. Ohne hinzusehen brüllte er los: „SAG MAL, SEID IHR ALLE HEUTE BESCHEUERT?“, als er hinschaute, war dort bereits niemand mehr. Phillip ging weiter zur nächstgelegenen Theke an der eine hübsche Brünette saß. Er bestellte zwei Vodka-Redbull und bot der hübschen ein Glas an, welche die Einladung interessiert lächelnd annahm. Offensichtlich wirkte Phillip Gesicht im Diskolicht wesentlich attraktiver als bei normalem Tageslicht, denn eine Schönheit war er wirklich nicht. Vielleicht liegt es auch an seinem selbstbewussten Auftreten, dass er so oft Glück in der Damenwelt hatte.

Phillip flüsterte ihr eine ganze Zeit lang kleine Komplimente und Witze ins Ohr, bis er sie irgendwann fragte, ob sie sich nicht kurz in seinen Wagen verziehen wollen, er habe dort noch etwas Lustiges das dort auf ihn wartet. Sie willigte ein und beide machten sich auf um sich einen Weg durch die Menge zu bahnen. Phillip ging natürlich vor und schob im Wege stehende Feiernde wichtig bei Seite. Als sie an Phillip' Mercedes ankamen, betätigte er den Türöffner an seinem Schlüssel. „piüp piüp piüp“, machte es wichtig. Er öffnete ihr die Beifahrertür und ließ sie einsteigen, dann ging er leichtfüßig zur Fahrertür und stieg selbst ein. Nach dem Einschalten der Stereoanlage, dröhnte wieder Schimpfe-Rapper-Musik los. Phillip lehnte sich zum Handschuhfach herüber um einen kleinen Handspiegel, ein silbernes Edelstahlröhrchen und eine kleine durchsichtige Tüte, mit einem weißen Pulver drin, hervor zu holen. Während er, den Spiegel auf dem Schoß liegend, etwas von dem Pulver, auf dem Spiegel verteilte und es mit seiner EC-Karte noch feiner hackte, fragte er sie, wie sie eigentlich hieß. „Miriam“, antwortete sie. „Ein cooler Name. Ich bin Phillip.“, antwortete er. Er formte mit der EC-Karte zwei weiße Bahnen aus dem Pulver und hielt Miriam den Spiegel mit den weißen Bahnen und das Stahlröhrchen rüber. Während sie die eine Bahn durch das Röhrchen in ihrem rechten Nasenloch einzog, öffnete Phillip das Fenster der Fahrerseite, da es in dieser Sommernacht doch schon sehr heiß war. Miriam reichte ihm den Spiegel und das Röhrchen, ohne hinzusehen rüber und lehnte sich zurück, um die Wirkung abzuwarten.

Phillip setzte gerade das Röhrchen an der Nase an, als er eine offene mit einem schwarzen Handschuh bekleidete Hand, welche durch das offene Fenster der Fahrertür lange, seinem Gesicht entgegen schnellen sah. Ein kurzer heftiger Schmerz durchfuhr ihn, begleitet von einem Ratschen und mehreren kurz hintereinander folgenden Knacken.

Phillip realisierte noch immer nicht, was mit ihm passiert war. Er war benommen, spürte aber keine Schmerzen. Ein Röcheln und blubbern hörte er, als er versuchte ruhig durch die Nase zu atmen. Er bekam aber kaum Luft durch die Nase. Als er mit der Hand die Nase berührte, merkte er, dass das Stahlröhrchen fast vollständig in seinem Nasenloch verschwunden war, etwas lief heraus und schlug bei jedem Atemzug Blasen. Ihm wurde klar, dass es Blut war, was dort herauslief und Blasen schlug. „Aaahh“, stöhnte er. Dann dachte er kurz an die schöne Miriam. Wo war sie? Seine Sinne waren nicht mehr ganz beisammen. Vielleicht könnte sie ihm mal sagen, was gerade passiert ist. Während er noch schwächelnd versuchte, das Röhrchen wieder aus seiner Nase zu ziehen, wurde er unsanft vom Fahrersitz auf den Beifahrersitz geschubst. Er hörte noch, das die Musik ausging und der Motor röhrend startete, dann verlor er das Bewusstsein.

Nun kam er hier in diesem dunklen, nasskalten Raum wieder zu sich.

„Hallo?“, säuselte er. „Ist da irgendjemand? Mir ist kalt!“ fügte er an.

