Das versklavte Ehepaar - Regina von Strikt - E-Book

Das versklavte Ehepaar E-Book

Regina von Strikt

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Beschreibung

Ein Angebot, so verlockend, dass es fast schon zu schön ist, um wahr zu sein: Annika und Finn – schwer verliebt und sexuellen Experimenten keineswegs abgeneigt – stellen sich für einen dicken Batzen Geld einem souveränen, attraktiven Paar als Privatsklaven zur Verfügung. Doch schnell und äußerst schmerzhaft erfahren sie am eigenen Leib, dass bei Lady Clarissa und Sir Luis keine harmlosen Rollenspiele, sondern knallharte Unterwerfung und sexuelle Exzesse auf der Agenda stehen. Während sich Annika – im wahrsten Sinne des Wortes – als überraschend hart und willig im Nehmen erweist, ist Finn hin- und hergerissen zwischen Faszination und Fluchtgedanken. Doch Vertrag ist Vertrag …

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Das versklavte Ehepaar – Eine BDSM-Geschichte

von

Regina von Strikt

1. Auflage Oktober 2020, ungekürzte Ausgabe

eISBN: 978-3-945537-91-6

© 2020 by Augenscheinverlag – All rights reserved, www.augenscheinverlag.de

Cover-Design: Marion Terasa, http://terasa-design.de

Cover-Foto: Shutterstock

Lektorat E-Book-Version: Diana Glöckner

Inhalt

Das versklavte Ehepaar

Annika hielt den Blickkontakt zu ihrem Ehemann, während ihr Körper im Rhythmus der Stöße zuckte. Ihre Brüste wippten aufreizend auf und ab. Der Major mit dem sportlichen Körper, der sie gerade gnadenlos fickte, betrachtete sie mit sichtlichem Vergnügen. Finn, ihr Mann, spürte ebenfalls, wie der Anblick des kopulierenden Paares ihn erregte.

„Die Schlampe braucht es einfach härter!“, kommentierte der Major. „Schaut nur, wie geil sie ist!“

Mit seiner flachen Hand schlug er lustvoll seitlich gegen Annikas Brüste, was ihr einen spitzen Schrei entlockte.

Es stimmte, was er sagte. Annika keuchte, und ihre Schenkel umklammerten die Hüften des Mannes, der sie so hart rammelte. Ihre blonden Haare hingen ihr ins Gesicht, und ihre Haut glänzte vor Schweiß. Hilflos musste ihr Ehemann mit ansehen, wie seine Frau vor aller Augen durchgevögelt wurde. Er zerrte an seinen Fesseln, doch diese waren zu stramm, und im Grunde würde Finn es auch nicht wagen, einzuschreiten. Dazu war seine Furcht vor Bestrafung viel zu groß.

„Sieh nur, wie ihre Titten wackeln“, flüsterte Lady Clarissa ihm zu. „Das geilt die Kerle schön auf.“

Finn schaute zu den jungen Männern am Tisch, die lüstern zusahen, während seine Frau es sichtlich genoss, so hart rangenommen zu werden.

„Ich frage mich“, sprach die Lady mit hämischem Tonfall weiter, „ob deine Frau sich in Zukunft mit deinem eher durchschnittlichen Schniedel noch zufriedengibt.“

Sie unterstrich die Demütigung noch, indem sie aufreizend über seinen unbefriedigten Penis streichelte. Finn biss sich vor Wut und Hilflosigkeit auf die Lippen.

Aber wie hatte es nur so weit kommen können? Finn erinnerte sich, wie alles begonnen hatte.

Annika und Finn waren nun seit zwei Jahren verheiratet. Das war bei den meisten Ehepaaren der Zeitpunkt, an dem die Leidenschaft merklich nachließ und der Alltag in den Vordergrund trat. Nicht so bei Annika und Finn. Ihr eheliches Sexleben war immer noch aufregend und lustvoll. Das lag nicht nur an Annikas attraktivem Körper, der jeden normalen Mann zum Träumen brachte: Naturblonde Haare rahmten ein hübsches, meist fröhliches Gesicht ein. Himmelblaue Augen unterstrichen den nordischen Eindruck ihrer Erscheinung. Gern trug sie offenherzige Kleider, um ihre schönen, jedoch nicht allzu voluminösen Brüste herauszustellen. Überhaupt geizte sie nicht mit ihren weiblichen Reizen und war sich ihrer Wirkung auf Männer durchaus bewusst. Allein, wie sie sich bewegte, war die pure Erotik.