Ein kurzer Moment der Stille, dann hörte er, dass sich hinter ihm ein riesiger Riegel bewegt haben musste und es öffnete sich hinter ihm eine große schwere Stahltür mit einer Mischung aus quietschenden Geräuschen und einem tiefen stählernen Stöhnen. Er hörte jemanden mit einem großen Schritt herein schreiten. Dann wieder dieses Quietschen und Stöhnen. Es folgte ein lauter Knall. „Diese Tür ist zu.“, dachte er. Dem Knall folgte wieder das Geräusch des riesigen Riegels. Er musste sich in einem alten Luftschutzbunker befinden, wie sie in Bremen sehr häufig vorkamen. Das schloss Phillip aus den Eindrücken seiner Umgebung und aus den Geräuschen, die er gerade vernahm. Er hatte in seiner Jugend von der Schule aus schon öfter an Besichtigungen von Bunkern teilgenommen, daher wusste er, wie sich es sich anhört, wenn man sich in diesen Bunkern befindet.

Phillip hörte, wie sich jemand in langsamen Schritten auf ihn zubewegte. Die Schritte klangen gelassen, fast majestätisch. Es klang so als hätte die Person festes stabiles Schuhwerk an.

Direkt hinter Phillip blieb die Person stehen. Er hörte wie sich die Person langsam von hinten zu ihm hervor beugte. Phillip spürte den Atem an seinem rechten Ohr. „Hallo Phillip“, flüsterte eine Stimme. Es war eindeutig eine männliche Person, vernahm er. Phillip erstarrte. Für einen Moment hörte er sogar auf zu zittern. „Wer bist Du?“, fragte er.

„Du kannst mich Dämon nennen“, erwiderte die Stimme flüsternd.

Phillip begann seinen Kopf nach rechts zu drehen, um zu sehen, wer ihm ins Ohr flüsterte. Noch im selben Moment verspürte er einen harten Schlag an seinem ohnehin schon von Schmerzen geplagten Kopf.

„SIE MICH NICHT AN!!!“, wurde er von einer, jetzt nicht mehr flüsternden, tiefen, fast zu tiefen Stimme, für einen Menschen angebrüllt.

Phillip starrte verängstigt wieder nach vorn.

*

Miriam

Miriam Ahlers wuchs in der neuen Vahr, einem Stadtteil Bremens, der nicht gerade als Vorzeigestadtteil galt, in einem für diesen Stadtteil typischen Mehrfamilienplattenbau auf. Ihre Eltern ließen sich vor zwei Jahren, kurz vor ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag scheiden. Sie blieb bei ihrer Mutter Cornelia. Ihr Vater Kurt, war Alkoholiker, was auch der Grund der Scheidung war. Es war auch der Grund, warum Miriam bei ihrer Mutter blieb.

Miriam hatte eine unbeschwerte Kindheit, mit wenig Geld, aber viel Liebe. Zuviel Liebe, schien sie zu bekommen, soviel, dass es für sie schon zur Selbstverständlichkeit wurde.

So entwickelte sie sich zu einer intelligenten, attraktiven aber arroganten Prinzessin. Sie wusste genau, wie sie andere Menschen um den Finger wickeln konnte und stets bekommen konnte, was sie wollte.

Da sich Miriam weder um eine Ausbildung, noch um eine Arbeit scherte und daher auch nicht wirklich über genügend Geld verfügte, wohnte sie noch immer bei ihrer Mutter.

Wenn sie etwas brauchte, fragte sie einfach ihre Mutter, die ihr auch ihr letztes Hemd vermachen würde. Ihre Mutter war der Annahme, dass Miriam sehr unter der Scheidung der Eltern litt, doch das ganze Scheidungsgeschehen nahm Miriam weniger mit als man meinen würde. Sie war sich selbst stets die nächste. Miriam sah gut aus, was sie sich auch im Umgang mit anderen Menschen zunutze machte. Sie war mit ihren 1,65 Meter Größe nicht unbedingt groß, was bei einer jungen Frau auch nicht wirklich eine große Rolle spielte. Sie hatte schulterlanges glattes brünettes Haar und war stets gut gekleidet und gekonnt geschminkt. Mit ihren großen blauen Augen, ihrer kleinen Stupsnase und ihrer seidigen Haut wurde ihr schon oft nachgesagt, dass man sie sofort knuddeln möchte, wenn man sie sah. Sie war aufgeweckt und hatte immer einen frechen Spruch auf den Lippen, ganz egal, wen sie vor sich hatte.