Doch für Finn war das Aufregendste an seiner Frau ihr pfirsichförmiger Po. Zwei perfekte Backen, geteilt durch eine neckische Kerbe, in der sich ihr süßer, herrlich enger Hintereingang versteckte. Annika ließ sich gern anal nehmen. Sie war in sexuellen Dingen generell sehr aufgeschlossen und experimentierfreudig. Auch das war ein Grund, weshalb Finn sie so liebte. Beiden war Erotik sehr wichtig, und sie sahen den erfüllenden Sex als Grundlage ihres Eheglücks. Seit einigen Monaten besuchten sie gemeinsam regelmäßig einen exklusiven Swingerclub. Sexuelle Freizügigkeit und Niveau mussten sich nicht ausschließen, das war Annikas Motto. Sie strebte schon immer nach oben und versuchte auch Finns beruflichen Ehrgeiz anzustacheln, der trotz seines jungen Alters bereits die rechte Hand der Direktorin eines Hamburger Fünf-Sterne-Hotels war. Sie selbst arbeitete als Sekretärin in einer Eventagentur, wobei ihr ihre Sprachkenntnisse sehr zugute kamen.

„Irgendwann bewegen wir uns in den feinsten Kreisen“, hatte sie einmal lachend gesagt. Bei ihren Besuchen im Swingerclub war sie stets eine der begehrtesten Frauen, und sie liebte es, im Mittelpunkt des männlichen Interesses zu stehen. Finn hingegen war stets fasziniert, wenn sie sich vor seinen Augen einem anderen Mann hingab. Gebannt schaute er zu, wie sie ihre Geilheit genoss, wenn der andere sie hart und unerbittlich vögelte. Regelmäßig versammelten sich dann im Club Zuschauer um das kopulierende Paar. Das bediente Annikas exhibitionistische Ader und erfüllte Finn mit Stolz. All die gierigen Blicke der meist männlichen Zuschauer und der Neid in ihren Augen … Das gefiel Finn. Doch sie trieb es nur mit Männern, bei denen er seine ausdrückliche Erlaubnis gegeben hatte. Er suchte ihre Sexpartner aus und versuchte dabei, ihre Vorlieben zu berücksichtigen. Sie mochte es, wenn der Mann dominant war und sie benutzte wie eine Sexpuppe. Auch Finn selbst war beim ehelichen Sex immer bemüht, ihre devoten Neigungen zu befriedigen. Allerdings fiel es ihm nicht immer leicht, den harten, rücksichtslosen Kerl zu geben.

Denn wenn er ehrlich war, hätte er sich selbst eine dominante Partnerin gewünscht. Eine Frau, die ihm sagte, wie und wann er sie zu begatten und zu befriedigen hatte. Manchmal tat Annika ihm den Gefallen und spielte für ihn die herrische Domina. Sie hatte sich zu diesem Zweck sogar ein entsprechendes Outfit besorgt: kniehohe Reitstiefel und einen schwarzen Latexbody mit silbernen Ketten. Stulpenhandschuhe, die ihr bis zum Ellbogen reichten, machten die Illusion perfekt. Finn genoss es, wenn sie ihn in diesem Kostüm nach ihrer Pfeife tanzen ließ. Wenn sie ihn dann „zwang“, sie oral zu befriedigen, oder ihn sogar mit dem Rohrstock „verwöhnte“. Sie spielte die Rolle der Domina gut, aber nach seinem Geschmack leider viel zu selten. Denn im Grunde war sie eben selbst devot und wollte beherrscht werden.

Annika spielte gern das unartige Schulmädchen, welches von ihm, dem strengen Lehrer, bestraft werden musste. In ihrem kurzen Schottenröckchen, das ihre Pobacken nur unzulänglich bedeckte, und der transparenten Seidenbluse lag sie dann auf seinem Schoß und ließ sich ihr rotes Spitzenhöschen ohne Gegenwehr herunterziehen. Meist wärmte er ihren entzückenden Po mit der bloßen Hand auf, bevor er ihre hölzerne Haarbüste oder ein Lineal als Schlaginstrument benutzte. Sie zappelte herum, wohl wissend, dass sie seinen Penis auf diese Weise stimulierte. Wenn sie dann wimmerte und um Gnade bettelte, musste er sich regelmäßig ins Bewusstsein rufen, dass sie ihre Züchtigung im Grunde sehr genoss. Als sie einmal gar zu sehr schluchzte und jammerte, brach er das Spiel erschrocken ab. Aber damit hatte er nur ihre Fantasiewelt einstürzen lassen, und für beide endete der Abend frustrierend.

„Vielleicht sollten wir uns ein herrisches Paar suchen, damit wir beide auf unsere Kosten kommen“, meinte Annika irgendwann im Scherz, als er wieder einmal erfolglos versucht hatte, den bösen Vergewaltiger zu spielen.

Finn griff ihren Vorschlag auf und nahm die Idee ernster, als sie ursprünglich gedacht gewesen war. Eine der Säulen ihrer Liebe war das gegenseitige Vertrauen und dass sie immer über ihre Fantasien und Gelüste sprachen. Sie beschlossen gemeinsam, sich doch einmal in den entsprechenden Kontaktbörsen umzuschauen.

„Das sind doch alles nur kranke Spinner“, meinte Annika angewidert, nachdem sie diverse Kontaktgesuche durchstöbert hatten.

Auch Finn empfand das Niveau der Annoncen als primitiv und vulgär. Da suchten alte, übergewichtige Kerle junge, attraktive Bettgespielinnen oder boten ihre adipösen „Ehesklavinnen“ zur tabulosen Benutzung an. Viele angeblich dominante Menschen forderten schon vorab „Sklaventribut“, beherrschten aber nicht einmal die deutsche Grammatik. Damit war die Idee, sich eine Herrschaft zu suchen, erst einmal für beide erledigt. Aber der Wunsch, sich einer wirklich dominanten Personen zu unterwerfen, blieb und nagte an ihrem ehelichen Glück.

An einem warmen Frühlingstag, an dem sie auf ihrem Balkon die Sonne genossen, blätterte Annika den Veranstaltungskalender eines hippen Stadtmagazins durch. Finn döste und träumte von seiner attraktiven Chefin, die ihn mit ihrer herrischen Art immer mehr faszinierte.

„Sieh mal Finn, hier inseriert ein SM-Stammtisch, dass sie wieder neue Mitglieder aufnehmen“, rief Annika wie elektrisiert und riss ihn so aus seinen Tagträumen.

Laut las sie vor: „Wir sind ein erlesener Kreis von Freunden der etwas außergewöhnlichen Erotik. SM in allen Spielarten und Ausprägungen ist unser Thema. Wir pflegen den niveauvollen Austausch und freuen uns auf neue Teilnehmer. Da wir uns als exklusiv empfinden, berücksichtigen wir nur entsprechende Bewerbungen. Wir freuen uns auf die Kontaktaufnahme von niveauvollen, gesundheitsbewussten Interessenten.“

„Nun, das klingt zumindest nicht nach Bierdunst und Proletentreff“, meinte Finn. „An sich widerstrebt es mir aber, mich gegenüber wildfremden Menschen als SMler zu outen“, gab er zu bedenken.

„Ach komm, wir müssen uns ja nicht mit Personalausweis und Foto bewerben“, erwiderte Annika.

Finn vermutete, dass seine Frau sich nicht davon abbringen lassen würde, diese Gelegenheit wahrzunehmen. Doch je länger er darüber nachdachte, desto mehr freundete auch er sich mit dem Gedanken an, mit den Inserenten Kontakt aufzunehmen.

Wenige Tage später saßen sie aufgeregt im Taxi und fuhren zu der angegebenen Lokalität. Annika trug ihr kleines Schwarzes, und Finn hatte ein legeres Hemd und eine schwarze Anzughose ausgewählt. Sie hofften, damit nicht overdressed, sondern angemessen gekleidet zu sein. Der Fahrer brachte sie zu einem gehobenen Restaurant mit mediterraner Küche. Man wies ihnen den Weg in einen Nebenraum, wo sie von einem etwa vierzigjährigen Mann begrüßt wurden.

„Hallo, ich bin Carsten und organisiere unsere kleinen Treffen. Schön, dass ihr hier seid.“

Er reichte ihnen die Hand, und Finn war froh darüber, keinem Mann gegenüberzustehen, der Lederjeans mit Fransen oder etwas ähnlich Rockerhaftes trug. Carsten war lässig, aber stilvoll gekleidet. Seine vollen Haare verliehen ihm eine jugendliche Wirkung. Außer ihm war lediglich noch ein – wie Finn fand – etwas seltsames Pärchen anwesend. Die Frau mit den aufregenden weiblichen Kurven stellte Carsten ihnen als Mona vor. Sie trug ein knielanges geblümtes Kleid, das ihren fraulichen Körper in Szene setzte. Der sehr junge Mann neben ihr – Finn schätzte ihn auf gerade einmal achtzehn oder zwanzig und damit etwa fünfundzwanzig Jahre jünger als Mona – hieß Tim. Er trug ebenfalls keine Fetischkleidung, sondern Jeans und ein schwarzes Hemd. Das knallrote Halsband mit der Aufschrift „Toyboy“ wies darauf hin, welche Beziehung die beiden verband. Eine junge Bedienung im klassischen Serviermädchen-Dress trug ein Tablett mit Sektgläsern herein und bot Prosecco an. Annika begann ein Gespräch mit Mona, während Finn beobachtete, wie sich der Raum mit weiteren Gästen füllte. Niemand trug Fetischkleidung, alle Gäste waren in alltagstauglicher bis hin zu recht eleganter Kleidung erschienen. Carsten nahm Annika und Finn noch einmal beiseite.