An diesem Freitag war Miriam voll entschlossen, wild abzufeiern. Sie trennte sich am Montag gerade nach einem Jahr Beziehung von ihrem Freund Marc getrennt. Marc liebte Miriam über alles. Er hätte alles für sie getan, aber darauf setzte sie nicht viel. Sie wollte damals unbedingt mit ihm zusammen sein, weil er gut aussah und alle ihre Freundinnen auf ihn standen. Nach einem Jahr wurde er ihr aber zu langweilig und sie schoss ihn einfach ab. Nicht zuletzt, weil sie wusste, dass er alles für sie tun würde und das machte ihn noch unattraktiver für sie. Für Marc brach die Welt zusammen und er fiel in ein tiefes Loch. Für Miriam drehte sich die Welt einfach weiter, wie immer. Für sie war er nun einfach nur noch jemand, den sie mal kannte, was sie ihn auch jedes Mal rücksichtslos spüren lies, wenn sie sich mal zufällig sahen. Dies passierte relativ oft, da sie ja im selben kleinen Stadtteil wohnten.

Für diesen Freitagabend hatte sich Miriam mit all ihren Freundinnen verabredet. Sie wollten sich erst bei ihr treffen, da ihre Mutter als Krankenschwester bis spät in die Nacht Dienst hatte.

Am Nachmittag fuhr Miriam noch in den Weserpark, ein großes Einkaufszentrum in der östlichen Bremer Vorstadt.

Sie wollte sich noch etwas neues Schickes zum Anziehen für den Abend kaufen. Von Mutters Geld versteht sich. Als sie das Einkaufszentrum betrat, lief ihr Christina entgegen, eine ihrer zahlreichen Freundinnen. Christina hatte blondes, fast weißes kurzgeschnittenes Haar. Sie war schlank, etwas größer als Miriam. Obwohl ihr Gesicht etwas Plattes hatte und ihre Nase etwas größer war, als man es von einer Frau erwarten würde, sah sie trotzdem sehr gut aus.

Miriam schloss sie sofort mit den Worten „Hey Uschi!“, in die Arme, wie es sich in ihrer Clique gehörte.

„Kommst du heute Abend mit ins Modernes?“, fragte Miriam.

„Klaro, Schnittchen“, erwiderte Christina.

„Wann soll es denn losgehen?“, fragte sie grinsend.

„Gegen sieben bei mir, Uschi“, antwortete Miriam.

„Okay okay, dann bis nachher!“, verabschiedete sich Christina mit einem Kuss auf Miriams Wange. Sie ging weiter zum Ausgang.

Miriam führte ihren Weg in die heiligen Hallen des Einkaufszentrums hastig fort.

Da es in den heiligen Hallen recht stickig und heiß war, schlug sie zuerst den Weg zu einem der drei Eisstände ein, die es im Weserpark gab und kaufte sich an dem Stand ein Eis zur Abkühlung. Schoko und Vanille waren ihre Lieblingssorten. Sie bevorzugte immer ihr Eis aus der Waffel zu genießen. Nachdem sie das Eis bei dem südländisch wirkenden Eisverkäufer bezahlt hatte, schlenderte sie in Richtung eines naheliegenden Kleidungsgeschäfts, während sie genüsslich an ihrem Eis nippte. An dem Geschäft angekommen, drehte sie verträumt einen Kleiderständer herum an dem eine Reihe von Sommertops hingen.

Als sie das Eis aufgegessen hatte, nahm sie ihre zweite Hand zur Hilfe um genauer in den Sachen zu stöbern.

Sie bemerkte nicht, dass sich jemand neben sie stellte und dort einige Sekunden stehen blieb bis sie angesprochen wurde.

„Tschuldigung“, hörte sie von ihrer rechten Seite. Sie blickte auf und wandte sich in Richtung der Stimme zu, die sie ansprach. Vor ihr stand ein Mann, nicht viel größer als sie, Ende zwanzig. Er hatte dunkles kurzes Haar, fast dieselbe Farbe, wie sie. Er hatte auch ähnlich blaue Augen wie sie. Eine schmale fast schmächtige Gestalt, mit einem schwarzen T-Shirt und einer schwarzen Jeans gekleidet. Die weißen Turnschuhe, die er trug, waren schon etwas aus dem Trend und sahen abgelatscht aus.

„Tschuldigung“, wiederholte er, nachdem Miriam ihn von oben bis unten und wieder zurück musterte.

„Ich saß eben da vorne auf der Bank und bist du mir sofort aufgefallen.“, sagte er.