„Wir sprechen uns alle mit Vornamen an, aber die dominanten Herrschaften werden gesiezt und die eher devoten Teilnehmer geduzt. Zur besseren Unterscheidung trägt hier jeder eine entsprechende Schleife. Schwarz bedeutet Dominanz, Weiß steht für Unterwürfigkeit und Schwarz-Weiß für Switcher. Welche Farbe möchtet ihr tragen?“

Fragend hielt er ihnen verschiedenfarbige Anstecknadeln mit kleinen Schleifen daran entgegen. Annika und Finn sahen sich etwas nervös an.

„Keine Bange, was immer hier gesprochen oder gezeigt wird, bleibt unter uns. Diskretion ist uns sehr wichtig“, beruhigte Carsten sie.

Also legten beide weiße Schleifen an. Inzwischen befanden sich etwa fünfzehn Menschen im Raum. Alle standen in Grüppchen zusammen und unterhielten sich. Annika und Finn wurden von einem elegant gekleideten Pärchen angesprochen. Sie war sehr schlank, fast knochig, und etwa vierzig Jahre alt. Ein wenig erinnerte sie Finn an seine Lateinlehrerin aus der Schulzeit. Diese war trotz – oder gerade wegen – ihrer Strenge sein erster pubertärer Schwarm und häufige Wichsvorlage gewesen. Ihr Begleiter, wohl ihr Ehemann, denn er trug den gleichen Ehering, war etwas älter, aber er wirkte sehr sportlich und durchtrainiert. Mit seinen leicht ergrauten Haaren und asketischen Gesichtszügen strahlte er eine gewisse Vornehmheit aus. Seine Körpergröße überragte alle im Raum, was ihn zu einer beeindruckenden Erscheinung machte. Beide trugen schwarze Schleifen, wie Finn sofort registrierte.

„Ihr zwei seid neu hier, nicht wahr?“, fragte die Frau freundlich lächelnd.

In ihren High Heels überragte sie Annika um einen halben Kopf und war mit Finn und seinen hundertachtzig Zentimetern auf Augenhöhe.

„Ja, das ist richtig“, beantwortete Annika die Frage. Finn konnte die Nervosität in ihrer Stimme hören.

Auch sein Herz klopfte, als die Frau ihn durchdringend musterte und dann schmunzelnd auf die weiße Schleife sah.

„Carsten wird euch nachher noch Gelegenheit geben, euch den anderen vorzustellen“, sagte der groß gewachsene Mann.

„Ich bin Clarissa, und das ist mein Mann Luis“, stellte die Frau sich und ihren Ehemann vor.

„Mein Mann heißt Finn, und ich bin Annika“, erwiderte Annika.

„Ihr, äh … Sie sind hier Stammgäste?“, fragte Finn.

„Wenn es unsere Zeit erlaubt“, antwortete Luis. „Wir sind jedoch viel auf Reisen.“

Zwei Kellnerinnen rollten einen großen Servierwagen herein, und verlockender Essensduft erfüllte den Raum.

„Ah, das Büfett wird eröffnet. Wie schön“, meinte Clarissa. „Die Küche hier ist wirklich überdurchschnittlich gut. Ihr dürft euch keinesfalls den Salat mit Meeresfrüchten entgehen lassen.“

Alle bedienten sich mit vornehmer Zurückhaltung, und wer sich versorgt hatte, nahm an den Tischen, die zu einem Kreis angeordnet waren, Platz. Nicht ganz zufällig ergab es sich, dass Annika zwischen Clarissa und Luis saß, und Finn auf der linken Seite von Luis. Die Serviermädchen nahmen die Bestellungen für die Getränke auf.

Carsten ließ eine Gabel gegen sein Glas klirren und rief: „Liebe Freunde, wir haben heute zwei neue Gäste in unserer Runde. Bitte lasst sie sich vorstellen.“